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    475 research outputs found

    Universalistisches Ideal und koloniale Kontinuitäten : Die »harkis« in der Fünften Französischen Republik

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    Mit der Unabhängigkeit Algeriens im Jahr 1962 verließen nicht nur eine Million europäische Siedler das Land in Richtung Frankreich, sondern auch etwa 85 000 »harkis«: Muslime, die während des Krieges insbesondere als Hilfssoldaten die französische Armee unterstützt hatten. Kamen die »harkis« als »Verräter an der algerischen Nation«, als »gleichberechtigte französische Staatsbürger« und somit als Repatriierte, oder waren sie als Flüchtlinge anzusehen? Anna Laiß analysiert die von unterschiedlichen Fremdbildern geprägten Kontroversen sowie die damit verbundene schwierige Suche der »harkis« und deren Nachkommen nach ihrem Platz in der Französischen Republik. Sie zeigt das Spannungsfeld zwischen universalistischem Ideal und kolonialen Handlungs- und Denkweisen auf, die sich in dem weit über die Dekolonisation hinausreichenden Untersuchungszeitraum in den Debatten um Integration und koloniale Erinnerungen wiederfinden.En 1962, avec l’indépendance de l’Algérie, ce sont non seulement un million de colons européens mais aussi près de 85 000 »harkis« – des musulmans qui avaient soutenu l’armée française pendant la guerre, notamment en tant que soldats auxiliaires – qui quittent le pays pour la France. Les harkis arrivent-ils comme des »traîtres à la nation algérienne«, comme des »citoyens français à droits égaux«, et donc comme des rapatriés, ou bien doivent-ils être considérés comme des réfugiés? Anna Laiß analyse les controverses suscitées par les différents points de vue ainsi que la difficulté éprouvée par les harkis et leurs descendants à trouver leur place dans la République française. Elle souligne la tension entre l’idéal universaliste et les modes d’action et de pensée coloniaux, qui se reflètent dans les débats sur l’intégration et les mémoires coloniales, bien au-delà de la période de la décolonisation. When Algeria gained independence in 1962, an estimated 1 million European settlers and roughly 85 000 so called »Harkis«, muslim Algerians that served as auxiliaries in the French Army, left Algeria en route to France. Were the »Harkis« received as »traitors of the Algerian nation«, as »French citizens with rights to repatriation« or were they seen simply as »refugees«? Anna Laiß provides insightful analysis into the controversial perceptions and portrayals that dominated the “Harkis« existence, and that of their descendents, in their search for a place in the French Republic. She reveals the areas of conflict and discord between the French ideals of republican universalism and the colonial mindset and behaviour, which are to be found in debates about integration and colonial memory, and which extend well beyond the period of decolonisation.&nbsp

    Visuelle Dimensionen des Antiziganismus

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    Visuelle Medien spielen seit der Frühen Neuzeit eine Schlüsselrolle für die Genese des Antiziganismus. Der interdisziplinär angelegte Sammelband untersucht die zentralen Motive und Semantiken von „Zigeuner“-Bildern in unterschiedlichen Repräsentationsformen wie Literatur, bildender Kunst, Fotografie, Postkarten, Oper, Theater, Comic, Film oder Computerspielen. Dabei werden insbesondere Verbindungslinien und Wechselbeziehungen in den Blick genommen. Die Beiträge legen die inhaltlichen, zeitlichen, geografischen und medienspezifischen Ausprägungen eines der wirkmächtigsten Stereotype in der europäischen Kulturgeschichte frei. Bis heute haben antiziganistische Imaginationen negativen Einfluss auf die Positionierung von Sinti und Roma in den europäischen Gesellschaften.Visual media have played a key role in the genesis of antigypsyism since the early modern period. This interdisciplinary anthology examines the central motifs and semantics of "Gypsy" images in various forms of representation such as literature, visual art, photography, postcards, opera, theatre, comics, film and computer games. Particular attention is paid to connecting lines and interrelationships. The contributions uncover the content-related, temporal, geographical and media-specific manifestations of one of the most powerful stereotypes in European cultural history. To this day, antigypsyist imaginations have a negative impact on the positioning of Sinti and Roma in European societies

