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Testing pollination syndromes in Melastomataceae
Das Konzept der Bestäubungssyndrome wird verwendet, um Blüten gemäß ihrem effizientesten
Bestäuber zu klassifizieren, unabhängig von Verwandtschaftsverhältnissen. Das Konzept basiert
auf der Theorie, dass Bestäuber aufgrund von Ähnlichkeiten in ihrem Verhalten, ihrer Morphologie,
ihrer sensorischen Systemen etc., einen ähnlichen Selektionsdruck auf eine Blüte ausüben und diese
Blüten daher konvergente Merkmale aufweisen. Bis jetzt wurden Bestäubungssyndrome in der
Familie Melastomataceae nur in der Tribus Merianieae getestet. In dieser Tribus wurden drei
signifikant unterschiedliche Syndrome gefunden: „buzz-bee“, „mixed-vertebrate“, „passerine“
(Dellinger et al. 2018). In meiner Masterarbeit untersuche ich, ob die drei Bestäubungssyndrome,
die für die Merianieae beschrieben worden sind, auch in drei anderen Neotropischen Triben der
Melastomataceae (Melastomeae, Blakeeae, Miconieae) vorkommen (Renner 1989). Weiters
untersuche ich, ob in diesen drei Triben dieselben Blütenmerkmale wichtig sind, um die
unterschiedlichen Syndrome voneinander zu unterscheiden. Ich arbeite heraus, in welchen
Blütenmerkmalen sich die verschiedenen Syndrome unterscheiden und ob es Unterschiede in der
morphologischen Diversität (Disparität) zwischen den verschiedenen Syndromen gibt. Für Arten,
für die es keine bestätigten Bestäuberbeobachtungen gibt, versuche ich, die Bestäubungssyndrome
vorherzusagen und schließlich untersuche ich, ob Bestäuberwechsel entlang von Höhengradienten
stattfinden.
Um diese Fragen zu beantworten, habe ich während meiner Feldarbeit in Costa Rica und Kolumbien
im Februar und März 2020 Blüten gesammelt und Bestäuber beobachtet und eine Datenmatrix aus
74 funktionellen Blütenmerkmalen für 59 Arten erstellt. Die Daten habe ich mittels Random Forest
Analysen und multivariater Statistik analysiert. Um die Stärke der morphologischen Unterschiede
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zwischen den Syndromen zu testen habe ich eine PERMANOVA mit einer Pairwise Bonferroni
Korrektur durchgeführt und habe die Unterschiedlichkeit innerhalb jedes Syndroms berechnet.
Zwei der drei Merianieae-Syndrome („buzz-bee“ und „mixed-vertebrate“) habe ich auch in den drei
anderen Triben gefunden. Die Syndrome sind signifikant unterschiedlich von einender. Weiters
waren dieselben Merkmale von hoher Wichtigkeit („pollen expulsion mechanism“, „known mode
of reward type“, „corolla shape“) um die verschiedenen Syndrome zu unterscheiden. Die
wichtigsten Merkmale, in denen sich die verschiedenen Syndrome unterscheiden sind: „pollen
expulsion mechanism“, „known mode of reward type“, „corolla shape“ und „structure of stamen
filaments“. Der größte Unterschied habe ich im „buzz-bee“-Syndrom gefunden, gefolgt vom
„mixed-vertebrate“-Syndrom. Bestäuberwechsel beginnen ab einer Seehöhe von 1300m. Das
„Buzz-bee“-Syndrom kommt vom Meeresniveau bis über 3000 m Seehöhe vor. Weitere Analysen
sind nötig, um auf signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Organ-Modulen
(Androecium, Gynoecium, Corolla) zu testen und um die Rolle von „attraction“ und „efficiency“
Merkmalen besser zu verstehen.The concept of pollination syndromes is used to study and analyze convergences in floral trait
combinations across flowering plants. Pollination syndromes are based on the assumption that
pollinators with similar behavior, morphology and sensory system (functional group) exert similar
selective pressure on a flower, leading to convergent floral phenotypes irrespective of phylogenetic
affinities. In one of the largest plant families worldwide, Melastomataceae (ca. 5400 sp.), pollination
syndromes have only been described in one tribe of ca. 300 species, the Merianieae. For Merianieae,
three well differentiated pollination syndromes (“buzz-bee”, “passerine”, “mixed-vertebrate”) were
reported. Importantly, these syndromes were best characterized by highly system-specific traits and
only to a lesser extent by floral traits important in traditional pollination syndrome studies. To date,
it remains unclear whether these specialized pollination syndromes are applicable also to other
Melastomataceae tribes.
