PHIQ - das Repository der Pädagogischen Hochschule St.Gallen
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Neuromuskuläre Dysbalancen in Oberstufenklassen
Schüler:innen sitzen häufig mehrere Stunden am Tag. In der Schule, beim Essen, während den
Hausaufgaben und vor dem Fernseher und Computer. Die Folgen davon sind Bewegungsarmut und
einseitige Alltagsbelastungen. Dadurch können neuromuskuläre Dysbalancen entstehen. Bei einer
neuromuskulären Dysbalance ist die muskuläre Balance nicht mehr gegeben. Dies bedeutet, dass ein
oder mehrere Muskeln verkürzt oder geschwächt sind. Die Folgen sind Schädigungen des Haltungs-
und Bewegungsapparates, was wiederum zu Beschwerden in den betroffenen Körperregionen führen
kann. In der vorliegenden Masterarbeit werden folgende Fragestellungen beantwortet und
untersucht.
Fragestellung 1:
Fragestellung 2:
Fragestellung 3:
Fragestellung 4:
Wie häufig sind neuromuskuläre Dysbalancen bei Schüler:innen der
Oberstufenklassen verbreitet?
Welche neuromuskulären Dysbalancen finden sich bei Schüler:innen der
Oberstufe und wie stark sind diese ausgeprägt?
Inwiefern stimmt die Anzahl der körperlichen Beschwerden mit der Anzahl
neuromuskulären Dysbalancen der Schüler:innen überein?
Inwiefern gibt es einen Zusammenhang zwischen der Bewegungszeit und der
Häufigkeit von neuromuskulären Dysbalancen bei Schüler:innen der
Oberstufe?
Um diese Daten zu erheben, wurde bei verschiedenen Oberstufenklassen eine Testung mit fünf
Übungen zur Beweglichkeit und Kraft verschiedener Muskeln durchgeführt. Ebenfalls mussten die
Schüler:innen einen Fragebogen ausfüllen, welcher Fragen zu körperlichen Beschwerden und täglichen
Bewegungszeit abfragte. Insgesamt haben 60 Schüler:innen aus vier Oberstufenklassen aus einer
ländlichen und aus einer städtischen Region an dieser Erhebung teilgenommen.
Die Datenauswertung hat ergeben, dass 78% aller getesteten Schüler:innen eine neuromuskuläre
Dysbalance aufweisen. Die Körperregion, welche am häufigsten von einer neuromuskulären
Dysbalance betroffen ist, ist der Bereich der Schultern. Es konnte einen Zusammenhang von den
körperlichen Beschwerden und den neuromuskulären Dysbalancen gefunden werden. Das bedeutet
also, dass bei Schüler:innen mit neuromuskulären Dysbalancen häufiger Schmerzen auftreten als bei
Schüler:innen ohne neuromuskuläre Dysbalancen. Einen Zusammenhang zwischen der aktiven
Bewegungszeit und der neuromuskulären Dysbalancen konnte aber nicht festgestellt werden
Nachhaltigkeit im Textilen Gestalten fördern. Eine Unterrichtsreihe zur Sensibilisierung für nachhaltiges Konsumbewusstsein
Die Modeindustrie ist in zahlreichen Nachhaltigkeitsdiskussionen eine wichtige Akteurin, da sie enormen Einfluss auf die Umweltressourcen, die Wirtschaft und auf soziale Strukturen hat. Zurecht wird die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Lehrplan 21 als Leitidee aufgeführt.
