Digitales Repositorium der BTU Cottbus – Senftenberg
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Amtliches Mitteilungsblatt der BTU Cottbus–Senftenberg, 2024,39 (20.12.2024)
Dritte Änderungssatzung der Grundordnung für die Brandenburgische Technische Universität Cottbus–Senftenberg (GO BTU) vom 26. September 202
Amtliches Mitteilungsblatt der BTU Cottbus–Senftenberg, 2024,03 (22.03.2024)
Fachspezifische Prüfungs- und Studienordnung für den Master-Studiengang Micro- and Nanoelectronics vom 15. März 202
Vom Linsenepithel abgeleiteter Wachstumsfaktor (LEDGF) als Hilfsmittel für die Diagnose der gutartigen Prostatahyperplasie (BPH) und die molekularen Grundlagen von LEDGF in menschlichen Krebszellen
Benign prostatic hyperplasia (BPH) is considered an age-related disease of men with unknown etiopathophysiology. Chronic inflammation represents one of the most important pathophysiological mechanisms in this context, and there is also evidence for the involvement of autoimmune responses in an inflammatory environment in the prostate. Conventional therapeutic approaches for BPH are limited; however, immunosuppression by TNF (tumor necrosis factor)- blockers seems to reduce symptoms in BPH patients due to the reduction of epithelial hyperplasia and macrophage-triggered inflammation. Therefore, this cumulative dissertation addresses biomarker-based BPH diagnosis by lens epithelium-derived growth factor splice variant 75 kDa (LEDGF/p75). LEDGF/p75 is an autoantigen that is overexpressed in solid tumors and functions as a stress-related transcriptional co-activator. It also plays an important role in cancer and DNA damage repair (DDR). The generation of CRISPR/Cas9-modified HEp-2 LEDGF deficient (KO) and HEp-2 LEDGF/p75 overexpressing (OE) cell lines provided new insights for the diagnosis and therapy of cancer and genetic disorders. Herein, IgG autoantibody reactivity to LEDGF/p75 was detected in patients with prostate cancer (PCa, n=89), bladder cancer (BCa, n=116), benign prostatic hyperplasia (BPH, n=103) and blood donors (BD, n=60) by indirect immunofluorescence assay (IFA) linear immunoassay (LIA) and Chritidia luciliae immunofluorescence test (CLIFT). In addition, proliferation and migration capacity as well as chemosensitivity of genome-edited cells were determined by optimized all-in-one approach, followed by investigation of DDR signaling pathways by Western blot and immunofluorescence. Surprisingly, no increased binding of autoantibodies (autoAbs) to LEDGF/p75 was detected in cancer patients, but autoAb reactivity to LEDGF/p75 O/E cells was unexpectedly increased in approximately 50% of patients with BPH. At the molecular level, LEDGF-deficient cells exhibit decreased proliferation and migration and increased sensitivity to the chemotherapeutic agent etoposide. A significantly Decreased DNA damage response could also be visualized. New diagnostic capabilities using HEp-2 cells overexpressing LEDGF/p75 or mitochondrial DNA as autoimmune targets could be used to identify BPH patients with autoimmune responses. Furthermore, this Thesis shows that LEDGF is not only involved in the recruitment of DNA damage response proteins, but also affects the proteosomal regulation of DDR signaling molecules.Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) gilt als altersbedingte Erkrankung des Mannes mit unbekannter Etiopathophysiology. Chronische Entzündungen stellen in diesem Zusammenhang eine der wichtigsten pathophysiologischen Mechanismen dar, zudem gibt es Beweise für die Beteiligung von Autoimmunreaktionen in einem entzündlichen Umfeld in der Prostata. Konventionelle Therapiekonzepte für BPH sind begrenzt, eine Immunsuppression durch TNF--Blocker scheint jedoch die Symptome bei BPH-Patienten aufgrund der Verringerung der Epithelhyperplasie und der durch Makrophagen ausgelösten Entzündung zu verringern.
Die vorliegende kumulative Dissertation befasst sich daher mit der Biomarker-basierten BPH-Diagnostik durch die vom Linsenepithel-abgeleitete Wachstumsfaktor Splicevariante mit 75 kDa (LEDGF/p75).