In my thesis, I hence tested whether the three pollination syndromes put forward for Merianieae
(“buzz-bee”, “passerine”, “mixed-vertebrate”) are also found in three other Neotropical
Melastomataceae tribes (Melastomeae, Blakeeae, Miconieae), and whether the same traits are
important in differentiating syndromes across these tribes. Further, I investigated which traits differ
between the three pollination syndromes and whether the different pollination syndromes differ in
morphological diversity (i.e. disparity). To answer these questions, I collected flowers and observed
pollinators during a fieldtrip to Costa Rica and Colombia in February and March 2020 and compiled
a trait matrix of 74 functional traits across 59 species of the four Neotropical tribes (Melastomeae,
Blakeeae, Miconieae, Merianieae) where pollinator shifts occurred. I used statistical classification
methods (Random Forest Analyses) to sort flowers into pollination syndromes, and multivariate
statistics based on a dissimilarity matrix to test for differences between and within the different
pollination syndromes.
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I found that two of the three pollination syndromes (“buzz-bee” and “mixed-vertebrate”) found in
Merianieae were also clearly detected in the three other tribes while the “passerine” pollination
syndrome only occurs in the tribe Merianieae. Note, that I had one species (Brachyotum ledifolium)
in my data set that was exclusively pollinated by hummingbirds, hence I excluded this syndrome
from disparity and trait importance analyses. All syndromes were significantly different from each
other, except for the “hummingbird” syndrome. Like in Merianieae, I found that system-specific
traits were of high importance in differentiating the three pollination syndromes (“known mode of
pollen expulsion”, “reward type”, “corolla shape”). Furthermore, I found the highest disparity
within the “buzz-bee” syndrome, followed by the “mixed-vertebrate” syndrome. I could not reliably
classify four species (Tibouchina mollis, Miconia reducens, Clidemia epiphytica, Aciotis levyana)
into either of the four pollination syndromes (“buzz-bee”, “mixed-vertebrate”, “passerine” and
“hummingbird”) either because of missing data (e.g. T. mollis) or because the species may actually
exhibit other syndromes (Miconia reducens). I found strong evidence for an extreme case of selfpollination
in Miconia reducens, and possibly, a “selfing” syndrome needs to be included in future
studies in Melastomataceae pollination syndromes. Aciotis levyana and Clidemia epiphytica on the
other hand, possibly belong to a “generalists” syndrome (some generalist species occur in the tribe
Miconieae) or may be pollinated by some other functional pollinator group (i.e. tiny flies or
coleoptera). In conclusion, the highly system-specific floral traits identified as important in
delineating pollination syndromes in Merianieae appear useful also across Melastomataceae.
Additional fieldwork and wider taxon sampling are required, however, as well as the potential
consideration of additional (i.e. selfing, generalist) syndromes
Koreanische Vornamen
Diese Arbeit ist der Versuch herauszufinden, ob der Generationsname (Dollimja oder
Hangnyeolja) heutzutage noch von Bedeutung ist. Dem Namen Hangnyeolja wird in der
koreanischen Tradition insbesondere im Hinblick auf die Ahnenehrung eine wichtige Rolle
beigemessen. Durch die strengen Regeln der Hangnyeolja ist die Stellung jedes
Familienmitglieds innerhalb der Familienhierarchie festgelegt.
Zu Beginn der Arbeit wird allgemein auf Namen eingegangen. Da zum Thema
Hangnyeolja kaum fachgerechte Literatur vorliegt, wurde eine empirische
Untersuchungsmethode angewandt und die gesammelten Daten wurden anschließend
hinsichtlich des Ist-Standes sowie Trends in Bezug auf die oben angeführten Fragestellungen
analysiert.
Beginnend mit den allgemeinen koreanischen Namen wird ein Bogen zur deutschen und
österreichischen Namensgebung gezogen. Nachfolgend wird die Struktur des koreanischen
Familien- und Vornamens erläutert. Außerdem wird auf die Besonderheit des koreanischen
Familiennamens bzw. den Umstand eingegangen, dass es in Korea zwar nur verhältnismäßig
wenige, aber viele gleichlautende Familiennamen gibt.
Die Auswahl des Vornamens erfolgt nach verschiedenen Regeln – ein Teil des Vornamens
ist Hangnyeolja und darüber hinaus hat jeder Familienclan diesbezüglich noch eigene strikt
einzuhaltende Regeln, die jeder Generation bereits vorgegeben sind. Hier sind potenzielle
politische oder geografische Einflüsse wie auch Veränderungen während der japanischen
Besatzungszeit erkennbar.
Aus den Ergebnissen der Fragebogenuntersuchung wurde eine Statistik gezogen und mit
Hilfe eines Diagramms grafisch dargestellt. Die Untersuchung umfasste Fragen zur jeweiligen
Familiensituation, ob es Unterschiede in der weiblichen oder männlichen Namensgebung gibt,
zum Namensursprung sowie zu potenziellen äußeren Einflüssen im Rahmen der
Namensgebung.
Letztlich wird jedoch Hangnyeolja in konservativen Familienkreisen auch in der Zukunft
eine wichtige Rolle spielen.The purpose of this paper is to evaluate the current relevance of the Generation name
(Dollimja or Hangnyeola). The name Hangnyeola plays a significant role in Korean culture
especially in regard to honoring one’s ancestors by maintaining a specific succession within
the family clan. The rank of every family member within the family hierarchy is strictly
determined because of the guiding rules set within the Hangnyeola.
