GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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Sex differences in oncogenic mutational processes
Sex differences have been observed in multiple facets of cancer epidemiology, treatment and biology, and in most cancers outside the sex organs. Efforts to link these clinical differences to specific molecular features have focused on somatic mutations within the coding regions of the genome. Here we report a pan-cancer analysis of sex differences in whole genomes of 1983 tumours of 28 subtypes as part of the ICGC/TCGA Pan-Cancer Analysis of Whole Genomes (PCAWG) Consortium. We both confirm the results of exome studies, and also uncover previously undescribed sex differences. These include sex-biases in coding and noncoding cancer drivers, mutation prevalence and strikingly, in mutational signatures related to underlying mutational processes. These results underline the pervasiveness of molecular sex differences and strengthen the call for increased consideration of sex in molecular cancer research
Intersektionalitätsforschung und Theorie der Geschichten und Diskurse – Versuch einer gemeinsamen Perspektive am Beispiel von Gatekeeping-Prozessen im Falle von Behinderung
In dem Beitrag verbinden sich ein quantitativer und ein qualitativer Forschungsansatz mit dem Ziel einer differenzierten Untersuchung der Verhältnisse zwischen den Kategorien Behinderung, Geschlecht und Alter in den Lebensphasen Kindheit und Jugend. Die quantitative Studie setzt sich auf der Grundlage einer Sekundäranalyse mit Statistiken zum Empfang behinderungsspezifischer Ressourcen auseinander. Die qualitative Studie zielt mittels ExpertInneninterviews auf die Sinnkonstruktionen sog. Gatekeeper (TorwächterInnen) bei der Vergabe behinderungsspezifischer Ressourcen. In quantitativer Hinsicht besteht u. a. ein Ungleichgewicht in den Geschlechterverhältnissen. In qualitativer Hinsicht zeigt sich, dass die Zuschreibung von Behinderung und damit die Entscheidung über den Zugang zu behinderungsspezifischen Leistungen nicht allein auf der Kategorie Behinderung fußen, sondern dabei auch andere Kategorien als Sinndimensionen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Zusammenhang wird unter verschiedenen Gesichtspunkten auch die Verbindung von Gatekeeping und sozialer Ungleichheit untersucht sowie das Konzept des Othering kritisch beurteilt
Die Manifestation und Aushandlung von Institutionen in Märkten und Organisationen: eine genderdifferenzierte Analyse des Konzepts unternehmerischer Ökosysteme
Die Wirkung institutionalisierter Geschlechterbilder und -stereotype innerhalb von Organisationen kann nur unter Berücksichtigung der organisationalen Umwelt nachvollzogen werden. Denn erst der übergeordnete Handlungskontext, in dem eine Organisation sich bewegt, bestimmt, welche Institutionen wie bedeutsam werden. Eine Branche oder ein spezifischer regionaler Markt sind Beispiele für solche Handlungskontexte. Ziel dieses Beitrags ist es, anhand theoretischer Überlegungen und gestützt durch empirisches Material zu Unternehmensgründungen durch Frauen in einer spezifischen Branche einen solchen übergreifenden Handlungskontext herauszuarbeiten. Geschlechterbezogene institutionalisierte Normen und Regeln verknüpfen sich hier mit anderen handlungsleitenden Institutionen, die beispielsweise fachkulturell oder branchenspezifisch geprägt sind und erst im Zusammenspiel das individuelle Handeln der Akteure beeinflussen. Genderspezifische Institutionalisierungen werden auf diese Weise oft verdeckt oder überlagert
Reforming Masculinity? The SSR-Induced Change of Violence-Centred Masculinities in the Liberian Security Sector
