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Zusammenhänge und Unterschiede zwischen drei verschiedenen Verlaufswegen nach psychischer Traumatisierung (INTRUSION, DISSOZIATION und KONVERSION)
Intrusion, Dissoziation und Konversion sind zentrale klinische Folgen nach Psychotraumatisierung. Dargestellt werden die jeweilige Ideengeschichte, die Synthese der drei Konzepte und die Implikationen.
Literaturrecherche.
Erst mit der wissenschaftlichen Erforschung posttraumatischer Symptome Ende des 19. Jahrhunderts gelangte man weg von somatogenetischen Krankheitskonzepten in Richtung psychischer Perspektive. Die Erforschung wurde maßgeblich durch die Weltkriege geprägt.
Es lassen sich horizontale und vertikale synthetische Bewusstseinsmodelle der Intrusion, Dissoziation und Konversion für die klinische Arbeit ableiten. Re-Integration alten Wissens sowie hybride Modelle fördern konzeptionelle Vollständigkeit respektive den explanativen Wert. Traumaforschung verläuft oszillierend zwischen Ablehnung und Neubelebung. Eine Polyphonie der wissenschaftlichen Ansätze maximiert den Erkenntnisgewinn
Understanding processes of youth anxiety disorders
Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Sie verursachen erhebliche Beeinträchtigungen im Leben der betroffenen Kinder und stellen einen Risikofaktor für eine nicht-altersgerechte Entwicklung dar. Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) gilt als besonders effektive Behandlungsmethode. Dennoch profitieren nicht alle Kinder gleichermaßen von der KVT. Ziel dieser Dissertation ist es, ein vertieftes Verständnis der Prozesse zu gewinnen, die der Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung von Angststörungen zugrunde liegen, um daraus Ansatzpunkte zur Optimierung der KVT abzuleiten. Dabei werden neue Perspektiven auf Ätiologie, Diagnostik, experimentelle Studien sowie Moderatoren des Behandlungserfolges eingenommen. Durch die Verbindung von Forschung und Praxis liefert die Dissertation Erkenntnisse von theoretischer Modellbildung und empirischer Überprüfung über Laborforschung bis hin zu praktischen Anwendungen
Abnehmpillen und Depressionstests für die
Kinder bewegen sich oft wie selbstverständlich im Internet. Gerade E-Learning-Plattformen sind nicht mehr wegzudenken. Was die Kinder dort jedoch an Werbeinhalten sehen, ist alles andere als geeignet für ihr Alter
Hardware reverse engineering and its implications for hardware protections and hardware trojans
Mikrochips bilden das Rückgrat der digitalen Gesellschaft, doch globale, komplexe Lieferketten erhöhen das Risiko böswilliger Hardware-Manipulationen. Hardware-Reverse-Engineering (HRE) kann Angriffe wie Hardware-Trojaner aufdecken, ermöglicht jedoch zugleich IP-Diebstahl und Angriffsvorbereitungen. Da HRE zumeist im Verborgenen erfolgt, sind die tatsächlichen Fähigkeiten und Grenzen dieser Vorgehensweise weitgehend unbekannt. Diese Dissertation untersucht HRE aus offensiver sowie defensiver Perspektive. Die Ergebnisse zeigen, dass HRE bereits mit geringen Ressourcen bei FPGAs durchführbar ist, was den Diebstahl geistigen Eigentums und die Manipulation von Hardware erleichtert. Darüber hinaus werden Methoden untersucht, mit denen Angreifer Hardware-Update-Mechanismen ausnutzen können, um die Entdeckung ihrer Manipulationen zu erschweren, sowie Strategien aufgezeigt, mit denen Verteidiger ihre Hardware mittels Obfuskation wirksam schützen können
Prognostische Wertigkeit von immuninflammatorischen Biomarkern basierend auf dem großen Blutbild von COVID-19-Patienten
