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Mobbing tut mir Leid
Warum funktioniert die Aktivierung der Außenstehenden nicht? Oder genauer gefragt: Wieso gelingt es Präventions- wie Interventionsprogrammen nicht, eine große Untergruppe der Antibullies, die zusammen mit Verteidigern insgesamt durchschnittlich 60% einer Schulklasse bilden, so zu befähigen, dass Mobbing vielleicht kaum, aber in jedem Fall schwerer eine Chance hat, sich zu entfalten? Die vorliegende Arbeit hebt zwei wesentliche Aspekte zur Klärung dieser zentralen, international geteilten Forschungsfrage heraus: die Heterogenität der Außenstehenden und die Rolle des Konstruktes Personal Distress. Auf Basis zweier Datensätze (NH=1631, NN=326) von deutschen Siebt- bis Zehntklässlern verschiedener Schultypen werden beide Aspekte und deren Interdependenzen anhand zweier aus bestehender Theorie abgeleiteten Forschungsfragen validiert und anschließend in bestehendes Wissen integriert, um die Bedeutsamkeit wie Grenzen der Erklärungskraft beider Aspekte zu kontrastieren.Why isn’t it possible to activate outsiders? Or to put it more precisely: Why do prevention and intervention programs not succeed in empowering a large subgroup of antibullies in such a way that bullying may hardly have a chance to unfold or in any case will be less prevalent? After all, together with defenders, they would form 60% of their class, that is the majority. This work highlights two essential aspects for clarifying this central, internationally shared research question: the heterogeneity of the outsider group and the role of personal distress. Based on two data sets (NH=1631, NN=326) from German seventh to tenth graders from different school types, both aspects are validated by analyzing two hypotheses and their interdependencies derived from existing theory. Afterwards they are integrated into existing knowledge in order to contrast the significance and limits of the explanatory power of both aspects
The interplay between the evolution and dynamics of stellar systems
A significant fraction of stars in the Universe exist within binary and multiple-star systems, while others reside in dense stellar environments like star clusters. These stars evolve quite differently from their isolated counterparts due to various interactions with their companions, some of which include mass transfer, stellar tides, stellar encounters, and collisions. Many fascinating observational phenomena, such as gravitational wave emission and tidal disruption events, occur due to these interactions. In this thesis, I studied this interplay between stellar evolution and dynamics, specifically focusing on hierarchical multiple-star systems and the gravitational encounters of stars.
First, I investigated the mergers of compact objects, i.e., black holes and neutron stars, within quadruple-star systems. These mergers garner considerable interest as the progenitors of gravitational wave emission. Utilizing the population synthesis code \texttt{MSE}, I found that secular evolution in quadruples, which can induce high eccentricities in the stellar orbits, plays a pivotal role in bringing the compact objects close enough to merge within a Hubble time. Furthermore, binary black hole mergers in such systems can represent a significant fraction of the observed rates.
The reliability of such population synthesis studies hinges upon understanding the evolution of multiple-star systems, necessitating a comprehensive analysis of their dynamical stability. Using neural network classifiers in conjunction with the -body code \texttt{MSTAR}, I accurately classified triples and quadruples as stable or unstable by assessing their long-term boundedness. Specifically for triples, I refined and enhanced the accuracy of an existing analytical classification formula. This study sheds light on the long-term stability of these systems, offering crucial insights into their evolution and dynamics.
Additionally, I explored close encounters between stars and stellar-mass black holes within the context of star clusters. These interactions often lead to micro tidal disruption events (TDEs), which alter the trajectories and masses of the involved objects. By conducting detailed 3D simulations using the hydrodynamics code \texttt{AREPO} and the stellar evolution code \texttt{MESA}, I determined the masses, spins, and orbital trajectories of the remnants resulting from partial TDEs. The derived analytical formulae provide a valuable tool for accurately modeling star-black hole interactions within star cluster environments.