LEDGF/p75 ist ein Autoantigen, das in soliden Tumoren überexprimiert wird und als stressbedingter transkriptioneller Co-Aktivator fungiert. Darüber hinaus spielt es eine wichtige Rolle bei Krebs und der DNA-Schadensreparatur. Durch die Erzeugung von CRISPR/Cas9-modifizierten HEp-2 LEDGF defizienten und HEp-2 LEDGF/p75 überexprimierenden Zelllinien konnten neue Erkenntnisse für die Diagnostik und Therapie von Krebs und genetischen Störungen gewonnen werden. Hierfür wurde die IgG-Autoantikörperreaktivität auf LEDGF/p75 bei Patienten mit Prostatakrebs (PCa, n=89), Blasenkrebs (BCa, n=116), benigner Prostatahyperplasie (BPH, n=103) und Blutspendern (BD, n=60) mittels indirektem Immunfluoreszenztest (IFA) linearem Immunoassay (LIA) und Chritidia luciliae Immunfluoreszenztest (CLIFT) nachgewiesen. Zudem wurde die Proliferations- und Migrationskapazität sowie die Chemosensitivität der genom-editierten Zellen mittels optimiertem All-in-One Ansatz bestimmt, gefolgt von der Untersuchung der DDR-Signalwege durch Western Blot und Immunfluoreszenz.
Überraschenderweise konnte bei Krebspatienten keine erhöhte Bindung von Autoantikörpern gegen LEDGF/p75 festgestellt werden, aber die Autoantikörperreaktivität auf LEDGF/p75 O/E-Zellen war bei etwa 50 % der Patienten mit BPH unerwartet erhöht. Auf molekularer Ebene zeigen LEDGF-defiziente Zellen eine verringerte Proliferation und Migration sowie eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber dem Chemotherapeutikum Etoposide auf. Auch eine signifikant verringerte DNA-Schadensantwort konnte sichtbar gemacht werden. Neue diagnostische Möglichkeiten unter Verwendung von HEp-2-Zellen mit Überexpression von LEDGF/p75 oder mitochondrialer DNA als Autoimmunziele könnten zur Identifizierung von BPH-Patienten mit Autoimmunreaktionen eingesetzt werden. Darüber hinaus zeigt diese Thesis, dass LEDGF nicht nur an der Rekrutierung von Proteinen der DNA-Schadensantwort beteiligt ist, sondern auch die proteosomale Regulierung von DDR-Signalmolekülen beeinflusst
Return migration in small towns : the contribution of return migration in rural economically disadvantaged areas
Die Kleinstädte in ländlichen, strukturschwachen Regionen stehen vor komplexen Herausforderungen, die durch demografische Verschiebungen, wirtschaftliche Schwierigkeiten und soziale Umwälzungen geprägt sind. Die Rückwanderung, als vorherrschende Form der Zuwanderung in diesen Gebieten, (vgl. Meister et al. 2020) hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Zudem hat sich der Umgang mit dem Thema, im Speziellen in der Rückwanderungsförderung, in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. (vgl. G3 (1) 2023) Rückwanderung dient nicht mehr nur der Stabilisierung von Einwohnerzahlen, sondern birgt auch große Potentiale für die lokale und regionale Entwicklung. Diese Studie untersucht die Rolle der Rückkehrer:innen für die Entwicklung von Kleinstädten und fragt, welchen Beitrag sie leisten können. Die Forschungsarbeit basiert auf einer theoretischen Annäherung, in der Wirkungsfelder der Rückwanderung (Wirtschaft, Kultur und Soziales, Bildung und Wissenstransfer sowie Vernetzung) diskutiert und in qualitativen Interviews mit Rückkehrer:innen und Vertreter:innen verschiedener Kleinstädte überprüft werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kleinstädte trotz ähnlicher Voraussetzungen in der Rückwanderungsförderung an sehr unterschiedlichen Punkten stehen. Dabei werden die Wirkungsfelder der Rückwanderung in Bezug auf den Mehrwert für die Städte sehr unterschiedlich wahrgenommen. Hier stehen vorwiegend die kurzfristigen Effekte von Rückwanderung im Blick von Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung. Diese lösen jedoch nicht die grundlegenden, häufig strukturellen Probleme der Kleinstädte. Das Potential der Rückwanderung zeigt sich stattdessen vor allem in langfristigen Effekten. Rückkehrer:innen präsentieren sich als engagierte Personen, die auch nach ihrem Ankommen einen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten können. Sie tragen zudem zu einem positiven entwicklungsoffenen Umfeld bei. Dieses Potential wird von den Kleinstädten zwar ebenso wahrgenommen, jedoch ist es noch kein Teil von Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, Projekte von Engagierten zu unterstützen. Gerade wegen der immer stärkeren Einbindung in Familie und Beruf sind daran angepasste zielgruppengerechte Begegnungs- und Gemeinschaftsräume Rückkehrer:innen, aber auch Gebliebene notwendig. So können persönliche Ressourcen gebündelt und Räume für neue Innovationen entstehen. Dabei ist jedoch zu bemerken, dass die Kleinstädte hier personell und finanziell bereits jetzt an ihre Grenzen kommen. Hierbei ist noch einmal auf die Relevanz der Rückwanderung, nicht nur für die Kleinstädte, sondern