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Einfluss von Sandfangzaunkonfigurationen auf das Wachstum des Dünenfußes
Sandfangzäune aus lokal verfügbarem Buschmaterial stellen eine naturnahe Küstenschutzmaßnahme dar, die das Wachstum des Dünenfußes unterstützen können. Durch die Installation von Sandfangzäunen in der Nähe des seeseitigen Dünenfußes wird die Geschwindigkeit des auflandigen Windes verringert, so dass sich die äolisch transportierten Sedimente an den einzelnen Buschreihen eines Sandfangzauns ansammeln können. Dadurch wird ein zusätzlicher Sedimentpuffer geschaffen, der die Energie von einlaufenden Wellen dämpfen oder lokale Defizite des Sedimentbudgets ausgleichen kann. Gegenwärtig beruht der Bau von Sandfangzäunen größtenteils auf Erfahrungswerten, da nur wenige wissenschaftliche Studien ihre Effektivität, ihr optimales Design, die Anordnung der einzelnen Reisiglinien sowie ihre relative Position im Strandprofil zur Sedimentakkumulation untersucht haben. Jedoch sind für die Wiederherstellung und die Instandhaltung von Stranddünensystemen detaillierte Kenntnisse über die Wechselwirkung zwischen dem Stranddünensystem und den Sandfangzäunen erforderlich, um effektive Sandfangzäune entlang ausgedehnter Küstenabschnitte zu gewährleisten.
Daher wurden Langzeituntersuchungen zum Dünenfußwachstums an Abschnitten mit und ohne Sandfangzäunen auf den ostfriesischen Inseln Langeoog und Norderney durchgeführt. Die untersuchten Sandfangzäune bestanden aus lokal vorhandenem Reisigmaterial und unterschieden sich in ihrem Alter seit Installation, ihrer Porosität und ihrer Anordnung von parallel und orthogonal zu den Küstendünen ausgerichteten Buschreihen. Mithilfe von wiederholten unbemannten Drohnenflügen von März 2020 bis Mai 2021 konnten aus den Drohnenaufnahmen via digitaler Photogrammetrie digitale Höhenmodelle erstellt werden. So konnten die Volumenänderungen um verschiedene Sandfangzaunkonfigurationen über die Zeit ausgewertet werden. Es zeigte sich, dass die vorherrschenden Randbedingungen wie die vorhandene Topographie, die Sedimentzufuhr, die Porosität des Zauns, die Höhe der herausragenden Äste und die Anordnung der Reisiglinien die Effektivität Sediment zu akkumulieren, maßgeblich beeinflussten. Die Wachstumsrate des Dünenfußes war unmittelbar nach dem Bau eines neuen Sandfangzauns signifikant und nahm mit der Zeit ab. Sandfangzäune mit geringerer Porosität begünstigten ein lokales Wachstum direkt an den Buschreihen, während Zäune mit höherer Porosität eine Sedimentakkumulation weiter windabwärts begünstigten
Vergleich hydraulischer und morphodynamischer Charakteristika in Beispielstrecken der Binnenelbe
Evaluation of bank protection design based on the back-analysis of excess pore water pressure measured in model tests
Empfehlung(en) "Verschleiß und Verklebung im Lockergestein" - ein erster Ausblick
Der Tagungsband "Vorträge der Fachsektionstage Geotechnik - Interdisziplinäres Forum 2023, Congress Centrum Würzburg, 12. - 13. September 2023" erscheint im Open Access und ist hier kostenfrei abrufbar: https://www.dggt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=397%3Atagungsband-fstg&catid=45%3Apublikationen&Itemid=6