Frankfurt Institute for Advanced Studies

Hochschulschriftenserver - Universität Frankfurt am Main
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    75824 research outputs found

    Die Funken der Erlösung : Journal zur Übersetzung des Romans "Die Jakobsbücher" von Olga Tokarczuk

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    "Für unsere Übersetzung waren all diese Überlegungen insofern bedeutsam, als wir zu entscheiden hatten, welche kulturhistorischen Verortungen wir schaffen, welche Konnotationen wir aufrufen wollten - durch die Verwendung eben dieses oder jenes Wortes -, und mit welchen Mitteln es möglich wäre, auch das Prozesshafte der Geschichte abzubilden, den Weg, den Jakob und Frank und seine Compagnie zurücklegen, im Sinne der physischen wie der kulturellen Topographie.

    Flucht als Erzähldogma : filmische Erzählstrategien in Erich Maria Remarques Exilroman "Liebe Deinen Nächsten"

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    "Liebe Deinen Nächsten" von Remarque war als Fortsetzungstext für das US-Magazin "Collier's Weekly" gedacht und wurde 1941 zuerst in der englischen Übersetzung von Denver Lindley aufgelegt. Der Roman, dessen deutsche Fassung im selben Jahr in einem Stockholmer Verlagshaus erschien, nimmt sich eines Themenfeldes an, das auch heutzutage hochaktuell ist: des Problems der Emigration, des Heimatverlustes, der Heimatsuche und der (abhanden gekommenen) Humanität in Zeiten einer moral-menschlichen Krise, in denen Hass und Hetze gegen den Nachbarn hoch auf der Agenda stehen und toleriert werden. Remarque, der nach 1933 vor den Nationalsozialisten ins Ausland fliehen musste, brachte seinen Roman zunächst im österreichischen, später auch im französischen und Schweizer Exil zu Papier, nachdem ihm die Geschichte von einem deutschen politisch verfolgten Flüchtling zu Ohren gekommen war, der, um seine in Berlin gebliebene und im Sterbebett liegende Ehefrau zum letzten Mal zu sehen, in die Hauptstadt fährt und von seinem Widersacher verhaftet wird. Das Ziel der folgenden sich an Film und Literatur orientierenden Untersuchung besteht darin, Remarques Roman "Liebe Deinen Nächsten" aus dem Blickwinkel eines räumlichen Filmerzählens zu beleuchten, um somit auf die metamedialen Korrespondenzen aufmerksam zu machen. Ausgearbeitet werden einige narrative Aspekte, anhand deren man den literarischen Text auf sein Filmpotential hin abfragen kann

    epitáphios : Tradition und Freundschaft bei Jacques Derrida

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    In Jacques Derridas späteren Schriften gibt es eine interessante, bisher unbeachtet gebliebene Denkfigur, die an den Begriff und die Gattung des 'epitáphios', der Grabrede und deren Nähe zum Epitaph, der Grabinschrift, gekoppelt und am Übergang zwischen lebendigem Gesprächszusammenhang und nachträglicher Schriftlichkeit angesiedelt ist. [...] Mit dem 'epitáphios', so die These, die ich in den nachfolgenden Ausführungen entfalten möchte, liegt eine Denkfigur vor, an die sich eine Neubestimmung des poststrukturalistischen Subjekt-Begriffs anschließen lässt. Wenn im Zuge des Strukturalismus der 1960er Jahre der "Tod des Autors" proklamiert wurde, so schließt sich in Derridas Denken seit den 1990er Jahren an diese metaphorische Formel ein Nachdenken über den realen Tod des Autors an, das in einer neuen Relevanz des Subjekts im Text mündet. In unmittelbarem Zusammenhang damit steht zugleich eine Neukonzeption des Traditionsbegriffs. [...] Derrida, so die These, die ich im Folgenden anhand einiger Lektüren seiner späteren Schriften entfalten möchte, sucht gewissermaßen die etymologischen Wurzeln des Traditionsbegriffs auf, wonach die persönliche Interaktion und das Moment der Verpflichtung wesentlich sind, schreibt seinem Modell der Überlieferung dabei aber zugleich die stetige Umkehr, die revolutio mit ein. Die Frage lautet angesichts dieser Beobachtung nicht, inwiefern die Dekonstruktion als Reflex eines postmodernen Traditionsverlusts zu begreifen ist, sondern es soll vielmehr aufgezeigt werden, dass sie angesichts beschleunigter postmoderner Prozesse sozialen Wandels einen Traditionsbegriff entwirft, der tragfähig bleibt und ein neues Denken des Subjekts integriert

