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Permutation Flow Shop Scheduling unter Einbezug von Lot Streaming bei auftragsspezifischen Lieferterminvektoren für Due Window-bezogene Zielfunktionen
In dieser Arbeit wird eine Untersuchung vorgestellt zur Aufteilung von Auftragslosen mit mehreren identischen Einheiten in mehrere sog. Sublots, angewandt auf mehrere Liefertermine pro Auftrag. Hierfür werden zwei Zielsetzungen verfolgt, die Minimierung von Terminabweichungen sowie die Minimierung der nicht termingerecht fertiggestellten Menge. Diese Problemstellung wurde bislang in der Literatur nicht untersucht, hat aber praktische Relevanz in allen Fragestellungen, bei denen mehrere identische Einheiten zu fertigen und an verschiedenen Zeitpunkten auszuliefern sind.
Die bisherige Forschung hat in den vergangenen knapp fünfzig Jahren die Aufteilung von Auftragslosen intensiv für die Problemstellung einer Minimierung der Gesamtdurchlaufzeit untersucht und hierzu eine Reihe optimierender wie heuristischer Verfahren vorgestellt. Es wurden in dieser Zeit jedoch nur wenige Untersuchungen unter Einbezug von Lieferterminzielsetzungen publiziert, welche zudem alle auf nur einen Liefertermin pro Auftrag ausgelegt waren. Es ist somit die Frage bislang offen geblieben, inwiefern eine Aufteilung von Aufträgen geeignet ist, mehrere Liefertermine pro Auftrag mit geringeren Terminabweichungen zu bedienen. In der vorliegenden Arbeit werden erstmalig auftragsspezifische Lieferterminvektoren und damit verbunden die Zuordnung von Sublots zu diesen Lieferterminen untersucht, angewandt auf Reihenfertigungsprozesse unter Einbezug von Maschinenrüstzeiten. Hierzu wird ein gemischt-ganzzahliges Modell zur Bestimmung der Sublot-Anzahlen sowie ihrer -Größen vorgestellt. Dieses setzt im Rahmen eines zweistufigen Lösungsverfahrens auf einer zuvor bestimmten Zuordnungsmatrix von Auftrags-Sublots in sog. Einlastungspositionen auf den Maschinen auf. Die Bestimmung der Positionen erfolgt zunächst mit Hilfe von Prioritätsregeln und wird durch ein heuristisches Verfahren in Form eines Genetischen Algorithmus anschließend verbessert.
Das vorgestellte Verfahren wurde in einer numerischen Untersuchung validiert. In dieser konnte aufgezeigt werden, dass mit steigendem Rüstaufwand mehrere Liefertermine durch ein Sublot bedient werden, während die Zuordnung mehrerer Sublots zu einem Liefertermin abnahm. In allen Testinstanzen führte das Verfahren zu besseren Zielfunktionswerten im Vergleich zu einer Produktion ohne Aufteilung in Teillose. Mit der vorliegenden Arbeit wird die bisherige Forschung zu Lot Streaming um eine neue Richtung erweitert und ein neues Lösungsverfahren vorgestellt.The present thesis introduces a study concerning the splitting of jobs consisting of several identical items into sublots under the assumption of several due windows per job. The two objectives regarded are minimizing the time deviation from due windows and minimizing the number of parts not finished on time. This research question has not been addressed before, but is highly important for any practical situation in which several identical items have to be produced and delivered to customers in various time slots. Previous research within the past fifty years has focused intensively on splitting jobs into sublots to minimize the makespan. Therefore, optimizing and heuristic solution procedures were provided. During this time research involving due dates has received only little attention, which all focused on a single due date per job. Therefore the question remains open if splitting a job into sublots is appropriate to serve several due dates per job to reduce deviations from due dates. This thesis introduces for the first time several due windows per job und investigates the allocation of sublots to due windows, under the assumption of flow shop environments including setups. To achieve this, a mixed integer programming formulation is presented to simultaneously determine sublot number and sizes per job. This approach is based on a two-stage solution method which provides an allocation of job sublots into so-called dispatching positions on the machines in the first stage. The dispatchment of positions is firstly done by using priority rules and afterwards improved by a heuristic procedure based on a Genetic Algorithm. To prove the effectiveness of the proposed method, numerical examples were calculated. These experiments are presented to show that higher setup durations lead to more due windows being served by a single sublot, whereas the number of sublots serving only a single due window diminishes. All of the test instances prove the solution procedure presented in this thesis to be effective to reduce the objective function value compared to a production without using the splitting possibility.
The present thesis extends the previously published work on lot streaming to a new research direction which has not been explored before
Vergleichende Reaktivitätsstudien an analog substituierten Zinkverbindungen in den Oxidationsstufen +I und +II
In den vorgestellten Reaktivitätsstudien an Cp*-substituierten Zinkverbindungen sollte vor allem der Einfluss der Oxidationsstufen der Zinkatome auf die Reaktivität in Substitutions-, Insertions- und Lewis-Säure-Base-Reaktionen untersucht werden. Um eine möglichst hohe Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, sollten sich die untersuchten Verbindungen möglichst nur in diesem Punkt unterscheiden. Aus diesem Grund wurden der Komplex Decamethylzinkocen, in dem das Zink in der üblichen Oxidationsstufe +II vorkommt, sowie die analog substituierte niedervalente Verbindung Cp*2Zn2, in denen die beiden Zinkatome die formale Oxidationszahl +I tragen, als Ausgangsverbindungen für die Untersuchungen ausgewählt. Zusätzlich wurde die Reaktivität der niedervalenten Zinkverbindung Mesnacnac2Zn2 im Rahme einer Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Fässler gegenüber verschiedenen Zintl-Phasen untersucht.
