University of Hildesheim
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Jeder Papierfall (k)ein Realfall? – Zum Verhältnis von Fallverstehen und Forschendem Lernen im Kontext kindheitspädagogischer Hochschullehre
Im Beitrag wird sich mit dem Verhältnis von Fallverstehen und Forschendem Lernen in der kindheitspädagogischen Hochschullehre auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang wird zunächst gefragt, wie Lehr-Lernformate der kindheitspädagogischen Qualifizierung derart konkretisiert werden könnten, dass sie verdeutlichen, dass die Frage, was der Fall sei, immer auch von der jeweils spezifischen, disziplinären und methodischen Perspektive abhängt. Es wird dafür sensibilisiert, dass dieser Kontext stets mit zu reflektieren ist und erörtert, inwiefern eine damit einhergehende Mehrperspektivität in Lehr-Lernformaten berücksichtigt werden kann. Um ferner dem Anliegen der Konkretisierung einer kindheitspädagogischen Didaktik der Lehrenden beizukommen, wird nach den Funktionen des Fallverstehens gefragt, werden Varianten für die kasuistische Lehre vom Fall ausbuchstabiert und Überlegungen angeführt, wie diese Varianten sinnvoll an hochschuldidaktische Formate fallorientierten Lehrens und Lernens in der kindheitspädagogischen Qualifizierung angeschlossen werden könnten. Der Beitrag schlägt diesbezüglich auch konkrete Nutzungsweisen der Plattform-Materialien der Fallzentrale vor
Der Einfluss von Mobilitätstraining auf die myofaszialen Strukturen des Rückens und der Extremitäten
Gymnastische Bewegungsprogramme sind Gegenstand vieler Aufwärm-, Regenerations- oder auch Belastungskompensations-Trainings. Im Fitness- und Präventionssport machen sie komplette Übungsprogramme aus. Myofasziale Dysbalancen prädisponieren zu Schädigungen der Weichteile, der Wirbel- und Körpergelenke sowie der Bandscheiben. Es gibt Hinweise, dass Bewegungsprogramme (Kraft- und Dehnungsprogramme) zur Vorbeugung von Verletzungen vorteilhaft sind. Diese Studie überprüft die Wirkung eines 30-minütigen Mobilitätstraining auf die Myofaszie des Rückens und der Extremitäten. Der Interventionszeitraum überdauerte 12 Wochen. Analysiert wurde die Veränderung des Bewegungsumfangs der Gelenke (ROM) an 27 Messbereichen, die Gewebesteifigkeit an 22 Messbereichen mit der Scherwellen Elastografie (SWE - large area shear wave elastopgraphy), die Druckschmerzschwellenveränderung (PPT) an zwei Körperregionen und die Veränderungen der subjektiven Befindlichkeit für Schmerz, Verspannung und Missempfindung. Die Stichprobe bildete eine Kohorte des Landeskriminalamtes, das SEK Niedersachsen. Die Analyse der Ergebnisse basiert auf dem aktuellen Forschungsstand zum faszialen System. Bisherige Studien an der Myofaszie erfolgten in vitro, an Tiermodellen und in der pathologischen humanen Anatomie. Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, Erklärungsmodelle für die Wirkung von Bewegung auf die Myofaszie am lebenden Menschen zu finden. Für dieses Verfahren wurden sechs Basistechniken für die Bewegung entwickelt. Die aus der Studie resultierenden Ergebnisse und Schlussfolgerungen könnten zukünftig helfen frühzeitige Diagnosen für myofaszialen Dysbalancen zu stellen und die daraus resultierenden Schmerzen sowie Funktionsstörungen zu vermeiden. Darüber hinaus ließen sich neue Strategien in der präventiven Sport- und Bewegungstherapie ableiten
Das größte Übel der Menschheit
Der Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) gilt für Deutschland hauptsächlich als genialer Naturforscher und Abenteurer, dabei reichte sein Wirkungsfeld weit über die Grenzen Europas hinaus. Sein wissenschaftliches Gesamtwerk gründet sich auf mehrjährige Forschungsreisen, durch die er nach Lateinamerika, in die Vereinigten Staaten und nach Zentralasien gelangte. Durch seine Feldstudien in den Bereichen Astronomie, Botanik, Chemie, Geologie, Klimatologie, Mineralogie, Ozeanographie, Physik, Vegetation und Zoologie hinterließ er ein reiches Schrifttum und korrespondierte zudem mit zahlreichen international renommierten Experten verschiedenartiger Fachrichtungen.