auch für die umliegende Region zu betonen. Es ist demnach nicht nur Sache der Kommunen, hier aktiv zu werden. Sie sind hierbei auch auf die politische Unterstützung auf Kreis- und Landesebene angewiesen.Small towns in rural, economically disadvantaged regions face intricate challenges driven by demographic shifts, economic difficulties, and social upheavals. In recent years, return migration, emerging as the predominant form of immigration in these areas (cf. Meister et al. 2020), has gained increasing significance. Moreover, the approach to the topic, particularly in the promotion of return migration, has evolved remarkably (cf. G3 (1) 2023). Return migration no longer solely serves the stabilization of population numbers but also holds significant potential for local and regional development. This study explores the role of returnees in the development of small towns and investigates the contributions they can make. The research is based on a theoretical approach where the impact areas of return migration (economy, culture and social aspects, education and knowledge transfer, as well as networking) are discussed and examined through qualitative interviews with returnees and representatives of various small towns. The results reveal that despite similar conditions in return migration promotion, small towns are at varying stages. The perception of the impact areas of return migration, especially in terms of added value for the towns, varies widely. The focus is predominantly on the short-term effects of return migration in the context of promotion and support measures, which, however, do not address the fundamental, often structural issues of small towns. The potential of return migration manifests primarily in long-term effects. Returnees present themselves as dedicated individuals who can contribute to city development even after their return and thus contribute to a positive, development-oriented environment. While small towns acknowledge this potential, it is not yet integrated into promotion and support measures. The challenge lies not only in supporting projects initiated by enthusiasts but also in adapting meeting and community spaces to the needs of returnees, as well as those who have stayed; given their increasing commitments to family and work. Therefore, personal resources can be pooled, and spaces for new innovations can emerge. However, it is important to note that small towns are already stretched to their limits in terms of personnel and finances. Therefore, emphasizing the relevance of return migration is crucial, not only for small towns but also for the surrounding region. Hence, it is not solely the responsibility of municipalities to take active measures, it also relies on political support at both district and state levels
Energiewende in kohleabhängigen Ländern : Fallstudien zu den politökonomischen Determinanten des Kohleausstiegs in Indonesien und Indien
This thesis deals with the energy system transformation of coal-dependent developing countries in the context of climate change mitigation. It departs from the hypothesis that phasing-out the unabated use of coal for power generation, while scaling up carbon-free alternatives, represents a major challenge for coal-endowed developing countries and emerging economies. This challenge is constituted in multiple economic, political and societal determinants for sustained and expanded coal-use. This thesis adopts a political economy perspective and examines those determinants in detail. It focuses on how different societal and political actors are affected the use of coal, and interprets the distributional implications of reforms away from coal as key restrictions for their political feasibility. Given the heterogeneity in the historical, socio-economic, political, and institutional characteristics that different countries exhibit, which are hypothesized to impact on the drivers behind coal-use, this thesis adopts a case-study based approach. It focuses on two large Asian economies, Indonesia and India, as coal-endowed emerging economics with a pivotal relevance in global climate protection efforts. Three main chapters represent the core of this thesis. The first main chapter of this thesis examines the political economy of the power sector and coal mining in Indonesia, focusing on the drivers for the continued use of coal for electricity generation. It presents an expert-interview case study, based on the perspective of 90 expert stakeholder in Indonesia´s energy and climate policy, at national and subnational level. The study identifies key societal and political actors behind Indonesia´s energy- and climate policies driving coal-use, spells out their objectives, and examines how these actor-specific interests’ effect on