The first part of this paper focuses on names in general. Due to a lack of scientific
literature on the topic of Hangnyeola an empirical evaluation method was applied and the
thereof collected data analyzed in terms of status quo and possible trends.
Starting with common Korean names the current paper then expands on German and
Austrian name-giving. Furthermore, an explanation of the structure of Korean given names
and surnames is provided. The paper also elaborates the distinctiveness of the Korean
surname besides the fact that there are relatively few, but many identical surnames.
The selection of the given names follows various rules - part of the given name
is Hangnyeola and beyond that every family clan needs to adhere to very specific predefined
principles. Potential political or geographical influences and changes in the course of the
Japanese occupation period could therefore be noticeable.
The results of the questionnaire were statistically analyzed and charted in a diagram. The
evaluation comprises questions about the respective family situations, differences regarding
female and male name-giving, name origins and possible external influences on the namegiving.
Ultimately it should be mentioned that Hangnyeola most certainly will always play an
important part in conservative families, even in the future
Analyzingthe formal organizational structure and organizational culture in small companies after their integration into the same corporate group
Die vorliegende Arbeit analysiert und vergleicht die formalen Organisationsstrukturen sowie die Organisationskulturen zwei ursprünglich unabhängiger Unternehmen, die in dieselbe Firmengruppe integriert wurden, jedoch keiner formalen Integrationsstrategie unterlegen haben. Die formalen Strukturen wurden anhand der Dimensionen Spezialisierung, Koordination, Konfiguration, Delegation sowie des Grades an Formalisierung innerhalb der Unternehmen untersucht. Die Kulturanalyse beinhaltete die materiellen, interaktionalen und die verbalen Manifestationen sowie die vorhandenen Unternehmenswerte. Die Analyse wurde anhand einer Fallstudie basierend auf Experteninterviews durchgeführt. Unterschiede wurden festgestellt hinsichtlich der Spezialisierung, der hierarchischen Konfiguration, der Delegation von Entscheidungskompetenzen, der strukturellen Formalisierung sowie der materiellen Manifestation der Unternehmenskulturen. Zahlreiche Ähnlichkeiten wurden ersichtlich in Bezug auf die Koordination, die Formalisierung der Informationsflüsse und Leistungsdokumentation sowie die interaktionalen und verbalen Kulturmanifestationen. Im Hinblick auf die Unternehmenswerte wurde aufgezeigt, dass beide Unternehmen einige zentrale Werte teilen, wohingegen auch einige ausschließlich firmenspezifische Werte vorhanden sind.The present thesis analyzes and compares the formal organizational structures as well as the organizational cultures of two formerly independent companies, which were integrated into the same corporate group without having been subject to a formal integration strategy. The formal structures were examined by analyzing the specialization or division of work, coordination, configuration, delegation as well as the degree of formalization within the respective companies. The cultural analysis comprised the material, interactional and verbal manifestations of culture as well as the corporate values in place. The analysis was conducted using the case study method based on expert interviews. Differences were found regarding the division of work, the hierarchical configuration, the delegation of decision-making authorities, the structural formalization as well as the material manifestations of corporate culture. Numerous similarities were detected with respect to coordination, formalization of information flows along with performance documentation, interactional as well as verbal manifestations. In regard to corporate values, the two organizations share a set of certain core values but at the same time also hold specific values exclusively applicable to either of them
Vegan. Gesund?!
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage inwiefern das Ernährungsverhalten vegan lebender Menschen in Österreich gemäß den ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen zu bewerten ist. Ausgehend von einer allgemeinen Betrachtung des Thema Veganismus aus ernährungswissenschaftlicher Perspektive wurde das Ernährungsverhalten von 467 vegan lebenden Menschen mittels eines Food Frequency Questionnaire erhoben. Diese Erhebung wird im nächsten Schritt analysiert und mit den im Ernährungsbericht 2012 erhobenen Angaben verglichen. Abschließend werden die Ergebnisse, die auf eine Bejahung der Forschungsfrage in vielen Punkten hindeuten, präsentiert. Um detailliertere Aussagen treffen zu können, die für die vegane Gesamtbevölkerung valide sind, sind weitere Studien unbedingt notwendig
New Symbolic Execution Pass for the CASM language
Heutzutage ist es wichtig, dass Software korrekt arbeitet, da sie oft auch in sicherheit-
skritischen Bereichen verwendet wird. Eine Methode zur Beschreibung von Software sind
Abstract State Machines (ASM). ASMs sind eine Erweiterung von Finite State Machines
(FSM) und sind formal definiert. Da sie auf mathematischen Grundlagen basieren, ist es
möglich, bestimmte Eigenschaften mittels formalen Methoden zu beweisen. Es müssen
jedoch nicht nur die modellierten Systeme fehlerfrei sein, sondern auch die Compiler, welche
verwendet werden, um die abstrakte Repräsentation in eine ausführbare Datei zu überset-
zen. Diese dürfen keine Fehler einbringen. Translation Validation ist eine Möglichkeit zu
zeigen, dass ein bestimmter Compilier-Vorgang fehlerfrei ist. Für Translation Validation
wird ein mathematisches Modell der Input Spezifikation und des Outputs erstellt und
gezeigt, dass die Modelle ident sind.
