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Wilhelm Windelband und die Psychologie: Das Fach Philosophie und die Wissenschaft Psychologie im Deutschen Kaiserreich
Wilhelm Windelband (1848-1915) war Ordinarius der Philosophie im Deutschen Kaiserreich, Haupt der südwestdeutschen Schule des Neukantianismus und einflussreicher Kathederfürst. Dem Neukantianismus wird Gegnerschaft zur Psychologie nachgesagt, und Windelband gilt in der Wissenschaftsgeschichte als jemand, der eine ausgeprägte Abneigung gegen die Psychologie hegte und diese polemisch von sich gab. Die hier erstmalig untersuchte Wirklichkeit sah anders aus. Er setzte sich frühzeitig für die Selbständigkeit der Psychologie ein, arbeitete an einem Buch zur Psychologie und hielt mehr als zwanzig Hauptvorlesungen zur Psychologie. Institutionelle Hintergründe des problematischen Verhältnisses zwischen Philosophie und Psychologie werden untersucht und gezeigt, weshalb Windelband kein Einzelfall in der Geschichte des Faches Philosophie war.Wilhelm Windelband (1848-1915) was a professor of philosophy during the German Empire, leader of the south-west German school of neo-Kantianism and an influential, when somewhat opinionated, public speaker.
Neo-Kantianism was linked with opposition to the discipline of psychology and Windelband is noted in the history of science as nurturing a pronounced dislike of psychology, and of expressing this opinion polemically. The reality, presented here for the first time, looks different. He championed at an early stage the independence of psychology, worked on a book about psychology and gave more than twenty lectures about psychology. The institutional background concerning the difficult relationship between philosophy and psychology is examined, and shows that Windelband was not an isolated case in the history of philosophy
Proust Cinématographe: Wie Raoul Ruiz Proust las
„Proust Cinématographe – wie Raoul Ruiz Proust las“ wirft über den Umweg der Literaturverfilmung einen ungewohnten Blick auf die metapoetischen Fundamente von Prousts Recherche: Über detaillierte Analysen ausgewählter Textpassus und Filmausschnitte gelingt hier der Nachweis, dass die grundlegende Problematik des Romans um die Wahrnehmung und Beschreibung von Zeit, Subjekt und Identität die Denkformen des modernen Kinos bereits im 19. Jahrhundert auf überraschend breiter Ebene antizipiert.
Die Untersuchung wird in einer intermedialen Präsentationsform geboten. Als Ergänzung des gedruckten Buches fungiert dabei die digitale Version, in der die audiovisuellen Zitate direkt aus dem Text heraus geöffnet werden können. So findet das intermedial analysierte Spiel um Wort und Bewegtbild sein Echo in der unmittelbaren Rezeptionsästhetik der Analyse.
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"Proust Cinematographe – Ruiz reading In Search of Lost Time" takes a new look at the metapoetic program of Proust A la Recherche du Temps perdu. Selected text passages and film excerpts are analyzed, focusing on the fundamental questions of the novel about the perception and description of time, subject, and identity. It turns out that the novel of the nineteenth century anticipated the concepts of modern cinema on a surprisingly broad scale.
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Il libro de la cocina: Un ricettario tra Oriente e Occidente
Wie die gesamte europäische Küche ist auch der senesische Libro de la cocina historisch gewachsen. Seine Ursprünge sind teils in Italien, teils in anderen Kulturen zu suchen: Er vereint Rezepte aus der toskanischen Küche mit solchen, die direkt aus dem älteren lateinischen Liber de coquina stammen, einem Kochbuch aus Neapel, das die Schnittstelle zwischen orientalischer und westeuropäischer Kochliteratur darstellt.
Der in diesem Buch edierte Libro de la cocina aus dem 2. Drittel des 14. Jahrhunderts offenbart die ganze Palette altitalienischer Kochkunst: einfache und komplizierte Gemüse-, Fleisch- und Fischspeisen, Süßspeisen und diätetische Rezepturen. Viele der knapp 200 Rezepte sind mit orientalischen, französischen, englischen und italienischen Vorgängern und Nachfolgern verknüpft. Ein vollständiges kritisches Glossar erschließt die Texte; volkssprachliche und lateinische Paralleltexte sind mit abgedruckt.European cookery has grown historically, and so has the Sienese Libro de la cocina. The book\u27s origins are partly in Italy, partly in other cultures, combining recipes from Tuscan cuisine with those taken directly from the older Latin Liber de coquina, a cookery book from Naples which can be seen as a link between Oriental and Western European culinary literature.
