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O contrato de Escrow em alienações de participação societária
Die Doktorarbeit beginnt mit einer Darstellung der wichtigsten Merkmale des Escrow-Agreements und seiner Anwendung in der Praxis. Anschließend werden die wichtigsten rechtlichen Merkmale des Escrow-Agreements im U.S.-amerikanischen Recht analysiert. Anhand der identifizierten Funktionen des Escrow-Agreements im US-amerikanischen Recht wird ein Vergleich der rechtlichen Behandlung des Escrow-Agreements im deutschen und brasilianischen Recht vorgenommen, beginnend mit seiner (1) Umschreibung. Danach geht die Arbeit in die Fragen (2) der wesentlichen Merkmale für die Qualifizierung eines Vertrags als Escrow-Agreement, sowie (3) der üblichen Gestaltungsformen des Escrow-Agreements, (4) seiner Rechtsnatur, (5) der Besitzverhältnisse zwischen den Parteien des Escrow-Agreements, (6) der Auswirkungen der Vertragsverbindung mit dem zugrundeliegenden Hauptgeschäft auf das Escrow-Agreement, (7) des Innenverhältnisses des Escrow-Agreements, also der Rechtsbeziehungen zwischen den Parteien und (8) der rechtlichen Behandlung des Escrow-Gegenstands in der Zwangsvollstreckung durch Drittgläubiger der Parteien. Schließlich führt die Doktorarbeit einige konkrete Anwendungen der allgemeinen Regeln des Escrow-Agreements auf M&A-Transaktionen aus. Die Hauptthese der Doktorarbeit im deutschen Recht lautet, dass das Escrow-Agreement eine typische Geschäftsbesorgung, genauer gesagt eine Treuhand, darstellt, auf die die Regeln der notariellen Verwahrung (§ 57 ff. BeurkG) analog angewendet werden können. Im brasilianischen Recht ist die Hauptthese, dass die Rechtsnatur des Escrow-Agreements die eines atypischen fiduziarischen Geschäfts (negócio fiduciário) bildet, auf das bestimmte Regeln der Geschäftsbesorgung (contrato de mandato) (Art. 653 ff. CC) analog angewendet werden können
Quantum gas microscopy of interacting quantum matter with artificial gauge fields
Analog quantum simulation with ultracold atoms in optical lattices represents a powerful approach to investigate strongly correlated quantum many-body systems, whose complexity renders classical simulation infeasible. This thesis reports key advances achieved with a newly developed quantum gas microscope based on ultracold cesium atoms, specifically tailored to explore exotic quantum phenomena in large-scale systems with unprecedented tunability, precision, and control.
First, we introduce a method based on unsupervised neural networks to reconstruct lattice occupations at atomic separations significantly smaller than the optical resolution limit. The unsupervised approach, trained directly on experimental fluorescence images, accurately captures the full imaging process including complex correlated emission processes arising in the short-spacing regime. We demonstrate that this method provides a high-fidelity detection, enabling quantum simulations in previously inaccessible optical regimes.
Secondly, we expand quantum gas microscopy beyond simple density measurements by implementing a robust and scalable detection technique for off-diagonal observables, such as local currents and kinetic energies. By partitioning a two-dimensional lattice system into an array of isolated double wells using an optical superlattice, we demonstrate direct measurement and manipulation of coherences with both large-scale global and local control. This enhancement broadens the experimental capabilities of quantum gas microscopes, allowing novel exploration of many-body systems with important applications in topological matter, non-equilibrium dynamics and superconductivity.
