PHIQ - das Repository der Pädagogischen Hochschule St.Gallen
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Gemeinsam statt einsam: Die Auswirkungen intergenerationaler Begegnungen in Altersheimen auf Kinder und Senior:innen
Die Bachelorarbeit untersucht, wie ein Senior:innennachmittag zwischen Grundschüler:innen und Bewohner:innen eines Altersheims im Rahmen eines Service Learning-Projekts gestaltet und wahrgenommen wird. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, welche Auswirkungen die intergenerativen Begegnungen auf das gegenseitige Verständnis der Teilnehmenden haben.Auf Basis der Hypothese, dass beide Gruppen die Begegnungen als bereichernd und anregend empfinden, werden die Planung, Durchführung und Evaluation des Projekts analysiert. Besonderes Augenmerk liegt auf den positiven Effekten, die Kinder aus den neuen Herausforderungen und der neuen Umgebung ziehen, sowie den Impulsen, die Senior:innen durch die Energie und Unbeschwertheit der Kinder erhalten.Die Arbeit umfasst die theoretische Einführung in das Konzept des Service Learning, eine detaillierte Beschreibung der Projektmethodik sowie die Reflexion und Diskussion der Ergebnisse. Diese zeigen, dass intergenerative Begegnungen nicht nur das gegenseitige Verständnis fördern, sondern auch zur persönlichen und sozialen Entwicklung der Teilnehmenden beitragen
Frühe Förderung von sozial benachteiligten Kindern
Die ersten Lebensjahre sind wesentlich für die Entwicklung eines Kindes. Nicht jedes Kind wächst in einem entwicklungsförderlichen familiären Umfeld auf. Risikofaktoren sozialer Benachteiligung sind vielfältig. Die frühe Förderung hat zum Ziel, Vernachlässigung betroffener Kinder vorzubeugen und deren Bildungschancen zu verbessern. Eine mögliche Arbeitsweise der frühen Förderung sind Hausbesuche. In der vorliegenden Arbeit steht deshalb folgende Hauptfragestellung im Zentrum: Wie kann die Entwicklung eines sozial benachteiligten Kindes durch Hausbesuche im Rahmen eines frühen Förderprogramms unterstützt werden und welche Chancen können sich für das Kind und dessen Familie ergeben? Um die Hauptfragestellung zu beantworten, wird eine Fallbegleitung mittels der Methoden Beobachtung und Interview beim Förderprogramm zeppelin – familien startklar durchgeführt. Dieses Programm setzt frühzeitig an und enthält Komponenten der direkten Förderung des Kindes sowie der Stärkung der elterlichen Kompetenzen. Bestehende Programme der frühen Förderung finden in der Vorschulzeit Anwendung, unterscheiden sich aber hinsichtlich Startpunkt, Intensität, Dauer sowie Qualifikation der Hausbesucherin oder des Hausbesuchers. Verschiedene Forschungsergebnisse weisen positive Effekte nach. Wie die Fallbegleitung veranschaulicht, können die elterlichen Kompetenzen begünstigt werden, jedoch bleiben in der kindlichen Entwicklung trotz einzelnen Fortschritten weiterhin Auffälligkeiten bestehen. Dies erfordert meist eine fortführende Unterstützung des Kindes während der Schulzeit
Prävention von Burnout im Lehrberuf - ein Kartenset
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Thematik des Burnouts im Lehrberuf und hat das Ziel, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Der Fokus liegt auf der Untersuchung der Faktoren, die im Lehreralltag zur Entstehung von Burnout beitragen können. Dabei werden sowohl berufliche als auch persönliche Risikofaktoren analysiert. Zudem werden Massnahmen vorgestellt, die Lehrkräfte ergreifen können, um präventiv gegen Burnout vorzugehen oder bereits bestehende Symptome zu lindern. Auf Grundlage der theoretischen Ansätze zur Prävention wurde ein Kartenset entwickelt, das verschiedene Impulsübungen enthält und dazu beitragen soll, Stress abzubauen. Lehrpersonen sind im Berufsalltag mit zahlreichen Belastungen konfrontiert. Wie eine Person mit diesen Herausforderungen umgeht und ob es letztlich zu einem Burnout kommt, wird stark von individuellen Faktoren beeinflusst. Wenn Betroffene Warnsignale frühzeitig erkennen und ernst nehmen, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Prävention. Das entwickelte Kartenset bietet Impulse zu verschiedenen Themen wie Entspannungsmöglichkeiten, Stressbewältigung, Selbstwahrnehmung, Selbstfürsorge und Fokussierung auf die eigenen Ressourcen. Diese Impulse sind so gestaltet, dass sie sich praxisnah und leicht im Klassenzimmer umsetzen lassen