In dieser Masterarbeit wird untersucht, wie bei den Schüler:innen im Rahmen einer Unterrichtsreihe ein verstärktes Nachhaltigkeitsbewusstsein in Bezug auf Fast Fashion hervorgerufen werden kann. Fast Fashion kann vielfältig thematisiert werden und bietet durch den Alltagsbezug enormes Potenzial, sich mit der eigenen Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Dazu wurde eine Lektionsreihe mit einem Lerntagebuch als Umfrageinstrument für die Schüler:innen entworfen und im Fach ""Textiles Gestalten"" durchgeführt. Diese Daten wurden durch eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet. Diese Arbeit soll aufzeigen, wie Jugendliche angeleitet werden können, ihr eigenes Nachhaltigkeitsbewusstsein in Bezug auf ihren Kleiderkonsum zu steigern, wodurch eine Verhaltensänderung initiiert werden soll
Präkonzepte zum Immunsystem - Eine qualitative Analyse auf der ersten Oberstufe
Bereits seit mehreren Jahren wird von Seiten der Biologiefachdidaktik der Anspruch an Lehrpersonen gestellt, Präkonzepte von Lernenden in ihren Unterricht einzubeziehen. Unter Präkonzepten werden dabei Vorstellungen von Jugendlichen verstanden, welche sie mit in den Unterricht bringen, ohne vorher dazu unterrichtet worden zu sein. Hierbei stellen die Vorstellungen, welche ihre Quelle meist im Alltag der Schüler:innen haben, sowohl Anknüpfungspunkt als auch Lernhindernis für den Unterricht dar. Zum Thema Immunsystem existieren in der Literatur bereits einige Erläuterungen zu Konzepten der Lernenden. Auch die Analyse der Begleitbände und Lehrerkommentare der drei gängigen Natur und Technik Lehrmittel NaTech 8, Prisma 2 und Natur und Technik 2 zeigt, dass dort vor allem die fachlich inkorrekten Konzepte der Schüler:innen thematisiert werden. Mit Hilfe von halbstrukturierten Leitfadeninterviews sammelt die vorliegende empirische Forschung Präkonzepte zum Immunsystem an der ersten Oberstufe in Grabs. Insgesamt werden die Konzepte von elf Lernenden beider Niveaustufen erhoben und anschliessend mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Anhand der Lehrplankompetenz NT.7.4 können die erhobenen Konzepte den vier Bereichen «Krank werden», «Krank sein», «Kuration» und «Prävention» zugeordnet werden. Es zeigt sich, dass Lernende bereits über eine Vielzahl an unterschiedlichen Präkonzepten verfügen. Fast alle Lernenden sprechen vom Immunsystem als Kampf und verwenden zu dessen Beschreibung Verben wie bekämpfen und töten. Als Krankheitserreger nennen alle Lernenden Bakterien, einige auch Viren. Für beide Erreger bestehen jedoch Schwierigkeiten in der genaueren Charakterisierung. Bezüglich Lebensraum und Übertragungsweise der Erreger können bloss teilweise korrekte Informationen geliefert werden. Grosse Unsicherheiten zeigen alle Lernenden bei der genauen Funktionsweise des Immunsystems. Aussagen zu dessen Bestandteilen, der Lokalisierung im Körper und den Abwehrmechanismen sind vage und häufig fachlich nicht korrekt. Besonders detailliert geben die Jugendlichen Auskunft über Krankheitssymptome, individuelle Kurations- und Präventionsmassnahmen sowie symptomatische Behandlungsmöglichkeiten. Weniger detailliert können Aspekte zu Impfung, Antibiotika und Medikamenten beschrieben werden. Diese Vielfalt an erhobenen Konzepten wird weder in den Lehrmitteln noch in der Fachliteratur ausreichend differenziert dargestellt. Deshalb wurden die wichtigsten auftretenden Präkonzepte auf einem Merkblatt gesammelt. Ausgehend von diesem, können Lehrpersonen ihren Unterricht einfacher auf die Konzepte der Lernenden ausrichten, da ihnen nun eine allgemeine Übersicht zu möglichen Präkonzepten vorliegt. Die Zusammenstellung der Vorstellungen auf dem Merkblatt stellt zudem die Grundlage für eine mögliche weiterführende Erforschung der Präkonzepte zum Immunsystem oder von Präkonzepten in anderen Bereichen des Schulunterrichts dar
Künstliche Intelligenz im Schulalltag anwenden
Künstliche Intelligenz ist aktuell in aller Munde und stellt nicht nur Lehrpersonen vor eine neue Herausforderung. Ein revolutionärer technischer Fortschritt steht uns bevor und scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.