Diese Arbeit widmet sich speziell der jüngst aufgekommenen Debatte, wie die Rolle Alexander von Humboldts in der Frage des Kolonialismus und der Sklaverei zu beurteilen ist. Der Fokus liegt auf einer Untersuchung der Kritik am Kolonialismus und der Sklaverei in Südamerika im Reisewerk von Humboldts. Es geht um den Umgang mit der indigenen Bevölkerung und den afrikanischen Sklaven sowie Begegnungen, die prägenden Einfluss auf seinen weiteren Werdegang hatten. Weiterführend wird Fragestellungen nachgegangen, inwiefern die Kritik am Kolonialismus und der Sklaverei ein Einzelfall im ausgehenden 18. und 19. Jahrhundert war, ob von Humboldt als Wegbereiter der Unabhängigkeitsbewegung in Südamerika gesehen werden kann und er selbst auch Kolonialist war
Das Phänomen Sampling
Die Begriffe Sampling und Sample verweisen in musik- und klangbezogenen Kontexten auf überaus Unterschiedliches. Der vorliegende Band beleuchtet die Entwicklung der Diskurse um diese Begriffe, analysiert instrumentale Sampling-Prozesse und reflektiert die Sampling-Praxis als künstlerischen
Forschungsprozess. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:
Wie hat sich das Verständnis von Sampling und Samples gewandelt? Wie vermittelt sich Sampling durch die instrumentale Praxis? Inwiefern prägt die individuelle künstlerische Sampling-Praxis die Wahrnehmung von Sampling? Diese Fragen werden anhand von Beispielen und Diskursanalysen thematisiert. So zeigt etwa die Analyse konkreter Anwendungen, wie das Interface-Design von Instrumenten das Verständnis von Sampling beeinflusst. Auch ein eigenes Softwaretool des Autors wird in diesem Zusammenhang reflektiert.
Der Ansatz möchte eine Alternative zur bislang vorherrschenden Praxis bieten, welche die Begriffe Sampling und Sample durch neue Definitionen immer weiter auszudifferenzieren sucht und als exklusive Fachbegriffe etabliert. Sein Ziel ist es, Sampling in einer möglichst nachvollziehbaren und anschlussfähigen Annäherung in den verschiedensten Facetten darzustellen und zu diskutieren
Das Recht junger Menschen auf analog-digitale Teilhabe verwirklichen – Empfehlungen für stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Internate
Die Digitalisierung der Kinder- und Jugendhilfe wird bereits seit Jahren gefordert. Fachkräfte, Träger und Politik sind dazu angehalten, sich mit den damit verbundenen Potenzialen und Herausforderungen auseinanderzusetzen. Ausgangspunkt dessen ist die Anerkennung der hohen Bedeutung, die digitale Medien für die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in allen Lebensbereichen und für ihre persönliche Entwicklung haben.
Das BMBF-geförderte Projekt DigiPäd 24/7 der Universität Hildesheim und der TH Köln hat untersucht, wie in Erziehungs- und Eingliederungshilfeeinrichtungen sowie Internaten in Deutschland der analog-digitale Alltag erlebt und gestaltet wird. Gefragt wurde dabei sowohl nach den Wahrnehmungen und Erfahrungen der dort lebenden jungen Menschen und der Fachkräfte als auch nach den Organisationskulturen und digitalen Infrastrukturen. Analysiert wurden außerdem die rechtlichen Rahmenbedingungen in den Einrichtungen.
Die Empfehlungen beinhalten sowohl die empirischen Ergebnisse des Forschungsprojekts als auch konkrete Anhaltspunkte für stationäre Einrichtungen und Bildungsorganisationen, die es bei der Entwicklung eines Konzepts zur Ermöglichung von Medienbildung im Sinne eines umfassenden Organisationsentwicklungsprozesses im Dreiklang der UN-Kinderrechtskonvention von Förderung, Schutz und Beteiligung zu berücksichtigen gilt. Enthalten sind außerdem daraus resultierende fachpolitische Forderungen. Die Empfehlungen folgen dabei einem rechtebasierten Ansatz und stellen junge Menschen als Subjekte ihres Medienhandelns in den Vordergrund.
