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#52 Anerkennung von Regierungen: Zwischen Legitimität und Effektivität
„Die Bundesregierung erkennt die De-facto-Regierung der Taliban politisch nicht als legitime Regierung Afghanistans an.“ – so steht es etwas kryptisch auf der Webseite des Auswärtigen Amtes zu den bilateralen Beziehungen zwischen Afghanistan und Deutschland. Ob Afghanistan, Syrien oder Venezuela, um nur einige Beispiele zu nennen, die Frage der Anerkennung von Regierungen ist immer wieder ein kontroverses Thema in den außenpolitischen Beziehungen von Staaten. Doch welche völkerrechtlichen Voraussetzungen bestehen für die Anerkennung der Regierungen anderer Länder? Wie relevant ist die Legitimität der Regierung – genügt vielleicht doch die effektive Ausübung von Herrschaftsgewalt in dem Staatsterritorium? Über diese Fragen und aktuelle Reformvorschläge, die eine Zentralisierung der Anerkennung bei den UN fordern, spricht Erik Tuchtfeld in dieser Folge mit Helmut Aust. Im Grundlagenteil erklärt Isabel Lischewski unter anderem, wie es Anfang der 70er Jahre dazu kam, dass eine andere Regierung als Repräsentation des Gründungsmitglieds (und der Veto-Macht) China in den Vereinten Nationen anerkannt wurde. Wir freuen uns über jede Rückmeldung! Wie immer sind natürlich Lob, Anmerkungen und Kritik auch an [email protected] herzlich willkommen. Abonniert unseren Podcast via RSS, über Spotify oder überall dort, wo es Podcasts gibt. Es gibt die Möglichkeit, auf diesen Plattformen den Völkerrechtspodcast zu bewerten, wir freuen uns sehr über 5 Sterne! Hintergrundinformationen: Helmut Philipp Aust, Die Anerkennung von Regierungen: Völkerrechtliche Grundlagen und Grenzen im Lichte des Falls Venezuela, ZaöRV 2020, 73–99 Florian Kriener, Gewaltfreie Protestbewegungen als Legitimitätsquelle? Eine Replik, ZaöRV 2020, 881–911 Michelle Burgis-Kasthala, UNSC Resolution 2803, EJIL: Talk! 2025 Kushtrim Istrefi, The Security Council and the Western Sahara: Between Self-Determination and Implicit Recognition of Moroccan Sovereignty, EJIL: Talk! 2025 Lukas Kleinert, Recognition of a Taliban Government?: A Short Overview on the Recognition of Governments in International Law, Völkerrechtsblog 2021 Völkerrechtspodcast, #1 Das Interventionsverbot: Von Nicaragua bis Belarus, 08.01.2021 Völkerrechtspodcast, #7 Völkerrechtssubjektivität: Staat oder nicht Staat, das ist hier die Frage, 02.07.2021 Moderation: Erik Tuchtfeld, LL.M (Glasgow) & Daniela Rau Grundlagen: Dr. Isabel Lischewski Interview: Prof. Helmut Aust & Erik Tuchtfeld, LL.M (Glasgow) Schnitt: Daniela Rau Credits: DW News, What’s behind Russia’s recognition of the Taliban government?, 05.07.2025 WDR, Mitglied der Taliban leitet afghanisches Generalkonsulat in Bonn, 11.11.202
Ecocide in the Future Through the New EU Environmental Crime Directive: The Peak of a Successful Process of Depoliticisation
A Letter to the Cook: Norms and Conversions in Early Modern Japan
Damião of Akitsuki, a Japanese brother of the Jesuit mission to Japan, was able to persuade merchants, warriors, and local lords to embrace Christianity, a faith brought from halfway across the globe. At a time when European missionaries could speak no more than a few phrases of Japanese, Damião allegedly would engage in complex debates with Buddhist monks and attest to the conversion of large groups of people