Ludwig-Maximilians-Universität München

Digitale Hochschulschriften der LMU
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    Postmortale Diagnostik einer hypo-/hyperglykämischen Stoffwechsellage

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    Sowohl aus straf- als auch aus zivilrechtlicher Sicht stellt sich im Rahmen von unbekannten Todesfällen in der Rechtsmedizin immer wieder die Frage nach einer möglichen Glucose-Stoffwechselentgleisung, welche direkt oder indirekt ursächlich für den Tod eines Menschen gewesen sein könnte. Diese kann u.a. durch die falsche Einnahme blutzuckersenkender Arzneistoffe, ggf. in Kombination mit verringerter oder erhöhter Kohlenhydrataufnahme als auch durch Applikation von Insulin entstehen. Während bei Lebenden eine quantitative Aussage über die aktuelle Glucose-Konzentration im Blut durch die Durchführung einer Blutzucker-Messung möglich ist, beeinflussen mehrere Faktoren den Rückschluss auf die Blutzucker-Konzentration zu Lebzeiten des Verstorbenen. Dazu zählen u.a. die Agonie, Begleiterkrankungen, Liegedauer, Infektionen oder ggf. durchgeführte iatrogene Maßnahmen. Diese und noch andere Gründe können jeweils eine Ausschüttung von Glucose regulierenden Hormonen bewirken und dadurch eine Dysbalance hervorrufen. Postmortal ist besonders das Aufdecken von Entgleisungen des Glucose-Stoffwechsels schwierig, da oftmals klare anatomisch-pathologische Befunde nicht vorhanden sind. Durch den quantitativen Nachweis von Insulin an Injektionsorten und/oder das anamnestizieren von klinischen Symptomen einer Stoffwechselstörung zum Todeszeitpunkt können zielführend sein. Ziel dieser Arbeitsstudie ist es, die im Rahmen von gerichtlich angeordneten Obduktionen entnommenen Asservate auf ihre Glucose- und Lactat-Konzentration zu untersuchen und die erhaltenen Ergebnisse auszuwerten. Dadurch soll eine bessere Einschätzung der Glucose-Stoffwechsellage ermöglicht werden, ob zum Todeszeitpunkt des Verstorbenen eine Störung oder sogar eine Entgleisung des Glucose-Stoffwechsels vorlag und ob und falls ja, inwieweit diese direkt oder indirekt für den Tod der Person ursächlich war

    Stereoselective functionalization of azetidines

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    The synthesis of functionalized azetidine molecules has been and will continue to be crucial in advancing organic chemistry, as azetidine frameworks are among the most valuable structural motifs present in natural products and commercialized drugs. Due to this, the area of synthetic organic chemistry is continuously striving to develop innovative techniques that surpass previous generations in terms of cost and sustainability. The fundamental purpose of this thesis is to meet the ongoing demand for the creation of supplementary techniques and alternatives. Therefore, this work presents the diastereoselective approach for the synthesis of the functionalized azetidine molecules under several conditions. Initially, a range of techniques were employed to develop effective and widely recognized procedures for synthesizing fundamental 3-arylated azetidine compounds using various Grignard reagents. At last, established various approaches to achieve α-lithiation followed by electrophile trapping of 3-arylated N-protected azetidine and further applications to peptide formation. Also, selective 3-arylated azetidine intermediates can be formed through strain-release approach by adding nucleophilic organometallic species to in situ produced azabicyclobutanes. For the N-arylation of the resultant azetidines, single pot methods were further developed using Buchwald-Hartwig couplings or SNAr reactions

    Evaluation der offenen operativen Therapiestrategie bei Ansatztendinopathie der Achillessehne

