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Einfluss der GLUT1+ Lymphozyten auf das Überleben bei kolorektalen Lebermetastasen und der GLUT1 Positivität auf die Funktionalität des adaptiven Immunsystems
Glucose-1-Transporter (GLUT1) spielen eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung von Zellen. Zahlreiche Studien konnten nachweisen, dass Malignome – unter anderem das Kolorektale Karzinom – mit einer schlechteren Prognose einhergehen, wenn die Tumorzellen eine erhöhte GLUT1-Expression aufweisen. Da jedoch die Auswirkung einer erhöhten GLUT1-Expression von Immunzellen auf ihre antitumorale Wirkung bisher nicht betrachtet wurde, konzentrierte sich diese Arbeit auf den Einfluss GLUT1-positiver Immunzellen im Infiltrationsrand kolorektaler Lebermetastasen auf das Patientenüberleben. In einer anschließenden Analyse wurden die Unterschiede zwischen GLUT1-positiven und GLUT1-negativen CD8+ TEMRA-Zellen betrachtet, die unserer Hypothese nach ausschlaggebend für die verbesserte Prognose sind.
Hierfür wurden zunächst immunhistochemische Färbungen von Gewebeproben von kolorektalen Lebermetastasen auf GLUT1 angefertigt und die GLUT1-Expression mit Hilfe der Patientendatenbank mit dem Patientenüberleben korreliert. Zudem wurden Leukozyten, die aus dem Infiltrationsrand resezierter kolorektaler Lebermetastasen isoliert wurden, mittels Durchflusszytometrie differenziert und die Toxizität CD8+ TEMRA-Zellen abhängig von ihrer GLUT1-Expression untersucht.
Eine hohe GLUT1-Expression im Infiltrationsrand war unabhängig von der Proliferationsrate des Tumors mit einem verlängerten Patientenüberlegen (p=0,011) assoziiert. Eine Verstärkung dieses Effekts konnte in einer Subgruppenanalyse bei Patienten mit singulären Lebermetastasen gezeigt werden. In der Durchflusszytometrie fand sich eine hohe Rate an CD8+ TEMRA-Zellen, die eine Tendenz zu einer erhöhten Granzyme B-Konzentration im Vergleich zu den GLUT1-negativen CD8+ TEMRA-Zellen aufwiesen. Dies erreichte jedoch keine statistische Signifikanz (p=0,06).
Somit konnte gezeigt werden, dass die GLUT1-Expression der Immunzellen an der immunologischen Barriere zwischen Tumor und Körper positive Effekte auf die körpereigene immunvermittelte Karzinombekämpfung hat, was möglicherweise auf eine stärkere Zytotoxizität der CD8+TEMRA-Zellen zurückzuführen ist
Evaluation der Versorgungsstruktur der Patientinnen des Zentrums für Familiären Brust- und Eierstockkrebs Regensburg – Einsatz von Chemotherapien in der Therapie von Brustkrebserkrankungen bei Patientinnen des Zentrums
Diese Arbeit zeigt, dass die im vorliegenden Hochrisikokollektiv analysierten Brustkrebspatientinnen ein höheres Mutationsaufkommen aufweisen, als in der Allgemeinbevölkerung zu erwarten wäre. Dies unterstreicht die Bedeutung weiterführender genetischer Forschung, um neue, mit Brustkrebs assoziierte Mutationen zu identifizieren und deren Relevanz für die Therapie gezielt zu nutzen. Der Großteil der Patientinnen wurde einer chemotherapeutischen Behandlung unterzogen, die im Laufe der Jahre entsprechend den aktualisierten Empfehlungen der Interdisziplinären S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie, Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und Geburtshilfe (DGGG) angepasst wurde. Insbesondere die Einführung der Nutzung von Platinderivaten in der Chemotherapie unterstreicht die fortlaufende Optimierung der Therapieansätze gemäß den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die hohen pCR-Raten unterstreichen zudem die Qualität der Versorgung und die individuelle Betreuung der Patientinnen in diesem Kollektiv
Nutzungsverhalten der digitalen Volumentomografie von niedergelassen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen in Bayern
Die vorliegende Dissertation untersucht das Nutzungsverhalten der digitalen Volumentomografie bei niedergelassenen Mund-,Kiefer- und Gesichtschirurgen( MKG) in Bayern.Das DVT ermöglicht eine detailgetreue dreidimensionale Darstellung knöcherner Strukturen im Kopf-,Halsbereich bei deutlich geringerer Strahlenbelastung im Vergleich zur Computertomografie und hat sich in der letzen Jahren zunehmend etabliert.
Im Rahmen einer anonymen Fragenbogenstudie wurden Praxen in Bayern kontaktiert.
