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Rechtspopulismus in den sozialen Medien : Eine Fallstudie zu Donald J. Trumps Twitter-Kommunikation
Politische Kommunikation und soziale Medien sind in der heutigen Zeit untrennbar miteinander verbunden. Facebook, Twitter, Instagram und Co. haben sich inzwischen zu einem festen Bestandteil der Politik etabliert: Seit Februar 2022 ist mit Olaf Scholz unter @bundeskanzler nun erstmals ein deutscher Bundeskanzler offiziell auf Twitter vertreten und immer mehr politische Akteur/innen, Parteien, Verbände und Institutionen haben ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit durch Social-Media-Kanäle erweitert. Einerseits machen immer mehr politische Akteur/innen Gebrauch von sozialen Netzwerken, um direkt mit Bürger/innen zu kommunizieren. Andererseits bietet Social Media für Nutzende auch die Möglichkeit der Partizipation am politischen Diskurs, des Einholens von politischen Informationen sowie der Entwicklung der eigenen Positionen. Außerdem haben sich die sozialen Medien zu einem politisch-publizistischen Taktgeber für sowohl Journalist/innen als auch Politiker/innen entwickelt. Viele Themen, die in der Öffentlichkeit und in den herkömmlichen Massenmedien diskutiert werden, haben zuerst die Gemüter auf Twitter, Facebook oder anderen sozialen Netzwerken erhitzt. Auch (Rechts-)Populist/innen nutzen den digitalen Strukturwandel der Öffentlichkeit, um den politischen Diskurs zu dominieren und ungefiltert Informationen an Bürger/innen zu übermitteln. Dabei hat insbesondere Donald J. Trump mit seinem erfolgreichen US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 bewiesen, dass die politische Kommunikation in den sozialen Medien, speziell auf Twitter, keinesfalls nur einen Randbereich des Politischen darstellt, sondern vielmehr selbst treibende Kraft ist.
Diese wissenschaftliche Arbeit beschreitet den Weg der Untersuchung des Rechtspopulismus-Phänomens Donald J. Trumps auf Twitter. Das Ziel dieser Arbeit ist es, Aufschluss darüber zu erlangen, wie der US-amerikanische Rechtspopulist in den sozialen Medien kommuniziert. Das Wie bezieht sich auf die sprachliche Dimension rechtspopulistischer Kommunikation, also zum Beispiel auf die rhetorischen Stilmittel, die Wortwahl oder die argumentativen Techniken. Der Social-Media-Kanal Twitter stellt entsprechend den Analyserahmen dar. Die zentrale Fragestellung dieser Untersuchung lautet: Wie kommunizieren Rechtspopulist/innen auf Twitter? Dazu greift diese Arbeit auf Erkenntnisse der Kommunikations- sowie Politikwissenschaft zurück und vergleicht die Twitter-Kommunikation von Donald J. Trump mit der Kommunikation von Marine Le Pen und Beatrix von Storch im Rahmen einer theoriegeleiteten Kritischen Diskursanalyse. Die Tweets der französischen und deutschen Rechtspopulistinnen dienen dabei als analytische Kontrastfolien, um die Merkmale rechtspopulistischer Online-Kommunikation Trumps besser erfassen zu können.
