Hochschulbibliographie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
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Die Finanzpolitik der ersten grün-roten Koalition in Baden- Württemberg unter dem institutionellen Anpassungsdruck der Neu-Regulierung durch die Schuldenbremse
Nach fast 58 Jahren Regierungsbeteiligung der CDU kam 2011 in Baden-Württemberg
mit der Koalition aus Grünen und SPD erstmals in einem deutschen Bundesland eine
Koalition unter einem grünen Ministerpräsidenten zustande. Die Frage, die in diesem
Artikel analysiert werden soll, ist, inwieweit die neu ins Amt gekommene grün-rote Landesregierung den Anpassungsprozess an die Schuldenbremse in der Finanzpolitik anders
vollzog, als dies der Parteiendifferenztheorie zufolge bei einer bürgerlichen Regierungsbeteiligung zu erwarten gewesen wäre. Diese Fragestellung soll dabei in vier Schritten
beantwortet werden. Zunächst sollen die Wahlprogramme zur Landtagswahl 2011 von
Grünen, SPD und CDU miteinander sowie mit dem grün-roten Koalitionsvertrag verglichen werden. Anschließend soll zweitens ein Überblick über die Ausgabenprioritäten
der Landesregierung Kretschmann gegeben werden. Drittens werden die wesentlichen
tatsächlich getätigten Reformen der grün-roten Landesregierung im Bereich der Finanzpolitik zur Vorbereitung der Einhaltung der Schuldenbremse, nach der alle Bundesländer
spätestens 2020 einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren müssen, analysiert werden. Abschließend soll viertens eine Einordnung der durchgeführten Reformen der ersten grün-roten Landesregierung im Vorfeld der Einhaltung der Regulierungsvorgaben
durch die Schuldenbremse vorgenommen werden
Rezension zu: König, Pascal: Die Vermittlung von Reformen in Zeiten der Krise : eine empirische Untersuchung der Regierungskommunikation in vier ausgewählten Ländern. Baden-Baden: Nomos, 2016
Unternehmensführung und Ethik. Ansätze zur Erhöhung der Produktivität
Der vorliegende Sammelband "Unternehmensführung und Ethik" widmet sich der Frage, inwiefern die Unternehmensführung durch eine ethische Orientierung den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens mitbestimmt. Dies war der Themenschwerpunkt des Masterseminars "Angewandte Wirtschaftsethik" an der HTW im Wintersemester 2016/17. Die Skandale bei VW und der Deutschen Bank zeigen die Bedeutung und Aktualität dieser Themenstellung, denn vielen Topmanagern scheint der Zusammenhang zwischen ethischem Verhalten und wirtschaftlichem Erfolg nicht bewusst zu sein.
Die Beiträge befassen sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten. Als erstes wurde die Corporate Social Responsibility (CSR) untersucht. Hierbei handelt es sich um einen modernen und populären Ansatz einer gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung. Untersucht werden in diesem Band, inwiefern CSR sich zur Erreichung ökonomischer und sozialer Ziele eignet.
Des Weiteren befasst sich der Beitrag "Die Unternehmenskultur als strategischer Ansatz der Unternehmensführung" mit verschiedenen Fragestellungen: Inwiefern kann eine Unternehmenskultur ethisches Verhalten im Unternehmen beeinflussen? Können den Mitarbeitern durch eine ethische Unternehmenskultur Werte vermittelt werden und werden sie zum ethischen Verhalten angeregt? Und umgekehrt, können sich Mitarbeiter im Unternehmen ethisch verhalten, wenn es eine unethische Unternehmenskultur gibt?
Auch die Bedeutung der Managerethik für den langfristigen Unternehmenserfolg wird am Beispiel von VW thematisiert. Hier gilt es zu beleuchten, ob sich unethisches Verhalten für ein Unternehmen auszahlt und inwiefern die Führungskräfte für ihre Unternehmen ethische Verantwortung im Sinne einer CSR übernehmen müssen.
In letzter Zeit werden die stark gestiegenen Managergehälter unter ethischen Gesichtspunkten in der Öffentlichkeit stark kritisiert. Der Beitrag "Vergütungssysteme von Mitarbeitern und Führungskräften, eine kritische Analyse und ethische Bewertung" untersucht diese Entwicklung und versucht, Lösungsansätze für eine faire und motivierende Vergütung aufzuzeigen.