Lastly, we experimentally study interacting many-body states in the presence of an artificial gauge field on optical flux ladders. In particular, we realize the strongly interacting Mott-Meissner phase -- a state combining interaction-induced localization with chiral currents induced by the gauge field -- in large-scale bosonic flux ladders with 48 sites at half filling. By combining the local readout of currents with a flexible interaction control, we reveal the emerging equilibrium particle currents with full spatial resolution and study their interaction dependence, providing direct experimental evidence of the predicted Mott-Meissner phase. These results constitute a significant experimental advance towards the large-scale realization of interacting topological matter, and more broadly, they provide new avenues for the analog quantum simulation with ultracold atoms.Die analoge Quantensimulation mit ultrakalten Atomen in optischen Gittern bietet einen leistungsfähigen Ansatz zur Untersuchung stark korrelierter quantenmechanischer Vielteilchensysteme, deren Komplexität klassische Simulationen unmöglich macht. Diese Dissertation berichtet über wesentliche Fortschritte, die mithilfe eines neu entwickelten Quantengasmikroskops auf Basis ultrakalter Cäsiumatome erzielt wurden. Die Plattform wurde speziell entworfen, um exotische Quantenmaterie in großskaligen Systemen mit bislang unerreichter Abstimmbarkeit, Präzision und Kontrolle zu erforschen.
Zunächst stellen wir eine Methode basierend auf unüberwacht trainierten neuronalen Netzen vor, um die atomare Besetzung in optischen Gittern in einem Regime zu rekonstruieren, in dem der Gitterabstand deutlich unterhalb der optischen Auflösungsgrenze liegt. Das unüberwachte Training direkt auf experimentelle Fluoreszenzbilder erfasst den gesamten Abbildungsprozess akkurat, einschließlich komplexer korrelierter Emissionsprozesse, die insbesondere im Bereich kurzer atomarer Abstände auftreten. Wir zeigen, dass diese Methode eine hochpräzise Detektion ermöglicht und so den Weg für Quantensimulationen in bisher unerreichbaren Regimen ebnet.
Des Weiteren ergänzen wir die Detektions- und Kontrollfähigkeiten der Quantengasmikroskopie über reine Dichtemessungen hinaus, indem wir eine robuste und skalierbare Detektionstechnik für nichtdiagonale Observablen wie lokale Ströme und kinetische Energien implementieren. Durch die Unterteilung eines zweidimensionalen Gittersystems in eine Anordnung isolierter Doppelpotentialtöpfe mittels eines optischen Supergitters demonstrieren wir die direkte Messung und Manipulation von Kohärenzen sowohl mit globaler als auch lokaler Kontrolle in großen Systemen. Diese Erweiterung verbessert die experimentellen Fähigkeiten von Quantengasmikroskopen erheblich und ermöglicht neuartige Untersuchungen von Vielteilchensystemen mit wichtigen Anwendungen in topologischer Materie, Nichtgleichgewichtsdynamik und Supraleitung.
Abschließend untersuchen wir wechselwirkende Vielteilchenphasen in Gegenwart eines künstlichen Magnetfeldes auf optischen Flussleitern. Insbesondere realisieren wir die Mott-Meissner-Phase -- einen Zustand, der wechselwirkungsinduzierte Lokalisierung mit chiralen Strömen kombiniert, welche durch das Magnetfeld erzeugt werden -- in großskaligen bosonischen Flussleitern mit 48 Gitterplätzen bei halber Füllung. Durch die Kombination der lokalen Messung von Teilchenströmen mit einer flexiblen Kontrolle der Wechselwirkungsstärke enthüllen wir die entstehenden Gleichgewichtsströme mit vollständiger räumlicher Auflösung und untersuchen deren Abhängigkeit von der Wechselwirkungsstärke. Diese Ergebnisse liefern einen direkten experimentellen Nachweis der vorhergesagten Mott-Meissner-Phase und stellen so einen bedeutenden Fortschritt in Richtung der großskaligen Realisierung wechselwirkender topologischer Materie dar. Zusammen mit den vorher genannten Ergebnissen eröffnen wir damit eine Vielzahl neuer Wege für die analoge Quantensimulation mit ultrakalten Atomen
