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Islam - Erbe und Herausforderung : 5. Heidelberger Dienstagsseminar
Das vorliegende Buch dokumentiert das Heidelberger Dienstagsseminar vom Wintersemester 2002 / 2003, das unter dem Thema „Islam – Erbe und Herausforderung“ stand. Bereits nach dem ersten Dienstagsseminar zum Thema „Für ein neues Miteinander von Juden und Christen“ wurde angeregt, ein weiteres Dienstagsseminar dem Thema Weltreligionen zu widmen. Der Planungsgruppe erschien das Thema „Weltreligionen“ zu komplex und sie entschied, das Thema „Islam“ ins Zentrum des Dienstagsseminars im Wintersemester 2002 / 2003 zu stellen.
Es wird heute kaum mehr einen Lehrer geben, der in seiner Klasse nicht auch muslimische Schülerinnen und Schüler zu unterrichten und mit Eltern muslimischen Glaubens zu tun hat. Die Kenntnisse in christlicher Tradition aufgewachsener Deutscher über den Islam sind aber wenig ausgeprägt.
Hinzu kommt die in den letzten Jahren zunehmende Politisierung des Islams durch radikale Islamisten, ein Phänomen, das weltweit zu einem destabilisierenden Problem der Gesellschaft geworden ist. An der Themen- und Referentenauswahl ist zu erkennen, dass in dieser Veranstaltung den unterschiedlichen Aspekten Rechnung getragen wurde
Making Religion an Experience : Elements of a didactics of religion
Die Arbeit bietet keine Monographie, sondern eine Sammlung verschiedener Aufsätze, die für diese Arbeit neu durchgesehen und ergänzt wurden. Zusammengebunden werden die einzelnen Kapitel in dem religionspädagogischen Interesse, das einen großen Teil der beruflichen Tätigkeit des Autors geprägt hat (vgl. Vorwort). Mit dem Titel „Religion zur Erfahrung bringen“ ist auch die These benannt, die sich als roter Faden durch die Arbeit zieht: Religion, so wird behauptet, stellt eine originäre Form menschlicher Erfahrung dar und muss deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil auch von Bildung sein, gerade von öffentlich verantworteter. Bildung in Religion gehört darum auch nicht allein in den kirchlich verantworteten konfessionellen Religionsunterricht, sondern ebenso in den staatlich verantworteten nichtkonfessionellen Ethikunterricht. Umgekehrt setzt Bildung in Religion mehr voraus als eine selbstverständliche Weitergabe des Glaubens an religiös gebundene junge Menschen, mehr auch als eine oft unterstellte schlichte Information über Religionen, nämlich die Auseinandersetzung damit, was überhaupt Religion ist. Damit wird die Tür aufgestoßen zu einem allgemeinen Unterricht in Religion, der über das traditionell für den Religionsunterricht einerseits, den Ethikunterricht andererseits oft Unterstellte hinausgreift. Die Arbeit gliedert sich in eine umfangreiche Einleitung und fünf Teile, die ihrerseits insgesamt sechzehn unterschiedlich lange Teilkapitel umfassen. Die Einleitung bietet neben einer Übersicht die Einbindung des Programms in die aktuelle Rede von der Wiederkehr des Religiösen und liefert als systematischen Bezugspunkt eine differenzierte Skizze des Erfahrungsbegriffs. Der Teil I entwirft dann Fundamente einer Didaktik des Religiösen. Ausgehend von einer Kritik soziologischer und bildungskonzeptioneller Perspektiven wird ein philosophisches Verständnis von Religion vorgestellt, aus dem die zentralen und notwendigen Ebenen einer Didaktik des Religiösen entwickelt werden. Die Teile II und III konzentrieren sich auf das Element der Sprache als Basis aller tragfähigen Auseinandersetzung mit Religion, Sprache zunächst (Kap.2-1) als Ausdruck der Vernunft, notwendig für alle Formen religiöser Bildung, dann in eher allgemein hermeneutisch orientierender Weise (Kap.2-2) und schließlich als Form des Gesprächs, das im Teil III als Basis behauptet wird für Möglichkeiten eines auch religiöse Themen einbeziehenden Philosophierens mit Kindern. Es liegt in der Konsequenz der Arbeit, dass der Versuch einer Grundlegung einer Didaktik von Religion sich zu bewähren hat an Modellen unterrichtlicher Umsetzung, auch an konkreten methodischen Hinweisen. Dem dient der Teil IV der Arbeit. Die Auswahl ist in Orientierung an die in Kap. 1-4 erläuterten Ebenen gewählt: Im Sinne einer für Religiosität sensibilisierenden Propädeutik werden zunächst einige religiöse Bilderbücher religionsphilosophisch erschlossen (4-1). Dass auch Religionskunde im Sinne des Kennenlernens religiöser Lebensanschauungen, Vollzüge und Symbole ertragreich nur geleistet werden kann, wenn sie erfahrungsdimensioniert arbeitet, dafür bietet dieses Kapitel ebenso ein Beispiel wie das folgende, das in die zentrale Frage glaubender Existenz über religionskundliche Stoffe einführt (4-2). 