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Umgebung Frankfurt am Main, ehem. Dominikanerkloster - Zwei Tafeln eines Marienretabels, um 1480 - Heute Kurpfälzisches Museum Heidelberg
Bildkraft und Tatkraft. Zum Verhältnis von "ästhetischer Erfahrung" und Technik im Anschluss an Cassirer, Langer und Krois.
Die Fähigkeit "Bilder" unserer Erfahrungen mit der Welt zu formen (Bildkraft) und unser Streben und Wollen (Tatkraft) nach ihnen auszurichten, das ist es, was den Menschen nach Cassirer – und nachfolgend auch nach Langer und Krois – auszeichnet. Voraussetzung dafür die Bilder des Lebens und das, was wir von ihnen halten, zu objektivieren und Anderen zu kommunizieren, bilden Techniken. Die Kunst als Technik ist darin eine Meisterin, indem sie uns über die ästhetische Erfahrung Anschauungen Anderer von ihren Erfahrungen und Wünschen, lebendig vor Augen zu führen vermag. Bei der Analyse von Bildern gilt es insofern nicht nur deren geschichtsträchtigen, auf Erfahrungen mit der Welt beruhenden Aspekte zu untersuchen, sondern vor allem auch deren zukunftsprägendes und damit unsere Tatkraft ansprechendes Potential
Nach geltendem Recht. Raub und Restitution der Fayence-Sammlung Polaczek
Ein Schwerpunkt der Provenienzforschung ist die Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut. Verantwortlich vor Ort waren Museumsmitarbeiter, die bedeutende Kunstwerke und ganze Sammlungen jüdischer Bürger für das Deutsche Reich „sicherstellten“. Exemplarisch lässt sich solch ein Vorgang am widerrechtlichen Entzug der Fayencesammlung des Kunsthistorikers Ernst Polaczek und seiner Frau Friederike Polaczek darstellen. Bürokratisch korrektes Verhalten bestimmte das Schicksal der einstigen Eigentümerin, belegt durch ihre Korrespondenz mit den damaligen Akteuren. Die Fayencesammlung befindet sich nach Restitution in rechtmäßigem Besitz des Badischen Landesmuseums Karlsruhe