Ludwig-Maximilians-Universität München

Digitale Hochschulschriften der LMU
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    22455 research outputs found

    Automatische Hirn- und Läsionsvolumetrie bei Multipler Sklerose

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    Die Rolle der MikroRNA Mir34a in Tumor-assoziierten Makrophagen beim Kolitis-assoziierten Kolorektalkarzinom

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    Regulation of endolysosomal Two-Pore-Channel activity by the Calcium-Caffeine-Zinc sensitivity Protein (CCZ1)

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    TPC2 (Two-Pore Channel 2) is a cation channel passing Na+ and Ca2+ that is primarily localized on late endosomes and lysosomes. It is activated by the endogenous second messengers PI(3,5)P2 and NAADP, whose levels are modulated by various cellular stimuli. Dysregulation of TPC2 has been implicated in multiple disorders and pathological processes, including Alzheimer’s disease, Parkinson’s disease, non-alcoholic fatty liver disease and the migration of cancer cells. Both genetic ablation and pharmacological inhibition of TPC2 have demonstrated therapeutic benefits in disease models. So far, only a few proteins, including mTORC1, OCaR1 and Rab7a, have been shown to affect TPC2 activity. Moreover, it remains to be studied whether these proteins directly bind to the channel or affect channel activity via indirect pathways. This study aimed at identifying novel TPC2 regulatory proteins and delineating their contributions to TPC2-mediated pathological processes. Using various cancer cell lines, CRISPR-Cas9–mediated gene ablation, lysosomal patch-clamp recordings, FRET-based assays, and other techniques, Rab7a-mediated enhancement of TPC2 channel activity was confirmed, and a novel and essential role of CCZ1 in facilitating this interaction was uncovered. Notably, even constitutively active Rab7a[QL] failed to potentiate TPC2 activity in the absence of CCZ1, suggesting that CCZ1 has other impacts on TPC2 function rather than simply acting through Rab7a. Further characterization of TPC2 in CCZ1 deficient cells revealed markedly increased channel efficacy, a left-shifted EC50 for PI(3,5)P2, and the emergence of voltage dependence. Moreover, specific TPC2 activation by the synthetic TPC2 agonist TPC2-A1P elicited stronger migration and proliferation responses in CCZ1 knockout (KO) SK-MEL5 cells relative to wild-type (WT) cells, corroborating the increased sensitivity and maximal current response in the KO cells. Taken together, CCZ1 was identified as a novel regulatory protein for TPC2, whose loss significantly enhances TPC2 function and sensitivity to its agonists, thereby promoting more aggressive cancer cell migration and proliferation. These results advance the understanding of the complex regulatory landscape of TPC2 and suggest that targeting the TPC2–CCZ1 axis could offer new opportunities for therapeutic intervention in TPC2-related