    Fürstliches Arkadien: Sommerresidenzen im 18. Jahrhundert

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    Fürstliche Sommerresidenzen gelten in der Forschung als Sehnsuchtsorte, an denen die Herrscher ihren Traum vom irdischen Paradies zu verwirklichen und den Zwängen des höfischen Zeremoniells zu entfliehen suchten. Traditionell ist diese Forschung in den Kunstwissenschaften angesiedelt. Welche Musik in den Sommerresidenzen gemacht wurde, und wie sich diese möglicherweise von der der jeweiligen Hauptresidenz unterschied, ist bisher noch nicht systematisch untersucht worden. Hierzu hat die Tagung einen Beitrag geleistet, indem sie das Musikleben an ausgewählten europäischen Sommerresidenzen des 18. Jahrhunderts untersuchte und miteinander in Beziehung setzte. Die einzelnen Beiträge stellen die jeweiligen Situationen der Musikpflege an ausgewählten Sommerresidenzen im deutschsprachigen Raum sowie in Italien, Spanien, England, Schweden und Russland dar.In academic research, princely summer residences are regarded as places of longing, where rulers sought to realize their dream of an earthly paradise and escape the constraints of courtly ceremonial. Traditionally, this research has been based in history of art. What music was made in the summer residences, and how it might have differed from that of the main residence, has not yet been systematically studied. The conference made a contribution to this by examining the musical life at selected European summer residences of the eighteenth century and relating it to one another. The individual contributions present the respective situations of the cultivation of music at selected summer residences in the German-speaking countries as well as in Italy, Spain, England, Sweden and Russia

    Marktstrategien der Kurienbanken: Die Geschäfte der Alberti, Medici und Spinelli in Deutschland (1400–1475)

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    Die florentinischen Banken beherrschten mit ihren Filialnetzen und Partnern die internationalen Geldgeschäfte des 15. Jahrhunderts. Dank ihrer Präsenz an den wichtigen Handelszentren des Kontinents dominierten die Händler-Bankiers aus der Toskana die bargeldlose Abwicklung der großen Geldtransfers aus ganz Europa an die römische Kurie. Kurt Weissen untersucht, wie Kurienbankiers wie die Alberti und die Medici Deutschland von Brügge und Venedig aus an dieses Zahlungssystem anschlossen. Er zeigt auf, welche Rolle dabei die Gründung eigener Niederlassungen in Lübeck, Köln, Basel und Konstanz spielten und welche Bedeutung Kooperationen mit deutschen Handelsgesellschaften zukam. Der Band ist auch in einer englischsprachigen Version erhältlich https://doi.org/10.17885/heiup.1284With their branch networks and partners, the Florentine banks dominated  international monetary transactions of the 15th century. Thanks to their presence in the main commercial centres of the continent, the merchant bankers from Tuscany dominated the cashless processing of large transfers of money from all over Europe to the Roman Curia. Kurt Weissen examines how curia bankers, such as the Alberti and the Medici, connected Germany to this payment system via Bruges and Venice. He analyses the role played by the establishment of branches in Lübeck, Cologne, Basel and Constance and the importance of cooperation with German merchant companies. The volume is also available in an English-language version https://doi.org/10.17885/heiup.128

    Ein Haus für Herkules: Das fürstliche Modellhaus der Residenzstadt Kassel – Architektur und Modellpraktiken im 18. und 19. Jahrhundert