Tools wie ChatGPT und Co. werden von den Schülerinnen und Schülern eingesetzt – doch nicht immer im Sinne der Lehrpersonen. Soll man sie verbieten? Kann man das? Die vorliegende Masterarbeit will einen anderen Weg gehen und aufzeigen, dass die Tools gewinnbringend im Unterricht eingesetzt werden können.
Konkret geht diese Arbeit geht der Frage nach, wie KI-Tools im Unterricht auf der Stufe Sek I integriert werden können, um die literalen Kompetenzen zu fördern. Dabei werden die Kantone St. Gallen, Thurgau und Zürich nach Richtlinien oder Vorschriften zur Benutzung von künstlicher Intelligenz im Unterricht befragt. Anschliessend werden potenziell geeignete Programme für die Sekundarstufe getestet, um dann auf Basis der kantonalen Richtlinien Aufgaben zur Förderung der Schreibkompetenzen zu entwickeln
Manga in the EFL-Class
This study explores the implementation of manga into English as a Foreign Language (EFL) classes, specifically at the secondary 1 level in Switzerland, within the context of Lehrplan Volksschule St. Gallen. Based on research conducted on EFL didactics, manga as a medium, as well as the establishment of criteria for an ideal manga as a curriculum medium, a ped-agogical scenario containing four lessons has been developed. This paper centers on ‘story-manga’, an extended variant containing a developed storyline. This pedagogical scenario works with the title Death Note and was implemented with a 3rd-grade secondary class with English as an elective subject. To establish a revised version, a qualitative assessment was conducted through interviewing the students and an observing teacher. The results are encouraging in manifold aspects. The inherent, visual scaffolding of manga by dint of its paneling and illustration is a great support for students to infer meaning. Consequently, stu-dents have a better chance to follow the common thread, which allows access to more so-phisticated and complex stories. The primary entry point for students regarding manga is anime, which reinforces the importance of incorporating it into lesson plans. Furthermore, results have shown that the majority of reading activity should be done individually. As a teacher's resource, the vast educational potential of teaching manga is found in its bound-less opportunities for lesson planning, due to its multimodal nature, narrative depth, and integration of intermediality
Die Bedeutung der professionellen Kompetenz für die psychische Gesundheit im Lehrberuf
Der zentrale Inhalt dieser Masterarbeit ist die professionelle Kompetenz der Lehrkräfte. Diese umfasst die stabilen, aber dennoch veränderbaren persönlichen Merkmale zur erfolgreichen und dauerhaften Bewältigung des Lehrberufs.
Für einen guten Unterricht ist die psychische Gesundheit der Lehrpersonen von zentraler Bedeutung. In der vorliegenden Arbeit werden mittels qualitativer Inhaltsanalyse alle professionellen Kompetenzaspekte und ihre Facetten untersucht, die zur psychischen Gesundheit im Lehrberuf beitragen. Zur Realisierung dessen stützt sich die Arbeit auf insgesamt sechs halbstrukturierte Leitfadeninterviews. In Anbetracht der Grundannahme, dass die professionelle Kompetenz bis an das Ende der Unterrichtszeit einer Lehrperson stetig zunimmt, wurden bewusst Lehrkräfte mit über 30 Jahren Berufserfahrung interviewt. Anschliessend konnten aus den Interviewaussagen Rückschlüsse über das lehrberufsspezifische Wissen und die Fähigkeiten für eine langfristige, erfolgreiche Bewältigung der beruflichen Anforderungen des Lehrberufs gezogen werden.
