University of Hildesheim
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"Den Stein ins Rollen bringen". Welche Unterstützungsmöglichkeiten für Angehörige gibt es und wie lässt sich die Kommunikation aller Beteiligten verbessern?
Im Laufe der Beschäftigung mit dem Thema Kommunikation ergaben sich in der Hildesheimer Gruppe einige zentrale Erkenntnisse. Kommunikation, egal ob mit dem Partner, in der Familie oder am Arbeitsplatz, ist nicht starr, sondern verändert sich immer wieder. Ganz unterschiedliche Faktoren wie die momentane emotionale Situation oder das eigene Stresslevel haben einen Einfl uss darauf, wie man kommuniziert. Das Gegenüber reagiert dann wiederum auf das eigene Kommunikationsverhalten, im Positiven wie im Negativen. Durch diese Reaktion eröffnet sich aber auch immer wieder die Chance eingefahrene Kommunikationsmuster zu verändern. Dafür ist es allerdings ganz entscheidend überhaupt in der Kommunikation zu bleiben. Verschiedenste Hilfsmittel und Techniken (u.a. Kommunikation über Briefe, Berücksichtigung einiger Regeln guter Kommunikation) können dabei unterstützen. Welche das jeweils sein können, hängt sowohl vom eigenen Kommunikationstyp als auch von dem des Gegenübers ab. Das einstimmige Fazit der Gruppe war, dass Beziehungen von Kommunikationen leben und es sich daher auf jeden Fall lohnt auszuprobieren, mit welchen Techniken, Hilfsmittel oder Strategien Kommunikation aufrecht erhalten oder wieder hergestellt werden kann
Lokalisierung in internationalen Bildungsvergleichsstudien aus informationswissenschaftlicher Sicht. Herausforderungen, Übersetzungen, Prozesse
The present study deals with the interplay between information needs and supplied information, and information producers and users in a complex information process. The concept of information ecology is used to analyze these interdependencies for the localization process of an international large-scale assessment study by the OECD, PIAAC (Programme for the International Assessment of Adult Competencies). These studies measure the competencies of a population by tests. To compare the results across countries, localization (which is translation and adaptation of one test into another language) is crucial and aims at comparability of test results between participating countries. The present study analyzes the information needs of localization players in PIAAC and its interdependencies with the information provided.
In a first step, scientific findings regarding theories and strategies of translators are presented. In a second step, it is traced how quality control measures were developed for the localization of test items, in particular for studies like PIAAC. These measures were initially developed by psychologists, and at this stage do not seem to include state of the art theories of translation science. It is assumed that this leads to a mismatch regarding information provided and information needs.
The empirical work of the present study is based on these findings. The PIAAC information environment and processes are qualitatively analyzed. This analysis uses triangulation of data: PIAAC documents, information systems, and semi-structured qualitative interviews with localization players. The results show that information deficits arise during the localization of PIAAC test items (for example, as there are not enough empirical findings regarding which parts of a translated test item cause bias). It is also shown that players do not use information technology if it proves too much of a hurdle for them. The information provided to translators influenced their translation strategies and choices, and they tended to attach a disproportionate level of importance to such information at the expense of their own competence, potentially due to lack of experience with this kind of translation task (e.g. translating test items). These findings resulted in a list of recommendations for future localization processes, emphasizing the role of information management in minimizing information insecurity.