Diagnostics of osteoporosis, fracture detection, and monitoring of pharmacological treatments using bone mineral density derived from dual-energy X-ray absorptiometry and quantitative computed tomography in real-world settings
Zusammenhang zwischen Lungenmorphologie in der Computertomographie und Ergebnissen von Lungenfunktionsuntersuchungen vom gleichen Tag bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit Mukoviszidose
Hintergrund: Mukoviszidose (CF) stellt die häufigste tödliche Erbkrankheit in der hellhäutigen Bevölkerung dar und ist nicht heilbar. Zu den Hauptmanifestationen der Erkrankung zählen pathologische Lungenveränderungen, welche v.a. in den Lungenoberlappen auftreten und im Krankheitsverlauf fortschreiten. Charakteristisch für CF sind hierbei insbesondere Bronchi-ektasien, es kann jedoch auch zu schleimverlegten oder wandverdickten Bronchien, Überblä-hungen und Parenchymveränderungen kommen. Diese pulmonalen Abnormalitäten bewirken eine Verschlechterung der Lungenfunktion, durchschnittlich wird dabei von einem jährlichen Abfall der forcierten Einsekunden-Kapazität (FEV1) von ca. 2% ausgegangen. Bei an CF Erkrankten werden deswegen zur Kontrolle des pulmonalen Krankheitsverlaufs regelmäßig Lungenfunktionstests (LFTs) durchgeführt und b. B. die Lunge zusätzlich bildgebend dargestellt. Den Goldstandard in der Bildgebung bei CF stellt dabei die Computertomographie (CT), insbesondere die hochauflösende CT (HRCT), dar. Aufgrund der sich fortlaufend verbessernden Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten steigt das Lebensalter von Patien-tinnen und Patienten (kurz: Patienten) mit CF und demzufolge die Anzahl an erwachsenen Betroffenen stetig an.
Methoden: Im Rahmen der vorliegenden retrospektiven, mono-zentrischen Querschnitts-studie wurde bei 247 an CF erkrankten erwachsenen Patienten der Zusammenhang zwischen den Ergebnissen aus LFTs und CT-Untersuchungen der Klinik und Poliklinik für Radiologie des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München vom gleichen Tag untersucht. Hierfür wurden die CT-Aufnahmen aller Studienteilnehmer von zwei unabhängigen Beobachtern (Beob.), einem habilitierten Facharzt für Radiologie und einer Zahnärztin als Promotionsstudentin der Radiologie, mit Hilfe des Brody-Scores, einem semiquantitativen CT-Scoring-System für CF-bedingte Lungenveränderungen, ausgewertet. Der Brody-Score setzt sich aus fünf Sub-Scores zusammen, welche das Vorhandensein, die Lokalisation bzw. Ausdehnung und den Schweregrad der erwähnten pulmonalen Abnormalitäten (s.o.) für jeden der sechs Lungenlappen (inkl. Lingula) untersuchen. Die einzelnen Sub-Scores werden zum (Gesamt-)Brody-Score aufsummiert. Die Ergebnisse der beiden Beob. wurden für jeden Studienteilnehmer mit der entsprechenden FEV1 und der forcierten Vitalkapazität (FVC) verglichen. Darüber hinaus wurde geprüft, wie reproduzierbar der Brody-Score zwischen den zwei Beob. und innerhalb eines jeden Beob. ist sowie, ob in der Studienkohorte auch CF-Patienten mit Unterlappenbetonung der Lungenveränderungen zu finden sind und ob diese eine schlechtere Lungenfunktion aufweisen als CF-Patienten mit Oberlappenbetonung.