4-3 zeigt Möglichkeiten zur Erschließung religiöser Sprache. Die Kapitel 4-4 und 4-5 sind demgegenüber einzuordnen in die Ebene der Orientierung im Sinne einer Befähigung zu eigenverantwortlicher Lebensentscheidung, 4-4 leistet das auf der Ebene der Moral, 4-5 auf der Ebene des Politischen. Der Teil V schließlich liefert Impulse zur Konzeption und Organisation eines heute tragfähigen Religionsunterrichts. Nach kritischen Auseinandersetzungen zu Halbfas, Lehrplänen und dem LER-Modell wird mit dem Abschlusskapitel 5-4 ein systematisch wie organisatorisch begründeter Vorschlag eines Unterrichts in Religion für alle Schülerinnen und Schüler vorgelegt, der Innovation, Konsistenz wie auch die Möglichkeit konkreter Umsetzung für sich beansprucht. Die Sammlung richtet sich an einen unterschiedlichen Leserkreis: Angesprochen sind vor allem Lehrerinnen und Lehrer der Fächer Religion, Ethik und Philosophie. Einige Kapitel bieten Anregungen auch für Erzieherinnen und Eltern. Je nach Kapitel mehr oder weniger explizit wird zudem die wissenschaftliche Auseinandersetzung um religiöse Bildung in pluraler Welt (Nipkow) aufgenommen und weitergeführt. Dies dürfte schließlich für bildungspolitisch engagierte Menschen und Institutionen in Deutschland wie in Europa (Politiker, Kirchen, Verbände) von Interesse sein.This work is not a monograph but a collection of essays revised and supplemented for the present publication. The individual chapters are connected by the author’s interest in religious education, which has determined a large part of his professional life (see Preface). Making Religion an Experience is not only the title but also the purpose uniting the book. Its central thesis is that religion is a fundamental human experience and is therefore has to be an indispensable component in public education. Accordingly, religious education is not only a matter of confessional religious instruction, it also embraces the teaching of secular ethics. Vice versa, religious education involves more than the communication of faith to religiously committed young people, and also more than mere information on the religions of the world (as is frequently stated). It calls rather for a discourse on what religion really is. This opens the door to a generally conceived education in religion with broader horizons than those frequently imputed to the teaching of religion or ethics alone. The book is divided up into a detailed introduction and five chapters, made up of 16 subchapters varying in length. The Introduction does not only offer an overview but also relates the program to the ongoing discussion about the return of the religious and provides a differentiated outline of the notion of experience as a systematic point of reference. Part I outlines the fundamental elements of a didactics of religion. On the basis of a criticism of sociological and educational concepts, a philosophical understanding of religion is introduced, from which the essential and central levels of a didactics of the religious are developed. Parts II and III concentrate on the language element as a basis for any kind of serious engagement with religion. It deals first (Ch. 2-1) with language as an expression of the rational, which is necessary for all forms of religious education, proceeding from there to language used in a general hermeneutic way (Ch. 2-2), and finally to a form of interpersonal discourse set out in Part III as the basis for the possible inclusion of religious themes in philosophizing with children. It is obvious that the attempt to lay the foundation for a didactics of religion has to prove itself useful in models for classroom realization, including concrete methodological indications. Part IV serves this purpose. The selection focuses on the levels set out in Ch. 1 4. In terms of a propaedeutic preparation creating sensitivity for religious issues, a number of picture books are first of all discussed from a religio-philosophical viewpoint. (4 1). To ensure that religious learning - getting to know religious outlooks on life, rituals, and symbols - can be carried out successfully, it needs to be experience-oriented. Both this chapter and the next offer an example of this approach, the latter leading into the central topic of existence in faith with the help of religious educational material (4-2). 