Deutsche Vereinigung für Verbrennungsforschung

DuEPublico (Univ. Duisburg-Essen)
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    Computer-assisted understanding of stance in social media: formalizations, data creation, and prediction models

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    Stance can be defined as positively or negatively evaluating persons, things, or ideas (Du Bois, 2007). Understanding the stance that people express through social media has several applications: It allows governments, companies, or other information seekers to gain insights into how people evaluate their ideas or products. Being aware of the stance of others also enables social media users to engage in discussions more efficiently, which may ultimately lead to better collective decisions. Since the volume of social media posts is too large to be analyzed manually, computeraided methods for understanding stance are necessary. In this thesis, we study three major aspects of such computer-aided methods: (i) abstract formalizations of stance which we can quantify across multiple social media posts, (ii) the creation of suitable datasets that correspond to a certain formalization, and (iii) stance detection systems that can automatically assign stance labels to social media posts. We examine four different formalizations that differ in how specific the insights and supported use-cases are: Stance on Single Targets defines stance as a tuple consisting of a single target (e.g. Atheism) and a polarity (e.g. being in favor of the target), Stance on Multiple Targets models a polarity expressed towards an overall target and several logically linked targets, and Stance on Nuanced Targets is defined as a stance towards all texts in a given dataset. Moreover, we study Hateful Stance, which models whether a post expresses hatefulness towards a single target (e.g. women or refugees). Machine learning-based systems require training data that is annotated with stance labels. Since annotated data is not readily available for every formalization, we create our own datasets. On these datasets, we perform quantitative analyses, which provide insights into how reliable the data is, and into how social media users express stance. Our analysis shows that the reliability of datasets is affected by subjective interpretations and by the frequency with which targets occur. Additionally, we show that the perception of hatefulness correlates with the personal stance of the annotators. We conclude that stance annotations are, to a certain extent, subjective and that future attempts on data creation should account for this subjectivity. We present a novel process for creating datasets that contain subjective stances towards nuanced assertions and which provide comprehensive insights into debates on controversial issues. To investigate the state-of-the-art of stance detection methods, we organized and participated in relevant shared tasks, and conducted experiments on our own datasets. Across all datasets, we find that comparatively simple methods yield a competitive performance. Furthermore, we find that neuronal approaches are competitive, but not clearly superior to more traditional approaches on text classification. We show that approaches based on judgment similarity – the degree to which texts are judged similarly by a large number of people – outperform reference approaches by a large margin. We conclude that judgment similarity is a promising direction to achieve improvements beyond the state-of-the-art in automatic stance detection and related tasks such as sentiment analysis or argument mining.Stance (dt: Haltung, Position oder Standpunkt) bezeichnet die positive oder negative Evaluation von Personen, Dingen oder Ideen (Du Bois, 2007). Versteht man den Stance, den Menschen in den sozialen Medien zum Ausdruck bringen, eröffnen sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: Auf der einen Seiten können Regierungen, Unternehmen oder andere Informationssuchende Einblicke darüber gewinnen, wie Menschen ihre Entscheidungen, Ideen oder Produkte bewerten. Auf der anderen Seite können Social Media Nutzer, denen der Stance anderer Nutzer bekannt ist, effizientere Diskussionen führen und letztendlich bessere kollektive Entscheidungen treffen. Da die Anzahl der in sozialen Medien getätigter Beiträge zu hoch für eine manuelle Analyse ist, sind computergestützte Methoden zum Verständnis von Stance notwen- dig. In dieser Arbeit untersuchen wir drei Hauptaspekte solcher computergestützten Methoden: (i) abstrakte Stance Formalisierungen, die sich über mehrere Social Media Beiträge hinweg quantifizieren lassen, (ii) die Erstellung geeigneter Datensätze, die einer bestimmten Formalisierung entsprechen, und (iii) automatische Systeme zur Erkennung von Stance, die Social Media Beiträgen ein Stance Label zuordnen können. Wir untersuchen vier verschiedene Formalisierungen, die sich darin unterscheiden, wie spezifisch die Erkenntnisse sind, welche sie bei der Analyse von Social Media Debatten liefern: Stance gegenüber einzelnen Targets definiert Stance als ein Tupel, welches aus einem einzigen Target (z.B. Atheismus) und einer Polarität (z.B. für oder gegen das Target sein) besteht. Stance gegenüber mehreren Targets modelliert eine Polarität, die gegenüber einem übergeordneten Target und mehreren logisch verknüpften Targets aus- gedrückt wird. Stance gegenüber nuancierten Targets, modelliert Stance als eine Polarität gegenüber allen Texten in einem bestimmten Datensatz. Darüber hinaus untersuchen wir hasserfüllten Stance als eine Formalisierung, die modelliert, ob ein Text Hass gegenüber einem einzelnen Target (z.B. Frauen oder Flüchtlingen) ausdrückt. Systeme, die auf Methoden des maschinellen Lernens basieren, benötigen eine ausreichende Menge von mit Labeln versehenen Trainingsdaten. Da solche Daten nicht für jede Formalisierung verfügbar sind, wurden im Rahmen dieser Arbeit eigene Datensätze erstellt. Auf der Basis dieser Datensätze führen wir quantitative Analysen durch, welche Aufschluss darüber geben, wie zuverlässig die Annotation der Daten ist und in welcher Weise Social Media-Nutzer Stance kommunizieren. Unsere Analyse zeigt, dass die Zuverlässigkeit unserer Daten durch subjektive Interpretationen der Annotatoren und durch die Häufigkeit, mit der bestimmte Targets auftreten, beeinflusst wird. Unsere Studien zeigen weiterhin, dass die Wahrnehmung von Hass mit dem persönlichen Stance der Annotatoren korreliert, woraus wir folgern, dass Stance Annotationen bis zu einem gewissen Grad subjektiv sind und dass diese Subjektivität bei der Datenerstellung zukünftig berücksichtigt werden sollte. Darüber hinaus schlagen wir einen neuartigen Prozess für die Erstellung von Datensätzen vor, die subjektive Annotationen beinhalten, die der Forma- lisierung Stance gegenüber nuancierten Targets entsprechen und damit umfassende Einblicke in die zugrundeliegende Social Media Debatte liefert. Um den Stand der Technik der automatischen Stance Erkennung zu untersuchen, haben wir relevante shared tasks organisiert und an ihnen teilgenommen, sowie Experimente an eigenen Datensätzen durchgeführt. Unsere Untersuchungen zeigen über alle Experimente und Datensätze hinweg, dass vergleichsweise einfache Methoden eine äußerst wettbewerbsfähige Leistung erbringen. Des Weiteren zeigen unsere Betrachtungen, dass neuronale Ansätze zwar wettbewerbsfähig, aber nicht deutlich besser als herkömmliche Ansätze zur Textklassifizierung sind. Wir zeigen, dass Ansätze, die auf der Beurteilungsähnlichkeit basieren – definiert als das Ausmaß mit dem Texte von einer großen Anzahl von Menschen ähnlich beurteilt werden – die Leistung von Referenzansätzen deutlich übertreffen. Daraus schließen wir, dass diese Beurteilungsähnlichkeit eine vielversprechende Richtung ist, um weitere Verbesserungen in den Bereichen automatischen Erkennung von Stance und verwandten Aufgaben wie Sentimentanalyse oder Argument Mining zu erzielen

