University of Hildesheim
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Mit zwei Sprachen groß werden
Das Buch stellt an Hand von Erfahrungen und Berichten vor, wie mehrsprachige Erziehung in der Familie gelingen kann
Raumsouveränität von Schülerinnen und Schülern
Wie nutzen Jugendliche Schulräume? Die empirische Arbeit untersucht mit Hilfe narrativer Landkarten und Fotographien Orte jugendlicher Raumsouveränität in Schulen. Die baulichen, ökologischen und sozialen Gemeinsamkeiten dieser Orte werden beschrieben und mit soziologische Raumtheorien, insbesondere von Giddens, Goffman und Foucault analysiert. Es konnten verschiedenen Ortstypen mit spezifischen Nutzungsformen herausgearbeitet werden. Dabei müssen die Raumqualitätskriterien von Rittelmeyer relativiert werden, bzw. die ästethisch-sensomotorischen Wahrnehmungskomponenten um die Funktionsbedeutung erweitert werden. Demnach sind Nutzungsmöglichkeiten und institutioneller Umgang mit Räumen weitaus entscheidendere Faktoren für jugendliche Raumsouveränität in Schulen, als die Sensomotorik der Bauwahrnehmung. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis: Jugendliche brauchen nicht nur Freiräume. Jugendliche schaffen sich Freiräume! Sie schaffen sich Freiräume in einer Vielfalt von Ortstypen und zwar auch in Schulen und relativ unabhängig von den jeweiligen pädagogischen und baulichen Rahmenbedingungen. Sie schaffen sich Freiräume, die ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden und in denen sie eigene Kulturen entwickeln
Tolerantes Information Retrieval: Neuronale Netze zur Erhöhung der Adaptivität und Flexibilität bei der Informationssuche
Information Retrieval befasst sich mit vagen Anfragen und der vagen Modellierung von Benutzerverhalten. Neuronale Netze sind eine Methode zur vagen Informationsverarbeitung und zur Implementierung kognitiver Fähigkeiten. Diese Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über den state-of-the-art zu neuronalen Netzen im Information Retrieval und analysiert, gruppiert und bewertet zahlreiche Systeme. Als Konsequenz von Schwächen bestehender Modelle wird das COSIMIRModell entwickelt, das auf dem neuronalen Backpropagation-Algorithmus aufbaut. Es erlernt den im Information Retrieval zentralen Vergleich zwischen Dokument und Anfrage anhand von Beispielen. Die kognitive Modellierung ersetzt so ein formales Modell und führt zu höherer Adaptivität und damit zu verbesserter Toleranz gegenüber Benutzereigenschaften. Das Transformations- Netzwerk ist ein weiteres System, das auf dem Backpropagation- Algorithmus basiert und Retrieval bei heterogenen Daten ermöglicht. In mehreren Experimenten werden das COSIMIR-Modell und das Transformations- Netzwerk mit realen Daten getestet. Das COSIMIR-Modell hat sich dabei für Fakten-Retrieval bewährt. Die Experimente mit dem Transformations-Netzwerk und alternativen Verfahren ergaben je nach Datengrundlage unterschiedliche Ergebnisse. Das optimale Verfahren hängt also vom Anwendungsfall ab. Bei gleicher Qualität ist die Überschneidung der Ergebnisse verschiedener Verfahren relativ gering, so dass Fusionsverfahren erprobt werden sollten
Erscheinungsformen und Theorien jugendlicher Delinquenz unter Berücksichtigung der empirischen Prüfung zweier ausgewählter Erklärungsansätze
Immer wieder wird in den Medien über das delinquente Verhalten Jugendlicher berichtet. Man gewinnt den Eindruck, die Jugendkriminalität - insbesondere das Gewaltpotential der jungen Leute, habe zugenommen. Ist die innere Sicherheit Deutschlands tatsächlich durch marodierende Horden Jugendlicher bedroht? Müssen wir uns fürchten, Opfer einer jugendlichen Straftat zu werden? Anhand der Kriminalstatistik und der Dunkelfeldforschung geht der Autor diesen Fragen nach. Zudem werden die Motive für eine bestimmte Straftat erkundet. Was veranlasst die Jugendlichen z.B. einen Diebstahl oder einen Raub zu begehen? Des Weiteren befasst sich der Autor mit den Entstehungsbedingungen der Jugendkriminalität. Warum delinquieren Jugendliche? Durch bestimmte Kriminalitätstheorien wird versucht, die Ursachenfrage zu klären. Dabei werden zwei ausgewählte kriminologische Ansätze auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft und anschließend bezüglich ihrer Erklärungsleistung miteinander verglichen. Die hierfür notwendige empirische Untersuchung bildet den Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit, so dass auch die Vorgehensweisen bei der Hypothesenüberprüfung in diesem Beitrag exakt beschrieben werden
Zur Bedeutung des Wandels der Kindheit in der Bundesrepublik Deutschland für die Grundschule unter besonderer Berücksichtigung des Fernsehens
Früher war alles besser!? Nein, aber vieles war anders! Der Wandel der Kindheit ist ein in der Pädagogik und in der Öffentlichkeit breit und sehr kontrovers diskutiertes Thema. Ausgehend von eigenen praktischen Erfahrungen mit der Betreuung von Kindern im schulpflichtigen Alter hat sich der Verfasser der Aufgabe angenommen, diese Diskussion kritisch aufzuarbeiten und zu prüfen, welche Bedeutung diesem Wandel für die Grundschulen zukommt.Besondere Aufmerksamkeit widmet er dabei dem Fernsehen als einem besonders umstrittenen Faktor dieses Wandels