Die Resultate zeigen auf, dass laut den Angaben der interviewten Lehrkräfte alle Aspekte der professionellen Kompetenz von Lehrpersonen und viele Facetten eine zentrale Rolle für die psychische Gesundheit im Lehrberuf spielen. Zudem findet die Kompetenzentwicklung der gesundheitsfördernden Aspekte und Facetten in zwei Phasen statt. Möglichkeiten zur Entwicklung der professionellen Kompetenz stellen einerseits die berufspraktischen Ausbildungsprozesse sowie andererseits die Lernangelegenheiten während der Berufstätigkeit dar
Arrangement für Blasorchester
In der vorliegenden prozessorientierten Masterarbeit wird ein Arrangement des Werks «Le dieu ennemi et la danse des esprits noirs» aus der skythischen Suite von Sergey Prokofiev erarbeitet. Das ursprünglich für Sinfonieorchester komponierte Werke wird für ein Blasorchester der höchsten Stärkeklasse adaptiert. Es handelt sich dabei um ein instrumental- und gruppenorientiertes Arrangement, das auf die Besetzung des Symphonischen Blasorchesters Kreuzlingen angepasst wird und Wünsche des Dirigenten bezüglich Instrumentation berücksichtigt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt bei der Instrumentation, um trotz Umstrukturierung der Besetzung mit dem Wegfall und Zuzug ganzer Instrumentalgruppen (Streicher, Saxophone etc.) die Essenz und den Charakter des Werkes zu erhalten. Um den Arrangierprozess optimal zu unterstützen, werden Expertengespräche, musikwissenschaftliche Fachliteratur und eine musikalische Analyse beigezogen
Linderung von Prüfungsangst - eine Interventionsstudie
Bereits seit dem Jahr 1933 wird zur Thematik der Prüfungsangst geforscht. Sowohl diverse Ratgeberliteratur für Fachpersonen und Angehörige, als auch verschiedene Therapien versprechen Linderung. Ein dementsprechender Ansatz, der besonders im Bereich des Spitzensports seit einigen Jahren Anklang findet, ist das Mentaltraining. Im Jahr 2005 wird unter der Leitung von Wolfgang Knörzer, das ""Heidelberger Kompetenztraining zur Entwicklung mentaler Stärke"" (HKT) ins Leben gerufen, welches die beiden Bereiche Sport und praktische Pädagogik miteinander verbindet. Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des HKT anhand einer Interventionsstudie, die einen Prä- und Posttest, sowie ein Gruppeninterview beinhaltet. Die Testergebnisse der freiwilligen Interventionsgruppe wurden nach dem vierwöchigen Training mit jenen der Kontrollgruppe (ohne Training) verglichen. Zur Ergründung der gewonnenen Ergebnisse wurde abschliessend ein Gruppeninterview mit der Interventionsgruppe durchgeführt
ADHS - Wirksame Therapieformen und Massnahmen für die soziale Integration von zwei Jugendlichen mit ADHS aus verschiedenen Perspektiven beurteilt
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, abgekürzt ADHS, ist eine verbreitete Störung, die vor allem im Kindes-, aber auch im Jugendalter auftritt und bei den Betroffenen zu Verhaltensauffälligkeiten führt. Die Kernsymptome können sich negativ auf die Beziehungen zu Gleichaltrigen auswirken und somit die soziale Integration der Betroffenen beeinträchtigen. Die Beziehungen zu Gleichaltrigen sind für die Entwicklung sozialer Kompetenzen sowie für andere wichtige Lebensbereiche von zentraler Bedeutung. Ziel dieser Masterarbeit ist es herauszufinden, welche Therapieformen und Massnahmen für die soziale Integration von zwei ADHS-Betroffenen wirksam waren/sind. Damit verbunden ist die Erfassung der sozialen Integration sowie möglicher Auswirkungen derselben auf verschiedene Lebensbereiche. Anhand von zwei konkreten Fallbeispielen mit den beiden Betroffenen, den Eltern und Förderlehrpersonen werden die aufgeführten Punkte aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Hierfür wurden zunächst die Theorie und der Forschungsstand des Störungsbildes und der sozialen Integration von ADHS-Betroffenen studiert. Im nächsten Schritt wurden halbstandardisierte Interviews durchgeführt. Um die Daten auszuwerten, wurde eine qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt. Die empirischen Daten wurden mit der Theorie bzw. dem Forschungsstand verglichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten. Die Ergebnisse zeigen, dass in einem Fall eine deutliche Ablehnung durch Gleichaltrige festgestellt werden konnte, die sich in verschiedenen Lebensbereichen negativ niederschlug, was in Übereinstimmung mit der Theorie steht. Im anderen Fall konnte eine unzulängliche soziale Integration durch präventive Massnahmen und positive Charaktereigenschaften verhindert werden. Diese effiziente soziale Integration wirkte sich positiv auf unterschiedliche Lebensbereiche aus. Allerdings schätzten beide Probanden ihre soziale Integration im Vergleich zu den anderen Interviewpartner:innen höher ein.