Diese Arbeit ist der erste Schritt in Richtung Translation Validation im Corinthian
Abstract State Machine (CASM) Compiler, indem es ein Framework präsentiert, welches
eine in CASM geschriebene ASM in ihre Repräsentation in der TPTP Sprache übersetzt.
Die Arbeit basiert auf einem von Lezuo [48] vorgestellten Ansatz. Die TPTP Sprache ist
als Input für Automated Theorem Prover (ATP) Systeme entworfen. Die Transformation
unterstützt concolic execution. Um sicherzustellen, dass dabei numerische Funktionen nicht
symbolischen Werten zugewiesen werden, wird in dieser Arbeit ein neues System vorgestellt,
welches vor der Transformation das Auftreten solcher Zuweisungen prüft. Falls derartige
Zuweisungen existieren, wird die entsprechende Funktion von numerisch zu symbolisch
umgewandelt. Außerdem wird eine direkte Transformation von TPTP zu einem Model für
den Satisfiablity Modulus Theories (SMT) Solver Z3 vorgestellt.Nowadays it is important that software works correctly as it is often used in safety-critical
systems. One method for describing systems on a high level are Abstract State Machines
(ASM). ASMs are an extension of Finite State Machines and are formally defined. As
they are based on mathematical foundations, it is possible to prove certain properties of
an ASM using formal methods. However, not only the modeled systems need to be error
free but also compilers which are used to translate the high level representation to an
executable file also must not introduce any errors. Translation Validation is one method to
prove that a specific compilation did not introduce any errors. For translation validation
a mathematical model of the input and the output of the compilation is built and then
proven that they are identical.
This thesis takes the first step towards translation validation in the Corinthian Abstract
State Machine (CASM) compiler, by presenting a framework that transforms an ASM
written in the CASM language into a representation in the TPTP language. It is based on
a previously introduced approach by Lezuo [48]. The TPTP language is designed as input
for Automated Theorem Prover (ATP) systems. The transformation supports concolic
execution. In order to ensure that numeric functions are not updated with symbolic values,
this thesis presents a new system which checks whether such updates occur before the
actual transformation takes place. If such updates occur the system promotes numeric
functions to symbolic functions accordingly. Furthermore, a transformation from the
TPTP model directly to the model of the Satisfiablity Modulus Theories (SMT) solver Z3
is presented
Critical Realism, kritische politische Ökonomie und das gesellschaftskritische Potenzial der Güterkettenforschung
Ich analysiere in dieser Masterarbeit das gesellschaftskritische Potenzial ausgewählter Stränge der Güterkettenforschung, indem ich wissenschafts-, gesellschaftstheoretische und sozialwissenschaftliche Auseinandersetzungen zusammendenke. Die Motivation dazu entspringt der Annahme, dass sich die Relevanz sozialwissenschaftlicher Auseinandersetzungen über deren Fähigkeit erschließt, ihren Untersuchungsgegenstand adäquat zu beschreiben. Unter der wissenschaftstheoretischen Perspektive des Critical Realism zeige ich, inwiefern differenzierte, ontologische und epistemologische Annahmen auf Gesellschaftskritik beruhen und Gesellschaftskritik damit notwendiger Teil einer adäquaten Gegenstandsbeschreibung ist. In der Gesellschaftstheorie einer Kritischen Politischen Ökonomie konkretisiere ich diese Annahmen. In Referenz zu diesen Auseinandersetzungen bestimme ich das gesellschaftskritische Potenzial zweier ausgewählter Stränge der Güterkettenforschung – der dominanten Erzählung der Güterkettenforschung nach Gary Gereffi sowie des class-relational framework nach Benjamin Selwyn. Angeleitet durch eine inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse befrage ich die Stränge auf wissenschafts-theoretischer Ebene, inwiefern sie sich kritisch zu ihrem Gegenstand verhalten, welche Konzeption von Realität und der Möglichkeiten ihrer Erschließung ihnen zugrunde liegt, und inwiefern Macht- und Herrschaftsverhältnisse in ihnen Berücksichtigung finden. Auf gesellschaftstheoretischer Ebene frage ich vor dem Hintergrund einer Kritischen Politischen Ökonomie nach einer adäquaten Konzeption der Gegenstände ‚Ökonomie‘, ‚Staat‘, ‚Natur‘, ‚Raum‘, und ‚der Transformation gesellschaftlicher Verhältnisse‘ im Rahmen der Stränge.