diseases.TPC2 (Two-Pore Channel 2) ist ein Na+ und Ca2+ permeabler Kationenkanal, der vorwiegend in späten Endosomen und Lysosomen lokalisiert ist. Er wird durch die endogenen second Messenger PI(3,5)P2 und NAADP aktiviert, deren zelluläre Konzentrationen durch verschiedene Stimuli reguliert werden. Eine Fehlregulation von TPC2 ist in mehrere Erkrankungen und pathologische Prozesse involviert, darunter die Alzheimer-Krankheit, die Parkinson-Krankheit, die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung sowie die Migration von Krebszellen. Sowohl die genetische Inaktivierung als auch die pharmakologische Hemmung von TPC2 haben in murinen Krankheitsmodellen vielversprechende therapeutische Effekte gezeigt. Ob TPC2 über PI(3,5)P2 und NAADP hinaus von anderen zellulären Molekülen, insbesondere von Proteinen reguliert werden kann, ist weitgehend unerforscht. Bisher ist nur von wenigen Proteinen (z.B. mTORC1, OCaR1 und Rab7a) bekannt, dass sie die Aktivität von TPC2 beeinflussen. Es bleibt jedoch in den meisten Fällen offen, ob diese Regulation aus einer direkten Bindung an den Kanal resultiert oder indirekt vermittelt ist. In der vorliegenden Studie wurde das Ziel verfolgt, neue regulatorische Proteine von TPC2 zu identifizieren und deren Beitrag zu TPC2-vermittelten pathologischen Prozessen zu untersuchen. Mithilfe verschiedener Krebszelllinien, durch CRISPR-Cas9-vermittelte Gen-Ausschaltung, lysosomale Patch-Clamp-Messungen, FRET-basierte Assays und andere Methoden konnte die durch Rab7a vermittelte Verstärkung der TPC2-Kanalaktivität bestätigt werden und eine essenzielle Rolle von CCZ1 für diese Interaktion gezeigt werden. Bemerkenswerterweise konnte selbst die konstitutiv aktive Rab7a[QL] Mutante TPC2 Ströme nicht in Abwesenheit von CCZ1 verstärken, was darauf hindeutet, dass CCZ1 zusätzliche Auswirkung auf die TPC2-Funktion hat, anstatt ausschließlich über Rab7a zu wirken. Eine weiterführende Charakterisierung von TPC2 in CCZ1 defizienten Zellen zeigte eine deutlich gesteigerte Kanalaktivität, eine nach links verschobene EC50 für PI(3,5)P2 und das Auftreten einer Spannungsabhängigkeit. Darüber hinaus führte die spezifische Aktivierung von TPC2 durch den synthetischen TPC2 Agonisten A1P in CCZ1 Knockout (KO) SK-MEL5 Zellen zu stärkerer Migration und Proliferation im Vergleich zu Wildtyp-Zellen, was in Übereinstimmung mit einer erhöhten Sensitivität und maximale Stromantwort in den KO Zellen ist. Zusammenfassend wurde CCZ1 als ein neuartiges regulatorisches Protein für TPC2 identifiziert, dessen Verlust zu einer gesteigerten TPC2 Aktivität führt und die Empfindlichkeit des Kanals gegenüber seinen Agonisten signifikant erhöht. Dies führt in Tumorzelllinien zu einer verstärkten Zellmigration und Proliferation. Diese Ergebnisse erweitern das Verständnis der komplexen Regulierung von TPC2 und deuten darauf hin, dass eine therapeutische Beeinflussung der TPC2–CCZ1-Achse neue Möglichkeiten in der Behandlung TPC2-assoziierter Erkrankungen bieten könnte