Die Untersuchung der Twitter-Kommunikation von Trump, Le Pen und von Storch zeigt, dass das vorrangige Ziel ihrer Kommunikation darin besteht, den unabhängigen Journalismus obsolet sowie unglaubwürdig erscheinen zu lassen und eine digitale Gegenöffentlichkeit zu schaffen. So werden einerseits wahlkampfrelevante Informationen über den Microblog vermittelt, anderseits aktuelle Nachrichtenmeldungen sowie Tweets anderer Nutzer/innen aufgegriffen, kommentiert und richtiggestellt. Durch das Aufgreifen von Beiträgen der etablierten Nachrichtenmedien sowie vermeintliche Richtigstellungen geben sie vor, den Nutzer/innen unabhängige Informationen über Twitter zu liefern. Dabei werden in ihren Tweets vier grundlegende Konzepte transportiert: Die Erzeugung von Aufmerksamkeit, die Schaffung von Nähe zu der Wählerschaft, die Lieferung politischer Botschaften und die Stilisierung(politischer) Gegner/innen zu Feinden
Die Rolle mononukleärer Phagozyten der Nebenniere in der Inflammation
In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob eine stressbedingte Produktfreisetzung der Nebenniere durch mononukleäre Phagozyten anhand von CX3CR1 beeinflussbar sein könnte. LPS-Provokation führt in Mäusen zu einer Stressantwort, bei der die Produkte der Nebenniere wichtig sind, u.a. steuern sie die Hämodynamik. Die Nebenniere kann durch Zytokine, wie sie z.B. auch mononukleäre Phagozyten freisetzen, in ihrer Produktfreisetzung moduliert werden. So ist es möglich, dass es nach LPS-Provokation zu einer Beeinflussung der Nebennierenprodukt-Spiegel durch CX3CR1-positive mononukleäre Phagozyten per Stimulation durch sCX3CL1 kommt.
Es wird gezeigt, dass nach LPS-Provokation eine massive Infiltration mononukleärer Phagozyten in die Nebenniere stattfindet ohne quantitativ signifikanten Unterschied zwischen Wildtyp Mäusen und CX3CR1-Knockout Mäusen, weder mit noch ohne Dexamethason-Vorbehandlung. Bei den Oberflächenantigen-Profilen mononukleärer Phagozyten der Nebenniere von Wildtyp Mäusen wurden signifikante Unterschiede zu mit Dexamethason-vorbehandelten Wildtyp Mäusen sowie zu CX3CR1-Knockout Mäusen, jeweils mit oder ohne Dexamethason-Vorbehandlung gesehen. Diese Unterschiede können als Indiz für eine veränderte Ausdifferenzierung gewertet werden. Hinsichtlich des mRNA-Gehalts proinflammatorischer Zytokine in den Nebennieren von Wildtyp Mäusen sowie CX3CR1-Knockout Mäusen wurden nach LPS-Provokation keine signifikanten Unterschiede festgestellt. Bei den untersuchten Nebennierenprodukten Corticosteron und Aldosteron hatte erstgenanntes in Wildtyp Mäusen einen signifikant höheren Spitzenspiegel nach LPS-Provokation als in CX3CR1-Knockout Mäusen. Hämodynamisch zeigten sich hier teils signifikante Unterschiede zwischen Wildtyp Mäusen und CX3CR1-Knockout Mäusen, die u.a. bereits in Homöostase bestanden.
In dieser Arbeit wurden erste Hinweise erarbeitet, dass mononukleäre Phagozyten eine stressbedingte Produktfreisetzung der Nebenniere beeinflussen könnten. Eine Konkretisierung dieser Hinweise könnte durch eine Quantifizierung lokal in der Nebenniere vorkommender Zytokine in Korrelation mit weiteren Nebennierenprodukten erreicht werden
Primary cilia signalling at a glance
The primary cilium is a solitary, microtubule-based organelle present on most vertebrate cells, where it functions as a central hub for sensing and transducing extracellular signals. This Cell Science at a Glance article highlights how primary cilia integrate key signalling pathways – including Hedgehog, G protein-coupled receptor, TRP ion channel, receptor tyrosine kinase and transforming growth factor β superfamily signalling – to regulate cellular processes, tissue architecture and organ function. We also describe how defects in ciliary structure or signalling give rise to ciliopathies, a diverse group of disorders affecting multiple organs and systems. Finally,we explore emerging insights into how dynamic changes in ciliary composition generate cell type- and context-specific signalling signatures, positioning the cilium as a convergence point for multiple signalling branches that coordinate development and homeostasis in time and space. The accompanying poster provides further detail on signallingmodules and specializations across cell types
Physiology and essential oils of <em>Mentha</em> spp. influenced by genotype, environment, and management
Species of the genus Mentha are of high economic importance due to their versatile uses in food, cosmetics, and pharmaceutical industries. In particular, the essential oils (EOs) of Mentha are valued due to their aromatic and health-promoting properties. The increasing demand for high-quality EOs from mint requires a better understanding of the factors influencing plant growth and EO production. This dissertation therefore examines influences of genotype, environment, and management on physiological traits and the EO content and composition of different Mentha genotypes.
