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zweitausendfünfundzwanzig
Abstract Einführung Nachhaltigkeit hat sich vom forstwirtschaftlichen Prinzip (Grober, 2010) zu einem umfassenden gesellschaftlichen Leitbild mit ökologischer ökonomischer und sozialer Dimensionen entwickelt (Hauff, 1987). Angesichts von Klimawandel, Ressourcenverbrauch und gesellschaftlichem Wandel gewinnt nachhaltiges Handeln auch bei Sportevents wie Laufveranstaltungen an Relevanz (Hwang et al., 2024). Die vorliegende Arbeit untersucht am Beispiel der Lauffestspiele der Mozartstadt 2025, wie Nachhaltigkeitsinitiativen aus Sicht der Teilnehmenden und Veranstalter wahrgenommen, bewertet und umgesetzt werden.Methoden Theoretische Grundlage bildeten das Drei-Säulen-Modell (Ott, 2009) und das Vorrangmodell (Pfeiffer & Weber, 2023). Darauf basierend wurde ein standardisierter Online-Fragebogen entwickelt und inhaltlich an die Lauffestspiele angepasst. Erhoben wurden Wahrnehmung, Relevanz und Umsetzung verschiedener Nachhaltigkeitsmaßnahmen bei 789 Teilnehmenden und 7 Veranstaltungsmitarbeitenden. Die Auswertung erfolgte mittels deskriptiver Statistik, t-Tests, Mann-Whitney-U-Tests und Korrelationsanalysen.Ergebnisse Nachhaltigkeit wurde grundsätzlich als relevant eingeschätzt. Jedoch konnte eine große Diskrepanz zwischen Relevanz und Umsetzung erfasst werden (t=35.267,p<.001). Zwischen Veranstalter- und Teilnahmeperspektive zeigten sich signifikante Unterschiede in der Bewertung der Umsetzung, nicht aber in der Relevanz. Frauen bewerteten Nachhaltigkeit signifikant höher als Männer (p<.001), während Alter, Herkunft, Beruf und Einkommen keinen signifikanten Einfluss zeigten. Diskussion Die Ergebnisse zeigen, dass Nachhaltigkeit für die Teilnehmenden der Lauffestspiele als wichtig erachtet wird, die Umsetzung jedoch deutlich kritischer bewertet wird. Die starke Diskrepanz zwischen Relevanz und Umsetzung über alle drei Nachhaltigkeitsdimensionen deutet darauf hin, dass Maßnahmen nur dann wirksam sind, wenn sie auch sichtbar umgesetzt werden. Die höhere Relevanzeinschätzung durch Frauen spricht für das Potenzial gezielter Kommunikationsstrategien, während die einheitliche Bewertung über Alters-, Berufs- und Herkunftsgruppen hinweg auf ein breit verankertes Nachhaltigkeitsverständnis hinweist.eingereicht von Eileen BidermannLiteraturverzeichnis: Seite 89-100Masterarbeit Paris Lodron Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Das Verhältnis zwischen der nationalsozialistischen Privatrechtserneuerung und der Rechtswissenschaft am Beispiel von Karl Larenz
Die vorliegende Arbeit untersucht die Parallelen zwischen Karl Larenz’ Rechtsphilosophie und der nationalsozialistischen Rechtsauffassung sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für den Rechtswissenschaftler Larenz. Um dieser Thematik auf den Grund zu gehen, werden in erster Linie die Dispute über Larenz’ Vergangenheit erläutert, die gleichzeitig auch Teile des Forschungsstand darstellen. In weiterer Folge geht die Arbeit auf die neuhegelianische Haltung von Larenz ein, die eine große Wichtigkeit für das Verständnis der Hintergründe hat. Anschließend werden die nationalsozialistischen Privatrechtsvorstellungen präsentiert und sich auch den dies-bezüglichen Aussagen von Larenz gewidmet. Im Ergebnis stellt sich heraus, dass Larenz durch seine Tätigkeit im Dritten Reich seine Integrität als unabhängiger Rechtswissenschaftler in ebendiesen Zeitraum selbst untergrub.eingereicht von Manuel Pascal ThalmayerLiteraturverzeichnis: Seite 67-71Diplomarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Automatisierung und künstliche Intelligenz im Journalismus : ein systematisches Literaturreview in Web of Science und CMMC (2010 bis 2025)
Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Risiken von Automatisierung und künstlicher Intelligenz im Journalismus. Auf Basis eines systematischen Reviews von Fachliteratur aus den Jahren 2010 bis 2025 in den Datenbanken Web of Science und CMMC werden zentrale Entwicklungen in den Bereichen Recherche, Produktion, Distribution, Publikumswahrnehmung sowie ethische und regulatorische Fragen analysiert. Die Befunde zeigen, dass KI vor allem bei Routineaufgaben eingesetzt wird und dadurch Effizienzsteigerungen erzielt werden. Gleichzeitig entstehen neue Rollenprofile im Journalismus, etwa an den Schnittstellen zwischen Redaktion und Technik. Chancen ergeben sich durch Personalisierung, Multilingualität, Datenjournalismus und Fact-Checking. Risiken bestehen hingegen in Qualitätseinbußen, Desinformation und Abhängigkeiten von Tech-Plattformen. Die Analyse zeigt zudem, dass ethische Standards, Transparenz und regulatorische Rahmenbedingungen bislang nur begrenzt etabliert sind. Insgesamt verdeutlicht die Studie, dass Automatisierung und KI im Journalismus die Identität und Rolle des Journalismus in Öffentlichkeit und Demokratie grundlegend herausfordern, bislang allerdings hauptsächlich im Rahmen von Hybridmodellen zum Einsatz kommen.eingereicht von: Tobias Wild, BALiteraturverzeichnis: Seite 74-89Masterarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Cognition and Emotion / The dual-feature approach-avoidance task: validity, training efficacy, and the role of contingency awareness in changing food preference
The approach-avoidance task (AAT) probes tendencies contributing to unwantedbehaviours, like excessive snacking, by measuring RT differences betweenapproach and avoidance responses to different stimuli. It retrains such tendenciesusing repeated avoidance of appetitive stimuli and approach of healthyalternatives. The most common paradigm, the irrelevant-feature AAT, concealsthese stimulus-response contingencies by requiring approach or avoidance basedon features irrelevant to the tendencies (e.g. frame colour). Unfortunately, it is anunreliable measure and not always successful as a training, likely because thestimuli can be ignored. In the novel dual-feature AAT, the combination of stimulusand irrelevant feature determines responses: participants approach foods andavoid objects surrounded by frame A, and vice versa given frame B. We trained219 online participants to approach fruit and avoid chocolate using active (7:1stimulus-to-frame contingency) and sham (1:1 stimulus-to-frame contingency)versions of these two trainings. Compared to sham, active irrelevant-featuretraining was associated with more selection and desire to eat fruit, and active dual-feature training increased approach bias for fruit. Participants’ perceived rate ofapproaching fruit versus chocolate correlated with many outcome measures,suggesting contingency awareness plays a major role in AAT training effectiveness,challenging implicit accounts. While the dual-feature paradigm shows potential, itshigh error rates, RTs, and difficulty mandate improvement.Doctoral College “Imaging the Mind” W1233-B KLI762-
Das Recht auf Rückkehr für Führungskräfte bei Elternteilzeit im österreichischen Arbeitsrecht
Diese Diplomarbeit untersucht das Recht auf Rückkehr im Rahmen der Elternteilzeit mit besonderem Fokus auf die Anwendbarkeit bei Führungskräften. Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit Führungskräfte (insbesondere leitende Angestellte) vom Rückkehrrecht bei der österreichischen Elternteilzeit erfasst sind. Im Zentrum steht die rechtliche Einordnung des Rechts auf Rückkehr als Instrument zur besseren Vereinbarkeit von elterlichen Betreuungspflichten und betrieblichen Erfordernissen, wobei nationale sowie unionsrechtliche Grundlagen und Judikatur systematisch herangezogen werden. Die Arbeit gliedert sich in eine Darstellung der gesetzlichen Grundlagen und Schutzmechanismen zur Elternteilzeit, eine Analyse der arbeitszeitrechtlichen und arbeitsverfassungsrechtlichen Sonderstellung von leitenden Angestellten sowie eine Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung des OGH und EuGH zum Rückkehrrecht auf einen gleichen bzw gleichwertigen Arbeitsplatz und dem Versetzungsschutz. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Rückkehrrecht für leitende Angestellte zwar nicht ausdrücklich gesetzlich normiert ist, jedoch durch Judikatur und Literatur anerkannt und durch ergänzende Schutzvorschriften weitgehend abgesichert ist.eingereicht von Sophia WiesholzerEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 84-87Diplomarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Top fünf Nationen Europameisterschaft Weltmeisterschaft Europameisterschaften Weltmeisterschaften