The findings provide a detailed picture of a complex information process and of the interplay between information provided, information user and information needs. This is shown within one example of information ecology, but the findings may be used for further considerations regarding information needs, for example by giving stronger consideration to the information source, and to the status and role of the information user.Die vorliegende Untersuchung thematisiert das Beziehungsgeflecht von Informationsangebot, Informationsbedürfnis und Informationsbedarf in einem Informationsprozess. Für die Untersuchung dieser Zusammenhänge wurde auf das Konzept der Information Ecology zurückgegriffen, in der die Akteure, die Arbeitsanforderungen und die Informationsumgebung verortet sind. Das Fallbeispiel besteht aus dem Lokalisierungsprozess der internationalen Bildungsvergleichsstudie PIAAC (Programme for the International Assessement of Adult Competencies) der OECD. Bei diesen Studien werden durch Testung Erkenntnisse zum Kompetenzniveau einer Population gesammelt. Dafür unabdinglich ist die Lokalisierung, also die Übersetzung und Anpassung der Testaufgaben, mit denen die Vergleichbarkeit der Testergebnisse zwischen Ländern angestrebt wird. Die vorliegende Untersuchung thematisiert, welchen Informationsbedarf die PIAAC-Akteure bei der Lokalisierung haben und in welchem Zusammenhang die Informationsumgebung mit ihrem Informationsangebot zu diesem Bedarf steht. Dafür wurde in einem ersten Schritt herausgearbeitet, welche Theorien und Strategien seitens der Fachgemeinschaft der Übersetzer in den Lokalisierungsprozess eingebracht werden. In einem zweiten Schritt wurde die von Psychologen geprägte historische Entwicklung der Lokalisierungsprozesse für Bildungsvergleichsstudien herausgearbeitet. Es zeigte sich, dass sich aktuelle translatorische Erkenntnisse nicht in den Qualitätskontrollprozessen von internationalen Bildungsvergleichsstudien wiederfinden. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wurden im empirischen Teil der vorliegenden Arbeit die Informationsprozesse von PIAAC anhand der PIAAC-Dokumente, der bei PIAAC eingesetzten Informationssysteme und anhand von leitfadengestützten qualitativen Interviews mit 20 Lokalisierungsakteuren ausgewertet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es bei der Lokalisierung von Test-Aufgaben informationelle Defizite gibt (etwa weil Erkenntnisse dazu fehlen, wie Test-Aufgaben vergleichbarer Schwierigkeit in verschiedenen Sprachen erstellt werden können). Es zeigte sich, dass Vorgaben zur Umsetzung des Lokalisierungsprozesses umgangen wurden, wenn sich diese als nicht praktikabel herausstellten. Das Informationsangebot zur Lokalisierung spielte für einige Übersetzer eine größere Rolle als die eigenen Erfahrungen und Übersetzungsstrategien, wohl aufgrund der eigenen Unerfahrenheit mit dem Übersetzungssauftrag. Diese Erkenntnisse mündeten in einer Liste von Empfehlungen für zukünftige Bildungsvergleichsstudien. Die gewonnen Erkenntnisse liefern ein facettenreiches Bild eines komplexen Informationsprozesses. Die verschiedenen Wechselwirkungen wurden durch die Verortung der Fragestellung in eine konkrete Information Ecology deutlich, aber könnten in zukünftige Überlegungen zum Informationsbedarf eines Benutzers einfließen, etwa indem die Informationsquelle, der Status und die Rolle des Informationsbenutzers stärker berücksichtigt werden
Beschulung von neu in das niedersächsische Bildungssystem zugewanderten Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe 1
Damit neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler (SuS) an Bildung teilhaben können, werden sie in Niedersachsen parallel, teil-integrativ und integrativ beschult. Wie kann eine Beschulung konfiguriert sein, die Integration befördert, Teilhabe am Unterricht umsetzt und bei der das Unterrichtsmedium effektiv angeeignet wird? Dafür wurden in einer querschnittlichen Pilotstudie 28 SuS und 30 Lehrkräfte und Schulleitungen von sieben Best-Practice-Schulen an unterschiedlichen Standorten in Niedersachsen befragt. Die SuS wurden im Hinblick auf ihren Wortschatz mit einer Schreibaufgabe und einem standardisierten Bildbenennungstest untersucht. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer intensiven Sprachlerneingangsphase. Sie sprechen dafür, dass eine gute Bildungspolitik sich durch flexible Möglichkeiten der Umsetzung kennzeichnet und den Schulen Freiräume schafft.