    Simultaneous visualization of liquid fuel and oil in the piston group of a DISI engine by laserinduced fluorescence

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    Im Rahmen der vorliegenden Dissertation wurden Öl- und Kraftstoffschichten in der Kolbengruppe eines optisch zugänglichen Ottomotors mit Benzin-Direkteinspritzung durch das Verfahren der laserinduzierten Fluoreszenz (LIF) untersucht. Zur Optimierung der Kolbengruppe hinsichtlich Reibung, Verschleiß, NVH (Noise, Vibration, Harshness) und Emissionen müssen die komplexen Wechselwirkungen zwischen Öl, Kraftstoff und Brennraumgas analysiert, sowie quantitative Daten für Simulationsmodelle bereitgestellt werden. Die Untersuchung der Phänomene in der Kolbengruppe erfolgten in einem optisch zugänglichen Einzylindermotor mit auf Druck- und Gegendruckseite seitlich in die Zylinderwand eingesetzten Saphirfenstern. Die optischen Zugänge ermöglichen die Abbildung der Kolbengruppe über nahezu den vollständigen Kolbenhub. In dieser Arbeit wurden Untersuchungen bei Lasten bis 8,5 bar (effektiver indizierter Mitteldruck) und Drehzahlen bis 2200 min-1 durchgeführt. Durch die hohe Zylindrizität und die Oberflächentopographie mit der für Zylinderlaufbahnen typischen Honstruktur wurden realitätsnahe Bedingungen hinsichtlich des Ringanlageverhaltens und der Oberflächenbenetzung gewährleistet. Zur Analyse des Ölhaushalts in der Kolbengruppe und der Kolbensekundärbewegung kam ein phasengekoppeltes LIF-Messsystem mit einer maximalen Wiederholrate von 100 Hz am Einzylindermotor zum Einsatz. Eine Mischung aus kommerziellem Motoröl mit 0,015±0,005 mmol/L Pyrromethen 567 wurde mit einem Nd:YAG-Laser bei 532 nm angeregt und das rotverschobene Fluoreszenzlicht mit jeweils einer CMOS-Kamera auf Druck- und Gegendruckseite zweidimensional abgebildet. Voruntersuchungen in einer Dünnfilmküvette und ein umfangreicher Bildverarbeitungsprozess mit einer in situ Kalibrierung ermöglichten die zweidimensionale Quantifizierung der Ölfilmdicke im Kontaktbereich Kolbenhemd/Zylinderlaufbahn, sowie die qualitative Analyse der Kolbensekundärbewegung und des globalen Ölhaushalts in der Kolbengruppe. Die Untersuchungen zeigten, dass Kolbensekundärbewegung und Ölfilmdicke im Kontaktbereich Kolbenhemd/Zylinderlaufbahn voneinander abhängen. Die niedrigste Ölfilmdicke trat im Expansionstakt auf und betrug 3,0 µm. Außerdem konnte ein Zusammenhang zwischen Kraftstoff-Wandbenetzung und Ölhaushalt in der Kolbengruppe gezeigt werden. Um neben Ölschichten auch Kraftstoffschichten zeitlich hochaufgelöst zu visualisieren, wurde im zweiten Abschnitt der Arbeit ein Messsystem zur simultanen, kurbel-winkelaufgelösten Visualisierung von Kraftstoff und Öl durch LIF entwickelt. Der Öl-Farbstoff Pyrromethen 567 wurde aus dem phasengekoppelten LIF-Messsystem übernommen und ein geeigneter Kraftstoff-Tracer gesucht. Die Mischungen Kraftstoff/Tracer und Öl/Farbstoff wurden mit einem Nd:YAG-Laser mit einer maximalen Repetitionsrate von 10 kHz bei 266 nm und 532 nm angeregt. Das Fluoreszenzlicht der beiden Fluide wurde spektral getrennt und von zwei Hochgeschwindigkeits-Kameras zweidimensional abgebildet. Zwei Kraftstoff/Tracer-Mischungen wurden im Einzylinderaggregat und in einer Dünnfilmküvette untersucht: Toluol in iso-Oktan und Anisol in einem neu entwickelten Multikomponenten-Kraftstoff mit hoher Oktanzahl (ROZ = 101) und einer Siedelinie entsprechend der eines kommerziellen Kraftstoffs. Die zweite Kombination wurde aufgrund des realitätsnahen Verdampfungsverhaltens und der stärkeren Fluoreszenz für die Motorexperimente ausgewählt. Durch tribologische und optische Voruntersuchungen konnte außerdem ein Surrogat-Öl identifiziert werden, das kommerziellem Öl aufgrund geringerer optischer Wechselwirkungen mit Kraftstoff-LIF für die optischen Motorexperimente überlegen ist. Im Einzylinderaggregat wurden mit diesem System Kraftstoff-Wandbenetzung, Kraftstofftransport durch das Ringpaket, sowie der Einfluss der Kraftstoff-Wandfilmbildung auf den Ölhaushalt in der Kolbengruppe im befeuerten und geschleppten Motorbetrieb visualisiert und analysiert. Im befeuerten Motorbetrieb mit Benzin-Direkteinspritzung wurde das Auftreffen des Kraftstoffsprays und die Bildung eines Flüssigkeitsfilms auf der Zylinderwand visualisiert. Unter den untersuchten Bedingungen verblieb ein flüssiger Wandfilm aufgrund unvollständiger Verdampfung auf der Zylinderwand. Der Kraftstoff wurde durch die Kolbenringe teilweise von der Zylinderwand abgekratzt und durch die Ringstöße transportiert. Außerdem wurde durch flüssigen Kraftstoff auf den Kolben-Ringstegen Öl aus der Top-Ring-Nut auf den Feuersteg und den 2. Ringsteg transportiert.This thesis presents the analysis of liquid fuel and oil films in the piston group of a direct-injection spark-ignition (DISI) engine by laser-induced fluorescence (LIF). To optimise the piston group in terms of friction, wear, NVH (noise, vibration, harshness) and emissions, the interaction between oil, fuel and combustion gas must be understood. Also, quantitative data is required to improve simulation models. The investigation of the phenomena in the piston group was performed in an optically accessible single cylinder research engine with two honed-in sapphire windows that provide optical access to the cylinder on the thrust and on the anti-thrust side. This enables the observation of the piston including ring area and skirt as well as the cylinder surface. Here, the maximum speed of the engine was 2200 min-1 at a maximum indicated mean effective pressure of 8.5 bar. Due to the high cylindricity of the research engine, the sealing function of the piston rings is very similar to that in a production engine. Also, the honing structure in the cylinder surface provides realistic conditions in terms of surface wetting. To investigate the oil distribution in the piston group as well as the piston’s secondary motion, a phase-locked LIF-imaging system with a maximum image acquisition rate of 100 Hz was used in the research engine. First-fill engine oil was doped with traces of the laser dye pyrromethene 567, which fluoresces red after excitation by 532 nm laser radiation. The fluorescence from oil was simultaneously detected by two cameras, one on the thrust side and one on the anti-thrust side. Preliminary studies were performed in a thin-film cuvette and an image processing routine including an in-situ calibration was developed. This enabled quantification of the oil film thickness in the tribological contact between the piston skirt and the cylinder liner. Also, the piston’s secondary motion and the global oil distribution in the piston group were investigated. One main finding was that that the piston’s secondary motion correlates with the oil film thickness in the contact area between piston skirt and cylinder liner. The minimal oil film thickness in this tribological contact was found during the expansion stroke and was 3.0 µm. Also, a correlation between fuel impingement on the cylinder wall and the oil distribution in the piston group was shown. To obtain a higher temporal resolution and to simultaneously visualise fuel films, a LIF system for simultaneous kHz-rate LIF-imaging of fuel and oil films was developed in the second part of this work. Again, engine oil was doped with traces of the laser dye pyrromethene 567 and excited at 532 nm. Simultaneously, the liquid fuel was visualised by UV fluorescence of an aromatic “tracer” in a non-fluorescent surrogate fuel excited at 266 nm. Two combinations of fuel and tracer were investigated, iso-octane and toluene, as well as a multi-component surrogate and anisole. The multi-component surrogate fuel had an evaporation curve similar to that of commercial pump fuel and a high research octane number (RON = 101). Anisole added to the multi-component surrogate fuel provided a higher fluorescence intensity than toluene and was therefore used for engine experiments. Since the first-fill engine oil provided significant cross-talk in the fuel channel, a low-additive surrogate oil was examined for optical and tribological characteristics. The surrogate oil exhibited similar tribological characteristics and it was superior to the commercial oil in terms of cross-talk with fuel LIF. The surrogate oil was therefore used for engine experiments. Experiments were performed in the research engine in fired and motored engine operation. Besides fuel wall wetting, fuel transport across the piston ring pack and the impact on the lubricant conditions in the piston group can be seen in the images. With direct fuel injection fuel wall wetting and film formation on the cylinder wall was detected. In the conditions examined here, a liquid fuel film remained on the cylinder wall due to incomplete evaporation. Some fuel was scraped off the cylinder wall by the piston rings and transported through the ring gaps. Furthermore, the presence of liquid fuel on the piston lands initiated oil transport from out of the top ring groove onto the first and second piston lands