Die verschiedenen Reaktivitätsstudien haben gezeigt, dass die Oxidationsstufe der Zink-Atome in den verwendeten Ausgangsverbindungen einen sehr großen Einfluss auf den Reaktionsverlauf hat. Hierbei ist es jedoch weniger die grundsätzliche Reaktivität, die beeinflusst wird, sondern mehr die Stabilität der neuartigen Zink-Verbindungen, die im Verlauf der Reaktionen gebildet werden. So konnte Cp*2Zn mit unterschiedlichen Substraten (z.B. PhenylnacnacH, iso-Propyl-Isocyanat) im Rahmen verschiedener Substitutions- und Insertionsreaktionen in der Regel nach kurzen Reaktionszeiten und unter milden Bedingungen in neue Reaktionsprodukte überführt werden.
Für die Umsetzungen von Cp*2Zn2 mit den entsprechenden Substraten gibt es eindeutige Hinweise auf einen analogen Reaktionsverlauf. Dennoch gelang es in den meisten Fällen nicht neuartige Zn(I)-Komplexe zu isolieren. Die deutlich erhöhte Labilität durch den Einschub des zweiten Zink-Atoms erfordert eine hohe kinetische Stabilisierung durch sterisch anspruchsvolle Liganden. So sorgt z.B. der Austausch von Mesityl- gegen die nur geringfügig kleineren Phenyl-Gruppen am nacnac-Grundgerüst bzw. die Verwendung von Substraten, die über gering-substituierte Heteroatome (z.B. O, S) im Grundgerüst verfügen zu einer stark verringerten Stabilität der (temporär) gebildeten Zn(I)-Komponenten, die sich in der Regel innerhalb kurzer Zeit unter Disproportionierung zersetzen.
Die Umsetzungen mit den binären Zintl-Phasen zeigen jedoch, dass die einsetzenden Disproportionierungsreaktionen, die zur Zersetzung der ZnI-Verbindung in Zn0 und eine ZnII-Verbindung führen, auch essentieller Bestandteil der Produktbildung sein können und zu interessanten neuen Verbindungen führen. So weisen verschiedene Beobachtungen und Ergebnisse, wie z.B. die 1H-NMR-spektroskopischen Untersuchungen der Reaktionslösungen, darauf hin, dass es zu Beginn der Reaktionen zu einer Protonierung der Liganden durch das Lösungsmittel kommt. Die hierdurch induzierte Abspaltung der Liganden in Form von MesnacnacH verursacht eine enorme Destabilisierung der niedervalenten [Zn2]2+-Einheit, die daraufhin unter Disproportionierung zerfällt und so die notwendigen reaktiven Teilchen für die Bildung der Komplexe 16 und 17 freisetzt. Eine Überprüfung dieses vorgeschlagenen Mechanismus und damit auch der Rolle der anfänglichen Disproportionierungsreaktion durch die analoge Reaktion mit der Zn(II)-Verbindung Mesnacnac2Zn Ausgangsverbindung steht noch aus
Modellierung der MYCN-getriebenen Tumorgenese in vitro und in transgenen Mausmodellen
Das Ziel dieser Dissertation war, MYCN abhängige und –unabhängige Prozesse im Rahmen von Tumorentstehung und Tumortherapie in vitro und in vivo zu modellieren.
Beim Neuroblastom, dem häufigsten soliden, extrakraniellen Tumor des Kindesalters, ist im Rahmen von Tumorentstehung und Tumortherapie, in 20% der Tumore eine Amplifikation des Onkogens MYCN beschrieben. MYCN Amplifikation ist mit aggressivem Tumorwachstum und einer schlechten Prognose für den Patienten assoziiert. Bei normalem MYCN Status ist eine Risikoeinschätzung schwierig. Analysen von mRNA Profilen primärer Neuroblastome führten in dieser Arbeit zur Identifikation von JARID1C als MYCN unabhängigem prognostischen Marker. JARID1C ist eine Histondemethylase, welche tri- und dimethyliertes H3K4 erkennt und die Methylreste entfernt. In allen getesteten Neuroblastomzelllinien führte eine Inhibition der JARID1C Funktion zu einem Anstieg apoptotischer und dem Abfall proliferativer Zellen. Hierzu wurde JARID1C-spezifische siRNA, und Pbit, einen kürzlich identifizierten JARID1C Inhibitor eingesetzt. Die JARID1C Expression wurde als essentiell für das Überleben von Neuroblastomzellen unabhängig vom MYCN Status nachgewiesen.