Der Anhang zu diesem Bericht findet sich unter https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:hil2-opus4-766
Cultivating Psychological Determinants of Flow through Autonomy-Supportive Cognitive-Behavioural Training
In educational contexts, the deep and intrinsically rewarding engagement characteristic of being in flow is invaluable to the learning process. In addition to contributing to flourishing, psychological growth and development, flow is directly related to the frequency with which a student will actively vie to continue to use and extend their highest skills. A comprehensive framework delineating how to systematically cultivate flow would prove indispensable to those who aspire to optimise their performance or facilitate this strength in others. Still, little research has examined a systematic means of actively nurturing autonomous forms of motivational regulation to engage and the psychological strengths which underlie and promote flow in academic learning contexts. Therefore, the main objective of this small-scale descriptive pilot study was to ascertain the extent to which student-athletes could learn to wilfully cultivate dispositional flow states. It was presupposed that autonomy-supportive cognitive-behavioural training in a collaborative learning environment could in fact facilitate the process. The endeavour was thus approached by establishing a multimodal cognitive-behavioural training program designed to systematically cultivate the nine dimensions of flow. The study adhered to an explanatory sequential mixed methods research design. Thus, the 13 sport science students (four females and nine males) participating in the 12-week seminar completed pretest/posttest dispositional assessments of their locus of motivational regulation, their use of cognitive-behavioural performance enhancement strategies, and flow. In addition, six months subsequent to the intervention, structured interviews were conducted with a subset of the cohort and a thematic analysis of the resultant data set was conducted in an effort to both further interpret and elucidate the results yielded from the quantitative data set. Although the psychometric test findings did not yield unequivocal results, they demonstrated posttest increases in students’ intrinsic motivational regulation as well as their use of self-talk, activation, imagery, and attention control strategies. Finally, while all but two student-athletes reported an increase in their general propensity to experience unidimensional flow, unvarying results were not yielded across the multidimensional measures thereof. However, the thematic analysis provided evidence that the student-athletes believed that if employing performance strategies including a systematic goal setting process, arousal regulation, imagery, and self-talk, one can in fact cultivate flow if one wants to. Therefore, this study contributes to scholarship pertaining to understanding how to deliberately promote flow in similar higher learning contexts
Die deutschsprachige Literatur des Mittelalters in Zahlen
Quantitative Auswertung der deutschsprachigen Literatur nach Themenkreisen und Gattungen auf der Grundlage aller im achtbändigen "Deutschen Literatur-Lexikon. Das Mittelalter" (2011-2016 erschienen, hrsg. von Wolfgang Achnitz) verzeichneten Werke, Autorinnen und Autore
Sprachliche Gestaltung figuraler Kinesik in Audiodeskriptionen – eine kontrastive Analyse anhand von Historienfilmen in deutscher und französischer Sprache
National und international setzen sowohl Rundfunkanstalten als auch Filmproduzenten vermehrt auf Audiodeskriptionen, um blinden bzw. sehbeeinträchtigten Personen zu ermöglichen, visuelles Geschehen besser zu erfassen. Seit der Jahrtausendwende haben sich dahingehend in mehreren europäischen Ländern Standardisierungen für akustische Bildbeschreibungen etabliert, die jedoch in ihrer Ausgestaltung sowohl inhaltlich als auch sprachlich verschiedene Schwerpunkte setzen.
Wurden ausgehend vom Deutschen in den vergangenen Jahren bereits kontrastive Sprachbetrachtungen zum Englischen, Spanischen und Finnischen im Rahmen ausgewählter Filme vollzogen, so schließt die vorliegende Arbeit eine Forschungslücke, da die sprachlich-stilistische Umsetzung und der sprachlich-stilistische Vergleich einer deutschen und einer französischen Audiodeskription im Rahmen zweier Historienfilme (Nebel im August/La Rafle) untersucht werden.
In der Analyse geht es darum, die Gegenstandsbereiche der Kinesik (Motorik, Taxis, Haptik, Lokomotorik) allumfassend und kriteriengeleitet zu behandeln. Ausgangspunkt ist stets die Frage, wie die Kategorien der Form (Welche grammatische Struktur/welche Lexik findet Anwendung?) und der Funktion (Was soll mit der grammatischen Struktur/der Lexik ausgesagt werden?) in Verbindung zu setzen sind. Auf dieser Basis werden der Satzbau nach dem grammatischen Prinzip und dem Grad der Mitteilungsperspektive (Informationsstrukturierung und -segmentierung) untersucht sowie die Spielarten der modalen Adverbialbestimmung insbesondere bei der Wiedergabe der Subjekthaltung im deutsch-französischen Vergleich näher betrachtet
Museen "inklusiv" gestalten. Wissenschaftliche Evaluation von Maßnahmen für eine barrierefreie Museumsgestaltung am Beispiel der neueröffneten Dauerausstellung "MUSEUM DER SINNE - Kultur- und Erdgeschichte barrierefrei erleben!" im Roemer- und Pelizaeusmuseum Hildesheim
Durch das Engagement und die fachliche Unterstützung von regionalen Behindertenvereinen und -verbänden, sozialen Einrichtungen und universitären Arbeitsgruppen konnte im März 2014 die deutschlandweit einmalige barrierefrei gestaltete und inklusiv vermittelnde Dauerausstellung MUSEUM DER SINNE. Kultur- und Erdgeschichte barrierefrei erleben! im Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim (RPM) eröffnet werden. Die Ausstellung lädt alle BesucherInnen dazu ein, die kultur- und erdgeschichtlichen Schwerpunktthemen des Museums auf multisensorische und interaktive Weise selbstständig zu erfassen. Die umfangreichen Maßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit und inklusiver Kulturvermittlung machen die Ausstellung für die unterschiedlichsten Besuchergruppen mit und ohne Behinderung gemeinsam erlebbar.
