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    (Un)building social contracts: Material imaginations of class and gender in late Ottoman writings on decorum

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    In late Ottoman women\u27s media, performing decorum represented a symbolic struggle over respectability as manifested tacitly in luxury display via goods, décor and interior configurations in private dwellings. While these distinctions provided upper-class women with a public status within their social circles, they also entailed outsourcing domestic labor and concealing the laborers\u27 presence from the public\u27s gaze. The status hierarchy embedded in decorum was discernible in the architectural fragments: the qualities of the ostentatious salon and dining room, which reflected the prestige of the housewife, contrasted and overshadowed the rear rooms and internal divisions reserved for the housemaids. This essay exposes intra-household tensions reflected in domestic arrangements by concentrating on etiquette manuals (Ottoman: adab literature) addressing women – in women\u27s periodicals, home economics, and etiquette books – along with plans and photographs from the early twentieth century. Its objective is to extrapolate from this historical moment and interpret decorum as a social contract whose norms become contested and whose meaning becomes variable for actors of different classes and genders

    \u27Character\u27, or the Anxiety of Appropriateness in Eighteenth-Century Architectural Discourse

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    Architects have always been preoccupied with designing buildings and spaces that are appropriate for their socio-cultural context. This preoccupation was most famously conceptualised through the Vitruvian notion of \u27decorum\u27, which enjoyed a long after-life in the early-modern period. By the eighteenth century, however, a series of social, political and cultural changes made \u27decorum\u27 no longer suitable, or at least too rigid to articulate the desired relationship between buildings and their environment (writ large). Borrowing from literary theory, architects began to elaborate, instead, on the notion of \u27character\u27

    Angemessenheit – Editorial

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    In der Architektur gilt es, zahlreiche konkurrierende Belange in größtmöglichen Einklang zu bringen. Die Aufgabe und Kunst des Architekten / der Architektin besteht darin, diese gegeneinander abzuwägen und dabei das richtige Maß zu finden. Bei der Platzierung des Bauwerks in einem Kontext müssen Standortfaktoren wie Klimazone, Topografie, städtebauliches, architektonisches und sozial-ökonomisches Umfeld Beachtung finden. Bei der Konzeption des Baukörpers sind Fragen der Ökonomie und Funktionsverteilung, der Materialwahl, des konstruktiven Aufwandes und der Bestimmung des ästhetischen und repräsentativen Anspruchs einzubinden

    Begegnung mit der gelben Girna: Die Manikata Church von Richard England als Beispiel einer angemessenen Architektur des Kritischen Regionalismus

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    Mit der Manikata Church (1962–1974) schuf der maltesische Architekt Richard England ein bemerkenswertes Bauwerk, an dessen Beispiel mustergültig illustriert werden kann, wie der kritisch-reflektierte Rückgriff auf vernakuläre Bautypen eine Architektur der Angemessenheit hervorbringen kann. Im Mittelpunkt der Betrachtungen dieses Aufsatzes steht die persönliche Architekturerfahrung. Das Erleben von Annäherung, Vertiefung, Umrundung, Beobachtung und Entfernung ergänzt die bisherigen Auseinandersetzungen mit der im deutschsprachigen Raum nur wenig bekannten Kirche um neue Sichtweisen und Erkenntnisse. In einem "Zwischenspiel" genannten Exkurs werden ausgewählte Positionen Bernard Rudofskys, Richard Englands und Kenneth Framptons untersucht und – ergänzt um eigene Gedanken der Autorin – als Basis für die Aufstellung von sieben Punkten zu allgemeiner architektonischer Angemessenheit herangezogen

    Vom "Primat der Anwesenheit" zu: "Erst entwerfen, dann fragen"

