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    Chirurgischer Aortenklappenersatz versus Implantation einer Katheterklappe - Untersuchung zur kurzfristigen und kognitiven Funktion bei Hochrisikopatienten

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    In dieser prospektiven Studie wurde die kurzfristige neurologische und kognitive Funktion nach chirurgischem Aortenklappenersatz (AKE) von 30 Risikopatienten untersucht. Als Kontrollgruppe wurden 30 Patienten nach transfemoraler/-apikaler Aortenklappenimplantation (TAVI) eingeschlossen. Der kognitive Status der Patienten wurde umfassend, vor allem mithilfe des „Repeatable Battery for the Assessment of Neuropsychological Status“ (RBANS), vor (E1) und einige Tage nach der Intervention (E2) erhoben. Im kurzfristigen Verlauf nach AKE und TAVI erfolgte ein intensives Delir-Screening mittels „Confusion Assessment Method for Intensive Care Units“ (CAM-ICU). Beide Kollektive zeigten bereits vor dem Eingriff leichte kognitive Einschränkungen. Nach AKE entwickelten Patienten häufiger ein Delir (14 Patienten/ 46,7 %) als nach TAVI (5 Patienten/ 16,7 %). Bei den TAVI-Patienten scheint das Auftreten eines Delirs vergesellschaftet mit höheren „European System for Cardiac Operative Risk Evaluation“ (EuroScore II) und „Society of Thoracic Surgeons“ (STS) score „permanent stroke“, häufigerer Prävalenz von Vorhofflimmern sowie schlechteren Resultaten im „Alzheimer’s Disease Cooperative Study – Mild cognitive impairment – Activities of Daily Living“ (ADCS-MCI-ADL), als Indikator für die Alltagskompetenz. Innerhalb des chirurgischen Kollektivs konnte dies nicht bestätigt werden. Die Ergebnisse ließen vermuten, dass eine längere Operations-, Aortenabklemm- und Bypasszeit Delir begünstigende Faktoren sein könnten. Die globale kognitive Funktion verschlechterte sich bei chirurgischen Patienten leicht zum Zeitpunkt E2, die Ergebnisse des Kurzzeitgedächtnisses blieben stabil. Bei den TAVI-Patienten kam es lediglich im Bereich der Konzentrationsfähigkeit zu einem leichten Abfall. Post-interventionell zeigten TAVI-Patienten mit Delir eine schlechtere globale kognitive Funktion und eingeschränktere Leistungen in den Domänen der sprachlichen Fähigkeiten, visuell-räumlich/konstruktiven Fähigkeiten sowie dem Langzeitgedächtnis. Bei den chirurgischen Patienten zeigte sich dies ausschließlich im Bereich des Langzeitgedächtnisses. Nach konventionellem AKE und Auftreten eines Delirs verschlechterten sich die globale kognitive Funktion, die sprachlichen und die visuell-räumlichen/konstruktiven Fähigkeiten verglichen zum prä-operativen Ausgangsniveau. Größere, längerfristige und multi-zentrische Untersuchungen stehen noch aus

    Amtliche Bekanntmachungen, 55. Jahrgang, Nr. 8

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    Allgemeine Benutzungsbedingungen für die Parkflächen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn vom 1. Februar 202

