University of Hildesheim
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Die exotisierte Stadt : Kulturpolitik und Musikvermittlung im postmigrantischen Prozess
This dissertation sketches the interaction between music mediation, cultural policies, and identity construction in today’s complex societies. Likewise, this study reveals how a global transcultural youth culture is emerging and developing under the influence of institutional structures. The debates on migration, which have continued to flare up in Germany since the early 1990s, and which are dominated by defensive attitudes regarding what is «one’s own» and other segregating tendencies, show the need for counteracting these tendencies by uncovering the underlying «imagined intercultural identities». The analysis of the «othering» in discourses of multi- or interculturalism within the «dispositive of interculture» and its educational and political objectives demonstrates how one tries to present the «exotic other» as homogenous.
The ethnographic field study analyses how intercultural policies construct and label their target group through ascriptions of otherness, and, in doing so, uncovers which concepts of culture are applied by those responsible for intercultural projects and policies. Furthermore, it displays whether the attributed meanings and identities prove to be right at all.
The results of this analysis demonstrate how a «transcultural» perspective can reveal an alternative point of view in cultural policies. This leads to the conclusion that cultural politics should and need to adapt to the realities of today’s post-migrant social processes. A transcultural post-migrant perspective in cultural politics centers on interactions, crossroads and (contradictory) commonalities, without emphasizing segregating tendencies. Likewise, these features are regarded as advantages within globalized settings and can lead to policies that underline the promotion of post-migrancy as a part of normal life.Die Analyse der Wechselwirkungen von Kulturpolitik, Musikvermittlung und jugendlichen Identitätskonstruktionen im Spannungsfeld der durch Migration und andere Einflüsse wie die hohe Mobilität von Informationen globalisierten Komplexität heutiger Gesellschaften legt die Entstehung von Jugendkulturen am Beispiel Hamburg offen. «Imaginäre Identitätsmythen» als Repräsentationssystem der Interkultur werden analysiert und ihre Zuschreibungsmechanismen, ihr exotisierendes Othering offengelegt. Durch die Feldstudie werden die Perspektiven der Kultur- und Bildungspolitik und der freien Kulturträger mit den Perspektiven der Jugendlichen in Korrelation gebracht. Gefragt wird, ob der Blickwinkel der Kulturpolitik einschränkend oder fördernd auf Jugendliche wirkt, und ob er mit den kulturellen Bedürfnissen der Jugendlichen übereinstimmt.
Die Aktualität der Analyse liegt nicht zuletzt in der Brisanz segregierender Tendenzen im öffentlichen Meinungsklima in Bezug auf «Jugendliche mit Migrationshintergrund». Die Ergebnisse der Forschung liefern Empfehlungen, deren Umsetzung eine wünschenswerte, wenn nicht gar notwendige Adaption der Kulturpolitik an die Realitäten des heutigen postmigrantischen Gesellschaftsprozesses darstellt. Anstelle der Verfestigung von segregierenden Zuschreibungen Vorschub zu leisten, bietet eine solche transkulturelle Perspektive die Möglichkeit, Verflechtungen, Interaktionen und (auch widersprüchliche) Gemeinsamkeiten im globalisierten Kontext als Vorteil zu begreifen und sich der Ermöglichung von postmigrantischer Normalität zu verschreiben
Linguistische Leseprofile von Grundschülerinnen und Grundschülern zur Ermittlung basaler Lesestrategien
Im Rahmen einer qualitativen Studie wurden anhand von Lautleseprotokollen linguistisch basierte Leseprofile von 38 Schülerinnen und Schülern aus der zweiten und vierten Klasse erstellt. Anhand dieser Leseprofile werden basale Lesestrategien herausgearbeitet. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, inwieweit Grundschülerinnen und Grundschüler schriftsprachliche Strukturen beim Lesen nutzen, die nicht Teil der Vermittlungspraxis des gängigen Leseunterrichts sind.
Die linguistische Leseprofilanalyse wird analog zur linguistischen Profilanalyse (z.B. Crystal 1992; Clahsen 1986) konzipiert. Anhand der Analyse der linguistischen Leseprofile können Typenbildungen beim basalen Rekodieren beobachtet werden, die insbesondere für den Leseförderunterricht von Interesse sind.
