Hochschulschriftenserver der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
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    Bewegung und Raum

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    Unser Körper und Geist sind auf Bewegung ausgelegt: Wir brauchen Bewegung in unserem Alltag, um körperlich, geistig und sozial gesund zu bleiben. Gleichzeitig brauchen unterschiedliche Bewegungen entsprechende Räume: seien sie groß oder klein, drinnen oder draußen, im Wasser, im Wald oder in der Stadt. Nachdenken über Bewegung setzt Nachdenken über Räume voraus. In dieser mittlerweile 15. Ausgabe von DIALOG, dem Bildungsjournal der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, geben interne wie externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Einblicke in das fächerübergreifende Thema Bewegung und Raum und stellen bundesweite wie auch regionale Forschungsprojekte vor. Erweitert wird dies in der Rubrik IM FOKUS mit Beiträgen über Projekte und Kooperationen der Hochschule mit der Stadt Karlsruhe, die sich mit Bewegung in verschiedenen Räumen beschäftigten. Es gibt bewegte Projekte in der Grundschule und einen Ausblick auf das 20 jährige Jubiläum des FoSS, des Karlsruher Forschungszentrums für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen. In der Rubrik PERSPEKTIVEN informieren wir Sie über zahlreiche aktuelle Publikationen aus den unterschiedlichen Disziplinen. Im Interview NACHGEFRAGT sprechen wir mit Alexander Woll, Professor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Leiter des Instituts für Sport und Sportwissenschaft, über die Bedeutung von Bewegung und spannen dabei den Bogen vom Kindesalter bis hin zu Seniorinnen und Senioren. Wir unterhalten uns auch über die Karlsruher School of Education (KSE), die im November 2024 offiziell an den Start geht