Populäre Musik in der Jugend(kultur)arbeit Konzepte, Zielsetzungen und "Gebrauchswert" Mobiler Musikarbeit
Populäre Musik hat im Kontext Jugendkultur eine kaum zu überschätzende Bedeutung: Sie stellt ein Leit- und Orientierungsmedium in der alltagskulturellen Praxis Jugendlicher dar und ihre Rezeption bietet Gebrauchswert in vielerlei Hinsicht. Mobile Musikarbeit nimmt Populäre Musik als jugendkulturelle Ausdrucksform ernst, macht sie zum Bezugspunkt und will Jugendlichen durch aktives Musikmachen Erfahrungsräume und Erfolgserlebnisse bieten. Mobile Musikarbeit versucht in diesem Sinne Gebrauchswertorientierung konzeptionell zu verankern - doch welchen Gebrauchswert haben Musikmobiletatsächlich? Dem Konzept Mobiler Musikarbeit wird mittels der hier vorgestellten empirischen Studie die subjektive Einschätzung Jugendlicher gegenübergestellt, die das Angebot eines Musikmobils regelmäßig nutzen. Die Studie beleuchtet die allgemeine Bedeutung des Musikmachens für Jugendliche sowie die Besonderheiten des Musikmachens in einem Musikmobil. Weiterhin wird untersucht, ob und inwiefern musikalische Ergebnisse für diese Jugendlichen eine Rolle spielen, also einen Gebrauchswert darstellen. Im Sommer 2000 wurden im Rockmobil Siegen 33 Jugendliche anhand eines Fragebogens befragt, der sich aus standardisierten und offenen Fragen zusammensetzt. Die Auswertung umfasst qualitative Inhaltsanalyse und statistische Verfahren. Die Ergebnisse der Studie dokumentieren aus der Perspektive der Jugendlichen, dass das Musikmachen in einem Musikmobil ein gebrauchswertorientiertes Angebot in sehr vielfältiger Hinsicht darstellt - und zeigen auf diese Weise auf, welche Chancen Populäre Musik für die Jugend(kultur)arbeit bietet
Kommunikation - zwischen den Disziplinen Kooperative interdisziplinäre Evaluation (KIEV) mit Studierenden und Lehrenden
In diesem Artikel wird ein neuartiger interdisziplinärer Evaluationsansatz für Hochschulseminare vorgestellt, der von einem hochschuldidaktischen Arbeitskreis an der Universität Hildesheim entwickelt wurde. Dieser Ansatz bietet eine gute Möglichkeit für Lehrende, ihre didaktische Befähigung durch eine selbst organisierte Fort- und Weiterbildung zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen bei der Durchführung und Evaluation fächerübergreifend angelegter Seminare. Die hierzu konzipierte und erprobte spezifische Form kooperativer und interdisziplinärer Evaluation (KIEV) zeichnet sich aus durch die Kombination folgender Elemente in einem gemeinsam geplanten und durchgeführten Seminar: Rückmeldungen von KollegInnen, Rückmeldungen von Studierenden verschiedener Studiengänge, mündliche Evaluationsverfahren und Metaplanmethode, Teilnehmende und Nicht-Teilnehmende Beobachtung. Zunächst wird der Prozess von den ersten Überlegungen bis zur Durchführung des ersten gemeinsamen Seminars vorgestellt, um die Erfahrungen und den daraus resultierenden Lernprozess zugänglich zu machen. Anschließend werden wichtige Rahmenbedingungen und Teilelemente dieses Prozesses analysiert. Am Ende werden Konsequenzen vorgestellt, die sich aus Erfahrungen mit einem zweiten gemeinsamen Seminar für den Evaluationsansatz ergeben haben. Nicht zuletzt soll dieser Beitrag Kolleginnen und Kollegen anregen, ähnliches zu versuchen
Das vielsprachige Europa eine Herausforderung für Sprachpolitik und Sprachplanung
Die Sprachpolitik und die Sprachplanung haben im Zuge des europäischen Einigungsprozesses immer stärker an Bedeutung gewonnen. Von europäischen Minderheiten gepflegte Sprachen verlieren in diesem Prozess immer mehr an Bedeutung; damit ist die Identität dieser Minderheiten bedroht. So müssen in der sprachwissenschaftlichen Forschung nun auch andere Disziplinen, wie die Soziologie und die Rechtswissenschaft berücksichtigt werden. In dem vorliegenden Band wird anhand von Fallbeispielen – Katalonien, Irland und Südtirol - die Problematik dieser ethnischen Minderheiten beleuchtet
Moderation im Rundfunk Diskursanalytische Untersuchungen zu kommunikativen Strategien deutscher und britischer Moderatoren
In dieser diskursanalytischen Arbeit werden kommunikative Strategien von Moderatoren des Privatrundfunks untersucht. Dem liegt ein umfangreiches Korpus deutscher und englischer Moderationsaufzeichnungen zugrunde. In den Analysen zeigt sich, daß die auf Werbeeinnahmen angewiesenen Privatanbieter zunehmend versuchen, den Anschein sozialer Nähe in einem Distanzmedium zu erwecken. Die hierzu eingesetzten diskursiven Strategien werden in Abhängigkeit vom Moderationstyp beschrieben. Dabei wird auch auf moderatorenabhängige Variation sowie Unterschiede im Programm eines deutschen und englischen Privatsenders eingegangen