Anhand der Beantwortung dieser Fragen ziehe ich Rückschlüsse auf das gesellschaftskritische Potenzial der Stränge und komme dabei zu folgenden Ergebnissen: Eine Betrachtung der dominanten Erzählung der Güterkettenforschung nach Gereffi auf wissenschaftstheoretischer Ebene lässt das Potenzial zur Gesellschaftskritik erkennen. Die dominante Erzählung weist eine angemessene, räumliche Konzeption globaler Ökonomie auf und benennt Machtverhältnisse auf Unternehmensebene. Allerdings verfolgt sie keine umfassende theoretische Einbettung ihrer Einsichten und verhält sich nur eingeschränkt kritisch zu ihrem Gegenstand. Diese Limitierungen übersetzen sich auf gesellschaftstheoretischer Ebene in unzureichende Gegenstandskonzeptionen und lassen die dominante Erzählung der Güterkettenforschung überwiegend nicht gesellschaftskritisch wirken. Die Bewertung des class-relational framework nach Selwyn fällt gegenläufig aus. Aufbauend auf den Stärken und in kritischer Abgrenzung zu den Einschränkungen der dominanten Erzählung der Güterkettenforschung verhält sich der class-relational framework kritisch zu seinem Gegenstand, nimmt eine umfassende theoretische Einbettung seiner Annahmen vor und erweitert den zuvor auf Unternehmen zentrierten Blick für gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse. Diese Charakteristika übersetzen sich auf gesellschaftstheoretischer Ebene in weitgehend differenzierte Gegenstandskonzeptionen. Wobei ich durch mein Vorgehen zeige, dass auch der class-relational framework in seinem Potenzial zur Gesellschaftskritik noch gestärkt werden kann.
Die vergleichende Analyse der Stränge führt mich zu der Schlussfolgerung, dass die Güterkettenforschung das Potenzial besitzt, gesellschaftskritische und relevante Forschung hervorzubringen. Ein Vorgehen wie in dieser Masterarbeit kann dieses Potenzial weiter stärken, indem es wissenschafts- und gesellschaftstheoretisch informiert auf Auslassungen und Lücken im Rahmen einzelner Stränge aufmerksam macht und zur konstruktiven Debatte darüber anregt
Media bias on issue ownership perceptions
Politischer Wettbewerb zwischen Parteien vollzieht sich bis zu einem gewissen Grad entlang verschiedener politischer Themen („issues“). Wie die einzelnen Parteien mit den jeweiligen Themen verbunden sind, folgt dabei bestimmten Mustern. Manche Parteien werden häufiger mit einem Thema assoziiert als andere oder als kompetenter als ihre politischen Mitbewerber eingeschätzt, um mit dem jeweiligen Thema umzugehen. Diese Muster werden mit dem Begriff Themenführerschaft („issue ownership“) beschrieben.
Diese Masterarbeit untersucht ob und unter welchen Umständen die Wahrnehmungen solcher Themenführerschaften durch den Konsum unausgewogener Medienberichterstattung beeinflusst wird. Unter unausgewogener Medienberichterstattung („media bias“) wird in diesem Zusammenhang eine ungleiche Behandlung von politischen Akteuren verstanden, die sich weder auf strukturelle Unterschiede zwischen Partien zurückführen lässt, noch auf Unterschiede in den Kommunikationsaktivitäten der Parteien selbst. Ein solcher Einfluss wird erwartet, wenn Parteien in der Medienberichterstattung über ein Thema sichtbarer sind oder besser bewertet werden als ihre Mitbewerber und diese Berichterstattung auf Rezipienten trifft, die dafür empfänglich sind (z.B. Personen ohne existierende Wahrnehmung bezüglich ‚Themenführerschaft‘ oder Personen mit einem hohem Medienvertrauen).
Diese Erwartung wird in dieser Masterarbeit im Kontext des österreichischen Nationalratswahlkampfes 2017 untersucht, indem Inhaltsanalysen der Zeitungsberichterstattung und der Kommunikationsaktivitäten der Partien mit Umfragedaten verknüpft werden (AUTNES 2017). Mittels konditionaler logistischer Regressionen (mit einer verzögerten abhängigen Variablen) wird dabei die Wahrscheinlichkeit bestimmt, dass eine Partei (SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, NEOS, Liste Pilz) als ‚Themenführer‘ (Assoziation oder Kompetenz) von sieben verschiedenen Themen wahrgenommen wird („Arbeitsmarkt und Beschäftigung“, „Zuwanderung“, „Europäische Integration“, „Wirtschaftspolitik“, „Umweltpolitik“, „Korruption“, „Pensionen“).