In a genotype screening, 20 Mentha genotypes were analysed with regard to plant growth, physiological parameters, and EO content. The results showed significant genotypic differences, which can serve as a basis for the selection and breeding of more efficient cultivars. Building on this, further experiments were carried out in which environmental and management factors such as increased UV-B radiation, shading by nets of different colours, and postharvest treatments were specifically investigated in three Mentha genotypes. Increased UV-B radiation elevated the EO content in all three Mentha genotypes that were investigated. Shading, on the other hand, promoted vegetative growth. As Mentha is traditionally grown outdoors and higher temperature and increased UV radiation could be expected due to climate change, shading was used as a factor in an outdoor trial. The results showed a slight increase in the EO content under shading. Coloured shading nets (blue and red) were used for further experiments. These also had an influence on the EO composition. Red nets favoured a higher p-menthone content, blue nets a higher carvone content. However, an investigation of two postharvest treatments (separation of leaves and stems before or after drying) showed no influence on EO content and composition.
In summary, the results of this dissertation make an important contribution to further research projects by describing the complex interactions between genotype, environment, and management in Mentha genotypes. They show that a targeted selection of suitable Mentha genotypes and an adapted cultivation strategy can have a decisive influence on the quality of EOs. They offer practical approaches for farmers for optimising EO production and open up new perspectives for resource-efficient use.Arten der Gattung Mentha sind aufgrund ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten in der Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Insbesondere die ätherischen Öle (EOs) von Mentha werden wegen ihrer aromatischen und gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Die steigende Nachfrage nach hochwertigen EOs aus Minze erfordert ein besseres Verständnis der Faktoren, die das Pflanzenwachstum und die EO-Produktion beeinflussen. Die vorliegende Dissertation beleuchtet daher die Einflüsse von Genotyp, Umwelt und Management auf physiologische Merkmale sowie den EO-Gehalt und die Zusammensetzung verschiedener Mentha-Genotypen.
In einem Genotypen-Screening wurden 20 Mentha-Genotypen im Hinblick auf Pflanzenwachstum, physiologische Parameter und EO-Gehalt analysiert. Die Ergebnisse zeigten signifikante genotypische Unterschiede, die als Grundlage für die Auswahl und Züchtung effizienterer Sorten dienen können. Darauf aufbauend wurden weitere Versuche durchgeführt, in denen Umwelt- und Managementfaktoren wie erhöhte UV-B-Strahlung, Beschattung durch verschiedenfarbige Netze und Nacherntebehandlungen gezielt an drei Mentha-Genotypen untersucht wurden. Erhöhte UV-B-Strahlung steigerte den EO-Gehalt in allen drei untersuchten Mentha-Genotypen. Schattierung hingegen förderte das vegetative Wachstum. Da Mentha traditionell im Freiland angebaut wird und aufgrund des Klimawandels mit höheren Temperaturen und erhöhter UV-Strahlung zu rechnen ist, wurde in einem Freilandversuch Schattierung als Faktor eingesetzt. Die Ergebnisse zeigten einen leichten Anstieg des EO-Gehalts unter Schattierung. Für weitere Versuche wurden farbige Schattierungsnetze (blau und rot) verwendet. Diese hatten ebenfalls einen Einfluss auf die EO-Zusammensetzung. Rote Netze begünstigten einen höheren p-Menthone-Gehalt, blaue Netze einen höheren