    Root trait response to drought, recovery, and P deficiency of upland rice

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    Phosphorus deficit and intermittent drought can cause high-yield reductions in rice (Oryza sativa L.) production. Large differences in tolerance of low P availability and drought resilience were found in the upland rice, but the underlying mechanisms remain poorly understood, especially the belowground processes. To reveal whether and what root plasticity traits are associated with the tolerance to drought recovery, phosphorus deficit, and their interaction in upland rice, across-scale experiments with bibliometric analysis, greenhouse experiments, field experiments, and mathematic simulations were carried out. In Chapter 2, I first review the entire landscape of root plasticity during drought and recovery reported in the literature. The knowledge gaps that should be focused on in the future, like regrowth during the recovery phase, root anatomy plasticity, and nutrient homeostasis are pointed out. These contexts are specially addressed with upland rice in my thesis. Chapters 3 and 4 present the phenotypic dynamics of shoot and root plasticity in phosphorus contrasting genotypes (P-efficient genotype DJ123 and P-sensitive genotype Nerica4) during periods of drought and recovery. These two upland rice genotypes were grown in a greenhouse for six weeks with contrasting water and phosphorus levels. In conclusion, the plant recovery rate after drought is significantly influenced by its phosphorus homeostasis. The P efficient genotype, DJ123, with a better P homeostasis had a better recovery and drought resistance than P sensitive genotype Nerica4. Responses in xylem number and the cortical cell file number of DJ123 explain higher biomass and P accumulation than Nerica4 under phosphorus deficit and intermittent drought conditions. Higher phosphorus acquisition and specific root anatomical plasticity (like the xylem number of nodal root) of DJ123 under drought and phosphorus deficit conditions were associated with its better drought resilience. To further investigate how root plasticity induces phosphorus efficient acquisition in DJ123 than in Nerica4, a combination of greenhouse, field, and model simulation experiments were carried out in Chapter 5 to test if rhizosphere pH change improves P uptake from phosphorus-deficient soils. In the greenhouse and field experiment, DJ123 had greater P uptake, in total and per unit root length (uptake efficiency), than Nerica4 under low P but not under high P. Rhizosphere pH was increased due to an excess uptake of anions over cations in the DJ123, which contributed to increased phosphorus availability and uptake. In combination with root morphology traits, model simulation with pH-P model can explain the higher uptake of DJ123 compared to Nerica4 by the change in rhizosphere pH. 0.5-unit rhizosphere pH change matters for an efficient P uptake in low-pH phosphorus fixing soil. Past publications suggested that root dimorphism is important in co-optimizing the acquisition of multiple soil resources. Although these responses are complex, this dissertation demonstrates root trait trade-offs are not always true for optimizing phosphorus and water acquisition. Rhizosphere pH and certain root anatomical plasticity (like the xylem number of nodal root) can be targeted in breeding to increase crop yield under phosphorus deficiency and intermittent drought conditions such as low-input agronomic systems

    Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Qualitätsversorgung eines interdisziplinären Notfallzentrums an einem deutschen Universitätsklinikum : eine retrospektive observatorische Erhebung

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    Infektionskrankheiten wie COVID-19 führen zu erheblichen Herausforderungen in der Notfallversorgung und beeinflussen das Patientenverhalten nachhaltig. Diese Dissertation untersucht die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Qualitätsversorgung eines interdisziplinären Notfallzentrums an einem deutschen Universitätsklinikum. In einer retrospektiven, observatorischen Erhebung wurden insgesamt 38.426 Patientendaten aus den Jahren 2019 und 2020 analysiert. Der Beobachtungszeitraum umfasst die erste COVID-19-Welle (KW 9–22, 2020) und die zweite COVID-19-Welle (KW 38–53, 2020). Zur Kontrolle wurden die entsprechenden Zeiträume aus dem Jahr 2019 herangezogen. Die Methodik beinhaltet die Erfassung wöchentlicher Fallzahlen, eine statistische Auswertung nach Manchester Triage System (MTS) Dringlichkeitsstufen, eine differenzierte Betrachtung von kardialen und traumatologischen Notfällen (emergent und non-emergent) sowie operativen Fachbereichen (HNO, Urologie, Allgemeinchirurgie). Zusätzlich wurden 5.844 SARS-CoV-2-Abstrichpatienten in die Analyse einbezogen. Die Datenauswertung konnte beweisen, dass während der ersten Welle die Fallzahlen in der Notaufnahme insgesamt zurückgingen, insbesondere in der Kategorie „non-emergent“ (MTS blau-grün). Gleichzeitig blieb der Anteil der dringlichen Notfälle (MTS orange-rot) weitgehend stabil. In der zweiten Welle zeigte sich hingegen eine Normalisierung der Patientenzahlen mit einem leichten Anstieg in den niedrig priorisierten MTS-Kategorien. Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass während der Pandemie insbesondere die Zahl der Patientinnen mit niedriger Dringlichkeit zurückging, während kritische Notfälle weiterhin versorgt wurden. Besonders in operativen Fachbereichen kam es zu einem Rückgang der Patientenzahlen, was auf die Angst vor nosokomialen Infektionen zurückzuführen sein könnte. Gleichzeitig blieb die Versorgung kritisch kranker Patientinnen, auch während der Lockdown-Phasen, gewährleistet. Ein bemerkenswerter Anstieg kardiologischer Notfälle deutet darauf hin, dass Kontaktbeschränkungen und soziale Isolation zu einer verzögerten medizinischen Vorstellung führten, möglicherweise mit Auswirkungen auf die Sterblichkeit. Diese Untersuchung liefert wertvolle Erkenntnisse über die Anpassungsfähigkeit von Notaufnahmen in gesundheitspolitischen Krisenzeiten und zeigt auf, wie sich Pandemiebedingungen auf die Notfallversorgung auswirken

