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Auslandsaufenthalte im Studiengang der Zahnheilkunde am Studienstandort Münster – eine Bedarfsanalyse zur Möglichkeit von internationalen Studienaufenthalten
Introduction: Stays abroad in the form of study visits and clinical traineeships, for example, have been rare in dentistry degree programmes in Germany to date. The new ZApprO (date of issue: 8 July 2019) offers the opportunity to integrate stays abroad into the degree programme through the introduction of modules, ECTS points and clinical traineeships, among other things. The aim of this study was to analyse the student perspective on this topic. Methodology: In the summer term of 2021, a voluntary and anonymous online survey was conducted among dental students at the University of Münster. In addition to demographic data, the questionnaire also included key questions on content. Results: With a response rate of 55%, a total of 371 students took part in the survey. 96% of the study participants stated that they would like to gain experience abroad as part of their studies, almost half of them even in the case of missing or only partial recognition of academic achievements. This includes clinical traineeships (30%) and semester-long stays (32%) or both (28%). The loss of time in the progression of studies, financing as well as time-consuming planning and family obligations are the most frequently cited reasons against a stay abroad. Conclusion: The survey shows a very high level of interest among dental students in university-supported stays abroad. This includes both shorter periods of time, such as clinical traineeships, as well as longer stays, e.g. as part of Erasmus collaboration programmes. Based on the results, university-supported stays abroad should be made possible.Einleitung: Auslandsaufenthalte in Form von z.B. Studienaufenthalten und Famulaturen, sind im Studiengang Zahnmedizin in Deutschland bisher selten. Die neue ZApprO (Ausfertigungsdatum: 08.07.2019) bietet u.a. durch Einführung von Modulen, ECTS-Punkten und Famulaturen die Möglichkeit Auslandsaufenthalte in das Studium zu integrieren. Ziel der vorliegenden Studie war es, zwecks einer gezielten Vorbereitung die studentische Sichtweise dazu exemplarisch zu erheben.
Methodik: Im Sommersemester 2021 wurde eine freiwillige und anonyme online Umfrage unter den Studierenden der Zahnmedizin am Studienstandort Münster durchgeführt. Der Fragebogen umfasste neben demographischen Daten auch inhaltliche Schwerpunktfragen. Ergebnisse: Entsprechend einer Rücklaufquote von 55%, haben insgesamt 371 Studierende an der Umfrage teilgenommen. Dabei gaben 96% der Studienteilnehmer*innen an, im Rahmen ihres Studiums Auslandserfahrung sammeln zu wollen, knapp die Hälfte davon sogar im Fall ausbleibender oder lediglich partieller Anerkennung von Studienleistungen. In Frage kommen Famulatur (30%) - und semesterumfassende Aufenthalte (32%) zu nahezu gleichen Teilen, weitere 28% würden beide Optionen in Betracht ziehen. Der Zeitverlust im Studienfortschritt, die Finanzierung sowie aufwendige Planung und familiäre Verpflichtungen sind die am häufigsten genannten Gründe gegen einen Auslandsaufenthalt.
Schlussfolgerung: Die Umfrage belegt ein sehr hohes Interesse von Studierenden der Zahnmedizin an universitär geförderten Auslandsaufenthalten. Dabei kommen sowohl kürzere Zeitfenster, wie etwa für Famulaturen infrage, aber auch längere Aufenthalte wie z.B. im Rahmen von Erasmus-Kooperationen. Auf Basis der Ergebnisse sollte die Etablierung von universitär geförderten Auslandsaufenthalten ermöglicht werden
Normative Diskurse zu trans* und inter* Personen:Geschlecht und Anerkennung in rechtswissenschaftlichen und theologisch-ethischen Fachbeiträgen
Die gesellschaftlichen und politischen Diskussionen um geschlechtliche Vielfalt haben in jüngster Zeit stark zugenommen. Auch in der katholischen Kirche fordern Viele einen offeneren Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt, während die römisch-lehramtliche Position an einem binären Geschlechterkonstrukt festhält. Das Arbeitspapier fokussiert die sich wechselseitig beeinflussenden rechtlichen, ethischen und theologischen Diskurse um Anerkennung. Grundlage dazu ist eine qualitative Inhaltsanalyse der Debatten zum Transsexuellengesetz, zum Personenstandsgesetz und zum Selbstbestimmungsgesetz. Untersucht wird, wie die Kategorie Geschlecht mit Fokus auf Trans- und Intergeschlechtlichkeit in theologisch-ethischen und rechtswissenschaftlichen Fachbeiträgen normativ diskutiert wird. Indem die Arbeit strukturelle Hürden und Ansätze zur Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt aufzeigt, leistet sie einen Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit der normativen Konstruktion von Geschlecht
On the relation between periodically deflected and transverse mode-locked laser beams