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    Eigens für die fürstlichen Architekturmodelle ließ Landgraf Karl Anfang des 18. Jahrhunderts das Modellhaus errichten, ein bis dato ungewöhnliches Gebäude, das eine vielbeachtete Sehenswürdigkeit seiner Zeit wurde. Darin befand sich auch das jegliche Maße sprengende Modell des berühmtesten Kasseler Kunstwerks, des Karlsbergs mit Herkules. Anhand neu erschlossener Pläne, Akten und zeitgenössischer Reisebeschreibungen wird hier erstmals die Geschichte dieses singulären Baus und seiner fast einhundertjährigen Sammlungsgeschichte nacherzählt und – mit Blicken auf Berlin, Sankt Petersburg und Paris – die anhaltende Bedeutung von Modellen nachgezeichnet.Dedicated to housing courtly architectural models, Landgrave Karl founded the so-called Modellhaus at the beginning of the 18th-century, an unusual  building which went on to become one of the most admired sights of its time. The collection included, most importantly, a monumental model of the most famous of all the Kassel artworks, namely the statue of Hercules overlooking the extensive Karlsberg gardens. Through recently discovered plans, files, and contemporary travel memoirs, this book retraces the story of this unique building and its collection which lasted almost a century, guiding us through Berlin, Saint Petersburg, and Paris, to reveal the continuing importance of models

    Theoretical Astrophysics: An Introduction

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    Astronomische Objekte zu verstehen erfordert Kenntnisse aus verschiedenen Zweigen der theoretischen Physik: Wir diagnostizieren diese Objekte vor allem anhand des Lichts, das wir empfangen; die beobachteten Phänomene haben oft mit der Strömung von Flüssigkeiten zu tun, die manchmal ionisiert oder magnetisiert sind; und die gemessenen Geschwindigkeiten zeigen eine Dynamik an, die von der Schwerkraft angetrieben wird. Kurse in theoretischer Physik legen ein Fundament, aber es bleibt eine Lücke zwischen diesen Grundlagen und der Astrophysik. Dieses Vorlesungsskript baut auf den Kernkursen in theoretischer Physik auf und stellt die Methoden bereit, um Astrophysik theoretisch zu verstehen.Understanding astronomical objects requires knowledge and methods from different branches of theoretical physics: we diagnose these objects mostly by the light we receive; the observed phenomena often have to do with the flow of fluids, sometimes ionised, sometimes magnetised; and the measured velocities reflect dynamics driven by gravitational fields. Courses in theoretical physics lay the foundation in classical and quantum mechanics, electrodynamics, and thermodynamics, but a gap remains between this foundation and its application to astrophysics. These lecture notes build upon the core courses in theoretical physics and provides the methods for understanding astrophysics theoretically

    Johann Stamitz und die europäische Musikermigration im 18. Jahrhundert

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    Die vorliegende Publikation dokumentiert die Referate des Symposiums »Die Familie Stamitz und die europäische Musikermigration im 18. Jahrhundert«, das in Schwetzingen am 17. und 18. Juni 2017 aus Anlass des 300. Geburtstags von Johann Stamitz stattfand. Veranstaltet wurde die Tagung von der Forschungsstelle Geschichte der Südwestdeutschen Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Johann Stamitz, eine Galionsfigur der Mannheimer Hofmusik, und seine Familie stehen beispielhaft für die Musikermigration des 18. Jahrhunderts in Mitteleuropa. Ausgehend davon untersuchen die Referate verschiedene Aspekte des Themenkreises. Zum Konzept der Tagung gehörte es, neben erfahrenen Fachleuten auf diesem Gebiet auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Plattform für eigene Forschungen und für die Präsentation der Ergebnisse zu bieten.This publication documents the papers presented at the symposium "The Stamitz family and European musician migration in the 18th century", which took place in Schwetzingen on 17 and 18 June 2017 on the occasion of the 300th birthday of Johann Stamitz. The conference was organised by the Research Centre for the History of Southwest German Court Music of the Heidelberg Academy of Sciences and the Mannheim State University of Music and Performing Arts. Johann Stamitz, a figurehead of Mannheim’s court music, and his family are exemplary for the musician migration of the eighteenth century in Central Europe. Based on this, the papers will examine various aspects of the topic. It was part of the conference’s concept to offer not only experienced experts in this field but also young scholars a platform for their own research and for the presentation of the results