    NLRP3-directed <em>in vitro</em> use of antisense oligonucleotides (ASOs) in models of brain inflammation

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    Die Alzheimer-Erkrankung ist die häufigste neurodegenerative Erkrankung und zugleich die am weitesten verbreitete Form der Demenz. Ein wesentliches histopathologisches Korrelat der Alzheimer-Erkrankung ist die Ablagerung von Amyloid-β (Aβ) im Gehirn. Dies wiederum setzt durch die Aktivierung des NLRP3-Inflammasoms (engl.: NOD-, LRR-, and pyrin domain-containing protein 3) neuroinflammatorische Prozesse in Gang. Insbesondere kommt es zur Aktivierung von Caspase-1 und zur anschließenden Freisetzung proinflammatorischer Zytokine wie Interleukin-1β (IL-1β) und Interleukin-18 (IL-18). Am Ende der Signalkaskade steht der progrediente neuronale Zelltod. In Mausmodellen der Alzheimer-Erkrankung konnte allerdings gezeigt werden, dass sich ein NLRP3-Knockout protektiv auf den Gedächtnisverlust auswirkt. Ziel der Studie war es, potentielle antiinflammatorische Effekte NLRP3-spezifischer Antisense-Oligonukleotide (ASO) in vitro zu evaluieren. Hierfür wurden sowohl primäre, murine Mikrogliazellen als auch makrophagenähnlich differenzierte, humane THP-1 Zellen mit selbst-designten ASOs behandelt. Im Mausmodell konnte nach einer 72-stündigen Behandlung mit einem spezifischen ASO der erfolgreiche Abbau der NLRP3 mRNA beobachtet werden. Infolgedessen waren die Konzentration von aktiver Caspase-1 sowie die extrazelluläre Freisetzung des pro-inflammatorischen Zytokins IL-1β sowohl bei Nigericin- als auch bei Aβ-abhängiger Stimulation des NLRP3-Inflammasoms signifikant reduziert. Im humanen Modell konnten nach der Behandlung mit einem NLRP3-spezifischen ASO für 48 Stunden vergleichbare Ergebnisse erzielt werden. Zudem konnte durch die ASO-Therapie eine phänotypische Polarisierung der primären murinen Mikroglia und der THP-1 Zellen hin zu einem antiinflammatorischen Zustand induziert werden. Dies spiegelte sich insbesondere im humanen Modell in einer gesteigerten Aβ-Phagozytosekapazität der THP-1 Zellen wider. Zusammenfassend legen diese Daten nahe, dass neuroinflammatorische Prozesse im Rahmen der Alzheimer-Erkrankung durch eine NLRP3-spezifische ASO-Therapie in vitro signifikant verlangsamt werden. Folglich bergen ASOs das Potential, grundlegend neue und innovative Optionen für die Behandlung NLRP3-abhängiger Erkrankungen zu eröffnen

    Reproduzierbarkeit der quantitativen Auswertung der PSMA-PET

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    Hintergrund: Bei Patienten mit Prostatakarzinom, die eine PSMA-gerichtete Radioligandentherapie (RLT) erhalten, korrelieren höhere SUV-Werte mit besseren Therapieergebnissen. Daher ist es entscheidend, die Wiederholbarkeit dieser Messwerte zuverlässig beurteilen zu können. Methoden: In einer prospektiven, von der Ethikkommission genehmigten Studie (NCT03793543) wurden 21 Patienten mit histologisch gesichertem Prostatakrebs innerhalb von sieben Tagen zweimal mittels 18F-DCFPyL PET/CT untersucht. Läsionen in Knochen, Lymphknoten und anderen Organen wurden manuell segmentiert. Erfasst wurden SUVmax, SUVmean, das PSMA-Tumorvolumen (PSMA-TV) sowie die gesamte PSMA-Aufnahme der Läsionen (TL-PSMA). Die Wiederholbarkeit wurde anhand der Pearson-Korrelation, des Variationskoeffizienten (wCOV) und der Bland-Altman-Analyse bewertet. Ergebnisse: Insgesamt wurden 230 Läsionspaare analysiert. Die SUV-Werte zeigten eine sehr hohe Übereinstimmung zwischen den beiden Untersuchungen (R2 ≥ 0,99) sowie eine gute Wiederholbarkeit für SUVmean (wCOV 7,3 %) und SUVmax (wCOV 12,1 %). Höhere SUV-Werte waren dabei signifikant stabiler als niedrigere (P Schlussfolgerung: SUV-Parameter zeigen eine hohe Wiederholbarkeit, besonders bei Lymphknoten, während volumetrische Messgrößen weniger zuverlässig sind. Zudem zeigte sich eine deutliche Abhängigkeit der Wiederholbarkeit vom Ausmaß der PSMA-Aufnahme - höhere SUV-Werte waren messmethodisch robuster