In Bezug auf die Wirksamkeit von Therapien und Massnahmen besteht Konsens bezüglich der medikamentösen Therapie und der Unterstützung der Eltern, die zu einer besseren sozialen Integration beitragen. Diese Ergebnisse der Interviews stimmen mit der Forschung überein. In beiden Fällen zeigten auch andere Therapieformen bzw. Massnahmen Wirksamkeit, welche in der Forschung gar nicht belegt sind. Dies zeigt, dass mehrere Massnahmen und Therapieformen effektiv sein können und für jeden Fall individuell zu betrachten sind. Dennoch hat keine Therapie oder Massnahme bei Fall 1 dazu beigetragen, dass die Peer-Problematik normalisiert wurde, was mit der Literatur übereinstimmt. In Fall 2 werden die Peer-Beziehungen aus zwei Perspektiven als weitgehend normal angesehen, während eine Perspektive dies anders wahrnimmt. Weitere Forschung ist notwendig, um herauszufinden, welche anderen Therapieformen und Massnahmen zu einer verbesserten sozialen Integration und einer Lösung oder Normalisierung der Peer-Problematik führen können
Lehrpersonen und ADHS-Kinder- eine unüberbrückbare Spannungssituation?
Über kaum eine Diagnose wird so oft und intensiv diskutiert wie ADHS. Keine Lehrperson kommt mehr darum herum sich zumindest ein bisschen damit zu beschäftigen. Dies Zeugt von einer offensichtlichen Relevanz der Thematik, immerhin erhalten laut der Studie «ADHS im Kindes- und Jugendalter» (Popow & Ohmann, Update 2020) mindestens 3-6% aller Schülerinnen und Schüler eine ADHS-Diagnose. Hierbei ist der Graubereich von nicht Diagnostizierten noch nicht ersichtlich. Entsprechend der hohen Anzahl an betroffene Kinder sind auch die Ratgeber für ADHS so vielfältig und zahlreich wie das Störungsbild selbst. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass sehr wenige dieser Ratgeber sich auf das Wohlbefinden und die Sichtweise der einzelnen Kinder stützt. Noch weniger Literatur findet man über den längerfristigen Einfluss der ADHS-Symptome auf die psychische Verfassung eines Kindes. Der Fokus liegt meistens darauf, welche Probleme Kinder mit ADHS im Alltag haben, und wie diese geändert werden können. Zusätzlich gibt es noch unzählige Debatten über die Behandlung der Symptome durch Medikamente. Langsam kommen allerdings immer mehr Studien auf, welche in Betracht ziehen, dass ein Fokus auf das Wohlbefinden der Kinder einen positiven Einfluss auf deren Leistung und das Verhalten hat. Um dies noch etwas mehr zu vertiefen, befasst sich diese Bachelorarbeit mit der emotionalen Entwicklung von Kindern mit ADHS im schulischen Kontext, und welchen Einfluss eine Lehrperson darauf haben kann