Fulda University of Applied Sciences
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Erfolgreich ein neues Geschäftsfeld starten – Haushaltsnahe Dienstleistungen - Chancen für Wohlfahrtsverbände und ihre Klient:innen : Handreichung
Viele SkF Ortsvereine erreichen Anfragen von Menschen, die durch Beruf, Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen so belastet sind, dass sie dringend Unterstützung bei der Hausarbeit brauchen. Ebenso benötigen Menschen mit Beeinträchtigungen und Pflegebedürftige Hilfe im Haushalt. Doch es ist nicht einfach, Mitarbeitende für diese Tätigkeiten in Privathaushalten zu finden.
Gleichzeitig haben Organisationen wie der SkF Kontakte zu arbeitsmarktfernen Personen, die Unterstützung beim (Wieder-) Einstieg in den Arbeitsmarkt benötigen. Was läge also näher, als in dieses wachsende Arbeitsfeld mit einem Angebot haushaltsnaher Dienstleistungen als Wohlfahrtsverband einzusteigen.
Gerade für den SkF mit seinem Fokus auf Frauen nehmen haushaltsnahe Dienstleistungen aus drei verschiedenen Perspektiven eine Schlüsselstellung ein:
• Sie bieten Frauen und Männern, die selbst mit der Versorgung im Haushalt – aus welchen Gründen auch immer - überfordert sind, Unterstützung im Alltag und können so für diese den Verbleib im eigenen Haushalt und den Erhalt der Gesundheit nachhaltig sichern.
• Sie können Frauen (aber natürlich auch Männern), die bisher keine sozialversicherungspflichtige Erwerbsarbeit haben, einen niedrigschwelligen Einstieg in sozialversicherte Beschäftigung bieten.
• Sie entlasten und unterstützen Frauen (und Männer) in Familienverantwortung für Kinder und/oder pflegebedürftige Angehörige. Sie können so Unterstützung in besonders belasteten Familien leisten oder Familien unterstützen, so dass beide Elternteile einer Erwerbstätigkeit nachgehen können.
Dabei ist für einen Wohlfahrtsverband die erste Herausforderung im weiten Feld der haushaltsnahen Dienstleistungen die Nische zu suchen, die zum aktuellen Angebot der bestehenden Einrichtungen passt.
Gibt es schon Bereiche, die haushaltsnahe Dienstleistungen beinhalten? Beispielsweise eine Wäscherei, ein Café, einen Pflegedienst o.ä…
Haben Sie bestimmte Klient:innen im Blick, für die Sie mit dem Engagement eine Brücke in den Arbeitsmarkt bauen möchten? Das sind Frauen (und Männer) mit Hemmnissen am Arbeitsmarkt (Migrant:innen, Wiedereinsteiger:innen, Alleinerziehende).
Haben Sie Klient:innen im Blick, die in besonderer Weise von Unterstützung und Entlastung im Haushalt profitieren könnten? Senior:innen, besonders belastete Familien oder Menschen mit Behinderungen.
Es kann ganz unterschiedliche Konzepte für ein Angebot haushaltsnaher Dienstleistungen abhängig von der „Nische“ geben, die für das eigene Angebot gefunden wird. Für jedes Konzept wiederum kommen ggf. andere Refinanzierungsmöglichkeiten in Frage.
Ebenfalls sollte gut überlegt werden, ob zur Gründung eines solchen Unternehmens der Verein als Rechtsform zumindest zunächst ausreicht oder eine gGmbH gegründet werden sollte.
Diese Handreichung richtet sich an Verantwortliche in Wohlfahrtsverbänden, die auf der Suche nach neuen, innovativen Geschäftsfeldern sind und dabei das Arbeitsfeld der Haushaltsnahen Dienstleistungen im Blick haben. Es werden Anregungen und Hinweise für die Suche nach der „Nische“, die passt, gegeben. Daraus abgeleitet werden Stichworte zu Refinanzierungsmöglichkeiten und Rechtsform vorgestellt sowie auf weiterführende Links verwiesen.