4-3 indicates possibilities for the comprehension of religious language, while Chs. 4-4 and 4-5 concern themselves with the level of orientation, i.e. enabling the individual to take mature decisions in life. 4-4 deals with this issue on the moral plane, 4-5 on the political. Part V offers impulses regarding the conceptualization and organization of a form of religious instruction relevant to the present day. After critical discussions of Halbfas, curricula., and the LER model –, the final chapter presents a systematic and organizationally well established proposal for religious instruction for all pupils. The proposal claims to be innovative, consistent, and susceptible of actual realization. This collection addresses a wide-ranging circle of readers, notably teachers of religion, ethics, and philosophy. Some chapters offer suggestions for educators and parents. With a differing degree of explicitness depending on the chapter in question, scholarly discourse on religious education in a pluralistic world (Nipkow) is thematized and developed. This should be of interest for people and institutions committed to issues of education policy both in Germany and in Europe as a whole (politicians, churches, associations)
Entwicklung und Erprobung eines diagnostisch gestützten Unterrichtskonzepts zur Reduzierung des Schulversagens in Ghana
This work covers the critical problem of high school dropouts and failure in the Ghanaian educational setting. In the first instance, a large proportion of studies have tended to concentrate on the higher classes and end-of –cycle testing. They can be seen as post-mortem analyses, which only indicate the irrevocable catastrophe but do not lead to prevention. Therefore this dissertation sought to identify the variance among the learning pre-requisites that Ghanaian class one children enter the school with against the background of an inflexible syllabus coupled with a predominant use of undifferentiated teaching methodology. From literature review, personal intensive observations and experience the following conclusions were drawn: ·School failure in Ghana is as a result of a complex inter-play of factors such as years of certain uninformed policies of successive governments, the situation of the teacher, curriculum and textbook usage, instructional language policy, length of school year use of instructional time and political instability among others. ·Classroom methodologies are predominantly teacher-dominated, undifferentiated and do not support adequately the learning of weaker pupils. ·Traditional practices and philosophies about the child have an influence on the teaching-learning encounter. ·There are identifiable weaknesses in the competence of delivery and mastery of both subject matter and other pedagogical skills. With a large class size, without the support of diagnostic tools to identify the abilities of children in order to tailor the teaching to cater for individual differences, teaching is unattractive, tedious and an unwieldy task. Learning in such an environment will be demotivational and attainment of institutional goals will be greatly undermined. As a first step in modifying the existing situation a pre-diagnostic instrument put together by the researcher was used to assess 120 and 158 class one pupils in a pilot and main study respectively to show how varied the abilities of the children are and which factors have influence on the variance. In this regard a broad variety of skill areas were assessed with a focus on functional items, drawing, English and number work in a very practical way. Purposive and simple random sampling techniques were adopted in the selection of the sample from rural, urban, private and public schools. The results showed the following: ·A wide variance among the pre-requisite skills that the children enter school with. ·Ghanaian children who possess higher English language ability, having pre-school experience, attending an urban school and being in a private school have a higher chance of school success. ·Sex is not strong determinants of performance among the sample. Based on these assessment results intervention with teachers were carried out in three class one classrooms, but one was reported in detail. The feedback from the interventions was very positive and encouraging and showed among others that: ·Teachers are capable of initiating changes in their teaching