Abschließend werden Hinweise zur Nutzbarkeit von linguistischen Leseprofilen im Unterricht gegeben
Die Entwicklung der Kartelltheorie zwischen 1883 und den 1930er Jahren : von internationaler Vielfalt zu Konvergenz
Cartel theory as a concept of analyzing industrial coalitions was founded in 1883 by the Austrian
Friedrich Kleinwächter. That theory had specific terms and was limited to Central Europe until WW I. Other cultural spheres had diverging concepts and diverging cognitive perspectives. There were theories on syndicates, combinations or trusts. Differences in economic culture hindered a unification of terms and theories till end of WW I. Since the middle of the 1890s German cartel theory went through several concept reforms and became more sophisticated in structure and logic than her counterparts. Until round about 1910 cartel theory arose (besides the American trust theory) to the most respected concentration theory. After WW I, there was much need for international cartels. The debates on that issue initiated by the International Economic Conference of 1927 were, since 1929, based upon the terminology of cartel theory. At the beginning of the 1930s, cartel theory had become standard, globally. The evident superiority of German cartel theory demonstrates, that German economics of the interwar period was not totally ‹retarded›, as today's German economists usually state. For the movement to a more and more ‹organized economy›, which actually came in the 1930s, with a comprehensive cartelization and state initiated regulation, German economics was better prepared than any economic science of any other nation state. Cartel know-how later was applied for the controlled economy of the Nazi regime.Die Kartelltheorie, die Lehre von der Kooperation zwischen Unternehmern der gleichen Branche, wurde 1883 vom Österreicher Friedrich Kleinwächter begründet. Diese Theorie mit ihren spezifischen Begrifflichkeiten war bis zum Ersten Weltkrieg im Wesentlichen auf den deutschsprachigen Raum begrenzt. Andere Kulturgebiete wie die Anglosphäre und die Romania hatten abweichende Terminologien und anders gelagerte Erkenntnisperspektiven: es gab dort Syndikats-, Kombinations- oder Trusttheorien. Differenzen in der Wirtschaftskultur verhinderten
bis nach dem Ersten Weltkrieg eine Verschmelzung der Begriffsfelder und Theorien. Ab Mitte der 1890er Jahre durchlief die deutschsprachige Kartelltheorie mehrere Begriffsreformen und gewann gegenüber ihren fremdsprachigen Pendants an Differenziertheit. Bis etwa 1910 war die Kartelltheorie (neben der amerikanischen Trustlehre) zur renommiertesten Zusammenschlusstheorie geworden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Bedürfnis nach internationalen
Kartellen vordringlich. Den von der Weltwirtschaftskonferenz des Völkerbunds 1927
angestoßenen Debatten darüber wurde ab 1929 die Terminologie der deutschen Kartelltheorie zugrundegelegt. Mit Eintritt in die 1930er Jahren war diese Lehre weltweit zum Standard geworden. Jene Anerkennung der deutschen Kartelltheorie macht deutlich, dass die deutsche Volkswirtschaftslehre der Zwischenkriegszeit keineswegs durchweg «rückständig» war. Für die Entwicklung hin zu immer mehr ‹Organisiertem Wirtschaften›, wie sie die 1930er Jahre mit ihrer umfassenden Kartellierung und staatlich initiierter Regulierung brachten, war sie besser vorbereitet als jede andere Nationalökonomie. Kartelltheoretisches Wissen ging später in die Lenkungswirtschaft des Dritten Reiches ein
post_PRESETS. Kultur, Wissen und populäre MusikmachDinge
Populäres Musikmachen hat heute seltener etwas mit Holzschlitztrommeln oder Streichinstrumenten zu tun, sondern vor allem irgendetwas mit elektrischem oder digitalem Daten-Strom. Kulturalisierte und rassistische Repräsentationen sind damit als Probleme aber keineswegs automatisch aus zeitgenössischer Musikproduktion und auch nicht aus den MusikmachDingen herausgerechnet – im Gegenteil: Johannes Ismaiel-Wendt zeigt, wie sich stereotype Voreinstellungen beispielsweise in Drum Machines, Digital Audio Workstations, Livelooping-Techniken, Urheberrechten oder in Erzählungen zur Geschichte von Electronic Dance Music ganz analog zu kolonialen und nationalen Denkrastern vererben. An Schnittstellen von Popular Music, Media, Science and Technology sowie Postcolonial Studies beschreibt der Autor beklemmende Momente, die mit den verwaltungsähnlichen Strukturen, Automatismen und Gestaltungsimperativen populärer Musikgeräte, -Software oder -diskurse einhergehen. Innerhalb der vermeintlich starren Regulationssysteme sowie Standardisierungen des Denkens hört Ismaiel-Wendt aber auch produktiv knisternde Entgleitungen und alternative Operationen der Theoriebildung