Der SkF Gesamtverein befasst sich seit 2021 mit dem Thema und hat dazu in enger Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Professionalisierung und Qualitätssicherung Haushaltsnaher Dienstleistungen (PQHD), gefördert vom BMFSFJ zwei Fachtage und ein Austauschtreffen angeboten, deren Ergebnisse dokumentiert wurden1. Die vorliegende Handreichung basiert im Wesentlichen auf den Beiträgen zum online Fachtag am 25. September 2024 und den sich daran anschließenden Onlinefragestunden
HAUSHALTSNAHE DIENSTLEISTUNGEN IN HAUSHALTEN VON MENSCHEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND : Expertise im Auftrag des Kompetenzzentrums Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen PQHD
Migration ist seit jeher ein Bestandteil der deutschen Gesellschaftsentwicklung. In der Bundesrepublik Deutschland gab es durch Kriegsflüchtlinge aus dem zweiten Weltkrieg, der Rekrutierung von Gastarbeiter*innen, den Nachzug ihrer Familien, Spätaussiedler und Flüchtlinge mehrere Einwanderungswellen. Aktuell hat etwa ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund. Viele Migrant*innen leben schon seit langer Zeit in Deutschland und etwa 30 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund hat keine eigene Migrationserfahrung (Hallenberg 2018: 9). Für ein komplettes Abbild der Gesellschaft und die Planung passgenauer Maßnahmen ist es wichtig auch die Lebenslage und Bedarfe dieser Zielgruppe in den Blick zu nehmen. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Nachfrage nach haushaltsnahen Dienstleistungen stellt sich daher auch die Frage, inwieweit speziell Haushalte mit Migrationshintergrund haushaltsnahe Dienstleistungen nutzen oder perspektivisch nutzen könnten. Um dies herauszuarbeiten, werden unterschiedliche Aspekte des Themenbereichs näher beleuchtet. Nach einer Definition der Zielsetzung haushaltsnaher Dienstleistungen und einem Blick auf die aktuellen Nutzer*innen der Dienstleistungen wird die Lebenslage in Haushalten mit Migrationshintergrund, mit besonderem Fokus auf Familienhaushalte näher beleuchtet. Diese einzelnen Betrachtungen werden in der Diskussion zu noch offenen Fragen im Rahmen der Fragestellung zusammengeführt
Migration and Science Without Borders in Germany
Abstract
This paper discusses the interaction between migration and science without borders in Germany. We add to the existing studies in the international literature by presenting an interesting and an in-depth analysis of the relationship between migration and science without borders in Germany and adding valuable contribution to the increasing debate in the international literature concerning the increasing interaction between migration and increasing internationalisation worldwide. We provide new contribution by explaining the importance of migration of international academic staff, researchers, guest lecturers, and international students, at universities and non-universities research institutes in supporting science without borders in Germany. The findings prove that the importance of migration and international scientific mobility of international academic staff, and researchers and international students at universities and non-universities research institutes for supporting science without borders in Germany is demonstrated by the increasing international scientific mobility of international academic staff, researchers and international students in Germany, the increasing geographical diversification of international scientific mobility of international academic staff, researchers and international students originating from different countries, and the increasing diversification of specialisation in different specialisation fields in Germany. The results confirm Germany’s scientific leadership as a global model of fostering the increasing joint relationship between migration and science without borders that demonstrated by the contribution of migrants to strength Germany’s science system, and the contribution of Germany’s science policies to enable migration by supporting open scientific system, by creating comprehensive, coherent, sound and systematic institutional framework and science policies, and by adopting sound internationalisation strategy to attract and retain international scientific mobility of international academic staff, researchers and international students in Germany. To maintain Germany's scientific leadership model in supporting the relationship between migration and science without borders, Germany science policies must continue highlighting reducing barriers to access, improving support arrangements, strengthening international collaboration and promoting migration
BME-Logistikstudie 2024: Risikomanagement und Resilienz in Supply Chains
Die BME-Logistikstudien der vergangenen Jahre beschäftigten ich mit Digitalisierung im Supply Chain Management (2019 und 2022), mit Risikomanagement (2020) und mit Nachhaltigkeit in Lieferketten (2021). Barbara Frenkel, Mitglied des Vorstands Beschaffung der Porsche AG, betonte in einem Interview folgende, nahezu deckungsgleiche Aspekte (beschaffung aktuell 2023).
