GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Living in a Material World. Entwurf einer queer-feministischen Ökonomie

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    Das Zusammendenken von strukturalistischmaterialistischem Feminismus und Neuem materialistischem Feminismus ermöglicht die Weiterentwicklung ökofeministischer Kritik an gesellschaftlichen Naturverhältnissen im Kapitalismus. Ausgehend von der Analyse der Sozialen Reproduktion als materieller Struktur kapitalistischer Produktions- und Machtverhältnisse rückt die materielle Re- Produktivität des Frauenkörpers erneut in den Fokus feministischer Analyse. Die queerökologische Perspektive auf den Nexus von Sexualität, Natur, Weiblichkeit und Sorgeverantwortung dekonstruiert die „Natürlichkeit“ weiblicher ReProduktivität und heterosexueller Mutterschaft. Der Ansatz der Queer Ecologies erweitert die ökofeministische Analyse um eine nicht-heteronormative Konzeption von Sorgeverantwortung für Menschen und Natur, die nicht an heterosexuelle Mutterschaft gebunden ist. Alternative Ökonomien jenseits von kapitalistischen ReProduktionsverhältnissen werden dann nicht nur die Ausbeutung von natürlichen Ressourcen beenden, sondern auch die gesellschaftliche Vernutzung und ökonomische Unsichtbarkeit der Arbeit von Frauen in der Sozialen Reproduktion

    Kommentar zu Dolores Haydens "Wie könnte eine nicht-sexistische Stadt aussehen" (1981)

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    Der Text von Dolores Hayden ist einer der Klassiker zur Thematik feministischer Städteplanung aus der letzten Phase der Zweiten Frauenbewegung und damit ein historisches Dokument aus einer Zeit, in der die Zukunft der Städteplanung noch im Kontext von allgemeiner gesellschaftlicher Befreiung gedacht werden konnte. Haydens Methode verknüpft dafür utopische Motive mit konkreten pragmatischen Beispielen, die in diesem Kommentar aktualisierend betrachtet und auf das Dragonerareal in Berlin übertragen wird

    Eine Untersuchung zur Selbstbefriedigung im 21. Jahrhundert

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    »What’s fappening?«, fragt Hanna Rose – eine Anspielung auf den Neologismus fap, der auf zumeist humoristischen Internet-Plattformen als lautmalerischer Ausdruck für Selbstbefriedigung verbreitet wird. Der Begriff steht hier sinnbildlich für die Entpathologisierung der Selbstbefriedigung in der Spätmoderne: Einstmals verpönt und als krankhaft angesehen, gilt sie nun als wichtiger Bestandteil sexueller Gesundheit. Ausgehend von historischen Diskursen, modernen Entwicklungen und Forschungsergebnissen widmet sich die Autorin der Untersuchung qualitativer Interviews mit Männern und Frauen über ihre Masturbationsbiografie. Im Fokus steht damit die Frage nach der konkreten Einbettung in das (Sexual-)Leben und dem subjektiven Erleben von Selbstbefriedigung, die aus soziologischer und sexualwissenschaftlicher Perspektive bisher nur selten als eigenständiger Forschungsgegenstand behandelt wurde

    Der lange Weg zur ‚guten‘ Schwangerschaft. Über das paarinterne Management von Dissens um die Kinderfrage und die Relevanz von Macht und Geschlecht in diesem Prozess

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    Für Paarbeziehungen auf dem Weg in die Elternschaft gilt als Norm, dass ein Kind von beiden Partner_innen gemeinsam gewollt sein sollte, bevor eine Schwangerschaft eintritt. Haben Partner_innen in der Kinderfrage einen Dissens oder tritt eine Schwangerschaft ungewollt ein, so geraten sie unter Zugzwang. Der Dissens muss gemäß dieser Norm auf die eine oder andere Art gelöst, die Akzeptanz des Kindes gemeinsam vollzogen werden. Auf der Grundlage qualitativer Interviews mit Paaren, die gerade ein Kind bekommen haben, stellen wir drei Strategien vor, die von dem Partner oder der Partnerin genutzt werden, um zu einem Ergebnis zu gelangen: das stete Drängen auf ein Kind, der wechselseitige Austausch von Argumenten und die Manipulation. In diesen Prozessen spielen Fragen von Macht ebenso eine Rolle wie ein vielfältiges Geschlechterwissen, ein „Wissen“ um männliche und weibliche Körper sowie männliche und weibliche Zuständigkeiten. Dieses Wissen korrespondiert mit geschlechtsspezifischen Praktiken im Umgang mit dem Dissens. Das Zusammenspiel von Strategien, Macht und Geschlecht steht im Mittelpunkt der Analyse

    Pedagogies of Displacement: On Playing Indian, Gypsy Romanticism, and Growing Up Queer

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    Tracking Gendered Streams

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    One of the most prominent features of digital music services is the provision of personalized music recommendations that come about through the profiling of users and audiences. Based on a range of “bot experiments,” this article investigates if, and how, gendered patterns in music recommendations are provided by the streaming service Spotify. While our experiments did not give any strong indications that Spotify assigns different taste profiles to male and female users, the study showed that male artists were highly overrepresented in Spotify’s music recommendations; an issue which we argue prompts users to cite hegemonic masculine norms within the music industries. Although the results should be approached as historically and contextually contingent, we argue that they point to how gender and gendered tastes may be constituted through the interplay between users and algorithmic knowledge-making processes, and how digital content delivery may maintain and challenge gender relations and gendered power differentials within the music industries. Seen through the lens of critical research on software, music and gender performativity, the experiments thus provide insights into how gender is shaped and attributed meaning as it materializes in contemporary music streams

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