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    601 research outputs found

    Zum Stand des Forschungsdatenmanagements in der Osteuropaforschung: Auswertung einer Online-Umfrage zur Bedarfsermittlung in den Bereichen Datenmanagement, Beratung, Publikation von Forschungsdaten und Community-Building

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    Prozesse und Verfahren des Forschungsdatenmanagements befinden sich in der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung im Aufbau und sind an vielen Institutionen, Universitäten und Lehrstühlen noch nicht fest institutionalisiert. Als eine Maßnahme des Community Buildings führte der Forschungsdatendienst OstData (2019-2022) eine Umfrage zur Bedarfsermittlung in den Bereichen Datenmanagement, Beratung, Publikation von Forschungsdaten und Vernetzung durch. Die Umfrage adressierte drei Zielgruppen, die in unterschiedlicher Weise mit Themen und Prozessen des Forschungsdatenmanagements in Berührung stehen: Forschende, Personen, die andere im Umgang mit Forschungsdaten beraten, und FDM-Entscheidungsträger:innen mit Leitungsfunktion. Der Beitrag präsentiert die Auswertung der Umfrageergebnisse und zeigt als eine Form der empirischen Umfeldanalyse zentrale Perspektiven für den Auf- und Ausbau des Forschungsdatenmanagements in der Osteuropaforschung auf

    Governance bei der Co-Creation eines webbasierten Forschungsdatenmanagementsystems in den Sozialwissenschaften: Ein Erfahrungsbericht aus dem SFB 1342 „Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik"

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    Diesem Beitrag liegen Erfahrungen aus dem Forschungsdatenmanagement (FDM) des sozialwissenschaftlichen \ Sonderforschungsbereichs (SFB) „Globale \ Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik`` zugrunde, der 2018 gestartet ist und sich aktuell in der zweiten Förderphase befindet. Die generierten Forschungsdaten wurden in einem eigenständig durch die beteiligten Forscher*innen in Co-Creation aufgebauten, webbasierten Informationssystem mit gemeinsam entwickelten Codierregeln gespeichert und mit einheitlichen Metadaten beschrieben. Ebenso enthält das Informationssystem Tools zur Analyse und Visualisierung der eingespeisten Daten, welche sich an den Bedürfnissen der nutzenden Forscher*innen orientieren. Vor dem Hintergrund, dass in den Sozialwissenschaften ein systematisches Forschungsdatenmanagement (FDM) noch ausbaufähig ist, setzt sich der Beitrag mit der Frage auseinander, wie in großen Verbundprojekten wie einem SFB die individuellen Interessen der Forscher*innen mit den kollektiven Zielsetzungen bezüglich des FDM zu vereinen sind. Zudem wird die Frage erörtert, ob durch die Co-Creation ein Mehrwert für das gemeinsame FDM des SFB erreicht wurde. Aufbauend auf den über fünfjährigen Erfahrungen und den durchgeführten Evaluierungen lässt sich festhalten, dass beim gemeinsamen Aufbau des Informationssystems ein hohes Maß an Kommunikation erforderlich war. Der Beitrag zeigt, dass das Konzept der Netzwerkgovernance eine geeignete Perspektive bietet, um die Kommunikations- und Entscheidungsprozesse zielführend zu koordinieren. Die praktizierte Co-Creation führte zu einer (Selbst-)Reflektion aller am SFB beteiligten Forscher*innen und Entwickler*innen über die Vorteile und Grenzen bisheriger Arbeitsweisen, Methoden und Daten. An der Co-Creation beteiligte Forscher*innen betonten in Interviews, dass ein großer Nutzen der Workshops darin bestand zu erfahren, wie die Kolleg*innen mit Daten arbeiten und sie dadurch wesentlich besser verstünden, wie sie zusammenarbeiten könnten

    ‘How do you say that, Mum?’: The family as a place of language acquisition and multilingual practices. The example of a family using Turkish and German