In Kooperation mit WissenschaftlerInnen und Studierenden der Arbeitsgruppe Neurodidaktik des Instituts für Psychologie der Stiftung Universität Hildesheim wurde das Dauerausstellungsprojekt einer zusammenfassenden und bilanzierenden Evaluation unterzogen. Alle Ergebnisse dieser Studie sind in der vorliegenden Publikation zusammengefasst. Sie soll Museen und Kultureinrichtungen als Handreichung und wertvolle Hilfestellung bei der Umsetzung eigener barrierefrei gestalteter und inklusiv vermittelnder Ausstellungsprojekte dienen
Leichte Sprache. Sag es einfach. Sag es laut! Praxisbeispiel Salzburg Museum
Dieses Buch behandelt Leichte Sprache im Museum. 2016 haben wir eine Ausstellung gemacht. Bei dieser Ausstellung haben wir erstmals Leichte Sprache verwendet. Die Ausstellung hat im Salzburg Museum stattgefunden. Wir haben die Texte in leichter Sprache geschrieben. In diesem Buch erzählen wir vom Projekt mit Leichter Sprache. Wir beschreiben unsere Gedanken und Ziele. Wir erklären die Umsetzung. Wir haben durch das Projekt viel gelernt. Diese Erfahrung geben wir nun weiter. Leichte Sprache ist im Museum selten. Dem Salzburg Museum ist Leichte Sprache aber wichtig. Der Universität Salzburg ist Leichte Sprache auch wichtig. Darum arbeiten das Museum und die Universität zusammen.In Zukunft werden auch andere Museen Leichte Sprache anwenden. Unser Buch hilft dann den Museen
Die Darstellung der Evolutionstheorie in deutschsprachigen Zeitungen und Nachrichtenmagazinen. Eine Analyse der Veröffentlichungen im Darwinjahr 2009
Aus Anlass des Darwinjahres 2009, das den 200sten Geburtstag des Natur-forschers Charles Darwins feierte und gleichzeitig dessen Hauptwerk zur Evolutionstheorie nach 150 Jahren gezielt in den Mittelpunkt des öffentli-chen Interesses rückte, entstand die Idee zu der vorliegenden Arbeit.
Als Einstieg in das Thema wurde in zwei Kapiteln das Verständnis zum Thema Evolutionstheorie als solche aufgebaut und auf die historischen Bedingungen bei ihrer Veröffentlichung eingegangen. Es wurde im Hauptteil der Arbeit untersucht, wie die populäre deutschsprachige Presse das Thema Evolutionslehre rund um das Darwinjahr beschreibt und kommentiert. Als Quellen wurden überregionale Zeitschriften und Magazine mit relativ hoher Auflage ausgewählt. Die Recherche wurde begrenzt auf die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die Süddeutsche Zeitung, die Welt und die ZEIT, dazu die Magazine Spiegel und Focus. Alle sieben Printmedien verfügen über eine parallele elektronische Version im Internet, was die Quellenaufrufe wesentlich vereinfachte. Es wurden im Beobachtungszeitraum 2009 über alle sieben Periodika hinweg 300 Beiträge gefun-den, die das Thema Darwin/Darwinjahr behandelten
Erzählte Kindheitserfahrungen Von der Skeptischen Generation bis zur Generation Fragezeichen
Die (west-)deutsche Geschichte aufgreifend, gingen Bachelor-Studierende der Universität Hildesheim in einem zweisemestrigen Methodenseminar der Frage nach, inwieweit der historische Strom der letzten 100 Jahre verbindende Kindheitserfahrungen von aufeinanderfolgenden Generationen ermöglicht. Sie rekonstruierten kindheitsspezifische Selbst- und Lebensbeschreibungen einzelner Generationsangehöriger und fragten danach, wie historische Modernisierungseffekte Kindheiten präg(t)en und veränder(te)n. In der Zusammenschau der verschiedenen Artikel bietet der Band einen gehaltvollen Überblick über Kindheit im historischen Wandel