Ergebnisse: Es konnte nachgewiesen werden, dass im Mittel eine hohe Korrelation zwischen dem Brody-Score bzw. seinen einzelnen Sub-Scores und der FEV1 bzw. der FVC, und somit zwischen Lungenfunktion und -morphologie, bezogen auf tagesgleich durchgeführte Unter-suchungen bei erwachsenen Patienten mit CF besteht. Nach dem Gesamt-Brody-Score (Pearson-Korrelationskoeffizient (r) = -0,68 bzw. -0,77 und Spearman-Korrelationskoeffizient (rs) = -0,71 bzw. -0,77 für die FEV1; r = -0,65 bzw. -0,72 und rs = -0,66 bzw. -0,71 für die FVC) konnten dabei die höchsten Korrelationen für die Sub-Scores Bronchiektasien (r = -0,63 bzw. -0,73 und rs = -0,66 bzw. -0,74 für die FEV1; r und rs = jeweils -0,61 bzw. -0,68 für die FVC) und Bronchialwandverdickung (r = -0,63 bzw. -0,67 und rs = -0,66 bzw. -0,68 für die FEV1; r = -0,58 bzw. -0,65 und rs = -0,59 bzw. -0,64 für die FVC) festgestellt werden. Weiterhin wurde gezeigt, dass der Brody-Score im Durchschnitt eine sehr hohe Reproduzierbarkeit zwischen den zwei unterschiedlich erfahrenen Beob. aufzuweisen hat (r = 0,87 und rs = 0,85) und zudem auch innerhalb eines Beob. reproduzierbar ist (durchschnittliche Abweichungen von 10,5% bzw. 16,4%). Das wichtigste Ergebnis dieser Arbeit stellt die Identifikation von CF-Patienten mit unterlappenbetonter Lungenerkrankung dar, welche im Mittel tatsächlich eine schlechtere Lungenfunktion aufzuweisen haben als oberlappenbetonte Betroffene (p = 0,001-0,003 für die FEV1 und p = 0,002-0,005 für die FVC), welche zudem im Vergleich durchschnittlich weiter absinkt, je höher der Brody-Score und somit der Ausprägungsgrad der morphologischen Lungenveränderungen ausfällt.
Schlussfolgerung: Durch die Ergebnisse der vorliegenden Studie, welche im Gegensatz zu vorangehenden Publikationen eine weitaus höhere Anzahl an Patienten aufzuweisen hat, wurde bestätigt, dass der ursprünglich für Kinder mit CF entwickelte Brody-Score als (HR)CT-Scoring-System auch bei erwachsenen CF-Patienten angewendet werden kann, da er hierbei ebenso hoch mit der Lungenfunktion korreliert und sehr reproduzierbar ist. Da zum jetzigen Stand noch keine Publikationen zur Lungenfunktion speziell von CF-Patienten mit Unterlap-penbetonung der pulmonalen Pathologien veröffentlicht wurden, könnte unser Ergebnis, nämlich dass ebendiese Betroffenen eine schlechtere Lungenfunktion aufweisen als Erkrankte mit der als typisch geltenden Oberlappenbetonung, eine neue Erkenntnis in der CF-Forschung darstellen. Dies könnte ggf. über angepasste Diagnostik- und Therapiemaßnahmen sowohl die Lebensqualität als auch die Lebenserwartung dieser Patientengruppe verbessern.Background: Cystic fibrosis (CF) is the most common fatal hereditary disease in the fair-skinned population and cannot be cured. The main manifestations of the disease include pathological lung changes, which occur primarily in the upper lobes of the lungs and progress over the course of the disease. CF is characterized in particular by bronchiectasis, but it can also lead to mucous plugging, bronchial wall thickening, hyperinflation or parenchymal changes. These pulmonary abnormalities are associated with a deterioration in lung function, with an average annual drop in forced expiratory volume in 1 second (FEV1) of about 2%. Patients with CF therefore regularly undergo pulmonary function tests (PFTs) to monitor the pulmonary course of the disease and, if necessary, lung imaging. The gold standard in imaging CF-patients is computed tomography (CT), especially high-resolution CT (HRCT) of the chest. Due to the continuous improvement in diagnostic and therapeutic options, the age of patients with CF and consequently the number of adults affected is constantly increasing.
Methods: This retrospective, monocentric cross-sectional study investigated the relationship between the results of same-day PFTs and CT-examinations in the Department of Radiology at the Ludwig-Maximilians-University Hospital in Munich among 247 adult CF-patients. The CT-images of all study participants were evaluated by two independent observers, one attending radiologist and one dentist enrolled in a doctoral course of studies in radiology, using the Brody-score, a semi-quantitative CT-scoring-system for CF-related lung changes. The Brody-score comprises five sub-scores, which examine the respective presence, localization, extent and severity of the pulmonary abnormalities mentioned above for each of the six lung lobes (including the lingula as the left middle lung lobe). The individual sub-scores add up to the (total) Brody-score. Brody-scores obtained by the two observers were compared with the corresponding FEV1 and forced vital capacity (FVC) for each study participant. Additional tests included the reproducibility of the Brody-score between observers and the repeatability within each observer, prevalence within the study group of CF-patients with lower-lobe predominance of CF-related lung changes and differences in PFT-results between CF-patients with lower-lobe predominance versus upper-lobe predominance of CF-related lung changes.