The Libro de la cocina reveals the complete range of the art of XIVth century Italian cooking: basic and elaborate vegetable, meat and fish dishes, desserts, and dietary preparations. Many of the almost 200 recipes are linked with their Oriental, French, English, and Italian precursors and successors. A complete critical glossary makes the texts accessible and, in addition, parallel vernacular and Latin texts are provided
Wilhelm Windelband und die Psychologie: Das Fach Philosophie und die Wissenschaft Psychologie im Deutschen Kaiserreich
Wilhelm Windelband (1848-1915) war Ordinarius der Philosophie im Deutschen Kaiserreich, Haupt der südwestdeutschen Schule des Neukantianismus und einflussreicher Kathederfürst. Dem Neukantianismus wird Gegnerschaft zur Psychologie nachgesagt, und Windelband gilt in der Wissenschaftsgeschichte als jemand, der eine ausgeprägte Abneigung gegen die Psychologie hegte und diese polemisch von sich gab. Die hier erstmalig untersuchte Wirklichkeit sah anders aus. Er setzte sich frühzeitig für die Selbständigkeit der Psychologie ein, arbeitete an einem Buch zur Psychologie und hielt mehr als zwanzig Hauptvorlesungen zur Psychologie. Institutionelle Hintergründe des problematischen Verhältnisses zwischen Philosophie und Psychologie werden untersucht und gezeigt, weshalb Windelband kein Einzelfall in der Geschichte des Faches Philosophie war.Wilhelm Windelband (1848-1915) was a professor of philosophy during the German Empire, leader of the south-west German school of neo-Kantianism and an influential, when somewhat opinionated, public speaker.
Neo-Kantianism was linked with opposition to the discipline of psychology and Windelband is noted in the history of science as nurturing a pronounced dislike of psychology, and of expressing this opinion polemically. The reality, presented here for the first time, looks different. He championed at an early stage the independence of psychology, worked on a book about psychology and gave more than twenty lectures about psychology. The institutional background concerning the difficult relationship between philosophy and psychology is examined, and shows that Windelband was not an isolated case in the history of philosophy
Numerik 0: Einführung in die Numerische Mathematik
Dieser einführende Text basiert auf Vorlesungen innerhalb eines mehrsemestrigen Zyklus „Numerische Mathematik“, den der Autor über einen Zeitraum von 25 Jahren an der Universität Heidelberg gehalten hat. Im vorliegenden ersten Teil werden die fundamentalen Konzepte numerischer Verfahren für Grundaufgaben aus Analysis und Lineare Algebra behandelt. Dabei finden sowohl theoretisch-mathematische als auch praktische Aspekte Berücksichtigung. Das Verständnis der Inhalte erfordert nur solche Vorkenntnisse, wie sie üblicherweise in den Grundvorlesungen über Analysis und Lineare Algebra vermittelt werden. Zur Erleichterung des Selbststudiums dienen theoretische und praktische Übungsaufgaben mit Lösungen.This introductory text is based on courses on “Numerical Mathematics” given by the author at Heidelberg University within a multi-semester cycle over a period of 25 years. The present first part covers fundamental concepts of numerical methods for solving ordinary analysis and linear algebra problems. Both theoretical and practical aspects are considered. The understanding of the contents requires only that prior knowledge as is usually provided in the basic Analysis and Linear Algebra courses. For facilitating self-learning the book contains theoretical and practical exercises with solutions
Konstruktionen Europas in der Frühen Neuzeit: Geographische und historische Imaginationen. Beiträge zur 11. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit
Globalgeschichtliche Zugriffe sind in der Geschichtswissenschaft angekommen. Auf der 11. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit hatten sich die Beiträger zum Ziel gesetzt, Europa im Kontext ferner Weltregionen in den Blick zu nehmen. „Europa“ unterlag als politisch-kulturelle Raumvorstellung und auch als Forschungsgegenstand immer wieder vielschichtigen Aushandlungsprozessen, die nicht nur entlang territorialer Herrschaftsgrenzen, eindeutiger Topographien oder von Sprachräumen verliefen. Die Ergebnisse der Tagung eröffnen neue Blicke auf geographisch und historisch imaginierte Selbst- und Fremdzuschreibungen, Behauptungen von Identität und Alterität und die Wandelbarkeit von Peripherie und Zentrum. Sie bilden zugleich eine Werkschau aktueller Forschungsfelder der international weit vernetzten historischen Frühneuzeitforschung in Deutschland.Global history has long become an established field of research. At the 11th conference of the working group on the Early Modern Period (Historians’ Association, Germany), participants aimed at applying global-history approaches on early modern Europe. “Europe” has consistently been both a subject to and a concept of negotiation processes, which hardly kept to territorial borders or clear-cut topographically or language-bounded areas. The conference proceedings open up new views on geographical and historical imaginations of Europe from within and without, on claims of identity and alterity as well as on the mutability of periphery-centre relations. Moreover, they display the wide range of – internationally well-connected – historical research on the early modern period in Germany
Numerik 3: Probleme der Kontinuumsmechanik und ihre numerische Behandlung
Dieser einführende Text basiert auf Vorlesungen innerhalb eines mehrsemestrigen Zyklus ”Numerische Mathematik“, den der Autor über einen Zeitraum von 25 Jahren an der Universität Heidelberg gehalten hat. Der vorliegende vierte Teil ist Problemen der Kontinuumsmechanik, speziell der Struktur- und der Strömungsmechanik, und deren numerischer Lösung mit Finite-Elemente-Verfahren gewidmet. Dabei finden wieder sowohl theoretisch mathematische als auch praktische Aspekte Berücksichtigung. Als Grundlage einer sachgerechten numerischen Approximation werden die mathematischen Modelle systematisch aus physikalischen Grundpostulaten hergeleitet. Das Verständnis der Inhalte erfordert neben dem Stoff der vorausgehenden Bände ”Numerik 0 (Einführung in die Numerische Mathematik)“, ”Numerik 1 (Numerik gewöhnlicher Differentialgleichungen)“ und ”Numerik 2 (Numerik partieller Differentialgleichungen)“ nur solche Vorkenntnisse, wie sie üblicherweise in den Grundvorlesungen über Analysis und Lineare Algebra vermittelt werden.This introductory text is based on courses within a multi-semester cycle on “Numerical Mathematics” given by the author at Heidelberg University over a period of 25 years. The present fourth part is devoted to problems in Continuum Mechanics, especially in Structural and Fluid Mechanics, and their numerical solution by finite element methods. Again theoretical as well as practical aspects are considered. As basis of an appropriate numerical approximation the mathematical models are systematically derived from fundamental physical principles. The understanding of the contents requires besides the material of the preceding parts of this series, “Numerik 0 (Einführung in die Numerische Mathematik)”, “Numerik 1 (Numerik gewöhnlicher Differentialgleichungen)”, and “Numerik 2 (Numerik partieller Differentialgleichungen)” only that prior knowledge as is usually provided in the basic Analysis and Linear Algebra courses
Die limitierte Auflage: Rechtsfragen zeitgenössischer Fotokunst
Die Fotografie hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer der populärsten Kunstgattungen entwickelt. Dies zeigt sich nicht zuletzt auch am Erfolg der zeitgenössischen Fotografie auf dem Kunstmarkt, wo einzelne Abzüge mittlerweile für Millionenbeträge gehandelt werden. Diese hohe finanzielle Wertschätzung einzelner Fotografien wäre undenkbar, würde das Potenzial der Fotografie zur nahezu unendlichen Reproduktion tatsächlich ausgeschöpft. Im Gegenteil hat sich im Bereich der zeitgenössischen Fotokunst die Praxis etabliert, Fotografien nur in sogenannten „limitierten Auflagen“ aufzulegen, bei denen teilweise sogar mit einstelligen Auflagenhöhen gearbeitet wird. Die vorliegende Dissertation untersucht die rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit solchen Auflagenlimitierungen und geht dabei insbesondere der Frage nach, ob solche „Exklusivitätsversprechen“ rechtlich bindend sind und somit beispielsweise von einem Sammler eingeklagt werden könnten. Die Dissertation wurde 2016 mit dem Dissertationspreis des Instituts für Kunst und Recht IFKUR e.V. ausgezeichnet.Over the course of the past decades, photography has become one of the most popular fields of art. This development is also reflected in recent prices for some works of contemporary photography, which fetch up to several million dollars. Such price