methodologies. ·Head teachers can supervise school-based in-service education and training. The dissertation concludes with some suggestions for policy, teacher professionalism, educational planners and for future research in order to achieve target objectives.Die vorliegende Arbeit greift das Problem der hohen Schulabbrecher-Quote in Zusammenhang mit dem gehäuft auftretenden Schulversagen in Ghana auf. In einer ersten Annäherung haben sich die bisherigen Forschungen auf Untersuchungen in höheren Schulklassen und von Schulabgängern konzentriert. Sie können als post-mortem-Analysen bezeichnet werden, die lediglich die unausweichliche Katastrophe anzeigen, aber nicht zu ihrer Verhinderung beitragen. Aus diesem Grunde wurde mit der vorliegenden Dissertation versucht, die Streubreite der Lernvoraussetzungen von Schulanfängern zu ermitteln und vor dem Hintergrund eines unflexiblen Eingangs-Curriculums sowie einem vorwiegend praktizierten Gebrauch undifferenzierter Unterrichtsmethoden zu diskutieren. So lassen sich einschlägige Literaturstudien und eigene intensive Beobachtungen wie folgt zusammenfassen: ·Schulversagen in Ghana ist das Resultat eines komplexen Zusammenwirkens zahlreicher Faktoren wie Dauer der Versäumnisse bezüglich der Informationspolitik in Bildungsangelegenheiten, der Situation der Lehrer, der Qualität der Currricula, der Verfügbarkeit von Lehrmitteln, der gewählten Unterrichtssprache, Dauer und Häufigkeit des Schulbesuchs, Nutzung der Unterrichtszeit und politische Instabilität sowie weiterer Bedingungen. ·Die Unterrichtsmethoden sind weitgehend lehrerzentriert, undifferenziert und wenig hilfreich für schwächere Schüler. ·Traditionelle Erziehungspraktiken und Vorurteile über Kinder beeinflussen die Schüler-Lehrer-Interaktionen. ·Es lassen sich somit deutliche Schwächen bezüglich der Kompetenz von Lehrern identifizieren, welche ihre didaktischen und methodischen Fähigkeiten betreffen. Bei großen Klassenstärken, dem Fehlen diagnostischer Instrumente zur Beschreibung der Fähigkeiten ihrer Schüler im Hinblick auf differenzierten Unterricht, ist Schule unattraktiv, kräftezehrend und eine sperrige Angelegenheit. Das sind demotivierende Bedingungen für schulisches Lernen, die das Erreichen der unterrichtlichen Ziele verhindern. Zur Änderung dieser Situation wurde in einem ersten Schritt ein von dem Verfasser zusammengestelltes diagnostisches Inventar an 120 und 158 Schulanfängern in einer pilot-Studie sowie einer Hauptuntersuchung angewandt. Dieses sehr praktische Verfahren erfasst ein breites Merkmalsspektrum mit inhaltlichen Schwerpunkten auf allgemeinem Weltwissen, Graphomotorik, Beherrschung der englischen Sprache und Lernvoraussetzungen für Mathematik. Dabei stand die Frage im Vordergrund, mit welchen Unterschieden bezüglich dieser Lernvoraussetzungen bei den Kindern zu rechenen ist und welche Faktoren sie beeinflussen. Auf der Grundlage von zielgerichteten und einfachen sampling-Techniken wurden vergleichbare Stichproben in ländlichen, städtischen, privaten und öffentlichen Schulen zusammengestellt. Es zeigten sich folgende Ergebnisse: ·Die interindividuelle Varianz bezüglich der individuellen Lernvoraussetzungen für den Schulanfang war extrem groß. ·Kinder mit besonders guten Leistungen bevorzugen die englische Sprache, kommen ausschließlich aus städtischen Gebieten, haben vorwiegend vorschulische Einrichtungen besucht und sind häufiger in privaten Schulen anzutreffen. ·Das Geschlecht ist keine wesentliche Determinante eines guten Leistungsstandes. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse wurden Interventionsmöglichkeiten mit den Lehrern aus drei ersten Klassen erkundet, wobei diese in einem Fall detailliert beschrieben wurden. Die Rückmeldungen waren positiv und ermutigend. Dabei zeigte sich: ·Lehrer sind durchaus befähigt, sich auf Änderungen ihrer Unterrichtsmethodik einzulassen. ·Schulleiter können schulinterne Fortbildungen durchführen. Die Arbeit schließt mit Empfehlungen für bildungspolitische Maßnahmen, Lehrerbildung, Bildungsplanung und weitere Forschungsaufgaben
Mathematiklehrerausbildung in Jordanien : die Situation an der Universität von Jordanien/Amman ; eine Fallstudie
