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Counterstrategies to the Antigypsy Gaze
Wie sich dem Antiziganismus im Film begegnen lässt, ist Thema des vorliegenden Sammelbandes. Ziel ist es, den Fokus weg von der Antiziganismuskritik zu verlagern und die Diskussion über die künstlerischen Gegenstrategien zum Antiziganismus zu eröffnen, die die Notwendigkeit intertextueller, transkultureller und transmedialer Ansätze bei der Analyse hervorhebt. Die Beiträge stellen die Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse in den Vordergrund und bieten eine breite Palette an Beispielen, die für Filmemacher und Fachleute aus der Filmindustrie nützlich sein könnten.
Der Band dokumentiert die Fallstudien des internationalen Workshops “Artistic Alternatives to the Antigypsy Gaze“, der 2021 in Heidelberg stattfand.Countering antigypsyism in film is the problem field which this edited collection inaugurates. The aim is to shift the focus from antigypsyism critique and open up alongside it a new set of discussions about the artistic counterstrategies to antigypsyism, highlighting the need for intertextual, transcultural, and transmedial approaches in the analysis. The contributions foreground the applicability of the research findings and provide a broad range of examples, which may be useful to filmmakers and professionals from the film industry.
The volume documents the case studies presented at the international workshop “Artistic Alternatives to the Antigypsy Gaze” held in Heidelberg in 2021
Digital Stylistics in Romance Studies and Beyond
Die digitale Stilistik ist ein Forschungsbereich an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft, Linguistik, Digital Humanities und Computational Literary Studies. Sie ist mit der computergestützten und statistischen Analyse des literarischen Stils sowie des Stils im Sprachgebrauch befasst. In diesem Band finden sich Forschungsarbeiten zur digitalen Stilistik aus der Romanistik und darüber hinaus, die zu neuen Methoden und Anwendungen in verschiedenen Sprachkontexten und Literaturen beitragen. Alle Forschungsergebnisse basieren auf der empirischen, computergestützten Analyse literarischer Korpora, die ausgewählt wurden, um Gattungen oder Untergattungen der Lyrik, des Dramas und der Prosa vom 19. bis zum 21. Jahrhundert zu analysieren.Digital Stylistics is an area of research at the intersection of Literary Studies, Linguistics, Digital Humanities, and Computational Literary Studies. It is concerned with the computational and statistical analysis of literary style and of style in language use. This volume brings together research in Digital Stylistics from Romance Studies and beyond, contributing to new methods and applications in different language contexts and literatures. All the research results are based on the empirical, computational analysis of literary corpora chosen to analyze major genres or subgenres of poetry, drama, and prose from the nineteenth to the twenty-first century
„Stets korrekt und human“: Der Umgang der westdeutschen Justiz mit dem NS-Völkermord an den Sinti und Roma
Das Buch gibt erstmals einen systematischen Überblick zu einem bislang vernachlässigten Bereich der justiziellen Aufarbeitung des NS-Systems: dem Umgang mit den Verbrechen an den Sinti und Roma in westdeutschen NSG-Verfahren unter Einbezug des Tatraums Osteuropa. Die akribisch recherchierte Studie stellt zahlreiche Verfahren vor. Sie informiert über die rechtlichen Voraussetzungen des westdeutschen justiziellen Sonderwegs, zeichnet den Verfahrensgang nach und fragt nach den Rollen der Beschuldigten und Zeugen sowie des Justizpersonals. Im Mittelpunkt steht das als Großverfahren neben dem ersten Auschwitz-Prozess geplante Sammelverfahren zum „Zigeunerkomplex“ (1958–1970), das entgegen seinem Anspruch kaum Resonanz entfaltete und heute weitgehend vergessen ist.This book deals with a neglected area of the judicial reappraisal of the Nazi regime: the handling of the crimes against the Central and Eastern European Roma minority in West German NSG trials. It provides a comprehensive insight and overview, informs about the legal prerequisites of the West German judicial special path, and presents the course of proceedings and the roles of the defendants, witnesses and judicial personnel for a number of proceedings. The focus is on the joint trial on the “Zigeunerkomplex” (“Gypsy Complex”, 1958–1970), which was planned as a major trial alongside the first Auschwitz trial and which, contrary to its goal, had little impact and is now forgotten
Digital Stylistics in Romance Studies and Beyond