Die Ergebnisse zeigen, dass Zeitungen sich darin unterscheiden, wie sie Parteien in ihrer Berichterstattung über bestimmte Themen behandeln, so dass Zeitungsleser mit unterschiedlichen Informationen über die V erbindung zwischen Parteien und Themen konfrontiert sind. Allerdings hat diese Berichterstattung nur für bestimmte Gruppen einen signifikanten Effekt auf die Wahrnehmung von Themenführerschaften. Ob Personen bereits
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etablierte Vorstellungen darüber haben, welche Parteien sie mit einem Thema assoziieren oder welcher Partei sie die meiste Kompetenz bei einem Thema zuschreiben, sowie das Ausmaß ihrer Parteienambivalenz, ihres Medienvertrauens und ihrer politischen Gewandtheit („political sophistication“), wirken sich darauf aus, ob sie durch ‚unausgewogene Medienberichterstattung‘ beeinflusst werden können oder nicht. Welche Merkmale in diesem Kontext von Bedeutung sind und auf welche Art und Weise, variiert jedoch zwischen den verschiedenen Themen, sowie zwischen den unterschiedlichen Merkmalen der Berichterstattung (Sichtbarkeit und Bewertung der Parteien).Political competition, at least to some extent, means competition between political actors regarding different political issues. However, the connection between parties and issues follows specific patterns. Some parties are more likely to be associated with an issue or perceived as more competent in dealing with it than their competitors. These patterns are described by the concept of ‘issue ownership’.
This master thesis examines whether and under which circumstances ‘issue ownership’ perceptions are ‘biased’ by a person’s news media consumption. In this context ‘media bias’ is defined as a deviation of an equal treatment of parties in political coverage, that is neither a pure reflection of structural differences between parties, nor a reflection of parties’ own communication activities. Such ‘bias’ is expected when susceptible recipients (e.g., people with no preexisting issue ownership perceptions or a high level of media trust) are exposed to an issue-specific coverage in which some parties are more visible and better evaluated than their competitors.
To empirically investigate this expectation, I combine content analyses of newspaper coverage and party communication activities with survey data, in context of the 2017 Austrian election campaign (AUTNES 2017). Conditional logistic regression models with a lagged dependent variable are used to estimate the likelihood of a party (SPÖ, ÖVP, FPÖ, The Greens, Liste Pilz) to be perceived as associative or competence issue owner of seven different issues (‘Job Market and Employment’, ‘Immigration’, ‘European Integration’, ‘Economy’, ‘Environment’, ‘Corruption’, ‘Pensions’).
The results show that newspapers differed in how they have reported about parties in their coverage of specific issues, so that respondents were exposed to different information about the connection between parties and issues. However, a significant effect of this coverage in terms of ‘media bias’ is not found across the board, but only among specific groups. Attitudinal predispositions like preexisting issue ownership perceptions, party ambivalence, media trust or political sophistication enhance or limit a person’s susceptibility to ‘media bias’. But which kind of predispositions are important in this matter and how differs between issues and for different types of ‘media bias’ (visibility and tonality)
Nachhaltiger Tourismus am Beispiel der Galápagos-Inseln
Tourismus ist fest verankert in der heutigen Gesellschaft und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Tourismusform ist unumstritten. Folglich ist nachhaltiger Tourismus auch als Unterziel in den von den Vereinten Nationen formulierten Sustainable Development Goals (SDGs) angeführt. Die Galápagos-Inseln im Pazifischen Ozean mit ihrer unverwechselbaren Flora und Fauna, welche jährlich tausende internationale Tourist*innen anziehen, sind stark vom Tourismus beeinflusst. In Anbetracht der hohen Anzahl an Tourist*innen, bedarf es konsequenter Maßnahmen, welche das Ökosystem der Inselgruppe angemessen schützen. Daher wird in dieser Arbeit das Potential des Ökotourismus, einen Beitrag zum Schutz des lokalen Ökosystems auf den Galápagos-Inseln zu leisten, untersucht. Für eine angemessene Analyse dessen, wurde ein Interview mit Mariuxi Farias vom WWF Ecuador durchgeführt, um wertvolle Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich der Ökotourismus auf dem Archipel etabliert hat und wie er dazu beiträgt, die lokale Umwelt zu schützen. Außerdem sollten Herausforderungen bei der Umsetzung des Ökotourismusmodells identifiziert werden. Während sich Ökotourismus als Form des nachhaltigen Tourismus durchaus als vielversprechender Ansatz zum Schutz der einzigartigen Flora und Fauna auf den Galápagos-Inseln erweist, scheint es dennoch Verbesserungspotential zu geben. Dies wurde insbesondere hinsichtlich der Koordination der Managementaufgaben und der Einführung potentiell langfristiger Möglichkeiten, die der lokalen Bevölkerung zugutekommen, herausgefunden. Darüber hinaus wurde eine notwendige Marktdiversifizierung festgestellt, insbesondere aufgrund der Corona-Pandemie, die weltweit große Auswirkungen auf den Tourismussektor hat.Tourism has become deeply engrained into today’s society and the necessity of a sustainable form of tourism is undisputed. Consequently, driving the topic of sustainable tourism is also listed as a sub-goal in the Sustainable Development Goals formulated by the United Nations. The Galápagos Islands in the Pacific Ocean with their distinctive flora and fauna attracting numerous tourists every year are hugely influenced by tourism. Given the high volume of tourists visiting the islands, establishing adequate measures to protect the unique ecosystem of the archipelago are a priority. Therefore, this paper explores the potential of ecotourism to protect the local ecosystem in the Galápagos Islands. For the purpose of investigating this matter in-depth, an interview with Mariuxi Farias from WWF Ecuador was conducted to gain valuable insights into how ecotourism has been established on the archipelago and how it helps to protect the local environment. It also aimed to identify challenges in implementing the ecotourism model. While ecotourism as a form of sustainable tourism transpires to be a promising approach in protecting the distinct flora and fauna found on the Galápagos Islands, it appears that there are still major improvements to be made, particularly regarding the coordination of management tasks and possible long-term opportunities beneficial to the local population. Furthermore, a necessary market diversification was identified, especially due to the Corona pandemic, which has a great impact on the tourism sector worldwide
Shanon
Der Zugriff auf reale Daten ist wichtig für die Netzwerkforschung und -sicherheit.