Results: Respective correlations between the Brody-score and its different sub-scores and both FEV1 and FVC, and thus between lung function and morphology, were high on average for same-day CT and PFT examinations among adult patients with CF. The total Brody-score (Pearson correlation coefficient (r) = -0,68 and -0,77, Spearman correlation coefficient (rs) = -0,71 and -0,77 for FEV1; r = -0,65 and -0,72, rs = -0,66 and -0,71 for FVC) and the respective sub-scores for bronchiectasis (r = -0,63 and -0,73, rs = -0,66 and -0,74 for FEV1; r and rs = -0,61 and -0,68 for FVC) and bronchial wall thickening (r = -0,63 and -0,67, rs = -0,66 and -0,68 for FEV1; r = -0,58 and -0,65, rs = -0,59 and -0,64 for FVC) showed the highest correlations with PFT-results. Both inter-observer reproducibility (r = 0,87 and rs = 0,85) and intra-observer repeatability (average deviations of 10,5% and 16,4%) of the Brody-score were very high. Additional tests identified a sub-group of CF-patients with lower-lobe predominance of CF-related lung changes whose lung function was significantly worse than in CF-patients with upper-lobe predominance, despite similar total Brody-scores (p = 0,001-0,003 for the FEV1 and p = 0,002-0,005 for the FVC). Among CF-patients with lower-lobe predominance of CF-related lung changes, PFT-results also decreased with increasing total Brody-scores.
Conclusion: This study among 247 adult CF-patients with same-day CT and PFTs corroborates smaller previous publications, mostly among children and adolescents, confirming that the Brody-score, which was originally developed for children with CF, also applies to (HR-)CT of the chest in adult CF-patients, correlates highly with lung function and is well reproducible. As there are currently no publications on lung function in adult CF-patients with lower-lobe predominance of pulmonary pathologies, our finding of worse lung function among these patients appears to be new. Recognizing such patients could improve both their quality of life and their life expectancy if diagnostic and therapeutic measures adapt
Unveiling the physics of broad line regions in AGNs with GRAVITY
Supermassive black holes (SMBHs) are believed to reside in the centre of most galaxies and have a vital role in galaxy formation and evolution, as indicated by the tight correlation between their masses and their host galaxy properties. It is, therefore, crucial to accurately measure SMBH masses. However, doing so requires spatially resolving the sphere of influence where the gravitational potential of the SMBH dominates. Within this region is the broad line region (BLR), which is responsible for the broad emission lines detected in the spectra of active galaxies. This emphasises the importance of studying the physics of the BLR in accurately measuring SMBH masses. GRAVITY, the second-generation instrument at the Very Large Telescope Interferometer (VLTI), provides unprecedented precision, allowing one to spatially resolve the BLR and measure the SMBH mass through dynamical modelling of the differential phase signal taken from interferometric observations. This work exploits the capability of GRAVITY to unveil the physics of BLR for the grand purpose of better understanding the SMBH-galaxy coevolution scenario.
This dissertation is divided into three parts that all focus on understanding BLR physics with GRAVITY observations. The first one (GRAVITY Collaboration et al. 2024, A&A, 684, A167) shows the analyses of four new low-redshift active galactic nuclei (AGNs) observed with GRAVITY. Their BLRs have been spatially resolved, allowing accurate measurements of their central BH masses. Upon utilising all seven low-redshift GRAVITY-observed AGNs, we find a shallower slope in the radius-luminosity (R-L) relation compared to the canonical R-L relation based on reverberation mapping (RM) measurements. Several reasons for such a shallower slope include either the apparent role of accretion rate in producing smaller BLR sizes at higher luminosity, or the assumption that all AGNs have the identical ionising spectra is wrong.