    Menschen ohne Krankenversicherung im Gesundheitswesen. Expolrative Studie zur Prävalenz und zur Rückführung in die sozialen Sicherungssysteme durch den Sozialdienst am Beispiel des Universitätsklinikums Essen

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    Der Zugang zum deutschen Gesundheitssystem ist abhängig von der sozialen Absicherung durch eine bestehende Krankenversicherung. Es existieren kaum Erkenntnisse zum Ausprägungsgrad von fehlendem Krankenversicherungs-schutz und zu den Auswirkungen für die Betroffenen und die Leistungserbringer. Anhand systematisch erhobener Daten für den Zeitraum 2014 bis 2016 aus dem Universitätsklinikum Essen wurden mit dieser Studie Informationen von 536 Patienten analysiert. Hinsichtlich der soziodemographischen Aspekte war auffällig, dass insbesondere Männer mit 58% verstärkt von einer fehlenden Krankenversicherung betroffen sind und mit 34,5% der Anteil der Patienten mit einem sozialrechtlichen Leistungsanspruch auf Krankenversicherung in Deutschland auffällig hoch ist. Für diese Patientengruppe konnte ein schlechterer Gesundheitszustand anhand von Folgeaufenthalten in der Klinik und der Anzahl an Nebendiagnosen festgestellt werden als im Vergleich zu den drei Statusgruppen mit Migrationshintergrund. Auf der individuellen Ebene der Betroffenen konnte im Hinblick auf den Gesundheitszustand die Auswirkungen von fehlendem Krankenversicherungsschutz aufgezeigt werden. Für einen Leistungserbringer am Beispiel eines Krankenhauses der Maximalversorgung konnte ermittelt werden, dass schwerpunktmäßig Notfallindikationen auftreten, jedoch alle medizinische Fachabteilungen betroffen sind. Auch wenn sich bei den Rechnungsbeträgen der Median mit knapp unter 3.000€ im unteren finanziellen Bereich bewegt, so konnten im Betrachtungszeitraum Zahlungseingänge von über 4.000.000€ durch ein strukturiertes Betreuungskonzept dieser Patientengruppe generiert werden. Daraus leitet sich die Schlussfolgerung ab, dass insbesondere Krankenhäuser der Maximalversorgung konzeptionell sowie in den klinikinternen Prozessen spezifische Angebote für diese Patientengruppe benötigen

    Azathioprine in connective tissue disease-associated interstitial lung disease: data from a retrospective single centre study

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    Background: Immunosuppressive agents and corticosteroids are the standard treatments for patients with connective tissue disease associated ILD (CTD-ILD). This retrospective study aimed to provide data on tolerability and efficacy of azathioprine in CTD-ILDs. Methods: 56 CTD-ILD patients treated with azathioprine between 2003 and 2014 were included in the study. Azathioprine was added to oral corticosteroids as a corticosteroid sparing agent. Patients were assessed every 3 months in the outpatient clinic. Results: 15 patients (27%) discontinued treatment due to side effects, mostly due to elevated liver enzymes, within the first 3 months. The mean treatment duration was 34 months with a range of 3 to 105 months. 41 patients were treated for longer than 3 months, and 27 of those (66%) had stable or improved pulmonary function during treatment. In patients who remained stable or improved, the mean FVC was 62 ± 17 % pred at the initiation of treatment and 65 ± 17 % pred at the last follow up visit (p=0.036), and the mean DLCO was 38 ± 16 % pred at initiation of treatment and 39 ± 17% pred at the last follow up visit (p=0.06). The mean serum level of Krebs von den Lungen-6 (KL-6) was elevated in all patients, it was 1655±821 U/mL at start of treatment and 1589±744 U/mL at the last follow up visit. Serum KL-6 levels showed a decline in stable or improved patients during treatment, but this was not significant (p= 0.210). Conclusions: Our findings confirm the role of azathioprine in treatment of CTD-ILD. While early drug intolerance is frequent, most patients who tolerated the drug well achieved long-term stabilisation or improvement of lung function. Randomised controlled trials are still needed to validate these results. KL-6 seems to be a promising biomarker for monitoring CTD-ILDs under treatment

