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Die intertextuelle Dimension der Darstellung der Gegner Jesu im Matthäusevangelium. Mit besonderer Berücksichtigung des Propheten Jeremia
Zu den Eigenheiten des Matthäusevangeliums gehört, dass es sich sehr intensiv mit der Schrift (dem Alten Testament) auseinandersetzt. Davon zeugen in besonderer Weise die zehn Erfüllungszitate, darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Schriftzitate und Anspielungen. Der Bezug auf die Schrift im Matthäusevangelium dient in erster Linie der theologischen Profilierung Jesu. Allerdings nicht nur: Die Geschichte Jesu ist nämlich im Matthäusevangelium über weite Strecken als Konfliktgeschichte zwischen Jesus und den jüdischen Autoritäten dargestellt.
Die vorliegende Untersuchung fragt, inwiefern auch die jüdischen Autoritäten als Gegner Jesu im Lichte der Schrift verstanden und dargestellt werden. Dabei wird eine intertextuelle Methodik angewandt. Ausgangspunkt sind zwei Erfüllungszitate, die auf die Gegner Jesu angewendet werden: Mt 2,17f (die Klage Rahels aus Jer 31,15 wird auf den Kindermord des Herodes bezogen) und Mt 27,9f (Sach 11,13 – obwohl als Jeremia-Zitat angekündigt – wird auf die Hohenpriester angewandt). Diese beiden Zitate zeigen beispielhaft, dass der Prophet Jeremia für Matthäus besonders wichtig ist. Matthäus ist der einzige Evangelist (der einzige Autor des Neuen Testament überhaupt), der Jeremia namentlich erwähnt. Unter diesen Voraussetzungen wird versucht, die matthäische Gesamtkonfiguration der Gegner durch die Schrift darzustellen und so einen Beitrag zur Frage nach der Eigenart der matthäischen und frühchristlichen Schriftrezeption zu leisten
Einkommensungleichheit in der Schweiz : was können wir aus Steuerdaten lernen?
Wie sind materielle Ressourcen in der Schweiz verteilt? Was sind Ursachen, was sind Konsequenzen? Über die tatsächliche Situation der ökonomischen Ungleichheit in der Schweiz ist überraschend wenig bekannt und bestehende empirische Befunde mitunter widersprüchlich. Die vorliegende Dissertation hat zum Ziel, zu prüfen, inwieweit sich diese Lücken mit Hilfe von Steuerdaten schliessen lassen.
Nach einem Überblick über theoretische Erklärungsansätze zu Ungleichheit und
Ungleichheitsentwicklung erfolgt eine Einschätzung, ob Steuerdaten einen empirischen Beitrag zu den jeweiligen theoretischen Ansätzen leisten können. Anschliessend werden Konzepte zur idealen Definition ökonomischer Ressourcen und Ungleichheit beschrieben, und es wird geprüft, ob und wie der Forscher diesem Ideal auf Basis von Schweizer Steuerdaten gerecht werden kann. Ein weiterer Teil der Dissertation besteht aus vertiefenden Fallstudien zur
Ungleichheitsentwicklung in der Schweiz auf Basis kantonaler Steuerdaten, die im Rahmen des SNF-Projekts „Ungleichheit der Einkommen und Vermögen in der Schweiz“ gesammelt wurden. Ziel dieses Teils ist es, Ungleichheitsentwicklungen zu erklären. Konkret wird untersucht, ob und wie sich die demographische Entwicklung, Migrationsströme und die Entwicklung von Vermögen und Vermögenseinkünften auf die ökonomische Ungleichheit auswirken
Opere fatte di scultura da Pietro Bracci - Skulptur im Kontext des römischen Settecento
Die vorliegende Dissertation behandelt monografisch den Bildhauer Pietro Bracci (1700–1773) im Kontext der römischen Skulptur des 18. Jahrhunderts. Der Text der Dissertation gliedert sich in vier Teile, wobei zwei den Schwerpunkt auf seiner Verankerung in der Zeit und der Kunstwelt des römischen Settecento und die letzten beiden auf Braccis Technik, Stil und den Neuerungen haben, jedoch immer im Kontext des Spätbarock.
