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Abstrakt, konkret, konfliktgeladen - Der Einfluss des Construal Levels auf Beziehungen nach Konflikten
Obwohl bisherige Forschung zeigen konnte, dass sich das mentale Abstraktionsniveau von Individuen auf verschiedene soziale Prozesse auswirkt (wie beispielsweise auf Wahrnehmung der sozialen Zugehörigkeit), wurden Effekte in Konfliktsituationen bisher noch nicht untersucht. Um diese Forschungslücke zu schließen, wurde eine Online-Studie durchgeführt, in der Versuchspersonen die Beziehungsbeeinträchtigung in drei fiktiven Konfliktszenarien bewerteten, nachdem sie entweder in Richtung eines abstrakten oder konkreten Denkstils manipuliert wurden. Die soziale Nähe zum Konfliktpartner wurde zusätzlich variiert. Den Annahmen der Construal Level Theorie folgend wurde erwartet, dass konkretes Denken zu höherer Beziehungsbeeinträchtigung führt als abstraktes, und dass sich der Effekt bei unbekannten Konfliktpartnern umkehrt.Im Gegensatz zu früherer Forschung konnte kein Effekt des Construal Levels festgestellt werden. Zusätzliche Analysen zeigten einen negativen Zusammenhang zwischen empfundener Nähe und Beziehungsbeeinträchtigung bei mittlerer sozialer Nähe zum Konfliktpartner. Je stärker die Versuchspersonen Nähe empfanden, desto weniger wurde die Beziehung beeinträchtigt. Sowohl der Konfliktkontext als auch die Hypothetizität der Szenarien könnten für diese Ergebnisse entscheidend sein und fordern daher weitere Untersuchungen.eingereicht von Anna RitzerLiteraturverzeichnis: Seite 37-41Masterarbeit Universität Salzburg 2025Zusammenfassung / Abstract in deutscher und englischer Sprach
International Journal of Geoinformation / Critical Success Factors of participatory community planning with geospatial Digital Participatory Platforms
In recent years, Digital Participatory Platforms (DPPs) have become an increas-ingly popular tool for citizen participation in community planning processes. They servemunicipalities, citizen initiatives, and other planning authorities as digital tools to collectfeedback, discuss ideas, solve problems and monitor small-scale planning processes withintheir communities. In addition, DPPs facilitate the integration of the spatial domain intoparticipatory community planning. In this paper, we assess the most important CriticalSuccess Factors (CSFs) of participatory community planning with geospatial DPPs, andanalyze the potential, opportunities, and challenges associated with integrating these plat-forms into community planning. We analyze the results of a digital questionnaire thatwe shared with a selected group of expert scholars and community stakeholders. Wethen contextualize this feedback with our experiences from the piloting phase and com-mercial roll-out of the ‘Bürgercockpit’-application for participatory community planningwithin the Austrian Agenda21-framework. As a result, we identify the most importantCSFs of participatory community planning with geospatial DPPs. This set of CSFs shouldprovide a better orientation on how to complement well-established analog participatorymethods and practices with geospatial DPPs for the co-production of shared visions andsolutions, ultimately empowering all stakeholders of a planning process to better managetheir communities
The adapted fallen-woman plot on the melodramatic stage : sexually 'deviant' women in the Victorian theatre