    The validity of the QbTest as a diagnostic tool for children with ADHD

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    Der Quantified Behavior Test (Qb-Test) ist ein computergestützter Continuous Performance Test (CPT), dessen Besonderheit in der simultanen Erfassung der motorischen Aktivität liegt. Damit liegt erstmals ein Diagnostikinstrument mit dem Ziel vor, alle drei Kernsymptome der ADHS separat und trennscharf abzubilden. Bisher konnte jedoch kein CPT für sich alleine ausreichend valide Werte hinsichtlich der Diagnose ADHS verzeichnen. Eine erste klinische Validierungsstudie konnte im Jahr 2015 mit einer explorativen Faktorenanalyse 76% der Varianz anhand eines 3-Faktoren-Modells erklären. Es zeigte sich zwar eine signifikante Korrelation zwischen dem Faktorwert motorische Aktivität (QbTest) und beobachtetem hyperaktivem Verhalten (Conners‘ teacher rating scale), jedoch fielen insgesamt die Ergebnisse des Vergleichs der Qb-Test-Faktoren mit anderen Messinstrumenten (Konstruktvalidität) sehr uneinheitlich aus. Ziel der vorliegenden Studie war somit, neben der Replikation der oben genannten Ergebnisse die Untersuchung der Gültigkeit i.S. konvergenter und diskriminanter Konstruktvalidität zu vertiefen und durch die Nutzung von originalen Qb-Test-Werten hierbei Hinweise für die klinische Interpretation des Verfahrens zu erhalten. Hierfür wurden N=196 (Alter (M): 9,6 Jahre; Geschlecht: 31,6% weiblich, 68,4% männlich) Patienten der Institutsambulanz der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, LVR-Klinikum Essen, Kliniken und Institut der Universität Duisburg-Essen herangezogen. Nach einer Faktorenanalyse wurden zur Ermittlung der Konstruktvalidität die Korrelationen zwischen den Testwerten des Qb-Tests und weiteren Messinstrumenten (verschiedene Intelligenztests, KITAP/TAP, Conners‘ Fremdbeurteilungsbögen) ermittelt. Die Faktorenanalyse ergab eine Gesamtvarianzaufklärung von 85,9%. Die drei angenommenen Faktoren Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit und Impulsivität konnten bestätigt werden. Die Ladungsmuster der einzelnen Indizes fielen eindeutig aus. Hinsichtlich der Konstruktvalidität konnten u.a. signifikante Korrelationen der Qb-Indizes zur Unaufmerksamkeit mit einigen der entsprechenden Werte der KITAP sowie dem Gesamt-IQ gezeigt werden. Im Vergleich mit der Skala Unaufmerksamkeit der Conners’ Fremdbeurteilungsbögen fiel dagegen eine signifikante Assoziation mit den Qb-Maßen zur Motorischen Aktivität und Impulsivität auf. Die Ergebnisse blieben somit zwar zumeist heterogen, lieferten jedoch insgesamt Hinweise auf die Validität sowie den Nutzen des Qb-Tests als Ergänzung zu etablierten Testbatterien und Fremdbeurteilungsbögen. Weitere Studien sind nötig, um genauere Aussagen zur Bedeutung des Qb-Tests für die klinische Praxis zu ermöglichen.The Quantified Behavior Test (QbTest) is a computer-aided Continuous Performance Test (CPT), which is unique in the simultaneous detection of motor activity. For the first time a diagnostic instrument with the aim of mapping all three core symptoms of ADHD, separately and selectively, is available. However, so far no CPT on its own has been able to establish sufficiently valid measurement data ​​for the diagnosis of ADHD. An initial clinical validation study in 2015, using an exploratory factor analysis, explained 76% of the variance using a 3-factor model. Although there was a significant correlation between the factorial motor activity (QbTest) and observed hyperactive behavior (Conners' teacher rating scale), overall the results of the comparison of the QbTest factors with other measuring instruments (construct validity) were very inconsistent. The aim of the present study was, in addition to the replication of the above-mentioned results, to examine the validity in terms of deepening the convergent and discriminant construct validity and to obtain indications for the clinical interpretation of the testing procedure by using original QbTest measurement data. For this purpose, a sample of 196 patients (average age: 9.6 years; sex: 31,6% female, 68.4% male) of the outpatient clinic of the Department of Psychiatry, Psychosomatics and Psychotherapy of Child and Adolescence, LVR-Klinikum Essen, clinics and institute of the University of Duisburg-Essen was used. After a factor analysis, the correlations between the measurement data ​​of the QbTest and other measuring instruments (various intelligence tests, KITAP / TAP, Conners' rating scales) were determined to assess construct validity. The factor analysis showed a total explained variation of 85.9%. The three assumed factors hyperactivity, inattention and impulsivity could be confirmed. The loading pattern of the individual indices were unambiguous. With regard to construct validity, i.a. significant correlations of the Qb indices of inattention with some of the corresponding KITAP values ​​as well as the overall IQ are shown. In comparison with the inattention scale of Conner's rating scales, there was a significant association with the Qb measures of motor activity and impulsivity. The results thus remained mostly heterogeneous, but provided overall evidence of the validity and usefulness of the QbTest as an addition to established test batteries and external rating questionnaires. Further studies are needed to more precisely clarify the meaning of the QbTest for clinical practice

    Precise and computationally efficient simulation of the interaction of trains in railway operations