levels would be unheard of if artists were to take advantage of the opportunity to produce as many prints from the same negative as possible. On the contrary, the prevailing practice in contemporary photography is that of printing photographs in “limited editions”, with some of the most expensive photographs only existing in the low single digits. This study researches the legal implications of artists communicating limited editions to the purchasers of their art with the main question being whether such “promises of exclusivity” are legally binding and thus could be enforced by collectors e. g. in court proceedings. Felix M. Michl is the 2016 winner of the best PhD thesis prize awarded by the Institute for Art and Law ("Institut für Kunst und Recht") IFKUR e.V
Konstruktionen Europas in der Frühen Neuzeit: Geographische und historische Imaginationen. Beiträge zur 11. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit
Globalgeschichtliche Zugriffe sind in der Geschichtswissenschaft angekommen. Auf der 11. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit hatten sich die Beiträger zum Ziel gesetzt, Europa im Kontext ferner Weltregionen in den Blick zu nehmen. „Europa“ unterlag als politisch-kulturelle Raumvorstellung und auch als Forschungsgegenstand immer wieder vielschichtigen Aushandlungsprozessen, die nicht nur entlang territorialer Herrschaftsgrenzen, eindeutiger Topographien oder von Sprachräumen verliefen. Die Ergebnisse der Tagung eröffnen neue Blicke auf geographisch und historisch imaginierte Selbst- und Fremdzuschreibungen, Behauptungen von Identität und Alterität und die Wandelbarkeit von Peripherie und Zentrum. Sie bilden zugleich eine Werkschau aktueller Forschungsfelder der international weit vernetzten historischen Frühneuzeitforschung in Deutschland.Global history has long become an established field of research. At the 11th conference of the working group on the Early Modern Period (Historians’ Association, Germany), participants aimed at applying global-history approaches on early modern Europe. “Europe” has consistently been both a subject to and a concept of negotiation processes, which hardly kept to territorial borders or clear-cut topographically or language-bounded areas. The conference proceedings open up new views on geographical and historical imaginations of Europe from within and without, on claims of identity and alterity as well as on the mutability of periphery-centre relations. Moreover, they display the wide range of – internationally well-connected – historical research on the early modern period in Germany
Konstruktionen Europas in der Frühen Neuzeit: Geographische und historische Imaginationen. Beiträge zur 11. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit
Globalgeschichtliche Zugriffe sind in der Geschichtswissenschaft angekommen. Auf der 11. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit hatten sich die Beiträger zum Ziel gesetzt, Europa im Kontext ferner Weltregionen in den Blick zu nehmen. „Europa“ unterlag als politisch-kulturelle Raumvorstellung und auch als Forschungsgegenstand immer wieder vielschichtigen Aushandlungsprozessen, die nicht nur entlang territorialer Herrschaftsgrenzen, eindeutiger Topographien oder von Sprachräumen verliefen. Die Ergebnisse der Tagung eröffnen neue Blicke auf geographisch und historisch imaginierte Selbst- und Fremdzuschreibungen, Behauptungen von Identität und Alterität und die Wandelbarkeit von Peripherie und Zentrum. Sie bilden zugleich eine Werkschau aktueller Forschungsfelder der international weit vernetzten historischen Frühneuzeitforschung in Deutschland.Global history has long become an established field of research. At the 11th conference of the working group on the Early Modern Period (Historians’ Association, Germany), participants aimed at applying global-history approaches on early modern Europe. “Europe” has consistently been both a subject to and a concept of negotiation processes, which hardly kept to territorial borders or clear-cut topographically or language-bounded areas. The conference proceedings open up new views on geographical and historical imaginations of Europe from within and without, on claims of identity and alterity as well as on the mutability of periphery-centre relations. Moreover, they display the wide range of – internationally well-connected – historical research on the early modern period in Germany