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    Das offene chirurgische Vorgehen bei einer Ansatztendinopathie der Achillessehne (IAT) findet nach Ausschöpfen der konservativen Therapiestrategien weiterhin breite Anwendung. Obwohl mehr als 90% der Patienten nach primärer offener operativer Sanierung der IAT eine signifikante Beschwerdelinderung, gemessen an fuß- und sprunggelenkspezifischen Scores, erfahren, geben 30-50% der Patienten Restbeschwerden an. Diese können, wie im Rahmen des Habilitationsprojektes dargestellt, zum Großteil auf einen postoperativen Schuhkonflikt und die von dem Eingriff resultierende Narbenbildung zurückgeführt werden. Obwohl einige Arbeiten nur geringe bis zum Teil gar keine Komplikation nach offener chirurgischer Sanierung einer Ansatztendinopathie der Achillessehne beschreiben, weisen die eigenen präsentierten Daten eine Minor Komplikationsrate von 14% auf, wobei die Wundheilungsstörung mit circa 75% führend ist. Zur Reduktion der beschriebenen, nicht unerheblichen, Komplikationsrate sind prädiktive Faktoren, wie z.B. radiologische Parameter oder demographische Daten wünschenswert. Zahlreiche Studien existieren, welche radiologische Parameter in Zusammenhang mit einer Symptomatik der IAT bringen. Welcher der radiologischen Pathologie oder deren Kombination jedoch wirklich ursächlich für die Beschwerden unserer Patienten ist, bleibt offen. Anhand der eigenen präsentierten Korrelations- und Vergleichsstudie konnte kein radiologischer Parameter erfasst werden, welcher signifikant die postoperative Patientenzufriedenheit gemessen anhand des VISA- A-G beeinflusste. Neben der Komplikationsrate, der zu erwartenden postoperativen Patientenzufriedenheit, stellt sich unter anderem die Frage der Rate an möglichen Rezidiven nach Primäroperation einer IAT. Bis dato konnte die Literatur keinen Aufschluss darüber geben, inwiefern Patienten nach primärer operativer Versorgung einer IAT ein Rezidiv entwickeln. Hauptproblem hierbei stellt sicherlich die Definition des „IAT-Rezidives“ an sich dar. Blickt man zu nationalen oder internationalen Fachverbänden der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie, bleiben diese eine Definition schuldig. Anhand einer eigenen Definition des IAT-Rezidives, welche sich an den fuß- und sprunggelenkspezifischen Score FFI im Langzeitverlauf richtet, und anhand der eigenen präsentierten Datenbank, konnte erstmalig eine Rezidivrate nach primärer offener chirurgischer Sanierung einer IAT über einen MITA zwischen 7-17% identifiziert werden. Es ist daher Aufgabe eines jeden Chirurgen seine Patienten nicht nur über die Wahrscheinlichkeit einer postoperative Beschwerdelinderung, sondern auch über die Wahrscheinlichkeit des Widerauftretens der Symptomatik zu unterrichten. Obwohl die Mehrheit der publizierten Studien nach offener Sanierung einer IAT über einen MITA über eine durchaus sehr positive postoperative Patientenzufriedenheit berichtet, bleibt die Frage offen, welchen Stellenwert eine Revisionsoperation eines IAT Rezidives, welches mit ca. 7-17% anzusiedeln ist, einnimmt. Anhand der dargestellten Ergebnisse können Orthopäden und Unfallchirurgen nach frustraner konservativer Therapie mit ihren Patienten eine IAT-Revisionsoperation diskutieren. Allerdings sollte den Patienten präoperativ verdeutlicht werden, dass trotz positiver Aussicht auf eine signifikante postoperative Beschwerdelinderung, ein hoher Prozentsatz mit postoperativen Restbeschwerden verglichen zur gesunden Normalbevölkerung rechnen muss. Weitere Forschungsarbeiten zur Ätiologie, Pathophysiologie und Therapiestrategie vornehmlich im Zuge von Big-Data Auswertungen sind erforderlich

    Body condition score bei Griechischen Landschildkröten (Testudo hermanni ssp.)