energy and climate policies. The second main chapter of this thesis studies the implications of an Indian energy transition away from coal-use along three dimensions: the distributional impacts towards households, the implications for employment, and the impact on competitiveness of industries. The input-output based, distributional- incidence case study analyses the concentration of impacts for key societal groups affected by a coal phase-out and renewable energy phase-in, and its spatial distribution across Indian states and regions. The third main chapter of this thesis studies the cost-competitiveness of renewable energy alternatives to coal in Indonesia. The energy modelling based analysis shows how the cost-optimal composition of Indonesia´s power sector in coming decades would comprise high shares of coal-fired electricity. The three main chapters of this thesis identify political economy challenges to a transition away from coal, outlining how a successful coal phase-out will require focusing on its context-dependent distributional and political implications.Die vorliegende Dissertation befasst sich mit der Energiesystemtransformation zur Eindämmung des Klimawandels in kohleabhängigen Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie untersucht die politökonomischen Determinanten, die die Kohlenutzung beeinflussen und identifiziert Verteilungswirkungen von Reformen zur Abkehr von der Kohle als entscheidende Restriktionen für deren politische Durchsetzbarkeit. Angesichts der unterschiedlichen historischen, sozioökonomischen, politischen und institutionellen Kontexte verschiedener Länder, die einen erheblichen Einfluss auf die globale Kohlenutzung haben, werden Fallstudien durchgeführt. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen Indonesien und Indien. Drei Hauptkapitel, basierend auf verschiedenen methodischen Ansätze, bilden den Kern dieser Arbeit. Das erste Kapitel, das auf Experteninterviews der indonesischen Energie- und Klimapolitik basiert, untersucht die politische Ökonomie des Energiesektors in Indonesien. Die Fallstudie analysiert, wie die Akteure mit Interessen im Energiesektor und Klimapolitik die Kohleverstromung beeinflussen. Im zweiten Kapitel wird eine verteilungsorientierte Fallstudie zur indischen Energiewende präsentiert, die auf einer Input-Output-Analyse basiert. Dabei werden die Auswirkungen auf Haushalte, Beschäftigung und die Wettbewerbsfähigkeit bestimmter Industriezweige untersucht. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien in Indonesien. Insgesamt verdeutlicht die vorliegende Dissertation, dass ein Kohleausstieg in Entwicklungs- und Schwellenländern nur unter Beachtung der politökonomischen Restriktionen möglich wird, welche stark durch Verteilungsaspekte bedingt sind
Laundry isolate Delftia sp. UBM14 capable of biodegrading industrially relevant aminophosphonates
Phosphonates such as ethylenediaminetetra (methylenephosphonic acid) (EDTMP) and aminotris (methylenephosphonic acid) (ATMP) are used every day in water treatment processes or in household products. Their consumption is still increasing, regardless of the debates on their environmental impact. Here, the microbial characterisation and determination of the biodegradation potential of selected industrially relevant phosphonates for the isolate Delftia sp. UMB14 is reported. The opportunistic strain was isolated from a biofilm that was derived from a conventional washing machine using conventional detergents containing phosphonates. In antimicrobial susceptibility testing, the strain was only susceptible to sulfonamide, tetracycline, and chloramphenicol. Physiological and biochemical characteristics were determined using the BIOLOG EcoPlate assay. Most importantly, the strain was shown to convert D-malic acid and D-mannitol, as confirmed for strains of Delftia lacustris, and thus the new isolate could be closely related. Biodegradation tests with different phosphonates showed that the strain preferentially degrades ATMP and EDTMP but does not degrade glyphosate (GS) and amino (methylphosphonic acid) (AMPA). A specific gene amplification confirmed the presence of phnX (phosphonoacetaldehyde hydrolase) and the absence of PhnJ (the gene for the core component of C–P lyase). The presence of PhnCDE is strongly suggested for the strain, as it is common in Delftia lacustris species
Amtliches Mitteilungsblatt der BTU Cottbus–Senftenberg, 2024,18 (01.07.2024)
Berichtigung: Vierte Änderungssatzung zur Allgemeinen Prüfungs- und Studienordnung für Master-Studiengänge (RahmenO-MA)
Vierte Änderungssatzung zur Allgemeinen Prüfungs- und Studienordnung für Master-Studiengänge (RahmenO-MA) (Lesefassung nach Berichtigung