Chronologie der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters (8.-16. Jahrhundert)
Chonologisches Verzeichnis aller deutschsprachigen Werke des Mittelalters auf der Grundlage der im "Deutschen Literatur-Lexikon. Das Mittelalter" (2011-2016 erschienen, hrsg. von Wolfgang Achnitz) erfassten Titel, Autorinnen und Autore
Verzeichnis der mittelalterlichen Autorinnen und Schreiberinnen des deutschen Sprachraums
Verzeichnis aller im achtbändigen "Deutschen Literatur-Lexikon. Das Mittelalter" (2011-2016, hrsg. von Wolfgang Achnitz) verzeichneten Schreiberinnen und Autorinnen aus dem deutschsprachigen Raum und jener Autorinnen, die im deutschsprachigen Raum während des Mittelalters stark rezipiert worden sin
Evaluation von Übersetzungsentscheidungen in der intralingualen Übersetzung: Nachrichten in Leichte Sprache
Texte lesen und verstehen zu können ist eine wichtige Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Täglich werden wir mit Texten konfrontiert, die schwierig zu verstehen sind. Dazu gehören zum Beispiel die Installationsanleitung des neuen Kühlschranks, welche ohne Bilder nur schwer verständlich ist oder die aktuellen Nachrichtentexte, die durch viele Fachwörter geprägt sind (vgl. AICHELE 2014: 20). Leichte Sprache dient als Möglichkeit, schwierige Informationen in eine leicht verständliche Sprache zu übersetzen. Die Übersetzung von Informationen in Leichte Sprache stellt eine große Herausforderung dar (vgl. ZEHRER 2014). Daher sollte dieses durch professionelle Übersetzer1 erfolgen, die aus wissenschaftlicher Sicht als Textexperten gelten.
Die vorliegende Bachelorarbeit führt eine textlinguistische Evaluation von Übersetzungsentscheidungen durch. Anhand einer exemplarischen Analyse am Beispiel einer Nachrichtenübersetzung in Leichte Sprache wird den Fragen nachgegangen, ob die Übersetzungsentscheidungen den Regeln der Forschungsstelle Leichte Sprache entsprechen und an welchen Stellen die Übersetzung optimiert werden kann.
Von der üblichen Zweiteilung in Theorie und Praxis wird in der vorliegenden Bachelorarbeit Abstand genommen, um den Umfang der Arbeit zu komprimieren. In den ersten beiden Kapiteln wird der theoretische Rahmen der Leichten Sprache und des Übersetzens in Leichte Sprache vorgestellt. Dem folgt ein Kapitel, in dem das methodische Vorgehen der Analyse in die empirische Anwendung integriert wird. Mittels der Analysemethode von ADAMZIK (2010) werden die Schwierigkeiten eines Ausgangstextes2 herausgearbeitet und den Übersetzungsentscheidungen in Leichter Sprache gegenübergestellt.
Ergänzend dazu werden theoretische Grundlagen aus ADAMZIK (2008) BRINKER (2005) und NORD (2003) sowie theoretische Ansätze aus HORSCH, OHLER und SCHWIESAU (1996) herangezogen. Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse, die sich aus der Kombination zweier Methoden für Leichte Sprache ergeben, kurz zusammen
Interkulturelle Kompetenz im Schulsport : Sportlehrer/innen mit Migrationshintergrund im Spannungsfeld von bildungspolitischen Erwartungen und schulischer Realität
Die vorliegende Arbeit versucht daher einen empirischen Beitrag in der ambivalenten Diskussion um interkulturelle Kompetenz in der Schule zu leisten und im Zuge dessen besonders die Rolle von Lehrkräften mit Migrationshintergrund zu beleuchten. Die relativ neuen Forschungsbemühungen um diese exklusive Lehrerklientel sollen dabei um eine fachspezifische Perspektive erweitert werden, indem erstmals auch der Schulsport in den Diskurs eingebracht wird. Denn gerade der Sport bietet vermeintlich vielfältige Möglichkeiten eine integrative Wirkung zu entfalten, die als weitere Bildungsanlässe genutzt werden könnten. Anknüpfend an bildungspolitische Forderungen zur Erhöhung der Anzahl an Lehrkräften mit Migrationshintergrund und die antizipierten ethnisch-integrativen Wirkungen des Sports an sich, kann somit davon ausgegangen werden, dass gerade Sportlehrer/innen mit Migrationshintergrund in doppelter Weise den bestehenden Schieflagen im Bildungssystem begegnen können.
