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Einstellungskriterien und Einstellungspraktiken : eine rechtssoziologische Analyse mittels Grounded Theory
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach insgeheimen Einstellungskriterien und auch Einstellungspraktiken von mittelständischen deutschen Unternehmen. Sie folgt dabei dem Ziel, die reale Wirkung des AGG aufzuspüren, welches davor schützen soll, beim Zugang zum Arbeitsmarkt diskriminiert zu werden. Hierbei treten gesellschaftliche Machtstrukturen zutage, die bei den Eliten ihren Ursprung haben. Wirtschaftlicher Erfolg ist nicht für alle Gesellschaftsschichten gleichermaßen zugänglich, sondern verschiedene Arten des Kapitals entscheiden darüber. Milieuspezifische Charakteristika der Eliten werden auch bei der Bewerberwahl reproduziert. Außerdem ist ein zentrales Ergebnis, dass nicht die dafür geschulten Personaler tatsächlich Personalentscheidungen treffen, sondern andere Führungskräfte, die mit den rechtlich verankerten Werten nicht zwingend vertraut sind.Zu diesem Zweck werden die datenschutzrechtliche Situation in Deutschland sowie das Antidiskriminierungsrecht genauer unter die Lupe genommen. Charakterliche Auffälligkeiten bei erfolgreichen Personen im Hinblick auf destruktive Persönlichkeitsmerkmale der Dunklen Triade wurden herausgearbeitet. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung wird durch eine empirische Untersuchung mittels Experteninterviews untermauert, die mittels Grounded Theory Methodology ausgewertet wurden. Zentrales Ergebnis ist, dass das Recht mit Mitteln der Elite erfolgreich umgangen wird.Miriam Molter, B.A.Literatur- und Judikaturverzeichnis: Seite 113-119Masterarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
eins 1
Diese Masterarbeit untersucht, wie psychologische Fehlvorstellungen und Halbwahrheiten über Essen und Emotionen bei Schüler:innen der Sekundarstufe I erkannt und verändert werden können. Alltagsmythen wie „Schokolade wirkt wie eine Droge“, „emotionales Essen ist ein Frauenproblem, weil Frauen stärkere Emotionen haben als Männer“ oder die Einteilung in „gute“ und „schlechte/böse“ Lebensmittel sind weit verbreitet, werden oft unreflektiert übernommen und beeinflussen das Essverhalten sowie das Körperschema junger Menschen. Ziel war es, mithilfe des PAULA-Konzepts (Tulis, 2021), einem didaktischen Modell zur aktiven Umstrukturierung laienpsychologischer Annahmen, vier Mythen im Unterricht bewusstzumachen und umzustrukturieren. Eine Experimentalgruppe/Interventionsgruppe (PAULA-Unterricht) und eine Kontrollgruppe (inputorientierter Frontalunterricht) bearbeiteten zwei Unterrichts-einheiten zur Psychologie des Essens, dem Körperschema und Essstörungen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Experimentalgruppe nach dem PAULA-Unterricht signifikant besser darin war, die beiden erhobenen psychologischen Mythen/Halbwahrheiten als solche zu identifizieren als noch vor dem Unterricht. Im Gruppenvergleich ließ sich erkennen, dass der Mythos emotionales Essen sei ein Frauenproblem, weil Frauen stärkere Emotionen hätten als Männer, von der Experimentalgruppe zwar nicht signifikant, aber auf deskriptiver Ebene dennoch besser bearbeitet werden konnte. Der Mythos der moralischen Bewertung von Lebensmitteln („gute“ und „schlechte/böse“ Lebensmittel) erwies sich hingegen bei beiden Gruppen als besonders stabil. Einen vielversprechenden Ansatz stellt hier der Miteinbezug der „Hot Factors“ (nach für Dole & Sinatra, 1998) für Conceptual Change dar. Die Arbeit belegt zudem, dass psychologisches Fachwissen auch in der Sekundarstufe I erfolgreich und altersgerecht vermittelt werden kann. Dies ist deshalb relevant, weil sich ungesunde Essgewohnheiten und gewisse Essstörungen bereits in dieser Lebensphase der Schüler:innen manifestieren können. Diese Masterarbeit liefert damit Impulse für die Psychologiedidaktik, conceptual-Change-Forschung und gesundheitspsychologische Bildung an Schulen, auch in der Unterstufe.eingereicht von Sophie Huber, BEdLiteraturverzeichnis: Seite 62-67Masterarbeit Paris Lodron Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
#NotMyAriel: Eine Kritische Diskursanalyse zur medialen Aushandlung ethnischer Repräsentation am Beispiel der Besetzung von Halle Bailey in Disneys Realverfilmung "Arielle, die Meerjungfrau"
