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    Kollwitz. Kunst und Wirklichkeit - Die Hauptwerke zum Ersten Weltkrieg.

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    Die Kunst der deutschen Graphikerin und Plastikerin KÄTHE KOLLWITZ (1867-1945) spiegelt Wirklichkeitserfahrung. Lebenseinsichten werden anschaulich dargestellt. Aber die Kunstwerke sind keine reinen Abbilder der Wirklichkeit. Sie enthalten auch sinnbildhaft Bedeutungen, sie wollen »entschlüsselt« werden. Das gilt besonders für die beiden Hauptwerke, die Kollwitz in der Folge des Ersten Weltkrieges schuf: das Denkmal »DIE TRAUERNDEN ELTERN« (1926-1932) und die Graphikreihe »SIEBEN HOLZSCHNITTE ZUM KRIEG« (1921-1922). Glaubwürdig und aussagemächtig bis in unsere Zeit, begründen diese Arbeiten Kollwitz' Ruf, eine der großen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts zu sein. Die Entwicklungsgeschichte der genannten Hauptwerke erstreckt sich von 1914 bis 1932. Zu ihren gültigen Fassungen gelangten beide erst über Umwege. Die DISSERTATION geht allen Entwicklungsstationen nach. Sie zeigt die Entstehungsgründe auf, rekonstruiert und analysiert die Erscheinungsformen und inhaltlichen Aussagen, und sie macht die Verankerung der Werke in Zeitgeschichte und Künstlerbiographie kenntlich. Im 1. Teil der Studie (»STIMMEN DER ZEIT – KRIEGSIDEOLOGIE«) werden Schriftquellen kommentiert: Kollwitz gibt in Tagebüchern und Briefen ideengeschichtlich relevante Hinweise, an denen sich ihre Einstellung zum Krieg nachvollziehen läßt. Den Wertbegriffen »Vaterland«, »Opfer« und »Pflicht« kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Sie hängen zum Teil von Denkern wie Johann Gottlieb Fichte ab oder speisen sich aus der Rezeption zeitgenössischer Autoren wie Arthur Bonus und Ernst Troeltsch. Auch Verbindungslinien zum Gedankengut der Freideutschen Jugendbewegung um Gustav Wyneken lassen sich nachweisen; ebenso Bezüge zur zeitgenössischen Kriegslyrik, zur klassischen und modernen Literatur (Goethe, Kleist, Hebbel, Nietzsche, Gide, u. v. a. Autoren), zu politischen Ereignissen und zur philosophischen Sinndeutung des Krieges (sog. »Ideen von 1914«). Auf der Basis erweiterter Quellendiskussion legt die Studie hierzu neue Erkenntnisse vor. Im 2. Teil (»DIE WERKE«) werden ideengeschichtliche, formanalytische und ikonographische Untersuchungen zusammengeführt. Mittels dieser erstmals konsequent in der Kollwitz-Forschung angewandten Methode werden bislang unbemerkte Zusammenhänge sichtbar und neue Interpretationen der Kunstwerke möglich. Ethische und ästhetische Fragen werden in den Blick genommen; und es wird Kollwitz' Kunstverständnis erörtert (Abstraktionstendenzen, sog. »Ausdruckskunst«, Stilvergleiche mit zeitgenössischen Kriegsdenkmälern und mit den Werken von Künstlerkollegen etc.). Ein Hauptanliegen der Dissertation besteht darin, die Beziehungen der Kunstwerke untereinander deutlich werden zu lassen. In jedem Werk dokumentiert sich eine besondere Auffassung des Erinnerns und Gedenkens. Welche Formen, Eigenschaften und Funktionen Denkmälern zukommen können, wird daher diskutiert. Die Studie versteht sich insofern als Beitrag zur Kunstgeschichte des deutschen Weltkriegsdenkmals. Im ganzen versucht sie, das Ethos der Künstlerin, ihren Wahrheits- und Wirklichkeitsanspruch sowie die künstlerische Qualität ihrer Werke zu erschließen. UMFANG UND AUFBAU DER DISSERTATION: 2 Teile Haupttext mit Anmerkungen (insgesamt 5 Kapitel Kriegsideologie und 5 Kapitel Werkanalysen), 2 Register (Schriftquellen-Chronologie und Findliste), Literaturverzeichnis, über 140 Abbildungen mit Nachweisen. – »Vorwort«, »Einblick« und »Zugang« informieren über Gegenstand, Erkenntnisinteresse, Quellenlage und Forschungsstand. Im »Ausblick« wird zusammenfassend begründet, wieso dem komplexen Darstellungsthema des Krieges nur eine gemeinsame Betrachtung der besprochenen Kollwitz-Werke angemessen sein kann. Und es wird die wachsende Kollwitz-Rezeption in der Forschung skizziert sowie in den großen Graphik-Sammlungen und bedeutenden Kollwitz-Museen zu Köln und Berlin

    "On Asp and Cobra You Will Tread...:" animals as allegories of transformation in Delacroix’s Liberty Leading the People.