Diese retrospektive Wettkampfanalyse untersucht die zentralen Erfolgsfaktoren der Top-5-Herren-Nationalmannschaften im Handball bei sieben internationalen Großturnieren (Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympische Spiele) im Zeitraum von 2020 bis 2024. Grundlage der Analyse bildet der objektive Leistungsindikator Player Score. Ziel der Untersuchung ist es, Zusammenhänge zwischen Turniererfolg und Kaderstrukturen – insbesondere Kaderstabilität, der Leistung von Stamm- und Kernkader, High Performer Werten sowie der Altersstruktur – aufzudecken und zu beschreiben.Die Ergebnisse zeigen signifikante negative Korrelationen zwischen der Effizienz von Stamm- und Kernkader und der erfolgreichen Turnierplatzierung, vor allem bei Dänemark (r = –0,898) und Frankreich (r = –0,927; jeweils p < 0,01). Dänemark überzeugt durch konstant hohe Effizienz, stabile Kaderstrukturen und überdurchschnittliche Leistungen einzelner Schlüsselspieler. High Performer wie Mathias Gidsel und Mikkel Hansen nahmen dabei eine herausragende Schlüsselrolle ein und trugen überproportional zum Teamerfolg bei. Besonders deutlich zeigte sich dies bei den Olympischen Spielen 2024, bei denen rund 40 % von Dänemarks Gesamtleistung auf Mathias Gidsel entfielen (gemessen am Player Score). Auch die Altersstruktur erwies sich als relevanter Faktor: erfolgreiche Teams vereinten Erfahrung mit Entwicklungspotenzial.Die Ergebnisse dieser Arbeit verdeutlichen die Relevanz eines kontinuierlich leistungsfähigen Kernkaders sowie einer systematischen Talentförderung als zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen sportlichen Erfolg im internationalen Handball.Die auf Grundlage der Player Score Daten entwickelten Konzepte zu Stamm- und Kernkaderstrukturen und der dreistufigen Talentklassifikation bilden erste konzeptionelle Ansätze, die in zukünftiger Forschung weiter validiert und differenziert werden sollten.vorgelegt von Sarah KappelanEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 68-71Masterarbeit Paris Lodron Universität Salzburg 2025Einleitung teilweise in englischer Sprach
versus
Studien zum kontrafaktischen Denken legen nahe, dass positive Emotionen nach einem positiven Ereignis unterschiedlich stark ausgeprägt sein können, während bei negativem Ausgang Ausnahme, Handlung und Nähe stärkere Emotionen hervorrufen als Routine, Unterlassung und Ferne. Diese Studie untersuchte, ob die Normtheorie oder Laientheorien die affektive Verstärkung bei positiven und negativen Ausgängen besser erklären können. In einer Online-Studie (N = 197) wurden Einschätzungen zu Freude bei positiven und Ärger bei negativen Situationsausgängen anhand verschiedener Vignetten erhoben. Tendenziell zeigte sich, dass bei positiven Ausgängen in Szenarien ohne Verstärker (Routine, Untätigkeit, Ferne) höhere Emotionsintensitäten berichtet wurden, während Verstärker (Ausnahme, Handlung, Nähe) meist bei negativen Ausgängen stärkere Emotionen hervorriefen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Laientheorien eine differenzierte Erklärung für affektive Verstärkung in beiden Szenarien liefern könnten. Zukünftige Studien sollten gezielt die motivationale und emotionale Relevanz der Vignetten variieren, um die theoretischen Ansätze weiter zu überprüfen.eingereicht von Alica Mindarova-HechlLiteraturverzeichnis: Seite 31-34Masterarbeit Universität Salzburg 2025Zusammenfassung / Abstract in deutscher und englischer Sprach
Emotion regulation in young football players and its relationship to executive functions
submitted by Hagen Felix DörnerEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 52-78Masterarbeit Paris-Lodron-University of Salzburg 2025Abstract in englischer und deutscher SpracheArbeit nur im CAMPUSNETZWERK der Universität Salzburg abrufba
Earth Surface Dynamics / Old orogen – young topography: Lithological contrasts controlling erosion and relief formation in the Bohemian Massif