    Zirzensische Phantasmagorien : mythopoetische Aspekte der Filme von Federico Fellini

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    Im akademischen Forschungsbetrieb ist es ein kaum bestrittener Gemeinplatz, dass es im Œuvre Federico Fellinis eine "markante Zäsur" gebe, die man um 1960 ansetzt, je nach diskursiver Strategie kurz vor "Otto e mezzo" (1963) oder auf den Spuren Kracauers vor "La dolce vita" (1960), wobei es in der Regel um einen "Bruch mit dem neorealistischen Mainstream" zugunsten einer eher "traumaffinen Schaffensperiode" gehen soll. Die folgenden Überlegungen wollen zeigen, dass es sich hierbei um eine Einteilung handelt, die eher machtgestützten Klassifikations- und Verwaltungsbedürfnissen entgegenkommt, als dass sie der Sache selbst: dem filmästhetischen Werk Fellinis, gerecht würde. Dabei sollte deutlich werden, dass diesem Werk ein mehr oder weniger unbewusstes mythopoetisches System zugrunde liegt, das die formal und narrativ unbestreitbar verschiedenen Filmwerke zu einem in sich schlüssigen Zusammenhang fügt

    "Und jetzt ich" : Gegen-Ästhetik und algorithmische Autorschaft in Jan Brandts "Tod in Turin" (2015)

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    Als "Buchpreisverarbeitungsbuch" (TiT, 290) mit einer Erzählinstanz, die sich explizit als der empirische Autor zu erkennen gibt und geradezu leitmotivisch ihren beruflichen Status offenlegt - "'[i]ch bin Schriftsteller'" (TiT, 18 u.ö.) -, ist "Tod in Turin" Metaliteratur, Literatur über Literatur und vor allem über deren Produktions-, Rezeptions- und Verwertungsbedingungen. Metatextuell im Sinne Gérard Genettes, das heißt: Prätexte nicht nur referierend, sondern 'kommentierend', ist "Tod in Turin" aber schon qua Titel und Thema. "Die reiche, Jahrhunderte umspannende deutsche Italienliteratur" füllt längst eine schon wieder überholte Bibliographie von monographischer Dimension. In diese Tradition schreibt sich Jan Brandt ein und betreibt mit ihr ein "postmoderne[s] Spiel" (TiT, 291), dessen Telos, wie im Folgenden zu zeigen sein wird, über die Subversion oder Persiflage bestehender literarischer Italienbilder hinausreicht. Es besteht vielmehr in einer neuartigen, nämlich 'algorithmischen' Fruchtbarmachung des überwältigenden Prätext-Kanons

    Die journalistische Form der Theorie : die Zeitschrift "alternative" 1958 - 1982

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    In den Jahren um 1968 entwickelte sich aus einem kleinen literarischen Magazin eine der meistgelesenen Theoriezeitschriften der Bundesrepublik. Unter der Herausgeberin Hildegard Brenner wurde die "alternative" zu einem Forum intellektueller Entdeckungen und Wiederentdeckungen. Ideengeschichtliche Traditionen des westlichen Marxismus wurden hier ebenso diskutiert wie der französische Strukturalismus und die feministische Kritik der Psychoanalyse, literaturpolitische Auseinandersetzungen in Ost und West ebenso wie die politischen Bewegungen der Zeit. Einen Leitfaden der "alternative" bildete die fortlaufende Reflexion darüber, wie mit intellektuellen Mitteln gesellschaftliche Wirkung zu erzeugen sei - bis im linken Krisenjahrzehnt der 1970er Jahre vermehrt das Scheitern an diesem Anspruch zum Thema der Zeitschrift wurde. Moritz Neuffer rekonstruiert die Kollektivbiografie der Redakteurinnen, Autoren und Leserinnen und fragt, was das Publizieren in der "journalistischen Form" der Zeitschrift von anderen Formen des Denkens und Schreibens unterscheidet