Carvon-Gehalt. Eine Untersuchung von zwei Nacherntebehandlungen (Trennung von Blättern und Stängeln vor oder nach dem Trocknen) zeigte jedoch keinen Einfluss auf den EO-Gehalt und die Zusammensetzung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ergebnisse dieser Dissertation einen wichtigen Beitrag zu weiteren Forschungsprojekten leisten, indem sie die komplexen Wechselwirkungen zwischen Genotyp, Umwelt und Management bei Mentha-Genotypen beschreiben. Sie zeigen, dass eine gezielte Auswahl geeigneter Mentha-Genotypen und eine angepasste Anbaustrategie einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität der EOs haben können. Sie bieten praktische Ansätze für Landwirte zur Optimierung der EO-Produktion und eröffnen neue Perspektiven für eine ressourceneffiziente Nutzung
Linking spatial patterns of the rhizosphere microbiota with photosynthate dynamics in maize roots
The rhizosphere serves as the boundary layer between plant roots and soil, enabling nutrient and water uptake while facilitating interactions with microorganisms through rhizodeposition. Despite its importance for plant health, the spatiotemporal dynamics of rhizodeposition and their effect on microbial community assembly in the rhizosphere remain poorly understood, particularly in functionally complex root systems. To bridge this gap, we investigated how spatial patterns of photosynthate distribution impact the assembly of prokaryotic, fungal, and cercozoan rhizosphere microbiomes in the maize rhizosphere.
Firstly, we explored small-scale spatial variation in the prokaryotic community within the maize rhizosphere, rhizoplane and endosphere. By combining the non-invasive root system monitoring technique magnetic resonance imaging (MRI) with 16S rRNA amplicon sequencing, we identified spatial patterns in prokaryotic diversity and community structure that varied sequentially across root types, along root longitudinal sections, as well as with root growth rates and root age. The consistency of these patterns across three different soil textures suggested the presence of conserved mechanisms governing microbiome spatial organization.
Secondly, we linked the spatial patterns of the rhizosphere microbiota to root photosynthate distribution. By labeling fresh photosynthates with the radioactive isotope 11C and visualizing allocation via positron emission tomography (PET) and MRI, we found that photosynthate distribution is highly heterogeneous, varying between root types, along the root axis, and over time, with pronounced accumulations at young crown root tips. Corresponding labeling with and quantification of the stable isotope 13C in root tissue and the rhizosphere revealed similar patterns, implying that root-internal photosynthate levels regulate rhizodeposition. Amplicon sequencing confirmed that these heterogeneities significantly shape prokaryotic, fungal and cercozoan rhizosphere communities, fueling colonization differences between root types and sections. Variability at root tips arose from heterogeneous photosynthate allocation and priority effects, while microbial patterns at root bases reflected succession during root maturation and shifting photosynthate distribution. Using DNA stable isotope probing (DNA-SIP), we identified prokaryotic, fungal and cercozoan consumers of 13C-labeled photosynthates and found that specific consumer taxa profited in distinct regions with varying photosynthate allocation. This indicates that photosynthate heterogeneities, along with root architectural traits, drive microhabitat formation and thus niche differentiation, as well as microbial food web establishment in the complex root system of maize.