Doch treffen diese Annahmen zu? Wie nehmen Sportlehrkräfte mit Migrationshintergrund ihre schulische Rolle bzw. ihre schulische Realität wahr? Sind sie sich den bestehenden bildungspolitischen Forderungen bewusst und wenn ja, wie versuchen sie diese im schulsportlichen Alltag umzusetzen?
Diesen Fragen soll in der folgenden Arbeit begegnet werden
Elternberatung in der Therapie von Lese- und Rechtschreibstörungen
Dyslexia is a developmental disorder that is characterised by children’s difficulties in learning to read and/or spell despite age appropriate cognitive abilities and regular school attendance. Children with dyslexia are at risk of developing comorbid secondary disorders. Therefore, they are not only in need of specific therapy in reading and writing but also require support for their social-emotional development through their direct social environment. Consequently, a multi-modal therapy with parental participation seems indispensable, as is the case with other disor-ders during childhood and adolescence. In addition, studies show that parents of dyslexic chil-dren are often stressed to a higher extent and lack information concerning the child’s disorder and the treatment options. Furthermore, the use of parents as co-therapists has great potential to promote abilities in reading and writing in children with dyslexia. In addition studies on children with and without developmental disabilities show positive effects of parent training on parents’ stress and competencies as well as on their child’s behavior problems. There is little research focusing on the extent to which dyslexia therapists, teachers, physicians, and other professionals involve parents and counsel them in dealing with dyslexia. Furthermore there is a lack of standardised and evaluated programs for German speaking countries that meet the needs of this special target group of parents of dyslexic children. This need for research was the basis of the recent research project. The first aim within this research was to gain infor-mation regarding counselling and participation of parents during their child’s dyslexia therapy. Secondly, it aimed at developing and evaluating a tailored group-based parenting program for parents of children with dyslexia. This program intended to reduce parenting stress and enhance competencies in dealing with dyslexia as well as reduce behavior problems of the child. The evaluation focused on investigating participants’ satisfaction with the program, achievement of personal goals, and effects on parenting stress and competencies as well as the child’s be-havior. The findings of four studies shall provide information about the counselling of parents with dyslexic children and deliver an evidence based group program that can be used by practitioners.Der Terminus Lese-Rechtschreibstörung umfasst ein Entwicklungsdefizit schulischer Fertigkeiten, bei dem es Kindern trotz altersentsprechender kognitiver Fähigkeiten und regelmäßiger Beschulung besonders schwer fällt, Lesen und/oder Schreiben zu lernen. Da betroffene Kinder Gefahr laufen, zusätzliche komorbide Störungen auszubilden, bedürfen sie nicht nur einer gezielten Übungsbehandlung sondern auch einer Unterstützung der sozial-emotionalen Entwicklung durch ihr unmittelbares soziales Umfeld. Eine multimodale Therapie des Kindes mit Einbezug der Eltern scheint daher unverzichtbar. Zudem zeigen Studien, dass Eltern lese-rechtschreibschwacher Kinder einen hohen Informationsbedarf in Bezug auf das Störungsbild des Kindes und dessen Behandlungsmöglichkeiten aufweisen und sich insgesamt stärker belastet fühlen. Darüber hinaus besitzt der Einsatz von Eltern in der Funktion als Ko-Therapeuten großes Potenzial für die Förderung der schriftsprachlichen Fähigkeiten von Kindern mit Lese-Rechtschreibstörung. Weiter zeigen sich sowohl bei Kindern ohne als auch bei jenen mit Entwicklungsstörungen positive Effekte von Elterntrainings auf elterliche Belastungen, Kompetenzen sowie Verhaltensauffälligkeiten der Kinder. Inwiefern Eltern durch Therapeuten, Lehrer, Ärzte oder andere Fachleute beraten und praktisch angeleitet werden, ist bisher kaum erforscht. Auch ist kein evidenzbasiertes deutschsprachiges Programm bekannt, dass dem Be-darf dieser spezifischen Zielgruppe von Eltern entspricht. Diese Forschungsdesiderate bilden die Ausgangspunkte für die in dieser Dissertation untersuchten Fragestellungen. Einerseits soll ein erster Eindruck in Hinblick auf Beratung und Partizipation von Eltern im Rahmen der Lese-Rechtschreibtherapie gewonnen werden. Anderseits