These studies underscore the importance of external factors in shaping the evolution of stars. Therefore, it is essential to understand stellar dynamics and mass transfer interactions, in addition to single star evolution, to paint a complete picture of their lives.Ein erheblicher Teil der Sterne im Universum existiert in Doppel- und Mehrfachsystemen, während andere in dichten stellaren Umgebungen wie Sternhaufen leben. Derartige Sterne entwickeln sich anders als ihre isolierten Gegenstücke aufgrund verschiedener Wechselwirkungen mit ihren Begleitern, wie beispielsweise der wechselseitige Transfer von Masse, stellare Gezeitenkräfte, oder gegenseitige Bahnablenkungen und Kollisionen. Viele faszinierende Beobachtungsphänomene, wie die Emission von Gravitationswellen und Gezeiten-Sternzerrissereignis, sind auf diese Wechselwirkungen zurückzuführen. In dieser Arbeit habe ich das Zusammenspiel zwischen Sternentwicklung und -dynamik untersucht und konzentriere mich dabei auf hierarchische Mehrfachsternsysteme und die gravitative Wechselwirkung von Sternen.
Zunächst untersuchte ich die Verschmelzung von kompakten Objekten, d.h. von Schwarzen Löchern und Neutronensternen in Vierfachsternsystemen. Diese Verschmelzungen sind von großem Interesse, da sie die Ursache für die Emission von Gravitationswellen sind. Mithilfe des Populationssynthese-Codes \texttt{MSE} habe ich herausgefunden, dass die säkulare Entwicklung in Vierfachsternsystemen, die hohe Exzentrizitäten in den stellaren Umlaufbahnen hervorrufen kann, eine entscheidende Rolle dabei spielt, die kompakten Objekte nah genug aneinander heranzubringen, um innerhalb der Hubble-Zeit zu verschmelzen. Darüber hinaus kann die Verschmelzung von binären Schwarzen Löchern in derartigen Systemen erheblich zu den beobachteten Raten beitragen.
Die Zuverlässigkeit solcher Populationssynthesestudien hängt von Verständnis der Entwicklung von Mehrfachsternsystemen ab, was eine umfassendes Analyse ihrer dynamischen Stabilität erfordert. Mit Hilfe von Klassifikationsverfahren für neuronale Netze in Verbindung mit dem -Körper code \texttt{MSTAR} habe ich Dreifach- und Vierfachsysteme durch die Bewertung ihrer langfristigen Gebundenheit als stabil oder instabil definieren können. Insbesondere für Dreifachsysteme habe ich die Genauigkeit einer bestehenden analytischen Klassifizierungsformel verfeinert und verbessert. Diese Studie erforscht daher eingehend die langfristige Stabilität dieser Systeme und bietet wichtige Einblicke in ihre Entwicklung und Dynamik.
Darüber hinaus untersuchte ich die gravitative Wechselwirkung zwischen Sternen und stellaren Schwarzen Löchern im Kontext von Sternhaufen. Diese Wechselwirkungen führen häufig zu Mikrogezeitenstörungen (TDEs), welche die Flugbahnen und Massen der beteiligten Objekte verändern. Mit Hilfe detaillierter 3D-Simulationen unter Verwendung des Hydrodynamik-Codes \texttt{AREPO} und des Sternentwicklung-Codes \texttt{MESA} habe ich die Massen, Spins und Umlaufbahnen nach partiellen TDEs bestimmt. Die daraus abgeleiteten analytischen Formeln sind ein wertvolles Werkzeug für die genaue Modellierung von Wechselwirkungen zwischen Sternen und Schwarzen Löchern in Sternhaufenumgebungen.
Diese Studien unterstreichen die Bedeutung externer Faktoren für die Entwicklung von Sternen. Sie zeigen, wie wichtig es ist, neben der Entwicklung einzelner Sterne auch die stellare Dynamik und die Wechselwirkungen des Massentransfers zu verstehen, um ein vollständiges Bild ihres Lebens zu zeichnen
Zweidimensionale Speckle-Tracking Strain-Analyse zur Bestimmung des Globalen Longitudinalen Strains bei gesunden Dobermännern
Beim Menschen können mithilfe der zweidimensionalen Speckle-Tracking Strain-Analyse bereits frühzeitig myokardiale Dysfunktionen erkannt werden (DANDEL et al., 2009; STANTON et al., 2009; KALAM et al., 2014; SMISETH et al., 2016). Dabei wird der Globale Longitudinale Strain (GLS) als sensitiver für die Beurteilung der systolischen Funktion gewertet als die im klinischen Alltag als Goldstandard geltende linksventrikuläre Ejektionsfraktion (STANTON et al., 2009; KALAM et al., 2014; SMISETH et al., 2016; ADAMO et al., 2017; RAAFS et al., 2022). Somit könnte der GLS ein hilfreicher Parameter für das Screening auf Dilatative Kardiomyopathie (DCM) sein (VERDONSCHOT et al., 2020; WESS, 2022) Dobermänner sind prädisponiert für die Entstehung einer DCM (TIDHOLM et al., 2001). Im Laufe ihres Lebens entwickeln 58,2 % der Europäischen Dobermänner diese Erkrankung (WESS et al., 2010), weshalb eine frühzeitige Erkennung in Bezug auf die Therapie und die Zucht hilfreich ist. Bevor jedoch der GLS bei an DCM erkrankten Dobermännern angewendet werden kann, ist eine Evaluation der Methode in gesunden Dobermännern notwendig.