Durch die Kreuzung transgener Mäuse mit konditional aktivierbarem MYCN (Lsl-MYCN) und Mäusen, die gewebespezifisch die Cre-Rekombinase exprimieren, wurde MYCN gezielt in diesen Zellen herauf reguliert. In doppelt-transgenen GFAP-Cre;Lsl-MYCN Mäusen kam es zu einer konditionaler Überexpression von MYCN in pankreatischen α-Zellen, wodurch sich Glukagonome entwickelten. Neben Glukagonomen bildeten einige Tiere auch Hypophysenadenome aus. Tiere mit pankreatischen Tumoren zeigten eine positive Glukagonreaktion im Tumorgewebe sowie erhöhte Werte von Plasma-Glukagon, während Insulinwerte unverändert blieben. Die Tumore zeigten keine chromosomalen Aberrationen und wenige signifikant auf mRNA Ebene regulierte Gene. Aus einem Glukagonom wurden Zelllinien etabliert, die auf eine MYCN Inhibition durch den Brd4 Inhibitor JQ1 und den Aurorakinase A Inhibitor MLN 8237 sensibel reagierten. Das Tumorwachstum von Xenografts dieser Zellen wurde durch beide Inhibitoren signifikant reduziert. Serielle Transplantationen dieser Zelllinien führten zu einer erhöhten Resistenz gegen MYCN-gerichtete Therapien. Somit wurde in dieser Arbeit erstmals ein transgenes Modell für Glukagonome und Hypophysenadenome entwickelt. Neben dem Einsatz zur Überprüfung MYCN-gerichteter Therapien kann dieses Tiermodell auch zur Untersuchung der Biologie neuroendokriner Tumore genutzt werden.This thesis was aiming to model MYCN dependent and independent processes in vitro and in vivo.
In neuroblastoma, the most common, extracranial childhood malignancy, the oncogene MYCN is amplified in 20% of tumors. MYCN Amplification is associated with aggressive progression and poor outcome. Risk assessment in patients with normal MYCN status remains difficult. Analyses of mRNA expression profiles from primary neuroblastomas resulted in the identification of JARID1C as a prognostic marker for aggressive neuroblastoma independent of the MYCN amplification status. JARID1C is a histone demethylase, detecting and removing trimethyl and dimethyl residues of lysines at the position 4 of histone 3 (H3K4). The JARID1C expression is essential for neuroblastoma cell survival. An inhibition of JARID1C resulted in an increased fraction of apoptotic cells and a decreased number of proliferative cells in all cell lines tested. For the inhibition of JARID1C function, JARID1C specific siRNA and Pbit, a recently discovered small-molecule inhibitor, was applied.
Cross-breeding of transgenic mice with conditional expression of MYCN (Lsl-MYCN) with mice expressing tissue-specific Cre recombinase, MYCN was upregulated in these cells. In double-transgenic GFAP-Cre;Lsl-NMYC mice, this led to a conditional overexpression of MYCN in pancreatic α-cells, resulting in the development of glucagonoma. Apart from glucagonoma, some animals developed pituitary adenoma. Animals with pancreatic tumors showed a positive reaction for glucagon in tumor tissue and increased levels of blood glucagon, while insulin levels remained unchanged. The tumors showed only a few significantly regulated mRNAs and no chromosomal aberrations.
Cell lines established from a glucagonoma responded to targeted inhibition of MYCN using the Brd4 inhibitor JQ1 and the Aurora kinase A inhibitor MLN 8237. Growth of xenografted tumor cells was also significantly decreased upon inhibitor treatment, while serial transplantation induced resistance against JQ1 and MLN 8237.This thesis presents the first transgenic mouse model for glucagonoma and pituitary adenoma. Besides using the animal model for further investigantions of MYCN-directed therapies, it may also foster the understanding of the biology of neuroendocrine tumors
Chemical and physical modification of the polymer membrane of polyalkylcyanoacrylate based nanocapsules
In dieser Arbeit wurden auf Polyalkylcyanoacrylaten basierende Öl-in-Wasser- und Wasser-in-Wasser-Nanokapseln hinsichtlich anwendungsorientierter Parameter, wie die Kontrolle der Kapselgröße, die Lösemittelbeständigkeit, die mechanische Stabilität, die Permeabilität der Kapselmembran, die Oberflächenladung und die Stabilität der Dispersion optimiert. Dazu wurde die Kapselhülle vor allem durch chemische Vernetzung mit Biscyanoacrylaten und durch nachträgliche Funktionalisierungen der Kapseloberfläche durch Click-Chemie modifiziert. Ebenso konnte erfolgreich nachgewiesen werden, dass Nano- und Mikrokapseln zur Funktionalisierung von Lackoberflächen hinsichtlich der Etablierung selbstheilender Fähigkeiten gut geeignet sind.This thesis deals with oil-in-water- and water-in-water-nanocapsules with capsule membranes consisting of polyalkylcyanoacrylates. The polymer membrane between the inner and outer phase is the main issue to set defined application parameters as capsule size, solvent resistance, mechanical stability, membrane permeability, surface functionalization and dispersion stability. To fulfill these requirements, the membrane properties were modified by chemical crosslinking and surface functionalization (click chemistry). Furthermore, it could be successfully shown that the incorporation of nanocapsules and microcapsules into coatings lead to self-healing properties
Critical structure changes in biofilms and biomembranes
In dieser Arbeit sind mit verschiedenen physikalisch-chemischen Methoden zwei biologische Systeme auf die Auswirkung von einer extremen Stresssituation untersucht worden.