Auf den Textteil folgt ein ausführlicher Catalogue raisonné mit allen bekannten gesicherten, bzw. von der Autorin als gesichert anerkannten Werken der Bildhauerei, seien sie noch existent oder verloren, mit den dazugehörigen Zeichnungen, Modellen und Stichen. Auf spekulative oder unter dem Deckmantel der Stilanalyse leichtfertig getroffene Zuschreibungen wurde in dieser Arbeit verzichtet. Der Katalog war nötig, da die bisher veröffentlichten Werklisten mittlerweile nicht mehr dem neuesten Stand der Forschung entsprechen, einige Werke hinzugefügt, andere wiederum abgesprochen werden mussten.
Ziel der vorliegenden Dissertation ist es, eine umfassende und zeitgemäße Monografie über die Skulpturen und die dazugehörigen Entwürfe und Modelle einer oft, aber bisher zu oberflächlich behandelten Künstlerpersönlichkeit im direkten Vergleich zu seinen Zeitgenossen zusammenzustellen. Der Fokus lag dabei nicht primär auf den persönlich-biografischen als eher auf den stilistisch-formalen Eigenschaften der Werke Braccis. Sie ist demnach auch nicht, wie in der Vergangenheit geschehen, strikt chronologisch aufgebaut, das übernimmt schließlich der angehängte Katalog, sondern nach Überbegriffen, die die wichtigsten Eckpfeiler in Braccis OEuvre benennen. Braccis Ruhm geriet nach seinem Tod, besonders durch die sozialen und kulturellen Umstände am Übergang zur Epoche des Klassizismus teilweise in Vergessenheit. Es ist nun an uns, sein Erbe genauer zu studieren und wieder im Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit zu verankern.
In vielen Fällen war Bracci der ausführende Bildhauer, welcher nach dem disegno anderer Künstler, meist Architekten, arbeitete. Bisher wurde der Grad der geistig-schöpferischen Partizipation Braccis oft als sehr gering und seine Leistung als eine rein handwerkliche eingestuft. Diese Annahme wird in dieser Dissertation anhand von Stil- und Formvergleichen, Entstehungskontexten und Archivdokumenten widerlegt und gezeigt, dass Bracci oft nur groben Kompositionsrichtlinien unterlag und sonst die größte künstlerische Freiheit genoss. Des Weiteren werden typische Grundlinien Braccis in Stil und Form herausgearbeitet, wie z.B. die für ihn typische Einpassung und Unterordnung seiner Skulpturen in bzw. unter die sie determinierende, architektonische Struktur oder seine kraftvollen Körper, die sich von denen seiner Zeitgenossen unterscheiden und doch den Schönheitsidealen der Akademien unterliegen. Mehrere bisher unbekannte Auftragszusammenhänge konnten geklärt oder richtiggestellt werden. Zum ersten Mal wird hier die verloren geglaubte und neuerdings im Ashmolean Museum in Oxford wiederentdeckte Handschrift Braccis über die Obelisken in Rom und ihre Hieroglyphen näher beleuchtet und damit gezeigt, dass Bracci nicht nur der stumpfe Handwerker war, für den er lange gehalten wurde, sondern ein vielseitig gebildeter Angehöriger seiner Gesellschaft. Die bisher im Dunklen gebliebenen letzten Arbeitsjahre konnten beleuchtet und einige Tätigkeiten, wie etwa der Handel mit Kunst in kleinerem Stil, können seinem Arbeitsleben hinzugefügt werden. Es entstand ein präziseres, umfassenderes und interessanteres Bild des Künstlers und seiner Stellung im Rom des 18. Jahrhunderts.