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    Die Basis der vorliegenden Arbeit bildet die Herleitung der Fahrdynamik von Triebfahrzeugen im Eisenbahnverkehr. Aufbauend hierauf wird die Berechnung von Fahrzeiten und damit verbundenen kapazitiven Größen vollständig analytisch hergeleitet. Dies ist ein großer Unterschied zu bereits bestehenden Lösungen. Nur wenn die Wechselwirkung von Zügen untereinander mathematisch gelingt, ist eine Simulation von Eisenbahnverkehr möglich. Anders als im Straßenverkehr ist die Fahrweise stark durch Sicherungstechnik reglementiert und damit in der Regel nicht durch einfache Annahmen formulierbar. Dies eröffnet jedoch auch die Möglichkeit Simulationen deutlich präziser und unabhängiger von humanen Faktoren umzusetzen. Die eigentlich mögliche Präzision bisheriger Lösungen wird jedoch durch häufig unzureichende, ineffiziente Berechnungsansätze verhindert. Neben der hohen Präzision und der geringen Rechenzeit des vorgestellten Ansatzes, zahlt sich die analytische Herangehensweise durch die besonders einfache Umsetzung des Quellcodes aus. Fertige Simulationsumgebungen können durch den nicht zugänglichen Sourcecode nicht die nötige Simulationstiefe bieten, insbesondere bei neuen Fragestellungen. Auch die Automatisierung der Simulation und Auswertung von Testszenarien leidet hierunter sehr. Mit dem neuen Simulationsframework können völlig neue Probleme behandelt werden. Insbesondere das Aufzeigen von Staueffekten stellt hohe Anforderungen an eine Eisenbahnbetriebssimulation, da hier die Wechselwirkung von Zügen nicht durch die einfache Modellierung von Mindestzugfolgezeiten gezeigt werden kann. Daher müssen die Sicherungssysteme inklusive der Zugbeeinflussung implementiert sein, was die Rechenzeit in klassischen Verfahren deutlich erhöht. Um die Ursachen von Staueffekten zu erklären wird außerdem ein zellularauto-matenbasiertes Modell vorgestellt, das aufgrund seines reduzierten Umfangs hilft, die Effekte klar zu verstehen. Hieraus werden neue Ideen zur Reduktion von Staus auf hochbelasteten Eisenbahnstrecken anhand der S-Bahn-Stammstrecke in München vorgestellt. Diese Dissertationsschrift startet in Kapitel 1 mit der Motivation. Wichtige Begriffe werden in Kapitel 2 erklärt. Der Eisenbahnverkehr wird in Kapitel 3 vom Automobilverkehr abgegrenzt. In Kapitel 4 wird die Fahrdynamik und die Berechnung von Fahrzeiten vorgestellt. Kapitel 5 hat die Beschreibung von Mindestzugfolgezeiten und der Fahrzeuginteraktionsmodelle auf Basis des analytischen Verfahrens zum Inhalt. Dazu ergänzend wird in Kapitel 6 das zugehörige Datenmodell vorgestellt. In Kapitel 7 wird das Zellularautomatenmodell zur Beschreibung der Fahrzeuginteraktion präsentiert. Abschließend finden sich in Kapitel 8 und Kapitel 9 Fazit und Ausblick.This work contains the derivation of the vehicle dynamics in the context of rail vehicles. Based on this, the calculation of running times and connected variables, which describe capacitive influences, are derived. This is a big difference to existing solutions. Only if the modeling of the interaction between trains is successful, the simulation of railway traffic is possible. Unlike road traffic, railway traffic is stricly reglemented by train control systems. Due to this restriction, simple assumptions are not sufficient. Though, the modelling of the simulation is more precise and depends less on human factors. Mostly, this intrinsic precision is not used by simulation. This is a result of inefficient, inadequate models. Besides the high precision and low calculation times of the presented aprroach, the analytic approach is easy to implement. Industrial solutions do not have open source code. Especially in cutting edge research topics, this results in weak implementation possibilities. Also, the automation of simulation and the evaluation of results are very limited. With the presented simulation framework, new research topics are accessed, easily. Particularly, the demonstration of jamming effects demands many requirements for a railway simulation because the interaction of consecutive trains is not achievable with a simple model for minimum headway times. Instead, train control systems have to be included in the simulation. This goes hand in hand with higher calculation times in classical models. To study and explain the causes of jams in railway operations better, a cellular automaton model is introduced. Due to its reduced complexity it helps to understand the underlying effects. Based on these results, new ideas for the reduction of jamming effects of high-occupied railway tracks are shown in the example of the \textit{Stammstrecke} in Munich. This doctoral thesis starts with the motivation chapter in chapter 1. Important terms of railway traffic are introduced in chapter 2. Additionally, railway traffic is compared to automobile traffic in chapter 3. In chapter 4, the driving dynamics and the calculation of running times on the basis of the analytical model are introduced. Based on this, in chapter 5 the descriptions of the minimum headway time and the train interaction models are given. Supplementary, in chapter 6, the utilised data modell is presented. In chapter 7 a cellular automaton model for the description of the train interaction is introduced. The conclusion and the outlook are given in chapter 8 respectively chapter 9