Den Beileger mit ergänzenden Rechtsinformationen für Einrichtungsträger zu dieser Publikation finden Sie unter: https://doi.org/10.25528/14
Sport und Gesundheit. Bewegungswissenschaftliche Grundlagen für innovative Gesundheitssportkonzepte
This manuscript will explain various programmes and innovative concepts for sports and physical activity and additionally show selected scientific studies and the respective results. It is necessary to evaluate these concepts in order to be able to conscientiously implement them for therapy activities in the future. The underlying investigations are intentionally diverse and heterogenous, just as my research profile. Therefore I investigate the optimization of sports-related therapies in malignant diseases (with an emphasis on pediatric oncology). Thereby both scopes motion science and health play an important role regarding research and subsequent implementation for physical activity-related therapies. The studies are about comparatively straight forward training concepts that can be instructed and performed in the training wards of hospitals and rehabilitation facilities (block 1: training science). On the other hand it is about biomechanical and motion science experiments of selected health-related parameters (block 2: biomechanics and motion science). This is to evaluate both the teaching concept and the utilized equipment for block 3 and to optimize it in the sense of a health-specific, goal-oriented and sustainable approach to rehabilitation. Moreover, alpine skiing will be investigated as a rehabilitation activity in block 3 (block 3: clinic and immunological aspects).
The direct link of motion science and health sports should firstly become apparent in this context from a motion scientific point of view. Subsequently this link should become more illustrated via the mentioned heterogenous studies all of which follow the same aim: to implement and establish innovative sports-, movement- and health concepts for training therapies on an empirical basis.In der vorliegenden Arbeit sollen vielfältige Sport- und Bewegungsprogramme als Möglichkeit innovativer Trainingskonzepte erläutert, teilweise untersucht und die Ergebnisse entsprechend eingeordnet werden. Es geht dabei darum, diese Konzepte auch für Therapiemaßnahmen zu evaluieren und letztendlich zukünftig nutzbar zu machen. Die Ansätze der dafür zugrundeliegenden Untersuchungen sind vielfältig und bewusst heterogen angelegt, ebenso wie meine generelle Forschungsausrichtung. So erforsche ich intensiv die Optimierung sportorientierter Therapiebegleitung bei malignen Erkrankungen (Schwerpunkt pädiatrische Onkologie). Dabei spielen in der Forschung und anschließenden Implementierung in bewegungsorientierte Therapiemaßnahmen die Bereiche Gesundheit und Bewegungswissenschaft gleichermaßen eine bedeutende Rolle, die ich parallel bearbeite. Bei den Untersuchungen geht es einerseits um Trainingskonzepte, die relativ unaufwendig auf Trainingsflächen der Kliniken oder Rehabilitationseinrichtungen angeleitet oder auch selbstständig durchgeführt werden können (Block 1: Trainingswissenschaft). Andererseits geht es um biomechanische und bewegungswissenschaftliche Messungen ausgewählter gesundheitsrelevanter Parameter (Block 2: Biomechanik und Bewegungswissenschaft), um z.B. das Lehrkonzept und das verwendete Material für Block 3 zu evaluieren und im Sinne eines gesundheitsspezifischen, zielorientierten und nachhaltigen Ansatzes der Rehabilitation zu optimieren. In einem dritten Schritt wird in Block 3 (Klinik und immunologische Aspekte) der Natursport „Skilauf“ als Rehabilitationsmaßnahme untersucht.