    Untersuchung des Einflusses von Synaptotagmin 13 auf Proliferation, Migration und Zellviabilität des Duktalen Adenokarzinoms des Pankreas

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    Hintergrund: Das Duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) ist eine der tödlichsten Krebsarten weltweit. Da das PDAC in den meisten Fällen erst in späteren Krankheitsstadien diagnostiziert wird, liegt das 5-Jahres-Überleben trotz etablierter Behandlungsverfahren aktuell bei nur 11 %. Neue Therapieansätze und vor allem Maßnahmen zur Früherkennung werden daher dringend benötigt. Einen neuen Ansatzpunkt bietet hierbei Synaptotagmin 13 (SYT13), ein Vertreter der Proteinfamilie der Synaptotagmine, dessen tumorfördernde Funktion in vitro bereits in anderen Krebsarten nachgewiesen werden konnte. Methoden: Die Expression von SYT13 wurde in sieben verschiedenen PDAC-Zelllinien auf mRNA- sowie Proteinebene via qPCR bzw. Western Blot und Immunzytochemie nachgewiesen. Zellen der Linie Panc-1 wurden mittels vektorbasierter Nukleofektion mit shRNA transfiziert und ein Knockdown von SYT13 herbeigeführt. Die Verifikation des erfolgreichen Knockdowns erfolgte neben Detektion mittels Fluoreszenzmikroskop mithilfe von qPCR und Western Blot. Anschließend wurde der Einfluss auf Zellmigration, Koloniebildungsfähigkeit und Viabilität der Tumorzellen in Wound-Healing Assay, Colony Formation Assay und MTT Assay ermittelt. Zusätzlich wurde eine In-Silico-Analyse durchgeführt, um weitere, im TCGA-Datensatz mit der SYT13-Expression im Pankreaskarzinom korrelierte Gene zu ermitteln. Hierbei wurde MUC13 als zweites Zielgen ausgewählt und zuletzt durch qPCR und Western Blot die Auswirkung des Knockdowns von SYT13 auf die Expression von MUC13 in SYT13-Knockdown-Zellen analysiert. Ergebnisse: SYT13 konnte in allen untersuchten Tumorzelllinien nachgewiesen werden. Nach Etablierung einer effizienten Transfektion in der Zelllinie Panc-1 konnte eine signifikante Senkung der Migrations- und Koloniebildungsfähigkeit sowie der Proliferation festgestellt werden. Die In-Silico-Analyse ergab eine signifikante negative Korrelation von SYT13 mit 104 Genen, 123 Gene waren signifikant positiv mit SYT13 korreliert. Von letzteren wurde MUC13 für weitere Untersuchungen ausgewählt. MUC13 konnte in allen PDAC-Zelllinien nachgewiesen werden, die positive Korrelation zeigte sich bei Auswertung der shSYT13-Zellen mittels qPCR und Western Blot jedoch nicht. Schlussfolgerung: Diese Arbeit weist die signifikante Verringerung von Zellmigration, Koloniebildungsfähigkeit und Proliferation nach Knockdown von SYT13 nach, was auf eine onkogene Funktion von SYT13 in PDAC-Tumorzelllinien hinweist. Zusätzlich bieten ermittelte, mit SYT13 korrelierte Gene einen Ansatzpunkt für ein tieferes Verständnis der Rolle von SYT13 im PDAC und in anderen Krankheitsbildern.Background: Pancreatic ductal adenocarcinoma (PDAC) is one of the deadliest kinds of cancer. Often being diagnosed in a very late state of disease, the 5-year-survival is only 11 %, even though established treatments are available. This is why new treatment methods as well as early-detection measures are needed. Synaptotagmin 13 (SYT13), a member of the synaptotagmin protein family, might be a new approach as its tumorigenic function has been shown in other cancers. Methods: SYT13 expression was examined on mRNA and protein level in seven different PDAC cell lines using qPCR, Western Blot and immunocytochemistry. Panc-1 cancer cells were transfected with shRNA utilizing a vector based nucleofection method, and SYT13 knockdown was induced. Sufficient knockdown was verified by fluorescence microscopy, qPCR and Western Blot, respectively. Moreover, the influence of SYT13 knockdown on cell migration, colony formation and proliferation was investigated using wound-healing assay, colony formation assay and MTT assay. Furthermore, in-silico-analysis was performed to detect genes which are correlated with SYT13 expression in the TCGA dataset of PDAC. MUC13 was selected as a second target gene and the influence of silencing SYT13 on MUC13 gene expression was analysed in SYT13 knock-down cells by qPCR and western blot experiments. Results: SYT13 was detected in all of the seven examined tumor cell lines. Having established an efficient transfection in Panc-1 cell line, a significant reduction of cell migration, colony forming ability and cell proliferation was detected in SYT13 knockdown cells. In-silico-analysis of SYT13 correlations revealed a significant negative correlation of 104 genes as well as a significant positive correlation of 123 genes. Of the latter, MUC13 was chosen for further experiments. MUC13 was detected in all of the examined tumor cell lines; however, its correlation could not be verified in qPCR and western blot analysis of SYT13 knockdown cells. Conclusion: This study has been able to show a significant reduction of cell migration, colony formation and proliferation ability after SYT13 knockdown, implying an oncogenic function of SYT13 in PDAC tumor cell lines. Moreover, the genes correlated with SYT13 expression will be a suitable starting point in order to achieve broader understanding of SYT13’s function in PDAC and other diseases

    The impact of obesity-associated environment on differentiation, metabolism and function of natural killer cells