    "Big Data" in Inquiry-Based Learning of Science

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    For more than 30 years, school-specific digital measurement systems have been available for science classrooms. These systems allow automated data acquisition, which enables longer measurement durations, shorter measurement intervals, and the acquisition of several measurands in parallel. The resulting increase in the amount of data is attributed to a certain potential for science classrooms. However, recent research has shown that digital measurement systems are rarely used in the classroom. In addition, there is little research on the conditions for using digital measurement systems in science classrooms and the added value of larger amounts of data for students in terms of learning from and about science. The present work aims to close these gaps by 1) illustrating the pedagogical potential of digital measurement systems and the associated larger amount of data, 2) describing teachers competencies in using digital measurement systems and presenting a corresponding self-efficacy scale, 3) investigating the influence of the amount of data analyzed on learners cognitive load and conclusions, and 4) exploring the extent to which learners use the potential in their arguments. It was shown exemplarily that new phenomena can be observed in science classrooms by using digital measurement systems and the associated collection and evaluation of large amounts of data (goal 1). Furthermore, 15 competencies relevant to teachers in dealing with digital measurement systems were empirically identified, and a self-efficacy assessment tool was developed on this basis (goal 2). On the learner side, an increase in the amount of correct conclusions was identified when evaluating the largest of the three datasets provided (goal 3). The amount of data showed no effect on cognitive load (goal 3), and no meaningful differences in the quality of the data-based arguments could be detected (goal 4). The latter suggests that learners do not fully utilize the potential of larger datasets in their arguments. The results underline the relevance of large amounts of data for science classrooms. Therefore, teachers should make greater use of digital measurement systems in science classrooms. The identified competencies and the self-efficacy scale can be used to develop and evaluate targeted offerings to promote relevant competencies in the use of digital measurement systems by (preservice) science teachers. In addition, future research should investigate the extent to which learners are aware of the potential of larger amounts of data and how they can be supported in their arguments to exploit this potential.Seit mehr als 30 Jahren gibt es schulspezifische digitale Messwerterfassungssysteme für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Diese Systeme erlauben eine automatisierte Datenerfassung, die längere Messdauern, kürzere Messintervalle und die Erfassung mehrerer Messgrößen parallel ermöglicht. Der daraus resultierenden Zunahme der Datenmenge wird ein gewisses Potenzial für den naturwissenschaftlichen Unterricht zugeschrieben. Neuere Forschungen haben jedoch gezeigt, dass digitale Messwerterfassungssysteme im Unterricht selten eingesetzt werden. Darüber hinaus gibt es nur wenige Untersuchungen über die Rahmenbedingungen für den Einsatz digitaler Messwerterfassungssysteme im naturwissenschaftlichen Unterricht und den Mehrwert größerer Datenmengen für die Schüler*innen im Hinblick auf das Lernen von und über Naturwissenschaften. Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, diese Lücken zu schließen, indem sie 1) das didaktische Potenzial digitaler Messwerterfassungssysteme und die damit verbundenen größeren Datenmengen veranschaulicht, 2) die Kompetenzen der Lehrpersonen im Umgang mit digitalen Messwerterfassungssystemen beschreibt und eine entsprechende Selbstwirksamkeitsskala vorstellt, 3) den Einfluss der analysierten Datenmenge auf die kognitive Belastung und die Schlussfolgerungen der Lernenden untersucht und 4) erforscht, inwieweit die Lernenden das Potenzial in ihren Argumentationen nutzen. Es wurde exemplarisch gezeigt, dass durch den Einsatz digitaler Messwerterfassungssysteme und der damit verbundenen Erfassung und Auswertung großer Datenmengen neue Phänomene im naturwissenschaftlichen Unterricht erschlossen werden können (Ziel 1). Darüber hinaus wurden 15 für Lehrpersonen relevante Kompetenzen im Umgang mit digitalen Messwerterfassungssystemen empirisch identifiziert und auf dieser Basis ein Instrument zur Selbstwirksamkeitsbewertung entwickelt (Ziel 2). Auf Seiten der Lernenden wurde ein Anstieg der Anzahl richtiger Schlussfolgerungen bei der Auswertung der größten von drei Datensätzen festgestellt (Ziel 3). Die Menge der Daten zeigte keinen Einfluss auf die kognitive Belastung (Ziel 3), und es konnten keine bedeutsamen Unterschiede in der Qualität der datenbasierten Argumente festgestellt werden (Ziel 4). Letzteres deutet darauf hin, dass die Lernenden das Potenzial größerer Datensätze in ihren Argumenten nicht voll ausschöpfen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung großer Datenmengen für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Lehrpersonen sollten daher verstärkt digitale Messwerterfassungssysteme im naturwissenschaftlichen Unterricht einsetzen. Die identifizierten Kompetenzen und die Selbstwirksamkeitsskala können genutzt werden, um gezielte Angebote zur Förderung relevanter Kompetenzen im Umgang mit digitalen Messwerterfassungssystemen zu entwickeln und zu evaluieren. Darüber hinaus sollte in zukünftiger Forschung untersucht werden, inwieweit sich die Lernenden des Potenzials größerer Datenmengen bewusst sind und wie sie in ihren Argumentationen zur Nutzung dieses Potenzials unterstützt werden können

    "Sonic-Pi" - Einführung für Lehramtsstudierende: Wie offen sind Lehramtsstudierende zu der Nutzung von neuen Technologien im Musikunterricht?

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    Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Schule, speziell im Musikunterricht. Dabei wird folgende Forschungsfrage untersucht: Wie offen sind Lehramtsstudierende zur Nutzung von neuen Technologien im Musikunterricht? Stellvertretend für eine dieser neuen Technologien steht das Musikprogramm Sonic Pi, das als Musikprogramm für Live-Coding und Musikproduktion mit starkem Bezug zu elektronischer Musik und Computermusik gilt. In dieser digitalen Technologie kann mit Programmiersprache Musik aufgeschrieben und ausgeführt werden

    Teachers’ Engagement With Educational Science. How to Communicate Findings From Educational Science in a User-Friendly Way to Teachers