Das Polysaccharid Alginat wird als Modellsystem, um die Auswirkungen einer Trockenperiode auf die extrazellulären polymeren Substanzen zu analysieren, eingeführt. Anschließend wird der Biofilm des Bakteriums Deinococcus geothermalis einer Trockenzeit ausgesetzt und anschließend wieder rehydratisiert. Mit der Methode der gepulsten-Feldgradienten Kernresonanzspektroskopie (PFG-NMR) kann beobachtet werden, dass in der Biofilm-Matrix zwei unterschiedliche Wasserarten mit verschiedenen Selbstdiffusionskoeffizienten vorhanden sind. Durch Elastizitätsmessungen wird die Ausbildung einer Schutzhaut verdeutlich, die die Überlebensstrategie des Biofilms in einer Trockenperiode verdeutlicht. Für eine Zellmembran ist die Integration eines Fremdmoleküls in die Doppelschicht eine extreme Stresssituation. In dieser Arbeit wird das Lipopolysaccharid (LPS) des Bakteriums Escherichia coli in eine Membran bestehend aus dem Phospholipid DMPC eingelagert. Mittels Nanoindentationsversuchen und Festkörper-NMR-Experimenten kann gezeigt werden, dass durch die Einlagerung des LPS die mechanische Stabilität der Zellmembran gestört wird.In this thesis two biological systems were analyzed for the influence of stress situation with different physical-chemical methods.
The polysaccharide alginate is used as a model system to analyze the effects of dehydrations on extracellular polymeric substances. The biofilm of the bacterium Deinococcus geothermalis is first dehydrates and then rehydrated afterwards. Using the pulsed-field gradient nuclear magnetic resonance (PFG-NMR) method showed that two types of water with different self-diffusion coefficients are present in the biofilm matrix.
Elasticity measurements indicated the formation of a protective skin which is formed as a survival strategy of the dehydrated biofilm.
For a cell membrane the integration of a foreign molecule is an extreme situation. To study this, lipopolysaccharide (LPS) of the bacterium Escherichia coli is inserted into a membrane consisting of phospholipid DMPC. Through nanoindentation and solid-state NMR experiments it can be shown that integration of LPS disturbs the mechanical stability of the cell membrane
All the Web’s a Stage and all Wo(men) Merely Networkers - The Role of Gender Stereotypes in Profile Production and Profile Reception in Online Business Networks
Die Gleichstellung der Geschlechter gilt in Deutschland als erstrebenswertes Ziel, was sich unter anderem an der öffentlichen Diskussion um die Frauenquote in der Wirtschaft oder um „Herdprämien“ und Elterngeld in der Politik veranschaulichen lässt. Obwohl Frauen heute, gemessen am Anteil der AbiturientInnen und HochschulabsolventInnen, besser ausgebildet sind als noch vor einigen Jahren und auch ihre männlichen Altersgenossen überholen, ist die traditionelle Rollenverteilung des Vollzeit erwerbstätigen Mannes und der Frau als Hausfrau und Mutter noch immer häufig anzutreffen. In Führungspositionen gelangen Frauen in Deutschland immer noch selten. Nicht nur aufgrund ethisch-moralischer und gesetzlicher Überlegungen, sondern auch aus demographischen Gründen wird es zunehmend wichtiger, das Potenzial von Frauen einzubeziehen. Die Existenz von kulturell geteilten Stereotypen führt allerdings nicht nur im Rahmen der Wahrnehmung zu unterschiedlichen Bewertungen gleichen Verhaltens oder gleicher Leistung von Frauen, sondern hat ebenso unmittelbaren Einfluss auf das (Selbstdarstellungs-)Verhalten von Männern und Frauen.
Ob und wie sich die Unterschiede in der Selbstdarstellung und den Zuschreibungen niederschlagen, untersucht diese Arbeit anhand von Online-Profilen des Business-Netzwerks XING, in dem persönliche Profile angelegt werden können und NutzerInnen sich zu beruflichen Zwecken untereinander vernetzen. Da sich seit einigen Jahren Bewerbungsprozesse unternehmens- und bewerberseitig stärker ins Internet verlagern, ist zu erwarten, dass berufliche Online-Netzwerke weiter an Bedeutung gewinnen und damit auch eine Rolle im Zusammenhang mit der beruflichen Chancengleichheit der Geschlechter spielen.
Bislang gibt es kaum Studien, die sich explizit mit Online-Business-Netzwerken beschäftigen und Erkenntnisse aus der bisherigen sozial- und medienpsychologischen Selbstdarstellungs- und Wirkungsforschung auf diese spezifische Umgebung anwenden. Um die übergeordnete Frage zu beantworten, ob Frauen und Männer sich tatsächlich unterschiedlich darstellen und Frauen sich „ungeschickter“ inszenieren oder aufgrund von Stereotypisierungsprozessen auch die gleiche Inszenierung ein unterschiedliches Urteil bei bewertenden Personen hervorruft, wird ein multi-methodologischer Forschungsansatz gewählt.