Overall, our findings highlight the critical role of spatially heterogeneous photosynthate allocation in shaping the rhizosphere microbiome. This introduces a new mechanism governing microbial colonization of the rhizosphere but also deepens our understanding of spatiotemporal rhizosphere organization, paving the way for future strategies to enhance plant health and resilience
Emanzipation durch Literatur : Das Frauenbild in den Werken "La serva amorosa" (1752) und "La locandiera" (1753) von Carlo Goldoni
Die im 18. Jahrhundert auf der italienischen Halbinsel vorherrschende Rechtszersplitterung ermöglichte nur begrenzt weibliche Selbstbestimmung: Ehe- und Familienrecht blieben fest in kirchlicher Hand, geprägt vom tridentinischen Sakramentenverständnis und patriarchalen Normen, die Frauen rechtlich weitgehend entrechteten. Frauen standen unter männlicher Vormundschaft, erst des Vaters, dann des Ehemanns, und ihre Handlungsmacht war in Erb- wie Ehefragen stark eingeschränkt. Auch das Erbrecht benachteiligte Frauen strukturell: In vielen Regionen, etwa im Kirchenstaat oder in Venedig, hatten Töchter allenfalls eingeschränkte Nutzungsrechte oder wurden durch testamentarische Verfügung übergangen. Selbst dort, wo erste Reformimpulse sichtbar wurden, wie im Großherzogtum Toskana unter Pietro Leopoldo, blieben konkrete Verbesserungen der weiblichen Rechtsstellung marginal und auf symbolischer Ebene. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Handlungsfreiheit und Entscheidungsgewalt, die Goldoni seinen weiblichen Figuren wie Corallina und Mirandolina zuschreibt, als bewusste literarische Antithese zur gesellschaftlichen Realität. Die Tatsache, dass beide Protagonistinnen ihre Ehe nicht als Resultat männlicher Verfügung, sondern als Ausdruck selbstbestimmter, strategischer Wahl gestalten, stellt in einem historischen Kontext, in dem Ehen primär durch Familieninteresse, Mitgiftlogik und konfessionelle Kontrolle geregelt wurden, einen Akt subversiver Selbstermächtigung dar. Ihre symbolische Mitgift, bei Corallina moralische Anerkennung, bei Mirandolina ökonomische Unabhängigkeit, ersetzt das formale Rechtsinstrument durch ein literarisches Konzept weiblicher Autonomie. Goldoni nutzt damit die Bühne, um die juristischen Begrenzungen weiblicher Existenz nicht nur zu reflektieren, sondern gezielt zu durchbrechen – seine Protagonistinnen agieren im Theaterraum, wie Frauen es im Rechtsraum ihrer Zeit nicht durften: selbstbestimmt, reflexiv und souverän.La frammentazione giuridica che dominava gli Stati della penisola italiana nel XVIII secolo consentiva solo in misura limitata l’autodeterminazione femminile: il diritto matrimoniale e familiare rimaneva saldamente nelle mani della Chiesa, segnato dalla concezione tridentina del sacramento e da norme patriarcali che escludevano in larga parte le donne dalla titolarità giuridica. Le donne erano sottoposte alla tutela maschile, prima del padre, poi del marito, e la loro capacità d’azione risultava fortemente limitata, sia in ambito ereditario sia in materia matrimoniale. Anche il diritto successorio le penalizzava strutturalmente: in molte regioni, come lo Stato della Chiesa o Venezia, le figlie godevano al massimo di diritti d’uso limitati o venivano escluse tramite disposizioni testamentarie. Anche laddove cominciavano ad emergere impulsi riformatori, ad esempio nel Granducato di Toscana sotto Pietro Leopoldo, i miglioramenti concreti della condizione giuridica femminile restavano marginali e soprattutto simbolici. In tale contesto storico, la libertà d’azione e la capacità decisionale che Goldoni attribuisce ai suoi personaggi femminili, come Corallina e Mirandolina, si configurano come una deliberata anti-tesi letteraria nei confronti della realtà sociale. Il fatto che entrambe le protagoniste non accettino il matrimonio come risultato di una disposizione maschile, ma lo scelgano invece come atto strategico e autodeterminato, rappresenta un gesto di sovversione rispetto a un sistema in cui le nozze erano regolate essenzialmente da interessi familiari, logiche di dote e controllo confessionale. Le loro doti simboliche, ovvero il riconoscimento morale per Corallina e l’indipendenza economica per Mirandolina, sostituiscono lo strumento giuridico formale con un concetto letterario di autonomia femminile.