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    Die Familie ist ein prägender Ort sprachlicher Sozialisation für Kinder und bildet die Grundlage für weitere Sprachaneignung, so dass die Erforschung von sprachlichen Praktiken und multiplem Spracherwerb in mehrsprachigen Familien auch zum Verstehen von Sprachverwendung und Spracherwerb im Kindergarten und in der Schule beiträgt. In diesem Beitrag wird aus Perspektive der Interaktionalen Soziolinguistik anhand einer Fallstudie auf der Basis audiographierter Familieninteraktionen der Frage nachgegangen, wie mehrsprachige und spracherwerbsförderliche Praktiken in einer deutsch- und türkischsprachigen Familie zwischen Eltern und Kind ko-konstruiert werden. Dabei wird die zentrale Rolle des Kindes in der Ko-Konstruktion sichtbar, das implizit die Nutzung von erwerbsförderlichen Praktiken durch die Mutter bestärkt, die insbesondere durch Responsivität, Kontingenz und eine fordernd-unterstützende Haltung geprägt sind.The family is a formative place of linguistic socialisation for children and forms the basis for further language acquisition, so that research into linguistic practices and multiple language acquisition in multilingual families also contributes to understanding language use and language acquisition in kindergarten and school. From the perspective of interactional sociolinguistics, this article uses a case study based on audiographed family interactions to investigate how multilingual practices that foster language acquisition are co-constructed between parents and a child in a German- and Turkish-speaking family. In the date, it becomes evident that the child has a pivotal role in co-constructing interaction and implicitly reinforces practices that foster language and discourse acquisition, expecially responsiveness, contingency and a demanding and supportive attitude

    Research on the historical, cultural and religious significance of a religious object in a museum

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    The focus of this article is an ancestor figure from Nias, western Indonesia, which has been in the Museum of Religions of the Philipps University Marburg since 1932. A missionary from the Rhenish Mission Society Barmen-Wuppertal, Johannes Noll, gave it to the collection on permanent loan at a time when Indonesia was still a Dutch colony. Essentially, my research has two principal foci. One focus is on the Museum of Religions’ archive in Marburg and the missionary who donated the object to the Museum. The other focus is on the island of Nias, where I conducted research for two weeks in March 2023. I was particularly interested in how the time in which ancestor figures disappeared from everyday life and rituals is remembered today. It was a time when the people of Nias had adopted the Christian faith. A third focus of my research was to find out if there is still interest in such figures and whether there is hope of their repatriation. The article opens insight in object studies in the field of religion

    Pedestrian Research or Walking as Method

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    In the history of religions, both places and stories play a central role: places are where human religious life plays itself out – ‘takes place’ –, while telling stories is one of the main ways how human beings communicate about the invisible others that are gods, saints, spirits, and magic powers. This article will discuss how fieldwork-based research can bring both places and stories together. A substantial category of supernatural storytelling consists in narratives that are connected to specific locations in the physical landscape, such as narratives about manifestations of supernatural entities or foundation legends. The article explains how it can be a fruitful approach to such narratives to systematically walk both the sites and the connecting routes between the sites that these stories are associated with. In analogy to the technique of a ‘close reading’ in the study of literature, a ‘close walking’ of story places can help to establish their contexts in everyday life, including aspects such as land use, economy, social frames of reference, or topography. Sometimes it can even shed light on the composition of narratives, as lines of sight in the physical topography can interrelate with the motifs used in a story

    Die Rolle von Selbst- und Fremdzuschreibungen zur Durchsetzung von Geltungsansprüchen am Beispiel der Debatte um Pränataldiagnostik und Reproduktionsmedizin