Auswirkungen von institutionellem Misstrauen auf Werteinschätzungen bei Erhebungen zur erklärten Präferenz in Entwicklungsländern : ein Auswahlexperiment zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften in einem Hotspot der biologischen Vielfalt
The use of stated preference surveys for the valuation of environmental goods in developing countries has to take into account that there is substantial public distrust towards institutions providing environmental goods under valuation. Thus, high protest responses and low-value estimates may indicate rejection/protest against the institutional setting of the survey, rather than the dislike or low welfare effects of these goods. In this context, we investigate the effects of institutional trust on value estimates by examining the performance of three different institutions government, conservation NGO, and farmers in a case study aimed at eliciting preferences for conserving different types of biodiver- sity within orchards in the Cape Floristic Region a biodiversity hotspot in South Africa threatened by the expansion and intensification of agriculture. We find that institutional trust has an effect on preferences and willingness to pay, with farmers leading to the highest level of trust and value estimates, followed rather closely by a conservation NGO, and, with some distance, by the government with the lowest trust level and value estimates. In terms of preferences for biodiversity conservation, our results show that respondents prefer measures to conserve endangered and endemic species over measures primarily aimed at providing ecosystem services. For future studies in developing countries, we recommend selecting an institutional setting based on the study’s purpose: institutions with high levels of trust should be prioritised for studies aiming to value a good per se, while existing institutions should be prioritised for studies valuing a policy to provide a good within an existing institutional framework.Bei der Verwendung von Erhebungen über die angegebene Präferenz für die Bewertung von Umweltgütern in Entwicklungsländern muss berücksichtigt werden, dass ein erhebliches öffentliches Misstrauen gegenüber den Institutionen besteht, die die zu bewertenden Umweltgüter bereitstellen. So können hohe Protestantworten und niedrige Wertschätzungen eher auf Ablehnung/Protest gegen die institutionellen Rahmenbedingungen der Umfrage hinweisen als auf die Abneigung oder die geringen Wohlfahrtseffekte dieser Güter. In diesem Zusammenhang untersuchen wir die Auswirkungen von institutionellem Vertrauen auf Wertschätzungen, indem wir die Leistung von drei verschiedenen Institutionen Regierung, Naturschutz-NGOs und Landwirten in einer Fallstudie untersuchen, die darauf abzielt, Präferenzen für den Erhalt verschiedener Arten von Biodiversität in Obstplantagen in der floristischen Kapregion zu ermitteln. Einem Hotspot der Biodiversität in Südafrika, der durch die Expansion und Intensivierung der Landwirtschaft bedroht ist. Wir stellen fest, dass sich institutionelles Vertrauen auf die Präferenzen und die Zahlungsbereitschaft auswirkt, wobei Landwirte das höchste Vertrauensniveau und die höchsten Werteinschätzungen aufweisen, dicht gefolgt von einer Naturschutz-NGO und mit einigem Abstand von der Regierung mit dem niedrigsten Vertrauensniveau und den niedrigsten Werteinschätzungen. Was die Präferenzen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt angeht, so zeigen unsere Ergebnisse, dass die Befragten Maßnahmen zur Erhaltung gefährdeter und endemischer Arten gegenüber Maßnahmen bevorzugen, die in erster Linie auf die Bereitstellung von Ökosystemleistungen abzielen. Für künftige Studien in Entwicklungsländern empfehlen wir die Auswahl eines institutionellen Rahmens, der sich nach dem Zweck der Studie richtet: Institutionen mit einem hohen Vertrauensniveau sollten bei Studien, die auf die Bewertung eines Gutes an sich abzielen, bevorzugt werden, während bestehende Institutionen bei Studien, die eine Politik zur Bereitstellung eines Gutes innerhalb eines bestehenden institutionellen Rahmens bewerten, bevorzugt werden sollten
Amtliches Mitteilungsblatt der BTU Cottbus–Senftenberg, 2024,30 (29.08.2024)
Fünfte Änderungssatzung zur Allgemeinen Prüfungs- und Studienordnung für Master-Studiengänge (RahmenO-MA)
Lesefassung: Allgemeine Prüfungs- und Studienordnung für Master-Studiengänge an der BTU Cottbus–Senftenberg (RahmenO-BA) vom 12. September 2016 i. d. F. der Fünften Änderungssatzung zur Allgemeine Prüfungs- und Studienordnung für Master-Studiengänge an der BTU Cottbus–Senftenberg (RahmenO-BA) vom 27. August 202
Amtliches Mitteilungsblatt der BTU Cottbus–Senftenberg, 2024,31 (09.09.2024)
Satzung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und zum Umgang mit Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus–Senftenberg vom 20. Juli 202