Mit Hilfe von 26 semi-strukturierten Leitfadeninterviews untersucht Studie I verschiedene Aspekte der Mitgliedschaft bei XING. Dabei werden Unterschiede in der Wichtigkeitseinschätzung und Schwerpunktsetzung bei der Profil- und Netzwerkpflege identifiziert. Männer und Frauen schreiben dem Netzwerk demnach eine berufliche Zweckbestimmung zu, nutzen es eher unregelmäßig, allerdings vor allem zur Selbstdarstellung und Informationssuche, und richten sich vor allem an zukünftige Arbeitgeber. Die Selbstdarstellung ist auf die Erzeugung eines positiven Eindrucks gerichtet, den Männer und Frauen anders definieren. Männer richten ihre Darstellung vor allem auf Kompetenz aus, Frauen dagegen auch auf Freundlichkeit. Mit einer quantitativen und qualitativen Profilanalyse einer öffentlichen (N = 871) und einer netzwerkinternen Stichprobe (N = 60) ergänzt Studie II die Ergebnisse der Leitfadeninterviews mit einer größeren Stichprobe um objektive Daten. Die Analyseschwerpunkte bildeten dabei die äußere Form, die quantitativen Eigenschaften des Profils (Wörter- und Itemzahl, Zahl der Kontakte, etc.) sowie die inhaltliche Gestaltung der Eintragungen und deren quantitative Ausgestaltung (z.B. Zahl der beruflichen Gruppen). Die Ergebnisse zeigen, dass Männer höhere Nutzungsquoten für die meisten Profilelemente haben, längere Einträge verfassen und ihre Profile auch mehr Kontakte und Gruppen enthalten. Inhaltlich ist ihre Darstellung eher auf fachliche Selbstwerbung gerichtet. Bei den Frauen dagegen stehen Gemeinschaftlichkeit und durch das Bild vermittelte Freundlichkeit (z.B. Lächeln auf Fotos) im Vordergrund.
Studie III (N = 541) untersucht experimentell den Wirkungsaspekt und betrachtet die Auswirkung von Geschlecht und Karriere-Stufe (Trainee, Junior Manager, Führungskraft) auf die Wahrnehmung und Zuschreibungen zu der im Online-Profil dargestellten Person. Den Ergebnissen zufolge zeigen sich die grundsätzlichen Zuschreibungsmuster des think-manager-think-male-Phänomens sowie mit dem Stereotype-Content-Model übereinstimmende Zuschreibungen. Daneben zeigt sich, dass Frauen nicht nur typisch weibliche Eigenschaften zugeschrieben werden, sondern auch solche Eigenschaften, die typischerweise eher Männern zugeschrieben werden (z.B. Kompetenz). Weiblichen Führungskräften wird daneben eine höhere Einstellungswahrscheinlichkeit zugeschrieben.
Die Ergebnisse bestätigen geschlechtsspezifische Nutzungsmuster und Darstellungs-präferenzen einerseits und Unterschiede bei der Zuschreibung zu Männern und Frauen andererseits, die sich konsistent an die aus der Literatur des face-to-face-Kontext bekannten Modelle und empirischen Ergebnisse zur Selbstdarstellung und Stereotypisierung anknüpfen lassen. Durch die Ergebnisse wird nicht nur ein Beitrag zur Schließung der Forschungslücke hinsichtlich der Selbstdarstellungs- und Bewertungsprozesse in Online-Business-Netzwerken geleistet, sondern eine bewusste Reflexion von Unterschieden und Gemeinsamkeiten möglich, die eine Voraussetzung für die Entwicklung von Handlungsempfehlungen sind.For some years now, gender equality is publicly discussed in Germany and considered a worthwhile goal. This can be illustrated by women quota in companies as well as discussions about “Herdprämien” and “Elterngeld”. However, the classical gender roles that depict men as full-time workers and women as housewives caring for children still persist. While women outperform men at schools and universities, they are still underrepresented on higher management levels and seldom pursue a full-time professional career. Not only for ethic and legal reasons, but also as a demographic necessity it becomes more and more important to make use of women’s potential. The existence of culturally shared stereotypes leads individuals to different evaluations of the same behavior and performance on the one hand and influences the self-presentational behavior of men and women on the other hand.
By using online profiles of the Business Networking Site XING in which personal profiles with detailed information about their career, interests, wants and haves can be created and users can connect for professional purposes, this dissertation investigates if and how these differences influence self-presentation and evaluation processes. Recruiting processes have more and more turned towards the online arena. Since Business Networking Sites have grown in popularity they may therefore play a role in future recruiting processes and equality initiatives. However, research explicitly focusing on Business Networking Sites and drawing on results from the field of social- and media psychology is still scarce.
To find out if women indeed present themselves awkwardly or if stereotypes trigger different judgments with regard to male and female profiles with the same content, this dissertation uses a multi-methodological approach. Applying this approach and using research results from the ftf-context and prior research on privately used Social Networking Sites, three studies were conducted. Semi-structures interviews (N = 26) investigated the usage motivation and pattern as well as the self-presentational focus men and women concentrate on. Results show that men and women attribute a professional purpose to the network and use it primarily for self-presentation and searching. Self-presentation aims at generating a positive impression that is defined differently by men and women. Men especially focus on competence, women on sympathy.