Ziel dieser Studie war es, bei gesunden Dobermännern (1) den GLS des gesamten linken Ventrikels (GLSAV) und des linksapikalen Vier-Kammer-Blickes (GLSA4C) zu evaluieren und zu vergleichen mithilfe von zwei verschiedenen herstellerunabhängigen Softwareprogrammen für die zweidimensionale Speckle-Tracking Strain-Analyse, (2) Referenzwerte für den GLSAV und den GLSA4C zu etablieren, (3) den Anwendereinfluss auf die Messvariabilität und (4) den Einfluss von Herzfrequenz, Alter, Geschlecht, Körpergewicht und Körperoberfläche auf den GLSAV zu bestimmen.
Hierzu wurden 120 gesunde Dobermänner kardiologisch untersucht und sowohl der GLSAV als auch der GLSA4C unter Verwendung der Softwareprogramme AutoSTRAIN© (AUTO) und 2D Cardiac Performance Analysis© (CPA) der Firma TomTec Imaging Systems GmbH bestimmt und miteinander verglichen.
Mit beiden Softwareprogrammen konnten ähnliche GLS-Werte beim gesunden Dobermann ermittelt werden. Dennoch war ein kleiner, statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Werten beider Programme festzustellen. Der geringste Unterschied mit einer mittleren Differenz von 0,23 % (p = 0,022) bestand für den GLSAV bei einer positiven Korrelation von r = 0,84 (p < 0,001). Der größte Unterschied wurde beim GLSA4C festgestellt. Für den endsystolischen GLSA4C betrug die mittlere Differenz -0,81 % (p < 0,0001) bei einer mäßig positiven Korrelation von r = 0,61 (p < 0,001). Beim Vergleich von GLSAV mit dem GLSA4C existierte bei AUTO kein signifikanter Unterschied zwischen den ermittelten Werten. Im Gegensatz dazu bestand bei CPA ein signifikanter Unterschied mit einer mittleren Differenz von -0,89 % (p < 0,0001) für den endsystolischen GLSA4C und einer mittleren Differenz von -0,56 % (p = 0,0001) für den Peak GLSA4C. Daher ist der GLSAV dem GLSA4C zur Beurteilung der systolischen Funktion beim Dobermann vorzuziehen. Sollte der GLSAV nicht ermittelt werden können, kann der GLSA4C eine Alternative darstellen, insbesondere wenn AUTO anstelle von CPA für die Bestimmung verwendet wird.
Softwarespezifische Referenzwerte konnten für den GLSAV und den GLSA4C etabliert werden. Insgesamt sind die ermittelten Referenzwerte für den GLSAV als auch den mit AUTO bestimmten GLSA4C sehr ähnlich. Aus diesem Grund sollten die festgestellten Unterschiede in den Werten zwischen den Softwareprogrammen aus klinischer Sicht eine untergeordnete Rolle spielen.
Die Intra- und Interobserver-Messvariabilität war gering bis sehr gering. Alle Variationskoeffizienten lagen unter 15 %, was als klinisch akzeptable Grenze angesehen wird (CORDA et al., 2019). Erwartungsgemäß war die Intraobserver-Messvariabilität für Messungen am selben Tag besser als für Messungen an verschiedenen Tagen. Der niedrigste Variationskoeffizient bei der Interobserver-Messvariabilität wurden für den mit AUTO bestimmten GLSAV nachgewiesen, wobei dies interessanterweise unabhängig vom Erfahrungsgrad des Anwenders war. Für den mit CPA ermittelten GLSAV und den mit AUTO bestimmten GLSA4C war die Messvariabilität mit zunehmender Erfahrung geringer. Für die übrigen GLS-Werte war der Einfluss der Erfahrung variabel. Insgesamt war sowohl die Intra- als auch die Interobserver-Messvariabilität für AUTO tendenziell geringer.