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    Wie sollen Architekt*innen den Raum betreten, in dem sie tätig werden, den sie transformieren möchten? Es liegt nahe, das Handeln an den Paradigmen von Angemessenheit und achtsamer Beobachtung auszurichten. Aber tut es das wirklich? Folgt nicht vielmehr aus der Verantwortung gegenüber der drohenden ökologischen Katastrophe und in Anbetracht sich zuspitzender gesellschaftlicher Fragen, dass Architekt*innen vielmehr mit freundlichen und gut gelaunten Zumutungen ins Feld gehen? Und dass sie genau damit die teils disruptiven Veränderungsprozesse mit anstoßen? Dies mag vermessen erscheinen in einer Zeit, die eben dieses Verhalten vergangenen Episoden der Architekturgeschichte – insbesondere der Moderne – immer noch zum Vorwurf macht. Aber gerade deshalb gründet die folgende Methode auf einer Mischung aus wohldosiertem Aktivismus, wissenschaftlichen Methoden und einem optimistischen in die Welt-hinaus-Entwerfen. Sie soll damit prüfen, welche Bereitschaft zu konkreten Veränderungen besteht

    Redefinition Komfort: Vom Mehrwert der Pufferzone, oder: Reise zurück zur Architektur

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    Das Haus ist Hülle für Maschinen geworden. Der Mensch bedient Geräte, deren Systematik er nicht versteht. Geräte, die Defizite jener Konstruk­tion ausgleichen, die – einmal inadäquat dimensioniert – immer anfällig, unangemessen reaktiv und wartungsintensiv sein wird. Es scheint, als stiegen die Ansprüche und Erwartungen an Funktion und Komfort proportional zu den zunehmenden technischen Möglichkeiten. Die vermeintliche Verfügbarkeit von allem, jederzeit, in Kombination mit einem kaum regulierten Konsumverhalten und dem steten Drang nach Optimierung und Erneuerung bedingen die gegenwärtige Technologie. So ist mit nachhaltigem Bauen meist ein technisch-physikalisch ausgeklügeltes Bauwerk konnotiert, das zwar den Nachweis von Energieersparnis bringt, architektonisches Potential aber vernachlässigt. Dabei besteht angesichts gegenwärtiger Unwägbarkeiten ein erhöhtes Bedürfnis nach resilienten Systemen. Um auf Veränderungen reagieren zu können, braucht es Gebäude, deren Funktionsweise auf verständlichen Grundsätzen basiert, Nutzende in den Betrieb integriert und es ermöglicht, die eigene Umwelt selbständig zu beeinflussen. Aneignung durch Anwendung. Der Beitrag möchte eine Sensibilität für Pufferzonen wecken, die das ästhetische Empfinden um baukonstruktive und bauphysikalische Sinnhaftigkeit erweitert

    Angemessenheit an nationalsozialistischen Tatorten mit komplexer Überlagerungsgeschichte: Das Beispiel Schloss Lichtenburg in Prettin

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    Das Schloss Lichtenburg in Prettin, im sachsen-anhaltischen Landkreis Wittenberg gelegen, ist eine der bedeutendsten Schlossanlagen der Renaissance in Mitteldeutschland und zugleich eines der wichtigsten historischen Zeugnisse für die Entwicklungsgeschichte der frühen nationalsozialistischen Lager, die ab 1933 in Bestandsbauten eingerichtet wurden und in heutiger Zeit meist unsichtbar sind. Im Schloss Lichtenburg ist die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin als Teil der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt heute eine zentrale Akteurin. Zugleich steht der größte Teil der Schlossanlage leer und sucht – verwaltet durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben – eine neue Nutzung. Die Frage von Angemessenheit stellt sich an diesem Ort in besonderem Maße; gleiches gilt für viele andere NS-Tatorte mit komplexer Überlagerungsgeschichte. Sie betrifft sowohl den Umgang mit den baulichen Zeugnissen, die die einzelnen Zeitschichten widerspiegeln, als auch die zukünftigen Nutzungen

    Von Schlössern und Palästen: "Unangemessene" Zuchthausfassaden an den Beispielen Amsterdam und Leipzig