ix Introduction The study has the purpose (1) to describe and explore the Mathematics student teachers’ performance inside the classroom during the training course “teaching practice” at the University of Jordan/ Amman, and (2) to include the main factors which influence the development of the professional teaching competence in their mode of action. This study has particularly the aim to investigate the difficulties which face the student teachers’ performance, and the facilities which help them in their performance and decrease the obstacles of the development of student teachers’ performance. The study has the aim to answer the following questions: 1. How does the performance of student teachers develop with respect to time of the training course? 2. What difficulties do the student teachers face during the training course? 3. What are the facilities that help in developing student teachers’ performance during the training course? 4. What are the factors related to performance? Are they personal, social, methodological, or related to mastering the curriculum? 5. What is the relation between student teachers’ performance and supervision? The 1st opening chapter of the study describes some facts about Jordan, the school system there, the system of pre-service teacher education, the background of the study, and the purpose of the study with the questions mentioned above. In the 2nd chapter a review of the existing literature follows with the theoretical concepts which are connected with the questions. Main concepts are: development of teachers’ performance, factors affecting the trainees’ performance, supervision and teacher development, problems of beginning teachers, models in teacher development, facilities that help trainees, standards of teaching competences, methodological basis of teaching Mathema tics. Chapter 3 describes the plan of the empirical research and the four methodological tools which are used: video tapes, interviews, questionnaires, and self reports. It is a case study with the seven Mathematics student teachers of the academic year 1999/2000 at the university of Jordan/Amman. Chapter 4 contains the data collection from the four resources in English. The data material was collected in Arabic and then translated into English by the author. Chapter 5 starts with the data analysis and description of the 7 cases. Chapter 6 continues the data analysis, presents the results, discusses these in an overview. This leads in chapter 7 to a combination of the results which come from the analysis of chapters 5 and 6, and to the answers to the que stions 1—5. The main results are concentrated around the main features of performance, which are in the teacher education plan of Amman five areas: lesson plan, mastering content knowledge, methods of teaching, assessment of teaching, and classroom management. This study is the first one which describes and analyses scientifically the phase of practice teaching at Jordanian universities. It is done exemplary at the University of Jordan/Amman with all Mathematics student teachers of one academic year. It for the first time is possible to win insight in the individual professional development of single student teachers in Jordan, and insight in the influence of specific relating factors. This study has a valuable starting point, looks to be won for a further development of the teacher-training in Jordan. These are attached in a short section as "recommendations".vii Zusammenfassung in deutscher Sprache Die Arbeit verfolgt den Zweck, (1) die Phase des Praktikums “Teaching Practice“ der Lehrerausbildung an den Universitäten in Jordanien am Beispiel der Universität Amman und am Beispiel des Faches Mathematik zu beschreiben und (2) die Hauptfaktoren, die dort die Entwicklung der professionellen Lehrkompetenz beeinflussen, in ihrer Wirkungsweise zu erfassen. Insbesondere hat die Arbeit die Zielsetzung, die Schwierigkeiten aufzuspüren, die den angehenden Lehrern (“student teachers“) in dieser Ausbildungs- und Trainingsphase begegnen und Möglichkeiten aufzuzeigen, welche die Hindernisse vermindern könnten, die der Entwicklung der Lehrkompetenz im Wege stehen. Dies führt zu den folgenden Fragen: 1. Wie entwickelt sich diese Kompetenz der auszubildenden Lehrer in Abhängigkeit zum zeitlichen Verlauf der Trainingsphase? 2. Welches sind die Schwierigkeiten, die dieser Entwicklung in der Trainingsphase entgegenstehen? 3. Welche Bedingungen oder Faktoren helfen den Studierenden, diese Schwierigkeiten zu mindern? 4. Welcher Art sind die damit verbundenen Faktoren? Betreffen sie personelle, soziale, methodische Belange oder sind sie mit der Kenntnis der Lehrinhalte (Mathematik) in Verbindung zu bringen? 