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    Natural killer cells represent a distinct lymphocyte subset which are traditionally classified within the innate immune compartment. They play a central role in host defense, particularly in anti-tumor and anti-viral immunity. Obesity is a global epidemic, currently affecting over 600 million adults and 124 million children. It is well established that obese individuals exhibit chronic low-grade inflammation, which also affects the composition and function of NK cells. In earlier studies, we identified the expansion of a specific NK cell subpopulation that expresses the interleukin-6 receptor alpha (IL6Ra), in both obese humans and mouse models. This subpopulation is characterized by the expression of several myeloid-associated genes, such as the colony-stimulating factor 1 receptor (CSF1R). This obesity-associated NK cell population contributes to the development of insulin resistance and correlates with the extent of systemic low-grade inflammation. In the present study, we describe an in vitro model for generating murine, obesity-associated NK cells from hematopoietic progenitor cells, using additional fatty acid supplementation as well as adipocyte co-culture, both serving as obesity-mimicking microenvironment. Immunophenotypic analyses using flow cytometry show that NK cells generated from bone marrow under such obesity-mimicking conditions exhibit increased expression of IL6Ra and CSF1R, while displaying a specific expression pattern of key receptors and maturation markers of other myeloid genes. Functional analyses reveal reduced mitochondrial respiration and glycolytic capacity in adipocyte-induced NK cells, as well as a diminished cytotoxic capacity against the colorectal cancer cell line MC38. Single-cell RNA sequencing ultimately reveals transcriptomic changes in these NK cells, notably an upregulation of genes associated with myeloid cell differentiation, fatty acid uptake, and inflammatory signaling pathways. Additionally, potential regulatory differentiation pathways of these obesity-associated NK cells are depicted from the RNA sequencing data. In summary, this study highlights the phenotypic and functional impacts of the obese microenvironment on NK cells. It contributes to a better understanding of how NK cell immunity is reshaped by obesity and offers potential strategies to improve immune responses in obesity-associated cancers.Natürliche Killerzellen stellen eine bestimmte Untergruppe von Lymphozyten dar, die traditionell dem angeborenen Immunsystem zugeordnet werden. Sie spielen eine zentrale Rolle im Schutz des Wirts, insbesondere in der Anti-Tumor- und Anti-Virus-Immunität. Fettleibigkeit ist eine globale Epidemie, von der mittlerweile über 600 Millionen Erwachsene und 124 Millionen Kinder betroffen sind. Es ist gut etabliert, dass adipöse Individuen eine chronische niedriggradige Entzündung aufweisen, die auch die Zusammensetzung und Funktion der NK-Zellen beeinflusst. In früheren Studien identifizierten wir die Expansion einer spezifischen NK-Zell-Subpopulation, die den Interleukin-6-Rezeptor alpha (IL6Ra) exprimiert, sowohl in adipösen Menschen als auch in Mausmodellen. Diese Subpopulation ist durch die Expression mehrerer myeloid-assoziierter Gene, darunter der Koloniestimulierende Faktor 1 Rezeptor (CSF1R) charakterisiert. Die adipositasassoziierte NK-Zell-Population trägt zur Entwicklung einer Insulinresistenz bei und korreliert mit dem Ausmaß der systemischen niedriggradigen Entzündung. In der vorliegenden Studie beschreiben wir ein in-vitro-Modell zur Generierung muriner, adipositasassoziierter NK-Zellen aus hämatopoetischen Vorläuferzellen durch zusätzliche Fettsäuresupplementierung sowie durch Adipozyten-Kokultur – beides als adipositas-imitierendes Mikromilieu. Immunphänotypische Analysen mittels Durchflusszytometrie zeigen, dass aus Knochenmark gerenierte NK-Zellen unter solchen Adipositas-imitierenden Bedingungen eine verstärkte Expression von IL6Ra und CSF1R aufweisen, während sie ein spezifisches Expressionsmuster wichtiger Rezeptoren und Reifungsmarker weiterer myeloischer Gene zeigen. Funktionelle Analysen offenbaren eine reduzierte mitochondriale Atmung und Glykolysekapazität in Adipozyten-induzierten NK-Zellen sowie eine verminderte zytotoxische Kapazität gegenüber der Kolonkarzinom-Zelllinie MC38. Die Einzelzell-RNA-Sequenzierung zeigt letztendlich transkriptomische Veränderungen in diesen NK-Zellen, insbesondere eine Hochregulation von Genen, die mit einer Differenzierung myeloischer Zellen, der Fettsäureaufnahme und entzündlichen Signalwegen assoziiert sind. Darüber hinaus werden potenzielle regulatorische Differenzierungswege dieser adipositasassoziierten NK-Zellen aus den RNA-Sequenzierungsdaten abgeleitet. Zusammenfassend hebt diese Studie die phänotypischen und funktionellen Auswirkungen des adipösen Mikromilieus auf NK-Zellen hervor. Dies trägt zu einem besseren Verständnis der Umgestaltung der NK-Zell-Immunität durch Adipositas bei und liefert potenzielle Strategien zur Verbesserung der Immunantwort in adipositasassoziierten Krebserkrankungen