    Europabildung im Lateinunterricht? : Europabezogene Einstellungen Studierender mit und ohne Lateinunterricht im trinationalen Vergleich (Bonn, Paris, Florenz)

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    Die Europäische Union betont die Bedeutung kultureller Bildung für die Entwicklung einer europäischen Identität. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der schulische Lateinunterricht – aufgrund seines engen Bezugs zum europäischen Kultur- und Bildungserbe – einen Einfluss auf europabezogene Einstellungen junger Menschen ausübt. Die Dissertation untersucht, ob und in welchem Umfang Studierende mit und ohne Lateinunterricht unterschiedliche Einstellungen zu Europa entwickeln. Im Rahmen des Trinationalen Graduiertenkollegs „Gründungsmythen Europas in Literatur, Kunst und Musik“ wurde dazu eine empirische Vergleichsstudie an den Universitäten Bonn, Paris und Florenz durchgeführt. Untersucht wurden insgesamt 331 Studierende (232 Bonn, 59 Frankreich, 40 Italien) mittels standardisierter Fragebögen per Web-Survey. Neben dem Begriffsverständnis von Europa und Einstellungen zu kulturellen, geographischen, sprachlichen, historischen, politischen und sozialen Dimensionen europäischer Identität erfasste die Studie, wie die Studierenden selbst den Beitrag des Lateinunterrichts dazu einschätzen. Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende mit Lateinunterricht nur in wenigen Einzelaspekten zum kulturellen und sprachlichen Verständnis Europas signifikant unterschiedliche Einstellungen aufweisen. In den übrigen Dimensionen konnten hingegen keine systematischen Unterschiede zwischen Ländern oder Gruppen festgestellt werden. Die Studie leistet einen Beitrag zur Diskussion über den Stellenwert des Lateinunterrichts im Kontext von Europabildung und zeigt sowohl sein Bildungspotenzial als auch die Grenzen seines Einflusses im Vergleich zu anderen Faktoren schulischer und gesellschaftlicher Sozialisation auf.Éducation à l'Europe dans l'enseignement du latin? : Attitudes des étudiants envers l'Europe avec et sans cours de latin dans une comparaison trinationale (Bonn, Paris, Florence) L'Union européenne souligne l'importance de l'éducation culturelle pour le développement d'une identité européenne. Dans ce contexte, la question se pose de savoir si l'enseignement du latin à l'école, en raison de son lien étroit avec le patrimoine culturel et éducatif européen, a une influence sur les attitudes des jeunes envers l'Europe. La thèse examine donc si et dans quelle mesure les étudiants ayant suivi ou non des cours de latin développent des attitudes différentes envers l'Europe. Dans le cadre du programme trinational de formation doctorale « Mythes fondateurs de l'Europe dans la littérature, l'art et la musique », une étude comparative empirique a été menée à cet effet dans les universités de Bonn, Paris et Florence. Au total, 331 étudiants (232 à Bonn, 59 en France, 40 en Italie) ont été analysés à l'aide de questionnaires standardisés via une enquête en ligne. Outre la compréhension du concept d'Europe et les attitudes envers les dimensions culturelles, géographiques, linguistiques, historiques, politiques et sociales de l'identité européenne, l'étude a également évalué la manière dont les étudiants eux-mêmes évaluent la contribution de l'enseignement du latin à cet égard. Les résultats montrent que les étudiants ayant suivi des cours de latin ne présentent des attitudes significativement différentes que sur quelques aspects particuliers de la compréhension culturelle et des langues en Europe. Dans les autres dimensions, en revanche, aucune différence systématique n'a pu être constatée entre les pays ou les groupes. L'étude contribue ainsi au débat sur la valeur de l'enseignement du latin dans le contexte de l'éducation à l'Europe et met en évidence à la fois son potentiel éducatif et les limites de son impact par rapport à d'autres facteurs de socialisation scolaire et sociale

