Hochschulschriftenserver der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
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Modellversuche und Unterrichtskonzepte für einen neuen Zugang zum Thema Farbstoffe im Chemieunterricht der Sekundarstufe II
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und ersten Evaluation von vier neuen Unterrichtskonzepten zum Thema Farbstoffe im Chemieunterricht. Dabei werden drei wichtige Ziele durch die Betonung ausgewählter chemie-didaktischer Aspekte verfolgt.
Ein Zusammenhang zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler wird über die Behandlung sogenannter Azofarbstoffe und deren Verwendung in Lebensmitteln und Textilien hergestellt.
Die Struktur der Konzeptionen, die auf größtenteils erstmalig erprobten Schulexperimenten aufbaut, ermöglicht eine praxisorientierte, selbstständige Erschließung der schulrelevanten Inhalte.
Und schließlich gestattet die Einbettung phänomenologischer Beobachtungen zur Hypothesenentwicklung den Schülerinnen und Schülern eine induktiv forschende Erschließung des Themenkomplexes.
Neben der elaborierten Vorstellung der Unterrichtskonzeptionen gibt die Arbeit einen groben Überblick über die theoretischen Hintergründe und stellt die Ergebnisse der empirischen Untersuchung im Rahmen der evaluierten Ersterprobung im Lernlabor „Make Science!“ dar
Spannungsregulierende Wirkungen von körperlich-sportlicher Aktivität und körperbasiertem Entspannungstraining: Eine Vergleichsstudie zur Modulation stressrelevanter Hormone
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wirkung von körperlich-sportlicher Aktivität auf den physiologischen Spannungszustand der durch das Stresshormon Cortisol und die Sexualhormone Estradiol und Testosteron dargestellt wird.
Als körperich-sportliche Aktivität wurde ein eigenes entwickeltest Kurzprogramm (SeKA-Cardio) mit verschiedenen Durchführungsintensitäten untersucht. Abschließend folgte ein Vergleich mit einem Yoga-Kurzprogramm und einer Passivität
Entwicklung und Evaluation selbstinstruktiver Körper-Achtsamkeitsprogramme zur Gesundheitsförderung und Erholung am Arbeitsplatz
Wichtige Zielsetzungen der Arbeit sind die Entwicklung selbstinstruktiver Körper-Achtsamkeitsprogramme (SeKA) – basierend unter anderem auf Erkenntnissen der Beanspruchungs- und Erholungsforschung – sowie deren Weiterentwicklung und Optimierung anhand der empirischen Ergebnisse. Diese mit dem Fokus auf Entspannung, Körper-Achtsamkeit und funktioneller Bewegung entwickelten körperteilspezifischen Bewegungskurzprogramme (10-15 Min. Dauer) sollen einen Beitrag zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz leisten. Daher wurden die Programme in den verschiedenen aufeinander aufbauenden empirischen Untersuchungen mit insgesamt N = 770 Probanden hinsichtlich ihrer Implementierung sowie hinsichtlich kurz- und mittelfristiger Effekte evaluiert.
Dabei wurde in den Hauptstudien ein quasi-experimentelles Design mit zwei randomisierten Treatmentgruppen (fünfwöchige Intervention: SeKA vs. klassische Bewegungspause) und einer Kontrollgruppe (ohne Intervention) unter Einsatz standardisierter Testverfahren (ASS-SYM, Krampen, 2006; EBF – 72/3, Kallus, 2011; u.a.) angewendet und zusätzlich indirekte Ver¬änderungsmessungen bzgl. der einzelnen Programmdurchführungen (Pre-Post-Tests) anhand des Kurzfragebogens zur aktuellen Beanspruchung (KAB, Müller & Basler, 1993) vorgenommen.
Es lässt sich eine hohe Programmakzeptanz und Zufriedenheit mit der Implementierung der Programme weitestgehend unabhängig vom Alter und Geschlecht der Teilnehmer feststellen. Bei beiden Interventionsformen zeigen sich hinsichtlich der kurzfristigen Effekte signifikante Verbesserungen des Beanspruchungsniveaus nach im Vergleich zu vor der Programmdurchführung sowie im Gegensatz zur Kontrollgruppe mittelfristige signifikante Effekte z.B. hinsichtlich der Erholungsfähigkeit und weiteren eingesetzten Zielvariablen.