Diese Daten können in verschiedenen Logs enthalten sein, oder in
Netzwerkpakettraces, die von einer Netzwerkschnittstelle aufgezeichnet wurden.
Durch das Teilen von Netzwerkpakettraces werden jedoch möglicherweise
Schwachstellen in den Netzwerken derjenigen, die sie teilen, aufgedeckt,
und es können vertrauliche und private Informationen offengelegt werden.
Um die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, dass Schwachstellen und vertrauliche
oder private Informationen aufgedeckt werden, müssen Netzwerkpakettraces
vor der Freigabe anonymisiert werden. Dies bedeutet, dass so
viele vertrauliche Daten wie möglich entfernt werden müssen.
Es gibt keine universelle Lösung, da möglicherweise unterschiedliche
Teile der Daten für Forschung oder Analysen erforderlich sind und unterschiedliche
Organisationen, die Netzwerkpakettraces bereitstellen, unterschiedliche
Anforderungen an die Daten stellen, die anonymisiert werden
müssen. Zu diesem Zweck gibt es derzeit viele Tools und Frameworks.
Trotz der Existenz dieser Tools und der potenziellen Vorteile einer offeneren
gemeinsamen Nutzung von Netzwerkpakettraces teilen wenige Autoren
ihre Netzwerkpakettraces, und viele der entwickelten Tools und Frameworks
scheinen nicht verwendet zu werden.
Diese Arbeit liefert einen Überblick über die vorhandene Literatur auf
dem Gebiet der Anonymisierung von Netzwerkpakettraces, einschließlich
Standards und Gesetzen im US-amerikanischen und EU-Raum, eine Taxonomie
der Funktionen von Anonymisierungstools für Netzwerkpakettraces,
sowie libAnonLua, eine Lua-Bibliothek zur Anonymisierung von Netzwerkpakettraces,
die aus wiederverwendbaren Anonymisierungsmethoden besteht,
und Shanon, ein flexibles, richtlinienbasiertes Anonymisierungstool,
implementiert als Plugin für den Wireshark-Netzwerkprotokollanalysator. Das
entwickelte Tool wird anhand eines echten Netzwerkpakettraces evaluiert.Access to real-world data is important for network research and security.
This data can be contained in various logs, including packet traces which
contain packets captured from an interface within the network. However, the
sharing of packet traces potentially exposes vulnerabilities in the networks
of those sharing them and may expose sensitive and private information.
To minimize the chance of exposing vulnerabilities and sensitive or private
information, packet traces need to be anonymized before sharing, meaning
as much sensitive data as possible needs to be removed.
There is no universal solution, as different parts of the data may be required
for research or analysis, and different organizations providing the
traces may have different requirements when it comes to the data that needs
to be anonymized. Many tools and frameworks currently exist for this purpose.
However, despite the existence of these tools and the potential benefits
of more open sharing of network packet captures, few authors publicly
share their traces, and many of the tools and frameworks developed appear
not to be in use.