    Johann Stamitz und die europäische Musikermigration im 18. Jahrhundert

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    Die vorliegende Publikation dokumentiert die Referate des Symposiums »Die Familie Stamitz und die europäische Musikermigration im 18. Jahrhundert«, das in Schwetzingen am 17. und 18. Juni 2017 aus Anlass des 300. Geburtstags von Johann Stamitz stattfand. Veranstaltet wurde die Tagung von der Forschungsstelle Geschichte der Südwestdeutschen Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Johann Stamitz, eine Galionsfigur der Mannheimer Hofmusik, und seine Familie stehen beispielhaft für die Musikermigration des 18. Jahrhunderts in Mitteleuropa. Ausgehend davon untersuchen die Referate verschiedene Aspekte des Themenkreises. Zum Konzept der Tagung gehörte es, neben erfahrenen Fachleuten auf diesem Gebiet auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Plattform für eigene Forschungen und für die Präsentation der Ergebnisse zu bieten.This publication documents the papers presented at the symposium "The Stamitz family and European musician migration in the 18th century", which took place in Schwetzingen on 17 and 18 June 2017 on the occasion of the 300th birthday of Johann Stamitz. The conference was organised by the Research Centre for the History of Southwest German Court Music of the Heidelberg Academy of Sciences and the Mannheim State University of Music and Performing Arts. Johann Stamitz, a figurehead of Mannheim’s court music, and his family are exemplary for the musician migration of the eighteenth century in Central Europe. Based on this, the papers will examine various aspects of the topic. It was part of the conference’s concept to offer not only experienced experts in this field but also young scholars a platform for their own research and for the presentation of the results

    Von Preußen lernen? Die preußische Monarchie im Spiegel französischer Reformdiskurse am Ende des Ancien Régime

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    Der Siebenjährige Krieg war eine Katastrophe für das Ansehen Frankreichs. Um den Vorrang der französischen Monarchie im internationalen Staatensystem wiederherzustellen und das Land vor dem Bankrott zu retten, setzte eine intensive Diskussion über Reformideen ein. Die Selbstinszenierung Friedrichs II. weckte in der französischen Öffentlichkeit ein besonders lebhaftes Interesse für Preußen. Aber inwiefern konnte der als erfolgreich wahrgenommene preußische Staat als Modell in dieser Reformdebatte wirken? Die Studie zeigt, über welche Wege und Träger und mit welchen Mitteln in den letzten Jahrzehnten des Ancien Régime der Wissenstransfer von Preußen nach Frankreich stattfand. Die Grenzen dieses Wissenstransfers werden ebenso dargelegt wie die Funktion, die der Verweis auf Preußen innerhalb selbstreferenzieller Diskussionen um die »Regeneration« der französischen Monarchie tatsächlich eingenommen hat.La guerre de Sept Ans a été un désastre pour la renommée de la France. S’est alors engagée une discussion intensive sur des idées de réforme afin que soit restaurée la primauté de la monarchie française dans le système international des États et que le pays soit sauvé de la faillite. L’autopromotion de Frédéric II a suscité un intérêt particulièrement vif du public français pour la Prusse. Mais dans quelle mesure l’État prussien, perçu comme un modèle de réussite, pouvait-il servir de référence dans ce débat sur les réformes? Le livre nous montre par le biais de quels médiateurs et les moyens par lesquels le transfert de connaissances de la Prusse vers la France s’est opéré au cours des dernières décennies de l’Ancien Régime. Les limites de ce transfert y sont également expliquées, ainsi que la fonction que le renvoi à la Prusse a effectivement occupée au sein des discussions autoréférentielles sur la »régénération« de la monarchie française. With the end of the Seven Years\u27 War, a period of intensive search for reform ideas began in France an attempt to restore France\u27s supremacy in the international state system and save the monarchy from bankruptcy. The particularly lively interest of the French public in Prussia raises the question of the extent to which Frederick II\u27s state, which was regarded as successful, has served as a model in this reform debate. The book shows by which ways, carriers and means the transfer of knowledge from Prussia to France took place at the end of the Ancien Régime and what function the reference to Prussia actually assumed within self-referential French discussions