The second part of this dissertation (Santos et al. 2025a, A&A, 696, A30) presents a preparatory spectroscopic survey of 29 z ~ 2 AGNs observed with NTT/SOFI for the advent of GRAVITY+, the series of improvements in GRAVITY which will pave the way for observations of fainter and high-redshift AGNs. The survey aims to confirm their quasar nature and determine their expected interferometric signals for GRAVITY+ observations. However, we were also able to draw interesting conclusions about the emission line and BLR properties of our targets. Based on their SOFI spectra, we find that most of their Hα emission lines have line shapes (full-width-half-maximum to dispersion ratio or FWHM/σ) less than the Gaussian value of 2.35, which we purport to cause the measured virial factors of these targets to be lower than expected assuming Gaussian line shapes. Such smaller line shapes could be attributed to either the presence of both turbulent and rotational components in the BLR, or a two-component BLR model composed of an inner and outer part. The targets show moderate Eddington ratios (λ_Edd ~ 0.1), and most are fitted with the BLR model dominated by Keplerian motion. Two targets show asymmetric Hα emission lines, which can only be fitted with a BLR model dominated by radial motions. Lastly, their expected differential phase signals provide insights into the observability of the targets while considering their single-epoch BH mass estimates and their dependence on the chosen line width measurement.
The third and last section of this dissertation (Santos et al. 2025b, to be submitted to A&A) studies the differential phase signal and reconstruction via dynamical modelling of the radiation-driven fountain (RDF) simulation that is widely used to explain the formation and physics of the BLR through vertical inflow-outflow systems due to radiative pressure. We simulate a GRAVITY observational campaign of a BLR generated from the RDF simulation with the same BH mass and AGN luminosity as NGC 3783, one of the low-redshift AGNs observed with GRAVITY, whose BLR has been spatially resolved. Using the spectral synthesis code, CLOUDY, the Brγ line profile of the model is generated, while the differential phase of the simulation is calculated from the photocentres of the cells in the simulation.The differential phase and flux spectra of the RDF simulation are fitted with the Pancoast model, a phenomenological model of the BLR that is widely used in GRAVITY and RM works. Our findings highlight the difficulty of the Pancoast model in recovering the geometric, angular, and kinematic properties of the simulation, especially its outflowing nature, despite successfully yielding consistent BH mass and BLR size with our ground truth values derived from the simulation. The Pancoast model is also able to recover the average picture of the simulation, which is a thin disc BLR dominated by Keplerian motion. We observe that the calculated differential phase of the simulation is asymmetric, which we purport is due to the asymmetry of its LoS velocity distribution. We emphasise the importance of future works in improving our current work, such as adding scattering physics to produce a smoother and single-peaked simulated Brγ emission line, investigating more snapshots of the simulation, looking into the super-Eddington case of the simulation, studying other possible prescriptions of the radial and angular distribution of the Pancoast model, and understanding the feasibility of studying other disc-wind simulations instead of the RDF simulation.Man geht heute davon aus, dass sich im Zentrum der meisten Galaxien extrem massereiche schwarze Löcher (supermassive black holes oder SMBHs) befinden. Enge Korrelationen zwischen ihrer Masse und vielen Eigenschaften ihrer Wirtsgalaxie lassen auf eine wichtige Rolle die SMBHs bei der Entstehung und Entwicklung von Galaxien schließen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, die Massen der SMBHs genau zu messen. Dazu muss jedoch die Region, die vom Gravitationspotenzial der SMBHs dominiert wird, räumlich aufgelöst werden. Innerhalb dieser Region befindet sich die sogenannte broad-line region (oder BLR), die für die breiten Emissionslinien in den Spektren aktiver Galaxien verantwortlich ist. Für die genaue Messung der SMBH-Massen ist es daher wichtig, die Physik der BLR zu verstehen. GRAVITY, ein Instrument der zweiten Generation am Very Large Telescope Interferometer (VLTI), bietet eine noch nie dagewesene Präzision, die es ermöglicht, die BLR räumlich aufzulösen und die Masse der SMBHs durch dynamische Modellierung des differentiellen Phasensignals aus interferometrischen Beobachtungen zu messen. Die vorliegende Arbeit studiert anhand von GRAVITY-Daten die Physik der BLR und die Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, für das Szenario der Koevolution von SMBHs und ihren Galaxien.