    Einfluss präanalytischer Prozesse auf das zirkulierende Metabolom bei Schlaganfallpatienten und -patientinnen

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    Vorhersagbarkeit von Eisübersättigung und persistenten Kondensstreifen

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    Der Luftverkehr trägt aufgrund seiner Emissionen in Reiseflughöhe zum Klimawandel bei. Um den Einfluss der Luftfahrt auf die globale Erwärmung zu minimieren, gibt es verschiedene Ansätze, wie die Vermeidung der Bildung persistenter Kondensstreifen, was eine Meidung von Flügen durch eisübersättigte Regionen (ISSRs) erfordert, oder den Einsatz alternativer Treibstoffe. Für das Umfliegen von ISSRs wird eine präzise Vorhersage dieser Gebiete benötigt, welche derzeit noch mit Unsicherheiten behaftet ist. Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Prognose des Auftretens von ISSRs mit modernen Regressionsmethoden verbessert werden kann. Dazu wurden MOZAIC/IAGOS-Flugzeugmessdaten und ERA5-Reanalysedaten eingesetzt. Es zeigte sich, dass ein sogenanntes generalisiertes additives Modell unter Verwendung der Feuchte und verschiedener dynamischer Größen der ERA5-Daten die Vorhersage von ISSRs verbessert, diese jedoch zum Zweck der Flugroutenoptimierung noch nicht zufriedenstellend ist. Weitere Verbesserungen könnten durch eine genauere Beschreibung physikalischer Prozesse in Wettermodellen und mehr Messungen der Feuchte in Flughöhen, die anschließend in die Datenassimilation eingehen, erzielt werden. ISSRs bewegen sich im Allgemeinen nicht mit dem Wind. Dies hat einen Einfluss auf die Lebensdauer und damit die Klimawirkung von Kondensstreifen. Aus diesem Grund wurden in dieser Arbeit die kinematischen Eigenschaften von ISSRs im Vergleich zum lokalen Wind untersucht. Es stellte sich heraus, dass die Windgeschwindigkeiten (Mittelwert: 21 m/s) durchschnittlich größer sind als ISSR-Geschwindigkeiten (Mittelwert: 15 m/s). ISSRs rotieren langsam und bewegen sich, wie der lokale Wind, meist nach Osten. Außerdem wurde eine synoptische Zeitskala für die Lebensdauer von Kondensstreifen bestimmt und mit der Zeitskala für die Sedimentation der Kondensstreifeneiskristalle verglichen. Beide Zeitskalen liegen in der Größenordnung von ein paar Stunden. Für einen effektiven Einsatz alternativer Treibstoffe zur Verminderung der Kondensstreifenwirkung muss die Sedimentationszeitskala kleiner sein als die synoptische Zeitskala. Alternative Treibstoffe vermindern zwar die Klimawirkung von Kondensstreifen, führen aber zunächst wegen des höheren Wasserstoffgehalts zu mehr Kondensstreifenbildung. Die Größe dieses Zuwachses wurde mit MOZAIC/IAGOS- und ERA5-Daten bestimmt. Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Verwendung alternativer Drop-In (kerosinähnlicher) Kraftstoffe ein paar Prozent (≈ 4,0 %) mehr persistente Kondensstreifen auftreten. Bei der Verwendung von Methan und flüssigem Wasserstoff als Kraftstoff werden trotz der noch höheren Wasserdampfemissionen weniger als 10 % zusätzlicher persistenter Kondensstreifen erwartet. Diese Kondensstreifen sind weniger klimawirksam als Kondensstreifen kerosinbetriebener Flugzeuge, da sie optisch dünner und ihre Eiskristalle durchschnittlich größer sind, wodurch die Lebensdauer solcher Kondensstreifen im Durchschnitt kürzer ist.Aviation contributes to climate change due to its emissions at cruising altitude. There are various approaches to minimise the impact of aviation on global warming, such as the prevention of the formation of persistent contrails, which requires avoiding flights through ice supersaturated regions (ISSRs), or the use of alternative fuels. For flying around ISSRs, a precise forecast of these regions is required, which is currently still subject to uncertainties. This study investigates whether the prediction of the occurrence of ISSRs can be improved using modern regression methods. MOZAIC/IAGOS aircraft measurement data and ERA5 reanalysis data were used for this purpose. It turned out that a so-called generalised additive model using the humidity and various dynamical variables of ERA5 data improves the prediction of ISSRs, but it is not yet satisfactory for flight route optimisation. Further improvements could be achieved through a more precise description of physical processes in weather models and more measurements of humidity at flight altitudes, which are then used for data assimilation. ISSRs generally do not move with the wind. This has an influence on the lifetime and thus the climate impact of contrails. For this reason, the kinematic properties of ISSRs were analysed in this work in comparison to the local wind. It turned out that the wind speeds (mean value: 21 m/s) are on average larger than ISSR speeds (mean value: 15 m/s). ISSRs rotate slowly and usually move to the east, like the local wind. In addition, a synoptic timescale for the lifetime of contrails was determined and compared with the timescale for the sedimentation of contrail ice crystals. Both timescales are on the order of a few hours. For an effective use of alternative fuels to reduce the contrail effect, the sedimentation timescale has to be smaller than the synoptic timescale. Although alternative fuels reduce the climate impact of contrails, they initially lead to more contrail formation due to the higher hydrogen content. The size of this increase was determined using MOZAIC/IAGOS and ERA5 data. The results show that the use of alternative drop-in (kerosene-like) fuels results in a few percent (≈ 4.0 %) more persistent contrails. When using methane and liquid hydrogen as fuel, less than 10 % additional persistent contrails are expected, despite the even higher water vapour emissions. These contrails have less impact on the climate than contrails of kerosene-powered aircraft, as they are optically thinner and their ice crystals are larger on average, which means that the lifetime of such contrails is shorter on average