• Die Risiken in Lieferketten nehmen zu. Damit verbunden steigt die Notwendigkeit, Risikomanagement zu betreiben und die Supply Chain resilient zu gestalten. Nur so können Schäden, die aus Störereignissen resultieren, abgefedert und das Unternehmen vor existenzbedrohenden Situationen geschützt werden.
• Dazu steigen die Anforderungen an Unternehmen, Lieferketten nachhaltig zu gestalten. Neben einer möglichen intrinsischen Motivation erfolgt dies auch aufgrund des Kundendrucks und sich ändernder regulatorischer Rahmenbedingungen wie verschiedener nationaler und länderübergreifender Lieferkettengesetze.
• Letztlich spielt das Thema der Digitalisierung eine eminent wichtige Rolle. Auch wenn zuletzt in den Medien der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) deutlich im Vordergrund stand, weisen auch andere Technologien ein hohes Einsatzpotenzial auf.
Diese drei Herausforderungen werden auch im Rahmen der Befragung zum Hermes-Barometer gesehen: 75 % der Unternehmen messen Nachhaltigkeit eine wesentliche Bedeutung zu (bei großen Unternehmen sogar 87 %), 74 % dem Thema Digitalisierung und 68 % dem Thema Risikomanagement (wobei auch hier bei den großen Unternehmen mit 82 % der Anteil deutlich höher liegt als bei KMU) (Hermes Germany GmbH 2023, S. 2). Diese Ergebnisse zeigen, dass die BME-Logistikstudien stets den Puls der Zeit gemessen haben. Sie haben sich mit den Top-Themen beschäftigt, die Supply Chain Managerinnen und Manager bewegen.
Nach 2020 greifen wir in diesem Jahr das Thema Risikomanagement erneut auf, erfassen den Status quo des Risiko Managements in Lieferketten und leiten daraus Handlungsempfehlungen für Sie ab. Dieses Jahr gehen wir noch weiter, denn die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Resilienz nicht nur ein beinahe allgegenwärtiger Begriff ist, sondern für Lieferketten erhebliche Bedeutung hat. Je resilienter Supply Chains sind, desto schneller kehren sie nach einem Störereignis in ihren Ausgangsstatus zurück (oder übertreffen ihn sogar). Resilienz ist damit zu einer wesentlichen Anforderung an Lieferketten geworden.
Mit der Erfassung von Resilienz in Supply Chains greifen wir einen wichtigen Aspekt des Supply Chain Managements auf, stellen den Status Quo von Resilienz in Lieferketten dar und können konkrete Handlungsempfehlungen geben. Aussagen aus den Interviews mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten runden die Studie mit Einblicken und Empfehlungen von Unternehmen für Unternehmen ab
Schöpferisches Denken in der Mathematik : Impulse zum besseren Lernen
Gastvortrag im Ernst-Schröder-Zentrum für begriffliche Wissensverarbeitung am 1.12.2006 in Darmstad
Newsletter der Hochschul-, Landes und Stadtbibliothek; 2025,08
Monatlicher Newsletter HLBS Fuld
Weiterentwicklung des Referenzrahmens „Modulare (Teil)Qualifizierung für haushaltsnahe Dienstleistungen und Hauswirtschaft“ durch digitale Lehr-Lern-Formate : Expertise im Auftrag des Kompetenzzentrums „Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen“ (PQHD) an der Hochschule Fulda
Die vorliegende Expertise nimmt den Referenzrahmen „Modulare (Teil)Qualifizierung für haus-haltsnahe Dienstleistungen und Hauswirtschaft“ des Kompetenzzentrums „Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen“ (PQHD), gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Blick. Dieser wurde auf Basis des arbeitsmarktpolitischen Instruments der Teilqualifizierung (TQ) im Jahr 2020 entwickelt. Mit dem Referenzrahmen hat das Kompetenzzentrum PQHD einen wichtigen Beitrag zu einer einheitlichen und anerkannten Qualifizierungsgrundlage für das Feld der haushaltsnahen Dienstleistungen (HDL) erarbeitet, der wesentlich dazu beitragen kann, dem Problem der hohen Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften im Bereich der HDL zu begegnen.