Diese Dissertation ist in drei Teile gegliedert, die auf drei Arbeiten zum Hauptthema des Verständnisses der BLR-Physik mit GRAVITY-Beobachtungen beruhen. Der erste Teil (GRAVITY Collaboration et al. 2024, A&A, 684, A167) zeigt neue Analysen von vier lokalen Galaxien mit aktiven galaktischen Kernen (active galactic nuclei oder AGNs), die mit GRAVITY beobachtet wurden. Ihre BLRs wurden räumlich aufgelöst, was genaue Messungen ihrer zentralen BH-Massen ermöglicht. Bei der Verwendung aller sieben mit GRAVITY beobachteten lokalen AGNs finden wir eine flachere Steigung in der Radius-Leuchtkraft (R-L)-Relation im Vergleich zur kanonischen R-L-Relation, die auf Messungen mit der Methode des Reverberation Mappings oder RM basiert. Für eine solche flachere Steigung spielt entweder die Akkretionsrate eine Rolle (durch Erzeugung kleinerer BLR-Größen bei gegebener Leuchtkraft), oder die Annahme, dass alle AGNs die gleichen Ionisationsspektren haben, ist falsch.
Der zweite Teil dieser Dissertation (Santos et al. 2025a, A&A, 696, A30) stellt eine spektroskopische Durchmusterung von 29 z ~ 2 AGNs vor, die mit NTT/SOFI für in Vorbereitung auf GRAVITY+ beobachtet wurden. GRAVITY+ enthält eine Serie von Verbesserungen gegenüber GRAVITY, die den Weg für die Beobachtung von schwächeren AGNs bei höheren Rotverschiebungen ebnen werden. Das Ziel der Durchmusterung ist es, die Quasar-Natur dieser Quellen zu bestätigen und ihre erwarteten interferometrischen Signale für Beobachtungen mit GRAVITY+ zu bestimmen. Wir konnten jedoch auch interessante Rückschlüsse auf die Emissionslinien- und BLR-Eigenschaften unserer Ziele ziehen. Auf der Grundlage ihrer SOFI-Spektren stellen wir fest, dass die meisten ihrer Hα-Emissionslinien Linienformen (FWHM/σ) aufweisen, die unter dem Gaußschen Grenzwert von 2,35 liegen, was unserer Meinung nach dazu führt, dass die gemessenen Virialfaktoren dieser Quellen niedriger sind als unter der Annahme von Gaußschen Linienformen erwartet. Solche schmäleren Linienformen könnten entweder auf das Vorhandensein sowohl turbulenter als auch rotierender Komponenten in der BLR zurückzuführen sein, oder auf ein Zweikomponenten-BLR-Modell, bestehend aus einem inneren und einem äußeren Teil. Die Quellen weisen geringe Eddington-Verhältnisse auf ( λ_Edd ~ 0,1), und die meisten von ihnen passen zum BLR-Modell, das von Keplerbewegungen dominiert wird. Zwei Quellen zeigen asymmetrische Hα-Emissionslinien, die nur mit einem BLR-Modell mit radialen Bewegungen rekonstruiert werden können. Schließlich geben die erwarteten differentiellen Phasensignale Aufschluss über die Beobachtbarkeit der Objekte unter Berücksichtigung ihrer (RM-basierten) BH-Massenschätzung und ihrer Abhängigkeit von der gewählten Art der Linienbreitenmessung.
