31325 research outputs found
Sort by
Beiträge zum Workshop des Deutschen Schifffahrtsmuseums Bremerhaven, 28. – 30. September 2023 Deutsches Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhaven
Still und stumm steht ein Gegenstand in einer Vitrine, meistens nur durch ein Objektschild erläutert und durch seine Platzierung im Raum in einen Kontext gebracht: Das ist der Normalfall des „Exponierens“ dreidimensionaler Artefakte in Museen und Ausstellungen. Die Verstetigung der Verbindung von Wissensbeständen und Objekten blendet jedoch die vielfältigen Bewegungen aus, die die Objekte vollziehen mussten, bevor sie in einer Vitrine exponiert wurden. Sie sind zudem eng damit verbunden, wie Wissensbestände auf und mit diesen Bewegungen tradiert, umgedeutet und neu gewonnen wurden oder auch vollkommen verloren gegangen sind. Bei der achten Auflage des „Jungen Forums für Sammlungs- und Objektforschung“ steht daher die Analyse von Wissens- und Objektreisen im Mittelpunkt: Sie trägt entscheidend dazu bei, Mobilität und Zirkulation als kulturschaffend und -prägend sichtbar zu machen. Dieser Band vereint zwölf Beiträge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus den Bereichen Geschichts- und Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte, Kunsttheorie und mediale Vermittlung sowie Ägyptologie. Sie gehen der Frage nach, wie die Bewegung von Objekten Wissensbestände und Deutungsmuster beeinflusstPeer Reviewed„Workshop des Deutschen Schifffahrtsmuseums“, Bremerhaven, 28.-30.09.2024, Deutsches Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhave
Dependencies in Topic Delineation and Tracking
Zitationsnetzwerke akademischer Publikationen werden zur Themenerkennung und -verfolgung mittels bibliometrischer Verfahren erstellt und zerteilt. Ergebnisse können jedoch nicht gegen eine Grundwahrheit geprüft werden. In vielen Arbeiten des Feldes fehlt es an Argumentation, Dokumentation und Validation für Entscheidungen im Prozess der Datenverarbeitung. Die Dissertation geht mit einem umfassenden Literaturreview und programmierten Experimenten in die Tiefe und identifiziert Abhängigkeiten. Diese Forschungsfragen werden beantwortet: #1 Welche Variablen beeinflussen die Themenerkennung und -verfolgung? #2 Welche Variablenwerte werden in der Literatur berichtet und wie wird gemessen? #3 In welchem Ausmaß unterscheiden sich Ergebnisse verschiedener Konfigurationen?
Kapitel 1 führt in die Problematik ein und stellt Kontext her. In Kapitel 2 werden Annahmen der Bibliometrie beispielhaft seziert und das tatsächliche Zitationsverhalten aus Studien zusammengetragen. Kapitel 3 behandelt Datenquellen, deren Probleme und Selektion als Abhängigkeit. Kapitel 4 betrachtet verschiedene Aspekte von Forschungssoftware, die in bisherigen Untersuchungen als Einflussfaktor unterrepräsentiert blieb und schließt mit einem Review relevanter Software. Kapitel 5 behandelt verbreitete Datenmodelle und Algorithmen und dokumentiert Validations- und Vergleichstechniken. Im Kapitel 6 werden Ansätze zur Themenverfolgung diskutiert und Cluster Labels werden als Abhängigkeit identifiziert. Kapitel 7 zeigt die Datenquelle, Softwarekonfigurationen, Datenmodelle, Algorithmen und Vergleichsmethoden als Einflussfaktoren auf. Nur wenige Cluster ähneln sich in einer Weise, dass man vom "gleichen" Thema sprechen könnte. Die Arbeit zeigt, dass jede Prozessentscheidung Einfluss auf das Endergebnis nimmt und die weit verbreiteten Themenerkennungsstudien kaum mehr als lokale und stark subjektive Datenexplorationen sind.Scholarly publications are used to construct citation-based networks and cluster algorithms are utilized to delineate topics from such networks. Topics are also investigated for development over time. Since there is no baseline, results validation is not trivial. Many scientometric publications lack argumentation, documentation and validation of decisions made in the processw. The dissertation provides an extensive literature review and reports programmed experiments for the identification of process dependencies. The following research questions are answered: #1 Which variables affect the outcome of topic delineation and tracking? #2 What variable values are reported in the literature and how are they measured? #3 To what extent does topic delineation and tracking yield different results for varied configurations? Chapter 1 introduces the situation and provides context of research evaluation. In chapter 2 we dissect assumptions and collect evidence about actual citation behavior. Chapter 3 deals with data sources, their problems and data utliziation as a dependency. Chapter 4 covers research software as an