Weder das Alter noch das Geschlecht, das Körpergewicht, die Körperoberfläche oder die Herzfrequenz hatten einen Einfluss auf den GLSAV in unserer Studie.
Somit ist der GLS ein nützlicher und reproduzierbarer Parameter zur Beurteilung der systolischen Funktion beim Dobermann im klinischen Alltag.Two-dimensional speckle tracking-derived strain can detect even early myocardial dysfunction in humans (DANDEL et al., 2009; STANTON et al., 2009; KALAM et al., 2014; SMISETH et al., 2016). Furthermore, global longitudinal strain (GLS) is regarded as more sensitive for the assessment of systolic function compared to left ventricular ejection fraction, which is the gold standard in daily practice (STANTON et al., 2009; KALAM et al., 2014; SMISETH et al., 2016; ADAMO et al., 2017; RAAFS et al., 2022). Therefore, GLS could be a valuable parameter for screening purpose for dilated cardiomyopathy (DCM) (VERDONSCHOT et al., 2020; WESS, 2022). Doberman Pinschers are predisposed for the development of DCM (TIDHOLM et al., 2001). A total of 58.2 % of the European Doberman Pinschers develop the disease during the course of their life (WESS et al., 2010). Hence, early recognition of the disease is essential in terms of therapy and breeding programs. However, before GLS can be used to assess systolic function in Doberman Pinschers with DCM, it must be evaluated in healthy Doberman Pinschers first.
Therefore, our aim was (1) to evaluate and compare two-dimensional speckle tracking-derived GLS of the entire left ventricle (GLSAV) and of the left apical four-chamber-view (GLSA4C) using two vendor-independent software programs in healthy Doberman Pinschers; (2) to establish reference values for both GLSAV and GLSA4C; (3) to determine the observer component of measurement variability; and (4) to analyze the effect of age, sex, body weight, body surface area and heart rate on GLSAV.
Thus, a total of 120 healthy Doberman Pinschers were evaluated and GLSAV as well as GLSA4C were determined and compared by use of AutoSTRAIN© (AUTO) and 2D Cardiac Performance Analysis© (CPA) from TomTec Imaging Systems GmbH.
Similar GLS values were determined with both software programs in healthy Doberman Pinschers. Nevertheless, a small, but significant difference existed between both programs regarding all GLS values. This difference was smallest for GLSAV with a mean difference between AUTO and CPA of 0.23 % (p = 0.022) and a positive correlation of r = 0.84 (p < 0.001). The greatest difference existed for GLSA4C with a mean difference for the end-systolic GLSA4C of -0.81 % (p < 0.0001). The correlation for the end-systolic GLSA4C was only moderately positive with an r = 0.61 (p < 0.001). When comparing GLSAV with GLSA4C, no difference could be found between the determined GLS values if AUTO was used for the analysis. However, a significant difference existed if CPA was used with a mean difference for the end-systolic GLSA4C of -0.89 % (p < 0.0001) and a mean difference for the peak GLSA4C of -0.56 % (p = 0.0001). Therefore, GLSAV should be preferred over GLSA4C for the assessment of systolic function in Doberman Pinschers. If the acquisition of GLSAV is not possible, GLSA4C might represent an alternative, especially if AUTO instead of CPA is used for the assessment.
Software specific reference values were established for both GLSAV and GLSA4C. The determined reference values are very similar for GLSAV as well as the GLSA4C measured with AUTO. Hence, the detected differences between both programs in terms of the determined GLS values can be regarded as clinically insignificant.
Intra- and interobserver measurement variability was very low to low. All coefficients of variation were below 15 % , which is regarded as clinical acceptable (CORDA et al., 2019). As expected, the within-day intraobserver measurement variability was lower compared to the between-day intraobserver measurement variability. The lowest interobserver measurement variability could be detected for GLSAV measured with AUTO. Interestingly, this was independent of level of experience. Less interobserver measurement variability was achieved with higher experience for GLSAV determined with CPA and GLSA4C measured with AUTO. For the remaining GLS values, the effect of experience on measurement variability was variable. In general, both the intra- and interobserver measurement variability was slightly lower for AUTO compared to CPA.