Das Melodram des 19. Jahrhunderts behandelt in einer Reihe an Dramatisierungen von Romanen das Thema der gefallenen Frau („fallen woman“). Da das Drama der damaligen Zeit stark zensiert wurde, greifen diese Stücke immer wieder auf stereotypisierte Denouements zurück, je nachdem, wann sie aufgeführt wurden. Von den Bühnenversionen von Dickens David Copperfield und Bleak House, Brontës Jane Eyre, Eliots Adam Bede, und Hardys Tess of the D’Urbervilles enden daher diejenigen aus den 1850ern und 1860ern mit dem Heiratsplot, diejenigen aus den 1860ern und 1870ern mit der Rehabilitierung der gefallenen Frau, und diejenigen aus den 1870ern, 1880ern und 1890ern mit deren Wahnsinn und Tod. Anhand dieser Denouements kann man erkennen, dass das Melodram die radikalen und subversiven Tendenzen der Figur der gefallenen Frau durch eine starke Status-Quo-Neigung zu neutralisieren versucht. Die Stücke reproduzieren somit das für die Gattung typische Hin- und Herschwingen oder Oszillieren zwischen Radikalismus und Konservatismus. Aufgrund der Thematik scheint dies den Umständen der Produktion dieser Stücke geschuldet zu sein.eingereicht von Johanna SteinerLiteraturverzeichnis: Seite 317-337Dissertation Universität Salzburg 202
Societies / The Vulnerability and Injustices Faced by Young Carers in Developed Societies
Around 2–8% of children and adolescents in developed societies are young carers,who provide care for ill, disabled, or addicted family members. This paper investigates thevulnerability and multidimensional injustices faced by young carers, drawing on empiricalstudies—both qualitative and quantitative—and social theory to reveal how young carersnavigate their roles within the broader context of social inequality, highlighting the socialstructures and mechanisms that contribute to their marginalization and the detrimentalconsequences for their social inclusion, well-being, and personal development. The methodologyof this article is a narrative analysis of relevant empirical research on young carers,combined with an analysis of this literature through a normative framework of social justice,which examines four dimensions of justice in order to highlight the vulnerability of youngcarers. (1) Firstly, young carers are often pushed into their situation because of economicand social constraints, which do not allow the family to find a different solution. Economicinequalities lead to and enforce caring obligations and have a cumulative negative effecton the young carer. Limited resources can be problematic for social inclusion, and whencombined with caring obligations, they are corrosive. (2) Secondly, young carers are oftenvictims of moral blackmail, which is that they are trapped in a situation where it would bemorally wrong for them to act otherwise. Such moral blackmail can be carried out by thosewho are cared for, by the family and relatives or even by society, which could, but does notprovide alternatives to young carers. (3) Thirdly, young carers are often manipulated toaccept their caring obligations through distorted social norms and practices. Other thanin the case of moral blackmail, such young carers do not care because they want to do themorally right thing and do have no alternatives available, but because they internalizedthat it would be normal for them to do so. Two concepts are useful to capture this aspect:adaptive preferences and indoctrination. (4) Fourthly, young people caring is often a formof exploitation, in that it takes unfair advantage of the young carer by receiving somethingfrom them, without giving an equivalent in return (and harming them in the process)
Identifying the environmental predictors of stress in cyclists through point-of-view video data and street view images using a novel computer vision approach
Die Förderung von Radverkehr als nachhaltiger Form der Mobilität, besonders im urbanen Raum, ist wichtig für das Erreichen der Mobilitätsziele im Pariser Klimaabkommen von 2015. Die Akzeptanz des Radfahrens wird jedoch häufig durch stressauslösende Faktoren in der Umgebung und Sicherheitsbedenken bei potenziellen Radfahrenden gehindert. In der vorliegenden Arbeit wird eine Methode zur Messung von Stress aus der Elektro-Dermalen Aktivität (EDA) verwendet. EDA ist ein physiologischer Indikator der Aktivierung des sympathischen Nervensystems, der über die Hautleitfähigkeit gemessen wird. Ein regelbasierter Algorithmus wird verwendet, um Stressmomente in