underreported dependency and reviews selected bibliometric applications. Chapter 5 discusses several suggested data models and algorithms including validation and comparison techniques. In chapter 6 we document topic tracking approaches, their influence and the cluster labels as dependencies. Chapter 7 reports the data model, software configurations, algorithms and comparison methods as dependencies. Only a miniscule number of clusters are similar enough to represent the 'same topic'. The dissertation showcases, that every decision in a topic delineation and tracking process affects the results. Scientometric topic delineation and tracking studies should be considered local and highly subjective data exploration exercises
Compositional Strategies in Contemporary Music from Turkey: Producing Through Hybridity, Mobility and Cultural Policies in the 21st Century
Der Schwerpunkt dieser Dissertation liegt auf den Komponist*innen aus der Türkei, die in den letzten 30 Jahren in den europäischen und nordamerikanischen Kreisen der zeitgenössischen Musik sichtbar geworden sind und in ihren Werken auf traditionelle musikalische Referenzen aus der Türkei zurückgreifen. Obwohl dieser Ansatz seit den ersten Versuchen, eine verwestlichte Kunstmusik durch die Kulturpolitik der frühen türkisch-republikanischen Ära zu etablieren, verbreitet ist, haben sich die Strategien, Vorgehensweisen und Politiken bis heute verändert. Die ständigen Veränderungen in der internationalen Politik, die sich aus dem Aufstieg des Globalismus ergeben, haben die Kulturpolitik der letzten drei Jahrzehnten auf eine Weise beeinflusst, die eine Vielzahl von künstlerischen Reaktionen auf die Verwendung traditioneller Musikreferenzen hervorgebracht hat. Dadurch ist eine bestehende Diskussionsgrundlage wichtiger geworden, durch die Fragen der institutionellen Netzwerke sowie der künstlerischen Individualisierung, Agency und der Mobilität zu wesentlichen Fragen hinsichtlich der Auswirkungen der Kulturpolitik geworden sind. Ich untersuche diesen Bereich anhand der Biographien, Stellungnahmen und Werke ausgewählter Komponist*innen. Mit diesem transdisziplinären Ansatz konzentriere ich mich auf eine Methodik, die sowohl Archivrecherchen als auch Fallstudien sowie Tiefeninterviews und Analysen umfasst. Mit diesem theoretischen und methodischen Rahmen möchte ich eine kritische Analyse der politischen und kulturellen Positionierung von Komponist*innen entwickeln und den Begriff des „Komponistenseins“ in der Türkei im Hinblick auf sozialen Konnotationen, Selbstkonstruktionen und seine Rolle innerhalb der Kulturagentur hinterfragen. Diese Forschung soll einen Beitrag zur bestehenden Literatur leisten, als Beispiel für eine fallorientierte Analyse, die den transkulturellen Kontext und die Dynamik der zeitgenössischen Musik als kulturpolitische Agenda behandelt.The focus of this dissertation lies on the composers from Turkey gaining visibility in the European and North American contemporary art music circles during the last 30 years, who make use of traditional musical references from Turkey in their compositions. Although this compositional approach has been increasingly widespread since the initial attempts aiming at establishing Westernized art music through cultural politics of the early Turkish Republican Era, the strategies, procedures, and politics that are parallel to this approach have seen significant shifts until present. The constant fluctuations in international politics resulting from the rise of globalism have affected cultural policies during the last three-decades in such a way that they generated a diverse range of artistic responses concerning the use of traditional music references. As such, an existing discussion basis has become more crucial, through which the issues of institutional networks along with artistic individualization, agency, and mobility have become substantial issues regarding the impact of cultural policies. Hereby, I analyze this scope with a close examination on the biographies, statements and works of selected composers. Following this transdisciplinary approach, I focus on a method that consists of archival research, as well as case studies along with in-depth interviews and music analysis. With this theoretical and methodological framework, I aim to develop a thorough critical analysis concerning the political and cultural positionings of composers and question the underlying notion of ‘being a composer’ in Turkey to the extent of its social connotations, self-constructions, and its role within the cultural agency. Consequently, my research aims to contribute to the existing literature as an example of a case-oriented analysis, addressing the transcultural context and dynamics of contemporary music as an agenda of cultural policies