With a qualitative and quantitative analysis of public (N = 871) and private (N = 60) profiles, the second study complements the first with a larger sample and objective data. The focus of analysis is on the outer form of the profile and on quantitative characteristics (number of words and items, number of contacts, etc.) as well as on the content of the elements (e.g. number of groups of professional character). Results show higher usage quota for men in almost every self-presentational category as well as longer entries. Their profiles contain more contacts and groups; profile content focuses on self-enhancement. Women draw attention to communality and sympathy conveyed by the profile pictures (e.g. smiling on the picture).
The third study (N = 541) finally focuses on the effect of stereotypes by using an experimental design varying gender and career level and assessing the attributions people make to the depicted person. According to the results evaluations are generally consistent with earlier research on the think-manager-think-male-phenomenon as well as with the Stereotype-Content-Model. Besides, women are not only attributed typically female traits but also characteristics that are typically ascribed to men (e.g. competence). Also, female leaders are attributed higher hiring probability.
All in all, results confirm the suggested gender specific usage and self-presentational preferences, as well as differences in the attributions to men and women that are consistent with models and empirical evidence shown in ftf-contexts. Thereby the results enhance our state of knowledge about self-presentation and evaluation in Online Business Networking Sites but also allow conscious reflection on differences and similarities of men and women that are a precondition for the development of guiding principles
Integration of CRM into the product development process of the automotive industriy
Die Abläufe in der Automobilindustrie lassen sich in drei maßgebliche Hauptprozesse kategorisieren und durch diese beschreiben:
1. den Produktentwicklungsprozess
2. den Produktionsprozess
3. und den Kundenbetreuungsprozess.
Während es zwischen den jeweils direkt aufeinander folgenden Prozessen, also zwischen Produktentwicklungs- und Produktionsprozess als auch zwischen Produktions- und Kundenbetreuungsprozess, viele Schnittstellen mit einem umfangreichen Informationsaustausch gibt, finden nur wenige Erkenntnisse der Fahrzeugverwendung durch die Kunden ihren Weg direkt zurück in die Produktentwicklung.
Diese Arbeit beschreibt zunächst die wichtigsten Eigenschaften und Besonderheiten der beiden Hauptprozesse und begründet, warum eine Integration lohnend und sinnvoll ist. Dabei wird detailliert dargestellt, wie aus der Rückmeldung eines einzelnen Kunden in verschiedenen Schritten eine für die Produktentwicklung verwertbare Information entsteht und wie diese schließlich zu einer Modifikation bereits produzierter, in Produktion befindlicher und zukünftiger Fahrzeugmodelle führen kann.
Anhand eines Umsetzungsbeispiels mit einer auf dem Markt verfügbaren Integrations¬software wird nachgewiesen, dass die zunächst nur in der Theorie beschriebene Vorgehensweise auch in der Praxis umsetzbar ist. Dabei spielt es keine entscheidende Rolle, welche Anwendungssoftware der Fahrzeughersteller in den jeweiligen Hauptprozessen verwendet, da die Integrationskomponente universell einsetzbar ist.
Die Arbeit schließt mit einem Ausblick auf die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten des vorgestellten Integrationskonzeptes im Zusammenspiel mit der fortschreitenden Vernetzung der Fahrzeuge mit Hersteller, Handel und weiteren Anbietern ab.Business in the Automotive Industry is regularly described by three main core processes:
1. Product Development Process
2. Production Process
3. Customer Relations Process
While between subsequent processes (i.e. between Product Development and Production Process as well as between Production and Customer Relations Process), there are many interfaces with an intensive exchange of data and information, hardly any insight from customers using their vehicle finds its way back to the Research and Development Department.
At first, this paper elaborates on characteristics and peculiarities of the two involved core processes and justifies why their integration is both necessary and useful. At the same time, it describes in detail how any kind of feedback from an individual customer can be transformed through various steps into useful information for R&D and how this information can lead to modifications for already produced vehicles, actual vehicles in production and future model lines.
By using already existing integration software, a successful implementation is demonstrated and proves that all theoretically described procedures could be realised in one single application. Furthermore, it is shown that the actually implemented software for the Product Development as well as for the Customer Relations at the vehicle manufacturer does not impede such an integration using the above mentioned software.
The paper concludes with an outlook on future possibilities of such integration, taking into account the steadily increasing connectivity of vehicles with manufacturer, supporting dealer network and third party service suppliers
Herstellung und magnetoeletrischer Effekt an multiferroischen Kobaltferrit-Bariumtitanat Kompositen
Magnetoelektrische Materialien sind vielversprechend durch potenzielle Anwendungsgebiete für neuartige und effiziente Technologien z.B. im Bereich der Mikroelektronik. Das Schalten von elektrischer Polarisation durch Magnetfelder bzw. von Magnetisierung durch elektrische Felder ist eines der höchsten Ziele für magnetoelektrische Materialien.