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    Evidence-informed school practice has been described as a practice in which teachers draw on both practical experiences and scientific evidence. Since scientific evidence is a systematically obtained and more rational source of information, it has been credited with the potential for improving teaching and school quality, student achievement, and the like. However, drawing on scientific evidence is often challenging for teachers due, for example, to its limited user-friendliness: that is, conveying evidence in an accurate, comprehensible, and practically useful way. Despite recent efforts to communicate scientific evidence in a user-friendly way, there has been little research into how such communication, especially of statistical results, can be designed. This dissertation helps fill this gap by following the overarching research interest on how to communicate inferential statistics and effect sizes in order to elicit perceptions of relevance to teaching practice while also facilitating understanding. Specifically, it includes three studies based on data from two experiments conducted to examine the potential of different descriptions of inferential statistics and effect sizes, and effect size visualizations for designing user-friendly science communication. While these individual studies included different dependent variables (e.g., perceived informativity, confidence in statistical interpretation, interpretation, perceived difficulty, dwell time) the present work synthesizes the results of all three studies on the perceived informativity and interpretation of statistical results. The first study showed that teachers perceived a common statistical significance statement, a description of Cohen’s U3, and a combined description of inferential statistic and effect sizes (i.e., statistically significant and large difference) to be more informative than other descriptions like Cohen’s d. However, the teachers did not interpret them flawlessly as information about the magnitude of an effect (i.e., effect size) or about its certainty (i.e., inferential statistics). In the second study, the teachers’ interpretations of the significance statement and the description of Cohen’s U3 from Study 1 were analyzed in greater detail using profile analyses. Teachers’ interpretations were classified into four profiles that were mostly consistent across both statements. One profile encompassed a group of teachers who was able to correctly differentiate between effect size and inferential statistics, but the majority of teachers were assigned to different profiles of misinterpretations, such as the misinterpretation that statistical significance informs about both the certainty and the magnitude of an effect. Even if these profiles showed some associations with teachers’ professional backgrounds, self-confidence in statistical interpretation, and beliefs and motivations regarding (educational) science, the associations were weak to moderate and could not be found consistently across both statements. Based on the findings of the third study, so-called half-eye plots offer potential for a user-friendly form of visual communication of effect sizes. In line with the previous studies, some teachers were prone to Cohen’s U3 misconceptions and to misconceptions in overlap when expressing visually presented effect sizes in an Cohen’s U3 or overlap metric. However, signaling relevant statistical information in half-eye plots turned out to be an effective method for reducing these misconceptions. In order to draw conclusions about the research interest at hand, these results are discussed not only against the backdrop of the current state of research but also with recourse to a framework of cognitive comprehension processes. The proposal is made to focus on the interplay between science communication and systematically fostering teachers’ educational research literacy. In addition to limitations that apply across all three studies, practical implications for the design of science communication and fostering student and in-service teachers’ educational research literacy are derived.Evidenzinformierte Schulpraxis wird als eine Praxis verstanden, in der Lehrpersonen sowohl auf praktische Erfahrungen als auch auf wissenschaftliche Evidenz zurückgreifen. Da wissenschaftliche Evidenz eine systematisch gewonnene und eher rationale Informationsquelle darstellt, wird ihr das Potenzial zugeschrieben, unter anderem die Unterrichts- und