Trend 2022 / 2024
Dies ist der gepoolte Datensatz des Berlin Science Surveys für die Jahre 2022 und 2024This is the pooled dataset of the Berlin Science Survey 2022 and 202
Rage Against and Affection for the Machine: Demonstrations in Orbán's Hungary (2010-2014)
Diese Arbeit analysiert die Demonstrationen während der zweiten Orbán-Regierung. Letztere besaß eine qualifizierte Mehrheit besaß, die sie zum Ausbau ihrer Macht nutzte. Die Regierung stieß international auf Missbilligung für das, was als critical juncture im politischen System betrachtet werden kann. Zwar demonstrierten viele Bürger in Budapests Straßen gegen die Politik Orbáns, jedoch konnten von der Regierung unterstützten Märsche, die von so genannten GONGOs organisiert wurden, überraschenderweise weit mehr Teilnehmende pro Veranstaltung anziehen. Obwohl ihre politische Bedeutung klar ist, sind solche staatlich mobilisierten Bewegungen bisher nicht ausreichend in der sozialen Bewegungsforschung analysiert worden. Folgte man den Annahmen einer auf die politische Opportunitätsstruktur ausgerichteten Bewegungsforschung, müssten die Maßnahmen der Partei Fidesz eine Radikalisierung des Protestrepertoires provozieren. Darauf aufbauend formulierte ich meine erste Forschungsfrage: Hat die critical juncture, die die Fidesz-Regierung darstellt, auch zu einer critical juncture bei den Anti-Regierungs-Protesten geführt? Die zweite Forschungsfrage widmet sich der regierungsfreundlichen Mobilisierung: Was waren die emotionalen und gedanklichen Grundlagen der critical juncture bei den pro-Regierungs Protesten? Ich verwende ein Mixed-Methods-Forschungsdesign, das auf der Analyse von mehr als zweihundert händisch codierten Protestereignissen, einer kritischen Diskursanalyse und einer Sentiment Analysis von Texten einer Sub-Stichprobe basiert. Meine Arbeit zeigt, dass entgegen der von der POS-Theorie erzeugten Erwartungen die oppositionellen Proteste nicht grundlegend von ihrer post-1989 Ausrichtung abwichen und dass die zur Mobilisierung der Pro-Regierungs-Märsche verwendeten Texte eine eigentümliche Mischung aus diskursiver Selbstviktimisierung und der Aufrufung positiver Gefühle darstellen, einem Gefühls-Denk-Prozess.This thesis analyzes demonstrations during the second Orbán government, the first one with a supermajority that it used to maximize its power by creating a controversial new constitution, a media law, and a new policy regulating local governments' elections. The government met intense international disapproval for what can be seen as a critical juncture in the political system. The streets of Budapest were soon filled with protesters against the policies, but surprisingly, government-supporting marches organized through GONGOs could attract many more participants per event. Such State Mobilized Movements are seen as a blind spot of Social Movement Studies (SMS). Based on Political Opportunity Structure (POS)-focused SMS, one could expect Fidesz's measures to provoke a radicalizing protest repertoire. This led me to formulate my first research question. Has the critical juncture that the Fidesz governance meant also led to a critical juncture in anti-government protests? The second research question explores pro-government mobilization. What were the feeling-thinking underpinnings of the critical juncture in pro-government protests? I use a mixed methods research design based on a Protest Event Analysis of more than two hundred hand-coded events, Critical Discourse Analysis, and Sentiment Analysis, a rarely used method in the field, on texts relating to a sub-sample of the protest events. The thesis shows that contrary to POS theory-inspired expectations, opposition contention did not deviate fundamentally from its post-1989 ways and that mobilizing texts of pro-government marches used a peculiar mix of discursive self-victimization and the expression of positive sentiments, a feeling-thinking process. The identification of such processes is portrayed as vital by James Jasper, a leading figure of emotion-centered SMS
Custom Open-Source Software Tools for Targeted and Untargeted Analysis of High Resolution Mass Spectrometry Data and Characterization of Lignin