In diesem Gefüge soll hier zunächst der direkte Zusammenhang von Bewegungswissenschaften und Gesundheitssport deutlich werden, was auf der Grundlage eines bewegungswissenschaftlichen Blickwinkels geschieht. Anschließend soll dieser Zusammenhang über bewusst sehr heterogen angelegte Studien noch deutlicher werden, die alle das gleiche Ziel verfolgen: innovative Sport-, Bewegungs- und Gesundheitskonzepte auf einer empirischen Grundlage für die Trainingstherapie einzusetzen
Exemplarische Einführung in die erziehungswissenschaftliche qualitative Forschung am Beispiel der dokumentarischen Bildanalyse von Einrichtungskonzeptionen
Qualitativ zu forschen setzt voraus, dass nicht nur die unterschiedlichen Forschungstraditionen und die verschiedenen Erhebungs- und Auswertungsmethoden gekannt werden, sondern erfordert auch ein hohes Maß an forschungspraktischer Kompetenz. Aufbauend auf Einführungen in die qualitative Forschung werden in diesem Seminar Studierende vertiefend in den konkreten Prozess qualitativen Forschens entlang der exemplarischen Analyse von im Internet vorhandenen Einrichtungskonzeptionen pädagogischer Einrichtungen ein-geführt. Es wird die Möglichkeit geboten, eigene Forschungsvorhaben einzeln oder in kleinen Gruppen zu entwickeln und forschungspraktische Erfahrungen zu sammeln. Es soll ein Forschungsprozess von Anfang bis Ende exemplarisch durchlaufen werden: Die Studierenden entwickeln eine Forschungsfrage und ein dazu passendes Forschungsdesign, wählen Konzeptionen aus, die sie analysieren und führen an ausgewählten Bildern der Konzeptionen Bildanalysen durch. Schließlich verfassen die Studierenden einen Forschungsbericht, der ihren Forschungsprozess und die Ergebnisse ihrer Analysen expliziert
Exploratory Road Accident Analysis - Identification of Interesting Relationships over Time to Support Road Safety Planning
Road accidents are one of the leading causes of death worldwide, particularly among young people. The police and local authorities therefore strive to reduce the risk of accidents through appropriate road safety measures. In order to plan these measures, the relevant types of accidents, i. e., accidents with certain features, must first be recognized. However, the variety of accident features and the amount of resulting feature combinations make it impossible to monitor all accident types manually.
In this thesis, methods are proposed to automatically identify interesting accident types. Here, it is investigated whether combinations of features occur together and how the temporal pattern of the combined occurrence behaves. The change mining approach can then be used to determine whether structural changes in frequency occur during the period under consideration. For example, a feature combination that suddenly appears more frequently or exhibits a change in seasonality should be prioritized for further investigation so that appropriate road safety measures may be initiated for that combination.
The implemented strategic, multi-stage data mining framework based on frequent itemset mining, time series clustering, forecasting methods, and a scoring process is able to detect interesting feature combinations. These are then processed on a map in a web interface suitable for the respective audience in order to support the strategic planning of road safety measures. The framework is applied to several accident data sets from different countries to determine suitable default parameter values for the respective data analysis methods and to carefully align the methods. It is shown that there exist only minor dependencies of the parameter selection on the database to be analyzed.
For operational planning, it is necessary to consider small geographic areas and identify the features that have the greatest impact on accident occurrence there. Therefore, the developed operational framework analyzes and predicts the course of accident time series, taking into account the associated feature-specific time series. On the one hand, this makes it possible to increase the forecast performance, and, on the other hand, to determine which accident features have a significant influence on the course of the accident numbers over time. The insights gained can be used as a basis for short-term measures.Verkehrsunfälle gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen, insbesondere bei jungen Menschen. Die Polizei und die lokalen Behörden sind daher bestrebt, das Unfallrisiko durch geeignete Verkehrssicherheitsmaßnahmen zu verringern. Für die Planung dieser Maßnahmen ist es erforderlich, zunächst die relevanten Unfalltypen, d. h. Unfälle mit bestimmen Merkmalen, zu identifizieren. Die Vielfalt der Unfallmerkmale und die Menge der daraus resultierenden Merkmals-kombinationen machen es dabei aber unmöglich, alle Unfalltypen manuell zu überwachen.
In dieser Arbeit werden Methoden vorgeschlagen, um interessante Unfalltypen automatisch zu identifizieren. Dabei wird untersucht, ob eine Kombination von Merkmalen häufig gemeinsam auftritt und wie sich das zeitliche Muster des kombinierten Auftretens verhält. Mit Hilfe des Change Mining-Ansatzes kann dann festgestellt werden, ob im Betrachtungszeitraum strukturelle Veränderungen in der Häufigkeit auftreten. So sollte zum Beispiel eine Merkmalskombination, die plötzlich häufiger vorliegt oder eine Veränderung in ihrer Saisonalität aufweist, für die weitere Untersuchung priorisiert werden, damit für diese Kombination geeignete Verkehrssicherheitsmaßnahmen eingeleitet werden können.
