GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Sozialmediale Sichtbarkeit junger Frauen in MINT-Berufen

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    Der Neologismus ‚MINTfluencer:in‘ beschreibt reichweitenstarke Profile in sozialen Netzwerken von Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen. Die qualitative Inhaltsanalyse untersucht die unterrepräsentierten Gruppen ‚Scientist Mom‘ und ‚Trans* Scientist‘ auf Instagram aus gendermedialer Perspektive. Es werden Erkenntnisse über das Verhältnis von Wissenschaftskommunikation, Berufsrepräsentation sowie Geschlecht generiert und mit dekonstruktivistischen, intersektionalen Theorien und Heteronormativitätskritik verknüpft. Die Betrachtung der Selbstinszenierung berufstätiger Mütter und transsexueller Wissenschaftler:innen als MINTfluencer:innen erforscht, inwiefern ihr Auftreten als feministische Transformation im Kontext weiblicher Berufsausübung und Sichtbarkeit in männlich dominierten Berufen gesehen werden kann

    Fachdidaktische Überforderung trotz gegenstandsimmanenter Selbstverständlichkeit?

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    Ausgangspunkt des vorliegenden Beitrags ist die herausfordernde und von Widersprüchen gekennzeichnete gegenwärtige Situation des Musikunterrichts. Um die Bedeutung einer intersektional-analytischen Perspektive sowohl für schulische als auch für außerschulische musikpädagogische Kontexte zu begründen, betrachtet dieses Kapitel einzelne für die Musikdidaktik relevante klassische Strukturkategorien (Gender, Class, Race, Dis/Ability). Anhand erster vorläufiger Ergebnisse aus dem empirischen Forschungsprojekt ProDiMuk wird erörtert, welche Ansatzpunkte zur Förderung von Diversitätssensibilität und vorurteilsbewusster Musikdidaktik vielversprechend erscheinen

    Erzähltheoretische Einordnung und praktische Umsetzung

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    Der Beitrag diskutiert auf Basis erzähltheoretischer Grundlagen Grundsätze und Leitlinien für eine intersektional perspektivierte Textanalyse in den Sekundarstufen I und II mit Blick auf die Kompetenzschwerpunkte Figurenanalyse und Perspektivverstehen.Angeknüpft wird an die bisher noch raren Konzeptionen für einen intersektionalen Textanalysefokus im Literaturunterricht der Sekundarstufen, die u.a. in der diversitätsorientierten Deutschdidaktik verortet sind. Im Anschluss wird auf erzähltheoretischer Grundlage dargestellt, welche Schwerpunkte im Zuge der zu erwerbenden Kompetenzen Figurenanalyse und Perspektivverstehen im Unterricht gesetzt werden sollten und welche Herangehensweisen vertieft werden sollten, um erzähltheoretische Elemente und deren Wirkung intersektional und hegemoniekritisch analysieren zu können. Diese werden kritisch mit bisherigen Vorgehensweisen abgeglichen. Am Beispiel der Romane Drei Kameradinnen von Shida Bazyar und Ich komme nicht zurück von Rasha Khayat wird aufgezeigt, inwiefern postmigrantisch perspektivierte literarische Texte sich dafür eignen, intersektionale Verflechtungen zu erschließen und Schüler*innen für Zuschreibungen, Differenzlinien und Intersektionalität zu sensibilisieren. Ergänzend dazu wird in den Blick genommen, welche Vorarbeit notwendig ist, um einen Text intersektional analysieren zu können

    Ansätze, Forschungsdesiderate und Potenziale

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    Als Forschungsgegenstand und Analyseperspektive findet Intersektionalität seit einigen Jahren Eingang in die germanistische Literatur- und Medienwissenschaft sowie -didaktik. Die didaktisch orientierten Ansätze zum unterrichtlichen Umgang mit ›Intersektionalität‹ sowohl auf Ebene der Texte und Medien als auch der Lernenden und Lehrenden sind jedoch noch wenig aufeinander bezogen und der Begriff wird in der Disziplin oft vage und immer wieder auch synonym zu den Begriffen ›Diversität‹ und ›Heterogenität‹ genutzt. Ziel des Beitrags ist es in einem ersten Schritt, das bis dato noch wenig ausdifferenzierte Forschungsfeld innerhalb der germanistischen Literatur- und Mediendidaktik zu systematisieren und Forschungsdesiderate zu benennen. Exemplarisch an einer Jugendfernsehserie als Bildungsgegenstand des Deutschunterrichts und Lernprodukten einer Deutschklasse, die sich im Rahmen ihres Literaturunterrichts mit der Fernsehserie befasst hat, werden in einem zweiten Schritt sowohl Potenziale als auch didaktische Wege eines intersektional ausgerichteten Literaturunterrichts im Fach Deutsch aufgezeigt

    „Hey, ich bin Leasing. Wo ist meine Prämie?“ Zeitarbeit in der Pflege als Strategie individualisierter Interessenvertretung