kontinuierlichen EDA-Signalen, gemessen mit tragbaren Sensoren, zu identifizieren.Auf Basis vorhandener Literatur werden im Folgenden bekannte Umweltprädiktoren für Stress bei Fahrradfahrenden im urbanen Raum zusammengefasst. In der Vergangenheit wurden diese oftmals händisch erfasst, was als klare Limitation dieser Forschungsmethoden identifiziert wird. Um diese zu beheben, wird die semantische Segmentierung als eine neuartige Methode aus der digitalen Bildverarbeitung präsentiert. Darin werden einzelne Pixel eines Bildes semantischen Kategorien zugeordnet, sodass urbane Straßenszenen quantitativ aufgeschlüsselt werden können. Dies ermöglicht es, die Zusammensetzung des urbanen Raumes systematisch zu erfassen.Bei einem Experiment in Salzburg, Österreich, wurden Videos aus der Sicht der fahrradfahrenden Teilnehmer*innen aufgezeichnet. Diese wurden mithilfe des semantischen Segmentierungsmodelles „SegFormer-B5 verarbeitet. Dadurch werden Umweltprädiktoren systematisch und automatisiert erfasst, wodurch methodologische Einschränkungen früherer Studien behoben werden. Des Weiteren wird eine Methode präsentiert, um anhand der Klassifikationsunsicherheit von Pixeln die vorhandenen Sichtbehinderungen in den Videodaten zu identifizieren und irrelevanten Bildbereiche zu entfernen.Die Umweltprädiktoren aus der semantischen Segmentierung der Videodaten werden dann mit den Aufzeichnungen der Stressmomente synchronisiert. In der Folge werden die Stressmomente räumlich aggregiert, um signifikante Häufungen hoher Stresswerte (Hotspots) von stressarmen Bereichen abzugrenzen. Damit lassen sich strukturell bedingte, persistente Hotspots von kurzzeitigen Stressmomenten unterscheiden.Die Bereiche hoher und niedriger Stressbelastung werden mithilfe der Random-Forest-Klassifikation aus den segmentierten Videodaten und der Bewegungsgeschwindigkeit vorhergesagt. Dabei wird eine hohe Genauigkeit erreicht, wobei sich die Klassifikation besonders auf die statischen Umweltfaktoren wie Gebäude, Vegetation und Straßen stützt. Dynamische Faktoren wie Autos oder andere Fahrradfahrer*innen sind für die Vorhersagegenauigkeit von nachrangiger Bedeutung.Die Vorhersagbarkeit von Stress aus den Videodaten wird mit einem Modell basierend auf semantisch segmentierten „Street-View-Bildern“ von Mapillary verglichen. Hierzu wird den Videodaten das nächste verfügbare „Street-View-Bild“ zugeordnet, und ebenfalls segmentiert. Die Resultate der Klassifikation auf Basis der unterschiedlichen Datensätze zeigen, dass die Vorhersagegenauigkeit auf Basis der „Street-View-Bilder“ etwas höher ist, was den hohen zusätzlichen Informationsgehalt dieser Datenquelle unterstreicht. In der vorliegenden Arbeit wird ein skalierbarer, objektiver, replizierbarer und erweiterbarer Ansatz zur Analyse der Umweltprädiktoren von Stress bei Fahrradfahrenden präsentiert. Dieser ermöglicht einen Beitrag zur datenbasierten Entscheidungsfindung in der Verkehrsplanung, um die Akzeptanz des Radfahrens im urbanen Raum zu erhöhen. Die Ergebnisse unterstreichen die wichtige Rolle statischer urbaner Elemente zur Stressvorhersage, welche eine Steigerung der Attraktivität von Fahrradfahren als Form nachhaltiger urbaner Mobilität ermöglichen.David Ruben Max GrafLiteraturverzeichnis: Seite VI-XIMasterarbeit University of Salzburg 2025Abstract in englischer und deutscher Sprach
Crosscultural Studies of Religion and Theology / Elisabeth Höftberger. 2023. Religiöse Traditionen in Bewegung. Zur Hermeneutik des zweiten vatikanischen Konzils im jüdisch-christlichen Dialog : Bielefeld: transcript. ISBN: 978-3-8376-6637-3 (Print),978-3-8394-6637-7 (ePDF), 52 €, 390 Seiten, soft cover
Crosscultural Studies of Religion and Theology / Martin Steiner. 2024. Jesus Christus und ein Judesein. Antijudaismus, jüdische Jesusforschung und eine dialogische Christologie
Ursachen für verbesserte Reaktionsauswahl durch Bewegungswiederholung - Planung oder Ausführung?
