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A triple distinction of cerebellar function for oculomotor learning and fatigue compensation
The cerebellum implements error-based motor learning via synaptic gain adaptation of an inverse model, i.e. the mapping of a spatial movement goal onto a motor command. Recently, we modeled the motor and perceptual changes during learning of saccadic eye movements, showing that learning is actually a threefold process. Besides motor recalibration of (1) the inverse model, learning also comprises perceptual recalibration of (2) the visuospatial target map and (3) of a forward dynamics model that estimates the saccade size from corollary discharge. Yet, the site of perceptual recalibration remains unclear. Here we dissociate cerebellar contributions to the three stages of learning by modeling the learning data of eight cerebellar patients and eight healthy controls. Results showed that cerebellar pathology restrains short-term recalibration of the inverse model while the forward dynamics model is well informed about the reduced saccade change. Adaptation of the visuospatial target map trended in learning direction only in control subjects, yet without reaching significance. Moreover, some patients showed a tendency for uncompensated oculomotor fatigue caused by insufficient upregulation of saccade duration. According to our model, this could induce long-term perceptual compensation, consistent with the overestimation of target eccentricity found in the patients’ baseline data. We conclude that the cerebellum mediates short-term adaptation of the inverse model, especially by control of saccade duration, while the forward dynamics model was not affected by cerebellar pathology
B Cells and White Matter Integrity – Exploring the Influence of CD5+ B Cells on White Matter Alterations in Depression and Maltreatment
Das Immunsystem ist an verschiedenen Erkrankungen beteiligt; die direkten Zusammenhänge sind jedoch oft unklar. Dies gilt ebenfalls für die Major Depressive Disorder (MDD), bei der man vermehrt Veränderungen in der weißen Substanz (WM) findet. Hier stellt sich die Frage, ob das Immunsystem Einfluss auf die WM hat. Daher wurden folgende Hypothesen aufgestellt: 1. Patient*innen mit MDD haben eine niedrigere Anzahl an CD5+ B-Zellen. 2. Die WM ist bei Patient*innen mit MDD und/oder Misshandlungserfahrungen in der Kindheit verändert. 3. Es besteht eine Korrelation zwischen Veränderungen der WM und CD5+ B-Zellen.
Aus der FOR2107-Kohorte wurden insgesamt 159 Teilnehmende ausgewählt.
Es gab keinen Zusammenhang zwischen der Diagnose und CD5+ B-Zellen (p = .500). Allerdings fanden wir einen signifikanten Effekt einer niedrigeren fraktionellen Anisotropie (FA) bei Teilnehmenden mit MDD (p = .0484). Außerdem wurde eine positive Korrelation zwischen FA und CD5+ B-Zellen festgestellt (p = .0378).The immune system is involved in various illnesses, yet the direct connections are often unclear. This is particularly true for Major Depressive Disorder (MDD), a prevalent condition with insufficiently understood causes. In MDD there are increased changes in the white matter (WM). This raises the question of whether the immune system also influences WM. Based on these observations, we proposed three hypotheses: 1. Patients with MDD have lower serum levels of CD5+ B cells. 2. The WM is altered in patients with MDD and/or childhood maltreatment. 3. There is a correlation between changes in the WM and CD5+ B cells.
A total of N = 159 participants were selected from the FOR2107 cohort.
There was no association between diagnosis and CD5+ B cells (p = .500). Nevertheless, we found a significant main effect of lower fractional anisotropy (FA) in participants with MDD (p = .0484. Additionally, we identified a positive correlation between FA and CD5+ B cells (p = .0378)
Das Biographische Portal NRW:mobilisiert biographische Information aus Nordrhein-Westfälischer Bibliographie, bibliothekarischer Medienerschließung und Online-Publikationen
Seit 2015 verfügt Nordrhein-Westfalen über das Biographische Portal NRW, das datenbankbasiert die zahlreichen Personen zugänglich macht, über welche die von den Universitäts- und Landesbibliotheken und dem Hochschulbibliothekszentrum (hbz) des Landes erstellte Nordrhein-Westfälische Bibliographie (NWBib) Literatur nachweist. Die Untersuchung befasst sich mit Herkunft, Eigenart und Reichweite der Portalinformationen, im Vergleich auch zu anderen biographischen Sammelwerken. Die auf Kernangaben bibliothekarischer Sacherschließung konzentrierte Personenbeschreibung (Biogramm) des Portals wird dabei aus deren Entwicklung transparent gemacht. Die knappen genormten Angaben ermöglichen es, die derzeit 40.000 Personen des Portals vielfältig zu recherchieren und zu ordnen. Dargestellt wird zudem die umfangreiche externe Information, zu der das Portal per Link hinführt, so zu jeweiligen Personen zugehörigen Titeln im hbz-Katalog incl. NWBib als Literaturhinweisen. Zudem leiten je Person gebündelte Links auf biographische Beiträge anderer Online-Informationsmittel. Nach Darstellung seiner Geschichte beschließen Vorschläge die Abhandlung, das Portal und zugleich die NWBib signifikant retrospektiv zu erweitern
Data Literacy in Zeiten von Big Data und STEAM:Ein Blick auf das Zusammenspiel der Teilkompetenzen 'Datenerhebung' und 'Datenauswertung' im Rahmen einer transdisziplinären Bildung
In einer digitalisierten Gesellschaft ist der kompetente Umgang mit Daten von großer Bedeutung. Data Literacy umfasst das reflektierte Erheben, Organisieren, Auswerten und Kommunizieren von Daten und sollte ab der frühkindlichen Bildung gefördert werden. Mittels Design-Based Research untersucht diese Dissertation den Einfluss der eigenständigen Datenerhebung durch Jugendliche auf den reflektierten Umgang mit Daten und stellt ein transdisziplinäres Lehrkonzept für den Sekundarbereich vor, welches entwickelt, erprobt und evaluiert wurde. Die Ergebnisse zeigen: (i) eine eigenständige Datenerhebung steigert die reflektierte Auswertung eines Datensatzes, (ii) Technologien wie immersive virtuelle Realität und Mikrocontroller unterstützen den Prozess, (iii) eine transdisziplinäre Projektwoche zum Thema Mobilitätswende kann die Selbstwirksamkeit der Lernenden hinsichtlich eines reflektierten Umgangs mit Daten erhöhen
"Entwicklungspotenzial von Jugendlichen ist wichtigster therapeutischer Verbündeter":Tag der Jugend am 12. August: Psychiater Georg Romer spricht über Sorgen und Ängste von Kindern und Jugendlichen
Trotz der bedrohlichen Lage in vielen Regionen der Welt steigt die Zuversicht vieler Kinder und Jugendlicher in die Zukunft der Gesellschaft. Das hängt unter anderem mit dem Vertrauen in das eigene soziale Umfeld zusammen, erklärt Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Georg Romer in der neuen Folge des "Umdenken"-Podcasts. "Das Vertrauen vieler Menschen in Freunde und Familie ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das trägt zur Zuversicht bei", unterstreicht der Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Münster, der zugleich Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie des Universitätsklinikums Münster ist. Dennoch gebe es Personengruppen, die insbesondere als Ergebnis der Coronapandemie "den sozialen Anschluss verloren" haben