Transverse mode-locked (TML) beams exhibit high-speed beam scanning, which motivates a comparison with established beam deflection technologies, such as galvanometer and voice coil scanners. This study explores the hypothesis that TML beams can be regarded as high-speed equivalents of such periodically deflected beams. By analytically modeling the spatiotemporal properties of TML beams as well as experimentally examining periodically deflected beams, both their intensity and phase dynamics were assessed. It is shown that TML beams yield a scanning motion which is shape-invariant upon propagation and have characteristic spatiotemporal phase dynamics. While TML-like scanning in intensity can be recreated by combining periodic translational and rotational deflection, beams deflected by mirrors still exhibit different phase dynamics. These findings imply that TML beams cannot simply be categorized as high-speed variants of periodically deflected beams. Nonetheless, TML beams remain applicable to high-speed laser beam scanning, although their phase dynamics have to be considered in phase-sensitive processes
Adaptive Photochemical Nonlinearities for Optical Neural Networks
Optical neural networks (ONNs) hold great potential for faster and more energy-efficient information processing in coherent photonic circuits. To realize ONNs, linear combinations and nonlinear activation functions have to be implemented in an optical fashion. Optical nonlinearities are, however, still difficult to achieve, and existing designs are usually too inflexible to offer different activation functions as used in artificial neural networks. Herein, the nonlinear properties of the large and highly adaptive class of photoswitchable chemical compounds is made accessible as activation functions in ONNs by employing photo-induced isomerization in azobenzenes to steer activation behavior through nonlinear modulation of an information-carrying optical signal. The strength of the nonlinearity can be controlled by the chemical concentration while a physically motivated model describes the experimental data for systematically varied photoswitching parameters, resulting in a tunable yet interpretable activation function. Employing such an activation function in a neural network then allows to gauge its strength and perform established classification tasks. The work combines recent advances with photoswitchable chemical compounds and optical neural networks to enable control over the design of nonlinear activation functions, thus opening exciting perspectives for explaining the emergence of intelligent behavior in neural networks
Augustus und Apollon:zur Inszenierung einer Herrscher-Gott-Beziehung im griechischen Osten und ihrer Rezeption
Die Dissertation befasst sich mit einem zentralen Aspekt augusteischer Selbstdarstellung: dem Nahverhältnis des Herrschers zu Apollon. Der Fokus liegt dabei auf dem Osten des Imperiums. Neben der Bemühungen des Princeps, sich dort als Schützling des Apollon zu inszenieren, stehen Belege für die Rezeption dieses Aspekts seiner Selbstdarstellung in diesem geographischen Raum im Zentrum der Betrachtungen. Als Zeugnisse imperialer Selbstdarstellung werden dabei nur solche Maßnahmen aufgefasst, welche in literarischen Quellen oder Inschriften explizit auf die Initiative des Herrscher zurückgeführt werden.
Belege für eine Rezeption dieses Aspekts imperialer Ideologie finden sich vor allem in städtischen Monumenten in den Provinzen Achaea und Asia. Die Arbeit erforscht die relevanten Zeugnisse und untersucht, inwieweit sich in ihnen einerseits Lokalbezügen und andererseits eine Rezeption konkreter Elemente der herrscherlichen Maßnahmen fassen lassen
Der nächste große Erdrutsch:Betrachtungen zur niederländischen Parlamentswahl vom 22. November 2023
In den letzten Jahrzehnten haben sich die politischen Kräfteverhältnisse in den Niederlanden kontinuierlich und dabei oftmals drastisch gewandelt. Nach den einzelnen Parlamentswahlen wurde in der Berichterstattung immer wieder von politischen Erdrutschen gesprochen. Bei der Wahl am 22. November 2023 wurden alle bisherigen Rekorde hinsichtlich des Ausmaßes der Verschiebungen übertroffen. Es ist somit zweifelsohne gerechtfertigt, von einem historischen Wahlergebnis zu sprechen. Die Resultate der Abstimmung haben aber noch aus anderen Gründen weit über die Landesgrenzen hinaus für intensive Diskussionen gesorgt. Der wichtigste hiervon ist sicherlich der Wahlsieg der nationalpopulistischen Partij voor de Vrijheid (PVV), die 23,5 Prozent der Stimmen erhielt und damit mit deutlichem Abstand zur stärksten politischen Kraft wurde. In diesem Sammelband findet eine Auseinandersetzung mit zentralen Kontexten, Resultaten und Auswirkungen der Wahl vom 22. November 2023 statt
Entwicklungsstrategie Digital Humanities