Die positiven Evaluationsergebnisse legen nahe, dass eine aktive Pausengestaltung zur Gesundheitsförderung und Erholung von Mitarbeitern an Büroarbeitsplätzen beitragen kann und daher die weitere Verbreitung und Verstetigung solcher Angebote ein wichtiges Ziel des Gesundheitsmanagements in Unternehmen darstellen sollte. Eine Überlegenheit der Körper-Achtsamkeitsprogramme im Vergleich zur klassischen Bewegungsintervention lässt sich dabei hinsichtlich der Erholungs- und Entspannungsfähigkeit sowie der körperteilspezifischen Beschwerdenwahrnehmung feststellen
literatur / bildung
Literatur und Bildung? Literatur oder Bildung? Bildung durch Literatur? Auf diese Offenheit verweist der im Thema LITERATUR / BILDUNG der 8. Ausgabe der Zeitschrift Dialog enthaltene Schrägstrich: Dieses Heft wirft Fragen auf und diskutiert mögliche, auch alternative Antworten. Den thematischen Schwerpunkt bilden die literaturwissenschaftlichen und fremdsprachdidaktischen Festvorträge des Neujahrsempfangs der Pädagogischen Hochschule vom 25. Januar 2017, ergänzt um einen Bericht über die dreijährige Pilotphase der Poetik-Dozentur für Kinder- und Jugendliteratur. In der Rubrik IM FOKUS sind Berichte zu laufenden Projekten zusammengestellt. Die Rubrik PERSPEKTIVEN informiert über die Vielfalt aktueller Publikationen aus der Hochschule sowie über eine Ausstellung, die an den Schulreformer und Kinderbuchautor Carl Dantz erinnert. Den Abschluss des Heftes bildet ein Gespräch mit dem Leiter des Karlsruher Literaturhauses, Herausgeber der Zeitschrift allmende und Geschäftsführer der Literarischen Gesellschaft, Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann
Diversität und Bildung
Die 7. Ausgabe der Zeitschrift Dialog widmet sich dem Thema DIVERSITÄT UND BILDUNG. Der Begriff der Diversität nimmt mittlerweile in einer Reihe von bildungswissenschaftlichen Diskussionen eine zentrale Rolle ein. Das Diversitätsprofil der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe zeichnet die gezielte Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Einbettung von Bildungsprozessen und die Fokussierung der vielfältigen Verschränkungen zwischen verschiedenen sozialen, politischen, sprachlichen und kulturellen Differenzlinien aus. Die hier enthaltenen Beiträge von Wissenschaftlerinnen und eines Wissenschaftlers der Hochschule geben einen Einblick in die breite Palette und besondere Expertise im Kontext von Diversität und Bildung. In der Rubrik IM FOKUS gibt es Berichte zu weiteren Projekten und Aktivitäten an der Hochschule. Die Rubrik PERSPEKTIVEN informiert über aktuelle Publikationen. Zum Schluss des Heftes spricht der Karlsruher Koch Hossein Fayazpour im Interview über den Zusammenhang von Diversität, gesunder Ernährung und Genuss
Historische Medienbildung als theoretisches Kompetenz-Strukturmodell für eine Integration der Medienbildung in die Fachdidaktik des Faches Geschichte in Baden-Württemberg
Bei einer Vielzahl aktueller und geplanter, neuer Bildungspläne der Bundesländer (BRD) ist und wird Medienkompetenz und Medienbildung als fachintegrativer Bestandteil zur Umsetzung im Fach Geschichte eingefordert. Historisches Denken und Lernen kann bei der Auseinandersetzung mit und über Medien einen wichtigen Beitrag leisten - zumal alle Quellen historischer Erkenntnis medial vorliegen. Auch verändert die Digitalität traditionelle, geschichtsunterrichtliche Zugänge und den Umgang mit historischen Darstellungen in erheblichem Maß. Bislang existieren keine klaren Vorstellungen, wie die Begriffe Medienkompetenz und Medienbildung für den Geschichtsunterricht zu definieren und zu operationalisieren sind, noch finden sich in der geschichtsdidaktischen Literatur entsprechende Mediendefinitionen und Verweise auf einen tragfähigen und aktuellen geschichtsdidaktischen Medienbegriff. Diese Arbeit setzt sich mit Themen- und Aufgabenfelder der Medien- und Kommunikationswissenschaften, der Medienwirkungsforschung, der Mediensoziologie und der Medienpädagogik auseinander, identifiziert Schnittmengen und betrachtet diese aus geschichtsdidaktischer Perspektive, um so zu einem transdisziplinären Beitrag zur Generierung eines geschichtsdidaktischen, kommunikativ-kritischen Medienbegriffs zu gelangen und Vorschläge für ein Kompetenz-Strukturmodell zur Integration der Medienbildung in die Fachdidaktik des Faches Geschichte in Baden-Württemberg zu schaffen