    Specification of gesture control - a hybrid approach

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    Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine (engl. Human-Computer Interaction (HCI)) entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit weiter, insbesondere durch den Fortschritt in der Sensortechnologie. Vor allem Multi-Touch-Gesten sind in den vergangenen Jahren durch die Verbreitung mobiler Geräte und zahlreicher anderer Geräte (z. B. berührungsempfindliche Tische oder digitale Whiteboards) zum Standard avanciert und haben mittlerweile auch den Weg zurück in die klassische Welt des PCs geschafft. Neue Sensoren ermöglichen auch räumliche Gesten, die vor allem für Anwendungen im Bereich der virtuellen und augmentierten Realität interessant sind: Benutzer können direkt mit virtuellen Objekten interagieren oder Kommandos absetzen, indem sie ihre Hände, Finger oder Werkzeuge wie Magic Wands im dreidimensionalen Raum bewegen. HCI im Allgemeinen und Gestensteuerung im Besonderen sind außerdem Schlüsselfaktoren, um die individuelle Benutzererfahrung (engl. User Experience (UX)) zufriedenstellend zu gestalten. Benutzer erwarten Fehlerfreiheit und ein ansprechendes Design, aber auch ein gutes Gefühl – ein eher undefinierbares Merkmal, das abhängig ist von unterschiedlichen Faktoren, aber maßgeblich von HCI beeinflusst wird. Gestensteuerung ist somit wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg einer Anwendung und muss bei der Entwicklung explizit betrachtet werden. Angedachte Gesten müssen korrekt definiert und zwischen den unterschiedlichen Projektbeteiligten kommuniziert werden. Gesten sind jedoch schwierig zu implementieren und Entwickler müssen unterschiedliche Entscheidungen treffen, die nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden können: Passende Hardware zur definierten Interaktion ist ebenso nötig wie Sensoren, die die notwendigen Daten liefern, und Algorithmen, die in dem Strom der Eingaben die ausgeführten Gesten zuverlässig erkennen – eine komplexe und fehleranfällige Aufgabe. In der modernen Software-Entwicklung sind interdisziplinäre Teams und agile Methoden heute Standard, in denen die unterschiedlichen Projektbeteiligten – sowohl technische als auch fachliche Spezialisten – ihre jeweiligen Stärken ausspielen und kombinieren können. Skizzen und Prototypen spielen vor allem in frühen Phasen eines Projekts eine wichtige Rolle bei der Arbeit von UI-Designern und Software-Ingenieuren und sind insbesondere für die Entwicklung der Benutzerschnittstelle wichtig: Alle Projektbeteiligten können so schnell eine gemeinsame Vision der Anwendung aufbauen. Allerdings wird in Sketches und Prototypen die Interaktion nicht explizit definiert, sondern nur eine implizite Definition zur Verfügung gestellt, wodurch Missverständnisse und unterschiedliche Interpretationen möglich sind. Die Definition von Gesten ist jedoch wichtig, um die korrekten Entscheidungen für die Implementierung zu treffen, insbesondere wenn individuelle Gesten eingesetzt werden sollen. Die Grundlage der Gestenbeschreibung sind die unterschiedlichen Eigenschaften, die moderne Sensoren ermöglichen. Neben der Form einer Geste können auch weitere Informationen für HCI verwendet werden, z. B. die Geschwindigkeit oder der Ort der Ausführung. Allerdings kann die optimale Notationsform für verschiedene Eigenschaften unterschiedlich sein. Existierende Notationen zur Beschreibung von Gesten basieren meist auf entweder textuellen oder graphischen Elementen und lassen somit die Möglichkeiten außer Acht, die eine Kombination beider Paradigmen bietet. Diese Arbeit stellt GestureCards vor, eine hybride Notation zur Beschreibung von Gesten. GestureCards kombinieren graphische und textuelle Elementen, um die unterschiedlichen Eigenschaften von Gesten darzustellen. Die Notation soll zur Spezifikation von Gesten eingesetzt werden und ermöglicht die Beschreibung von Oberflächengesten und räumlichen Gesten. Die verschiedenen Aspekte, die bei der Entwicklung von GestureCards im Vordergrund standen, und die zugrundeliegenden Konzepte werden in mehreren Studien evaluiert. Die Studien zeigen, dass der hybride Ansatz, der für GestureCards gewählt wurde, vorteilhaft bei der Entwicklung gestenbasierter Anwendungen ist und Entwickler beim Verständnis definierter Gesten unterstützt.Human-Computer Interaction (HCI) is evolving quickly with the recent advances in sensor technology. Especially multi-touch gestures are now common for interacting with mobile and various other devices (e.g. tabletops or wall-sized displays) and also made their way back to classic desktop computing. New sensor technology allows for spatial gestures that are particularly interesting in virtual and augmented reality applications: users can interact directly with virtual objects or issue commands by moving their hands, fingers, or tools like pens or magic wands in three-dimensional space. HCI in general and gestures in particular are also key factors shaping the individual User Experience (UX). Users expect flawlessness and a decent look but also a good feeling – a rather fuzzy feature depending on various aspects, but particularly affected by HCI. Gestures are therefore important for an application’s economic success and should be considered explicitly during development. Envisioned gestures must be defined properly and communicated between stakeholders. Unfortunately, gestures are also hard to implement and require several decisions that cannot be reverted easily: suitable hardware that matches the designed interaction, appropriate sensors providing the needed information, and reliable recognition algorithms to monitor and analyze the stream of incoming data encapsulating all information relevant to identify gestures – a complex and error-prone task. Software development nowadays involves cross-functional teams and agile methods, thus combining the strengths of technical and non-technical stakeholders. Sketching low-fidelity prototypes has been proven to be an important and highly valued activity in design and engineering disciplines, especially in early development stages, and is considered beneficial for UI design: it allows all stakeholders to quickly foster a common vision of the future application. However, sketches and prototypes typically do not explicitly define interaction, but provide an implicit definition, leaving room for misunderstandings and misconception. Gesture definition is thus important, especially when custom gestures are used, to ensure the right decisions. The foundation for gesture definition are the various traits that recent sensor technology makes possible. Besides the shape, different information can be used for HCI, e.g. execution speed or area. Unfortunately, the optimal notation for traits may differ. Existing gesture notations focus too narrowly on either textual or graphical elements and ignore the power of combining paradigms and describing different gesture traits with different notation styles. This thesis presents GestureCards, a hybrid gesture notation using textual and graphical elements to describe different traits. GestureCards are used to specify and document gestures and allow to describe multi-touch and spatial gestures. Various studies eliciting different aspects of GestureCards were used to evaluate the notation and the underlying concept. The studies show that GestureCardsh ́ybrid approach to gesture description is beneficial when creating gesture-based applications and supports developers in understanding defined gestures

    Theoretisch fundierte systematische Entwurfsverfahren für abstimmbare Mehrtorantennensysteme