Schulqualität sowie die Schüler:innenleistung zu steigern. Allerdings ist es für Lehrpersonen oft herausfordernd, wissenschaftliche Evidenz zu nutzen – beispielsweise aufgrund eingeschränkter Nutzerfreundlichkeit; Nutzerfreundlichkeit beschreibt dabei eine akkurate, verständliche und eine für die Praxis nützliche Aufbereitung der Evidenz. Auch wenn inzwischen verschiedene Bemühungen existieren wissenschaftliche Evidenz nutzerfreundlich zu kommunizieren, ist bisher kaum erforscht, wie eine solche Kommunikation, insbesondere von statistischen Ergebnissen, gelingen kann. Die vorliegende Dissertation setzt an diesem Desiderat an. Dabei wird das übergreifende Forschungsinteresse verfolgt, welche Kommunikationsformen von Inferenzstatistiken und Effektstärken sich eignen, eine wahrgenommene Relevanz der Evidenz für die Unterrichtspraxis auszulösen und gleichzeitig das Verstehen der Informationen zu erleichtern. Konkret wurden drei Studien basierend auf Daten zweier Experimente durchgeführt, um das Potenzial verschiedener Beschreibungen von Inferenzstatistiken und Effektstärken sowie Effektstärkenvisualisierungen für die Gestaltung einer nutzerfreundlichen Wissenschaftskommunikation zu untersuchen. Während in den einzelnen Studien verschiedene abhängige Variablen berücksichtigt wurden (z.B. wahrgenommene Informativität, Selbstvertrauen in statistische Interpretationen, Interpretationen, wahrgenommene Schwierigkeit, Verweildauer), fasst die vorliegende Arbeit die Ergebnisse aller drei Studien zur wahrgenommenen Informativität und zur Interpretation der statistischen Ergebnisse zusammen. In der ersten Studie zeigte sich, dass Lehrpersonen die gängige statistische Signifikanz-Aussage, eine Beschreibung von Cohen’s U3 sowie eine kombinierte Aussage aus Inferenzstatistik und Effektstärke (d.h. statistisch signifikanter und großer Unterschied) zwar informativer einschätzen als andere statistische Maße wie Cohen’s d. Allerdings interpretieren die Lehrpersonen diese nicht fehlerfrei als Information über die Größe eines Effekts (d.h. Effektstärke) oder über dessen Sicherheit (d.h. Inferenzstatistik). In der zweiten Studie wurden die Interpretationen der Lehrpersonen bezüglich der Signifikanz- und Cohen’s U3 Aussagen aus Studie 1 mittels Profilanalysen näher analysiert. Die Interpretationen der Lehrpersonen wurden in vier Profile eingeteilt, die überwiegend über beide Aussagen konsistent waren. Ein Profil umfasste eine Gruppe an Lehrpersonen, die durchaus in der Lage war, korrekt zwischen Effektstärke und Inferenzstatistik zu differenzieren. Die Mehrheit der Lehrpersonen wurde jedoch den anderen Profilen zugeordnet, die unterschiedliche Fehlinterpretationen verzeichneten – zum Beispiel, dass statistische Signifikanz sowohl über die Sicherheit als auch über die Größe eines Effekts informiert. Auch wenn diese Profile Zusammenhänge mit dem professionellen Hintergrund der Lehrpersonen, ihrem Selbstsvertrauen in ihre statistische Interpretation, sowie ihren Überzeugungen und Motivationen hinsichtlich (Bildungs-)wissenschaften aufwiesen, waren diese Zusammenhänge schwach bis moderat ausgeprägt und konnten nicht konsistent über beide Aussagen hinweg gefunden werden. Basierend auf den Erkenntnissen der dritten Studie bieten sogenannte Half-eye plots Potenzial für eine nutzerfreundliche visuelle Kommunikation von Effektstärken. Im Einklang mit den Ergebnissen der vorherigen Studien, wiesen in dieser Studie aber einige Lehrpersonen Cohen’s U3 und auch Overlap Fehlkonzepte auf, wenn sie die visuell dargestellten Effektstärken in einer Cohen’s U3 beziehungsweise Overlap-Metrik angaben. Das Hervorheben relevanter statistischer Informationen in Half-eye plots stellte sich jedoch als geeignete Methode heraus, um diesen verschiedenen Fehlkonzepten entgegenzuwirken. Um Rückschlüsse auf das vorliegende Forschungsinteresse zu ziehen, werden die Ergebnisse nicht nur vor dem Hintergrund des bisherigen Forschungsstandes, sondern auch unter Rückgriff auf ein Rahmenmodell kognitiver Verstehensprozesse diskutiert. Es wird der Vorschlag unterbreitet, das Zusammenspiel zwischen Wissenschaftskommunikation und systematischer Förderung der bildungswissenschaftlichen Kompetenzen von Lehrpersonen stärker zu fokussieren. Neben Limitationen, die über alle drei Studien hinweg gültig sind, werden abschließend auch praktische Implikationen für die Gestaltung von Wissenschaftskommunikation und die Förderung der bildungswissenschaftlichen Kompetenzen von (angehenden) Lehrpersonen abgeleitet

