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Strukturelle Charakterisierung des Gaskanalnetzwerkes der [FeFe]-Hydrogenase Cp1 aus zur Herstellung von O-stabilen Enzymvarianten
[FeFe]-Hydrogenasen zeigen besonders hohe H-Umsatzraten in Abwesenheit von O. Zur Senkung der hohen O-Sensitivität des katalytischen Zentrums (H-Cluster) wurde die Strategie der Generierung eines Molekularsiebeffekts in der Proteinmatrix angewandt. Diese Strategie sollte den H-Austausch gewähren, jedoch die größeren O-Moleküle ausschließen und wurde bereits vielfältig diskutiert. O-stabilere Enzymvarianten wurden durch ortsspezifische Mutagenese an 27 Positionen des Gaskanalnetzwerkes der [FeFe]-Hydrogenase Cp1 aus erstellt. Die O-Stabilität wurde chronoamperometrisch, welches eine Methode der Proteinfilmelektrochemie ist, überprüft. Für vier Varianten konnte eine höhere O-Stabilität zwischen dem 2FeH und dem 4FeH Cluster gezeigt werden. Bei den stabileren Varianten wird von einer verringerten O- bzw. ROS-Zugänglichkeit des, durch MD-Simulationen identifizierten, Wasserkanals zwischen den genannten FeS-Clustern ausgegangen
Brustrekonstruktion durch freien autologen Gewebetransfer vs. Silikonimplantat
Ziel dieser retrospektiven Querschnittsstudie war der Vergleich von Lebensqualität, ästhetischem und chirurgischem Outcome sowie Partnerzufriedenheit nach autologer (Prim/Sek-ABR), implantatbasierter (IBR) und tertiärer Brustrekonstruktion (Tert-ABR). 144 Patientinnen (Ø 51 Jahre) und 62 Partner wurden zwischen 2014–2020 befragt. ABR zeigte trotz häufiger Folgeeingriffe höhere Zufriedenheit (p=.033), bessere Ästhetik (p=.004) und weniger schwere Komplikationen (p=.01) als IBR. Tert-ABR war mit schlechterem Outcome und geringerer Lebensqualität assoziiert (p<.05). Partnerbewertungen korrelierten signifikant mit den Angaben der Patientinnen (z. B. r=.552), fielen jedoch meist positiver aus. Die Ergebnisse betonen die Relevanz individueller Beratung, Partnerintegration und realistischer Aufklärung vor Brustrekonstruktionen
Die Rolle von Eomesodermin T-Helferzellen für die Krankheitsprogression bei Multipler Sklerose
Bei der Multiplen Sklerose (MS) sind eine frühe Detektion der Neurodegeneration und der Krankheitsprogression anhand von Biomarkern bisher unzureichend. In dieser Arbeit wurde daher die immunologische und klinische Rolle von Eomesodermin T-Helferzellen (Eomes Th-Zellen) bei progredienter MS evaluiert. Dazu erfolgten Untersuchungen von Immunzellpopulationen, klinischem Verlauf, Hirnatrophie sowie von Neurofilament-Leichtketten. Eomes Th-Zellen waren bei sekundär-progredienter MS (SPMS) gegenüber primär-progredienter MS (PPMS) erhöht und dabei ausschließlich bei SPMS mit verminderten regulatorischen T-Zellen, erhöhten B-Zellen, einer höheren Liquorzellzahl sowie mit einer subjektiven Krankheitsprogression assoziiert. Zudem zeigten Patienten mit höheren Eomes Th-Zellen eine stärkere infratentorielle Hirnatrophie. Eomes Th-Zellen könnten somit ein dysreguliertes und proinflammatorisches Immunmilieu vermitteln und dadurch Krankheitsprogression und Neurodegeneration bei SPMS fördern
Atomistic simulation of iron-cobalt and niobium
Diese Dissertation untersucht zwei kubisch-raumzentrierte Materialien: geordnetes magnetisches FeCo und unäres Nb. FeCo besitzt die höchste Magnetisierung, ist aber spröde. Zur Modellierung von FeCo wurde ein magnetisches Bindungsordnungspotential (BOP) entwickelt, das DFT-Daten reproduziert und groß angelegte Simulationen ermöglicht. Die -Oberfläche wurde mit BOP analysiert. Untersuchungen der Versetzungskerne zeigten, dass Versetzungen in B2 FeCo paarweise auftreten, mit asymmetrisch entarteten Kernen und reduzierten magnetischen Momenten. Für Nb wurde ein ACEPotenzial konstruiert, das DFT-Eigenschaften zuverlässig reproduziert und eine symmetrische Kernstruktur der 1/2[111]-Schraubenversetzung bestätigt. Insgesamt zeigen physikalische und maschinelle Lernmodelle, dass sie Materialeigenschaften realistisch beschreiben und für groß angelegte