University of Mannheim

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    Gender cleavage and political parties in 19 welfare states, 1900–1975

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    Art. 229 § 61 EGBGB

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    What if applicants fake their responses? Modeling faking and response styles in high-stakes assessments using the multidimensional nominal response model

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    Self-report personality tests used in high-stakes assessments hold the risk that testtakers engage in faking. In this article, we demonstrate an extension of the multidimensional nominal response model (MNRM) to account for the response bias of faking. The MNRM is a flexible item response theory (IRT) model that allows modeling response biases whose effect patterns vary between items. In a simulation, we found good parameter recovery of the model accounting for faking under different conditions as well as good performance of model selection criteria. Also, we modeled responses from N = 3,046 job applicants taking a personality test under real highstakes conditions. We thereby specified item-specific effect patterns of faking by setting scoring weights to appropriate values that we collected in a pilot study. Results indicated that modeling faking significantly increased model fit over and above response styles and improved divergent validity, while the faking dimension exhibited relations to several covariates. Additionally, applying the model to a sample of job incumbents taking the test under low-stakes conditions, we found evidence that the model can effectively capture faking and adjust estimates of substantive trait scores for the assumed influence of faking. We end the article with a discussion of implications for psychological measurement in high-stakes assessment contexts

    Cut off from new competition: Threat of entry and quality of primary care

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    We study how the threat of entry affects service quantity and quality of general practitioners (GPs). We leverage Germany’s needs-based primary care planning system, in which the likelihood of new GPs reduces by 20 percentage points when primary care coverage exceeds a cut-off. We compile novel data covering all German primary care regions and up to 30,000 GP-level observations from 2014 to 2019. Reduced threat of entry lowers patient satisfaction for incumbent GPs without nearby competitors but not in areas with competitors. We find no effects on working hours or quality measures at the regional level including hospitalizations and mortality

    Sensibilisierung zukünftiger Lehrkräfte für diversitätssensible Schulentwicklung - Gelingensbedingungen und Wirkungen von Service Learning als Kooperation zwischen Hochschule und Schulen in herausfordernden Lagen