Goldoni utilizza così il palcoscenico non solo per riflettere sui limiti imposti alla condizione femminile dal diritto del tempo, ma anche per oltrepassarli consapevolmente: le sue protagoniste agiscono nello spazio teatrale come le donne, nel contesto giuridico della loro epoca, non erano autorizzate a fare, cioè in modo autonomo, consapevole e autodeterminato
Langzeitwirkungen von Cannabis-Abhängigkeit in Hinblick auf funktionale Veränderungen der Emotionsregulation
Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Substanz weltweit wobei ca. 10% der regelmäßig Konsumierenden eine Abhängigkeit entwicklen. Akute Effekte von Cannabis sind relativ breit untersucht, es fehlt an Untersuchungen, welche langfristige neurofunktionelle Veränderungen, insbesondere in Hinblick auf Emotionsregulation betrachten. In der vorliegenden Studie wurde nun untersucht, ob eine Cannabisabhängigkeit nach ICD/DSM-Kriterien mit einer eingeschränkten Fähigkeit zur kognitiven Emotionsregulation assoziiert ist und welche neuronalen Korrelate dieser Veränderung zugrunde liegen.
Wir untersuchten 28 männliche Cannabisabhängige und 23 nach Demographie gematchte Kontrollprobanden. Die Erfassung der Emotionsregulation erfolgte mittels einer etablierten Reappraisalaufgabe im fMRT, hier msuuten negative Stimuli spontan betrachtet oder durch innere Distanzierung neubewertet werden. Durch subjektive Affektbewertungen im Anschluss wurden die Verhaltensdaten erhoben, die neuronalen Aktivierungen wurden über BOLD-Signal analysiert.
Die Konsumentengruppe zeigte im Vergleich zur Kontrollgruppe einen signifikant geringeren Emotionsregulationserfolg bei der Neubewertung negativer Stimuli. Dieser verminderte Reappraisalerfolg ging mit einer signifikant erhöhten Aktivierung präfrontaler Hirnregionen einher. Hier waren insbesondere der bilateralen anterioren cingulären Cortex (ACC), der rechte mediale superiore Frontalkortex sowie die linke mittlere Frontalregion überaktiviert. Es zeigten sich keine Gruppenunterschieden Während der spontanen Verarbeitung negativer Stimuli, was auf eine weitgehend intakte emotionale Reaktivität bei cannabisabhängigen Personen hindeutet. Das Ausmaß des Cannabis-Cravings hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Emotionsregulationsleistung.
Die Ergebnisse sprechen für eine eingeschränkte Effizienz präfrontaler Kontrollmechanismen bei cannabisabhängigen Personen, welche sich in einer kompensatorischen Überaktivierung frontaler Netzwerke bei gleichzeitig vermindertem Regulationserfolg äußert. Diese Befunde unterstützen die Annahme, dass Cannabisabhängigkeit mit funktionellen Veränderungen der Emotionsregulation verbunden ist und dass diese Veränderungen zur Aufrechterhaltung der Abhängigkeit beitragen könnten.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Emotionsregulation als potenzielles therapeutisches Ziel in der Behandlung von Cannabisabhängigkeit
Effektivität der selektiven internen Radiotherapie in Abhängigkeit von der Lokalisation des Primärtumors bei hepatisch metastasiertem kolorektalem Karzinom
Ziele Die Seite des Primärtumors erweist sich zunehmend als einer der wichtigsten Prognosefaktoren für Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC). In der Vergangenheit wurde ein signifikanter Überlebensvorteil bei Patienten mit rechtsseitigem Primärtumor (RSP) nach selektiver interner Strahlentherapie (SIRT) plus mFOLFOX6-Chemotherapie (Folinsäure [Leucovorin], 5-Fluorouracil, Oxaliplatin) als Erstlinienbehandlung gegenüber der Chemotherapie allein beschrieben. Andere Studien kamen jedoch zu gegenteiligen Ergebnissen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse soll hier die Patientengruppe ermittelt werden, die am ehesten von einer SIRT profitieren würde.