In den letzten Jahren ist das Interesse an freien und quelloffenen Softwaretools für die analytische Wissenschaft stark gestiegen. Dies hat zu einer Fülle von Innovationen, Kooperationen und Lösungen im Bereich der Datenanalyse geführt. Die Massenspektrometrie ist in dieser Hinsicht ein besonderer Schwerpunkt; moderne HRMS-Instrumente sind leistungsstarke Analysewerkzeuge, die in der Lage sind, eine enorme Menge an detaillierten Informationen in einem einzigen Experiment zu erzeugen. Häufig enthalten diese Datensätze Muster oder „Fingerabdrücke“ von Molekülen, die für den Analytiker mit herkömmlichen Visualisierungstools oder proprietärer Software nicht sichtbar sind. Bei „untargeted“ Experimenten kann das Ziel darin bestehen, neue und neuartige Metaboliten oder molekulare Variationen zu entdecken. In jedem Fall hat die Open-Source-Softwaregemeinschaft auf diese Herausforderungen reagiert, und es gibt jetzt eine große Vielfalt an Lösungen für die Datenverarbeitung, die Musterfindung, die Entdeckung von Molekülen und mehr. In dieser Arbeit wird die Entwicklung mehrerer Software-Tools und Algorithmen beschrieben, die darauf abzielen, aussagekräftige Informationen in HRMS-Datensätzen sowohl bei „targeted“ als auch bei „untargeted“ Analysen nach der Transformation in den Massendefektraum zu finden. Dazu gehört die Erkennung von Mustern, die sich wiederholenden Einheiten von polymeren Analyten entsprechen, und die Zuordnung von Molekülformeln zu diesen wechselnden Einheiten. Diese Methoden werden veröffentlicht und als Open-Source-Software freigegeben und dann angewandt, um Unterschiede zwischen einer Vielzahl von Ligninproben aus verschiedenen Quellen und Behandlungsprozessen zu charakterisieren und um optimale Probenvorbereitungsbedingungen für jedes Lignin für die HRMS-Analyse vorzuschlagen. Es ist zu hoffen, dass die hier vorgestellte Arbeit den Weg für künftige Analysen ebnet, die das Verständnis komplexer natürlicher Gemische mithilfe von HRMS maximieren sollen.In recent years, there has been a dramatic rise of interest in free and open-source software tools aimed at the analytical science community. This has led to a plethora of innovations, collaborations, and solutions in the data analysis space. Mass spectrometry has been a particular area of focus in this regard; modern high-resolution MS instruments are powerful analytical tools capable of generating an enormous quantity of detailed information in a single experiment. Often these datasets contain patterns or "fingerprints" of molecules that may not be visible to the analyst using conventional visualization tools or proprietary software. In “untargeted” experiments, the goal might be to discover new and novel metabolites or molecular variations. In either case, the open-source software community has responded to these challenges, and there are now a great variety of solutions for data processing, pattern-finding, molecular discovery, and more. This thesis describes the development of several software tools and algorithms aimed at finding meaningful information in HRMS datasets in both targeted and untargeted analyses after transformation into the mass defect space. This includes recognition of patterns corresponding to repeating units of polymeric analytes and assignment of molecular formulae to these changing units. These methods are published and released as open-source software and then applied to characterize differences between a variety of lignin samples from various sources and treatment processes, and to suggest optimal sample preparation conditions for each lignin for API-HRMS analysis. It is hoped that the work presented here helps pave the way for future analyses seeking to maximize the understanding of complex natural mixtures using HRMS, and the author encourages further modification and development of the algorithms and techniques developed here to facilitate future discoveries in this ever-evolving area of research
Welle 2024
Das ist der Datensatz der Welle 2024 des Berlin Science Surveys.This is the wave 2024 data of the Berlin Science Survey
Natural Language Processing Study
The article processing charge was funded by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation) – 491192747 and the Open Access Publication Fund of Humboldt-Universität zu Berlin.Background: Chat-based counseling services are popular for the low-threshold provision of mental health support to youth. In addition, they are particularly suitable for the utilization of natural language processing (NLP) for improved provision of care. Objective: Consequently, this paper evaluates the feasibility of such a use case, namely, the NLP-based automated evaluation of satisfaction with the chat interaction. This preregistered approach could be used for evaluation and quality control procedures, as it is particularly relevant for those services. Methods: The consultations of 2609 young chatters (around 140,000 messages) and corresponding feedback were used to train and