    On analogs of Cremona automorphisms for matroid fans

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    Matroids are combinatorial objects that generalize linear independence. A matroid can be represented geometrically by its Bergman fan and we compare the symmetries of these two objects. Sometimes, the Bergman fan has additional automorphisms, which are related to Cremona transformations in projective space. Their existence depends on a combinatorial property of the matroid, as has been shown by Shaw and Werner, and we study the consequences for the structure of such matroids. This allows us to gain a better understanding of the so-called Cremona group of a matroid and we apply our results to root system matroids.Matroide sind kombinatorische Objekte, die lineare Abhängigkeit verallgemeinern. Ein Matroid kann durch seinen Bergmanfächer geometrisch dargestellt werden und wir vergleichen die Symmetrien dieser beiden Objekte. Manchmal besitzt der Bergmanfächer zusätzliche Automorphismen, die mit Cremonatransformationen im projektiven Raum zusammenhängen. Deren Existenz hängt von einer kombinatorischen Eigenschaft des Matroids ab, wie Shaw und Werner gezeigt haben, und wir untersuchen die Konsequenzen für die Struktur solcher Matroide. Auf diese Weise können wir die sogenannte Cremonagruppe eines Matroids besser verstehen und wir wenden unsere Resultate auf Wurzelsystemmatroide an

    Prediction of transcription factor binding using epigenomics and genome variation data

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    A central concern in genetics is to identify mechanisms of transcriptional regulation. The aim is to unravel the mapping between the DNA sequence and gene expression. However, it turned out that this is extremely complex. Gene regulation is highly cell type-specific and even moderate changes in gene ex- pression can have functional consequences. Important contributors to gene regulation are transcription factors (TFs), that are able to directly interact with the DNA. Often, a first step in understanding the effect of a TF on the gene’s regulation is to identify the genomic regions a TF binds to. Therefore, one needs to be aware of the TF’s binding preferences, which are commonly summarized in TF binding motifs. Although for many TFs the binding motif is experimentally validated, there is still a large number of TFs where no binding motif is known. There exist many tools that link TF binding motifs to TFs. We developed the method Massif that improves the performance of such tools by incorporating a domain score that uses the DNA binding domain of the studied TF as additional information. TF binding sites are often enriched in regulatory elements (REMs) such as promoters or enhancers, where the latter can be located megabases away from its target gene. However, to understand the regulation of a gene it is crucial to know where the REMs of a gene are located. We introduced the EpiRegio webserver that holds REMs associated to target genes predicted across many cell types and tissues using STITCHIT, a previously established method. Our publicly available webserver enables to query for REMs associated to genes (gene query) and REMs overlapping genomic regions (region query). We illus- trated the usefulness of EpiRegio by pointing to a TF that occurs enriched in the REMs of differential expressed genes in circPLOD2 depleted pericytes. Further, we highlighted genes, which are affected by CRISPR-Cas induced mutations in non-coding genomic regions using EpiRegio’s region query. Non-coding genetic variants within REMs may alter gene expression by modifying TF binding sites, which can lead to various kinds of traits or diseases. To understand the underlying molecular mechanisms, one aims to evaluate the effect of such genetic variations on TF binding sites. We developed an accurate and fast statistical approach, that can assess whether a single nucleotide polymorphism (SNP) is regulatory. Further, we combined this approach with epigenetic data and additional analyses in our Sneep workflow. For instance, it enables to identify TFs whose binding preferences are affected by the analyzed SNPs, which is illustrated on eQTL datasets for different cell types. Additionally, we used our Sneep workflow to highlight cardiovascular disease genes using regulatory SNPs and REM-gene interactions. Overall, the described results allow a better understanding of REM-gene interactions and their interplay with TFs on gene regulation

    Two new species of bumblebee scarabs (Coleoptera: Glaphyridae: Lichnanthe Burmeister) from the central United States; a new discovery in Wyoming resolves a century-old puzzle from the Nebraska Sand Hills

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    The genus Lichnanthe Burmeister (Coleoptera: Scarabaeoidea: Glaphyridae) has been comprised of eight Nearctic species and contains the only New World members of their family. Here, two new species of arenicolous bumblebee scarabs are described from the central United States. The recent discovery of an undescribed Wyoming species led to the reevaluation of a dubious 134-year-old Nebraska Lichnanthe specimen, indicating that it also was an undescribed species. These two species, Lichnanthe brusti new species from central Wyoming and L. bruneri new species from central Nebraska are immediately distinguishable from all existing species of the genus by their square mandibles. ZooBank registration. urn:lsid:zoobank.org:pub:401927DA-66D9-47A1-AE68-96521082471

    New host records for Nearctic and Neotropical spider wasps (Hymenoptera: Pompilidae)