Anthropologie in theologischer und naturwissenschaftlicher Perspektive
Die vorliegende Arbeit geht zunächst auf den Begriff der Anthropologie ein. Dabei wird zwischen der allgemeinen, der naturwissenschaftlichen und der theologischen Begriffsbestimmung unterschieden. Das darauffolgende Kapitel geht näher auf die naturwissenschaftliche Perspektive ein. Im Vordergrund stehen dabei die Entstehung des Menschen sowie die Frage nach seinem freien Willensvermögen. In Bezug auf die Evolution und Hominisation wird außerdem infrage gestellt, ob der Mensch eine Sonderstellung in der Natur einnimmt und ob ihm aus naturwissenschaftlicher Perspektive eine besondere Würde zugesprochen werden kann. Das anschließende Kapitel befasst sich mit der theologischen Perspektive. Auch hier sind die Erschaffung des Menschen sowie die Frage nach seinem freien Willen von besonderer Bedeutung. Darüber hinaus werden Aspekte wie das Sündersein, die Leib-Seele-Einheit und das Personsein entfaltet. Ob der Mensch eine Würde besitzt, wird ebenfalls aus theologischer Perspektive untersucht. In Form von Exkursen wird außerdem auf anthropologische Ansätze des Islam eingegangen. Nach der Darlegung der naturwissenschaftlichen und theologischen Auffassungen über den Menschen geht die Autorin in einen Diskurs über. Dabei werden die beiden zuvor aufgeführten Positionen gegenübergestellt und kritisch beurteilt. Im Rahmen einer eigenen Stellungnahme wird noch einmal auf die biotechnologischen Entwicklungen und die damit verbundenen ethischen Probleme eingegangen. Daran anschließend wird der Frage nachgegangen, welche Rolle dem Thema Anthropologie im Religionsunterricht der Sekundarstufe zukommt. Nachdem die religionspädagogischen Grundlagen geklärt wurden, wird näher auf die didaktischen und methodischen Ansätze eingegangen. Außerdem werden verschiedene Schulbücher in Bezug auf das Thema Anthropologie untersucht. Das letzte Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit noch einmal zusammen
Plurilingual Approaches to Spatial Education – Perspectives of Primary Schools in the German Context
‘Plurilingual Approaches to Spatial Education – Perspectives of Primary Schools in the German Context’ ist eine theoriegeleitete Geographiedidaktikarbeit, welche die Rolle der lebensweltlichen Mehrsprachigkeit im geographischen Sachfachunterricht der Grundschule diskutiert. Die theoretische Fundierung setzt sich einerseits aus einem post-modernen Verständnis von Raumproduktion zusammen, welches auf die Arbeiten von Henri Lefebvre zurückzuführen ist. Diese gilt es in didaktischen Ansätzen für die geographische Bildung zugänglich zu machen, wie bereits in den Ansätzen von Dickel & Scharvogel (2012, 2013) gezeigt wurde. Neben der Diskussion um Raum und räumliche Bildung in Abgrenzung zum Diskurs um räumliche Orientierung, fokussiert die Arbeit andererseits Ansätze zur lebensweltlichen Mehrsprachigkeit auf der individuellen Ebene. Hierbei werden die vielfältigen Arbeiten zur migrationsbedingten lebensweltlichen Mehrsprachigkeit aus den Erziehungswissenschaften als Grundlage rezipiert. Ausgehend von diesen wird der Begriff der ‚inklusiven Mehrsprachigkeit‘ für die fachdidaktische Arbeit im Kontext von schulischer Bildung geprägt. Die Symbiose von Raum und Sprache ergibt sich (1) aus dem konzipierten und erlebten Raum, der mittels Sprache verhandelt wird, und (2) aus den gesellschaftlichen Entwicklungen der Globalisierung. Im Kontext