Was Bracci ganz besonders unter seinen Zeitgenossen auszeichnete ist, dass sich der Stil, aber auch die Qualität seiner Werke, seien es nun Skulpturen oder Grabmonumente, über die gesamte Schaffenszeit kaum veränderte. Dies führte zu einem Image der Solidität und Vertrauenswürdigkeit, die ihm u.a. das Wohlgefallen der Päpste einbrachte, vor allem Benedikt XIV. und Clemens XIII., deren besonderer Schützling er war. Es konnte auch gezeigt werden, dass Bracci zudem Hilfestellung von Seiten mächtiger Kardinäle, vor allem von Annibale Albani, bekommen hatte und deshalb, auch ohne aktives Werben seinerseits, zu wichtigen Aufträgen kam. Sollte man den Stil Braccis benennen, so würde der Begriff „Spiritueller Monumentalismus“ am besten passen. Damit wäre sowohl der kraftvollen, monumentalen Figurenbildung, als auch seinen teilweise wie entmaterialisiert wirkenden Tugenden mit dem nach oben gerichteten, ins Leere gehenden Blick Rechnung tragen. Dass er eben nicht der oftmals deklarierte Bildhauer des römischen Rokoko war, wurde zur Genüge betont und ausgeführt.
Im Überblick kann festgestellt werden, dass Pietro Bracci zwar nicht der große Neuerer für die Kunstgeschichtsschreibung des römischen Settecento war, dass er aber wichtige Schritte auf dem Weg getan hatte, den Antonio Canova kurz darauf so konsequent verfolgte. In einer Zeit des sozialen und künstlerischen Übergangs war Bracci ebenfalls ein Grenzgänger, der innerhalb der Tradition immer wieder über die gewohnten Schwellen trat
Sulfur Isotopic Ratios at 67P/Churyumov-Gerasimenko and Characterization of ROSINA-DFMS FM & FS
Comets are thought to be the most pristine bodies present in the Solar System. In
consequence of spending the majority of their existence beyond 30 AU, their composition
can give insights on the physical and chemical conditions during their formation. Since
August 2014 the European Space Agency spacecraft Rosetta accompanies the Jupiter
family comet 67P/Churyumov-Gerasimenko on its way to perihelion and beyond. In this
study the isotope fractionation of 34S are reported in H2S, OCS, SO2, S2, and CS2 at 67P.
In addition for the first time the isotope fractionation for 33S is presented for cometary
volatiles. The ratio 32S/33S is given for H2S, SO2 and a tentative value is given for CS2.
With a mean value of -50 ± 22‰ and -306 ± 31‰ for δ34S and δ33S respectively, H2S
shows a significant depletion in both 34S and 33S. For SO2 the depletion is less distinct with
δ34S and δ33S being -67 ± 40‰ and -130 ± 53‰, respectively. The strongest depletion is
present for CS2 with -114 ± 21‰and -276 ± 55‰, respectively. For OCS and S2 only δ34S
could be determined which is -252 ± 77‰ and -357 ± 145‰, respectively. A comparison
with sulfur isotopic ratios measured in SiC grains revealed that both SiC grains and the
five volatile species have similar sulfur isotopic ratios. However, it is beyond the scope
of this work to investigate the possibility of a link between SiC grains and cometary ices.
Nevertheless, mass-dependent or mass-independent fractionation due to photo dissociation
can be ruled out as sole cause of the seen depletion of 33S and 34S. Furthermore, an upper
limit of (9.64 ± 0.19)·10.4 for D/H in HDS has been determined. This value is about a
factor two higher than D/H in H2O for the same comet reported by (Altwegg et al., 2015).
Besides the investigation concerning isotopic ratios of sulfur bearing species in this work
the calibration and characterization of ROSINA/DFMS has been continued. Here it is
reported about the deviation of the mass scale for MCP/LEDA low resolution spectra and
the calibration measurements performed in the laboratory. Furthermore the outcome of the
attempt to describe the sensitivity of DFMS with an empirical function will be discussed.