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    Infolge der dramatischen Zunahme des mobilen Datenaufkommens besteht ein dringender Bedarf das für die Mobilkommunikation verfügbare Spektrum zu erweitern (Millimeterwellen), insbesondere aber auch den Bereich der klassischen Mobilfunkspektrums (< 6 GHz) vollständiger und effektiver zu nutzen. In der Perspektive wird dieser Bereich unter Verwendung von Techniken wie intraband- und interband carrier aggregation (CA) sowie opportunistischem Spektrumszugriff (Dynamic Spectrum Access, License Assisted Access) nahezu vollständig für die Mobilkommunikation genutzt werden. Für mobile Antennensysteme, deren Momentanbandbreiten aufgrund des verfügbaren Bauvolumens grundsätzlich beschränkt sind, ist daher digitale elektronische Abstimmbarkeit von größter Bedeutung. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei abstimmbare Mehrtorantennensystemen, die MIMO-Übertragungstechniken mit einer größeren Anzahl von Antennentoren, z.B. 4 oder 8 Toren unterstützen. Techniken zur elektronischen Abstimmung von Einzelantennen sind darauf nicht unmittelbar übertragbar, da nicht nur die Anpassung an einzelnen Antennentoren sondern auch die Entkopplung der Antennentore über den gesamten Abstimmbereich zu gewährleisten ist. Theoretisch fundierte systematische Entwurfsverfahren für breitbandig abstimmbare Mehrtorantennensysteme lagen bisher nicht vor. In der vorliegenden Arbeit wird ein Entwurfsverfahren für breitbandig abstimmbare Mehrtorantennensysteme entwickelt das auf einen möglichst großen Abstimmbereich ohne Beeinträchtigung der Isolation zwischen den Antennentoren, auf hohe Momentanbandbreiten über den gesamten Abstimmbereich und auf möglichst geringe Komplexität des erforderlichen Speisenetzwerks abzielt. Das Verfahren baut auf der Theorie Charakteristischen Moden leitender Körper auf und nutzt diese zum gezielten Entwurf der Strahlungsmoden (radiation modes) des Antennensystems. Es wird gezeigt, dass ein Entwurfsansatz, der unter gezielter Nutzung von Symmetrien die Invarianz der Streuparameter des Antennensystems unter Permutationen der Indices der Speisetore sichert, und damit frequenzunabhängige Strahlungsmoden, die Realisierung breitbandig abstimmbarer Mehrtorantennensysteme moderater Komplexität gestattet. Das vorgeschlagene Entwurfsverfahren wird am Beispiel eines 4-Tor Antennensystems für ein Gerät mit dem Formfaktor einer Femto-Cell Basisstation im Frequenzbereich von 470MHz bis 790MHz illustriert. In diesem Zusammenhang werden auch systematische Verfahren zum Entwurf breitbandiger Anpassungs- und Entkoppelnetzwerke entwickelt. Das Entwurfsverfahren wird durch umfangreiche Messungen an Prototypen, die auch im Rahmen Demonstrationsplattform für kognitive Kommunukationssysteme zum Einsatz kamen, validiert.Due to the dramatic increase of mobile data traffic, there is an urgent need to extend the available spectrum for mobile communications (millimeter waves), but in particular also to use the classical mobile spectrum (< 6 GHz) in a more exhaustive and effective way. By employing techniques such as intraand inter-band carrier aggregation (CA), and opportunistic spectrum access (Dynamic Spectrum Access, License Assisted Access), this portion of the spectrum will be almost completely occupied for mobile communications. For mobile antenna systems, whose instantaneous bandwidths are fundamentally limited by available volume, the consequence is that digital tunability becomes a topic of uttermost relevance. Interest focuses on tunable multi-port antenna systems, which support Multiple Input – Multiple Output (MIMO) transmission techniques with a substantial number of antenna ports, e.g. 4 or 8 ports. Approaches for electrical tuning of single antenna elements are not directly applicable in this context, since not only the match of individual ports, but also the de-coupling of antenna ports must be assured over the full tuning range. Theoretically substantiated, systematic design procedures for wideband tunable multi-port antenna systems were hitherto not available. In the present thesis, a design methodology for wideband tunable multi-port antenna systems is derived. It aims at achieving the largest possible tuning range without compromising isolation between antenna ports, at large instantaneous bandwidth for any selected tuning state, and with the lowest possible complexity of the required feed network. The approach builds on the Theory of Characteristic Modes of conducting bodies and makes use of them for a systematic design of the Radiation Modes of the antenna system. It is shown that a design approach which, by purposeful exploitation of symmetries, assures invariance of the antenna system’s scattering parameters under permutations of port indices and thereby frequency independent Radiation Modes. The property of frequency independent Radiation Modes permits the realization of wideband tunable multi-port antenna systems of moderate complexity. The proposed methodology is illustrated by designing a 4-port antenna system on a femto-cell form factor device for the frequency range from 470MHz to 790MHz. In this context, systematic procedures for the design of the required wideband tunable matching networks and decoupling networks are also presented. The complete design approach is validated by extensive measurement results from prototypes which were also successfully used in demonstration platform for cognitive radio systems

    Zur Deliktbelastung im kriminologischem Hellfeld bei Verurteilten mit Strafzurückstellung gemäß § 35 Betäubungsmittelgesetz: Eine Auswertung des Antragsjahrganges 2008 derStaatsanwaltschaft Essen

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    Ziel dieser Untersuchung ist eine qualitative und quantitative Analyse der Deliktbelastung von nach § 35 („Therapie statt Strafe“) Betäubungsmittelgesetz (BtMG) Verurteilten. Hier-für wurde eine Untersuchung vorgenommen für die von der Staatsanwaltschaft Essen betreuten Personen (n=214) des Antragsjahres 2008. Informationen aus den Gerichtsakten zu Demographie, individueller Drogenproblematik, Urteilen und Verfahrensverläufen wurden systematisch erfasst. Zudem wurden aktuelle Auszüge aus dem Bundeszentral-register (BZR; Hellfelddelinquenz) ausgewertet. Die untersuchte Klientel war im Durchschnitt 34,7 Jahre alt und mehrheitlich männlich (86,4%). Es war mit einem Anteil von 86,9% vorwiegend deutsch. Ausländische Staatsbürger waren mit 10,7% (n=23) ähnlich häufig vertreten wie in der Allgemeinbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Der Antrag auf Zurückstellung der Strafe nach § 35 BtMG wurde vorwiegend aus der Haft heraus gestellt (n=170 von 214 Probanden). Die Stichprobenklientel war langjährig kriminell mit durchschnittlich 15,2 Jahren im Hellfeld und war mit durchschnittlich 15,1 BZR-Einträgen hochfrequent delinquent vorbelastet. Verurteilungen nach dem Jugendgerichtsgesetzt (JGG) waren ein Prädiktor für die Hellfelddelinquenz in Jahren, die Anzahl der BZR-Einträge, Deliktbreite im Bezug auf das Strafgesetzbuch (StGB) und Anzahl von Verurteilungen nach dem BtMG und StGB pro Jahr. Qualitativ kriminologisch war die Klientel vorwiegend mit einfachem Diebstahl (2326 Delikte), schwerem Diebstahl (538 Delikte), Rohheitsdelikten (648 Delikte) sowie mit Vermögens- und Fälschungsdelikten (669 Delikte) belastet. Die Anlasstaten zur Anordnung einer Therapie nach § 35 BtMG waren vorwiegend Vergehen nach dem StGB und weniger nach dem BtMG. Die Klientel war nur geringgradig mit Maßregeln nach §§ 63 und 64 StGB vorbelastet. Insgesamt zeigt die Auswertung eine vorrangig männliche Klientel mit langjährigem und hochfrequentem kriminellen Verhalten bei eher niedrigem Schweregrad der jeweiligen Delikte. Die Abhängigkeit von illegalen Drogen bereits bei Beginn des Jugendalters ist demnach oft nur ein Aspekt eines devianten Lebensstils. Eine methodische Einschränkung ist die Beschränkung auf Daten aus dem Hellfeld bei der Annahme weiterer, allerdings nicht erfasster und im Umfang schwer abzuschätzender Straftaten (Dunkelfeld). Die Ziele der Justiz und der (Sucht-)Medizin in Bezug auf den Ertrag einer Behandlung gemäß § 35 BtMG divergieren. Sofern der abhängige Suchtmittelkonsum ein Element eines langjährig devianten Lebensstils ist, bedeutet dies im Grundsatz eine negative Prognose für den Ertrag der Behandlung. In einer weiteren Studie soll der Ertrag des § 35 BtMG und dessen Prädiktoren untersucht werden

    Welche Wege in Richtung Sozialinvestitionen?