von institutioneller Bildung dient der Ansatz des Content and Language Integrated Learning (CLIL) deren erfolgreicher Symbiose. Im Sinne dessen stehen die Inhalte, der konzipierte und erlebte Raum, im Zentrum der Fachdidaktikarbeit, wodurch Ansätze zur räumlichen Bildung weiterentwickelt werden. Ausgehend von der sprachlichen Ebene im CLIL-Ansatz wird in dieser Arbeit ein sprachensensibler Ansatz entwickelt, welcher die migrationsbedingte Mehrsprachigkeit der heutigen Schüler und Schülerinnen aktiv anerkennt und nutzt. Somit wird Sprache in dieser Arbeit als bilaterales Symbol auf der Konzeptebene begriffen. Die Verschränkung von Inhalt und Sprache wird auf der theoretischen Ebene im Rahmen einer Modellentwicklung für die Didaktisierung von mehrsprachigen Unterrichtssequenzen im Sachfachunterricht vorangetrieben. Hierbei steht die Transparenz und Stringenz des Modells im Vordergrund, wobei Inhalt und Sprache(n) gleichberechtigt dargelegt werden. Im Hinblick auf die praktische Anwendbarkeit des theoriegeleiteten Didaktikmodells folgt die Entwicklung einer best-practice Lehr-Lern-Sequenz. Um exemplarische Einblicke in mehrsprachige Konzeptbildungsprozesse bei achtjährigen Grundschülern und -schülerinnen zu ermöglichen, folgt im weiteren Teil eine qualitativ-explorative Studie, welche die praktische Durchführung der entwickelten best-practice Lehr-Lern-Sequenz mittels vielfältiger Forschungsinstrumente begleitet. Ausgehend davon wird der diverse Datenkorpus, welcher sich aus Unterrichtsmitschnitten, Portfolios, Feldnotizen und Kindergruppeninterviews zusammensetzt, nach Ansätzen der Grounded Theory analysiert. Die Analyseergebnisse legen einen multiperspektivischen und komplexen Prozess der Fachkonzeptbildung ‚Raum‘ im Kontext von inklusiver Mehrsprachigkeit dar. Hierbei wird von einem emergenten Entwicklungsbegriff ausgegangen, indem Konzepte in Erscheinung treten und kein Lernfortschritt im Rahmen eines Konzepts aufgezeigt wird. Den Kern der Konzeptbildung bildet der Prozess der Orientierung, welcher eng mit dem der Verortung verknüpft ist. Grundvoraussetzungen für den Konzeptbildungsprozess sind jedoch zahlreiche Bedingungen im Kontext von mehrsprachiger Raumbildung. Die achtjährigen Lernenden benennen hierbei die Bedingungen: Lebenswelt, Erfahrung und Vertrauen. Ausgehend davon, wenden die Lernenden im Konzeptbildungsprozess mannigfaltige Strategien an, wie das Aufbauen von Relationen in sozialen Beziehungen. Weitere Strategien sind: Wiedergeben, Vergleichen und Problematisieren. Im weiteren Verlauf des Orientierungsprozesses, welcher den Raum für die achtjährigen Lernenden primär prägt, äußern die Schüler und Schülerinnen folgende Konsequenzen: Lernbewusstsein, Language Awareness, Eigenständigkeit und die Entstehung von (Sprach)Räumen. Diese wirken sich im Weiteren wiederum auf die Bedingungen aus, sodass der Konzeptbildungsprozess zirkulär vorangetrieben wird. Dieser Einblick in den diversen Prozess der mehrsprachigen Fachkonzeptbildung ‚Raum‘ eröffnet die Chance, Fachkonzepte sprachensensibel aufzubauen, auch von Seiten der Lernenden, und vor allem unter aktiver Nutzung der Migrationssprachen. Der Aufbau und die Entwicklung sprachensensibler Fachkonzepte unter Berücksichtigung von inklusiver Mehrsprachigkeit gelten somit als anknüpfendes Forschungsdesiderat. Als Anstoß dafür dient die abschließende kritische Diskussion der Analyseergebnisse vor dem Hintergrund der Forschung, der Schulbildung und der LehrerInnenausbildung, um nachfolgend die Ergebnisse der Studie nochmals im Hinblick auf die aufbauende Fachkonzeptentwicklung kritisch reflektieren zu können. Ziel der Arbeit ist es, die lebensweltliche Mehrsprachigkeit der Grundschülerinnen und -schüler aktiv in die Fachkonzeptbildung ‚Raum‘ miteinzubinden. Somit wird ein sprachensensibler Ansatz zur Bildung von mehrsprachigen Fachkonzepten im Rahmen der räumlichen Bildung fokussiert.