Material und Methoden: Retrospektiv wurden die Daten von 140 palliativen Darmkrebs-Patienten ausgewertet, die eine SIRT als letzte Therapieoption erhielten. Zum Vergleich der Überlebenszeiten wurde die Studie von Gibbs et al. herangezogen. Das Überleben wurde für zwei verschiedene Zeitpunkte ermittelt: OS.1 wurde vom Zeitpunkt der Erstdiagnose bis zum Todesdatum (n=136) oder dem letzten Untersuchungstermin definiert und OS.2 vom Beginn der SIRT Therapie bis zum Todesdatum oder dem letzten Untersuchungstermin (n=140). Die Wirksamkeit der SIRT wurde anhand der Kaplan-Maier-Überlebensanalyse und des Log-Rank-Tests bewertet. Patientenmerkmale, die für das Überleben relevant sein könnten, wurden ebenfalls erfasst und ausgewertet. Diese wurden mithilfe der uni- und multivariablen Cox-Regression analysiert. Das progressionsfreie Überleben wurde von der ersten SIRT bis zum ersten Nachweis einer intrahepatischen Progression durch CT oder MRT berechnet.
Ergebnisse: Das Gesamtüberleben (OS) wurde für zwei verschiedene Zeitpunkte definiert. Zum einen, um die Ergebnisse mit früheren Studien vergleichen zu können (OS.1), und zum anderen, um den eigentlichen SIRT-Therapiezeitraum (OS.2) gesondert betrachten zu können. Das mediane OS.1 unserer Population betrug 39,0 Monate für LSP und 23,0 Monate für RSP (p
Zusammenfassung: Es konnten verschiedene Patientenmerkmale definiert werden, die das Gesamtüberleben beeinflussen. Insbesondere das Vorhandensein einer K-RAS-Mutation und eines rechtsseitig lokalisierten Primärtumors erwies sich als negativer prognostischer Faktor für beide Gesamtüberlebensraten (OS.1 und OS.2). Nach dem Vergleich unserer Überlebensraten von SIRT als Last-Line-Therapie mit denen von Gibbs als First-Line-Therapie bei RSP-Patienten haben wir festgestellt, dass SIRT sowohl als First-Line- als auch als Last-Line-Therapie eingesetzt werden kann, um ein ähnlich langes Gesamtüberleben zu erreichen. Dagegen wurde ein Überlebensvorteil für LSP-Patienten nr dann festgestellt, wenn sie SIRT erst nach der Chemotherapie, d. h. als Last-Line-Therapie, erhielten. Somit konnte für beide Kollektive (RSP, LSP) eine positive Korrelation in Bezug auf das Gesamtüberleben bei Einsatz von SIRT als Last-Line-Therapie nachgewiesen werden.Aim: The primary tumor side is emerging as one of the main prognostic factors for patients with metastatic colorectal cancer (mCRC). Previously, a significant survival benefit was described in patients with right-sided primary (RSP) tumors after selective internal radiation therapy (SIRT) plus mFOLFOX6 (folinic acid [leucovorin], 5-fluorouracil, oxaliplatin) chemotherapy as a first-line treatment, versus chemotherapy alone. However, contrary results were provided by other studies. Based on these results, we here aim to identify the patient group, who is most likely to profit from a SIRT alone, administered as last line treatment.
Materials and Methods: Retrospectively, data from 140 palliative CRC patients who received SIRT as the last therapy option were evaluated. The study by Gibbs et al was used to compare survival times. The survival was determined for two different points in time: OS.1 was defined from the time of the initial diagnosis to the date of death (n=136) or the last date of examination and OS.2 from the start of therapy with SIRT until the date of death or the last date of examination (n=140). The effectiveness of SIRT was evaluated using Kaplan Maier survival analysis and the log rank test. Patient characteristics that may be relevant for survival were also recorded and evaluated. These were analyzed using uni- and multivariable Cox regression. The progression free survival was calculated from first SIRT to the first evidence of intrahepatic progression detected by CT or MRT.
