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Geiger, Wolfgang; Melber, Henning: Kritik des deutschen Kolonialismus. Postkoloniale Sicht auf Erinnerung und Geschichtsvermittlung (Mathias Hack)
Erstveröffentlichung der Rezension in deutscher Sprache auf H-Soz-Kult am 6.07.2022: Mathias Hack: Rezension zu: Geiger, Wolfgang; Melber, Henning: Kritik des deutschen Kolonialismus. Postkoloniale Sicht auf Erinnerung und Geschichtsvermittlung. Frankfurt am Main 2021: Brandes & Apsel Verlag ISBN: 978-3-95558-307-1; 256 S., In: H-Soz-Kult, 06.07.2022 https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-113884Первая публикация рецензии на немецком языке на H-Soz-Kult 6 июля 2022 г.: Mathias Hack: Rezension zu: Geiger, Wolfgang; Melber, Henning: Kritik des deutschen Kolonialismus. Postkoloniale Sicht auf Erinnerung und Geschichtsvermittlung. Frankfurt am Main 2021: Brandes & Apsel Verlag ISBN: 978-3-95558-307-1; 256 S., In: H-Soz-Kult, 06.07.2022 https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-11388
Die militärische Elite des Kaiserreichs. 24 Lebensläufe (Leontij Lannik)
Die militärische Elite des Kaiserreichs. 24 Lebensläufe / hrsg. von L. Grawe. Darmstagt: wbg Theiss, 2020. – 320 S. – ISBN 978-3-8062-4018-4Военная элита Кайзеррейха: 24 биографии / Сост. Л. Граве. Дармштадт: Тайсс, 2020. – 320 с. – ISBN 978-3-8062-4018-
Copyright as a Rule of Law Challenge
Copyright regulates speech because every copyright protected work does contain a communication content. Right holders take advantage of it to silence others: they use their copyright as censorship right. Copyright doctrine must therefore allow a case by case balancing to strike a fair balance between freedom of expression and copyright, both enshrined in the European Charter of Fundamental Rights (CFR) and the European Convention on Human Rights (ECHR). In the digital age with an overly expanded copyright, it is more important than ever to prevent a censorious copyright – not only for the standing of copyright in society but for the sake of the fundamental rights of third parties. Free speech is only free if one can speak with works of others that are valuable in constitutional terms
„In Front der See“ – Rheinsberg als literarischer Ort: Ein Rezeptionsüberblick über die Jahrhunderte
Der Aufsatz gibt einen Überblick über die literarische Produktion in Rheinsberg von der Zeit des Kronprinzen Friedrich (1736–1740) bis in die Gegenwart. Friedrich schrieb im Turmzimmer des Schlosses 1739 seinen Antimachiavell. Bereits im frühen 19. Jahrhundert setzte die Literarisierung der Kronprinzenzeit ein. Theodor Fontane mit seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg, deren erstes Kapitel in Rheinsberg einsetzt (1862), erweiterte den Blick auf den Prinzen Heinrich. Dem folgte der Engländer Andrew Hamilton mit seinem Rheinsberg-Buch (dt. 1882). Im 20. Jahrhundert prägte Kurt Tucholsky mit seinem Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte (1912) das Bild einer heiteren Idylle. Sebastian Haffner und Annemarie Schwarzenbach setzten Anfang der 1930er-Jahre jeweils eigene Akzente. Seit 1995 sind es die Rheinsberger Stadtschreiber (u. a. Barbara Köhler, Annett Gröschner und Wiglaf Droste), die ein facettenreiches literarisches Bild von Rheinsberg liefern
Preußen – ein Konstrukt: Vom Erfolg des borussischen Geschichtsbildes und der Schwierigkeit, ein zeitgemäßes zu etablieren
Das Bild, das man von Preußen meist hat, ist das des machtvollen Staates, errichtet durch Kurfürst Friedrich Wilhelm und die Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II, den Großen; König Friedrich I. wird darin kaum ein Anteil zuerkannt. Dieses Bild ist eine Konstruktion der borussischen, dem preußischen Patriotismus und den Hohenzollern anhängenden Historiker. Gepriesen werden die militärische Stärke und Wehrhaftigkeit des Staates, die Toleranz, das Pflichtdenken von Herrschern und Untertanen. Dass man aufgrund der neueren Forschungen hinter diese angeblichen Charakteristika Fragezeichen setzen muss, wird nur ungern wahrgenommen. Die Menschen tendieren dazu, bei ihrer gewohnten, favorisierten Meinung zu bleiben. Unterstützt durch eine unkritische, nur auf Effekt und Anekdoten bedachte Berichterstattung vor allem in den einflussreichen Filmmedien, hält man in der Öffentlichkeit an dem liebgewonnenen Geschichtsbild fest. Ein zeitgemäßes Preußenbild in der Gesellschaft zu verankern, ist daher nur schwer möglich