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    We present new and atypical host records for 78 species, subspecies, species-groups, and variants of spider wasps (Hymenoptera: Pompilidae) from North America and South America. The records are listed in modified taxonomic order following the Catalog of Hymenoptera in America North of Mexico, Volume 2, Apocrita (Aculeata) (Krombein 1979). These records are an extension of previous host records reported by Kurczewski (2010), Kurczewski and Edwards (2012), and Kurczewski et al. (2017, 2020, 2022b). New genus and species host records are given for the genera and subgenera Calopompilus Ashmead, Chirodamus Haliday, Pepsis Fabricius, Hemipepsis Dahlbom, Priocnessus Banks, Entypus Dahlbom, Pompilocalus Roig-Alsina, Priocnemis Schiødte, Auplopus Spinola, Ageniella Banks, ?Aridestus Banks, Agenioideus (Agenioideus) Ashmead, Sericopompilus Howard, Episyron Schiødte, Poecilopompilus Ashmead, Tachypompilus Ashmead, Lophopompilus Radoszkowski, Notiochares Banks, Arachnophroctonus Howard, Anoplius Dufour, Xerochares Evans, Ammosphex Wilcke, Arachnospila Kincaid, and Priochilus Banks. New host families are presented for species of Chirodamus (Pycnothelidae), Pepsis (Actinopodidae, Idiopidae, Lycosidae), Priocnessus (Lycosidae), Pompilocalus (Barychelidae), Priocnemis (Araneidae), Ageniella (Trechaleidae), ?Aridestus (Theraphosidae), Agenioideus (Agenioideus) (Pimoidae), Tachypompilus (Theraphosidae, Amaurobiidae, Sicariidae), Lophopompilus (Tracheleidae), Arachnophroctonus (Theraphosidae), and Anoplius (Corinnidae, Cybaeidae). First-time host spider families are introduced for Chirodamus hirsutulus (Spinola) (Pycnothelidae), Pepsis albocinta Smith (Actinopodidae), P. elevata Fabricius (Theraphosidae, Lycosidae), P. plutus Erichson (Theraphosidae), P. amyntas Mocsáry (Actinopodidae), P. ?chrysoptera Burmeister (Pycnothelidae), P. viridisetosa Spinola (orange-winged variant) (Theraphosidae); Priocnessus apache Banks (Agelenidae), P. nebulosus (Lycosidae), P. nuperus (Cresson) (Agelenidae, Lycosidae), Entypus velutinus (Taschenberg) (Ctenidae), Pompilocalus nemequene Roig-Alsina (Barychelidae), Priocnemis sp. (Araneidae), Auplopus comparatus (Smith) (Sparassidae), Ageniella (Ageniella) coronata Banks (Gnaphosidae), Ageniella (Ageniella) cupida (Cresson) species-group (Agelenidae), Ageniella (Ameragenia) sanguinolenta (Smith) (Trechaleidae), ?Aridestus bergi (Holmberg) (Theraphosidae), Agenioideus (Agenioideus) humilis (Cresson) (Pimoidae), Poecilopompilus costatus (Taschenberg) (Araneidae), P. familiaris (Banks) (Thomisidae), P. fervidus (Smith) (Araneidae), Tachypompilus ferrugineus (Amaurobiidae), T. pallidus (Banks) (Theraphosidae), T. unicolor cerinus Evans (Sicariidae), Tachypompilus sp. (Theraphosidae), Anoplius (Lophopompilus) carolina (Banks) (Trachelidae), Anoplius (Notiochares) triquetrus (Fox) (Lycosidae), Anoplius (Arachnophroctonus) vividus (Smith) (Theraphosidae), ?Anoplius (Anoplius) imbellis Banks (Cybaeidae), Anoplius triquetrus (Fox) (Lycosidae), Anoplius sp. [undescribed] (Corinnidae), Arachnospila imitatrix Wahis or A. trochilinus (Holmberg) (Lycosidae), A. titicacaensis (Strand) (Lycosidae), and Priochilus regius (Fabricius) (Cyrtaucheniidae). Actinopodidae (mouse spiders), Idiopidae (true trapdoor spiders), Sicariidae (recluse and violin spiders), Cybaeidae (water spiders), and Pimoidae are reported as first-time pompilid host spider families. Our new records on nesting behavior and host spiders for the diverse family Pompilidae highlight the valuable information provided by citizen science and the use of such platforms as iNaturalist.org ZooBank registration. urn:lsid:zoobank.org:pub:853E1294-B73D-43B8-8D82-AFD2E0B0035

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