Neither age, nor sex, body weight, body surface area or heart rate had an impact on GLSAV in our study.
Therefore, GLS represents a feasible and reproducible parameter for the assessment of systolic function in daily clinical practice in Doberman Pinschers
Indicators of diagnostic competence
Teachers’ diagnostic competence is essential for the effectiveness of their educational decisions. Facing the increasing heterogeneity of the student population, teachers’ diagnostic competence becomes crucial to identifying the different needs of their students individually. Hence, teacher education programs aim to foster diagnostic competence. Accordingly, research interest in teachers’ diagnostic competence has increased, aiming to derive implications for teacher education programs. However, a systematic investigation of the construct of diagnostic competence is scarce.
The research presented in this dissertation provides first steps toward such an investigation by approaching diagnostic competence using different indicators assessed close to real life in a developed simulation of diagnostic one-on-one interviews. The relationships between cognitive resources, affective-motivational resources, characteristics of the diagnostic process, and the quality of diagnostic performance are empirically investigated, measured in an authentic yet controlled setting. It was investigated whether cognitive and affective-motivational resources interact, how characteristics of the diagnostic process can be operationalized, and how the different indicators relate to each other. Additionally, it was investigated whether the presentation format of the simulation or the participants’ perception of the simulation affect the development of pre-service teachers’ interest.
This dissertation summarizes the findings of three manuscripts and reports on data of two studies. The first and second manuscripts refer to the first study (N=65, N=63) addressing the investigation of relationships between different indicators of diagnostic competence. The third manuscript reports on data from the second study (N=81) analyzing the effects of the presentation format and perception of the simulation on the development of individuals’ interest, comparing a role-play and a video simulation.
The results indicate that research and teacher training programs on diagnostic competence should address all indicators of diagnostic competence, namely cognitive and affective-motivational resources, characteristics of the diagnostic process, and the quality of diagnostic performance, since those indicators show significant relations and interactions. Addressing competence close to real life using simulations appears to be beneficial from an assessment and learning perspective.Die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften ist wichtig für die Wirksamkeit ihrer pädagogischen Entscheidungen. Angesichts einer zunehmenden Heterogenität der Schülerpopulation ist die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften von entscheidender Bedeutung, um die unterschiedlichen Bedürfnisse einzelner Schülerinnen und Schüler identifizieren zu können. Ein Ziel der Lehramtsausbildung ist daher die Förderung der diagnostischen Kompetenz. Dementsprechend hat auch das Forschungsinteresse an der diagnostischen Kompetenz von Lehrkräften zugenommen, mit dem Ziel, Empfehlungen für die Lehramtsausbildung abzuleiten. Eine systematische Untersuchung des Konstrukts der diagnostischen Kompetenz ist jedoch kaum vorhanden.
Die in dieser Dissertation vorgestellten Forschungsarbeiten stellen erste Schritte in Richtung einer solchen Untersuchung dar, indem diagnostische Kompetenz anhand verschiedener Indikatoren operationalisiert wird, die in einer entwickelten Simulation diagnostischer Einzelinterviews realitätsnah gemessen werden. Es wurden die Zusammenhänge zwischen kognitiven Ressourcen, affektiv-motivationalen Ressourcen, Merkmalen des diagnostischen Prozesses und der Qualität der diagnostischen Leistung, gemessen in einem authentischen, aber kontrollierten Setting, empirisch untersucht. Es wurde untersucht, ob kognitive und affektiv-motivationale Ressourcen interagieren, wie Merkmale des diagnostischen Prozesses operationalisiert werden können und wie sich die verschiedenen Indikatoren diagnostischer Kompetenz zueinander verhalten. Darüber hinaus wurde untersucht, ob das Präsentationsformat der Simulation oder die Wahrnehmung der Simulation die Entwicklung des Interesses der angehenden Lehrkräfte beeinflusst.