Die Besetzung von People of Color auf Rollen ehemals weißer Filmcharaktere ist ein polarisierendes Thema, das zuletzt immer wieder zu Diskussionen geführt hat. Waren es in der Vergangenheit stereotype Darstellungen, versucht Disney nun mittels diverser Besetzungen eine Vielzahl an Ethnien in ihren Filmen zu repräsentieren. Medientexte wie Disneyfilme tragen eine Verantwortung, die über die reine Unterhaltung hinausgeht, da sie das Selbstbild und Glaubenssystem von Kindern beeinflussen können und zur Wahrnehmung der weißen Identität beitragen. In dieser Masterarbeit gilt es herauszufinden, wie die Neubesetzung von Halle Bailey in Disneys Realverfilmung Arielle, die Meerjungfrau im digitalen und medialen Diskurs verhandelt wird. Mittels Kritischer Diskursanalyse werden die zentralen Themen, Diskurspositionen sowie sprachlichen Mittel entlang drei ausgewählter Diskursebenen untersucht. Im Zentrum stehen dabei die Medienöffentlichkeit, offizielle Stellungnahmen und Beiträge des sozialen Netzwerks X (ehemals Twitter). Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Argumentationsmuster dominieren den Diskurs um die Neubesetzung von Arielle? Zudem sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Diskursebenen sowie (post-)rassistische Strategien analysiert werden. Unter Rückbezug zu den Cultural Studies, der Diskursanalyse sowie der Stereotypen- und Rassismusforschung wird die Verknüpfung von Machtverhältnissen, Populärkultur und Medien beleuchtet. Die Analyse hat die differenzierte Aushandlung des Diskurses in unterschiedlichen Ebenen herausgestellt. Während die Medienöffentlichkeit den Stellenwert der Repräsentation von People of Color betont und als Fortschritt rahmt, konnten in der sozialen Plattform X polarisierte Meinungsäußerungen identifiziert werden. Diese enthalten zumeist nostalgische oder postrassistische Argumente, die sich auf die Originaltreue des Animationsfilmes beziehen sowie positive emotionale Reaktionen aus der Sichtweise von People of Color. Letztere können als Gegenreaktion auf die Ablehnung der Neubesetzung betrachtet werden. Ebenso agieren die offiziellen Stellungnahmen als defensive bis proaktive Rechtfertigung des Castings von Halle Bailey, wodurch die Relevanz von Diversität betont wird. Die Masterarbeit verdeutlicht somit die Aushandlung von Diversität, Nostalgie und (post-)rassistischen Argumentationen in medialen und digitalen Diskursen und zeigt auf, wie damit Machtverhältnisse in Populärkultur (re-)produziert oder hinterfragt werden.eingereicht von Jana Maria Bichelmaier, BALiteraturverzeichnis: Seite 83-95Masterarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Human peak performance : analysis of sleep in special operations soldiers of the Austrian armed forces
eingereicht von Laurin Kogler, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 44-48Masterarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in englischer und deutscher SpracheArbeit gesperr
Frontiers in Psychiatry / Dialectical behavioral therapy skills training in assisted living: transdiagnostic effects on goal attainment, self-efficacy, and symptom severity
Background: Dialectical Behavior Therapy Skills Training (DBT-ST) is an evidencebasedintervention targeting emotion regulation, self-efficacy, and psychologicalwell-being.While widely applied in clinical settings, its effectiveness and feasibility inlong-term residential care remain underexplored. This study hypothesized that an8-week DBT-ST program would increase goal attainment and self-efficacy, anddecrease psychological distress among assisted living residents, with furtherimprovements expected at a two-week follow-up.Method: A total of 52 residents from four assisted living facilities operated by ProMente Salzburg, Austria, participated in an 8-week DBT-ST program. Theintervention was delivered by the facilities’ psychologists and by staffsupervised by psychologists in weekly group sessions. Self-reports were usedto assess goal attainment (ranging from 0% to 100% in 10% intervals), self-efficacy(Self-Efficacy Scale – Short Form; ASKU), and psychological distress (KesslerPsychological Distress Scale; K10).Results: Goal attainment (p = .040, d = 0.28) and psychological distress (p =.034,d = 0.26) showed initial improvements from baseline to post-intervention, butthese effects did not withstand Bonferroni correction. No significant changeswere observed between post-intervention and follow-up.Conclusions: While nominal improvements were observed, these did not remainsignificant after correction for multiple testing. The study nonetheless offerspreliminary evidence on the feasibility and the challenges of DBT-basedinterventions in assisted living settings and highlights the need for futureresearch on their context-sensitive adaptations