In several low mountain ranges throughout Europe, high-grade metamorphic and granitic rocks of theVariscan orogen are exposed – even though the topography of this Paleozoic mountain range was largely leveledduring the Permian and later covered by sediments. The Bohemian Massif is one of these low mountain rangesand consists of high-grade metamorphic and magmatic rocks that dip southward below the weakly consolidatedNeogene sediments of the Alpine Molasse Basin. Morphologically, the Bohemian Massif is characterized byrolling hills and extensive low-relief surfaces above 500 m, which contrast with deeply incised canyons char-acterized by steep and morphologically active valley flanks. These morphological features and the occurrenceof marine sediments several hundred meters above sea level are a clear indication of relief rejuvenation due tosignificant surface uplift during the last few million years.To constrain landscape change and its rate, we used the concentration of cosmogenic 10Be in river sands todetermine 20 catchment-wide erosion rates and correlated these with topographic metrics characterizing both thehillslopes and the drainage systems. Erosion rates range from 22 to 51 m Myr−1, which is generally low com-pared to tectonically active mountain ranges such as the Alps. Low erosion rates in the Bohemian Massif seemto contradict the steep topography observed close to the receiving streams (i.e., the Danube River and the VltavaRiver), which have morphological characteristics of alpine landscapes. We found that erosion rate is correlatedwith catchment-wide topographic metrics, representing both hillslope and channel morphology. Highest erosionrates occur in catchments featuring high channel steepness and a large area fraction with significant geophys-ical relief. Catchments with abundant deeply incised canyons erode about twice as fast as those characterizedprimarily by elevated low-relief surfaces.We interpret the measured erosion rates and related topographic patterns as the landscape response to slowand large-scale uplift in concert with strong variations in bedrock erodibility between rocks of the BohemianMassif and the Neogene Molasse Basin. We propose that lithology is ultimately responsible for the topographicdifference between the mountainous Bohemian Massif and the low-relief Molasse zone despite a common uplifthistory during the last few million years. As erosion progresses, the basement rocks with their high resistanceto erosion are exposed. The repeated emergence of such bedrock barriers reduces the erosion rate during to-pographic adjustment and governs the evolution of elevated low-relief surfaces at different elevation levels. Theresulting stepped landscape requires neither spatial nor temporal changes in uplift rate but can form by erodibilitycontrasts under uniform uplift conditions
Psychotherapeutinnen Psychotherapeuten
ZusammenfassungDie psychedelisch unterstützte Psychotherapie (PAP) gewinnt aktuell zunehmend an Bedeutung in Forschung und Praxis. Vor dem Hintergrund einer möglichen Integration dieser Therapieform in das deutsche Gesundheitssystem untersucht die vorliegende Masterarbeit Wissen, Einstellungen und Bedenken von Psychotherapeut*innen in Deutschland gegenüber Psychedelika als therapeutischen Wirkstoffen und der PAP. In einer quantitativen, querschnittlich angelegten Online-Befragung wurden Daten von 146 approbierten Psychotherapeut*innen sowie Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PiA) erhoben. Die Ergebnisse zeigen eine überwiegend positive Grundhaltung gegenüber der PAP, wobei potenzielle Risiken – insbesondere das Risiko einer Psychoseinduktion, mangelnde therapeutische Ausbildung, Kontraindikationen und Wechselwirkungen mit Psychopharmaka – differenziert und kritisch eingeschätzt wurden. Objektiv erfasste Kenntnisse sowie eigene psychedelische Erfahrungen erwiesen sich als signifikante Prädiktoren einer positiveren Einstellung. Auffällig war eine systematische Unterschätzung der eigenen Kenntnisse. Zudem zeigte sich ein verstärkt positiver Zusammenhang zwischen Kenntnissen und der Einstellung bei Teilnehmenden ohne eigene psychedelische Erfahrung. Das therapeutische Potenzial von PAP wurde insbesondere für psychische Störungen anerkannt, weniger jedoch für Substanzkonsumstörungen. Ein hoher Anteil der Befragten äußerte Interesse an Weiterbildungen (69,8 %) und Bereitschaft zur zukünftigen Integration der Methode in die eigene Praxis (49,3 %). Systemisch orientierte Therapeut*innen zeigten tendenziell eine positivere Einstellung als Verhaltenstherapeut*innen. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit fundierter Wissensvermittlung, klarer Leitlinien und spezialisierter Ausbildungsangebote, um eine verantwortungsvolle Implementierung der PAP zu ermöglichen.eingereicht von Nadja Manuela Klimt, BScLiteraturverzeichnis: Seite 90-120Masterarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Zusammenfassung / Abstract in deutscher und englischer Sprach