Noch weitere Fragen gilt es zu beantworten: Wie soll Führung im Unternehmen stattfinden? Zahlt sich eine ethisch orientierte Führung aus oder führt dies bei den Mitarbeitern zu weniger Leistungsdruck und damit einer Leistungsverringerung? Kann eine ethische Führung die Produktivität steigern? Im Beitrag "Personalführungsansätze in Theorie und Praxis, eine ethische und erfolgsorientierte Analyse" wird diesen nachgegangen.
Die folgenden Beiträge beschäftigen sich schließlich im Besonderen mit der Auswahl ethischen Personals durch interne Beförderungen und externe Maßnahmen. Welche Verfahren stehen dabei zur Verfügung und sind hierfür insbesondere Assessment Center geeignet? Der Sammelband schließt mit dem Fazit des Herausgebers
Angewandte Makroökonomie
Dieses Lehrbuch bietet einen umfassenden Überblick über volkswirtschaftliche Zusammenhänge und erklärt die wichtigsten makroökonomischen Größen auf leicht verständliche Art und Weise. Der Leser wird in aufeinander aufbauenden Kapiteln an wichtige makroökonomische Größen wie Inflation und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage herangeführt. Er lernt unter anderem, wie Wirtschaftskrisen entstehen oder die Rolle und Funktionsweisen von Geld-, Kapital- und Gütermärkten.
Das Ziel ist, dass der Leser volkswirtschaftliches Wissen vermittelt bekommt, das er in der Unternehmenspraxis anwenden kann. Der volkswirtschaftliche Stoff wurde bewusst so ausgewählt, dass betriebswirtschaftliche Studieninhalte sinnvoll ergänzt werden. Ausführliche Erklärungen und sowohl anwendungsorientierte als auch praxisbezogene Beispiele und Übungsaufgaben machen es aber auch Nichtökonomen leicht, die komplexen volkswirtschaftlichen Themeninhalte zu verstehen. Fundiertes Wissen sofort verständlich dargestellt
Mitbestimmung light? : die Reform der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung durch das Bundesteilhabegesetz. Teil II. Frauenbeauftragte und kirchenrechtliche Verordnungen
In ihrem zweiteiligen Beitrag befassen sich Viviane Schachler und Mario Schreiner mit den Neuerungen der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO) durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG). Im Mittelpunkt des zweiten Beitragsteils steht zum einen die mit dem BTHG eingeführte Regelung einer gesonderten Interessenvertretung für Frauen mit Behinderungen (§ 39 a–c WMVO). Zum anderen heben die Autoren die Auswirkungen kirchenrechtlicher Verordnungen hervor, welche, anders als im ersten öffentlichen Entwurf des BTHG vorgesehen, auch zukünftig beibehalten werden und den Werkstatträten teilweise ein höheres Ausmaß an Rechten zugestehen.
Abschließend weisen die Autoren darauf hin, dass die Frage nach den Auswirkungen der Neuregelungen maßgeblich von ihrer praktischen Umsetzung abhängen wird, welche einer entsprechenden wissenschaftlichen Eruierung bedarf.
Die Reihe wurde 2019 mit einem dritten Beitragsteil zu Komponenten der Inanspruchnahme ergänzt
Was Banken von der Pharma-Branche lernen können – Perspektiven auf das künftige Zusammenspiel von FinTechs und etablierten Banken
Measuring the effect of "bottom-up" gamification in a microtask setting
We investigate "bottom-up" gamification: allowing users to define their own gamification setup at runtime, i.e., they can select game elements fitting their needs. The goal is thereby to make gamification more engaging and relevant, by providing users with more autonomy. While it was shown previously that users appreciate "bottom-up" gamification, it was left open which effects "bottom-up" has in comparison to "top-down" gamification. We contribute to this by analyzing the effects within a microtask setup in the context of the text recognition domain. Participants (N=106) had to solve tasks, and were either in one of four gamified conditions (which varied in the amount of offered choices) or had to solve the tasks without gamification. Participants making use of the "bottom-up" choices solved more tasks, providing further support that systems should enable users to define their own gamification at runtime as this can lead to positive effects