5. Was ist die Beziehung zwischen der angestrebten Lehrkompetenz und der Beratung? Die Arbeit beginnt mit einem ersten, vorbereitenden Kapitel. Dieses beschreibt das jordanische Bildungssystem, insbesondere die Struktur der Lehrerausbildung als den Hintergrund der vorliegenden Studie. Die Fokussierung auf die Phase des Schulpraktikums führt hin zur Zie lsetzung der Studie und zur Formulierung der o.g. Zielfragen. Im 2. Kapitel folgt ein Überblick über die vorhandene Literatur, aus dem sich die theoretische Basis der Studie ergibt. Dabei werden die mit den Fragestellungen zusammenhängenden theoretischen Konzepte zusammengestellt: Entwicklung der professionellen Lehrkompetenz, Faktoren, welche diese Beeinflussen, Einfluss der Supervision auf diese Entwicklung, Modelle der Professionalisierung, Probleme der Lehrerstudenten und Lehrer-Anfänger, Bedingungen, die den Studierenden bei ihren Schwierigkeiten helfen könnten, Standards für die Lehrkompetenz, didaktische und methodische Grundlagen des Mathematikunterrichts. Das 3. Kapitel beschreibt den Plan der folgenden empirischen Studie und die vier methodischen Instrumente der Untersuchung, die dabei Verwendung finden: Videoaufzeichnungen von Unterrichtsstunden (video tape), Interviews mit den Ausbildungslehrern (interview), Fragebogen für die Studierenden (questionnaire), Bericht der Studierenden (selfreport). Die Arbeit ist als Fallstudie mit den sieben Studierenden des Faches Mathematik des Jahrganges 1999/2000 angelegt; die Ergebnisse werden qualitativ beschreibend ermittelt. Kapitel 4 enthält die vollständige Kollektion aller erhobenen Daten in englische Sprache. Das Datenmaterial wurde an der Universität Amman und den zugeordneten Ausbildungsschulen Ammans in arabischer Sprache erhoben und vom Autor ins Englische übertragen. viii In Kapitel 5 wird die Datenanalyse der sieben betrachteten Einzelfälle zunächst deskriptiv und in Kapitel 6 zusammenfassend vorgestellt; die daraus entstehenden Ergebnisse werden diskutiert und übersichtlich zusammengestellt . Dies führt in Kapitel 7 zu einer Zusammenfassung der Ergebnisse und damit zur Beantwortung der fünf oben ganannten Leitfragen. Die Ergebnisse konzentrieren sich auf fünf wichtige Hauptgesichtspunkte der Lehrkompetenz, welche im jordanischen Ausbildungsplan besonderes Gewicht haben: Vorbereitung der Stunde/ Unterrichtsentwurf (“lesson plan“), Durchführung der Stunde nach organisatorischen und sozialen Gesichtspunkten (“classroom management“), inhaltliche, mathematische Richtigkeit (“mastering content knowledge“), Lehrmethode (“methods of teaching“), Überprüfung des Lehrerfolges (“assessment of teaching“). Eine derartige Beschreibung und Analyse der die Lehrerbildung betreffenden bestehenden Verhältnisse wird mit dieser Studie für das Königreich Jordanien erstmalig vorgelegt. Das exemplarische Vorgehen mit dem Beispiel der Einführung von Mathematikstudenten der Universität Amman in die Schulpraxis und deren weitere Einübung gewährt erstmalig Einblick in die individuelle professionelle Entwicklung einzelner Lehramtsstudenten in Jordanien und den Einfluss einzelner Kontextfaktoren. Damit ist diese Studie ein wertvoller Ausgangspunkt, Einsichten für eine Weiterentwicklung der Lehrerausbildung in Jordanien zu gewinnen, welche in einem kurzen Abschlußabschnitt als „Empfehlungen“ angefügt sind
Bodyoriented exercises of the classic hatha-yoga as a interventionconcept with hyperactive primary-school children
Kindern mit einer Hyperkinetischen Störung benötigen gezielte, effektive Hilfen, gerade im Bereich der Selbstregulation, welche auch im schulischen Kontext von unterrichtenden Pädagogen/-innen anwendbar sind. Eine dafür geeignete Methode stellt der Hatha-Yoga dar. Für diese Studie wurde ein strukturiertes Yoga-Programm entwickelt. Ziel war es insbesondere die Wirkungsweise von Yoga auf die Kernsymptome der Hyperkinetischen Störungsbilder - Aufmerksamkeitsstörung, Überaktivität und Impulsivität - zu prüfen. Hierfür kamen psychologisch erprobte Meßmethoden zum Einsatz. Zielgruppe der Studie waren n=19 sieben- bis zehnjährige Schüler/-innen der ersten bis vierten Klasse der Grundschule aus dem Raum Heidelberg, Mannheim und Weinheim mit der klinischen Diagnose: Hyperkinetische Störung mit oder ohne Störung des Sozialverhaltens nach ICD-10. Bei dem Design handelt es sich um eine Crossover-Studie. Es wurden vier Kleingruppen zu je 5-6 Schülern aufgestellt, die zwei Trainingsphasen je 8 Wochen durchliefen, unterbrochen von