The last part of the characterization of DFMS is dedicated to determine the so-called
individual pixel gain for the laboratory and the flight model. Moreover, correlation between
the depletion’s manifestation of the MCP with respect to the applied voltages has been
investigated for both models. It has been found that further measurements are needed
to understand the manifestation of depletion at the laboratory model. For the model on
board of Rosetta it could be shown that most of the present feature are due to the usage
of the MCP and suggestions have been made in order to answer the remaining question
considering the depletion of the MCP
Understanding heterogeneity in post-implementation enterprise system usage: towards a fit/misfit-experience-outcome typology
The overarching objective of this dissertation is to uncover why and how individually experienced fits and misfits translate into different outcomes of user behavior and satisfaction and whether these individual fit/misfit outcomes are in line with organizational intent. In search of patterns and possible archetype users in the context of ES PIPs, this dissertation is the first study that specifically links the theoretical concepts of the aggregated individual fit experiences with the individual and organizational outcome of these experiences (i.e. behavioral reaction, user satisfaction, and alignment with organizational intent). The case study’s findings provide preliminary support for four archetype users characterized by specific fit/misfit experience-outcome patterns
Sensitivity and Fragmentation Calibration of the ROSINA Reflectron-type Time-Of-Flight Mass Spectrometer
The goal of this work was to increase the performance and to calibrate one of the ROSINA sensors, the Reflectron-type Time-Of-Flight mass spectrometer, currently flying aboard the ESA Rosetta spacecraft. Different optimization techniques were applied to both the lab and space models, and a static calibration was performed using different gas species expected to be detected in the vicinity of comet 67P/Churyumov-Gerasimenko. The database thus created was successfully applied to space data, giving consistent results with the other ROSINA sensors
Dentinhaftkraft zweier neuer CAD/CAM-Materialien in Abhängigkeit verschiedener adhäsiver Zementsysteme
Zielsetzung: Ziel der Studie war die Bestimmung der Dentinhaftkraft von zwei so-genannten Hybridmaterialien für computer-aided design/computer-aided manufacturing (CAD/CAM) Restaurationen unter Anwendung von fünf verschiedenen Zementen vor und nach sechsmonatiger Lagerung.
Materialien und Methoden: Aus extrahierten menschlichen Molaren wurden 300 Dentinprobekörper hergestellt (n=15 pro Gruppe; 10 Gruppen (2 Hybridkeramiken, 5 Zemente) je nach 24 h/nach sechsmonatiger Lagerung). Aus Hybridkeramikblöcken von Lava Ultimate (3M ESPE) und VITA ENAMIC (VITA Zahnfabrik) wurden Zylinder hergestellt, welche standardisiert aufgeraut wurden. Anschliessend wurden die Hybrid-keramikzylinder mit einem der folgenden fünf Zemente auf die Dentinprobekörper zementiert: mit den Kompositzementen RelyX Ultimate (3M ESPE), PANAVIA F2.0 (Kuraray), Variolink II (Ivoclar Vivadent), els cem (Saremco Dental AG) oder als Negativkontrollgruppe mit dem kunststoffmodifizierten Glasionomerzement Ketac Cem Plus (3M ESPE). Die Dentinhaftkraft der Hybridkeramikzylinder wurde einerseits nach 24 h und andererseits nach sechsmonatiger Lagerung via Scherkrafttest bestimmt. Nach dem Scherkrafttest wurde das Bruchmuster unter einem Lichtmikroskop bei 40-facher Vergrösserung beurteilt. Die Dentinhaftkraftwerte wurden mittels nichtparametrischer ANOVA gefolgt von exakten Wilcoxon Rangsummen-Tests statistisch analysiert (α=0,05). Die Beurteilung des Bruchmusters wurde deskriptiv ausgewertet.