Von Strafen zu pädagogischen Massnahmen in der Schule: Vergleich und Begründungen im Wandel der Zeit
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung von Ansichten und Praktiken im Umgang mit Unterrichtsstörungen. Ausgehend von den Strafen in der Schule beschreibt die Arbeit den Einfluss reformpädagogischer Ansätze. Behavioristische Perspektiven wie die von Skinner brachten wissenschaftliche Modelle zur Verhaltenssteuerung ein, während Pädagogen wie Dreikurs, Kohn, Lohmann und Rüedi alternative Massnahmen entwickelten. Diese reichen von logischen Konsequenzen bis hin zu kooperativen Problemlösestrategien und fördern nachhaltige Verhaltensänderungen ohne den Einsatz von Strafen. Die Arbeit zeigt, dass der Wandel durch gesellschaftliche Veränderungen, psychologische Erkenntnisse und ethische Überlegungen beeinflusst wurde. Pädagogische Massnahmen wie Gespräche, Wiedergutmachung und demokratische Prozesse ersetzen zunehmend traditionelle Strafen und stellen das Kind als aktive:n Mitgestalter:in seiner Lern- und Lebenswelt in den Fokus. Abschliessend wird aufgezeigt, dass eine erfolgreiche Erziehung nicht auf Unterwerfung, sondern auf Einsicht, Zusammenarbeit und respektvolle Beziehungen basiert
Der Einfluss der Berufserfahrung auf den berufsbedingten Stress
Der Lehrberuf umfasst ein breites Spektrum an Tätigkeiten, die über das Unterrichten im Klassenzimmer hinausgehen. Mit diesen gehen Belastungen einher, die bewältigt und idealerweise präventiv vermieden werden sollten. In dieser vorliegenden empirischen Bachelorarbeit steht daher folgende Fragestellung im Zentrum: Inwiefern unterscheiden sich bei Primarklassenlehrpersonen je nach Berufserfahrung die Wahrnehmung, Prävention und Bewältigung von arbeitsbedingtem Stress ausserhalb des Stundenplans? Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden vier Einzelinterviews durchgeführt, zwei davon mit Junglehrpersonen und zwei mit erfahrenen Lehrpersonen. Die Arbeit zeigt, dass die Berufserfahrung nur auf einige berufliche Belastungsfaktoren sowie auf die instrumentelle Erscheinungsform der beruflich sozialen Unterstützung einen Einfluss hat
Süsser Einfluss: Wie Zucker die Entwicklung formt und den Schulalltag prägt
Die vorliegende Bachelorarbeit thematisiert die Auswirkung von Zucker auf den Schulalltag von Kindern im Zyklus 1 und analysiert die Folgen eines erhöhten Zuckerkonsums. Im ersten Teil wird der entwicklungspsychologische Effekt miteinbezogen, der die Entwicklung der Geschmackssinne genauer beleuchtet, einschliesslich der Veränderung von Geschmacksvorlieben und des neurologischen Prozesses der Geschmacksempfindung. Anschliessend wird die Definition von Zucker genauer erläutert und detailliert auf die verschiedenen Zuckerarten eingegangen. Ein weiterer Fokus liegt auf den Auswirkungen von Zucker auf die physische und kognitive Entwicklung im Zusammenspiel mit der allgemeinen kindlichen Entwicklung. Im weiteren Verlauf werden die Auswirkungen auf den Schulalltag betrachtet, insbesondere im Hinblick auf Verhaltensauffälligkeiten im Zusammenhang mit ADHS, Energieschwankungen und Gewichtszunahme. Abschliessend werden schulische und elterliche Massnahmen vorgestellt, die diesen Effekten entgegenwirken können. Der Fokus liegt dabei nicht ausschliesslich auf dem Zuckerkonsum, sondern umfasst die allgemeine Ernährung der Kinder. Die Bachelorarbeit ist sowohl für Studierende als auch für Lehrende im Bereich Ernährung und Eltern interessant und bietet eine Erweiterung des Wissenshorizonts hinsichtlich der Bedeutung eines bewussten Zuckerkonsums und einer ausgewogenen Ernährung
Bildung Nachhaltige Entwicklung an ausserschulischen Lernorten