Unsere Bewegungen sind nachweislich von der Bewegungsgeschichte beeinflusst: durch Bewegungswiederholung wird Bewegung der vorangehenden Bewegung immer ähnlicher, was sich z. B. in Richtungs- oder auch Kurvigkeitsbiasen zeigt. Ein Phänomen, das als use-dependent Learning bezeichnet wird. Mawase et al. (2018) konnten in einer Reihe von Experimenten zudem zeigen, dass Bewegungswiederholung auch zu einer verkürzten Reaktionsauswahl für Bewegungen in dieselbe Richtung führt – was die Autoren einer verbesserten Vorbereitung und Auswahl der Bewegung zuschreiben. Einige Studien neueren Datums geben Hinweise darauf, dass motorische Planung einen Einfluss auf use-dependent Learning hat, andere jedoch liefern Hinweise, dass (auch) die Ausführung der Bewegung eine Rolle spielt. In einer Reihe von vier Experimenten wurde diesen beiden möglichen Erklärungen nachgegangen. In zwei Gruppen wurden dazu jeweils der Einfluss von aktiver Bewegungswiederholung (dies war eine Replikation von zwei Experimenten von Mawase et al. (2018)) mit dem Einfluss von passiver Bewegungswiederholung auf nachfolgende Bewegung in dieselbe Richtung verglichen. Die passive Bewegung zielte darauf ab, Ausführung getrennt von Planung zu untersuchen. In der Analyse zeigte sich zwischen Aktiv und Passiv Gruppe 1 ein signifikanter Unterschied in den Reaktionszeiten: nur aktive Bewegungswiederholung führte zu einem Benefit in der Reaktionsauswahl, nicht aber passive. Interessanterweise unterschieden sich die Gruppen dagegen nicht signifikant in der Bewegungszeit– in beiden zeigte sich eine signifikante Verkürzung. In den Aktiv und Passiv Gruppen 2 zeigte sich kein Benefit für das wiederholte Target. Die Ergebnisse in den ersten beiden Gruppen zeigen, dass Planung sich auf die Reaktionszeit und Ausführung auf die Bewegungszeit auswirkt. Beide haben demnach einen Anteil an use-dependent Learning, nur in einem anderen Bereich.eingereicht von Johanna Theresia AppeltEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 48-51Masterarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Resozialisierung im Strafvollzug : Erfüllt der aktuelle Strafvollzug in Österreich den Resozialisierungszweck?
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den aktuellen Resozialisierungsmaßnahmen im österreichischen Strafvollzug. Ziel jeder Strafhaft ist die erfolgreiche Wiedereingliederung des Täters in die Gesellschaft, damit dieser künftig ein rechtschaffenes Leben führt und keine weiteren Straftaten mehr begeht. Dazu bedarf es einer umfassenden erzieherischen Betreuung und Behandlung der Gefangenen. Ein strukturierter Tagesablauf bestehend aus Arbeit, Ausbildung, Sport und einer möglichst sinnvollen Freizeitgestaltung soll dazu beitragen, dieses Vollzugsziel zu erreichen. Darüber hinaus spielt auch der regelmäßige Kontakt mit der Außenwelt in Form von Besuchen und Telefonaten sowie Ausgängen eine entscheidende Rolle. Obwohl das Gesetz eine Reihe von sinnvollen Resozialisierungsmaßnahmen vorsieht, liegt die derzeitige Wiederverurteilungsquote von 30 Prozent (Stand 2024) dennoch in einem sehr hohen Bereich. Neben der insgesamt steigenden Anzahl an Häftlingen führt auch der immer größer werdende Anteil an nicht-österreichischen Gefangenen zu neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Resozialisierungsarbeit. Eine umfassende Reform des StVG erscheint somit dringend erforderlich.eingereicht von Katharina FellnerLiteraturverzeichnis: Seite IX-XVIIDiplomarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
The influence of dissociation on depressive symptoms in complex posttraumatic stress disorder and borderline personality disorder
submitted by Muhammad Sadi David AbedinEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 26-38Masterarbeit Paris-Lodron-University of Salzburg 2025Abstracts in deutscher und englischer SpracheArbeit nur im CAMPUSNETZWERK der Universität Salzburg abrufba