kann mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse der Entwicklung und Evaluation eines spezifischen Elterngruppenprogramms Vor-schub geleistet werden. Dieses Programm zielt zum einen auf die Belastungsreduktion und Kompetenzstärkung seitens der Eltern sowie zum zweiten auf eine Minderung von Verhaltensproblemen auf Seiten der Kinder ab. Im Fokus der Wirksamkeitsprüfung stehen neben der Teilnehmerzufriedenheit und der Erreichung persönlich definierter Ziele die Effekte auf die elterliche Belastung und Kompetenz sowie das Verhalten des Kindes. Die aus insgesamt vier Studien gewonnenen Erkenntnisse sollen Hinweise über den derzeitigen Beratungsstand der Eltern von Kindern mit Lese-Rechtschreibstörung liefern und gleichzeitig ein evidenzbasiertes Beratungsangebot für die Praxis bereitstellen
Chancen für Interkulturelles Lernen im Geographieunterricht durch Migrationsbewegungen? Ergebnisse einer qualitativen Studie
Migration – does this include chances for intercultural learning in geography lessons? Modern media and affordable trips abroad have made the world population come closer together. Also, greatly increased international migration has aided in the growth of multicultural societies. Therefore, intercultural learning is an important, if not absolutely necessary approach to support the understanding between people from different cultures. Mutual understanding reduces social concerns which go along with multiculturalism, divergent opinions, and values or ways of life. For decades, geography lessons included varieties of cultures and countries. That is why this subject is ideal not only to teach students geographical know-how but to also strengthen their awareness for diverse moral concepts through intercultural learning. Hence, students are able to act confidently and adequately in intercultural settings. Due to this geography lessons are the perfect place to implement intercultural learning. But what is it like in reality? This question is being answered in the following qualitative evaluation. For this, nine geography teachers have been surveyed in seven guideline-based interviews. The hypothesis says that intercultural learning only plays a minor role in geography lessons. Furthermore, many teachers do not know much about this topic and cannot meet the demands of intercultural learning and multicultural classrooms. This hypothesis has been confirmed by this study.Nevertheless, the study also allows us to conclude that international migration positively affects geography lessons and promotes intercultural learning. This is an opportunity which can be used if there would be more suitable teacher training programs as well as updated curricula.Migrationsbewegungen – eine Chance für Interkulturelles Lernen im Geographieunterricht? Nicht nur durch moderne Medien und preiswerte Reisen ins Ausland rückt die Weltbevölkerung immer weiter zusammen - auch durch stark gestiegene Migrationsbewegungen wird unsere Gesellschaft zunehmend multikultureller. Interkulturelles Lernen stellt deswegen einen bedeutenden, wenn nicht sogar einen notwendigen Ansatz dar, um das Verständnis zwischen Menschen verschiedenster Kulturen zu fördern. Gesellschaftliche Probleme, die mit der Multikulturalität und den divergierenden Wertevorstellungen einhergehen, werden durch das gegenseitige Verständnis reduziert. Im Geographieunterricht werden seit jeher verschiedene Kulturen und Länder thematisiert. Dieses Fach ist deshalb optimal geeignet, den Schülern durch Interkulturelles Lernen nicht nur geographisches Fachwissen sondern auch das Bewusstsein für andere Wertvorstellungen und Sitten zu vermitteln. Damit sind die Schüler in der Lage, in interkulturellen Kontexten adäquat und souverän zu handeln. In der Theorie bietet der Geographieunterricht einen idealen Ort, um Interkulturelles Lernen umzusetzen. Wie aber sieht es tatsächlich im praktischen Unterricht aus? Dieser Frage wurde im Rahmen einer qua-litativen Evaluationsstudie mittels sieben leitfadengestützter Interviews mit Erdkundelehrkräften nachgegangen. Die Hypothese, dass Interkulturelles Lernen bisher im Geographieunterricht nur eine untergeordnete Rolle spielt und viele Lehrkräfte bezüglich dieser Thematik unwissend oder gar überfordert sind, wurde bestätigt. Dennoch lässt die Studie den Schluss zu, dass sich die Zuwanderung von Migranten positiv auf den Geographieunterricht auswirkt und Interkulturelles Lernen fördert. Durch geeignete Weiterbildungsmaßnahmen der Lehrkräfte und aktualisierte Rahmenrichtlinien kann diese Chance genutzt werden