    Une clôture hermétique? Isolement régulier et intérêts séculiers au monastère Saint-Pierre de Lobbes, VIIe–XIVe siècle

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    Im Mittelalter rechtfertigten die Benediktinerabteien ihre Existenz durch ihre Isolation von der Welt. Um zu überleben, mussten die Abteien der umgebenden Bevölkerung Waren oder Dienstleistungen abgewinnen (Oblaten, Nahrung, Schutz...) und dafür andere zur Verfügung stellen (politische Unterstützung, Gastfreundschaft...). Mittelalterliche Klöster waren daher tief in die Gesellschaft integriert, auch wenn sie vorgaben, von der Gesellschaft isoliert zu sein. Dieses Paradoxon des klösterlichen Lebens wird in den Ordensforschungen häufig erwähnt, viel seltener jedoch in den Arbeiten zu einzelnen Ordenseinrichtungen. Ziel dieses Buches ist es, diesen theoretischen Rahmen mit der Realität zu konfrontieren, in der die Mönche der Abtei Saint-Pierre in Lobbes (Hennegau, Belgien) seit der Gründung dieses Klosters (7. Jh.) bis zum Ende des 14. Jahrhunderts gelebt haben. Konkret werden die Wechselwirkungen zwischen der Abtei und ihrem politischen und wirtschaftlichen Umfeld analysiert. Au Moyen Âge, les abbayes bénédictines justifiaient leur existence par leur isolement, prétention affirmée à travers, notamment, le topos du locus desertus montrant des saints fondateurs d’abbayes s’installer loin de toute civilisation. Or, pour subsister, les abbayes devaient retirer des biens ou des services de la société englobante (oblats, nourriture, protection…) et, en échange, en fournir d’autres (soutien politique, hospitalité…). Les monastères médiévaux étaient donc profondément intégrés dans la société tout en prétendant en être isolés. Ce paradoxe de la vie monastique est souvent utilisé dans les Ordensforschungen, bien plus rarement pour l’étude d’institutions spécifiques. Le présent ouvrage a pour objectif de confronter ce cadre théorique à la réalité vécue par les moines de l’abbaye Saint-Pierre de Lobbes (Hainaut, Belgique), du viie siècle, date de sa fondation, jusqu’à la fin du xive.   In the Middle Ages, the very existence of Benedictine monasteries was based on their proclaimed isolation from the world, a tenet diametrically opposed to their means of subsistence. Indeed, in order to extract goods from society (oblates, food, protection…), abbeys had to provide tangible goods and services in exchange (political support, hospitality…); monasteries were deeply integrated into medieval society while claiming to be isolated from it. This paradox of monastic life is often referred to in the Ordenforschungen or study of the monastic orders, but it is rarely used when it comes to studying specific institutions. This book aims to test the validity of this theoretical framework against the reality as lived by the monks of the Abbey of St Peter of Lobbes (Hainault, Belgium), from its founding until the turn of the 14th and 15th centuries. In particular, it analyses the interactions between the abbey and its political and economic environment.Au Moyen Âge, les abbayes bénédictines justifiaient leur existence par leur isolement, prétention affirmée à travers, notamment, le topos du locus desertus montrant des saints fondateurs d’abbayes s’installer loin de toute civilisation. Or, pour subsister, les abbayes devaient retirer des biens ou des services de la société englobante (oblats, nourriture, protection…) et, en échange, en fournir d’autres (soutien politique, hospitalité…). Les monastères médiévaux étaient donc profondément intégrés dans la société tout en prétendant en être isolés. Ce paradoxe de la vie monastique est souvent utilisé dans les Ordensforschungen, bien plus rarement pour l’étude d’institutions spécifiques. Le présent ouvrage a pour objectif de confronter ce cadre théorique à la réalité vécue par les moines de l’abbaye Saint-Pierre de Lobbes (Hainaut, Belgique), du viie siècle, date de sa fondation, jusqu’à la fin du xive

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