Resultate: Für die Hybridkeramik Lava Ultimate und nach 24 h erzielten die Kompositzemente RelyX Ultimate und Variolink II die höchsten Dentinhaftkraftwerte. Die Dentinhaftkraftwerte von RelyX Ultimate und Variolink II unterschieden sich nicht signifikant. Die Dentinhaftkraftwerte von PANAVIA F2.0 unterschieden sich ebenfalls nicht signifikant von denjenigen von RelyX Ultimate, waren jedoch signifikant tiefer als diejenigen von Variolink II. Unter allen Kompositzementen erzielte els cem die tiefsten Dentinhaftkraftwerte. Nach sechsmonatiger Lagerung waren die Dentinhaftkraftwerte für RelyX Ultimate die höchsten, gefolgt von Variolink II, von els cem und anschliessend von PANAVIA F2.0, welcher nach sechsmonatiger Lagerung die tiefsten Dentinhaftkraftwerte der Kompositzemente zeigte. Der kunststoffmodifizierte Glasionomerzement Ketac Cem Plus zeigte sowohl nach 24 h als auch nach sechsmonatiger Lagerung die tiefsten Dentinhaftkraftwerte. Für VITA ENAMIC war die Reihenfolge der Zemente nach Dentinhaftkraft nach 24 h ähnlich wie diejenige nach sechsmonatiger Lagerung: Die Dentinhaftkraft war für RelyX Ultimate und Variolink II am höchsten, gefolgt von PANAVIA F2.0, von els cem und schlussendlich von Ketac Cem Plus mit den tiefsten Dentinhaftkraftwerten.
Nach 24 h und für alle fünf Zemente unterschieden sich die Dentinhaftkraftwerte zwischen Lava Ultimate und VITA ENAMIC nicht signifikant. Nach sechsmonatiger Lagerung unterschieden sich die Dentinhaftkraftwerte zwischen Lava Ultimate und VITA ENAMIC ebenfalls nicht signifikant für RelyX Ultimate und els cem im Gegensatz zu den Dentinhaftkraftwerten von PANAVIA F2.0, Variolink II und Ketac Cem Plus, welche signifikant tiefer waren für Lava Ultimate als für VITA ENAMIC. Das häufigste Bruch-muster war für Lava Ultimate nach 24 h und für VITA ENAMIC sowohl nach 24 h als auch nach sechsmonatiger Lagerung adhäsiv zwischen Dentin und Zement. Nach sechs-monatiger Lagerung war für Lava Ultimate das häufigste Bruchmuster tendenziell gemischte Brüche.
Schlussfolgerung: Basierend auf den Resultaten kann gesagt werden, dass für beide Hybridkeramiken sowohl RelyX Ultimate als auch Variolink II empfohlen werden können. PANAVIA F2.0 kann für VITA ENAMIC empfohlen werden, für Lava Ultimate allerdings weniger, da die Dentinhaftkraft nach sechsmonatiger Lagerung abnahm. Von einer konventionellen (allerdings nicht indizierten und in dieser Studie experimentellen) Zemen-tierung der beiden Hybridkeramiken mit dem kunststoffmodifizierten Glasionomerzement Ketac Cem Plus muss abgeraten werden
Sicherheit und Zuverlässigkeit der Nebenschilddrüsenchirurgie bei Patienten mit Hyperparathyreoidismus und intraoperativ gemessenem intakten Parathormon
In der vorliegenden Arbeit wurde die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Nebenschilddrüsenchirurgie beim Hyperparathyreoidismus mit intraoperativer Bestimmung des intakten Parathormons (Parathormonschnelltest) untersucht. Im Zeitrahmen zwischen 1/2004 und 12/2008 wurden an der universitären Klinik für viszerale Chirurgie und Medizin bei 194 operierten Patienten 150 Adenome, 39 Hyperplasien, sowie 5 Doppeladenome der Nebenschilddrüsen gefunden. Das intakte Parathormons (iPTH) im Serum wurde zu Beginn der Operation, nach Präparation der vergrösserten Nebenschilddrüse bei noch erhaltenem Gefässstiel, sowie 5, 10 und 15 Minuten nach der Parathyreoidektomie gemessen. Für den Erfolg der Operation wurde ein Abfall des iPTH um mehr als 50% vom Ausgangswert innerhalb der ersten 5 Minuten, sowie um mehr als 60% innerhalb der ersten 10 Minuten