evaluate classifiers to predict whether a chat was perceived as helpful or not. On the one hand, we trained a word vectorizer in combination with an extreme gradient boosting (XGBoost) classifier, applying cross-validation and extensive hyperparameter tuning. On the other hand, we trained several transformer-based models, comparing model types, preprocessing, and over- and undersampling techniques. For both model types, we selected the best-performing approach on the training set for a final performance evaluation on the 522 users in the final test set. Results: The fine-tuned XGBoost classifier achieved an area under the receiver operating characteristic score of 0.69 (P<.001), as well as a Matthews correlation coefficient of 0.25 on the previously unseen test set. The selected Longformer-based model did not outperform this baseline, scoring 0.68 (P=.69). A Shapley additive explanations explainability approach suggested that help seekers rating a consultation as helpful commonly expressed their satisfaction already within the conversation. In contrast, the rejection of offered exercises predicted perceived unhelpfulness. Conclusions: Chat conversations include relevant information regarding the perceived quality of an interaction that can be used by NLP-based prediction approaches. However, to determine if the moderate predictive performance translates into meaningful service improvements requires randomized trials. Further, our results highlight the relevance of contrasting pretrained models with simpler baselines to avoid the implementation of unnecessarily complex models.Peer Reviewe
Time-Dependent Radiation Modeling of Gamma-Ray Burst Afterglows
Der Ursprung des Nachglühens von Gammastrahlenausbrüchen (GRBs) wird allgmein Plasmaausströmungen mit ultra-relativistischen Geschwindigkeiten zugeordnet. Die sub-eV bis multi-GeV Strahlung wird dabei als Synchrotronemission nicht-thermischer Elektronen interpretiert, die an der Shockfläche zwischen Ausströmung und Umgebung beschleunigt werden. Seit langem besteht auch die Vorhersage einer weiteren spektralen Komponente bei höheren Energien durch die Interaktion von den selben Elektronen mit der Synchrotronemission (das SSC Szenario). Neuste zeitgleiche Multiwellellängendaten zeigen jedoch Diskrepanzen zum SSC Szenario. Deshalb widmet sich diese Dissertation einer sorgfältigen Datenanalysis innerhalb eines angemessenen statistischen Rahmen und einer Revision der vielen Bausteine des SSC Modells. Zuerst werden die keV-TeV Beobachtungen von zwei hellen GRBs, GRB 190114C und GRB 221009A, auf Signalebene mit den Daten verglichen. Für GRB 190114C ergibt sich keine statistische Präferenz für oder gegen eine neue Komponente. Für GRB 221009A sind die Daten begrenzt auf Energien unter einigen GeV, aber ebenfalls konsistent mit einer einzigen Potenzgesetzkomponente mit Steigungsänderung bei einigen keV und darüber einem spektralen Index erstaunlich ähnlich zu dem von vorhergehenden Daten, die bis zu multi-TeV Energien reichen. Das deutet auf eine übergreifendes Bild einer einzigen harten keV-TeV Potenzgesetzkomponente hin. Zur Interpretation werden die Ergebnisse einer systematischen Parameterraumerkundung des SSC Models, zusätzlich erweitert um die Strahlungskomponenten von Protonen, vorgestellt. Es werden 4 Alternativen zum SSC Szenario diskutiert, darunter ein Einkomponenten-Elektron-Synchrotron-Szenario und drei lepto-hadronische Szenarien in Umgebungen mit höherer Dichte, wie sie für Molekülwolken üblich sind.The afterglows of Gamma-ray bursts (GRBs) are commonly believed to originate from plasma outflows of ultra-relativistic speeds. The sub-eV to multi-GeV photon afterglow emission is commonly interpreted as the synchrotron emission of non-thermal electrons, accelerated at the relativistic shock between the outflow and the surrounding material into which the outflow is propagating. A long-standing prediction for GRB afterglows is a new spectral component from inverse Compton up-scattering of synchrotron photons by the same population of electrons (the so-called synchrotron self-Compton (SSC) scenario). However, recent contemporaneous multi-wavelength observations reveal a growing number of discrepancies from the SSC prediction. Thus, this thesis performs a careful data analysis within a suitable statistical framework and a revision of the various building blocks of the SSC model. First, the keV-TeV observations of two bright GRBs, GRB 190114C and GRB 221009A, are compared to the SSC model at the counts-level. For GRB 190114C, a statistical test shows no robust preference for or against a second spectral component. For GRB 221009A, the