Sofern bereits inhaltlich dargelegt, umfasst die Arbeit strukturell drei Teile: Im ersten Teil wird die theoretische Fundierung mittels einer Symbiose der Teildisziplinen dargestellt. Zweitens wird ein Modell zur Konzeption von mehrsprachigem Sachfachunterricht im Sinne des CLIL-Ansatzes konzipiert. Der anschließende Entwurf einer Unterrichtseinheit dient als dessen exemplarische Anwendung. Im dritten Schritt der Arbeit, wird die Umsetzung der Einheit empirisch begleitet. Ziel der empirischen Arbeit ist es, Einblicke in den Bildungsprozess von mehrsprachigen Fachkonzepten bei achtjährigen Grundschülerinnen und -schülern zu ermöglichen.
Schlagworte: Raum, lebensweltliche Mehrsprachigkeit, Konzeptbildung, CLIL, Grounded-Theory-Methodologie, plurilinguale Raumbildung‘Plurilingual Approaches to Spatial Education – Perspectives of Primary Schools in the German Context’ is a theory-based didactic study which centers on the role of migratory languages in primary geography education. Hereby, theories of space, concept development, and plurilingualism are discussed while migratory languages are recognized and actively applied in the content-based teaching of primary geography classes. A language-sensitive approach to plurilingual concept development processes is fostered in spatial education.
The paper can be divided into three parts: Firstly, established theories on space, language, and plurilingualism are constituted. Highlighting possible interlinkages, a symbiosis of the different fields is developed for the educational context. Secondly, a didactical model is derived in order to be able to apply theory guided discussions to daily educational practices. Thereby, the approach of Content and Language Integrated Learning (CLIL) is incorporated into the model. Subsequently, the newly generated didactic model is intensively discussed in all its complexity. In relationship to the model, an exemplary CLIL learning sequence is developed. Thirdly, this best-practice learning sequence is implemented in the field of primary school education in Germany. This process is accompanied by scientific research in order to gain insights into the concept development processes of eight-year-old learners. Here, development is understood as emergence rather then progression. Significant concept development processes as well as the core concept are retrieved through the application of the Grounded Theory Methodology (GTM). The paper closes with a critical discussion on the relevance of meaning-making processes in plurilingual spatial education and their prospects in the realm of geography didactics.
Key words: Space, Plurilingualism, Concept Development, CLIL, Grounded Theory Methodology, Plurilingual Spatial Education«Plurilingual Approaches to Spatial Education – Perspectives of Primary Schools in the German Context» est un travail guidé par la théorie de la didactique de la géographie qui étudie le rôle du plurilinguisme au sein de l'enseignement de la géographie à l'école élémentaire. Le fondement théorique se compose de la perception post-moderne de la production de l'espace et les approches du plurilinguisme quotidien de l'individu. L'espace conçu et vécu se trouve au centre de ce travail didactique tout comme les approches de la production de l'espace. Le langage comme symbole bilatéral est traité au niveau conceptuel. L'objectif de ce travail est de lier de manière active le plurilinguisme quotidien des élèves avec la conception de l'espace. Une approche linguistiquement sensible à la formation de concepts multilingues dans le cadre de l'éducation de l'espace est ciblée.