Die vorliegende Dissertation fasst die Ergebnisse von drei Manuskripten zusammen und berichtet Daten aus zwei Studien. Das erste und das zweite Manuskript beziehen sich auf die erste Studie (N=65,N=63), die sich mit der Untersuchung von Beziehungen zwischen verschiedenen Indikatoren der diagnostischen Kompetenz befasst. Das dritte Manuskript bezieht sich auf Daten einer zweiten Studie (N=81), in der Effekte des Präsentationsformats der Simulation und der Wahrnehmung der Simulation auf die Entwicklung des Interesses der Teilnehmenden untersucht wurden, wobei eine Rollenspiel- und eine Videosimulation verglichen wurden.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Forschungsarbeiten und Aus- beziehungsweise Weiterbildungsprogramme für Lehrkräfte zur diagnostischen Kompetenz alle Indikatoren der diagnostischen Kompetenz berücksichtigen sollten, genauer gesagt kognitive und affektiv-motivationale Ressourcen, Merkmale des diagnostischen Prozesses und die Qualität der diagnostischen Leistung, da diese Indikatoren signifikante Beziehungen und Interaktionen aufweisen. Die realitätsnahe Auseinandersetzung mit Kompetenz mittels Simulationen erscheint sowohl hinsichtlich der Messung, aber auch der Förderung von Kompetenzen vorteilhaft
Behandlung von im Tierversuch experimentell induzierten Sehnenteildefekten mit adulten, autologen und allogenen, aus Fettgewebe gewonnenen regenerativen Zellen
Aus Fettgewebe gewonnene regenerative Zellen (sogenannte adipose-derived regenerative cells; ADRCs) mit den darin enthaltenen Stammzellen stellen eine vielversprechende Therapiemethode zur Geweberegeneration dar. In zwei kürzlich publizierten klinischen Studien zur Behandlung von Teilrupturen der Supraspinatussehne (sogenannte partial-thickness rotator cuff tears) zeigte die intratendinöse Injektion autologer ADRCs einen deutlichen Therapieerfolg im Vergleich zur Injektion von Kortikosteroid zusammen mit einem Lokalanästhetikum; bei der intratendinösen Injektion von allogenen, aus ADRCs isolierten Stammzellen (sogenannte cultured adipose-derived stem cells; ADSCs) blieb der Therapieerfolg jedoch aus. Die biologischen Hintergründe dieser Phänomene sind weitgehend unklar. Daher wird in der vorliegenden Arbeit der Frage nachgegangen, welche zellulären und molekularen Mechanismen hinter den beschriebenen Phänomenen stehen, und ob bei der Behandlung von Sehnenpathologien gegebenenfalls auch eine Transplantation von allogenen ADRCs sinnvoll ist, wie sie kürzlich in anderem klinischen Zusammenhang in der Literatur beschrieben wurde.
In zwei Versuchen wurden insgesamt 44 Kaninchen nach experimenteller Erzeugung eines partiellen Defekts der gemeinsamen Calcaneussehne (beim Menschen: Achillessehne) in verschiedene Gruppen eingeteilt, im Anschluss am Ort des Gewebedefekts mit allogenen ADRCs (Versuch I) bzw. autologen ADRCs (Versuch II) behandelt, und nach 12 Wochen (sowie in Versuch II zusätzlich nach 4 Wochen) zur histologischen und immunhistochemischen Untersuchung von Schnitten der behandelten Sehnen (beide Versuche) sowie zur biomechanischen Testung (Versuch II) euthanasiert.
Während sich in Versuch I nach Transplantation allogener ADRCs im Vergleich zur Scheinbehandlung sogar ein tendenziell schlechteres histologisches Gewebebild zeigte, fand sich in Versuch II nach Transplantation autologer ADRCs im Vergleich zur Scheinbehandlung ein deutlich verbessertes histologisches Gewebebild, eine erhöhte Expression von Prokollagen I, eine verringerte Expression von Kollagen Typ III, ein vermehrtes Auftreten des für Sehnengewebe typischen „crimp pattern“, ein verstärktes Vorkommen von M2-Makrophagen, eine niedrigere Zellularität mit kontinuierlichem Abfall des Zellgehalts sowie biomechanische Eigenschaften von homogenem Sehnengewebe.
Insgesamt deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass durch die Transplantation autologer ADRCs – nicht aber durch die Transplantation allogener ADRCs – ein Regenerationsprozess im Sehnengewebe in Gang gesetzt wird, der der frühen postnatalen Sehnenreifung gleicht und ohne wesentliche Bildung von Narbengewebe stattfindet.
Zusammenfassend sind diese Ergebnisse von erheblicher Bedeutung für die Behandlung von Sehnenteilrupturen mit adulten, autologen, aus Fettgewebe gewonnenen regenerativen Zellen