Der Referenzrahmen eröffnet unterschiedliche Qualifizierungsziele: „(…) die einzelne[n] Mo-dule des Referenzrahmens [können] zur gezielten Qualifizierung von Mitarbeitenden genutzt werden. Gleichzeitig eröffnet der Referenzrahmen aber auch die Möglichkeit, nachträglich zu einem Berufsabschluss zu gelangen, da dieser die Inhalte des gesamten Ausbildungsberufes Hauswirtschafter/in abdeckt“ (Kompetenzzentrum PHQD/dgh e.V. 2020, S. 5 f.).
Mit Hilfe des Referenzrahmens können Bildungsträger ihr trägereigenes Qualifizierungscurri-culum entwickeln, darauf aufbauend zielgruppenspezifische Lehr-Lern-Arrangements gestalten und so ihre Teilnehmer*innen Schritt für Schritt bei der Entwicklung der beruflichen Handlungsfähigkeit unterstützen (ebd., S. 32). Hierbei gilt es nicht nur klassische Präsenzformate in den Blick zu nehmen, sondern angesichts einer zunehmend mediatisierten bzw. digitalisierten Welt ebenso das Potenzial digitaler Lehr-Lern-Formate nutzbar zu machen. Vor diesem Hintergrund diskutiert das Kompetenzzentrum PQHD gegenwärtig die Entwicklung möglicher digitaler Lehr-Lern-Formate im „Blended Learning Format“1 für ausgewählte Module des Referenzrahmens.
Die vorliegende Expertise geht demzufolge der Frage nach, welche Anforderungen an ein solches digitales Lehr-Lern-Format gestellt sind, unter besonderer Berücksichtigung der vom Re-ferenzrahmen in den Blick genommenen Zielgruppe. Hierbei handelt es sich um an- und un-gelernte Erwachsene über 25 Jahren (s. g. Geringqualifizierte), d. h.
• „junge Erwachsene ohne Berufsabschluss,
• Berufsrückkehrer/innen mit nicht mehr aktueller beruflicher Qualifikation nach der Fa-milienpause sowie
• ältere Beschäftigte ohne Berufsabschluss oder mit einer beruflichen Qualifikation, die so lange zurückliegt, dass sie als Basis für die Beschäftigungsfähigkeit ebenfalls nicht mehr ausreicht“ (Kompetenzzentrum PHQD/dgh e. V. 2020, S. 10 f.).
Die Expertise gliedert sich in drei Teile:
Zunächst wird die Ausgangslage der hier in den Blick genommenen Zielgruppe bezogen auf deren Weiterbildungsbeteiligung skizziert. Aufgrund des engen Zusammenhangs werden da-bei ebenso Erkenntnisse aus der Grundbildung herangezogen. Aufseiten der Geringqualifizierten besteht in aller Regel nicht nur Entwicklungsbedarf hinsichtlich der Lese- und Schreib-kompetenz, sondern zugleich ein Bedarf bei der Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen. Daher werden zunächst Forschungsbefunde zur (arbeitsorientierten) Grundbildung auf Basis einer Literaturanalyse prä-sentiert. Im Zentrum der Analyse steht dabei die Frage, welche Erkenntnisse zur Weiterbildung bzw. Qualifizierung Geringqualifizierter mit Hilfe digitaler Technologien vorliegen und welche Handlungsempfehlungen auf Basis der Erkenntnisse abgeleitet werden.
Im Anschluss daran werden Ergebnisse aus einer eigens für die Expertise durchgeführten Interviewstudie (explorativer Zugang) präsentiert. Im Zentrum der Expert*inneninterviews stan-den die Erfahrungen der Befragten im Umgang mit digitalen Qualifizierungsangeboten unter besonderer Berücksichtigung der o. g. Zielgruppe.
Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt, diskutiert und Handlungsempfehlungen formuliert
Newsletter der Hochschul-, Landes und Stadtbibliothek; 2025, 01
Monatlicher Newsletter HLBS Fuld
Gestaltung des demografischen Wandels in der öffentlichen Verwaltung : am Beispiel einer Bedarfserhebung zur wissenschaftlichen Weiterbildung
Gesellschaftliche Veränderungen wie technischer oder demografischer Wandel wirken sich zunehmend auf die Arbeitswelt und das private Umfeld aus (vgl. Birk et al. 2015, S. 10). Der prognostizierte Schwund an Arbeitskräften innerhalb des kommenden Jahrzehnts sorgt dafür, dass in Deutschland nahezu jede zehnte Stelle unbesetzt bleiben wird und bei weitem nicht alle altersbedingten Renteneintritte durch Nachwuchskräfte ausgeglichen werden können (vgl. Detemple et al. 2017, S. 18). Der öffentliche Sektor ist von dieser Entwicklung aus verschiedenen Gründen in besonderem Maße betroffen, wodurch Personalrekrutierung, -bindung und –entwicklung neu aufgestellt werden müssen. Der vorliegende Beitrag widmet sich diesem Problemfeld in einer gestaltungsorientierten Perspektive, indem er Möglichkeiten der Personalentwicklung aufzeigt. Am Beispiel einer Bildungsbedarfsanalyse in einer Kommunalverwaltung können arbeitsplatzbezogene Bedingungen und individuelle wie auch sozio-demografische Faktoren belegt werden, welche berufliche Weiterbildung positiv beeinflussen. Im Folgenden werden einleitend personalpolitische Herausforderungen im öffentlichen Dienst erläutert, in Abschnitt 1.2 wird auf demografieorientierte Personalplanung als ein Instrument zur Gestaltung des demografischen Wandels eingegangen und dann das Projekt „FuBiLe“, im Rahmen dessen die Studie durchgeführt wurde, kurz vorgestellt (Abschnitt 2.1). Es folgt eine Erläuterung des theoretischen und methodischen Forschungsdesigns in Abschnitt 2.2, bevor im Hauptteil die empirischen Ergebnisse dargestellt werden (Abschnitt 3) und ein abschließendes Fazit gezogen wird
Interprofessionelle Lehre im Studium: Herausforderungen und Potenziale aus Sicht der Studierenden
Die interprofessionelle Zusammenarbeit (IPZ) ist essenziell für eine patientenzentrierte Gesundheitsversorgung. Um diese frühzeitig zu fördern, wird interprofessionelle Lehre (IPL) in verschiedenen Gesundheitsberufen eingesetzt. Trotz des Potenzials bestehen strukturelle Herausforderungen, die die nachhaltige Implementierung erschweren. In der vorliegenden Studie wird mit Hilfe einer Mixed-Methods-Analyse, bestehend aus Interviews und einer Online-Befragung, untersucht, welche Potenziale und Hürden IPL aus Sicht der Studierenden birgt. Während IPL als wertvolle Möglichkeit zur Kompetenzentwicklung und zum besseren Verständnis anderer Berufsgruppen gesehen wird, zeigen sich Defizite in der curricularen Verankerung und in der praktischen Umsetzung. Besonders der Praxistransfer stellt eine zentrale Herausforderung dar: Hierarchische Strukturen und etablierte Arbeitsabläufe erschweren die Anwendung interprofessioneller Kompetenzen (IPK) im Berufsalltag, sind aber notwendig, um langfristig die IPZ in der Gesundheitsversorgung zu verankern.Interprofessional collaboration (IPC) is essential for patient-centered healthcare. To foster this collaboration early, interprofessional education (IPE) is integrated into various
healthcare professions. Despite its potential, structural challenges hinder its sustainable implementation. This study examines students’ perspectives on IPE’s benefits and obstacles through a mixed-methods analysis of interviews and an online survey. While students perceive IPE as a valuable opportunity for competency development and a better understanding of other professions, gaps in curricular integration and practical implementation remain. A key challenge is the transfer to practice, as hierarchical structures and established workflows impede the application of interprofessional competencies in professional settings, but are necessary in order to anchor IPC in healthcare in the long term