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    Wissen, im Sinne von Sachverhalten, die intersubjektiv als wahr akzeptiert sind, stellt einen Grundstein der Diskursanalyse im Anschluss an Foucault dar. Im Kontext bioethischer Fragestellungen, hier konkret der Pränataldiagnostik und Reproduktionsmedizin, ist Wissen eine wichtige Kategorie in Bezug auf die Verteilung von Macht im Diskurs. Diese Verteilung von Macht geht mit Wissensasymmetrien einher, die aus den sozialen Kontexten, aus denen heraus Akteur:innen sich äußern, resultieren. Akteur:innen versuchen anhand kommunikativer Handlungen diese Asymmetrien zu überwinden, indem sie ihre diskursive Position versprachlichen und für sie argumentieren. Innerhalb dieser Argumentation werden eigenen sowie fremden Positionen Eigenschaften, Verhaltensweisen oder Handlungen zugeschrieben. Die Korpusanalyse zeigt, dass Zuschreibungshandlungen als Positionierungshandlungen ein rekurrenter Teil von Argumentationen sind und dass Zuschreibungshandlungen besonders häufig im Argument und seltener in der These einer Argumentation explizit realisiert werden. Knowledge, in the sense of facts that are accepted intersubjectively as true, represents a cornerstone of discourse analysis following Foucault. In the context of bioethical issues, here specifically prenatal diagnostics and reproductive medicine, knowledge is an important category in relation to the distribution of power in discourse. This distribution of power is accompanied by knowledge asymmetries that result from the social contexts from which actors express themselves. Actors try to overcome these asymmetries by means of communicative actions, by expressing their discursive position and arguing for it. Within this argumentation, qualities, behaviours, or actions are attributed to one’s own as well as to others’ positions. The corpus analysis shows that acts of attribution as acts of positioning are a recurrent part of argumentations and that acts of attribution are particularly often realized in the argument and less often in the thesis of an argumentation. &nbsp

    Aufbau eines serviceorientierten und nachhaltigen Forschungsdatenmanagements: Aktuelle Überlegungen zur Strukturbildung im Bereich Forschungsunterstützung an den baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen

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    Forschungsprojekte aller Fachgebiete benötigen zunehmend Unterstützung in verschiedenen Aspekten des Datenmanagements und der technischen Infrastruktur. Eine Kernforderung an das Forschungsdatenmanagement besteht darin, Forschung replizierbar zu machen und Daten zur Nachnutzung anzubieten, sodass diese auch nach Abschluss eines Forschungsvorhabens für die Wissenschaft verfügbar bleiben. Darüber hinaus ist ein langfristig zuverlässiger Betrieb von forschungsdatenmanagement-bezogenen Basisinfrastrukturen und -diensten an den Wissenschaftseinrichtungen zu gewährleisten und die Anbindung an neu entstehende nationale und internationale Infrastrukturen zu realisieren. Diese Aufgaben können nur mit kompetentem Personal und im Rahmen effizienter Organisation erfüllt werden. Dazu bedarf es neuer Ansätze der Finanzierung und Organisation sowohl der personellen als auch technischen Ressourcen. Dieser Beitrag stellt verschiedene Ansätze zum Aufbau eines institutionellen Forschungsdatenmanagements in Baden-Württemberg vor. Er skizziert Varianten, wie Kompetenzen eines institutionell verankerten Forschungsdatenmanagements, die mit dem Tätigkeitsprofil von „Data Stewards“ in Verbindung stehen, gebündelt werden können. Es werden dabei überdies Organisationsformen mit flexibilisierten Finanzierungsoptionen vorgeschlagen. Im Sinne all dieser Elemente will der Beitrag einen Impuls im Kontext der Entwicklung einer landesweiten Forschungsdatenstrategie liefern

    “Take on my role” – Mehrsprachige Praktiken eines non-native foreign language teachers mit Arabisch als Erstsprache

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    Im Fremdsprachenunterricht lehren nicht immer native speakers die Fremdsprache. Doch welche Rolle spielen die mehrsprachigen Fähigkeiten der Lehrkräfte bei der Vermittlung des Deutschen als Fremdsprache (DaF) und wie werden diese von ihnen in Unterrichtssettings eingesetzt, gefördert oder von Lernenden gefordert? Im Beitrag wird anhand einer Fallstudie aus dem DaF-Unterricht mit erwachsenen Lernenden in Jordanien untersucht, welche Sprachen der non-native foreign language teacher bei der Vermittlung von DaF einsetzt und welche kommunikativen Strategien er dabei nutzt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die eigene mehrsprachige Biographie des Lehrers positiv auf die Verwendung mehrsprachiger Ressourcen im Kursraum auswirkt (z.B. bei Aufgabenerklärungen). Nach einem theoretischen Einstieg in den Untersuchungsgegenstand wird ein Überblick über die Fallstudie und das Design gegeben. Anschließend wird unter Berücksichtigung des Fremdsprachenunterrichts diskursanalytisch untersucht, in welchen Unterrichtsphasen die Lehrkraft die Sprachen wechselt und ihre mehrsprachigen Ressourcen aktiv verwendet. Im Fokus stehen dabei die interaktionalen Strategien der Lehrkraft.In foreign language teaching, native speakers are not always the ones teaching the target language. But what is the role of a teacher‘s multilingual skills when teaching German as a foreign language (GFL), and how are these skills used, promoted, or required by learners in the classroom? Using a case study of GFL taught to adults in Jordan, this article examines the languages, communicative strategies and multilingual practices employed by the non-native foreign language teacher. The results show that the teacher’s own multilingual profile positively influences the presence of multilingualism in the classroom. This article provides a theoretical introduction to the topic, followed by an overview of the case study and its design. In the context of foreign language teaching, the specific phases of a lesson and the reasons why teachers switch languages and use multilingualism will then be investigated using discourse analysis methods. The focus is on the teacher’s strategies during classroom interactions