Von den teilnehmenden Praxen nutzten fast alle ein DVT Gerät und als häufigste Indikationen wurden die Implantologie,retinierte Zähne und Kieferhöhlendiagnostik angegeben.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich das DVT im niedergelassenen MKG-Bereich als diagnostischer Pfeiler etabliert hat. Eine leitliniengerechte Indikationsstellung nach dem ALARA-Prinzip wird weitgehend beachtet.Zukünftig sollten Dosisreduktion , Standardisierung der technischen Vorgänge und eine angemessene Vergütung im Fokus stehen
What drives stock market reactions to greenwashing? An event study of European companies
This study examines stock market reactions in response to 296 greenwashing events involving STOXX Europe 600 companies. The results indicate that companies with the lowest total assets in our sample experience negative cumulative abnormal returns. Financially material cases, which are likely to affect company performance through legal and investor-related consequences, also lead to negative market reactions. Compliance-related allegations trigger the most consistent negative market reactions compared to other types of allegations. We also find evidence of moderating effects, with ESG reputation shaping the extent of market reactions. The findings highlight that market reactions to greenwashing are highly context-dependent, reflecting company size, industry, ESG scores, and the characteristics of the allegation
Drug interactions between cephalosporins and 5-FU-based chemotherapy in the treatment of patients with gastrointestinal cancer - an exploratory cohort analysis
Introduction: Chemotherapeutic agents, despite their toxicities, variability in individual response, and risk of drug-drug interactions, are essential in the treatment of gastrointestinal cancers. Due to their immunosuppressed state, cancer patients often require concurrent antibiotic therapy, most commonly with cephalosporin antibiotics (CAB) (β-lactams), for treatment or prophylaxis of infections. However, little is known about potential interactions between CAB and antineoplastic agents, such as 5-Fluorouracil (5-FU), Capecitabine, and Trifluridine/Tipiracil.
Methods: This retrospective study aimed to evaluate the impact of CAB therapy on the efficacy and toxicity of these chemotherapeutics in patients treated at the University Hospital Regensburg, Germany. A total of 19 cancer patients receiving CAB were compared with 19 optimally matched controls who did not receive CAB. Matching criteria included age, sex, cancer type, chemotherapy regimen, and cycle interval.
Results: CAB-treated patients experienced a median delay of 6 days in receiving the subsequent chemotherapy cycle, likely reflecting infection-related vulnerability. Despite this, the CAB group demonstrated improved clinical outcomes, with a reduction in tumor progression, an increase in stable disease and tumor regression staging results compared to the control group (p = 0.049). The CAB group also showed a more favorable side effect profile, with milder toxicity despite higher overall medication burden. Notably, when CAB were used alone and for longer durations, side effects remained low.
Discussion and Conclusion: Collectively, concomitant use of cephalosporins with 5-FU, Capecitabine, or Trifluridine/Tipiracil does not impair antitumor efficacy or increase toxicity. Of clinical relevance, CAB therapy enhances clinical outcomes and survival, highlighting the need for further prospective studies on specific antibiotic-chemotherapy interactions
The microbial metabolite desaminotyrosine protects against graft-versus-host disease via mTORC1 and STING-dependent intestinal regeneration
Changes in the intestinal microbiome and microbiota-derived metabolites predict clinical outcomes after allogeneic hematopoietic stem cell transplantation (allo-HSCT). Here, we report that desaminotyrosine (DAT), a product of bacterial flavonoid metabolism, correlates with improved overall survival and reduced relapse rates in patients receiving allo-HSCT. In preclinical mouse models, treatment with synthetic DAT prevents graft-versus-host disease by protecting the intestinal barrier and promoting intestinal regeneration and contributes to graft-vs.-leukemia responses. DAT´s beneficial effects on intestinal regeneration remain effective despite broad-spectrum antibiotics-induced dysbiosis, also when administered by fecal microbiota transfer with flavonoid-degrading F. plautii. Mechanistically, DAT promotes mTORC1-dependent activation and proliferation of intestinal stem cells, with concomitant engagement of the innate immune receptor STING required to mitigate metabolic stress and maintain an undifferentiated stem cell state independently of type-I interferon responses. Additionally, DAT can skew T cells towards an effector phenotype to modulate graft-versus-leukemia responses. Our data uncover DAT’s dual, tissue- and immune-modulating properties and underscore its potential in precision microbiome-based therapies to improve tissue regeneration and minimize immune-mediated side effects
Westliche Demokratien unter Druck? Zu Konzept und Aufbau des Buches