contemporaneous data is limited to energies less than a few GeV, however being consistent with a single smoothly-broken power-law component with a break energy around a few keV and a photon index above the break showing remarkable similarity with earlier data of GRB 221009A extending up to multi-TeV energies. From this, the picture of a single hard power-law component extending from keV to TeV energies emerges. In order to interpret these observations, the results of a systematic parameter space exploration of the synchrotron model extended to the acceleration of protons are presented. Four alternative scenarios are discussed, including a single-component electron-synchrotron scenario, and three lepto-hadronic scenarios in environments of higher densities such as common for molecular clouds
Characterising two P. falciparum transporters essential for life cycle progression
Malaria-Parasiten nutzen ein komplexes Repertoire aus Transportern, um sich durch ihren Lebenszyklus hindurch mit Nährstoffen aus Wirtszellen zu versorgen. Der Großteil der 144 Transporter von P. falciparum ist als essenziell für asexuelles Blutwachstum klassifiziert. Meine Hypothese war, dass ein Teil der bisher nicht untersuchten Transporter eine spezifische und essenzielle Rolle in den sexuellen Blutstadien von P. falciparum übernimmt und als Angriffspunkt dienen könnte, um die Transmission der Parasiten zu blockieren. Aus dem Transportom von P. falciparum wurden vielversprechende Gene identifiziert und durch experimentell-genetische Verfahren untersucht. Auf diesem Weg konnte ich einen Defekt bestätigen, der durch Fehlen von PfGEP1 hervorgerufen und bereits in der verwandten Spezies P. yoelii beschrieben wurde. Weder männliche noch weibliche Gametozyten konnten ohne GEP1 in der Lage Gameten bilden. Dies deutet auf eine zentrale Rolle für GEP1 in der Gametozyten-Aktivierung hin. Entsprechend groß ist das Potential, durch spezifische Inhibition von GEP1 die Übertragung von Malaria-Parasiten effizient zu unterbinden. Unterbrechung eines zweiten Gens namens MCP2 hatte keinen Effekt auf die Gametozyten von P. falciparum. Stattdessen wies P. berghei nach Fehlen von MCP2 einen Defekt bei der Sporozoitenbildung im Mitteldarm der Mücke auf. Nur in vereinzelten Oozysten konnten Sporozoiten gefunden werden und die Speicheldrüsen der infizierten Mücken enthielten kaum Sporozoiten. Somit hat die MCP2-Deletion keinen direkten Einfluss auf die Transmission vom Säugetierwirt auf die Mücke, jedoch erscheint MCP2 nötig für die Komplettierung des Lebenszyklus. Zusammenfassend bestätigen meine Daten die These, dass Transporterproteine in mindestens einem Stadium des Lebenszyklus von Plasmodium eine essenzielle Rolle spielen und liefern weitere Einblicke in die Funktion dieser Proteine.During life cycle progression, Plasmodium parasites rely on a complex repertoire of transporter proteins to supply them with nutrients obtained from their host. Of the 144 transporter proteins annotated in Plasmodium falciparum, the majority has already been deemed likely essential for asexual blood growth. In this thesis, I hypothesized that a part of the unassigned parasitic transportome will be specifically essential to the sexual gametocyte stages and thus could contain transmission blocking targets for future application. The transportome of P. falciparum was screened in silico for potential candidates and the most promising genes were then targeted via a Crispr-Cas9-based disruption approach. Through this, I was able to confirm a defect in gametogenesis caused by disruption of PfGEP1 previously observed in P. yoelii. Both male and female gametocytes lacking GEP1 were unable to produce gametes. Overall, my data indicates that GEP1 plays a central role in the activation process, making it a promising transmission blocking target. Disruption of a second candidate gene called MCP2 did not affect P. falciparum asexual and sexual blood stages. Deletion of its P. berghei ortholog instead resulted in impaired sporozoite formation in the mosquito vector. While parasites lacking PbMCP2 were able to infect mosquito midguts and form oocysts, only few of them appeared to produce midgut sporozoites. Consequently, very few sporozoites colonized mosquito salivary glands. While lack of MCP2 does not seem to affect vertebrate-to-mosquito transmission as anticipated, it appears necessary for life cycle progression. Together, the findings presented here underline the importance of transporter proteins for Plasmodium parasites throughout their life cycle and contribute to our understanding of their roles in the different life cycle stages of malarial parasites