Gutenberg Open Science (Univ. Mainz)
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Lokale Ablationsverfahren der Leber: Vergleich von drei verschiedenen Ablationsverfahren : eine retrospektive Kohortenanalyse
V, 87 Seiten ; Diagramm
Erwerb medizinisch-praktischer Kompetenzen der Sonographie in der klinischen Ausbildung von Studierenden der Medizin: Eine Untersuchung zur Wirkung und Nachhaltigkeit des Kurses „sonoforklinik-students“ der Universitätsmedizin Mainz (UM)
Einleitung: Die Sonographie hat sich als eines der wichtigsten diagnostischen Verfahren in der Medizin etabliert, jedoch spiegelt sich diese Relevanz noch nicht im Medizinstudium wider. In Deutschland gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Lehrkonzepte an medizinischen Fakultäten, darunter auch der Kurs von sonoforklinik- students (S4K) im 5. Semester an der Universitätsmedizin Mainz (UM). Der Kurs existiert seit 2017 und wird als freiwilliges Angebot von der überwiegenden Mehrheit der Studierenden angenommen und sehr gut bewertet. Bisher blieb allerdings die Frage offen, ob der Kurs zu einer nachhaltigen Kompetenzentwicklung führt. Das Ziel dieser Studie besteht darin, die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des S4K-Kurses über einen bisher noch nicht untersuchten Zeitraum von zweieinhalb Jahren und das im Vergleich zu einer Kontrollgruppe zu messen.
Material und Methoden: Zu Beginn des Praktischen Jahres wurden alle Studierenden des Wintersemesters 2019/2020 und des Sommersemesters 2021 in die Untersuchung einbezogen. Da der S4K-Kurs im ersten klinischen Semester angeboten wird, waren zum Zeitpunkt der Messung für die meisten Studierenden zweieinhalb Jahre vergangen. Die Studierenden wurden in zwei Gruppen, die Studiengruppe „mit Kurs“ und die Kontrollgruppe „ohne Kurs“, unterteilt. Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde die Kompetenz der Studierenden anhand eines Wissenstests und zweier praktischer Tests gemessen. Hierbei wurden den Studierenden zufällig zwei von vier möglichen Tests zugeteilt, die die Bereiche Pleura, Gallenblase, Aorta, Niere abdeckten. Ein Jahr später wurden dieselben Studierenden erneut befragt, um rückblickend den persönlichen Nutzen des S4K-Kurses und des Praktischen Jahres für ihren Kompetenzzuwachs im Themenbereich Sonographie zu ermitteln und Aussagen zum longitudinalen Aufbau des Sonographie-Angebots an der UM zu treffen.
Ergebnisse: Insgesamt wurden die Daten von 302 Studierenden ausgewertet. Abgesehen von der Teilnahme am Kurs ergaben sich keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf demographische Merkmale und Vorkenntnisse zwischen beiden Gruppen. Die Studiengruppe (n=141) zeigte sowohl in einer Selbsteinschätzung der eigenen Kompetenz, als auch in den objektiven Messungen im Wissens- und praktischen Test signifikant bessere Ergebnisse im Vergleich zur Kontrollgruppe (n=161). Die Mehrheit der Studierenden äußerte den Wunsch nach zusätzlichen Kursangeboten mit hohem praktischem Übungsanteil während des Studiums. Es wurde kein wesentlicher Wissenszuwachs im Bereich Sonographie während das des Praktischen Jahres festgestellt.
Schlussfolgerung: Die Teilnahme am freiwilligen Sonographiekurs S4K führt zu einem signifikanten Anstieg der sonographischen Kompetenz, welcher auch nach zweieinhalb Jahren nachhaltig messbar bleibt. Eine verpflichtende Integration des Kurses in das medizinische Curriculum der UM könnte zu einer nachhaltigen Steigerung der theoretischen und praktischen sonographischen Fähigkeiten der Medizinstudierenden führen. Das angestrebte Ziel besteht darin, ein longitudinal strukturiertes Kurskonzept zu etablieren, das nicht nur den Wünschen der Studierenden entspricht, sondern sich am besten an den Empfehlungen des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs (NKLM) orientiert. Wichtigster Baustein der Sonographie-Lehre sollten vor allem praktische Einheiten am Sonographie-Gerät in Kleingruppen sein, die zunehmend von Innovationen wie E- Learning und Simulatoren unterstützt werden können.107, XIX Seiten ; Illustrationen, Diagramm
Minimale hepatische Enzephalopathie oder verminderte Schlafqualität - was beeinflusst Fahrtauglichkeit und Reaktionsvermögen bei Patienten mit Leberzirrhose?