When it comes to understanding how peacebuilding affects violence-centred masculinities that emerge during civil wars, the literature on gender and post-conflict reconstruction reveals large gaps. To address this shortcoming, the article analyses the way in which security sector reform (SSR) in Liberia has changed institutional practices of masculinity within the Armed Forces of Liberia (AFL) and the Liberian National Police (LNP). Based on interviews conducted during field research in Monrovia in 2017 and the analysis of policy documents, the author shows that, indeed, SSR has contributed to a change of violence-centred masculinities in both institutions. Women are now, to some extent, accepted as part of both organisations. Sometimes they are even regarded as crucial for mission success. Institutionally, citizen orientation has replaced the practice to abuse civilians and, in the case of the AFL, there are now procedures in place that allow for a prosecution of sexual violence. The Liberian case shows that for changes to occur, especially disarmament and demobilisation, vetting, and the development and reinforcement of new institutional cultures via training and legislation are essential
some gendered thoughts
Time to Sync or Swim ist der Titel einer kollaborativen, installativen Arbeit von Katrin Mayer und Eske Schlüters aus dem Jahr 2016, die in der Kunsthalle Lingen, im Heidelberger Kunstverein und in der Arthur-Boskamp Stiftung in Hohenlockstedt in unterschiedlichen Versionen gezeigt wurde. Sie besteht aus einer akustisch-binauralen Spur - einem Hörspiel das über Kopfhörer empfangen wird, sowie einer materiell-räumlichen Spur - einem installativen Gefüge, durch das sich die Besucher_innen während dem Hören frei bewegen. Dies ermöglicht, dass es die Rezipient_innen sind, die eigene Beziehungen und Überlagerungen des Akustischen, Visuellen und Haptischen produzieren. Ausgehend von Virginia Woolfs Roman Orlando (1928) beschäftigt sich die Arbeit inhaltlich mit Fragen von Wahrnehmung, sowie digitaler Identitäts- und Geschlechterkonstruktion, deren denkbar komplexeste Vervielfältigungen aktuell in der sogenannten Otherkin-Bewegung auf der Internetplattform Tumblr anzufinden sind. Neben dem Identifizieren mit anderen Wesen, Tieren aber auch Pflanzen oder Dingen gibt es eine große Ausdifferenzierung was die sexuelle Orientierung angeht. Im Beitrag für die gender[ed] thoughts entstand, das gegebene Style Sheet appropriierend, eine neue und erweiterte Textcollage, die auf die bestehende Audio-Spur von Time to Sync or Swim aufbaut. Die Bildmontagen im zweiten Teil setzen sich aus Ausstellungsansichten und Recherchematerial zusammen und wurden für den Band Visualität und Abstraktion / Eine Aktualisierung des Figur-Grund-Verhältnisses (Hg. von Hanne Loreck in Zusammenarbeit mit Jana Seehusen, Hamburg 2017) entworfen.
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Time to Sync or Swim is the title of a collaborative, installative work by Katrin Mayer and Eske Schlüters from 2016 that was presented in different versions at Kunsthalle Lingen, Heidelberger Kunstverein and Arthur-Boskamp Stiftung in Hohenlockstedt. It consists of an acoustic-binaureal track - an audio play that is aired via headphones - and a spatial-material track - an installative assemblage through which visitors can navigate freely while listening. This enables recipients to create relations and overlaps of the acoustic, the visual, and the haptic layers on their own. Based on Virginia Woolf·s 1928 novel Orlando, the work deals with the subject of digital identity- and gender-constructions, whose most complex possible proliferation can presently be witnessed in the so-called Otherkin movement, mainly on the media-platform Tumblr. Apart from the self-identification with other beings including animals and plants or objects there is a vast differentiation of sexual orientation. For gender[ed] thoughts Mayer appropriated the existing Style Sheet and developed a new textual collage based on the audio-track of Time to Sync or Swim. The pictorial montages in the second part are mounted from exhibition views and research materials and were developed for Visualität und Abstraktion / Eine Aktualisierung des Figur-Grund-Verhältnisses (Hg. von Hanne Loreck in Zusammenarbeit mit Jana Seehusen, Hamburg 2017)