In Laufe dieses Dissertationsprojekts wurden multiferroische und magnetoelektrische CoFe2O4-BaTiO3 Komposite durch den neuartigen Ansatz der Organsolmethode hergestellt und untersucht. Zunächst wurden CoFe2O4 Nanopulver (30-40 nm) mithilfe der Kopräzipitation hergestellt. Hierbei wird die Partikelgröße hauptsächlich durch die Menge des zugegebenen Fällungsmittels beeinflusst. Verschiedene Zusammensetzungen von CoFe2O4-BaTiO3 nanopartikulären Core-Shell-Strukturen mit CoFe2O4 Anteilen von 20, 30, 40, 50 und 70 % wurden erfolgreich durch die Kombination der Kopräzipitation und der Organosolmethode hergestellt. Die Core-Shell-Partikel hatten eine durchschnittliche Größe von 112 nm. Diese Core-Shell-Nanopartikel wurden gesintert, wodurch keramische Komposite vom Typ (0-3) hergestellt wurden. Ein Komposit vom Typ (3-0) wurde mithilfe von Spark-Plasma-Sintern erhalten. Korrelationen zwischen dielektrischen und magnetischen Eigenschaften und deren Auswirkung auf die magnetoelektrischen Eigenschaften werden diskutiert. Der magnetoelektrische Effekt wurde umfassend charakterisiert, wobei der Effekt in Abhängigkeit von Temperatur, magnetischen Gleichfeld und Probenorientierung gemessen wurde. Der direkte magentoelectrische Effekt wurde über die Lock-In Technik für verschiedene Proben gemessen, wobei dieser mit dem konversen Effekt gemessen an einem SQUID Suszeptometer verglichen wurde. Der maximale direkte und konverse magnetoelectrische Effekt wurde für Proben mit 50 % BaTiO3 mit 3.2 mV/cmOe bzw. 25 ps/m gemessen. Es wurde festgestellt, dass der magnetoelektrische Effekt von elektrischem Widerstand und Polung der Proben abhängt. Der magnetoelektrische Effekt als Funktion der Temperatur in CoFe2O4-BaTiO3 Kompositen folgt dem Trend der Permittivität und erreicht das Maximum beim Phasenübergang von rhomboedrscher zu tetragonaler Struktur für Bariumtitanat. Als Funktion des magnetischen Feldes folgt der Effekt hingegen dem piezomagnetischen Koeffizienten von Kobaltferrit. Die Abhängigkeit der Polarisation vom Magnetfeld an der Probenoberfläche wurde für (0-3) und (3-0) Komposite mithilfe von linearem und zirkularem Röntgendichoismus gemessen.Interesting technological applications and the efficiency of magnetoelectric materials nowadays make them a special topic for more scientific investigations. In memories fabrication, the switching of polarization and magnetization by magnetic and electric fields is the ultimate goal for magnetoelectric effect materials. In this dissertation, the multiferroic CoFe2O4-BaTiO3 magnetoelectric composite was synthesized using the organsol method. First the CoFe2O4 nanopowder (30-40nm) was successfully synthesized using the co-precipitation method. The particle sizes were mainly affected by the addition of the precipitation agent. Composites of CoFe2O4-BaTiO3 core shell structure nanoparticles were successfully synthesized using a combination of the co-precipitation and the organosol method. The core shell particle size was distributed in the range of 112 nm. The phase contents of CoFe2O4 with respect to BaTiO3 were chosen to 20, 30, 40, 50 and 70 percent. The core shell nanoparticles were sintered in order to form dense (0-3) ceramic samples. For comparison, a (3-0) connectivity was fabricated using spark plasma sintering. The correlation between dielectric, magnetic, and ferroelectric properties on the magnetoelectric effect is discussed. A comprehensive magnetoelectric effect measurement was presented for different compositions. The effect of temperature, dc magnetic field, and sample orientation on the ME effect were illustrated. The direct magentoelectric effect was measured using the lock-in technique for different samples. The values of the direct magnetoelectric effect were compared to the converse ME measured in a SQUID susceptometer. It was found that the maximum direct and converse ME effects are recorded for the sample of 50% BaTiO3 with values 3.2 mV/cmOe and 25 ps/m, respectively. The ME effect was found to be composition dependent and mainly affected by resistivity and the poling state of the samples. The difference between the two values can be related to the permittivity value that is used in the conversion between them and the discharging process which reduces the effective polarization in the direct measurement. For the dependence of the ME effect on temperature, it was found that the magnetoelectric effect in CoFe2O4-BaTiO3 composites tracks the permittivity values and shows a maximum effect at the orthorhombic/tetragonal phase transition of barium titanate. For the ME effect dependence of dc magnetic field, it was found that the effect tracks the cobalt ferrite piezomagnetic coefficient dependence of dc magnetic field. The magnetic field dependence of electric polarization at the surface was measured for both (0-3) and (3-0) connectivity using X-ray absorption spectroscopy and its associated linear and circular dichroisms. In spite of low coupling value of the (3-0) in the macroscopic scale, it showed larger electric polarization dependence of magnetic field extracted by X-ray Linear Dichroism (XLD) measurements
Imidazol-Cyclopeptide: Stabile van-der-Waals-Komplexe und molekulare Schalter
Synthetische Cyclopeptide, die strukturell an ihre natürlichen Vorbildern angelehnt sind, werden schon seit längerem für die Herstellung von unidirektionalen Schaltern genutzt. Außerdem finden sie Anwendung in der Synthese von Wirtmolekülen, die kleine Moleküle, Ionen oder Gase binden können.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden im ersten Teil neue Systeme gesucht, die auf unterschiedliche Art und Weise geschaltet werden können. Dazu wurden zum einen lichtinduzierbare Systeme wie Azobenzol (1) und verschiedene Spiropyrane (beispielsweise 2) untersucht. Zum anderen wurden redoxschaltbare Moleküle basierend auf dem Grundkörper eines Biphenols (beispielsweise 3 und 4) hergestellt und analysiert (Abbildung 1.1). Die Schaltprozesse wurden in unterschiedlichen Lösungsmitteln im UV-Spektrum beobachtet, um ein möglichst potentes System herauszufiltern. Dieses könnte danach, durch die Anbringung an ein Cyclopeptid, zu einem unidirektionalen Schalter umgesetzt werden. Um die Redoxpotentiale zu bestimmen, wurden von den Systemen zusätzlich Cyclovoltammogramme aufgenommen.
