Hertie School Research Repository
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La formation professionnelle selon la perspective de l’économie politique comparée: l’exemple de la Suisse
Was bleibt vom Projekt der Integration Europas durch Recht?
Im Zentrum des Bandes stehen Austauschprozesse, Vermischungen sowie Konflikte zwischen verschiedenen Rechtskulturen. Dabei geht es um den Transfer von Rechtsordnungen, um lokale autonome Ordnungen in Bezug auf Ordnungen mit generellem Geltungsanspruch, um neue Formen der Hybridisierung in der wechselseitigen Rezeption von Rechtsgrundsätzen oder um die Herausbildung transnationaler Rechtsordnungen und die Frage, ob diese sich als Prozesse der Konstitutionalisierung, der Durchsetzung universaler Rechtsprinzipien oder des Managements von Pluralität deuten lassen
Civil society challenged: towards an enabling policy environment
The roles of non-governmental or civil society organizations have become more complex, especially in the context of changing relationships with nation states and the international community. In many instances, state–civil society relations have worsened, leading experts to speak of a “shrinking space” for civil society nationally as well as internationally. The author proposes to initiate a process for the establishment of an independent high-level commission of eminent persons (i) to examine the changing policy environment for civil society organizations in many countries as well as internationally, (ii) to review the reasons behind the shrinking space civil society encounters in some parts of the world and its steady development in others, and (iii) to make concrete proposals for how the state and the international system on the one hand and civil society on the other hand can relate in productive ways in national and multilateral contexts
Die Internationalisierung dualer Ausbildungsformen im Tertiärbereich
Die derzeitig rasante Expansion dualer Studiengänge wirft zunehmend die Frage nach deren systematischer Internationalisierung auf. Unsere explorative Studie beschäftigt sich deshalb mit Stand und Zukunftsperspektiven der Internationalisierung des dualen Studiums. Dabei erläutern wir Gründe für die noch relativ geringe internationale Mobilität dual Studierender ("Outgoing" and "Incoming") sowie institutionellen Gelingensbedingungen zur Förderung derselben. Welche Modelle der Internationalisierung von dualen Studiengängen gibt es? Was sind die spezifischen Barrieren bezüglich der Internationalisierung dualer Studiengänge und wie können diese überwunden werden? Experteninterviews mit Akteuren aus dem Berufsbildungs- und Hochschulbereich sowie Firmenvertreter/ -innen stehen im Zentrum der vorliegenden institutionellen Analyse
Notes on the conception and academic mission of the Hertie School of Governance
The Hertie School of Governance is an initiative of the Hertie Foundation, one of the largest private foundations in Germany. According to its charter, the School’s principal task is to inquire into the role of the state in Europe in the 21st century and to prepare present and future administrative elites for their responsibilities in modern systems of governance. According to preliminary discussions held in the course of 2002 and 2003, the School’s focus will be on the reform of political and administrative institutions, with special reference to the emergence of multi-level administrative structures at the European level and to the special governance challenges faced by the countries in Central, Southeastern and Eastern Europe that will soon join the European Union. Initially, the courses at the School will be taught in German and English, and work in other languages may be included in due course. A network of cooperation is being developed not only with the European School of Management and Technology (ESMT), but also with private as well as public academic institutions both in Germany and abroad.
1. English version: Hans N. Weile
Das Erwerbsverhalten von Geschiedenen in Westdeutschland
In diesem Beitrag wird die Bedeutung der Unterhaltsreform 2008 vor dem Hintergrund des sich wandelnden Scheidungs- und Erwerbsverhaltens in Westdeutschland diskutiert. Die Gesetzesreform war von der Vorstellung geleitet, dass sich mit dem Ausbau der Kinderbetreuung sukzessive die Erwerbsverläufe von Männern und Frauen angleichen würden, sodass nach einer Scheidung, stärker als zuvor, eine ökonomische Eigenständigkeit beider Partner eingefordert werden könnte. Zudem basierte die Unterhaltsrechtsreform auf der Vorstellung, dass kinderlose Ehen und solche von kurzer Dauer, für die eine nacheheliche Solidarität nicht in gleicher Weise bedeutsam ist wie für langjährige Ehen, im Zeitverlauf zugenommen haben. Auswertungen der amtlichen Scheidungsdaten zeigen jedoch, dass der Anteil der Scheidungen, in denen minderjährige Kinder involviert sind, konstant geblieben und die Scheidungsintensität von Ehen mit langer Dauer in den letzten Jahren angestiegen ist. Vertiefend werden in diesem Beitrag Daten der Deutschen Rentenversicherung präsentiert, die die Erwerbstätigenquoten und das Einkommen von Geschiedenen sowohl im Scheidungsverlauf als auch im Zeitverlauf abbilden. Die Erwerbstätigenquoten von Frauen steigen demnach nach Scheidung deutlich an. Im Vergleich zu Männern erzielen geschiedene Frauen nach wie vor jedoch ein deutlich niedrigeres Erwerbseinkommen
The Euro at Ten: The Next Global Currency?