Die Universität Münster gibt sich eine Strategie für die Digital Humanities (DH), um den dynamischen Wandel wissenschaftlicher Praktiken zu gestalten. Acht Ziele sollen die Entwicklung der Digital Humanities vorantreiben: (1) Digitale Forschungsmethoden als genuinen Forschungsgegenstand stärken, (2) ein substantielles DH-Lehrangebot schaffen, (3) Vernetzung und Transfer fördern, (4) eine zukunftsorientierte digitale Forschungsinfrastruktur bereitstellen, (5) leistungsfähige Supportstrukturen bereitstellen, (6) Agilität im Umgang mit digitalen methodischen Innovationen fördern, (7) offene datenintensive Forschung fördern und (8) die Qualität digitaler Instrumente optimieren. Durch diese Ziele soll die Universität Münster zu einem führenden DH-Standort werden und exzellente digitale Forschung ermöglichen. Die Strategie orientiert sich an den Prinzipien von Open Science, Nachhaltigkeit und Qualität. Durch die Umsetzung dieser Ziele soll die Universität Münster ihre Position als führende Forschungseinrichtung im Bereich DH stärken und zur Entwicklung von Wissenschaft und Gesellschaft beitragen
Isolierung, Strukturaufklärung und Struktur-Wirkungs-Beziehungen antiprotozoaler Alkaloide aus Pachysandra terminalis sowie deren saisonale, organ- und standortbedingte Variabilität
Pflanzen der Familie Buxaceae enthalten Amino-Nortriterpene mit vielversprechender Wirkung
gegen Trypanosoma brucei rhodesiense und Plasmodium falciparum. In der vorliegenden Arbeit
lag der Fokus daher auf der Isolierung solcher Substanzen aus Pachysandra terminalis
(Buxaceae) sowie auf deren antiprotozoaler Wirkung. Insgesamt konnten 20 Alkaloide aus
Pachysandra terminalis isoliert und ihre Strukturen mittels UHPLC/+ESI-QqTOF-MS/MS sowie
1D- und 2D-NMR-Messungen aufgeklärt werden. Einige der Alkaloide zeigten in in vitro-Assays
vielversprechende antiprotozoale Aktivitäten. Erste (quantitative) Struktur-Wirkungs-
Beziehungen (QSARs) der Pachysandra-Alkaloide konnten mithilfe von 3D-QSAR-Modellen
abgeleitet werden. Zudem wurde Pflanzenmaterial von Pachysandra terminalis im Verlauf eines
Jahres an zwei Standorten in Münster (Deutschland) geerntet und mithilfe multivariater
Datenanalysen saisonale sowie organ- und standortabhängige Veränderungen im Alkaloidprofil
untersucht
Conceptual Forum Knowledge of Normativity
Dieser Band präsentiert die Ergebnisse des Konzeptforums Normativitätswissen. Das Konzept von Thomas Duve versteht Rechtsgeschichte als Geschichte des Umgangs mit normativem Wissen. Die konventionelle Perspektive baut auf einer langen Tradition rechtshistorischer Forschung zur Entstehung von Normen, Ideen, Doktrinen und Institutionen auf. Dagegen war die gesamte Praxis, die mit der Produktion von normativem Wissen einhergeht, in der rechtshistorischen Forschung bislang randständig. Indem Duves Ansatz sie berücksichtigt, bietet er die Möglichkeit, verschiedene epistemische Gemeinschaften und Praxisgemeinschaften in die Analyse einzubeziehen. Außerdem geraten die Untersuchungen von Praktiken, Materialität und anderen lange vernachlässigten Aspekten der Normproduktion in den Blick. Nicht zuletzt dient das Konzept als Methode für eine globale Rechtsgeschichte.This volume presents the findings of the Conceptual Forum Knowledge of Normativity. The concept by Thomas Duve understands legal history as the history of dealing with normative knowledge. The conventional perspective builds on a long tradition of legal historical research on the formation of norms, ideas, doctrines, and institutions. In contrast, the entire practice associated with the production of normative knowledge has so far been marginalised in legal historical research. By taking it into account, Duve's approach offers the possibility of integrating different epistemic communities and communities of practice into its analysis. In addition, the study of practices, materiality and other long-neglected aspects of norm production comes into focus. Not least, Duve's concept serves as a method for a global legal history
Transformation durch Tugend?:"Grüne politische Urteilsbildung" als Schlüssel zu nachhaltigkeitsförderlichen Deliberationsverfahren
Damit die Nachhaltigkeitstransformation gelingt, müssen Klima- und Nachhaltigkeitsziele in liberalen Demokratien umgesetzt werden, unter anderem durch nachhaltigkeitsförderliche Dialogverfahren. Eine Voraussetzung für deren Erfolg liegt in der kritischen Reflexion und gemeinwohlorientierten Transformation nicht-nachhaltiger Präferenzen durch die Beteiligten. Ein Schlüssel zum Gelingen dieser Präferenztransformation sind Tugenden, argumentiert Carolin Bohn mit Rückgriff auf Ansätze der environmental citizenship und auf die Umwelttugendethik. Zentral sei dabei die "grüne politische Urteilsbildung", eine Version der Aristotelischen phronesis, die in diesem Werk erarbeitet wird und an den Kontext solcher nachhaltigkeitsorientierter Deliberationsverfahren angepasst ist. Durch eine empirische Studie zu entsprechenden Verfahren zeigt die Autorin auf, inwiefern die "grüne politische Urteilsbildung" bereits (unintendiert) ermöglicht wird und diskutiert abschließend ihre Umsetzungspotenziale