Le travail se compose de trois parties : au sein de la première partie se trouve le fondement théorique de la symbiose des disciplines évoquées. Dans un deuxième partie un modèle de conception de cours multilingue selon la théorie CLIL est présenté. La conception d'une séquence de cours est utilisée à titre d'exemple. La troisième partie décrit l'accompagnement empirique de la mise en réalité de cette séquence à travers de multiples instruments comme par exemple focus groups et des portfolios. Cet accompagnement repose sur une méthode qualitative et exploratrice qui examine les multiples données avec la Grounded Theory Methodolgie (GTM). L'objectif de cette analyse est de comprendre comment se forment les notions multilingues chez les apprenants de 8 ans. Le travail conclut par une discussion critique des processus de formation de notion multilingues en tenant compte des différents contextes aussi bien que d'une réflexion méthodologique.
Mots clés: espace, plurilinguisme quotidien, formation de concepts, CLIL, Grounded Theory Methodologie, éducation plurilingue de l'espace‘Plurilingual Approaches to Spatial Education – Perspectives of Primary Schools in the German Context’ teori dayanaklı didaktik bir coğrafya dersi çalışmasıdır ve ilkokulda coğrafya dersleri kapsamında karşılaşılan öğrencilerin çokdilli yaşam dünyasının oynadığı rolü araştırmaktadır. Bu bilimsel çalışmanın teorik zemini, alan oluşturma kavramına post modern bir bakıştan ve bireylerin çokdilli yaşamını değerlendiren bir yaklaşımdan oluşmaktadır. Tasarlanan ve yaşanan alanlar bu didaktik çalışmasının merkezinde yer almaktadır. Bu suretle öğrencilerin alan oluşturmasını destekleyen bir eğitim yaklaşımı geliştirilebilmektedir. Bu çalışmada dil unsuru, konsept düzeyinde ikili bir sembol olarak algılanmaktadır. Çalışmanın hedefi, ilkokul öğrencilerinin çokdilli yaşam gerçeğini ‚alan‘ odaklı bir ders konsepti geliştirirken göz önüne almak ve buna aktif olarak katmaktır. Bu suretle öğrencilerin alan oluşturmasını destekleyen eğitimleri çerçevesinde çokdillilik unsurunu dikkate alan bir ders geliştirme yaklaşımı ortaya çıkmaktadır.
Bilimsel çalışma şu üç bölümden oluşmaktadır: Birinci bölümde diğer dersleri dikkate alan bir şekilde çalışmanın teorik zemini açıklanmaktadır. Sonra CLIL yaklaşımını esas alan çokdilli ders hazırlama konsepti için bir model önerilmektedir. Bu çerçevede örnek bir ders uygulamasında kullanılacak bir ders birimi tasarımı sunulmaktadır. Çalışmanın üçüncü bölümünde bu ders uygulamasına çeşitli yöntemlerle, örneğin odak gruplar oluşturarak ve portföy kullanarak ampirik olarak nasıl eşlik edilebileceği gösterilmektedir. Bu eşlik edilme Grounded Theory Methodologie (GTM) bazında çok boyutlu verilere dayanan kaliteli eksploratif bir araştırma dizaynı zemininde gerçekleşmektedir. Çalışmanın hedefi, 8 yaşındaki ilkokul öğrencilerinin çokdilli eğitiminde kullanılan ders konseptlerine bilimsel gözle bir bakışı sağlayabilmektir. Çalışma çeşitli alan ve çerçevelerde çokdilli ders konsepti geliştirme sürecine ilişkin eleştirsel bir tartışmayla ve metodolojik bir değerlendirmeyle noktalanmaktadır.
Anahtar kelimeler: Alan, çokdilli yaşam dünyası, konsept oluşturma, CLIL, Grounded Theory Methodologie, çokdilli alan eğitimi.
‘Wielojęzyczne podejście do Edukacji przestrzennej – szkoły podstawowe w kontekście edukacji w Niemczech’ to badanie dydaktyczne oparte na teorii, którego celem jest opis znaczenia języków migracyjnych w kontekście nauczania geografii w szkole podstawowej. Niniejszym, teorie przestrzeni, rozwój koncepcji oraz wielojęzyczność zostaną omówione w kontekście języków migracyjnych, które są mają zastosowanie w nauczaniu języka przez treść na lekcjach geografii w szkołach podstawowych. Językowe nastawienie do procesów rozwoju koncepcji w edukacji wielojęzycznej sprzyja edukacji przestrzennej.