Results:
The OS was designed for two different points in time, first to compare the results with previous studies (OS.1) and second to view the actual SIRT therapy period separately (OS.2) The median OS.1 of our population was 39.0 months for LSP and 23.0 months for RSP (p < 0.001) with n=136, of which n=20 were censored patients. This shows a significantly longer survival than in the control group of Gibbs which was not treated with SIRT and equally defined from the time of initial diagnosis until death: LSP 26,6 months and RSP 17.1 months (p < 0.001). The median OS.2 of our population was 7.0 months for LSP and 4.0 months for RSP (p < 0.004) with n=140, of which n=20 were censored patients. The median progression-free survival was 3.0 months for LSP patients and 1.6 months for RSP patients (p < 0.032).
Conclusion:
Different patient’s characteristics influencing OS.1 and OS.2 could be defined. In particular the presence of a K-RAS mutation and a right-sided localized primary tumor proved to be a negative prognostic factor for both overall survivals. After comparing our survival rates of SIRT as a last-line therapy with those of Gibbs as a first-line therapy in RSP patients, we found that SIRT can be used as both first-line and last-line therapy for a similarly prolonged OS. Whereas a survival advantage was found for LSP patients if they received SIRT only after chemotherapy i.e. as last-line therapy. Therefor a positive correlation, in terms of overall survival, could be demonstrated using SIRT as a last line therapy in both collectives (RSP, LSP)
Immune activation by DNA sensors in ANCA associated vasculitis
Anti-neutrophilic cytoplasmatic antibody (ANCA) associated vasculitis (AAV) is a group of rare inflammatory autoimmune diseases primarily affecting the small vessels of kidney and lung. Current treatment options mainly involve broad immunosuppressive therapy, which is associated with severe side effects, including susceptibility to infection. A deeper understanding of the complex pathophysiology is needed to improve targeted therapy for patients. Neutrophils have been implicated in disease pathology, as they damage tissues. In AAV, neutrophils undergo NETosis, a process that releases DNA bound to antimicrobial peptides such as myeloperoxidase (MPO). ANCAs specifically bind to proteins like MPO, which is bound to the DNA released by neutrophils.
This thesis provides insights how nucleic acids by activating DNA sensors propagate signals and drive disease progression in AAV. By utilizing a murine model of pulmonary vasculitis, extensive release of nucleic acids could be detected upon induction of vasculitis. The released DNA was able to bind the nucleic acid sensor cGAS and induce the production of second messenger cGAMP. Accordingly, AAV patients displayed elevated levels of cGAMP compared to healthy donors. Complexation of MPO with DNA in vitro showed that MPO partially protected DNA from digestion. Moreover, addition of MPO antibodies significantly facilitated uptake of MPO bound to DNA in murine bone marrow derived dendritic cells (BMDCs). Stimulation of BMDCs with complexes of plasmid DNA, MPO and MPO antibodies resulted in upregulation of CD40, CD86 and release of pro- inflammatory cytokines. Data obtained from knockout BMDCs revealed that complexes shuttled to the endosomes where they were sensed through TLR9. Lastly, co-culture experiments with BMDCs and neutrophils showed that addition of MPO antibodies facilitate immune activation of BMDCs by neutrophil-derived DNA via TLR9. In summary, the data shows that in vivo, induction of pulmonary vasculitis triggers DNA release, which can activate the cGAS pathway. The in vitro data demonstrates how MPO antibodies protect DNA from degradation and facilitate their uptake and trafficking in AAV. These mechanisms lead to recognition of DNA by TLR9 and contribute to inflammatory responses and disease progression
Extracellular Vesicles as Intercellular Messengers in Aortic Valve Stenosis
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