In dieser monozentrischen, retrospektiven/prospektiven Studie wurde im Zeitraum von Anfang 2020 bis Ende 2021 anhand von 412 COVID-19 Patienten die prognostische Wertigkeit von verschiedenen Blutbild-basierten Biomarkern untersucht. Bei den Biomarkern handelte es sich um die Neutrophilen-Lymphozyten-Ratio (NLR), den systemischen Immun-Inflammationsindex (SII) u. den Pan-Immun-Inflammationswert (PIV). Zudem wurde auch die Absolute Eosinopenie (AEP) betrachtet, welche in Studien Potential als prognostischer Marker bei der frühen Diagnosestellung gezeigt hatte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die NLR die besseren Fähigkeiten als prognostischer Indikator besitzt im Vergleich zu den komplexeren Biomarkern wie SII u. PIV. Der SII zeigte jedoch bei Werten über 1196 ein prognostisches Potential in Zusammenhang mit dem COVID-19-assoziierten Tod. Die AEP wiederum hat sich in der Studie als guter unabhängiger Biomarker für COVID-19-assoziierten Tod u. Schwere der Erkrankung herausgestellt
IT-Sicherheit im arbeits- und organisationspsychologischen Spannungsfeld
Organisationen stehen vor der Herausforderung IT-Sicherheitsmaßnahmen so zu gestalten, dass sie den Anforderungen an Mitarbeitende entsprechen, ohne deren Produktivität zu beeinträchtigen. Interdisziplinäre Forschung, hier eine Kombination aus Informatik und Arbeits- und Organisationspsychologie, bietet Ansatzpunkte zur Reduzierung dieses Spannungszustandes. Ziel der Forschung war es, IT-Sicherheit besser an die Bedürfnisse von Mitarbeitenden anzupassen und Stakeholder zu vernetzen. Drei Studien untersuchten zentrale Aspekte: Studie 1 analysierte die oft dysfunktionalen Beziehungen zwischen Mitarbeitenden und IT-Expert*innen. Studie 2 zeigte Vertrauensbildungsmaßnahmen am Beispiel von Security Champions. Studie 3 nutzte Personas, um Synergien zwischen Auszubildenden und Chief Information Security Officers zu fördern. Drei weitere Fachartikel stellten ergänzende Aspekte vor. Abschließend erfolgten die Vorstellung eines Prozessmodells sowie der Ausblick auf ableitbare Verbesserungen.Organizations face the challenge of designing IT security measures in such a way that they meet the requirements of employees without impairing their productivity. Interdisciplinary research, here a combination of computer science and work and organizational psychology, offers starting points for reducing this tension. The aim of the research was to better align IT security with the needs of employees and to network stakeholders. Three studies examined central aspects: Study 1 analyzed the often dysfunctional relationships between employees and IT experts. Study 2 showed trust-building measures using the example of security champions. Study 3 used personas to promote synergies between apprentices and chief information security officers. Three further scientific articles presented additional aspects. Finally, a process model was presented and an outlook was given on the improvements that can be derived
Conversion of commercial kraft lignin to phenolic base chemicals
Auf der Suche nach nachhaltigen Rohstoffen bietet Lignin, ein aromatisches Biopolymer und Nebenprodukt der Papierindustrie, ein erhebliches Potenzial. In dieser Studie werden Methoden zur Herstellung phenolischer Produkte aus Kraftlignin untersucht. Mittels Hochdruck-Hydrogenolyse bei hoher Temperatur wurde Reaktionssystem optimiert. Methanol erwies sich als besonders effektiv, wobei Temperaturen von 200-220 °C eine optimale Depolymerisation ermöglichten. Kurze Reaktionszeiten führten zu einer hohen Löslichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit, während längere Zeiten zu einer stärkere Depolymerisation und geringeren Molekulargewichten führten. Auch die mechanochemische Depolymerisation wurde untersucht: Chemische Bindungen in Lignin wurden in Kugelmühlen mit mechanischer Kraft aufgebrochen. Vanillin und Apocynin wurden mit hoher Selektivität gewonnen. Die Reaktionskinetik lieferte tiefe Einblicke in die Spaltung von Arylalkylethern, die für eine effiziente Produktbildung entscheidend ist.In the pursuit of sustainable raw materials, lignin, an aromatic biopolymer and by-product of the paper industry, offers