    Anwendungsmöglichkeiten von trocknenden Pflanzenölen zum Schutz von Pflanzen gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren

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    Pflanzenöle bieten als „Biorationals“ für den Pflanzenschutz zahlreiche Vorteile. Vor allem die Tatsache, dass es sich dabei um natürliche Produkte mit einer geringen ökotoxikologischen Wirkung und einer hohen biologischen Abbaubarkeit handelt, bietet viele Vorteile. Infolgedessen beschäftigt sich diese Arbeit insbesondere mit dem Potenzial von trocknenden glyceridischen Pflanzenölen, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind, als natürliche Alternativen für den Pflanzenschutz. Vor diesem Hintergrund wurde in dieser Arbeit die Wirkung von unterschiedlichen trocknenden Pflanzenölen (Leinöl & Tungöl) und einem halb-trocknenden Pflanzenöl (Rapsöl) jeweils einzeln und in verschiedenen Mischungen getestet. Im Rahmen erster Versuchsreihen wurden dabei die Pflanzenöle hinsichtlich ihrer Wirkung auf den physiologischen Zustand von Pflanzen nach Einfach- und Mehrfachbehandlung sowie unter zusätzlichen biotischen und abiotischen Stressfaktoren näher untersucht. Eine Applikation mit einer zweiprozentigen Ölkonzentration zeigte für alle Pflanzenöle eine hohe Pflanzenverträglichkeit. Zur Beurteilung des physiologischen Zustandes wurden zudem unterschiedliche Vegetationsindices herangezogen. Teilweise wurde dabei festgestellt, dass die Pflanzenöle leichte Stressreaktionen in den Pflanzen auslösten und, dass die Öle einen möglichen Einfluss auf die Stomata bzw. auf die Transpiration der Blätter hatten. Im Rahmen weiterer Gewächshausversuche wurde die protektive und kurative fungizide Wirkung der Pflanzenöle gegenüber Bohnenrost (Uromyces appendiculatus) untersucht. Beide getesteten trocknenden Pflanzenöle erzielten eine protektive Wirkung, die beim Leinöl zwischen 53% und 100% und beim Tungöl zwischen 32% und 100% lag, wenn die Applikation zwei oder vier Tage vor der Inokulation durchgeführt wurde. Die Wirksamkeit nahm bei einem längeren Zeitintervall ab. Die kurative Wirkung war hingegen geringer und lag für beide Öle bei maximal 51%, wenn die Applikation bis zu vier Tage nach der Inokulation stattgefunden hatte. Außerdem zeigten die Ergebnisse keine systemische Wirkung der Öle. Des Weiteren wurde die insektizide Wirkung der Pflanzenöle gegenüber der Schwarzen Bohnenblattlaus (Aphis fabae) und dem Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) getestet. Dabei führte eine zweiprozentige Ölkonzentration zu einer geringeren Fekundität adulter Blattläuse. In den Versuchen zur Mortalität wies vor allem das kurativ applizierte Rapsöl signifikant mehr tote adulte Blattläuse auf. Zudem kam es bei Behandlungen mit Rapsöl zu erhöhten Mortalitäten bei Larven und adulten Kartoffelkäfern, vor allem bei einer kurativen Behandlung mit einer Konzentration von 5%. Außerdem zeigte sowohl eine protektive als auch eine kurative Behandlung mit Tungöl bei adulten Kartoffelkäfern eine hohe Mortalität. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von trocknenden glyceridischen Pflanzenölen als „Biorationals“ im Rahmen nachhaltiger Pflanzenschutzstrategien.Plant oils offer numerous advantages as ‘biorationals’ for plant protection. Especially the fact that they are natural products with low ecotoxicological side effects, and high biodegradability offers many advantages. Therefore, this thesis deals in particular with the potential of drying glyceridic plant oils, which are rich in unsaturated fatty acids, as natural alternatives for plant protection. In this context, the efficacy of different drying plant oils (linseed oil & tung oil) and a semi-drying plant oil (rapeseed oil) were tested separately and in different mixtures. As part of the first trials, the plant oils were analysed in more detail with regard to their effect on the physiological condition of plants after single and multiple treatments and under additional biotic and abiotic stress factors. An application with an oil concentration of 2% showed high plant compatibility for all used plant oils. Various vegetation indices were also used to evaluate the physiological condition of the treated plants. It was found that in some cases the plant oils induced a moderate stress reaction in the plants and that the oils had a probable influence on the stomata and transpiration of the leaves. The protective and curative fungicidal effect of the plant oils against bean rust (Uromyces appendiculatus) was analysed in further greenhouse trials. Both tested drying plant oils achieved a protective control ranging from 53%-100% for linseed oil and 32%-100% for tung oil when applied two or four days before inoculation. The efficacy decreased with longer time intervals. However, the curative efficacy was lower with a maximum of 51% for both oils when applied up to four days past inoculation. Furthermore, the results showed no systemic effect of the oils. In further trials, the insecticidal effect of the plant oils was tested against black bean aphids (Aphis fabae) and the Colorado potato beetle (Leptinotarsa decemlineata). An oil concentration of 2% caused a lower fecundity of adult aphids. In the trials of mortality, the curative application of rapeseed oil in particular led to significantly higher numbers of dead adult aphids. In addition, treatments of rapeseed oil resulted in increased mortalities of larvae and adult Colorado potato beetles, especially when a curative treatment with a concentration of 5% was applied. Moreover, a protective as well as a curative treatment with tung oil showed a high mortality rate in adult Colorado potato beetles. These results underline the potential of drying plant oils as ‘biorationals’ in sustainable plant protection strategies