festgelegt. Bei solitären Adenomen der Nebenschilddrüse kam es bereits 5 Minuten nach der Parathyreoidektomie zu einem durchschnittlichen Abfall des iPTH um 61±19% vom Ausgangswert und nach 10 Minuten um 73±17%. Bei einer Hyperplasie der Nebenschilddrüse blieb dieser schnell eintretende steile Abfall des iPHT aus, der Rückgang des iPHT-Spiegels war zögerlich und erreichte erst nach subtotaler Parathyreoidektomie Normalwerte. In dem vorliegenden Patientengut wurden drei falsch-negative sowie ein falsch-positiver Befund beobachtet. Prognostisch ergibt sich für ein solitäres Adenom unserem Patientengut eine Sensitivität von 96% und eine Spezifität von 91% für den 10 Minuten-Wert. Der prädiktive Wert des positiven Tests beträgt 97%. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass mit Hilfe der intraoperativen iPTH-Messung die Sicherheit in der Chirurgie des Parathyreoidismus gesteigert werden kann, vor allem beim Vorliegen eines Doppeladenoms oder bei schwierigen Rezidiveingriffen
Influences of porcine circo-, arteriviruses and cathelicidins in plasmacytoid dendritic cell-derived interferon-alpha responses
Type I interferons (IFNs), mainly IFN-α/β play a crucial role in innate defense against viruses. In addition to their direct antiviral activity, type I IFNs have antitumoral and immunomodulatory effects. Although all cells are virtually able to induce IFN-α, the plasmacytoid dendritic cell (pDC) subset represents the ultimate producers of IFN-α as well as other proinflammatory cytokines. Due to the specific expression of TLR7 and TLR9 recognizing single-stranded (ss) RNA and unmethylated CpG motifs respectively, pDCs can secrete up to 1000 times more IFN-α than any cellular types.
Additionally, it is well known that several cytokines including type I and II IFNs, Flt3-L, IL-4 and GM-CSF favor pDC-derived IFN-α responses to unmethylated CpG motifs. In a first step, we aimed to characterize and clarify the interactions of two porcine viruses with pDCs. The double-stranded DNA replicative forms of porcine circovirus type 2 (PCV2) were demonstrated to inhibit CpG-induced IFN- α by pDCs. Our study showed that none of the cytokines known to enhance pDC responsiveness can counter-regulate the PCV2-mediated inhibition of IFN-α induced by CpG, albeit IFN-γ significantly reduced the level of inhibition. Interestingly, the presence of IFN-γ enabled pDCs to induce IFN-α to low doses of PCV2. We also noted that after DNase treatment, PCV2 preparations were still able to stimulate pDCs. These data suggest that encapsulated viral ssDNA promotes the induction of IFN-α in pDCs treated with IFN-γ whereas free DNA, presumably as double-stranded forms, was responsible for inhibiting pDC responses. Regarding PRRSV, it has been reported that North American isolates did not induce and even inhibited IFN-α response in pDCs. However, PRRSV infection was also shown to lead to an induction of IFN-α in the serum and in the lungs suggesting that certain cells are responsive to the virus. Contrasting to previous reports we found that numerous PRRSV isolates directly induced IFN-α in pDCs. This response was still observed after UV-inactivation of viruses and required TLR7 signaling. The inhibition of CpG-induced IFN-α was weak and strain dependent, again contrasting with a previous report. We also observed that IFN-γ and IL-4 enhanced IFN-α response to two prototype strains, VR-2332 and LVP23. In summary, we demonstrated that both PCV2 and PRRSV promote IFN-α secretion in pDCs in vitro suggesting that IFN-α detected in PCV2- or