    "Bitches brauchen Rap" - eine Diskursanalyse zur Genderkonstruktion im Rap am Beispiel von Shirin David

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    In dieser Arbeit wird mithilfe einer Diskursanalyse untersucht, wie Gender in Shirin Davids Songtexten konstruiert wird. Als Ausgangsmaterial werden die Songs ihres Albums „Bitches brauchen Rap“ herangezogen. Die Analyse orientiert sich dabei an den Fragen, inwiefern sich Shirin David im aktuellen Genderdiskurs positioniert, auf welche Art sie Weiblichkeit (de-)konstruiert und welche Strategien der Subversion von Genderstereotypen in ihren Texten zu finden sind. Ziel dieser Arbeit ist es, das Bild von FLINTA* und Männern in den veröffentlichten Texten der Künstlerin Shirin David zu untersuchen und in den aktuellen Genderdiskurs einzuordnen. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass Shirin David durch ihre Songtexte die Komplexität des Genderdiskurses in der Musikindustrie mit unter durch ihre Widersprüche und Gegensätze bestätigt. Shirin Davids Aussagen erweitern dabei die Diskussion über Female Empowerment im Rap und welche (un-)abhängige Rolle FLITNA* dabei einnehmen können. Durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Künstlerin Shirin David konnte aufgezeigt werden, wie Strategien feministischen Aktivismus in Teilen zur Aufklärung und Sichtbarmachung verwendet werden können, andererseits einzelne Mechanismen aber auch für eine Selbstvermarktung und eigene Aufwertung instrumentalisiert werden

    Offen für Vielfalt? Eine quantitative Untersuchung über Einstellungen von Lehrer:innen zu Transgeschlechtlichkeit in der Schule

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    Lehrkräfte spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung eines inklusiven und unterstützenden Schulklimas für transgeschlechtliche Schüler:innen. Daher untersucht diese Forschungsarbeit die Einstellungen von Lehrkräften gegenüber transgeschlechtlichen Personen und vergleicht diese mit denen von Nicht-Lehrkräften, wobei auch die Einflussfaktoren auf diese Einstellung analysiert werden. Zur Erhebung der Einstellung wurde die erprobte Attitudes Toward Transgendered Individuals Scale genutzt. Mit einer quantitativen Online-Studie wurden 499 Teilnehmende, darunter 319 Lehrkräfte, hinsichtlich ihrer Einstellung, Kenntnis, besuchter Workshops und politischen Orientierung sowie dem Alter, Geschlecht und Bildungsabschluss befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte im Durchschnitt positivere Einstellungen gegenüber Transgeschlechtlichkeit haben als Nicht- Lehrkräfte. Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, politische Orientierung, Teilnahme an Workshops und persönlicher Kontakt zu transgeschlechtlichen Personen wurden ebenfalls analysiert. Weibliche Personen sowie diejenigen mit mehr Kenntnis von transgeschlechtlichen Menschen und politisch links Orientierte zeigten positivere Einstellungen, während Alter und Workshops keinen Einfluss zeigten. Diese Erkenntnisse und deren Diskussion sind relevant für die Entwicklung von Bildungsstrategien und politischen Maßnahmen, die darauf abzielen, die schulische Erfahrung und psychische Gesundheit aller Schüler:innen zu verbessern. Schlüsselworte: Transgeschlechtlichkeit, Geschlechtsidentität, Einstellungen zu Transgender, Lehrereinstellungen, Geschlechtsdiskriminierung, VorurteilTeachers have a key role to play in promoting an inclusive and supportive school climate for transgender students. Therefore, this research examines the attitudes of teachers towards transgender people and compares them with those of non-teachers, also analyzing the factors affecting these attitudes. The well-tested Attitudes Toward Transgendered Individuals Scale was used to measure these attitudes. Using a quantitative online study, 499 participants, including 319 teachers, were asked about their attitudes, awareness, workshops attended and political orientation as well as their age, gender and educational level. The results show that, on average, teachers have more positive attitudes towards transgender people than non- teachers. Factors such as age, gender, political orientation, participation in workshops and personal contact with transgender people were also analyzed. Females, those with more contact with transgender people and those with a liberal political orientation showed more positive attitudes, while age and workshops showed no influence. These findings and their discussion are relevant for the development of educational strategies and policies aimed at improving the school experience and mental health of all students. Key words: Transgender, Gender Identity, Attitudes Toward Transgender, Teacher Attitudes, Gender Discrimination, Prejudic

    Ein Gedeihen-Modell zum Lern-Prozess-Coaching: Selbstwirksamkeit durch Technikwirksamkeit im Alter(n) Erkenntnisse aus qualitativen Interviews mit Silver Scientists

