GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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What the Images of the Self Reveal. Gender and Role Play in Amalia Ulman’s Excellences & Perfections and in Early Performance-based Art
Poster Trouble. Das Plakat zur Homosexualität_en-Ausstellung in Münster : Eine Diskursanalyse
Zur Relation von Intersektionalitäts- und Inklusionsforschung in der Erziehungswissenschaft
Inklusion wie Intersektionalität sind Konzepte, die sich in der Erziehungswissenschaft großer Beliebtheit erfreuen, ermöglichen sie es doch, den Blick auf komplexe soziale Phänomene zu richten. Folgt man dem Vorschlag von einem ‚weiten‘, sozialwissenschaftlich informierten Verständnis von Inklusion, dann bietet es sich auf den ersten Blick an, die Gemeinsamkeiten beider Konzepte in den Blick zu nehmen. Beide Konzepte interessieren sich für das Zusammenspiel von sozialen Differenzkategorien mit Blick auf soziale Ungleichheit. Beide betonen den sozialen Konstruktionscharakter von Differenz. Gleichwohl scheinen einige eigentümliche Anschlussprobleme zu existieren, die den Gegenstand des Beitrags bilden
Okzidentale Diskurse unter der Lupe
Diskurse rund um den Islam und Muslim*innen sind sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in anderen „westlichen“ Gesellschaften durch Okzidentalismus geprägt. Hierdurch werden als muslimisch gelesene Frauen, und besonders kopftuchtragende Frauen, zum Maßstab für den Unterschied zwischen einer angeblichen „Wertegemeinschaft“ Europas und dem „muslimischen Anderen“. Dabei dient die Dichotomisierung zwischen der angeblich unterdrückten, handlungsunfähigen Muslima dem Zweck, ein weißes feministisches Selbstbild als befreit, emanzipiert und handlungsmächtig zu stilisieren. Durch eine Fiktion der „freien Wahl“ wird die Konstituierung des Subjekts innerhalb von Machtverhältnissen ausgeblendet. Des Weiteren, halten eine „Sexualisierung des Rassismus“ sowie eine „Rassifizierung des Sexismus“ nicht nur die koloniale Imagination des angeblich „gefährlichen“ nicht-weißen Mannes aufrecht, sondern materiell ebenso repressive Grenzregime. Eine zentrale Funktion okzidentaler Diskurse über „die“ muslimische Andere ist die durch den Femonationalismus legitimierte, kapitalistische Ausbeutung von überwiegend als muslimisch gelesenen, weiblichen Migrant*innen im Care-Sektor.
Dieses Paper bietet eine wichtige Kritik vorherrschender okzidentaler Diskurse und gibt Impulse diese hegemoniale Wissensproduktion entscheidend herauszufordern
“Poor Boy, you are bound to die”? Die Pluralisierung militärischer Männlichkeiten im österreichischen Bundesheer 1950–1970
Spezialeinheiten sind elementarer Bestandteil gegenwärtiger militärischer Interventionen und häufiges Motiv in der Populärkultur. Dieser strategische und symbolische Bedeutungsgewinn wird oft als Militarisierung und Maskulinisierung gedeutet. Im Beitrag argumentiert der Autor dafür, die Pluralisierung militärischer Männlichkeiten in den Blick zu nehmen, die Spezialeinheiten mit sich brachten. Dies wird anhand einer Analyse der Konflikte dargelegt, die die Einführung eines Spezialeinheitentrainings im österreichischen Bundesheer der 1960er-Jahre auslöste. Die unmittelbare Nachkriegszeit war in Österreich von einem Prozess der Konstruktion einer nationalen Identität geprägt, in dem staatsbürgerliche und militärische Männlichkeiten eng miteinander verflochten wurden. Anhand zeitgenössischer Fernsehreportagen werden breitere gesellschaftliche Diskurse zum Verhältnis von Staat und Militär ausgeleuchtet, um zu zeigen, wie das „Jagdkampf“-Training als eine gefährliche Pluralisierung militärischer Männlichkeiten gesehen wurde, die einen Bruch zwischen staatsbürgerlicher und militärischer Männlichkeit darstelle. In einem Ausblick wird anhand einer gegenwärtigen PR-Kampagne des Bundesheeres gezeigt, welche diskursive Arbeit das Bundesheer in die positive Neubesetzung des Jagdkommandos als Eliteeinheit investiert. Es integrierte daher plurale militärische Männlichkeiten und ist bemüht, dies für die gesellschaftliche Anerkennung des Militärdienstes nutzbar zu machen
Girl Trouble – Teddy Girls im London der 1950er-Jahre
In diesem Beitrag geht es um die Frage jugendlicher Vereinnahmung und Besetzung des urbanen Raums durch eine Gruppe junger Frauen aus dem britischen Arbeiter*innenmilieu der 1950er-Jahre, die als Teddy Girls bezeichnet wurden. Erörtert wird, welche (Frei-)Räume und Möglichkeiten der Partizipation am öffentlichen Leben sichjunge Frauen der Jahrgänge 1936 bis 1940 entgegen den gängigen weiblichen Leitbildern der Zeit schaffen, besetzen und verlieren. Teddy Girls irritieren und dekonstruieren u. a. durch ihren spezifischen Kleidungsstil den binär strukturierten Geschlechtercode, widersetzen sich den gesellschaftlichen Zumutungen und Erwartungen an Geschlechterbilder und Rollen, modellieren diese nach ihren jugendkulturellen Bedürfnissen. Der urbane Raum wird als Laboratorium jugendlicher Genderkonstruktionen genutzt und dient alternativen Wegen der Herstellung von Geschlechtlichkeit. Andersherum werden Räume geschaffen oder umgedeutet, die Distinktion und Zugehörigkeit verkörpern
Identitarian Gays and Threatening Queers, Or: How the Far Right Constructs New Chains of Equivalence
Doing Gender im öffentlichen Dienst: affektive Arbeit von Arbeitsvermittler_innen
Der Wandel der staatlichen Arbeitsmarktverwaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz impliziert zum einen die Aktivierung von Erwerbslosen und mehr affektive Arbeit, zum anderen die Einführung von New Public Management und Wettbewerb. Der Beitrag untersucht die geschlechtsspezifische Bedeutung, die diese Veränderungen für die Arbeit der in der Arbeitsverwaltung Tätigen hat. Die Ergebnisse unserer empirischen Studie zeigen ein komplexes Bild: Maskulinisiertes unternehmerisches Verhalten koexistiert mit serviceorientierten feminisierten Arbeitspraktiken, affektive Strategien des Doing und Undoing von Weiblichkeit und Männlichkeit werden von Männern wie von Frauen angewendet