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    This book offers a new interpretation of the meaning - political, artistic and personal - of Delacroix’s painting Liberty Leading the People. Instead of taking existing interpretations of this painting as my point of departure, I describe it in all its complexity, giving special attention to details that seem to have been missed by other scholars. From this I deduce that instead of offering his public a straightforward allegory, Delacroix invited it to solve a visual riddle and to decipher the several layers of meaning of each figure and of the allegory as a whole, relying on the cultural and historical knowledge that he shared with Salon viewers. Many parts of this shared knowledge, for instance Grandville’s contemporary political caricatures, anti-Bourbon songs and poems, Gallo-Roman monuments, legends and fairy tales are identified here for the first time as sources for Liberty Leading the People. New reasons for Delacroix’s interest in sources that have already been identified by other authors, for instance Auguste Barbier’s poem La Curée or Gros’s Battlefield at Eylau, are brought to light. I interpret Liberty Leading the People as a powerful image of the transformation of the peuple bestial (bestial people), the ancien régime’s name for the lowest orders of society, into free human beings, who are reconquering the liberties that they possessed before the subjugation of Gaul by the forebears of the Bourbons. The barricade fighters of the July Revolution are depicted as people who have just left their existence as hunted wild animals; they now hunt their former oppressors, the Bourbons and their allies. Once killed, these change into monstrous animals: a serpent, a lion, and a dragon, the monsters that are mentioned in Psalm 91, the psalm from which this book takes its title. I assume that Delacroix was interested in Psalm 91 because it could stand symbol for the arrogance of the Bourbons and their allies during the Restoration. I conclude that the political message of Liberty Leading the People is essentially peaceful: it forms a tribute to the July Revolution, the July Monarchy and the new king Louis-Philippe, and portrays the barricade fighters as victims changing into heroic freedom fighters. With this work, meant as the crowning achievement of his early career, Delacroix offers his services to the new king, without compromising on his artistic independence. In Liberty Leading the People Delacroix expresses central themes of his early work in a new and wholly original way, as symbols of the transformation of France during the July Days. I also conclude that Liberty Leading the People ridicules Louis-Philippe’s relatives the Bourbons, their followers, their Catholic state religion, and Delacroix’s rivals, the artists who had worked for them. Precisely this aspect of the painting demonstrates that Delacroix, while celebrating a new future for France, was preoccupied with the past, his family’s misfortunes during the Bourbon Restoration, and his own career, and misjudged the sensitivities of the new king and government. The lack of understanding of political reality demonstrated by Delacroix in Liberty Leading the People explains its lukewarm reception by the government

    Der Berliner Kupferstecher Johann Gottlieb Schmidt, Abgrenzung seiner Werke von denen der Kupferstecher Johann Gottfried und Johann Georg Schmidt sowie Georg Friedrich Schmidt

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    Über den Berliner Kupferstecher Johann Gottlieb Schmidt ist nur wenig bekannt, und das wenige, insbesondere was seine Lebensdaten betrifft, ist irreführend. Nagler gibt in seinem Künstlerlexikon an, er sei 1799 im 58. Lebensjahr verstorben. Die Wertung, er sei künstlerisch unbedeutend, sein angebliches Geburtsjahr um 1742 und der Umstand, dass die Signatur in keinem seiner Stiche die ausgeschriebenen Vornamen enthält, hat dazu geführt, das er als Stecher von zeitgenössischen, historischen Darstellungen, Porträts und Stadtansichten nicht einzuordnen war und eigentlich nicht wahrgenommen wurde. Durchsucht man die online - Graphikportale nach Künstlern aus dieser Zeit mit den Namen Schmidt und mit den Initialen J. G. der Taufnahmen, so findet man zahlreiche Stiche mit einer derartigen Signatur, wobei die Namen der Künstler mit Johann Gottfried, Johann Gottlieb und Johann Georg Schmidt angegeben werden. Die Zuschreibungen gleicher Stiche und Radierungen sind uneinheitlich und werden zum Teil als ungesichert bezeichnet. Die Auswertung der Berliner Adressbücher des 18. Jahrhunderts ergibt, dass Johann Gottlieb Schmidt um 1720 geboren sein muss, also wesentlich früher als bisher angenommen. Im Folgenden wird nun der Versuch unternommen, die Werke des Johann Gottlieb Schmidt, eines Zeitgenossen des berühmten Georg Friedrich Schmidt, auszusondern und zusammenzustellen

    Das Feuer der Erneuerung. Brandkatastrophen und deren Bedeutung für die Verbreitung gotischer Sakralarchitektur

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    “Der Brand der Kirche war ein – man möchte fast sagen – willkommener Anlaß für einen prächtigen Neubau.“ (Kimpel, Dieter; Suckale, Robert: Die gotische Architektur in Frankreich 1130 – 1270, München 1985, S. 28.) Diese Aussage über die Kathedrale von Amiens steht exemplarisch für weitere Äußerungen, die an einer Zufälligkeit von Brandkatastrophen und einem anschließenden Neubau im gotischen Stil zweifeln. Bisher ist es jedoch nur bei Vermutungen geblieben. Beweise oder Indizien, die die Verdachtsfälle belegen oder stützen, wurden bisher nicht erbracht. Diese Studie stellt also den ersten Ansatz dar, Zusammenhänge zwischen Brandkatastrophen und gotischen Neubauten zu untersuchen. Präsentiert wurden die Ergebnisse Anfang Februar 2018 auf der Tagung Erdbeben, Feuer, Wasser und andere Katastrophen. Ihr Einfluss auf die Stadtentwicklung und Stadtgestalt im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit des Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt | Städtebau & Architektur | Kantonale Denkmalpflege Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt | Abteilung Kultur | Archäologische Bodenforschung

    Zu den Funden aus dem vicus-Graben in Ladenburg (Grabung Baatz 1960)

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