Leberzirrhose hat nachweislich einen negativen Einfluss auf die Schlafqualität von betroffenen Patienten (24). Das Ausmaß dieser korreliert sowohl mit der Schwere des Krankheitsbildes (Child-Pugh-Stadien) als auch mit dem Auftreten von overter (OHE) und coverter hepatischer Enzephalopathie (CHE) (25). Der Einfluss von OHE und CHE auf das Fahrvermögen von Patienten wurde bereits in Studien untersucht, ohne aber den Einfluss der Schlafqualität dabei näher zu analysieren. Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob die verminderte Schlafqualität bei Leberzirrhose Patienten Einfluss auf die Fahrtauglichkeit in Form von Unfällen oder verminderter Reaktionsfähigkeit hat.
Zu diesem Zweck wurden 112 ambulante Patienten mit Leberzirrhose der Uniklinik Mainz rekrutiert. Die Schlafqualität der Probanden wurde mithilfe des Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) und Epworth Sleepiness Scale (ESS) Fragebögen erfasst. Anschließend wurden die Probanden mithilfe des Psychometric Hepatic Encephalopathy Score (PHES) Test auf minimale hepatische Enzephalopathie (MHE) untersucht. In einem weiteren Fragebogen wurde erfasst, ob und wie viele Autounfälle und Verkehrsvergehen sie in den vergangen zwölf Monaten hatten. Abschließend wurde das Reaktionsvermögen im Rahmen eins Virtual Reality (VR) Fahrtest untersucht. Nach sechs Monaten wurden die Probanden erneut nach Unfällen oder anderen Verkehrsvergehen seit der Studienteilnahme befragt.
Das mediane Alter der Studienteilnehmer betrug 60 Jahre. 65 % der Teilnehmenden war männlich. 51,9 % hatten einen pathologisches PSQI Ergebnis, 17,4 % litten unter Tageshypersomnolenz und 14 % wiesen eine MHE auf. 18,8 % der Probanden berichteten entweder über einen Unfall im vergangenen Jahr oder hatten bereits das Autofahren aufgrund von Unsicherheit eingestellt.
In der statistischen Analyse konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen Schlafqualität oder Tageshypersomnolenz und dem Auftreten von Unfällen oder dem Einstellen des Autofahrens feststellen. Gleiches gilt für das Vorliegen einer MHE und dem Auftreten von Unfällen oder dem Aufgeben des Autofahrens.
Ebenfalls konnte kein statistischer Zusammenhang zwischen der Schlafqualität bzw. Tageshypersomnolenz und einer verlängerten Reaktionszeit nachgewiesen werden. Nach multivariabler Analyse hatte allein die Selbsteinschätzung einen sig-nifikanten Einfluss auf Unfälle oder Fahrverzicht aufgrund von Unsicherheit.
Auch ohne nachgewiesenen Zusammenhang von Schlafqualität bei Patienten mit Leberzirrhose und dem Auftreten von Unfällen/Verzicht des Autofahrens sollte die Thematik weitergehend untersucht werden. Neue Forschungsmethoden oder -perspektiven könnten weitere Erkenntnisse und Forschungsansätze liefern, um den komplexen Zusammenhang zwischen Schlaf und Leberzirrhose besser zu verstehen.IV, 67 Seiten ; Illustrationen, Diagramm
Interessen, Kenntnisstand und Tätigkeitsschwerpunkte in der dento-alveolären Chirurgie bei Sanitätsoffizieren Zahnarzt der Deutschen Bundeswehr
II, 101 Seiten ; Diagramm
Die verfassungskonforme Auslegung als Mittel der Kompromissfindung
In der Arbeit befasse ich mich mit der Argumentationsfigur der verfassungskonformen Auslegung. Unter Auswertung einschlägiger Literatur und Rechtsprechung arbeite ich heraus, wie die verfassungskonforme Auslegung in der Literatur als ein Mittel dargestellt wird, das sich rechtstheoretisch herleiten lässt, während die Anwendung in der Rechtsprechung davon geprägt ist, eine binäre Entscheidung zur Frage der nach der Verfassungsgemäßheit einer Norm zu vermeiden. Methodisch steht insbesondere in der zweiten Hälfte der Arbeit die Frage im Vordergrund, welche tatsächlichen Funktionen die verfassungskonforme Auslegung erfüllt. Auf einer weiteren Ebene geht es mir darum, anschaulich zu machen, welcher Methoden sich die rechtswissenschaftliche Forschung ihrerseits bedienen kann, um über rechtswissenschaftliche Methoden zu sprechen und diese zu hinterfragen.V, 172 Seite
Umstrukturierung des chirurgischen Praktikums hin zur kompetenzorientierten Lehre: Wie beeinflusst dies die Selbsteinschätzung im Kompetenzzuwachs der Studierenden?