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    European welfare states face multiple challenges: global and EU market integration, rapid technological change, the changing nature of (gendered) social risks in ageing post-industrial societies and, last but not least, the Great Recession cast a shadow on the effectiveness and sustainability of the European Social Model (ESM) as we know it. Born from the academic debate over welfare state change, the blueprint of ‘social investment’ has been proposed as a new edifice for the ESM. The social investment approach puts the stress on policies aimed to prepare and mobilize human capital. By doing that, it shifts the logic of the welfare state from protection against the market to social inclusion within today’s labour markets, with a view to reconciling the economic and social objectives of 21st century welfare capitalism. The imperatives of social investment have informed EU growth and cohesion strategies since the launch of the Lisbon Agenda in 2000. More recently, they have been explicitly endorsed by the European Commission with the adoption of a ‘Social Investment Package’ in 2013. In the crisis aftershocks, however, the road towards an EU-wide social investment strategy is steeper than it may seem. Most European countries fall short of the social investment ideal-type, and must strive to adjust welfare provision to the changing context and social risks. On top of that, austerity constraints their room for manoeuvre. Some questions hence come to the fore: in the first place, could social investment weather the crisis? If so, does it effectively deliver the wished-for economic and social outcomes? More specifically: does it foster both the employment and social inclusion of European citizens with different socioeconomic characteristics? And how do the outcomes of social investment vary across European countries which have profoundly diverse welfare legacies and policy mixes? This monograph provides an empirical assessment of the road(s) that EU welfare states are taking in the time of the economic crisis, whereby that of an inclusive social investment strategy is just the best of many possible trajectories of recalibration. It does so in a truly comparative fashion, not limited to few case studies and country-comparisons, but which, by contrast, seeks to explain the dynamics of social investment reform and outcomes through variables, in the context of a large-N empirical study. This work makes a three-fold contribution. First, it relies on a novel policy data—the Social Investment Welfare Expenditure dataset—to track the trajectory followed by social investment in welfare reform across all EU member states from 2000 to 2014, through the crisis years. Second, it is a first attempt to link macro-level welfare state change with its outcomes at the micro level. More specifically, through multilevel analysis based on EU-SILC microdata (EU Statistics on Income and Living Conditions), it shows how different policy mixes influence the employment prospects and income security of individuals and households across European countries. Third, by putting to the empirical test some of the most crucial and normatively contentious issues related to social investment—which is often criticized for bringing about ‘workfare’ and inequality through ‘Matthew effects’—this monograph seeks to add substance to both academic and policy debates.Die europäischen Wohlfahrtsstaaten stehen vor vielfältigen Herausforderungen: die globale und EU Marktintegration, der beschleunigte technologische Wandel, sich wandelnde (geschlechterspezifische) Risiken alternder post-industrieller Gesellschaften und, schlussendlich, die immer noch nicht vollständig überwundene Weltwirtschaftskrise der letzten Jahre, werfen ihre Schatten auf die Effektivität und Nachhaltigkeit des uns bekannten Europäischen Sozialmodells (ESM). Ausgehend von wissenschaftlichen Debatten über wohlfahrtsstaatlichen Wandel, wird der Ansatz des „social investment“ als Blaupause für eine neues, tragfähiges ESM betrachtet. Hierbei werden solche Politikinstrumente besonders betont, die das Ziel der Vorbereitung und Mobilisierung von Humankapital verfolgen. Dadurch verschiebt sich die wohlfahrtsstaatliche Logik weg von einem Schutz gegenüber dem Markt hin zu einer Einbindung in den Arbeitsmarkt, um so wirtschaftliche und soziale Ziele im Wohlfahrtskapitalismus des 21. Jahrhunderts miteinander in Einklang zu bringen. Im Bereich der EU, sind solche Leitbilder des „social investment“ seit dem Start der Lissabon-Strategie im Jahr 2000 fester Bestandteil unterschiedlicher Wachstums- und Kohäsionsinitativen, und wurden zuletzt durch die Europäische Kommission bei der Annahme „Sozialinvestitionspaketes“ im Jahr 2013 explizit befürwortet. In der Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise ist der Weg zu einer EU-weiten Sozialinvestitionsstrategie jedoch steiler als es den Anschein hat. Die meisten europäischen Länder bleiben hinter dem Idealtyp des „social investment“ zurück und müssen ihre Wohlfahrtsangebote an den sich wandelnden Kontext und gesellschaftliche Risiken anpassen, wobei ihr Handlungsspielraum durch verbreitete Sparzwänge im Sinne der Austeritätspolitik weiter eingeschränkt wird. Entsprechend wirft dies einige Fragen auf: Können Sozialinvestitionen die Krise überstehen? Falls ja, können sie die gewünschten wirtschaftlichen und sozialen Ergebnisse liefern? Genauer gesagt: fördern solche Instrumente sowohl die Beschäftigung als auch die gesellschaftliche Integration europäischer Bürger mit unterschiedliche sozioökonomischen Merkmalen? Wie unterscheiden sich die Ergebnisse der Sozialinvestitionen zwischen europäischen Ländern mit grundlegend verschiedenen Wohlfahrtsstrukturen und Politikkonzepten? Die vorliegende Monographie liefert eine empirische Untersuchung der Richtung(en), welche die EU-Wohlfahrtsstaaten in Zeiten der Wirtschaftskrise eingeschlagen haben, wobei jene einer inklusiven Sozialinvestitionsstrategie nur den Besten vieler möglichen Anpassungspfade darstellt. Im Sinne einer vergleichenden Studie, die über einzelne Fälle hinausgeht, unternimmt die Arbeit einen Versuch, die Reformdynamiken von Sozialinvestitionen und deren Ergebnisse im Rahmen einer variablenbasierten statistischen Analyse mit hoher Fallzahl (large-N) zu erklären, und leistet auf diese Weise drei Beiträge: Erstens basiert sie auf neuen Daten zur Sozialpolitik – dem „Social Investment Welfare Expenditure“ Datensatz –und zeichnet so die Pfade verschiedener Sozialinvestitions- und Wohlfahrtsreformen in allen EU-Mitgliedsländern in den Jahren 2000-2014 nach. Zweitens, stellt die Studie einen ersten Versuch dar, Makroveränderungen auf der Ebene des Wohlfahrtsstaates mit Ergebnissen auf der Mikroebene zu verbinden. Mithilfe einer Mehrebenenanalyse auf Basis von EU-SILC Mikrodaten (EU Statistics on Income and Living Standards) zeigt sie inwiefern verschiedene Maßnahmenpakete (policy mixes) Beschäftigungsaussichten und Einkommenssicherheit von Individuen und Haushalten in europäischen Ländern beeinflussen. Schließlich unterfüttert die Monographie drittens sowohl akademische als auch politische Debatten über das Konzept der Sozialinvestitionen, da sie diesen zentralen und normativ umstrittenen Sachverhalt, welcher oftmals als „Workfare“-basiert und ungerechte „Matthäus-Effekte“ erzeugend kritisiert wird, einem empirischen Test unterzieht

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