Kleider machen Leute? : Construal Level und der Effekt der Buntheit (Chroma) von Kleidung auf die Wahrnehmung der Persönlichkeitseigenschaften Extraversion und Offenheit
Bisherige Forschung konnte zeigen, dass Personen, die Kleidung mit hoher Farbsättigung (Chroma) tragen, als extravertierter und offener wahrgenommen werden. Außerdem kann das mentale Abstraktionsniveau (Construal Level Mindset) eines Individuums crossmodaleEffekte von Farbe auf die Wahrnehmung und Beurteilung verstärken. Besonders bei einem high-level Construal Mindset ziehen Individuen mehr Informationen aus der Umwelt (wie Farben) zur Urteilsbildung heran. Die Effekte des Construal Level Mindsets wurden allerdings noch nicht in Kombination mit dem Einfluss von Chroma auf die Wahrnehmung untersucht. Daher wurde eine Online-Studie durchgeführt, um zu prüfen, ob Personen in hochchromatischer Kleidung im Vergleich zu solchen in wenig chromatischer Kleidung als extravertierter und offener wahrgenommen werden. Ferner wurde in der Studie geprüft, ob dieser Effekt durch ein zuvor geprimtes high-level Construal Mindset verstärkt wird. Um die Versuchspersonen zuerst entweder mit einem high- oder low-level Construal Mindset zu primen, wurde die Exemplar-Category-Task verwendet. Danach bewerteten die Versuchspersonen Individuen, welche jeweils Kleidung mit hoher und niedriger Farbsättigungtrugen, hinsichtlich ihrer Extraversion und Offenheit. Die Ergebnisse der Datenauswertung konnten die Hypothesen nicht bestätigen. Die Bedeutung der Ergebnisse wird in dieser Arbeit diskutiert sowie die Notwendigkeit für weiterführende Forschung.eingereicht von Maximilian MathisLiteraturverzeichnis: Seite 34-44Masterarbeit Universität Salzburg 2025Zusammenfassung in deutscher und englischer Sprach
"CLILing" history teaching: Bilingual lessons on racism in an Austrian middle school
This thesis attempts to provide in-depth insight into the development of appropriate materials for bilingual history and CLIL classes and how subject-specific competences can be made available to students learning subject matter in a foreign or second language. It contributes to the argument about whether bilingual instruction leads to better history-specific competences and more enhanced English language proficiency as compared to instruction in the learners' first language (L1). Following the overall assumption that the outcomes of CLIL and bilingual instruction are superior, two groups were examined: an English-taught experimental class and a control class instructed in German. Accordingly, two versions of the same teaching course were prepared: "Rassismus in den USA" in German and "Racism in the USA" in English. To assess competence acquisition, a qualitative content analysis was conducted following Mayring's (2010) approach, based on a deductive coding guideline that emerged from the Kompetenzmodell von FUER Geschichtsbewusstsein. Pre- and post-teaching competence tests were analyzed to determine linguistic and history-specific changes in competences. The findings show that students taught in German outperformed those taught in English in linguistic and historical knowledge. Although both performed better over the course of the three-lesson teaching sequence, the added burden of knowledge processing and expression in a foreign language contributed to the lower performance of the experimental group. However, the difference in performance narrowed over the course of time: from a 25.12 percentage point difference between the initial competence check (experimental: 52.65%, control: 77.77%) to a post-teaching difference of 9.83 percentage points (experimental: 77.94%, control: 87.77%). These results suggest that short-term CLIL and bilingual education may impose higher cognitive demands impacting the students’ performance, but more intensive and longer durations of participation in CLIL and bilingual settings may have similar or even greater effects on the acquisition of competences than L1 history instruction. Future research must therefore investigate the duration and intensity of CLIL and bilingual education needed to achieve optimal learning of both linguistic and history-specific competences.eingereicht von David Graham MillsLiteraturverzeichnis: Seite 128-134Masterarbeit Paris Lodron Universität Salzburg 2025Anhang in englischer und deutscher Sprach