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    Zeitarbeit wird in der Pflege immer beliebter. Gleichzeitig wächst auch die Kritik an dieser Beschäftigungsform: Zeitarbeit verschlechtere die Arbeitsbedingungen der Stammbelegschaften. Der Beitrag beleuchtet die vernachlässigte Perspektive der Nutzer*innen und ihre Motive, von einer Festanstellung in der Pflege in die Zeitarbeit zu wechseln. Die empirischen Befunde zeigen, dass Pflegefachkräfte über Zeitarbeit individuelle Ansprüche an Pflegearbeit realisieren, die auf einen Wandel des beruflichen Selbstverständnisses hindeuten. Zeitarbeit wird als kritische Auseinandersetzung mit weiblich typisierten berufsethischen Normen interpretiert, die Selbstfürsorge vernachlässigen. Auf kollektiver Ebene lassen sich durch Zeitarbeit jedoch keine strukturellen Verbesserungen erzielen, weshalb sich die Nutzer*innen immer auch in einem ambivalenten Verhältnis zwischen individuellen und kollektiven Ansprüchen bewegen

    Kapitalismus und Eingeschlechtlichkeit. Geschlechterideologie jenseits der Anrufung

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    Die feministische Gesellschaftstheorie bemüht sich gegenwärtig um eine Neubestimmung des Verhältnisses von Kapitalismus und Geschlechterhierarchie. Der Beitrag stellt die feministische Kapitalismuskritik des aktuellen Denkens der sexuellen Differenz vor. Ausgehend von Befunden der feministischen Ökonomie kommt hier ein Subjekt- und Geschlechterverständnis zum Einsatz, das an der Macht- und Ideologietheorie der Lacan’schen Psychoanalyse orientiert ist, um die widersprüchlichen Geschlechterverhältnisse in westlich-kapitalistischen Gegenwartsgesellschaften zu verstehen. In deutlichem Kontrast zu breiter diskutierten kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven der Gender Studies formuliert dieser Ansatz die These, dass spätkapitalistische Produktions- und Organisationsformen nicht auf Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität angewiesen sind, um die Geschlechterhierarchie auf Dauer zu stellen. Der zentrale herrschaftseinbindende Moment ist vielmehr die Auslöschung der sexuellen Differenz

    Über epistemische Ungerechtigkeit aus Perspektive einer A_sexuellen und A_romantischen Epistemologie

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    Praeliminierende Ungerechtigkeit ist ein in der akademischen Literatur bislang unberücksichtigter Typ von epistemischer Ungerechtigkeit. Der Begriff bezeichnet die strukturelle und systematische Undenkbarkeit sozialer Kategorien. Diese Undenkbarkeit schränkt die Fähigkeit ein, zentrale eigene Erfahrungen zu verstehen. Praeliminierende Ungerechtigkeit ist nicht mit dem Begriff hermeneutische Ungerechtigkeit erfasst. Den Begriff praeliminierender Ungerechtigkeit entwickle ich ausgehend von der Erfahrung a_sexueller und a_romantischer Menschen, lange Zeit nicht zu wissen, dass (eine Bezeichnung für) ihre sexuelle beziehungsweise romantische Orientierung existiert. Ich argumentiere dafür, dass praeliminierende Ungerechtigkeit intrinsisch ungerecht und eine Form gruppenbezogener Gewalt ist

    „Mädchen lesen besser“ – Überlegungen zur Anwendung und Auswertung eines Lesescreenings im Hinblick auf Geschlechterunterschiede

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    Das Salzburger Lesescreening, kurz SLS, ist ein etabliertes Screening-Verfahren, mit dem die Leseleistungen von Grundschulkindern erfasst werden können. Es kann von Lehrkräften angewendet werden, um ein Maß für die Leseleistungen in Schulklassen zu erhalten und ggf. Fördermaßnahmen zu initiieren. Der Beitrag geht zunächst der Frage nach, warum eine geschlechterabhängige Einteilung (hier: zwei Geschlechter) für den SLS vorgegeben wird. In einem zweiten Schritt wird anhand einer normalverteilten Stichprobe mit 60 Grundschulkindern gezeigt, dass die vorgegebene geschlechtsspezifische Auswertung Mädchen signifikant schlechter beurteilt, als wenn das Geschlecht unberücksichtigt bleibt. Das Ziel dieses Beitrags ist die Sensibilisierung von Lehrkräften und anderen potenziellen Nutzer:innen hinsichtlich der Überführung der ermittelten Rohwerte in einen Lesequotienten für jedes Kind, welcher (nach Vorgabe des Testverfahrens) abhängig vom Geschlecht interpretiert wird und damit Zuschreibungen generiert, die die tatsächliche Leseleistung nicht angemessen wiedergeben, sondern allein durch die Einflussvariable „Geschlecht“ verzerren können

    Stronger together - democracy and gender equality in Europe

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    What's gender equality got to do with democracy? Why is an intersectional understanding of gender equality more democratic? And what's happening in the European Union to foster gender equality and democracy? The Dossier engages with these questions in depth: The topic is introduced by Julia Lux (Observatory). In his statement, Robert Biedroń (Chair of the FEMM-Committee in the European Parliament) recapitulates the EU parliamentary equality policy efforts during the legislative period 2019–2024. Belinda Dear (ILGA-Europe) and Julie Pascoët (ENAR) highlight in the interview where reform is needed from an intersectional perspective on equality. Gabriele Abels (University of Tübingen, Germany) discusses the Commission initiative Union of Equality. To top it off, theses on the relationship between democracy and gender equality by Julia Lux (Observatory) provide food for thought

    Feministische Außenpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit

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