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    Schulen in sozialräumlich deprivierter Lage stehen vor besonderen Herausforderungen aufgrund geringerer familiärer Ressourcen und Lernvoraussetzungen, die mit der Zusammensetzung der Schülerschaft assoziiert sind (van Ackeren et al., 2021). Die Weiterentwicklung schulischer Strukturen und Routinen zur Sicherung der Prozessqualität ist in diesen Schulen besonders relevant, um bestmögliche Lernergebnisse bei den Schüler:innen zu erzielen (Bremm et al., 2016). Entsprechend sind Lehrkräfte an diesen Schulen besonders gefragt, sich an Schulentwicklungsprozessen zu beteiligen. In der Lehrkräfteausbildung wird das Thema Schulentwicklung bislang jedoch kaum adressiert (Holtappels et al., 2021). Ein Konzept, das die Möglichkeit bietet, angehenden Lehrkräften theoretisches Wissen über Schulentwicklungsprozesse zu vermitteln und sie zugleich auf die besonderen Herausforderungen an Schulen in herausfordernden Lagen vorzubereiten, ist Service Learning (Derkau & Gerholz, 2023). Dieses Lehr-Lernformat ermöglicht eine enge Verknüpfung zwischen der Vermittlung theoretischer Inhalte und praktischem gesellschaftlichem Engagement (Bringle & Clayton, 2012). Das Engagement in realen schulischen Kontexten ermöglicht Studierenden Einblicke in die Schulentwicklungspraxis, sensibilisiert sie für gesellschaftliche Verantwortungsübernahme und stärkt ihre Selbstwirksamkeit (Derkau & Gerholz, 2023). Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, wie Service Learning als Kooperation zwischen Schule, Hochschule und Studierenden unter Berücksichtigung knapper zeitlicher Ressourcen und häufiger personeller Wechsel an Schulen in herausfordernden Lagen gelingend gestaltet werden kann. Die Untersuchung fand im Rahmen eines Service Learning-Seminares statt, bei dem Lehramtsstudierende Kooperationsschulen der Initiative Schule Macht Stark durch die Visualisierung diversitätsbezogener Schulentwicklungsprozesse unterstützten. Als Datengrundlage dienen die Ergebnisse einer transdisziplinären Arbeitsphase zum Abschluss des Seminars, in der Lehrkräfte (N = 6), Universitätsmitarbeitende (N = 4) und Lehramtsstudierende (N = 13) der Frage nachgingen, welche Beiträge die unterschiedlichen Akteursgruppen zum Gelingen von Service Learning mit Schulen in herausfordernden Lagen leisten können. Die Notizen der Arbeitsphase wurden anschließend anhand eines deduktiv-induktiv gebildeten Kategoriensystem ausgewertet, das aus den Qualitätskriterien für Service Learning (Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung/Redaktionsgruppe Qualität, 2018; Kuckartz & Rädiker, 2014) sowie den Formulierungen der Teilnehmenden der Arbeitsphase gebildet wurde. Als besonders bedeutsam für die gelingende Umsetzung von Service Learning-Konzepten wurde von den Diskussionsteilnehmer:innen die Organisation der Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten genannt. Dies beinhaltete das Ausloten und zur Verfügung stellen notwendiger Ressourcen auf Seiten der Schule und Hochschule und die Herstellung einer Passung zwischen unterschiedlichen Handlungslogiken, beispielsweise in der Zeitplanung und dem Informationsfluss. Zentral wurde die effektive Kommunikation zwischen den Beteiligten hervorgehoben (25% der Nennungen), insbesondere der persönliche Kontakt zu festen Ansprechpartner:innen, sowie eine Offenheit aller Beteiligten. Zudem wurde häufig der Bedarf nach einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit genannt (23% der Nennungen). Diese sollte von Respekt, Verständnis und Anerkennung für das Engagement aller Beteiligten geprägt sein. Als wichtig für diese partnerschaftliche Zusammenarbeit wurden eine gemeinsame Zielformulierung unter Berücksichtigung der Perspektiven der Schulen, der Anforderungen der Hochschule an das Lehrformat, der Abgleich von Erwartungen an das Format und eine Verlässlichkeit aller Partner bei der Umsetzung genannt. Seltener wurden freiwilliges Engagement der Studierenden (12%) sowie eine ausreichende organisatorische und fachliche Vorbereitung der Studierenden auf die Praxisphase (11%) genannt. Die genannten Gelingensbedingungen spiegeln bereits etablierte Qualitätskriterien von Service Learning wider (Hofer & Derkau, 2020). Aspekte der Gestaltung des Praxisengagements und des Lehrformates traten jedoch in den Hintergrund, während gelingende Kommunikation und partnerschaftlichen Zusammenarbeit als zentrale Erfolgsfaktoren von Service Learning mit Schulen in sozialräumlich deprivierter Lage identifiziert wurden. Diese Befunde weisen darauf hin, dass eine Weiterentwicklung zeitlich begrenzter Service-Learning-Kooperationen hin zu längerfristigen Partnerschaften gewinnbringend sein könnte, die durch ihre Kontinuität das Verständnis für die gegenseitigen kommunikativen und organisatorischen Bedürfnisse sowie den Aufbau einer offenen, vertrauensvollen Kommunikation auf Basis persönlicher Kontakte fördern können (Hofer & Derkau, 2020). Die Ergebnisse werden daher vor dem Hintergrund diskutiert, wie das Potenzial langfristig angelegter Schulentwicklungsprojekte wie Schule Macht Stark oder des kommenden Startchancen-Programmes zur Etablierung erfolgreicher Service Learning-Konzepte in der Lehrkräftebildung genutzt werden kann

    The (mis-)measurement of food decisions

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