PRRSV-infected animal might originate from pDCs. On the other hand, PRRSV replication is restricted to the macrophage (MΦ) lineage. These innate immune cells represent a heterogeneous population which can be induce to “classical” (M1) and “alternative” (M2) activated MΦ acquiring inflammatory or “wound-healing” functional properties, respectively. Nonetheless, little is known about the effect of polarization into M1 or M2 and the susceptibility of these cells to PRRSV. Thus, we examined the impact of cytokine on MΦ polarization into M1 or M2. Infections of these cells by several PRRSV isolates enabled the discrimination of PRRSV isolate in a genotype- and irulencedependent manner in M1 and IFN-β-activated MΦ. In contrast, the expression of PRRSV nucleocapsid in M2 or inactivated MΦ was indistinguishable among the PRRSV isolates tested. In the last part of my Thesis, we investigated the influence of three synthetic porcine cathelicidin peptides for their ability to deliver nucleic acid to pDCs. We reported that all cathelicidins tested can complex and quickly deliver nucleic acids resulting in IFN-α induction. Moreover, we show that the typical α-
helical amphipathic conformation is required to mediate killing of bacteria but not for inducing IFN-α secretion by pDCs. Furthermore, we found that E.coli treated with one of these cathelicidins is able to induce significantly higher levels of IFN-α compared to a non-sense version of the peptide. These data suggest that cathelicidins could influence the immune response in a two-step process. First, these peptides target bacteria leading to cell lysis. In turn, cathelicidins form complexes and deliver extracellular microbial nucleic acids released into pDCs. These pDC-derived IFN-α responses could be of particular relevance in driving the adaptive immune responses against microbial infections
Disziplinarische Verantwortlichkeit im öffentlichen Dienst: Analyse der gesetzlichen Regelung im Bund und im Kanton Zürich
Ziel vorliegender Arbeit ist, das Disziplinarrecht und dessen tendenzielle Abschaffung aufzu-arbeiten. Dazu wird im ersten Teil der Arbeit geprüft, ob die Grundlagen des Disziplinarrechts - die disziplinarrechtliche Verantwortlichkeit, das besondere Rechtsverhältnis sowie die Treuepflicht - nach wie vor bedeutsam sind. Weiter wird das Disziplinarwesen als rechtliches Institut begründet und die Restbestimmungen des Disziplinarrechts werden veranschaulicht. Gegenstand der Aufzeichnung des Ist-Zustandes ist weiter, den Inhalt des Disziplinarrechts aufzuzeigen und dieses von der Administrativuntersuchung, dem Strafverfahren, dem perso-nalrechtlichen Verfahren und der Umsetzung ethischer Standards abzugrenzen, um festzu-stellen, ob eines dieser Verfahren in der modernen Verwaltung dazu geeignet ist, die Funkti-on des Disziplinarverfahrens zu übernehmen.
Im zweiten Teil der Arbeit werden die gewonnenen Erkenntnis verarbeitet, indem der Rege-lungsbedarf aufgezeigt und ein gesetzlicher Lösungsvorschlag präsentiert wird.
Obwohl seit dem Abschluss der Dissertation wesentliche Änderungen in der Gesetzgebung vollzogen wurden, bleibt die Analyse in den Grundzügen relevant und die darauf gestützte Diskussion grundsätzlicher Fragen als Diskussionsgrundlage der disziplinarrechtlichen Ver-antwortlichkeit wesentlich. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, interdisziplinäre Lö-sungen zu entwickeln, welche langfristig institutionelle Ordnung sicherzustellen und das Ver-trauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen aufrecht zu erhalten vermögen