    Structural analysis of human UFMylation and ribosome quality control pathways

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    The vast majority of cellular functions are performed by proteins. Protein synthesis, also known as translation, is carried out by the ribosome. It is imperative that translation be as robust as possible, as incorrectly synthesized proteins could potentially lose their function, gain a new function that could have detrimental effects on the cell, or even form toxic aggregates due to misfolding. All of these outcomes can lead to disease in an organism, which is why translation is monitored by a number of pathways to ensure that it is carried out correctly and that any incorrectly synthesized proteins are disposed of. The ribosome quality control (RQC) pathway is one such failsafe. When ribosomes encounter a "roadblock" during translation, translation stalls. Stalled ribosomes not only halt their own translation, but also that of ribosomes trailing behind them, as those collide with the stalled ribosomes. Stalled ribosomes can be split into small 40S and large 60S ribosomal subunits. The large subunit of a split stalled ribosome still carries a transfer RNA (tRNA) bound to an incomplete nascent chain (a peptidyl-tRNA). This 60S-peptidyl-tRNA complex is recognized by the RQC component NEMF, which in turn recruits the E3 ligase LTN1, which ubiquitinates the nascent chain and targets it for degradation. NEMF is also capable of templateless addition of alanines to the nascent chain, also known as CATtailing. Following ubiquitination of the nascent chain, the endonuclease ANKZF1 cleaves the tRNA, releasing the nascent chain from the large subunit, allowing for its degradation by the proteasome. One area of RQC that remains particularly enigmatic is endoplasmic reticulum (ER) specific RQC (ER-RQC). Ribosome stalling at the ER leads to the nascent chain being trapped in the SEC translocon, making it inaccessible for ubiquitination via LTN1. Recent studies on ER-RQC have revealed that the ubiquitin-like modification UFM1 plays an essential role, with UFMylation of the large ribosomal subunit uL24 being necessary for nascent chain degradation. However, the underlying mechanisms remain unclear. The works presented in this thesis focus on ribosome UFMylation and the downstream responses that it elicits. Cryo-EM was used to determine the structure of the trimeric UFM1 E3 ligase (E3UFM1), showing that it has a unique role as both "writer" and "reader" of its own modification. Structural snapshots of the UFMylation reaction combined with release assays confirm that the E3UFM1 itself serves to disassociate 60S subunits from the SEC translocon as a general recycling mechanism. However, the E3 ligase’s initially uncovered binding mode is incompatible with the RQC machinery, as it requires the absence of tRNA, whereas NEMF exclusively recognizes peptidyl-tRNA bound 60S. Structural analysis of UFMylation under stalling conditions uncovered an alternate binding mode of the E3UFM1 component UFL1, in which it can coexist with NEMF on the same 60S, as well as further structural snapshots that showcase the temporal sequence of events in ER-RQC. Taken together, the results showcase UFMylation as a translocon-dissociation mechanism for the large ribosomal subunit, pulling double duty both in traditional termination as well as in ER-RQC via different binding modes of the E3 component UFL1