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    Evaluation der Leistung des VetScan Imagyst zur Diagnose von Giardia duodenalis in Kotproben von Hunden

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    Ausstieg aus dem BARFen

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    FLT3-directed antibody-drug conjugates to target leukemic stem cells in acute myeloid leukemia

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    A large part of acute myeloid leukemia (AML) patients is either refractory to induction therapy or relapses after treatment stop leading to poor prognosis especially in patients that are ineligible for hematopoietic stem cell transplantation. While fast-proliferating blasts are eradicated by chemotherapy, quiescent and drug resistant leukemic stem cells (LSCs) persist and fuel disease re-occurrence. Fms-like receptor tyrosine kinase 3 (FLT3) is overexpressed on LSCs and antibody-drug conjugates (ADCs) provide one elegant way to target this receptor and specifically deliver a toxin that is capable to eliminate those cells. In this project, two FLT3-targeting ADCs were developed either incorporating a microtubule-toxin or a DNA-damaging drug. Primary goal was to investigate if those ADCs can eradicate LSCs and which payload to choose for this purpose. To this end, the previously generated chimeric FLT3 monoclonal antibody (mAb) 20D9 was humanized and out of several candidates 20D9h3-mAb was selected due to high and specific binding to wildtype and mutant FLT3, fast internalization and good producibility. I show here that while microtubule-toxins have a largely reduced toxicity on cell lines in proliferation arrest, the activity of the DNA-damaging drug DUBA is sustained in this setting which may indicate its better suitability for LSC targeting. Drugs from both classes were conjugated to 20D9h3-mAb resulting in 20D9h3-DUBA and 20D9h3-MMAF. Both ADCs effectively eliminated FLT3-positive cell lines via inhibition of proliferation and apoptosis induction. While 20D9h3-MMAF arrests cells in G2/M, 20D9h3-DUBA halts the cell cycle in G1/S and triggers DNA damage repair via ATR-CHK1 pathway. The efficacy of either ADC towards leukemic stem and progenitor cells was analyzed in-depth in vitro/ex vivo using AML patient-derived xenograft (PDX) and primary cells. 20D9h3-DUBA was highly effective in preventing colony growth in colony-forming unit (CFU) and long-term culture initiating cell (LTC-IC) assays as well as leukemic outgrowth in NSG mice even at concentrations as low as 0.025 µg/ml. It could be shown that its anti-LSC activity is mediated via both FLT3 and FcγRI, which is targeted by the IgG1 antibodies’ constant part. Despite the common notion that microtubule-toxins are not suitable to eliminate LSCs, also 20D9h3-MMAF treatment of AML-393 or -388 PDX cells prevented engraftment in 4/5 and 5/5 mice, respectively. However, in colony assays 20D9h3-MMAF had a reduced activity compared to 20D9h3-DUBA. Either ADC only marginally affected healthy CD34-positive bone marrow cells at the relevant doses which highlights the suitability of FLT3 as an LSC target. In contrast to the stable P5-conjugated 20D9h3-MMAF, 20D9h3-DUBA employs a maleimide-linker and a hydrophobic linker payload which comes with several limitations. Those include ADC aggregate formation and instability in vivo due to thiol-exchange reaction and rodent-specific carboxylesterase 1c (CES1c) cleavage. Despite those short-comings, 2x3 mg/kg intravenous dosage of either ADC led to strong and durable leukemia reductions in AML-388 PDX mouse models. Lastly, combinations of 20D9h3-DUBA with inhibitors of ATR and BCL-2 were tested, which both synergistically enhanced the ADC’s activity and could be especially promising for certain patient subsets e.g., p53 mutated patients. Overall, it was shown that FLT3-ADCs can be used for the targeted elimination of LSCs and that both DUBA and MMAF are possible payloads for this purpose. Further improvements of the linker of the DUBA-ADC and the drug loading of the MMAF-ADC will eventually allow the selection of a candidate to enter pre-clinical evaluations

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