Over the first ten years of its existence, the euro has proved to be more than a powerful symbol of collective identity. It has provided price stability to previously inflation-prone countries; it has offered a shelter against currency crises; and it has by and large been conducive to budgetary discipline. The eurozone has attracted five new members in addition to the initial eleven, and many countries in Europe wish to adopt it. The euro has also been successful internationally. Even though research presented in this volume confirms that it has not rivaled the dollar’s world currency status, it has certainly become a strong regional currency in Europe and the Mediterranean region. Some countries in the region have de facto adopted it, several peg to it, and many have become at least partially euroized.
However, the euro’s impressive first decade is likely to be followed by a much more difficult period. The present financial crisis is posing at least two important challenges: real economic adjustment within the euro area and maintenance of fiscal and financial stability without a central government authority capable of taking appropriate financial and fiscal decisions in difficult times. The papers and remarks in this volume demonstrate that the euro has proved to be attractive as a fair weather currency for countries and investors well beyond its borders. But it remains to be seen whether it is equipped to also succeed as a stormy weather currency
Hybridisierung von Berufs- und Hochschulbildung in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Empirische Untersuchung zur Benotung in der staatlichen Pflichtfachprüfung und in der zweiten juristischen Staatsprüfung in Nordrhein-Westfalen von 2006 bis 2016
Anhand der Analysen von bis zu 18.000 Ergebnissen der ersten und zweiten juristischen Staatsprüfungen in Nordrhein-Westfalen (NRW) aus den Jahren 2006 bis 2016 wurde untersucht, inwieweit Unterschiede in der Benotung von (a) Männern und Frauen und (b) von Personen mit bzw. ohne Indikatoren für einen Migrationshintergrund bestehen.
Frauen erzielen sowohl in der ersten juristischen Prüfung als auch im zweiten Staatsexamen schlechtere Noten als Männer. Ein klarer zeitlicher Trend in diesen Geschlechterunterschieden lässt sich nicht finden. Die Unterschiede in beiden Examen sind ähnlich stark ausgeprägt. Die Unterschiede im zweiten Examen bleiben nach Kontrolle für die Note aus dem 1. Examen – auf einem niedrigen Niveau – statistisch signifikant. Frauen erreichen sowohl im ersten als auch im zweiten Examen mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit als Männer eine Prädikatsnote. In den mündlichen Noten sind größere Geschlechterunterschiede zu beobachten als in den schriftlichen Noten (zweites Examen). Diese Unterschiede bleiben auch bestehen, wenn für die Note aus dem schriftlichen Teil und/oder aus dem ersten Examen kontrolliert wird. Die Wahrscheinlichkeit, mit einer guten mündlichen Note die relevante Schwelle für eine Gesamtnote über der nächsten Noten-Stufe (z.B. über 9,0 Punkte) zu erreichen, ist – selbst bei identischen schriftlichen Noten – bei Männern deutlich höher als bei Frauen. Dieser Geschlechterunterschied verschwindet jedoch, wenn mindestens eine Frau Teil der Prüfungskommission in der mündlichen Prüfung ist. Die Zusammensetzung der Kommission hat damit einen ausgleichenden Effekt auf das Erreichen der nächsten Noten-Stufe. Der Effekt ist jedoch lokal, d.h. auf die mündliche Note rund um die jeweiligen Schwellenwerte begrenzt; auf die Geschlechtsunterschiede in der durchschnittlichen
Gesamtnote hat die Zusammensetzung der Kommission der mündlichen Prüfung keinen statistisch signifikanten Effekt.
Differenziert man im Datensatz anhand der Indikatoren für Migrationshintergrund, so ergeben sich die folgenden zentralen Ergebnisse: Alle Indikatoren eines Migrationshintergrunds (d.h. Geburtsort im Ausland, keine deutsche Staatsangehörigkeit, Namensursprung im Ausland) weisen einen deutlichen negativen Zusammenhang mit den Noten im ersten und zweiten Examen auf. Die Effektgrößen sind in beiden Examen ähnlich stark ausgeprägt und bestehen im zweiten Examen tendenziell auch nach Kontrolle für die Note aus dem ersten Examen. Es ist wiederum kein klarer zeitlicher Trend in den Notenunterschieden zu beobachten. Der Einfluss der Migrationsindikatoren ist dabei deutlich größer als der Geschlechtereffekt. Ähnlich wie bei den Geschlechtsunterschieden zeigen sich stärkere negative Effekte bei den mündlichen als bei den schriftlichen Noten. Die Unterschiede in den mündlichen Noten bleiben auch bei Kontrolle für die Noten aus dem schriftlichen Teil und/oder dem ersten Examen bestehen. Personen mit Migrationshintergrund erreichen sowohl im ersten als auch im zweiten Examen mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit ein Prädikat. Sie weisen ferner eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit auf, mit einer guten mündlichen Note die Schwelle für eine Gesamtnote in der nächsthöheren Noten-Stufe zu erreichen. Vergleiche zwischen Migranten der ersten und zweiten (bzw. höheren) Generation liefern vor allem für das erste Examen schwache Evidenz für positive Integrationseffekte. Gleichzeitig deuten einige Resultate auf strukturelle, gruppenspezifische Effekte (Herkunft) hin. Aufgrund der eingeschränkten Fallzahlen (zwar haben rd. 14% der beobachteten Studierenden einen Migrationshintergrund, eine Differenzierung innerhalb dieser Gruppe führt jedoch zu sehr kleinen Subgruppen) sind diesbezüglich aber keine verlässlichen Aussagen möglich