    Systematische Übersichtsarbeit zu Kurzinterventionen im Umgang mit Suizidalität in der Hausarztpraxis

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    Hintergrund Hausärzte spielen eine zentrale Rolle bei der Beurteilung und Diagnose von Suizidgedanken, insbesondere da sie häufig den ersten Kontaktpunkt für Menschen mit psychischen Erkrankungen darstellen. Angesichts der zeitlichen Einschränkungen, denen Hausärzte bei der Betreuung einzelner Patienten oft ausgesetzt sind, ist es entscheidend, dass Interventionen kurz und leicht vermittelbar sind. Diese systematische Literaturübersicht zielt darauf ab, geeignete kurze Interventionen für den Umgang mit Suizidalität und Depressionen zu identifizieren. Forschungsfrage Das Ziel ist es, verschiedene kurze Interventionen für die hausärztliche Praxis zu identifizieren, zu vergleichen und kritisch zu bewerten. Dieser Prozess zielt darauf ab, einen Überblick über bestehende Interventionen zu geben und die Ergebnisse zu diskutieren. Methoden Durchführung einer systematischen Literaturübersicht unter Verwendung der Datenbanken MEDLINE, EMBASE, The Cochrane Library, PSYNDEX und PsychINFO sowie manueller Durchsuchung. Die Suche war auf die Jahre 2000–2023 begrenzt. Bewertung des Verzerrungsrisikos mittels des Cochrane RoB 2 Tools. Beurteilung der Evidenzqualität mit GRADE. Einhaltung der PRISMA-DTA-Checkliste. Ein PROSPERO-Protokoll wurde eingereicht. Ergebnisse Die Literatursuche identifizierte 1248 Publikationen. Nach dem Screening-Prozess wurden 44 Arbeiten auf ihre Eignung geprüft, und letztlich wurden 5 Arbeiten für die Datenauswertung als geeignet erachtet. Es konnten 4 kurze Interventionen für Suizidalität in der hausärztlichen Praxis identifiziert werden. Schlussfolgerung Es wurden nur wenige kurze Interventionen im hausärztlichen Bereich identifiziert. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass suizidgefährdete Patienten oft zunächst in Notaufnahmen behandelt werden und intensive psychologische Betreuung benötigen. Dennoch sind erste vielversprechende Ansätze aufgetaucht, die auf einen weiteren Forschungsbedarf in diesem Bereich hinweisen.Background Primary care physicians play a pivotal role in the assessment and diagnosis of suicidal ideation, particularly given their frequent status as the initial point of con-tact for individuals with psychiatric conditions. Given the time constraints typically faced by primary care physicians in their interactions with individual patients, it is imperative that interventions be succinct and readily trainable. This systematic literature review seeks to identify viable brief interventions for the management of suicidality and depression. Research Question The aim is to identify, compare, and critically evaluate various brief interventions for primary care practices. This process aims to provide an overview of existing interventions and discuss the findings. Methods Conducting a systematic literature review utilizing the databases MEDLINE, EMBASE, The Cochrane Library, PSYNDEX, and PsychINFO, along with manual searching. The search was limited to the years 2000-2023. Assessment of the risk of bias using the Cochrane RoB 2 Tool. Evaluation of the quality of evidence using GRADE. Adherence to the PRISMA-DTA checklist. A PROSPERO protocol is submitted. Results The literature search identified 1248 publications. Following the screening process, 44 papers were assessed for eligibility, and ultimately, 5 papers were deemed suitable for data extraction. We could identify 4 brief interventions suitable for suicidality in primary care. Conclusion Few brief interventions conducted in the primary care setting have been identified. This may be attributed to the fact that suicidal patients are often initially managed in emergency departments and require intensive psychological care. Nevertheless, initial promising approaches have surfaced, indicating the need for further research in this domain

    Der Neue Atheismus unter dem Hammer Nietzsches

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