Die digitale Stilistik ist ein Forschungsbereich an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft, Linguistik, Digital Humanities und Computational Literary Studies. Sie ist mit der computergestützten und statistischen Analyse des literarischen Stils sowie des Stils im Sprachgebrauch befasst. In diesem Band finden sich Forschungsarbeiten zur digitalen Stilistik aus der Romanistik und darüber hinaus, die zu neuen Methoden und Anwendungen in verschiedenen Sprachkontexten und Literaturen beitragen. Alle Forschungsergebnisse basieren auf der empirischen, computergestützten Analyse literarischer Korpora, die ausgewählt wurden, um Gattungen oder Untergattungen der Lyrik, des Dramas und der Prosa vom 19. bis zum 21. Jahrhundert zu analysieren.Digital Stylistics is an area of research at the intersection of Literary Studies, Linguistics, Digital Humanities, and Computational Literary Studies. It is concerned with the computational and statistical analysis of literary style and of style in language use. This volume brings together research in Digital Stylistics from Romance Studies and beyond, contributing to new methods and applications in different language contexts and literatures. All the research results are based on the empirical, computational analysis of literary corpora chosen to analyze major genres or subgenres of poetry, drama, and prose from the nineteenth to the twenty-first century
Die Münchner Residenz als kommentierte 3D-Rekonstruktion: Eine Analyse der räumlichen und funktionalen Entwicklung im Gefüge der Stadt zwischen 1467 und 1614
Die vorliegende Arbeit bietet eine neue Synthese der architekturgeschichtlichen Entwicklung der Münchner Residenz und ihres urbanistischen Umfeldes zwischen der Mitte des 15. Jahrhunderts und dem Vorabend des Dreißigjährigen Krieges. Sie beruht vor allem auf einer erstmals systematischen und vollständigen Auswertung der schriftlichen und bildlichen Quellen und ihrer Kombination mit dem Baubestand. Dazu implementiert sie auch neue Methoden der digitalen Kunstgeschichte in Form von kommentierten und quellenkritischen 3D-Rekonstruktionen einzelner Bauperioden.This study provides a new synthesis of the architectural history of the Munich Residence and its urban environment from the mid-fifteenth century to the eve of the Thirty Years’ War. It is primarily based on a systematic and comprehensive analysis of written and visual sources, combined with the existing architectural structure. Additionally, it incorporates new methods of digital art history, including annotated and source-critical 3D reconstructions of selected building periods
Emperor and God: Passion Relics and the Divinisation of Byzantine Rulers, 944–1204
Diese Studie untersucht, wie sich das Verständnis des byzantinischen Kaisers als heilige oder göttliche Figur in der mittelbyzantinischen Periode veränderte. Sie stützt sich dabei auf die genaue Lektüre und das Studium dreier mittelalterlicher Passionsreliquien, die in Konstantinopel aufbewahrt wurden: des Mandylions, des Reliquienensembles der Limburger Staurotheke sowie des Heiligen Steins. Begleitet von ins Englische übersetzten mittelalterlichen griechischen Quellentexten, die sich auf diese Reliquien beziehen, zeigt Sprecher, dass die Passionsreliquien in dieser Zeit dazu dienten, den Kaiser nicht nur als von Gott ernannten und gesalbten Herrscher zu präsentieren, sondern ihn auf überraschende Weise auch selbst als göttlich erscheinen zu lassen.This study explores how the understanding of the Byzantine emperor as a sacred or divine figure changed in the Middle Byzantine period. It is based on close readings and studies of three medieval Passion relics held in Constantinople: the Mandylion, the relic-reliquary ensemble of the Limburg Staurotheke; and the Holy Stone. Accompanied by English-language translations of medieval Greek source texts pertaining to these relics, Sprecher demonstrates that the Passion relics in this period served to focus and narrow an understanding of the emperor not only as divinely appointed and anointed ruler, but also in surprising ways as being somehow divine himself
Antiziganismus im baden-württembergischen Staatsapparat 1945–1970
Der Zusammenbruch des NS-Regimes bedeutete für die in Deutschland lebenden Sinti und Roma noch nicht das Ende von Unterdrückung und Ausgrenzung. Auch nach 1945 waren sie mit Diskriminierung konfrontiert, denn insbesondere auf staatlicher Ebene waren antiziganistische Vorurteilsstrukturen weiterhin handlungsleitend. Mit Blick auf die drei Themenschwerpunkte Entschädigung, Gesetzgebung und juristische Ahndung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen fokussiert sich die vorliegende Studie auf den baden-württembergischen Staatsapparat und seine Minderheitenpolitik bis in die 1970er-Jahre. Im Vordergrund steht der Umgang der Behörden mit den überlebenden Sinti und Roma sowie deren Perspektive auf ihre staatlichen Verfolgungs- und Vernichtungserfahrungen im Nationalsozialismus.Even after 1945, Sinti and Roma were confronted with marginalisation and discrimination, as antigypsyist prejudice structures continued to guide action, especially at state level. This study examines the state apparatus in Baden-Württemberg and its minority policy up to the 1970s, addressing three main topics (compensation, legislation and the legal punishment of National Socialist crimes of violence). The focus is on how the authorities dealt with the survivors of the Sinti and Roma and their perspective on their experiences of state persecution and extermination under National Socialism.