Das Kapitel beleuchtet die Vielfalt gegenwärtiger Krisendiagnosen zum Zustand westlicher Demokratien kritisch. Dabei wird auch eine angemessene Verwendung des Krisenbegriffes angemahnt, denn nicht jede Herausforderung erzeugt automatisch eine Krise des Gesamtsystems. Die Demokratie ist herausgefordert, aber auch wandelbar und anpassungsfähig. Zu untersuchen ist daher, ob und wann aus den Herausforderungen ernste Krisen resultieren und ob diese zu einem Demokratieverlust oder gar einer Erneuerung führen. Dafür wird ein systemtheoretisches Analyseraster aus Input, Throughput und Output eingeführt, nach dessen Logik die Beiträge dieses Sammelbandes gegliedert sind. Zum Schluss wird ein grober Überblick über die Beiträge im Einzelnen gegeben
Fostering talent in large enrolment courses: Strategies for proactively integrating AI applications
Radial Rashba spin-orbit fields in commensurate twisted transition-metal dichalcogenide bilayers
In commensurate twisted homobilayers, purely radial Rashba spin-orbit fields can emerge. The observed in-plane spin textures are mostly radial, and the main features are successfully reproduced using a model Hamiltonian based on two effective mass models including spin-orbit coupling, and a general (spin-conserving) interlayer coupling. Extracting the model Hamiltonian parameters through fitting of several twisted supercells, we find a twist angle dependency of the magnitude of the radial Rashba field, which is symmetric not only around the untwisted cases (Θ=0° and Θ=60°), but also around Θ=30°. Furthermore, we observe that the interlayer coupling between the K/K′-points of the two layers decreases with the increase of the size of the commensurate supercells. Hence, peaks of high interlayer coupling can occur only for twist angles, where small commensurate supercells are possible. Exploring different lateral displacements between the layers, we confirm that the relevant symmetry protecting the radial Rashba is an in-plane 180° rotation axis. We additionally investigate the effects of atomic relaxation and modulation of the interlayer distance. Our results offer fundamental microscopic insights that are particularly relevant to engineering spin-charge conversion schemes based on twisted layered materials
Detektion von Amplifikationen der Gene EGFR, FGFR1, ERBB2 und MET in Einzelzellen von Patienten mit Nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom
Ziel: Eine qPCR-Anwendung, mit der genomische Amplifikationen in Einzelzellen bestimmt werden können, soll aufbauend auf der Vorarbeit von Hoffmann/Pasch weiterentwickelt und evaluiert werden: als weitere Zielgene sollen EGFR, MET und FGFR1 etabliert werden. Durch Vereinfachung des Aufbaus, Kostensenkung, Verkürzung der Messzeit und Automatisierung soll eine bessere Eignung zum Einsatz in der Klinik erreicht werden.
Methoden: Für die Gene EGFR, MET und FGFR1 werden Hydrolysesonden/Primerpaare erstellt und auf ihre Eignung für eine Multiplex-Reaktion getestet. Die qPCR-Anwendung wird evaluiert mit Zelllinienzellen, deren Amplifikationsstatus mittels Fluoreszenz-In-Situ-Hybridisierung bestimmt wird. Zur Bestimmung des Amplifikationsstatus von einzelnen Zellen werden zwei Kollektive aus Lymphknotenzellen/Knochenmarkzellen von Patientenproben aufgestellt: Im "Normalzellkollektiv" befinden sich Zellen, die sich für die Marker EpCAM bzw. Zytokeratin nicht anfärben. Das "Tumorzellkollektiv" besteht aus Zellen von Patienten mit Nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom, die sich für die Marker EpCAM bzw. Zytokeratin stark anfärben. Ein Pipettierroboter wurde zur Eignung für die qPCR geprüft und die Pipettierung automatisiert. Alle Schritte zur Datenverarbeitung und Berechnung der Ergebnisse wurden weitgehend automatisiert und eine graphische Benutzeroberfläche programmiert.
Ergebnisse: Die Ergebnisse der qPCR-Anwendung korrelieren gut mit FISH-Ergebnissen (Pearson’s R: EGFR 0,94; MET 0,88; ERBB2 0,98; FGFR1 0,94). Der Aufbau als Dreifach-Multiplex senkt Kosten und Zeit auf etwa ein Drittel. Durch Automatisierung der Pipettierung und Datenverarbeitung ist die Anwendung unabhängig vom anwendenden Nutzer. Das Tumorzellkollektiv von 109 Zellen weist mit 19 % für EGFR, 16 % MET, 25 % ERBB2 signifikant mehr Amplifikationen auf als das Normalzellkollektiv mit 210 Zellen (jeweils 4-5% amplifiziert). In Adenokarzinomen beträgt die Prävalenz von Amplifikationen: 26 % EGFR, 20 % MET, 30 % ERBB2, 7 % FGFR1. Plattenepithelkarzinome weisen tendenziell häufiger Amplifikationen für FGFR1 auf: 5% EGFR, 8% MET, 14% ERBB2, 19 % FGFR1. (Unterschiede Adenokarzinom vs. Plattenepithelkarzinom jeweils nicht signifikant.) Im Vergleich von Punktionen von klinischem Status N1-2 zu N0 weisen Zellen aus N1-2 mit einer Prävalenz von 37 % signifikant häufiger Amplifikationen für EGFR auf, während N0-Zellen mit 22 % häufiger Amplifikationen für FGFR1 aufweisen. Bei 8 Patienten wurden Lymphknoten- und Knochenmarkzellen gleichzeitig gemessen. In 3 Patienten wurden die selben Amplifikationen sowohl in Lymphknoten- als auch Knochenmarkzellen gefunden.
Schlussfolgerung: Die vorgestellte qPCR-Anwendung eignet sich für einen klinischen Einsatz zur Bestimmung von Amplifikationen in Einzelzellen. Amplifikationen in einem Kollektiv aus Zellen von Patienten mit NSCLC decken sich soweit vergleichbar mit Literaturangaben