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    Die Masterarbeit soll einen Beitrag zur (Weiter-) Entwicklung der Selbstwirksamkeit im Umfeld alter(n)srelevanter Technologien und deren Technikwirksamkeit leisten. Auftretende Rahmenbedingungen, Barriere- und Erfolgsfaktoren müssen bedacht werden, wenn es darum geht, im Modell ein nachhaltiges Gedeihen zu visualisieren, das zudem geragogische Leitprinzipien bei der Schaffung von Bildungsangeboten berücksichtigt. Ziel im Bereich der Digitalisierung und sozialen Verantwortung im demographischen Wandel ist, dass die Chance besteht, durch das Erleben einer Technikwirksamkeit möglicherweise zur Steigerung von Selbstwirksamkeit zu gelangen, weil die Selbstlernkompetenz bewusstgemacht respektive verbessert wird

    Prävention sexualisierter Gewalt im geragogischen Kontext

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    Die Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob ein Präventionsangebot gegen sexualisierte Gewalt für Erwachsene ab 55 Jahren, also für Erwachsene im geragogischen Kontext wichtig und wenn ja, wie sollte ein solches Angebot nach geragogischen Gesichtspunkten gestaltet sein? Oder anders formuliert: Ist ein Präventionsangebot gegen sexualisierte Gewalt für Erwachsene ab 55 Jahren, also in der Passagenzeit vom Berufsleben hin zur Rente und für bereits im Ruhestand (der Rente) befindliche Personen wichtig und auch gewünscht

    Motivation und Wissen im Politikunterricht in der gymnasialen Oberstufe

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    Stichprobenuntersuchung zu Motivation und Wissen im Politikunterricht der gymnasialen Oberstufe unter Berücksichtigung des Politikkompetenzmodells und des Erwartungs-mal-Wert-Modells

    Der Einfluss von Datenkompetenz auf das Argumentieren beim Experimentieren

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    Das Auswerten von Daten und die Begründung von wissenschaftlichen Hypothesen kann als zentraler Bestandteil von "Scientific Practice" angesehen werden. Durch das naturwissenschaftliche Experiment können beide Aspekte adressiert werden: Lernende müssen Beobachtungen und Daten mit ihren Hypothesen verbinden. Dieser Prozess kann als Argumentieren aufgefasst werden und bedingt Datenkompetenz bei Lernenden. Vor diesem Hintergrund hat die vorliegende Arbeit die Förderung von Datenkompetenz zum Ziel. Beim Experimentieren stellt der adäquate Umgang mit Daten und Messunsicherheiten einen wesentlichen Teil der Datenkompetenz dar. Zunächst wurde daher eine didaktische Strukturierung entwickelt, die die Datenkompetenz beim Experimentieren a) auf die für die Sekundarstufe I relevanten Aspekte reduziert und b) in die Kompetenzbereiche „Direktes Messen“, „Indirektes Messen“, „Grafische Auswertung“ und „Signifikanz“ modularisiert. Auf dieser Basis wurden zehn digitale Lernapps entwickelt, die durch eine Expert:innenstudie hinsichtlich der Passung zur Strukturierung und der fachlichen Richtigkeit evaluiert wurden. Die Wirksamkeit der Apps konnte in mehreren Interventionsstudien mit insgesamt n = 132 Schüler:innen mit mittleren bis großen Effekten bezüglich des Kompetenzerwerbs empirisch nachgewiesen werden. Zudem wurde untersucht, welchen Einfluss die Förderung der Datenkompetenz auf das Argumentieren beim Experimentieren besitzt. In einer längsschnittlichen Studie wurden den Schüler:innen vor und nach der Intervention mit Lernapps Messdaten zum Zusammenhang zwischen der Pendelmasse m und der Periodendauer T eines Fadenpendels gezeigt und ihre Hypothesen sowie die Zustimmung zu vier Argumentkategorien erfasst. In der Studie mit n = 325 Schüler:innen konnte gezeigt werden, dass der Erwerb von Datenkompetenz a) die Zustimmung zu daten- und evidenzbasierten Argumentkategorien erhöht, b) die Zustimmung zu intuitiven und auf Heuristiken basierenden Argumentkategorien verringert und c) positiv auf die Richtigkeit einer physikalischen Hypothese wirkt. Die vorliegende Arbeit trägt dazu bei, die Wirkung von Datenkompetenz auf das Argumentieren beim Experimentieren zu verstehen: Durch kurze Interventionen zum Umgang mit Daten und Messunsicherheiten können die Argumentationsfähigkeit der Schüler:innen beim Experimentieren sowie der selbstständige Lernerfolg durch Experimentieren gefördert werden

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