Ebenfalls konnte eine Kombination dieser beiden Schaltsysteme (Doppelschalter 5 in Abbildung 1.2) hergestellt werden. Dieser Doppelschalter kann beide Schaltsysteme orthogonal ansteuern und damit vier verschiedene Stadien durchlaufen. Dieser Schaltzyklus wurde ebenfalls im Cyclovoltammogramm sowie im UV-Spektrum beobachtet.
Im zweiten Teil dieser Arbeit wurden van-der-Waals-Komplexe untersucht. Hierzu diente auf der einen Seite der auf einem Cyclopeptid aufbauende Triphenylphosphinoxid-Container 6 (Abbildung 1.3). Hier wurden unter anderem unerwartet hohe Bindungskonstanten für den Chloroform-Komplex ermittelt. Diese wurden mit dispersionskorrigierten DFT-Rechnungen und DF-DFT-SAPT-Analysen verglichen.
Auf der anderen Seite wurden die bereits in der Literatur bekannten Cryptophane (7; links in Abbildung 1.4) synthetisiert und mittels NMR-Spektroskopie in verschiedenen Lösungsmitteln untersucht. Bisher wurden in der Literatur relativ kleine Bindungskonstanten des Komplexes Chloroform@Cryptophan-E (rechts in Abbildung 1.4) in deuteriertem 1,1,2,2-Tetrachlorethan bestimmt. Aufgrund der ermittelten, sehr hohen Bindungskonstante für den Komplex CHCl3 @6, konnte im Falle der Cryptophane gezeigt werden, dass Tetrachlorethan – entgegen der wissenschaftlichen Meinung – von Cryptophan-E (129) gebunden wird und daher die in der Vergangenheit ermittelten Bindungskonstanten lediglich ein Gleichgewicht zwischen dem Einschluss von Lösungsmittel beziehungsweise Chloroform wiedergaben. Die im Rahmen dieser Arbeit bestimmten Werte stimmen mit den Energien überein, die durch DFT-Rechnungen inklusive einer empirischen Dispersionskorrektur ermittelt wurden.
Während des Versuchs, einen komplett leeren Container zu erhalten, stellte sich heraus, dass nicht die Kugelform des Cryptophan-E (out-out; links in Abbildung 1.5), sondern eine implodierte Form (impl ; rechts in Abbildung 1.5) stabiler ist
A Decision Making Framework for Robot Companion Systems Usable by Non-Experts
In the course of becoming an increasingly important part of society, robots have also found their way into private households. For now, most robots are designed to solve only one or a few specific tasks. In the (near) future, however, robots are supposed to become companions assisting humans in their everyday life. A serious problem lies in the fact that requirements made upon robots as well as their fields of duty are largely dependent on the individual demands of the user. Due to this reason, the behaviour and the possible applications of a robot companion need to be customizable. The aim of this thesis is to develop a decision making framework for robot companions which offers solutions for the previously described challenges in the creation of robot companion systems.
First of all, a suitable decision making algorithm that is applicable for variant tasks without a multitude of parameters having to be adjusted manually is created. This is important in order to give users without programming skills or technical expertise the possibility of enhancing the capabilities of their robot to a certain extent. The developed algorithm then is evaluated in a simulation in which human decisions are compared to decisions made by the algorithm.
In addition to the evaluation made in a simulation, the decision making algorithm is implemented on the humanoid NAO robot. A modular software architecture is used in order to ensure that enhancements/modifications can be implemented without huge effort. Furthermore, the implementation provides interfaces making it possible to create new applications without programming by an XML configuration file. Based on these interfaces a tool assisting users without technical expertise in the creation of new applications is developed. Moreover, a usability study is conducted to reveal how the tool can be enhanced.
Finally, the whole approach is evaluated via two human-robot interaction studies. Those studies aim at investigating how the participants perceive the robot’s decision making behaviour and if they can imagine using such a robot at home