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    Mit der Gründung des ersten Amsterdamer Zuchthauses im Jahr 1596 entwickelte sich eine neue Bauaufgabe, die sowohl der Fürsorge als auch der Strafe gewidmet war, und der sich in den folgenden Jahrzehnten Bauherren und Architekten in ganz Europa annehmen sollten. Es entstanden repräsentative Fassaden, geschmückt mit Kolossalordnungen, Wappen und allegorischen Darstellungen. Damit entsprachen die Zuchthäuser als öffentliche Gebäude der Obrigkeit zwar durchaus den zeitgenössischen Architekturvorstellungen, die Pracht der Fassaden rief jedoch häufig Unverständnis und Empörung hervor. Betrachter verglichen sie mit Schlössern und Palästen und empfanden sie daher als unangemessen für die dahinter untergebrachten Bettler, Prostituierte und Diebe. Der Artikel untersucht dieses Phänomen anhand der Amsterdamer Institutionen des Rasphuis und des Spinhuis sowie dem Leipziger Zucht- und Waisenhaus

    Das gebaute Erbe als Projekt: Über den städtebaulichen Bestand der mittelalterlichen Planstadt Neunkirch und die Angemessenheit des Umgangs mit ihrem baulichen Erbe als Projekt

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    Die Stadt Neunkirch liegt westlich von Schaffhausen in der Nordschweiz. Ihre Gründung im 13. Jahrhundert wird auf das Ziel der Konstanzer Bischöfe zurückgeführt, hier einen befestigten Stützpunkt zu schaffen. Aufgrund ihres Aufbaus nach einem rechtwinkligen Plan bildet diese Stadt die einzige geometrische Stadtanlage der Schweiz. Ihre Ausdehnung, ihre städtebauliche Struktur und die Höhe ihrer Bauten bilden eine klar begrenzte Form und Gestalt. Dazu tragen die einzelnen Gebäude bei, die dreigeschossig in parallelen Reihen auf bemessenen Parzellen stehen. Sie entsprechen proportional der Ausdehnung der städtebaulichen Anlage und bestimmen mit ihren gleichhohen Satteldächern deren dreidimensionale Struktur. Ihre Typologie definiert sich durch einen vorderen Wohnteil und einen hinteren Ökonomieteil mit Tenne und Stall. Das Haus an der Vordergasse 44 in Neunkirch entspricht mit seiner städtischen Hauptfas­ sade zur Vordergasse und seiner bäuerlichen Rückfassade zur Mühlengasse diesem ortstypischen Vielzweckhaus und bildet einen eingepassten, angemessenen Teil der homogenen Stadtstruktur. Das dazu erarbeitete Projekt sieht eine Sanierung und Umnutzung als Wohnhaus mit Gewerbe im Erdgeschoss vor. Fragen der technischen, materiellen, energetischen und ressourcesparenden Angemessenheit im Kontext des Bestandes werden mit dem vorliegenden Projekt aufgezeigt und erklärt

    Bilder, die eine Übersetzung fordern

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    Die Architekturdisziplin ist der Gesellschaft angesichts des hohen ökologischen Fußabdrucks im Bauen Rechenschaft schuldig. Der Umgang mit wirkmächtigen Bildern, welche architektonische Ideen an die Öffentlichkeit kommunizieren, ist deshalb zurückhaltender geworden. Stattdessen wird scheinbar Berechenbares repräsentiert – das Forschende und Schöpferische in Bildern hält sich außerhalb der Universitäten und Architekturbüros zunehmend zurück. Dieser Beitrag will nach dem aktivierenden Potential von Architekturdarstellungen Ausschau halten. So wird die Linearität vermeintlich objektiver Bilder mit der genuinen Zirkularität einer enzyklopädischen Architektonik in ein Verhältnis gesetzt. Es wird angesprochen, inwieweit Architekturbilder durch Kodierungen Diskursräume eröffnen können, statt als Repräsentationsflächen von Entwurfsbedingungen zu agieren. Kann ökologischen und sozialen Herausforderungen mit kodierten Bildern begegnet werden, die durchaus eine Übersetzung fordern

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