significant potential. This study explores methods for producing phenolic products from kraft lignin. Using high-pressure, high-temperature hydrogenolysis, catalyst and solvent systems were optimized. Methanol proved particularly effective, with temperatures of 200–220 °C enabling optimal depolymerization. Short reaction times resulted in high solubility and reaction rates, while extended times facilitated further depolymerization and reduced molecular weight. Mechanochemical depolymerization was also investigated: chemical bonds were broken in ball mills using mechanical force and in-situ hydrogen generation. Vanillin and apocynin were obtained with high selectivity, showcasing the potential for renewable chemical production. Reaction kinetics provided detailed insights into the cleavage of aryl-alkyl ethers, crucial for efficient product generation
Analysis and design of sheet metal structures under the influence of polymorphic uncertainties
Das Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Anwendung eines Frameworks zur Analyse und zum Entwurf eines PKW-Frontstoßfängers unter Berücksichtigung polymorpher Unschärfen, welche u.a. durch natürliche Schwankungen, ungenaue Daten und Messungen verursacht werden können. Zunächst wird eine Methode entwickelt, um die unscharfen makroskopischen Materialeigenschaften des verwendeten hochfesten Dualphasenstahls zu quantifizieren. Um die gewonnenen Informationen in einer Unschärfeanalyse verwenden zu können, wird das Optimal Uncertainty Quantification Framework methodisch erweitert. Neben einer Kombination mit Fuzzy-Zahlen erlaubt eine geschachtelte Anwendung dieses Frameworks die Berücksichtigung unvollständiger Daten aus Zufallsfeldern. Abschließend wird das Framework mit der zuverlässigkeitsorientierten Designoptimierung kombiniert, um den Stoßfänger für ein Crashszenario zu optimieren während eine Obergrenze für die Versagenswahrscheinlichkeit eingehalten wird
Equivalence testing in parametric models
Die vorliegende Dissertation entwickelt asymptotisch valide Tests für Äquivalenzhypothesen in parametrischen Modellen mit Fokus auf medizinische Anwendungen. Nach der Vorstellung von grundlegenden Definitionen und einiger Hilfssätze in Kapitel 2 werden drei Spezialfälle des Äquivalenztestproblems in den darauffolgenden Kapiteln 3-5 studiert. In Kapitel 3 werden fünf verschiedene Äquivalenztests für den Vergleich von zwei parametrischen Dosis-Wirkungs-Kurven untersucht wobei die Ähnlichkeit zwischen den Kurven mit der L1-Norm gemessen wird. Kapitel 4 entwickelt parametrische Bootstrap-Tests für den Vergleich von Dosis-Wirkungs-Kurven von Subgruppen und einer Population von Patienten im Kontext von multiregionalen klinischen Studien. Kapitel 5 beschäftigt sich schließlich mit dem Problem zwei Multinomialverteilungen auf Äquivalenz zu testen. Es wird dafür ein asymptotisch valides parametrisches Bootstrapverfahren für eine Klasse von nicht-differenzierbaren Distanzen entwickelt.This dissertation develops asymptotically valid tests for equivalence hypotheses in parametric models with a focus on medical applications. After presenting basic definitions and some auxiliary theorems in Chapter 2, three special cases of the equivalence testing problem are studied in the following Chapters 3-5. Chapter 3 examines five different equivalence tests for the comparison of two parametric dose-response curves, where the similarity between the curves is measured using the L1-norm. Chapter 4 develops parametric bootstrap tests for the comparison of dose-response curves of subgroups and a population of patients in the context of multiregional clinical trials. Finally, Chapter 5 deals with the problem of testing two multinomial distributions for equivalence. For this purpose an asymptotically valid parametric bootstrap procedure is developed for a class of non-differentiable distances