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Zellveränderungen in zwei verschiedenen Glaukom-Modellen
Das Glaukom verursacht einen Zelluntergang in der Netzhaut und eine Schädigung des Sehnervs. Im ersten Projekt wurde in einem experimentellen Autoimmun-Glaukom-Modell (EAG) untersucht, ob ein monoklonaler Antikörper gegen den Komplementfaktor C5 den Zellverlust reduziert. Die Therapie zeigte keinen signifikanten Schutz der Stäbchen und Stäbchen-Bipolarzellen, jedoch einen Erhalt der Zapfen und Zapfen-Bipolarzellen. Im zweiten Projekt wurde das EAG-Modell mit einem Hochdruckglaukom-Modell (CTGF) kombiniert. Hier führte der Druckanstieg zu einem Verlust der Stäbchen und zu einer reaktiven Astrogliose, während die zusätzliche Immunisierung keinen zusätzlichen Schaden verursachte. Die Ergebnisse deuten auf einen möglichen therapeutischen Nutzen der Komplementinhibition beim Normaldruckglaukom hin, während die Kombination beider Modelle keinen additiven Zellschaden verursachte. Weitere Studien sind notwendig, um Langzeiteffekte und neue Therapieansätze zu untersuchen
Widening the potentials of laser powder bed fusion of nitrogen-alloyed stainless steels
Die additive Fertigung bietet großes Potenzial für die nachhaltige Produktion komplexer Bauteile, ist jedoch im Bereich der Stähle noch wenig etabliert. Insbesondere für medizinische und luftfahrttechnische Anwendungen fehlen geeignete Stahllegierungen mit den erforderlichen mechanischen und chemischen Eigenschaften. Diese Arbeit erweitert das Einsatzspektrum von Stählen für das pulverbettbasierte Laserstrahlschmelzen durch die gezielte Optimierung von Duplexstählen. Mittels Legierungsmodifikationen, thermischer Nachbehandlungen und in-situ Legierungen wird eine ferritisch-austenitische Mikrostruktur erzeugt, die höhere Festigkeiten als herkömmliche austenitische Stähle aufweist. Zudem wird ein neuer Ansatz zur Herstellung von hochstickstoffhaltigen Stählen entwickelt, bei dem SiN als Stickstoffquelle dient. Durch heißisostatisches Pressen wird der Stickstoff gezielt eingebracht, wodurch die vorteilhaften Eigenschaften von Stickstoff nutzbar gemacht werden
Untersuchung von Veränderungen des Nervus vagus bei der Parkinson-Erkrankung mithilfe der Nervensonografie
Die Rolle des Nervus vagus in der Pathogenese der Parkinson-Krankheit ist laut aktueller Forschungslage unklar. Um Klarheit zu erlangen, haben wir eine prospektive Querschnittsstudie gemacht. Es wurden die Nervenquerschnittsflächen (CSA) des N. vagus bilateral und des rechten N. ulnaris, klinische PK-Skalen, nicht-motorische Symptome und autonome Tests zwischen 49 PK-Patienten und 24 gesunden K-Probanden verglichen. Der N. vagus war auf beiden Seiten signifikant kleiner bei den Parkinson-Patienten im Vergleich zu den Kontrollen. Für den N. ulnaris wurde kein Unterschied festgestellt. Es gab signifikante Korrelationen zwischen dem CSA der Nn.vagi und der Unified Parkinson’s Disease Rating Scale (UPDRS), der Non-Motor Syndroms Scale (NMS- Skala) und dem Montreal Cognitive Assessment (MoCA-Test). Die Ergebnisse zeigen, dass der N. vagus in die Krankheitsentstehung/-progression bei der PK involviert ist und dass dies mittels Nervensonografie nachgewiesen werden kann
Erstbeschreibung der Endoprothesen-assoziierten Arthrofibrose des Hüftgelenkes
Arthrofibrose (AF) ist eine bekannte Komplikation nach verschiedenen offenen Eingriffen an Gelenken. Die Zielsetzung dieser Arbeit ist, AF-Fälle nach primärer HTEP mittels etablierter histologischer und klinischer Klassifikation erstzubeschreiben. Bei den Patienten des Studienkollektivs wurde aufgrund der klinischen Komplikationen der Verdacht auf eine AF gestellt. Bei 66 von 7983 Patienten welche von 2011-2020 am Endo-Klinikum eine Revisionsoperation erhielten, konnte an der periprothetischen Membran arthrofibrotisches Gewebe gemäß der Synovial-Like Interface Membrane Klassifikation histologisch nachgewiesen werden. Im Rahmen dieser Arbeit konnte das potenzielle Auftreten einer AF nach primärer HTEP durch die Korrelation zwischen klinischen Symptomen und histopathologischen Befunden bestätigt und somit erstbeschrieben werden
Experimental and numerical investigations on the behaviour of tailings storage facilities under seismic loading
In dieser Arbeit wird ein methodischer Ansatz vorgeschlagen, um das seismische Verhalten eines Absetzbeckens in der südlichen Toskana (Italien) zu bewerten. Der Ansatz basiert auf Feld- und Laboruntersuchungen und dynamischen Finite-Element Simulationen. Relevante Materialien, welche mit einer Gefriertechnik aus dem Becken und der Stützkonstruktion gewonnen wurden, wurden durch Klassifizierungstests und mittels monotoner und zyklischer Triaxialversuche charakterisiert. Das Verhalten des Absetzbeckens unter seismischen Bedingungen wurde durch numerische Analysen mit verschiedenen komplexen Stoffmodellen erfasst, die mit der Software OpenSees durchgeführt wurden. Der Spannungszustand des Systems vor der seismischen Belastung wurde durch Simulation des Aufbaus der Struktur in drei aufeinanderfolgenden Phasen bestimmt. Das Verhalten wurde mit sieben seismischen Signalen bewertet. Die Ergebnisse in Bezug auf effektiven Spannungsabfall, Scherdehnungen und Verschiebungen werden diskutiert
Umgang mit Belastungen im Sportunterricht
In der Arbeit werden Coping-Strategien von Sportlehrkräften im Umgang mit Belastungen im Sportunterricht untersucht.
Die qualitative Studie beleuchtet die spezifischen Herausforderungen, denen Sportlehrkräfte gegenüberstehen, und analysiert deren Bewältigungsstrategien. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Sportlehrkräften und verwendet die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der Daten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Hauptbelastungen im Sportunterricht durch hohe Lautstärke, Konflikte mit Schülern, mangelnde Disziplin und unzureichende räumlich-materielle Bedingungen entstehen.
Sportlehrkräfte setzen verschiedene Coping-Strategien ein, darunter Deeskalation bei Konflikten, soziale Unterstützung durch Kollegen und Schulleitung, sowie sportliche Aktivitäten und Ruhephasen. Die Wirksamkeit dieser Strategien wird als überwiegend positiv bewertet, wobei insbesondere der Austausch mit Kollegen und die eigene sportliche Betätigung als effektiv wahrgenommen werden.
Die Arbeit trägt zur Erkenntnis über die spezifischen Belastungen und Bewältigungsstrategien von Sportlehrkräften bei und bietet Ansatzpunkte für Forschung und praxisorientierte Maßnahmen zur Unterstützung von Lehrkräften im Sportunterricht