einer sechswöchigen Trainingspause. Im Ergebnis ergaben sich eine signifikante Abschwächung der Hyperaktivität sowie der Impulsivität, Verbesserung der Aufmerksamkeit und positive Auswirkungen auf das expansive Sozialverhalten. Weitere Studien müssen zeigen, ob die Pilotstudie einer größer angelegten Studie standhält.Children suffering from hyperactive disorder need focused, effective remedy, especially in the area of self-regulation. These techniques should also be easily applicable by school teachers. Hatha-Yoga exercises are suitable for this purpose. A structured Yoga programme has been designed for this study. Its objective was to verify the impact of Hatha-Yoga on the core-symptoms of hyperactive disorder – attention deficits, hyperactivity and impulsivity. Effects have been measured using field-tested methods. The target group was composed of N=20 seven to ten year old primary school pupils (1st to 4th grade of the German Grundschule) in the area of Heidelberg, Mannheim and Weinheim clinically diagnosed with hyperactive disorder with or without behavioral disorders according to ICD-10. The study was based on a crossover-design with 4 groups of 5 to 6 pupils. Each group was trained in two phases of 8 weeks with a 6-week interruption in between. Apart from a significant reduction of hyperactivity and impulsivity, the treatment improved attention and social behaviour. The results of this pilot study will have to be confirmed via large-scale studies
Geistiges Lernen als 'Einwurzelung' : zu Peter Bucks Buch 'Einwurzelung und Verdichtung. Tema con variazione über zwei Metaphern Wagenscheinscher Didaktik'
Geistiges Lernen als 'Einwurzelung' Zu Peter Bucks Buch ' Einwurzelung und Verdichtung. Tema con variazione über zwei Metaphern Wagenscheinscher Didaktik'. Verlag der Kooperative Dürnau, 1997, ISBN 3-88861-037-0, 95 Seiten, 34.- DM
Biological education in school and outdoor education facilities- raise of interests by the use of living insects and other invertebrates
oai:opus.ph-heidelberg.de:1Die Pilotstudie beschäftigt sich mit dem Einsatz von lebenden Insekten und anderen Wirbellosen als Unterrichtsmedium. Im schulischen Bereich wurde eine bestimmte Anzahl an ausgewählten Tieren, zum Beispiel Stab- und Gespenstschrecken, jeweils für mindestens ein halbes Jahr in den Unterricht von Grundschulen und der Sekundarstufe I und II eingebunden. Die Pflegeaufgaben wurden jeweils in die Verantwortung der Schüler übertragen. Mittels qualitativer Analyse wurden die Ergebnisse in den Bereichen Faszination, Aufmerksamkeit, Wissen über die Tiere, Kompetenz und die Genese objektspezifischer Interessen untersucht. Die Beschäftigung mit den Insekten wurden auch in die Ausbildung zukünftiger Lehrer an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg integriert. Auch eine Handreichung wurde zusammengestellt, um die Lehrer und Referendare beim schulischen Einsatz der lebenden Wirbellosen mit geeigneten Informationen und Materialien auszustatten. In einem dritten Bereich wurden unter anderem tropische Blattschneiderameisen im Unterricht eingesetzt. Durch die Beobachtung der Organisation des Ameisenvolkes erhalten die Besucher des außerschulischen Lernortes Deponie in Kaiserslautern einen Einblick in natürliche Nahrungsketten. Die Erkenntnisse werden daraufhin auf die Möglichkeiten des Recyclings biogener Hausabfälle übertragen.The subject of the study was to analyse the practical application of living insects and other invertebrates as media for instructional uses. Firstly, a stock of appropriate animals, for example stick and leaf insects, was integrated in lessons of primary and secondary schools for more than half a year. The task of maintenance was transferred to the responsibility of the pupils. A qualitative analysis was conducted to focus the results in fields of fascination, attention, knowledge, competence and the raise of object-related interests. Secondly, the insects were integrated in education at the University of Education in Heidelberg/Germany. A guide was composed to support teachers by using living invertebrates as media in schools. Finally a unit for keeping a colony of leaf- cutting ants was constructed for environmental education uses. In this way the visitors of the outdoor education facility dumpsite in Kaiserslautern/Germany gain an insight into the organisation of natural food chains. The results can be transferred to the proper treatment of domestic organic waste material