IV, 91 Seiten Diagramm
Rückenlageassoziation und antihypertensive Medikation bei leicht- bis schwergradigem Schlafapnoesyndrom
iv, 79 Seiten ; Diagramm
Der Effekt retinaler Lichtexposition auf die humane Interleukin-10 Konzentration im Rahmen der Cortisol awakening response
In dieser Arbeit wurde das Immunsystem im Kontext der zirkadianen Rhythmik und retinaler Lichtexposition untersucht. An einer Stichprobe gesunder, männlicher Probanden (n = 42) wurde experimentell in einem between subject design der Einfluss vier verschiedener Lichtqualitäten (hell, dunkel, blau und rot) im Rahmen der Cortisol awakening response auf das anti-inflammatorische Zytokin Interleukin-10 getestet. Ziel war es, neue Erkenntnisse des Einflusses dieser Lichtqualitäten auf das Zytokin und damit Teile des Immunsystems zu gewinnen und bestehendes Wissen über die CAR zu erweitern. Signifikante Effekte bei der Exposition von polychromatischem, hellem Licht gegenüber der Kontrollgruppe ohne Lichtexposition konnten nicht gezeigt werden. Es wurden partiell erhöhte IL-10 Konzentrationen bei der Exposition von blauem Licht gegenüber rotem Licht gemessen, wobei eine Modulation dieses Parameters durch Licht, während der CAR in dieser Arbeit nicht statistisch signifikant nachgewiesen werden konnte. Als mögliche Gründe hierfür wurden Unklarheiten über den Zusammenhang zwischen Cortisol und IL-10, sowie Defizite im Studiendesign diskutiert. Eine Reproduktion der Arbeit mit modifiziertem Studiendesign, einer größeren Stichprobe und weiteren Parametern wie z.B. Melatonin erscheint sinnvoll. In Folgestudien sollten außerdem zusätzlich weibliche Probanden berücksichtigt werden, um den Einfluss des Zyklus und der damit verbundenen hormonellen Schwankungen auf die CAR zu untersuchen.IV, 73 Seiten ; Illustrationen, Diagramm
Vergleich und Einfluss von TEE-gesteuerten mit ergänzend angiographisch-gesteuerten perkutanen Verschlüssen des linken Herzohrs auf Interventionszeit, Durchleuchtungszeit und Strahlendosis Eine retrospektive unizentrische Kohortenstudie
Einleitung: Für Patienten mit Vorhofflimmern hat sich als Alternative zur medikamentösen Schlaganfallprophylaxe durch Antikoagulation der perkutane interventionelle Verschluss des linken Vorhofohrs (LAAO) mittels sogenannter Occluder über die letzten Jahre etabliert. Dieses Verfahren wird in der Regel durch eine transösophageale Echokardiographie (TEE) und eine angiographische Darstellung der Strukturen gesteuert und kontrolliert. Währenddessen sind Patient und Untersucher einer zusätzlichen Strahlenbelastung ausgesetzt. Darüber hinaus riskieren Patienten mit bekannter Niereninsuffizienz durch die Kontrastmittelgabe weitere renale Schäden. Unsere Arbeit zielt darauf ab die Vorteile einer vorwiegend TEE-gesteuerten LAAO bezüglich der Interventionszeit, Durchleuchtungszeit und Strahlendosis aufzuzeigen und gleichzeitig die Sicherheit und Effektivität einer kontrastmittelfreien Methode zu belegen.