Das implementierte strategische, mehrstufige Data Mining Framework, basierend auf Frequent Itemset Mining, Zeitreihenclustering, Prognoseverfahren und einem Scoring-Prozess, ist in der Lage, interessante Merkmalskombinationen zu ermitteln. Diese Ergebnisse werden adressantengerecht in einer Web-Oberfläche auf einer Karte aufbereitet, um die strategische Planung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen zu unterstützen. Das Framework wird auf mehrere Unfalldatensätze aus verschiedenen Ländern angewandt, um geeignete Default-Parameterwerte für die jeweiligen Datenanalyseverfahren zu ermitteln und die Verfahren sorgfältig aufeinander abzustimmen. Es zeigt sich, dass nur geringe Abhängigkeiten der Parameterwahl von der zu analysierenden Datenbasis existieren.
Für die operative Planung ist es erforderlich, kleine geographische Gebiete zu betrachten und dort die Merkmale zu identifizieren, die den größten Einfluss auf das Unfallgeschehen haben. Daher analysiert und prognostiziert das entwickelte operative Framework den Verlauf von Unfallzeitreihen unter Berücksichtigung der zugehörigen merkmalsspezifischen Zeitreihen. Dadurch lässt sich zum einen die Prognosegüte erhöhen, aber insbesondere auch feststellen, welche Unfallmerkmale den Verlauf der Unfallzahlen über die Zeit maßgeblich beeinflussen. Die gewonnenen Erkenntnisse wiederum können als Basis für kurzfristige Maßnahmen genutzt werden
E-Learning Relevant Applications of the University of Hildesheim
The University of Hildesheim owns many different software systems for teaching. So far,
no one has attempted to cover all systems and create an architectural description of e-learning at the University of Hildesheim. This report describes the applications relevant to education. These include software developed by the university, third-party tools provided by the university, cloud tools closely associated with the university, and tools provided by the university under contract. Implemented functionalities are explored,
and functional specifcations are described, including information about technical and operational requirements. Here, the software is primarily teaching tools. However, the report does not include software and development environments in which students are taught but rather tools that apply to teaching. The variety of tools in different courses makes it impossible to cover all the applications that are used by work groups or individuals.
The main goal of this investigation is to capture the university's e-learning state and describe the architecture - mainly to ease the development of applications for developers.
Further objectives are to identify new ideas and summarize current goals.
We conducted surveys of the teaching staff to determine the current status. Transcripts of interviews, tables provided by interviewed persons, and websites were used as references to prepare this document. We hope that future investigations will provide updates on current information and add information in this context
Das Memorabilienbuch (1858-1945) und die Ordnung (1884) des Klosters adliger Jungfrauen in Bergen auf Rügen
Das mittelalterliche Kloster der Zisterzienserinnen in Bergen auf Rügen ist bekannt, vor allem durch kunst- und bauhistorische Forschungen, aber auch durch Sagen über die Nonnen. Nach der Reformation wurde daraus ein bis 1945 existierendes evangelisches Frauenstift, dessen letzte Bewohnerin 1957 starb. Von diesem Stift und den Stiftsdamen weiß man weit weniger. Das Memorabilienbuch möchte diese Lücke schließen, zumindest für die Zeit von 1858 bis 1945.
Wir verdanken diese Textquelle mehreren Schreiberinnen und Schreibern. Entweder die Priorinnen oder Kuratoren des Stifts verfassten die Einträge, manchmal eher sachlich gehaltene, manchmal kurzweilige. Einiges ist auch abgeschrieben, bei dem bekannten Rügener Reiseschriftsteller Johann Jacob Grümbke natürlich.
In dem vorliegenden Buch können die Leserinnen und Leser der zeilengenauen Übertragung der Textquelle folgen und sich selbst in die verschiedenen Handschriften einlesen. So lässt sich zum Beispiel herausfinden, ob das Frauenstift ein Abschiebeort für adlige Töchter war oder doch eine viel größere Bedeutung hatte für weibliches Leben außerhalb der Ehe vor etwa 150 Jahren. Was hier schon verraten werden darf: Die Stiftsdamen prägten über lange Zeit nicht nur das Stadtbild, sondern auch das Stadtleben auf verschiedene Art und Weise. Oder hätten Sie Anfänge einer organisierten Frauenbewegung auf der Insel Rügen im Bergener Frauenstift vermutet? Viele erstmalig veröffentlichte Bild- und Textquellen geben dem Frauenstift Kontur und die Geschichten über seine (un)bekannten Bewohnerinnen erwecken es wieder zum Leben