Neben der Umsetzung im Schulzimmer bieten ausserschulische Lernorte (ASLO) Lehrpersonen Möglichkeiten, Bildung Nachhaltige Entwicklung (BNE) zu implementieren. Welche Bedeutung haben ausserschulische Lernorte für Primarlehrpersonen, wenn sie BNE umsetzen wollen? Und inwiefern leisten auf der anderen Seite die ausserschulischen Lernorte aus Sicht von Primarlehrpersonen einen Beitrag für BNE? Diese Leitfragen stehen im Zentrum vorliegender Bachelorarbeit. Dazu wird ein Einblick in die Theorie und den aktuellen Forschungsstand zu BNE und ASLO gegeben. Um aktuelle Einschätzungen von LP zu erhalten, wurde 14 Primarlehrpersonen aus unterschiedlichen Gemeinden im Kanton St. Gallen eine Online-Umfrage vorgelegt, diese ausgewertet und interpretiert
Resilienz - Kit für Lehrpersonen: Die Entwicklung eines Sets mit Übungen und Tools zur Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit und Gesundheit im Schulalltag
Im Lehrberuf existieren einige Herausforderungen, denen Lehrperson gerecht zuwerden versuchen. Gerade diese können bei Lehrpersonen zu berufsbedingtem Stress führen. In der vorliegenden Arbeit steht deshalb folgende Fragestellung im Zentrum: «Mittels welcher Übungen und Tools kann die psychischeWiderstandsfähigkeit von Lehrpersonen für den Umgang mit Distress im Berufsalltag erhöht und verbessert werden?». Um Lehrpersonen eine Möglichkeit zur Stärkung ihrer psychischen Widerstandsfähigkeit im schulischen Kontext zu geben, wurde eine Sammlung von Übungen und Tools zusammengestellt, die im beruflichen Alltag zur Bewältigung von berufsbedingtem Distress eingesetzt werden können. Das Resilienz-Kit umfasst hauptsächlich Resilienz- und Achtsamkeitsübungen, die darauf abzielen, Lehrpersonen dabei zu unterstützen, an ihrer psychischen Widerstandsfähigkeit zu arbeiten und gestärkt in den weiteren Berufsalltag hervorzugehen
Experimentieren in der Primarschule mit dem Fokus auf das handelnde und entdeckende Lernen
Im NMG-Unterricht steht die Entwicklung von Handlungskompetenz und die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, in der Welt zurechtzukommen, im Zentrum. Durch entdeckendes und handelndes Experimentieren können alltägliche Phänomene anschaulich und praktisch vermittelt werden. Die vorliegende Arbeit untersucht die Fragestellung: «Welchen Einfluss hat entdeckendes und handelndes Experimentieren auf die Leistung und Motivation von Primarschülerinnen und Primarschülern im Fach Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG)?» Im Rahmen dieser Arbeit wurde der Einfluss von zwei Lernmethoden, nämlich das handelnde Experimentieren im Vergleich zum Anschauen der Versuche per Lernvideos, auf die Leistung und Motivation der Schülerinnen und Schüler untersucht. Die Untersuchung wurde mit zwei Mittelstufenklassen durchgeführt, wobei das Experiment aus zwei Versuchen zum Thema Oberflächenspannung, einer subjektiven Umfrage und einem Wissenstest bestand. Die Ergebnisse des Experiments zeigen, dass die erreichte Leistung der Schülerinnen und Schüler bei beiden Lernmethoden keinen signifikanten Unterschied aufweist. Allerdings konnte bei den Ergebnissen der Umfrage festgestellt werden, dass die Kinder, die das Experiment selbst handelnd durchführten, eine signifikant höhere Motivation zeigten. Die Arbeit zeigt, dass handelndes Experimentieren einen stärkeren motivatorischen Effekt ausübt, was die Lernbereitschaft und das Engagement der Kinder fördert
Praxishilfe
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einsatz von Task-Based Spielen zur Förderung kommunikativer Kompetenzen im Englischunterricht der Primarstufe. Die Arbeit identifiziert eine Lücke in der Lehrmethodik des obligatorischen Lehrmittels ‘Young World 3’ und entwickelt darauf basierend ergänzende Spielanlässe, die auf den Prinzipien des Task-Based Learning beruhen. Es werden zentrale Konzepte des Zweitspracherwerbs sowie die Bedeutung von Differenzierung und Interaktion im Unterricht dargestellt. Der praktische Teil umfasst die Entwicklung und Erprobung von acht Spielen zu verschiedenen thematischen Einheiten von ‘Young World 3’. Die Spiele wurden hinsichtlich ihrer Differenzierungsmöglichkeiten, strukturellen Umsetzung, Förderung der kommunikativen Kompetenzen und Motivation der Schülerinnen und Schüler evaluiert