Digitising Heritage: Transoceanic Connections between Australia and Europe
„Digitising Heritage“ versammelt neue interdisziplinäre Studien zu den verschiedenen digitalen Erscheinungsformen Kulturellen Erbes in Museen, akademischen Institutionen, Politik und Geschichte. Die Beiträge stammen unter anderem aus den Bereichen Archäologie, Forensik, Medienwissenschaft, Klangforschung, Literaturwissenschaft, Migrationsforschung, Museumswissenschaft, Physik, Postkoloniale Studien und Recht. Wie können Forscher:innen und Praktiker:innen digitale Technologien effektiv nutzen und ein nachhaltiges Engagement für Kulturerbe in der Gesellschaft fördern? Inwieweit können kritische Konzepte von Kulturerbe im digitalen Zeitalter ihren Ausdruck finden? Der Band beantwortet diese Fragen in einem multimedialen Format, das Audio-, Video-, 3D-Grafiken und -Technologien kombiniert.‘Digitising Heritage’ presents new interdisciplinary studies about the diverse manifestations of heritage in digital form, in museums, academic institutions, politics, and history. Individual contributions span across literary studies, forensics, physics, sound studies, law, postcolonial studies, archaeology, migration and museum studies. How can researchers and practitioners make effective use of digital technologies to foster a sustainable heritage engagement? To what extend can critical heritage concepts find expression in the digital age? The volume answers these questions in a multimedia format that combines audio, video, 3D graphics and technologies
Religion, Recht und Säkularisierung in der Frühen Neuzeit: Zur kulturellen Signatur der westlichen Christenheit
Die stimulierende Polarität von Religion und Recht bestimmt von Anfang an die Geschichte des Christentums. Sie verbindet sich im Mittelalter mit dem Ringen von geistlicher und weltlicher Gewalt und seit der Reformationszeit mit dem Streit der sich herausbildenden Konfessionen. Nicht zuletzt dadurch kommt es zu einem dauernden Wechselspiel von säkularisierenden Tendenzen und Bestrebungen einer religiösen Intensivierung. Beides wirkt sich auf die Rechtsentwicklung aus, vielfach katalytisch-verstärkend oder beschleunigend, in einzelnen Situationen sogar impulsgebend, mitunter aber auch hemmend. Im Miteinander dieser Polaritäten wird das Eigentümliche des westlichen Christentums sichtbar.The stimulating polarity of religion and law has determined the history of Christianity from the very beginning. In the Middle Ages, it is associated with the struggle between spiritual and secular power and, since the Reformation, with the dispute between the emerging denominations. Not least because of this, there is a constant interplay between secularizing tendencies and efforts to intensify religion. Both have an effect on the development of the law, often catalytically reinforcing or accelerating it, in some situations even providing a stimulus, but sometimes also inhibiting it. In the coexistence of these polarities, the peculiarity of Western Christianity becomes visible
Die Räume der Witwe: Architektur und Funktion fürstlicher Witwensitze in der Frühen Neuzeit, 1450–1650
Fürstliche Witwen traten an den Höfen des Heiligen Römischen Reichs als Mütter, Beraterinnen und Mäzeninnen in Erscheinung. Ihnen stand eine angemessene finanzielle Versorgung zu. Als repräsentatives Zentrum wurde der fürstlichen Witwe und ihrem Hof ein Schloss als Witwensitz zugewiesen. Das Buch wirft erstmals einen kunsthistorischen Blick auf den Ausbau und die zeremonielle Nutzung fürstlicher Witwensitze vom 15. bis zum 17. Jahrhundert. Im Fokus stehen dabei Funktionswandel und Umnutzung der Schlösser. Die Analyse ausgewählter Beispiele zeigt, wie die Witwen ihrer neuen Rolle als unabhängige Verwalterinnen ihrer Ämter auch baulich und räumlich Ausdruck verliehen.Dowagers played an active role in politics and culture at the courts of the Holy Roman Empire. They were mothers, advisers and patrons of the arts. The rulers had to provide them with an appropriate dowry and a residence. For the first time, the book describes the architecture and the ceremonial use of dower residences from the 15th to the 17th century from an art historical point of view. Focusing on functional changes and conversion of the castles, the author shows how the dowagers expressed their new independence in an architectural and spatial way