    From Analog to Digital, Between Love and Hate: The Birth of Manganime Fandom and Industry in Argentina

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    In the early 1990s in Argentina, comic book fandom entered a new phase when anime hit cable TV, changing the media landscape, reception practices, and popular culture. The ensuing development of a local industry around Japanese pop culture was then shaped by an antagonistic relationship between the old and the new, as well as by a series of broader transformations that are characteristic of late capitalism: deterritorialization, digitalization, transmediatization, and customization of experiences. In this paper, we approach the case threefold: First, on the publishing side, a fixed exchange rate regime with the USD ushered both local production’s terminal crisis and the birth of a specialized retail circuit based on imports from Spain, Mexico, and the United States, mostly superhero and Japanese comics. The dominance of this secondhand glocalization ended when a local upstart, Ivrea, made headway at the turn of the century with a heavily glocalized manga line that influenced the development of local fandom. Secondly, said fandom’s performativity at media industry events: The rise of big events such as Fantabaires (1996-2001) acted as the backdrop to a clash between the old guard of comics fans and the newcomer otaku. The latter counted many women among them, thanks to fan practices such as cosplay, which brought a change into stereotypically masculine socialization spaces. After Argentina’s economic collapse in 2001, manganime events became smaller and more frequent, complemented by a nascent fan-made merchandising economy. The third crucial factor is online sociability. With the spread of Internet access throughout the 2000s, cable TV’s broadcasting logic yielded to post-broadcasting. The fandom’s socialization practices shifted from live events like conventions to forums and social networks, super-places that allowed the development of new sex-affective subjectivities. Along with previous fan practices, new digital materialities (fan art, fan fiction) generated means of prosumption and sociability that continued to blur the line between cultural imports and local production

    Data Stewardship goes Germany : Erster Workshop der TU9 zur Vernetzung von Data Stewards

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    Der zweitägige Workshop „Data Stewardship goes Germany“ wurde 2022 von der FDM-AG der TU9 organisiert mit der primären Zielgruppe Data Stewards1. Bei dem Workshop stand nicht nur die Informationsvermittlung durch Vorträge, sondern vor allem die interaktive Arbeit und die Vernetzung der Teilnehmenden im Vordergrund. Neben den zwei Keynotes von der TU Delft und der Aalto University zu Data Stewardship-Konzepten gab es Beiträge zu den beiden Themenblöcken „Aufbau von FDM-Dienstleistungen” und „Technische Tools”. Die Interaktion und Vernetzung wurden durch Raum für Gespräche an Postern und in Pausen sowie durch die Barcamp-Methode gefördert. Auffällig war, dass Data Stewards sich oft als Einzelkämpfer:innen fühlen und viele Strukturen und Überlegungen parallel entwickelt und getätigt werden. Eine Nachnutzung bestehender Strukturen und Dienste ist aktuell noch wenig etabliert und vor allem auch wenig bekannt. Der Workshop stellt einen wichtigen Beitrag dar, um solche Lücken zu schließen und Awareness zur Nachnutzung von FDM-Strukturen und-Diensten zu schaffen. Außerdem wurde deutlich, dass es in Deutschland noch kein einheitliches Verständnis von Data Stewardship gibt und dass eine Unterstützung und Förderung von Data Stewards stark von der Universität bzw. den außeruniversitären Einrichtungen abhängt. Eine Vernetzung über verschiedene Einrichtungen fand bisher kaum statt, so dass der Workshop ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist

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