Praca podzielona jest na trzy części: w części pierwszej przedstawione są teorie przestrzeni, języka a także wielojęzyczności. Biorąc pod uwagę powiązania pomiędzy teoriami, w celu przedstawienia kontekstu edukacyjnego została stworzona pewnego rodzaju ‘symbioza’ pomiędzy wyżej wymienionymi dziedzinami. W części drugiej przedstawiony jest model dydaktyczny, który został stworzony w celach praktycznych. Tym samym koncept Zintegrowanego Nauczania Treści (CLIL) i Języka został wdrożony w wyżej wymieniony model. Następnie, nowo-utworzony model dydaktyczny wraz z jego złożonością jest dokładnie omówiony. W części trzeciej wyżej wymieniony model CLIL zostaje wdrożony na lekcjach geografii w szkole podstawowej, a proces wdrożenia zostaje dokładnie opisany. Procesowi temu towarzyszy przeprowadzane badanie naukowe w celu zdobycia wiedzy dotyczącej procesu rozwoju koncepcji i uczniów w wieku 8 lat. Procesy rozwoju koncepcji jak i kluczowy koncept zostały uzyskane na podstawie wdrożenia Teorii Ugruntowanej (GTM). W podsumowaniu znajduje się krytyczna dyskusja dotycząca istoty procesów znaczeniowych w wielojęzycznej teorii przestrzeni oraz jej perspektyw w nauczaniu geografii.
Słowa kluczowe: Przestrzeń, Wielojęzyczność, Rozwój Koncepcji, Zintegrowane Nauczanie Treści i Języka (CLIL), Teoria Ugruntowana (GMT), Wielojęzyczna Teoria Edukacji
Rechenschaftsbericht vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016
Das akademische Jahr 2015/16 war für die Pädagogische Hochschule durch zwei Aspekte gekennzeichnet, den personellen Wechsel in der Hochschulleitung und die gemeinsame Ausrichtung auf neue Zielvorhaben
Gangsta-Rap – eine Studie zur Rezeption von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I
Die ersten Kapitel werden die Leserin in die Welt des Untersuchungsgegenstandes einweihen. In Kapitel 2 wird eine Begriffsbestimmung vorgenommen. Dabei nähert sich der Autor dem vielschichtigen Phänomen Gangsta-Rap aus verschiedenen Richtungen und beschreibt es aus der Sicht unterschiedlicher Fachbereiche.
Kapitel 3 geht der Entstehungsgeschichte des Rap beziehungsweise des Hip-Hops im Allgemeinen auf den Grund. Es wird aufgezeigt, wie und unter welchen Bedingungen sich der heutige deutsche Gangsta-Rap entwickelt hat.
In Kapitel 4 wird diskutiert, welchen Stellenwert der gegenwärtige Gangsta-Rap in Deutschland hat. Der Autor beschreibt die Szene und den gesellschaftlichen Diskurs, der über das Genre geführt wird.
Die beiden folgenden Kapitel sind das eigentliche Herzstück der Arbeit. In Kapitel 5 wird der Gegenstand selbst genau unter die Lupe genommen. Seine Eigenschaften werden mit dem Ziel beschrieben, die Rezeptionsmöglichkeiten, die Rap-Songs bieten, aufzuzeigen. Anschließend werden zwei ausgesuchte Songtexte sowie weitere ausgewählte Verse hinsichtlich ihrer sprachlichen Umsetzung hin analysiert.
In Kapitel 6 werden mittels einer eigens durchgeführten Erhebung die Rezeptionsgewohnheiten von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I erkundet. Die Ergebnisse der Untersuchung werden dargestellt sowie unter gesellschaftlichen, literarischen und schulischen Aspekten bewertet.
Unter Berücksichtigung der zuvor gewonnenen Erkenntnisse diskutiert der Autor in Kapitel 7, ob und unter welchen Bedingungen Rap-Songs in den Deutschunterricht Eingang finden sollten. In Kapitel 8 fasst der Verfasser die Ergebnisse der Arbeit zusammen