Simulationen geeignet sind.This dissertation focused on developing and applying advanced interatomic potentials for large-scale atomistic simulations of bcc-based metallic materials-iron-cobalt alloys and pure niobium. First, I constructed an analytic bond-order potential (BOP) for iron-cobalt, which effectively captures the complex interplay of electronic structure and magnetism, enabling efficient simulations of structural stability, elastic properties, phase transformations, and other key material properties. Then, I utilized this BOP to investigate the core structure of screw dislocations in ordered B2 FeCo, revealing critical insights into their structure, including symmetry, local electronic structure, and magnetic moments. Finally, I addressed the challenges of accurately describing atomic interactions in niobium by constructing a novel atomic cluster expansion (ACE) interatomic potential designed to achieve near-quantum precision while facilitating efficient large-scale simulations
Beyond surface forms
Unter dem Begriff "Shell Nouns" werden nach Schmid (2000) englische abstrakte Nomen wie "fact", "decision", "issue" usw. beschrieben, die auf nicht-nominale Passagen in ihrem Kontext verweisen können (vgl. "this plan" in "Peter wanted to visit Paris, but this plan did not work out"). "Shell Noun Resolution" bezeichnet die automatische Interpretation solcher Ausdrücke mithilfe computerlinguistischer Methoden. Bisherige Ansätze basieren auf der Extraktion diverser Textpassagen aus dem Kontext eines Zielnomens und anschließender Filterung anhand manuell optimierter syntaktischer und semantischer Features. Diese Arbeit stellt einen alternativen Ansatz vor. Shell Noun Resolution wird als ein allgemeines Textverständnisproblem umformuliert, das durch eine formal-semantische Analyse linguistisch motiviert und anschließend in einer Reihe von Crowdsourcing-Experimenten praktisch umgesetzt wird. Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich und bieten ein großes Potenzial für die weitere Forschung
Biotremology of honey bees ()
Die Biotremologie ist eine neue Disziplin, die sich mit der Kommunikation mithilfe von Substratvibrationen beschäftigt. Honigbienen () sind eusoziale Insekten, deren Kommunikation zum Teil auf Substratvibrationen basiert. Bei Arbeiterinnen und Königinnen sind verschiedene Vibrationssignale im Zusammenhang mit Nahrungssuche und Fortpflanzung bekannt. Das Ziel des Projekts war, verschiedene Aspekte der Vibrationskommunikation zu untersuchen, mit besonderem Augenmerk auf Königinnen: ob die Vibrationsempfindlichkeit zwischen jungfräulichen und legenden Königinnen unterscheidet, aber auch zwischen Kasten und in Bezug auf das Geschlecht; welche Merkmale der Signale (Tüten) geschlüpfter Königinnen entscheidend sind, um von anderen Königinnen erkannt zu werden und bei ihnen eine Reaktion auszulösen; und welchen Effekt vibratorische Lärmbelästigung, eine weltweit zunehmende Bedrohung, bei Honigbienen hat
Isolation of a Lewis acid-base stabilized stannanone
A diylide-substituted stannanone, stabilized by the Lewis acid SnCl2 (formally written as Y2Sn=OSnCl2) has been successfully isolated and characterized by spectroscopic, crystallographic and computational methods. The nature of the ylide substituent proved critical for its successful isolation. While oxidation of a stannylene with a cyano-substituted ylide yielded only a dimeric stannoxane, incorporation of a thiophosphinoyl moiety provided sufficient steric bulk and additional stabilization through P=S coordination, enabling the isolation of the monomeric stannanone. Computational studies revealed a strongly polarized Sn-O bond with negligible -contribution to the bonding interaction and high opposing charges, resulting in a short Sn-O linkage but a high reactivity toward bond cleavage. This study highlights the challenge associated with stabilizing formal multiple bonds with the heavier atoms and underscores the importance of substituent design in achieving such stabilization