Methoden: Wir untersuchten retrospektiv die Daten von 198 Patienten, die sich zwischen Anfang Januar 2015 und Ende Juni 2019 am Zentrum für Kardiologie an der Universitätsmedizin Mainz zur LAAO vorstellten. In dieser Zeit wurden sowohl die konventionelle Steuerungsmethode mittels Angiographie als auch das primär TEE-gestützte Verfahren angewandt. Es erfolgte eine regelmäßige Protokollierung der verbrauchten Materialien, der periprozeduralen Komplikationen und der echokardiographischen Befunde unmittelbar nach der Intervention und bei der Follow-up Untersuchung einen Monat später. Zur besseren Vergleichbarkeit und zum Ausschluss von Störfaktoren wurde ein Propensity-Score-Matching (PSM) für beide Kohorten im Verhältnis eins zu eins durchgeführt.
Ergebnisse: Es ergaben sich 55 Patientenpaare („TEE & Angio“ vs. „TEE“) (mittleres Alter 77,6 ± 7,2 Jahre; 65,5% männlich) mit jeweils stark erhöhtem Schlaganfall und Blutungsrisiko (mittlerer CHA2DS2VASc-Score 4,9 ± 1,5 und HAS-BLED-Score 4,0 ± 1,0). Die Erfolgsrate in beiden Gruppen war sehr hoch (96,4% vs. 100% p > 0,05). Zwischen der Häufigkeit periprozeduraler Komplikationen (z.B. Perikarderguss, -tamponade, größere Blutung, Schlaganfall/TIA, Device Embolisation) zeigte sich kein signifikanter Unterschied (89,1% vs. 98,2% p > 0,05). Eine rein TEE-gesteuerte LAAO konnte hingegen eine signifikante Reduktion in der Interventionszeit (119,3 ± 43,2min vs. 78,8 ± 32,8min p 0,05).
Schlussfolgerung: Die kontrastmittelfreie TEE-gesteuerte LAAO scheint im Vergleich zur konventionellen Methode die Interventionszeit um bis zu 40 min und die Strahlendosis um bis zu 12 Gycm² signifikant zu reduzieren. Dabei ist die kontrastmittelfreie Technik vergleichbar sicher und komplikationsarm. Vor allem Patienten mit Kontraindikationen für eine Kontrastmittelgabe kann dieses Verfahren als Alternative zur konventionellen LAAO angeboten werden.79 Seiten ; Illustrationen, Diagramm
Mechanistic studies on the adverse cardiovascular and cerebral effects of lifestyle and environmental risk factors - e-cigarette vapour, shisha smoke and aircraft noise - in cellular and murine models
With improvements in hygiene and medical care, environmental risk factors like aircraft noise and lifestyle choices such as e-cigarettes and shisha smoking gained prominence in global disease burden. This study used an established mouse model to investigate the link between the neuronal and cardiovascular systems under noise exposure. After exposing mice to aircraft noise for either 4 or 28 days, blood pressure and several oxidative stress markers were elevated and endothelial function was impaired. Neuroactive and antihypertensive drugs alleviated these effects, underscoring the role of psychological stress in noise-induced cardiovascular damage. Behavioural tests post-exposure showed that while 4 days of noise did not affect behaviour, 28 days-noise exposure impaired working memory and social interaction, though not consistent with the expected anxiety-like behaviour. After my group previously demonstrated effects of vaping on the cardiovascular oxidative stress, I exposed cultured endothelial cells and macrophages to either e-cigarette vapour condensate or acrolein, to explore the source of e-cigarette-induced oxidative stress. The results showed that both exposures followed the concentration-dependent effects on both cell types, and that acrolein can promote the NADPH-oxidase activation and generation of superoxide, as already published for e-cigarette vapour. The activation of Nrf2-dependent-stress-genes was also shown in DLD1-HO1-promotor cells after exposure to e-cigarette vapour and acrolein. Additionally, we established a mouse model of shisha smoke exposure and tested the effects shisha smoking has on cardiovascular and neuronal function in mice. Endothelial function was impaired in mice exposed to shisha smoke, but interestingly, blood pressure increased only marginally, probably due to the vasodilatory effects of CO in the shisha smoke. Selected markers of oxidative stress and inflammation were elevated in the heart, aortic and lung tissue, whereas only reactive oxygen species formation was elevated in the cortex. Increased oxidative stress markers, such as NQO-1 and HO-1 point to the activation of the Nrf2-pathway as a potent antioxidant response mechanism. This activation was confirmed in the DLD1-HO1-promotor cells exposed to particulate matter as it can be produced by coal and tobacco burning during a shisha session. This work is of interest for both basic scientists and medical professionals, as it provides a deeper insight into the possible mechanisms by which environmental and lifestyle risk factors affect the cardiovascular system.VI, 119 Seiten ; Illustrationen, Diagramm