Der dritte und letzte Abschnitt dieser Dissertation (Santos et al. 2025b, bei A&A einzureichen) untersucht das erwartete differentielle Phasensignal und dessen Rekonstruktion mittels eines dynamischen Modells einer strahlungsgetriebenen Fontäne (RDF), das weithin verwendet wird, um die Entstehung und die Physik der BLR durch Systeme mit strahlungsdruckgetriebenen vertikalen Ein- und Ausströmen zu erklären. Wir simulieren eine GRAVITY-Beobachtungskampagne eines aus der RDF-Simulation erzeugten BLR mit der gleichen BH-Masse und AGN-Leuchtkraft wie NGC 3783, einem der mit GRAVITY beobachteten AGNs mit niedriger Rotverschiebung, dessen BLR räumlich aufgelöst wurde. Mit Hilfe des Spektralsynthese-Codes CLOUDY wird das Brγ-Linienprofil des Modells erzeugt, während die differentielle Phase aus den Photozentren der Zellen in der Simulation berechnet wird. Die differentiellen Phasen- und Flussspektren der RDF-Simulation werden mit dem phänomenologischen Pancoast-Modell der BLR modelliert, das in GRAVITY- und RM-Arbeiten häufig verwendet wird. Unsere Ergebnisse zeigen, wie schwierig es für das Pancoast-Modell ist, die geometrischen und kinematischen Eigenschaften der Simulation wiederherzustellen, insbesondere die ausströmende Natur, obwohl die BH-Masse und die BLR-Größe konsistent mit unseren aus der Simulation abgeleiteten Werten übereinstimmen. Das Pancoast-Modell ist auch in der Lage, das durchschnittliche Bild der Simulation wiederherzustellen, nämlich das einer dünnen BLR-Scheibe, die von der Keplerschen Bewegung dominiert wird. Wir beobachten, dass die berechnete differentielle Phase der Simulation asymmetrisch ist, was wir auf die Asymmetrie der LoS-Geschwindigkeitsverteilung zurückführen. Wir betonen die Wichtigkeit zukünftiger Arbeiten zur Verbesserung unserer aktuellen Arbeit, wie z. B. das Hinzufügen von Streuphysik, um eine gleichmäßigere simulierte Brγ-Emissionslinie mit nur einer Spitze zu erzeugen, das Untersuchen weiterer Schnappschüsse der Simulation, das Untersuchen des Super-Eddington-Falls der Simulation, das Untersuchen anderer möglicher radialen und winkelmäßigen Verteilungen und die Untersuchung der Durchführbarkeit anderer Scheibenwindsimulationen anstelle der RDF-Simulation
Ergebnisse nach Implantation eines künstlichen Harnblasensphinkters bei männlicher Harninkontinenz und Untersuchung von Haupteinflussfaktoren
Erstevaluation einer Online-Therapie der Emotionsregulation für Erwachsene mit Autismus-Spektrum-Störung anhand subjektiver Erfahrungen und Indikatoren der psychischen Gesundheit
The main objective of the following work is the initial evaluation of a newly developed online group therapy to improve emotion regulation in adults with autism spectrum disorder. To the best of our knowledge, this is the first therapy of its kind in the German-speaking world. The guiding questions of the study were: "Does the intervention lead to a significant improvement in the areas of emotion regulation and mental health?” and “What role might the virtual setting and the COVID-19 pandemic play in the subjective therapy experience?". The acceptance and feasibility of the concept were also investigated. To answer the guiding questions and to evaluate the therapy concept, a randomized-controlled study was conducted in which the intervention group participated in eight virtual therapy sessions. Both qualitative and quantitative data were based on questionnaires as well as clinical assessments.
The results of the quantitative analysis could indicate an improved ability to regulate emotions as well as a positive change in mental health after therapy participation. The intervention group showed significant changes in the categories alexithymia (TAS-20) and interpersonal emotion regulation (IERQ) as well as in global adaptive functioning (GAF).
The qualitative analysis revealed that the fear of technical problems as well as the actual disconnection during the therapy sessions were the most relevant challenges of this intervention type. The main advantage of the virtual setting was highlighted as the elimination of travel associated with stress. The virtual setting does not appear to have had a negative impact on the effectiveness of the therapy.
Overall, the results suggest that the new therapy concept may be effective. However, due to a limited sample size and low statistical power, the results to date must be regarded as preliminary. Further therapy runs to obtain a larger number of participants as well as for final evaluation of the results are currently being conducted. The present study offers exploratory and hypothesis generating basics, but further confirmatory studies are necessary