This thesis contributes a review of existing literature in the field of network
packet trace anonymization, including standards and United States
(US) and European Union (EU) law, a taxonomy of features of network
packet anonymization tools, a Lua library of reusable network anonymization
primitives, libAnonLua, and a flexible, policy-based anonymization tool
that plugs into the Wireshark network protocol analyzer, Shanon. The developed
tool is evaluated using a real world capture of network traffic
Low vs. high social desirable pro-environmental behaviors
Die Diskrepanz zwischen selbstberichteten und objektiven Maßen für umweltschützendes Verhalten (PEBs) ist ein bekanntes Problem in der Umweltforschung. Studien deuten darauf hin, dass Selbstberichte methodischen Verzerrungen unterliegen, u.a. Social Desirability Responding (SDR), obwohl die Literatur nur schwache Effekte findet. Als Reaktion auf den Vorschlag, subtile Auswirkungen der sozialen Erwünschtheit zu erforschen (Vilar et al., 2020), teilte diese Studie basierend auf Ergebnissen einer explorativen Pilotstudie (N = 14) PEBs in zwei Gruppen ein: 15 PEBs mit hoher sozialer Erwünschtheit (PEB-SD-high) wurden in einer Online-Umfrage mit 15 PEBs mit geringer sozialer Erwünschtheit (PEB-SD-low) verglichen. In Forschungsfrage 1 (N = 411) wurde mittels Strukturgleichungsmodellen untersucht, ob PEB-SD
-high anders vorhergesagt wird als PEB-SD-low durch die wahrgenommene Wirksamkeit der PEBs (ePEB), Naturverbundenheit (NC), die Umwelteinstellungen (EA) Preservation und Utilization, handlungsbezogenes Umweltwissen (AC). SDR, Alter und Geschlecht wurden als Kontrollvariablen einbezogen. Um die Diskrepanz zwischen selbstberichteten und objektiven PEBs zu untersuchen, wurde in einer zweiten Analyse (Forschungsfrage 2, N = 393) Daten einer Verlosung mit zwei Gewinnoptionen am Umfrageende analysiert - eine umweltfreundliche (WWF-Gutschein) und eine nicht-umweltfreundliche Variante (Amazon-Gutschein). Alle Variablen aus Forschungsfrage 1 (einschließlich PEB-SD-high und PEB-SD-low) wurden als Regressoren in einer multinomialen logistischen Regressionsanalyse verwendet. In Forschungsfrage 1 unterschieden sich die Regressionspfade von NC, AC und ePEB-SD-high signifikant in der Vorhersage von PEB-SD-high und PEB-SD-low. Die stärksten Prädiktoren von PEB-SD-high waren NC, ePEB-SD-high und Utilization. Utilization, AC und SDR sagten am stärksten PEB-SD-low vorher. In Forschungsfrage 2 waren PEB-SD-high, Preservation und Utilization signifikante Prädiktoren für die Wahl des WWF-Gutscheins. Die gefundenen prädiktiven Unterschiede von NC und EA, insbesondere Utilization, sind das Hauptergebnis dieser Studie. EA, insbesondere Utilization, scheint ein robuster Prädiktor für alle PEBs zu sein, während der Vorhersagewert von NC von der sozialen Erwünschtheit der jeweiligen PEBs abhängt. Zudem sagte objektives Umweltwissen (AC) die PEB-Frequenz nur voraus, wenn diese nicht sozial erwünscht waren. Andernfalls war das subjektive Umweltwissen (ePEB) signifikanter Prädiktor von PEB-SD-high. Insgesamt lieferte die Studie erste Hinweise darauf, dass PEBs aufgrund ihrer sozialen Erwünschtheit unterschiedlich hervorgesagt werden. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund diskutiert, dass sich die Konfidenzintervalle der Prädiktoren, bei denen eine Gleichheit der Regressionspfade in der Vorhersage beider PEB-Gruppen nicht angenommen werden konnte, überschnitten. Es werden mögliche Erklärungen und Implikationen für die prädiktiven Unterschiede der PEB-Prädiktoren gegeben.The gap between self-reported and objective measures of pro-environmental behaviors (PEBs) is a well-established problem in environmental research. Studies indicate self-reports to be subject to method biases, including social desirability responding (SDR). However, PEB literature only found weak effects of SDR. Responding to the call for research on the subtle effects of social desirability (Vilar et al., 2020), this study divided PEBs into two groups based on the results of an exploratory pilot study (N = 14): In an online survey, 15 PEBs with high social desirability (PEB-SD-high) were compared with 15 PEBs with low social desirability (PEB-SD-low). Research question 1 (N = 411) investigated whether PEB-SD-high is predicted differently than PEB-SD-low by perceived efficacy of PEBs (ePEB), nature connectedness (NC), the environmental attitudes (EA) Preservation and Utilization, action-related environmental knowledge (AC), using structural equation modeling. SDR, age and sex were included as control variables. To examine the gap between self-reported and objective PEBs, a second analysis (Research question 2, N = 393) was conducted by analysing data of a raffle at the end of the survey with two optional prizes – one pro-environmental (WWF voucher) and one unsustainable choice (Amazon voucher). All variables of Study 1 (including PEB-SD-high and PEB-SD-low) were employed as regressors in a multinomial logistic regression analysis. Regression pathways of NC, AC and ePEB-SD-high significantly differed in the prediction of PEB-SD-high and PEB-SD-low (Research question 1). The strongest predictors of PEB-SD-high were NC, ePEB-SD-high and Utilization, whereas PEB-SD-low was best predicted by Utilization, AC and SDR. Results of Research question 2 found PEB-SD-high, Preservation and Utilization to significantly determine choosing the WWF voucher. The heterogeneity found between NC and EA subscales in predicting PEB-SD-high, PEB-SD-low and raffle prize is a key finding. Presumably, EA, especially Utilization, may be a robust predictor of all PEBs and NC may depend on the social desirability of respective PEBs. In addition, objective environmental knowledge (AC) determined PEBs only as long as they are not socially desirable. Otherwise, subjective environmental knowledge (ePEB) predicted PEB-SD-high. Overall, the study provided initial evidence of predictive differences of PEBs due to their respective social desirability. Results are discussed against the background that the confidence intervals of the regression estimates whose paths significantly differed in the prediction of both PEB item sets overlapped. Potential explanations and implications of the predictive differences of PEB predictors are given