    Arbeitslosigkeit und Zufriedenheit mit Hausarztkommunikation : Ergebnisse einer bundesweiten Studie und einer Befragung in Hausarztpraxen

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    Arbeitslosigkeit ist ein bedeutender sozialer Risikofaktor mit weitreichenden gesundheitlichen Folgen. Während die negativen Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit gut dokumentiert sind, ist wenig über den Zugang zur hausärztlichen Versorgung sowie über die Kommunikationserfahrungen arbeitsloser Patient*innen in Deutschland bekannt. Diese Dissertation untersucht daher den Einfluss von Arbeitslosigkeit auf die Anspruchnahme hausärztlicher Versorgung sowie auf die Kommunikationserfahrungen von Patient*innen in Deutschland. Grundlage der Analyse sind Daten aus zwei Studien: der bevölkerungsrepräsentativen "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS1, n = 5659) sowie der eigens durchgeführten "General Practice Care-1"-Studie (GPCare-1, n = 587). Ziel war es zu untersuchen, ob arbeitslose Menschen häufiger Hausärzt*innen aufsuchen, wie sie deren Kommunikationsverhalten bewerten und ob sie bereit sind, psychosoziale Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Auswertung der DEGS1-Daten zeigte, dass arbeitslose Personen signifikant häufiger ihren Hausarzt bzw. ihre Hausärztin besuchen als Erwerbstätige. Sie wiesen zudem eine höhere Belastung durch chronische Erkrankungen, depressive Symptome und Stress auf. In der GPCare-1-Studie berichteten arbeitslose Patient*innen jedoch deutlich seltener, dass sie sich in der Kommunikation mit dem Hausarzt ernst genommen oder verstanden fühlten. Sie beschrieben weniger Raum für die Schilderung persönlicher Belastungen und weniger Vertrauen in die Gesprächsatmosphäre. Gleichzeitig zeigten sie eine höhere Bereitschaft, Unterstützung anzunehmen, etwa durch Fragebögen zu psychosozialen Themen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Arbeitslosigkeit nicht nur mit erhöhter Krankheitslast, sondern auch mit besonderen Herausforderungen in der Arzt-Patient*innen-Kommunikation einhergeht. Obwohl arbeitslose Patient*innen häufiger ärztliche Hilfe suchen, erleben sie die Versorgung oft als unzureichend. Hausärzt*innen sollten sich daher der besonderen Bedürfnisse dieser vulnerablen Gruppe bewusst sein und ihre kommunikativen Strategien anpassen

    Amtliche Bekanntmachungen, 55. Jahrgang, Nr. 41

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    Wahlbekanntmachung für die Nachwahl eines Mitglieds im Senat in der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer im Wahlkreis Katholisch-Theologische Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn vom 17. Juli 202

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